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Donnerstag, den 8. Januar I93L

Fuldaer Zeitung (Amtliches Sreisblatt)

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Die v. Skqphan Zubttäumsposttarke

zeugen.

ter Plappert senior, zum bevorstehenden 80. Geburtstag namens der Männerge,ettsaMt gratulierte. Kunstsinnige Mitglieder erfreuen durch erlesene Vorträge am Flügel. Treffliche Re­den und anregende Unterhaltung ließen die stun­den des Beisammenseins schnell verfließen und reihten das diesjährige Stiftungsfest m die Zahl der wohlgelungenen Veranstaltungen der 64iahri- gen Männergesellschast würdig ein.

Persönliches. t

Der ehemalige Oberprästdent der Provinz Hes­sen-Nassau Dr. h. c. und Dr. ing h. cAugust von Trott zuSolz, Vizemarjchatt der alt- bessischen Ritterschaft in Jnshausen bei Bebra, frü­her langjähriger Kommendator des Johanniter- Ordens für die Ordensprovinz Hessen, vollcnde e vor wenigen Tagen sein 7 5. Lebensjahr. Don Trott bekleidete vom 1. April 1886 bis 24.UKai 1892 den Posten eines Landrots des Kreises Höchst am Main. Er war der erste Landrat dieses Streu ses, dann wurde er in gleicher Eigen chaft nach Marburg a. d. Lahn versetzt, dann zum Regie- runqspräsidenten des Reg'erungsbeWks Kastel ernannt und 1910 zum preußischen Kultusmini st er. Don 1917 bis 1919 mar von Trott O b er p r ä f id e nt der Provinz H:sfen- Rassau.

Angestelltenversicherung.

Vom 12. Januar ab finden in Fulda wieder Deitragsprüfungen statt. Mr empfehlen den Arbeitgebern, die grünen VersicherungslaMn ihrer Angestellten zu ordnen, da die versvätese oder unvollständige Beitraqsentrichtung mit Strafen be­droht ist. Die Beiträge sind zu entrichten wenn das Gehalt fällig wird, spätestens ar o am Monats- lckluß. Heber die Höhe der Beiträge gibt eine im Schalterraum des Postamtes aushängende grüne Bekanntmachung Aufschluß.

Der Eisenbahnverkehr im Direktionsbezirk Frank-

Struktur der Teilgebiete. ... , .

Nach diesen amtlichen Feststellungen verfugt die Stadt Fulda am 1 Juli 1930 über einen Kraftfahrzeugbestand von 717 Fahr- Davon waren:

achtet haben. v . I

D'e Post haftet nicht, wenn der Schaden durch Fahrlässigkeit des Absenders, z. B. durch fehler­hafte Aufschrift oder mangelhafte Verpackung, oder durch höhere Gewalt (Blitz, Erdrutsch usw.) ent­standen ist. Aber auch dann, wenn der Schaden durch die natürliche Beschaffenheit der Sendung lFäulnis oder leichte Verderblichkeit) hervorgerufen wird, kommt der Re'chspost keine Ersatzpflicht zu. I Grundsätzlich findet die Ersatzleistung nur an den Ab ender statt; der Empfänger kann nur Zah­lung verlangen, wenn der Absender feine An­sprüche schriftlich oder mündlich an ihn abgetreten hat oder wenn er der Bevollmächtigte des Absen­ders ist. Hat der Empfänger eine Sendung ohne Erinnerung angenommen und meldet nachträglich eine ^Beraubung bei der Post, so kommt eine Er­stattung des Schadens nur in Frage, wenn Der I Empfänger nachwe fen kann, daß die Sendung mit I verletztem Verschluß und beschädigter Verpackung, sowie verändertem Gewicht ausgehandigt worden ist. Es findet nur ein Ersatz des unmittelbaren I Schadens statt, nicht aber des mittelbaren Scha­den- oder des entgangenen Gewinnes

W.e ist nun die Ersatzvf licht bei Fahrten mit der Kraftpost geregelt? Hier haftet die Post bei Kör^erverlebuna des Reisenden für di? notwendi­gen Kur- und Pflegekosten, wenn der Schaden nicht durch höhere Gewalt oder eigenes Verschulden des Reisenden entstanden ist. Auch für den Verlust oder die Beschädigung des Reisegepäcks wird Ersatz nach den für die Pakete mit oder ohne Wertangabe be­stehenden Bestimmungen geleistet. Neuerdings sind ja alle Reisenden während der Fahrt in einem Postomnibus sowie während des Aus- und Em- ste'gens gegen Unfall versichert. Die Leistung der Versicherung übersteigt sogar die durchi das Post- gesetz festgelegten Haftsummen beträchtlich und er­streckt sich, was besonders zu beachten ist,, auch auf die Beförderung bei Sonderfahrten, für die es nach dem Postgesetz keine Erfatzpflicht g.bt.

Das Fest der hl. 3 Könige I

mürbe in altgewohnter Weise in unseren Kirchen I begangen. Die Besucher des Kathedralamtes im Dome wurden überrascht durch eine vom Dom­chor zum ersten Male gesungene deutsche Messe, die Speyerer D o m f e st - Messe, eme litur­gische Kantate nach Worten von Wilhelm Dauffen- bach für einstimmigen Chor komponiert zur 900- Jahrseier des deutschen Kaiserdomes am Rhem von Joseph Haas. Es wäre zu begrutzen, wenn man diese kernige, melodienschöne Messe noch oster zu hören bekäme. In der K l o st e r k i r ch e a m I Frauenberg mar Festgottesdienst für das ka­tholische Militär, das mit der Regimentsmusik dorthin gezogen war. Während des. feierlichen Hochamtes fang der Franziskanerchor einige mehr­stimmige liturgische Gesänge, wahrend das Volk mit Begleitung der Militärmusik mehrere unserer schönen Weihnachtslieder sang.

Kloster Frauenberg.

Sonntag, den 11. Januar, begehen wir unter Anteilnahme unseres Wissionsbifchoses von Japan P. Wenceslaus Kinold das Weihnachts- Miss i o n s f est. 9 Uhr Bischöfl. Amt mit An­sprache. Nachmittags 2% Uhr Predigt und Andacht des Hochwürdigsten Herrn Missionsbischofs. — Die Mitglieder des Missionsvereins und alle Freunde der Heidenmission find herzlich eingeladen.

Die katholische Miinnergesellschaft M. N. beging gestern, am Tage der hl. drei Könige, ihr 64 Stiftungsfest. Am Vormittag feierte in der Heilig-Geist-Kirche Hospitalpfarrer Rubsam daS hl. Meßopfer und richtete ermunternde Woitte an die Mitglieder der MännergeseUschaft, tm Laienapostvlat gewissenhaft und eifrig M wir­ken. Heilige Musik verherrlichte den Gottesdienst. Abends sanden sich die Mitglieder des M. N. unter ihrem Vorsitzenden, Bankdirektor Singer, in sehr großer Zahl in der Harmonie zusammen.

schlichter, aber überaus stimmungsvoller Weise gedachte man des Stistungstages des M. N., sei­ner Erfolge, Wirkungsmöglichkeiten und Ideale. Der Vorsitzende brachte ein wohlbegründetes Hoch aus auf die höchsten Autoritäten in Kirche und Staat, auf Papst und Reichspräsident. Rektor Hagemann sprach über die Bedeutung des Autoritätsgedankens in unserer Zeit und ehrte die kirchlichen und weltlichen Führer, insbesondere den Hoclw. Herrn Bischof. Auch der politischen Ausgaben des M. N., die er seit dem Tage seiner Gründung in wilder Kulturkampfzelt stets sehr ernst genommen hat, wurde gedacht. Freudige Stim­mung erfaßte alle Teilnehmer, als der Vorsitzende unter Ueberreichung eines Blumen-Angebrndes einem besonders treuen Mitglied des M. N., Herrn Wal-

Die Motorisierung des Verkehrs in Deutschland hat sich nach der letzten Bestandserhebung vom 1. Juli 1930 trotz der schweren Wirtschaftsdepression fortgesetzt, doch ist ihr Tempo gegenüber dem Vor­jahr erheblich verlangsamt. Immerhin st eg die Zahl der Kraftfahrzeuge im gesamten Reichsgebiet von 1 214 059 am 1. Juli 1929 auf 1 419 870 am 1. Juli 1930, sodaß eine Zunahme um ^Prozent (Vorjahr: Zunahme um 30 Prozent) festzustellen ist. Trotzdem bleibt aber Deutschland, soweit vor allem der Kraftwagen in Betracht gezogen w rb, in der Bestandsdichte, d. h. im Verhältnis der Kraftwagenzahl zu der Bevölkerungszahl, hinter den anderen Großmächten, aber auch hinter v eien kleinen Staaten immer noch sehr stark 3"?”'! „ rangiert unter den Weltmächten erst an 16. Stelle. Innerhalb des Reiches 1t trotz einer hervortreten­den ausgleichenden Entwicklungstendenz in den Teilgebieten die Dichte der Kraftfahrzeuge, gemes­sen an der Bevölkerung, noch immer sebr ungleich. So hat z. B. das Land Sachsen eine fast Dreimal so starke Besetzung me Oberschlesien.

In der Provinz Hessen-Nassau entfielen am 1. Juli 1930 bei einem Bestand von 53 492 Kra tfahr- zeugen auf 47 Einwohner e:n Kraftfahrzeug gegen­über auf 45 im Reichsdurchschnitt.

Im Bereich des Regierungsbezirks.Kassel waren nach der gleichen Erhebung insgesamt 20 567 Kraftfa^r'e-qe vorhanden. Diese glieder­ten sich in 10 526 Krafträder (davon waren 10078 deutsche Marken). 7831 Personenkraftwagen (davon 5963 beutfdh), 1937 Lastkraftwagen (banon 1530 deutsch), 236 Zugmaschinen (201 deutscher Her-

Die Veröffentlichungen über die lebte Bestands­aufnahme geben weiterh n erstmalig auch ge­naueren Ausschluß über den Kraftwagenbestand der kleineren Verwaltungsbezirke. Sie bieten neben dem Allgemeininteresse auch höchst wertvolle blicke in die wirtschaftliche und sogar auch soziale

Von der Handelskammer.

Die konstituierend« Vollversammlung der Jndustrie- und Handelskammer Frankfurt a .Dl Hanau, die am 5. Januar 1931 im neuen Bolloersammlungs­saal des Kammergebäudes in Frankfurt a. M ftan- fand wurde von Generaldirektor Salomon als Alters. Präsidenten eröffnet. Er begrüßte zunächst die TOitghe. her der Bezirksstelle Wetzlar, die durch den mit Wir- kung vom 1. Januar 1931 erfolgten Zusammenschluß der beiden Kammern Mitglieder der Gesamtkammer gewor- den sind und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Ten­denz zum Zusammenschluß auch auf dem Gebiete der Haichelskammerorganisation fortschreiten möge, da nur große und leistungsfähige Kammern die Interessen der Wittschaft wirksam zu vertreten vermochten Das ver- gangene Jahr habe der Wirtschaft tiefe Wunden geschla- aen der bewährte Unternehmungsgeist des deutschen Kaufmanns, welcher der Feind jeder Flaumachere, fei, werde aber auch der gegenwärtigen Schwierigkeiten Herr werden. Ein Zeichen solchen Unternehmungsgeistes Jet auch der Neubau der Handelskammer, der anstelle be- sonderer Feierlichkeiten durch die geschäftliche Sitzung einqeweiht werde. Vizepräsident De in e s überbrachte ,ur Weihe des Neubaues d-e Glückwünsche der Geschäfts­stelle Hanau und überreichte als Erzeugnis der Hanauer Edelmetallindustrie eine von Hanauer Künstlern ent» worsene und in Hanauer Betrieben hergestellte silberne ^DieTarauf folgende Wahl des Präsidiums ergab di- Wiederwahl des Herrn Otto Hauck als Präsidenten, des Herrn Professor Dr. Salomon als Vizepräsidenten I und ersten Stellvertreter des Präsidenten und der fier* ren Wilhelm Hofmann. Bang, Paul Hirsch. HC Deines (Hanau) und Kommerzienrat F. Neibert lFulda) als Vizepräsidenten der Kammer: neu hinzu gewäblt wurde als'Vizepräsident Herr Kom­merzienrat Ad. Koehler, der bisherige Vorsitzende der Industrie- und Handelskammer Wetzlar.

Präsident Hauck sprach Professor Dr. Salomon den Dank der Versammlung für seine hervorragende Tätig­keit Bei der Planung und Durchführung des Neubaues der Kammer aus. Er teilte sodann mit, daß Geh. Kom­merzienrat Dr. Leo Gans wegen seines hohen A'ters sein Amt als Mitglied der Kammer niedergelegt habe und aedachte mit ehrenden Worten dessen unermüdlichen Wirkens für die Frankfurter Wirtschaft. Die Versamm lung wählte hierauf Geheimrat Gans einstimmig zum Ehrenmitglied.___

Man schreibt uns: Die Sonntagskarten zu er­mäßigten Preisen leisten ohne Zweifel für einen großen Teil des Wintersportverkehrs gute Dienste, ohne jedoch den Bedürfnissen des Wintersportes voll zu entsprechen. Dies trifft insbesondere für die an sich erfreuliche Ausdehnung der Sonntags­karten auf Mittwochnachmittags und der G ill'.g- keit der Sonntagskarten an Samstagen zur Rück­fahrt zu. Der Wintersportler muß die Verhältnis- mäßig kurzen Tagesstunden ausnützen. Diese Mög­lichkeit ist jedoch Mittwochs und Samstags nicht geboten, da die Hinfahrt erst ab 12 Uhr angetreten werden kann und nach 4 Uhr bereits die Dun.ek- heit einsetzt. Für weitere Entfernungen erscheint dem Wintersportler die Hohe des Fahrgeldes erst lmbnand. wenn nickt nur Sonntags, fondl

a. M. fest, daß auch der Reichsbahnbirektions­bezirk Frankfurt a. M. von dem allgemei­nen Derkehrsrückgang nicht verschont ge­blieben ist. Die Fahrkartenausgabe des Haupt- perionenbahnhofs Frankfurt verkaufte bis Enbe DL ober 5 095 971 Fahttarten unb erzielte bis Enbe September eine Einnahme von 13,65 Mill. Mark. Die tägliche durchschnittliche Einnahme betrug runb 49 000 Mark gegen 52 000 Mark im Jahre 1929. Trotzdem waren bie Einnahmen des Personenverkehrs im Direktionsbezirk im ganzen nur wenig geringer als 1929. Auch der Expreßgutoerkshr hat im Bezirk tonnen- mäßig abgenornmcn, im Versand nirb *7 ^rn-?;: im Empfang 13)4 Pro-eitt. Bei der Expreßgut­abfertigung Frankfurt ist der Rückgang geringer: er beträgt im Versand 9 Prozent, im Empfang so­gar nur 2,77 Pro'ent. In den E nnahmen ist hier nur ein Rückgang von 4% Prozent bemerkbar. Der Güterverkehr ist im Wagenladung?- wie Stückgutverkehr erheblich zurückgegan­gen. In diesem Rückgang liegt bie hauptsäch­lichste Ursache der schwierigen ftnan*:ellen Lag? der Reichsbahn. Der Kraftwagenwettbewerb trägt daran in erster Linie Schuld.

Anpa''ung der Sonntagskarten an dis Dedürsnisse des Wintersportverkehrs.

tzulda. oei. 7 3 muat • * 30

Wofür haftet die Reichspost?

Von F. W K u p k e.

Täglich wird eine ungeheure Menge von Sen­dungen durch die Post befördert, besonders Briefe und Pakete, und beträchtlich ist auch die Anzahl de: die Postkraftwagen benutzenden Personen. Sicher­lich möchte nun mancher Absender von Briefen unb dergleichen wissen, ob er einen Schadenersatzan- spruch im Falle bes Verlustes ober ber Beschädi­gung feiner Sendung gegen die Post hat. Aber --uch der den Postomnibus benutzende Reisende wird sich fragen, ob er oder seine Angehörigen bei Unfäl« (:n eine Enischäd'gimg verlangen können. Der Be­antwortung der in dieser Hinsicht täglich auftreten- len Fragen sollen nun die folgenden Ausführungen bienen.

Die Deutsche Reichspost löstet für den Verlust unb bie Beschädigung sowohl von Briefen mit Wertangabe als auch von Paketen mit unb ohne Wertangabe Ersatz; nur für den Verlust, also nicht für bie Beschäbigung, haftet sie bet eingeschr ebe­nen Briesen. Wichtig ist auch bie Ersa' leiltung für ben burch bie verzögerte Seförbetung ober Zu­stellung ber Briefe m t Wertangabe sowie ber Pakete mit unb ohne Wertangabe entstandenen Schaden, wenn der Inhalt der Sendung durch die verzögerte Beförderung ober Zustellung verdorben ist ober bie Sendung ganz ober teilweise ihren Wert verloren hat. Selbstverständlich ist dann end­lich die Haftung für d'e auf Postanweisungen unb Zahlkarten eingezahlten Betröge.

Im Falle bes Verlustes ober ber Beschäbigung von gewöhnlichen Brieffenbungen unb Päckchen tritt keine Haftpflicht ber Post ein; auch für de feh­lerlose Verteilung von sogenannten Wurfsendungen wirb keine Gewähr übernommen. Natürlich hat ber Absender als Voraussetzung für bie Ersatzpflicht ber Post seine Sendung postordnungsmäßig e nzu- liefern. Er muß also hinsichtlich der äußeren und inneren Beschaffenheit ber eingelieferten Senbung bie wesentlichen Vorschriften ber Postorbnung be-

Samstags Wintersport getrieben werden kann. Bei unbeständigen Schneeverhättnifsen kommt es auch vor, daß die Sportverhältnisse Sonntags schlecht, dagegen Werttags gut sind, ohne daß von der Möglichkeit der Sportausübungund der Der- kehrsbelebung mangels ermäßigter Fahrpreis« Ge­brauch gemacht werden kann. Die schweizerischen Bundesbahnen, die schon allgemein Rückfahrkarten mit 20 Prozent Fahrpreisermäßigung ausgeben, haben wohl aus den erwähnten Gründen beson­dere Sportbillette eingefühtt, die den besonderen Bedürfnissen des Wintersportverkehrs angepaßt sind. Diese Sportbillette gelten während derWrn- tennonate nach bestimmten Zielvrten schon sarns- tags den ganzen Tag bis Montags 12 Uhr mittags. Der Badische Derkehrsverband ist nunmehr bet der Reichsbahnverwaltung dafür eingetreten, daß die Sonntagskarten nach den deufichen Winter­sportplätzen ebenfalls den Bedürfnissen des Win­tersportes mehr angepaßt und während der WlN- termonale auch Mittwochs und samstags g a n z • tägig gültig sind. - Vorläufig ist die deutsche Rett'sbahn mit Sonntags-Fahrkarten noch sehr kleinlich. Am Feiertag „Seilig drei König werden z. B. überhaupt ferne sonntagskarten auSaegeben, sodaß gerade auch an diesem Tage, der sicherlich von vielen Wintersportfreunden zur Fahrt in die Rhön benutzt werden würde, die Fahrtpreisermäßigung der Sonntagskarten w e g • fällt Natürlich bleiben die meisten Interessenten daheim, weil es keine Sonntagssahrkarten gibt und die Bahn hat gar nichts. Vielleicht kommt sie auch noch einmal zu dem gut kaufmännischen Grundsatz: großer Umsatz, Heiner Nutzen.

Dom 1. bis 16. Februar Abgabe der Steuer- erklarungen.

Nach einer im „Reichsministerialblatt" Nr. 1 entha'tenen Verordnung des Reichsfinan-nilMsteri- ! ums ist die Frist für bie tllgemeine Abgabe ber I Steuererklärungen für bie E nkornrnen-, Körper« sckafts- unb Umsatzsteuer auf die Zeit vom 1. bis 16. Februar 1931 festgesetzt worden.

Die neue Postkarte der Reichspost,

bie anläßlich des 100. Geburtstages von Heinrich v. Stephan, dem Schöpfer der Deuffchen Reichspost herausgeqeben wurde. Die Karte zeigt links das Bildnis Stephans; die eingedruckte Freimarke ist den bei' den ersten Postkarten 1875 verwendeten Briefmarken ähnlich.

Der krMahrzeugpark in Stabt und Kreis Fulda.

Auf je 36 Einwohner entfällt in der Stadt Fulda ein Kraftfahrzeug, auf je 77 Ein wohner im Kreife.

208 Krafträder

395 Personenkraftwagen

109 PafttraHrra('.&n

2 Zugmaschinen.

JmSandkreisFulda raren be - sl 'cken Feststellungstermin insgesamt 587 Kraftfa lrze nge vorhanden, davon

413 Krafttäder

129 Personenkraftwagen

43 Lastkraftwagen

2 Zugmaschinen.

Fuldaer Stadktheaker.

Gastspiel des Bothum-fiatnbotnet Operetten iheaters. Franz Lehar: „Des Land des Lächelns-.

Schon 25 Jahre sind es her, seit dem Franz Lehar mit seiner Operette „Die luftige Witwe" ten Erdball er- aberte und ein Millionenvermogen erwarb. Auch seine im Rundfunk laufende, vom Samstag bis Mittwoch w Spielplan des Neuen Theaters als Tonfilm °ufgefich^e und am Montag auch vom Bochum-fiamborner Oper ten-Theater gegebene Operette: „Das Land des Lächelns ist ein Volltreffer. Dafür sorgt schon der Text N'chr. well er besonders logisch bie Geschehmsie entwickele oder gar mit geistvollem Zwiegespräch °u^°Mtet wäre, sondern weil er von Sentimentalität ber Wirkung auf bie Massen sicher ist. Daß bie HE lung ihren Schauplatz in ben fernen Osten, m bas „2anb ber Geheimnisse", nach China verlegt, erhöht den Reii Farbenfreubige, aparte Ausstattung gibt es ab gesehen vom ersten Akt. zu ^auen auch schöne Kostüme; gotische Tänze beschäftigen bie Phantasie und grotesk^ Geaenüberstellungen „hie Europa, hie Chinamann.^ sorgen für Abwechslung. Ein seMener Obereunuch, ber nichts zu bewachen hat, quangelt mit Filtelstnrnne, em fanatischer Bonze zerreißt zarte Beziehungen, der W-e- ner Aristokratemoitwe Lisa »u bem iungen Chine en. Prinzen Sou-Chang- ein quecksilbrig eb^ ^w^DUe- sensräulein Mi flirtet auf gut europäisch mit b-m Wie^ ner Husarenoberleutnant Graf Gustav. Zuletzt 9 . nrirfeliae Entführung geplant, aber Prinz «ou-Chong nB wie in Mozarts „Entführung aus dem Serall der eme Baffo Selim aller Rechte auf die europäische Geliebte: bas Prinzeßck-n Mi zieht em „Maulen , weil es ben fe'chen Wiener Oberleutnant nicht kriegen "oll , gelb unb weiß" pasie neben mcht zu-mander und aui Umweaen hoben bie beiden Wiener Leutchen, bie verliebte junge Witwe Lisa unb ber fesche Obetteuttiant aeiieat wenn auch auf Kosten ber Logik unb bes guten Geschmacks Franz Lehar schrieb zu dem kleinen Un­sinn eine hübsche, weiche, meist melodiös Wienerische, dann wieder sich exotisch gebenbe farbtg^mftnmiertttrte Musik, die sich weit über bas Niveau der landlausige.r

$on "ben ^Sängern wird verlangt, daß sie nicht bloß den Mund spitzen, sondern tatsächlich auch singen. In dieser Beziehung konnte man eme recht angenchme »esi stellung machen: Singen Horts man 'rfterllichund ge­spielt wurde gut. Paul Ho a g erwies sich m der Parti- des Sou-Chong als ein Sanger und Darsteller von Ge ich mack und Intelligenz. Sein nicht großes unb breites Organ ist überaus weich und schmiegsam, m der fi। strahlend. DieTecknik ist b.sz>plimert, die.Wortprägung gepflegt. Erna Wigaer als Lisa mar chmeine an * Partnerin.

«viel im zweiten und dritten Akt Blut uiw "ve . Allerliebst m^ Neigung rnrn Lyrischen stellte sich Anny S v e r a als Mi vor. Sie trug graziös vor uno ranzie fehr geschickt Dem Oberleutnant v. Pottenstein kam fieini Virneburq mit Forsche und Keckheit bei. Karl Stori forgto als Obereunuch für die notige, tm Stück nicht gerade verschwenderisch oorhandene steiter- feit. Den finsteren Oheim Tschang Hab Fred S ch r o e r lebensecht. Das Orchester von Dr. Erich S ch a l ch a mit

furt a. M.

Fast allgemein stt die bemerkenswerte Tatsache anzutreffen, daß in den Städten, insbesondere den I Großstädten der Personenwagen die führende Rolle pielt, während das Kraftrad im Verhältnis wett tärker auf dem Lande und in den Kleinstädten I vertreten fft, wo es in erster Linie zur Befriedigung gerade derjenigen VerkehrsbediLrfnisse dient, für die in großen Städten und ihrer Umgebung das engmaschige Netz der öffentlichen Verkehrsmittel *ur Verfügung steht. Aus Grund der gleichen Tat­sache ist das Kraftrad auch im Landkreise Fulda im Verhältnis zur Personenwagenzahl starker als in der Stadt vertreten. Je länger ine zu bemal« tiqenben Wege sind, d. h., ie dünner besiedelt und ie ärmer an anderen Verkehrsmitteln em Gebiet ist, desto größer wird der Bedarf an Krafträdern. Hieraus erklärt sich auch die große Bestandsdichte der Krafträder gerade in ländlichen Gegenden wie z. B.: Brandenburg. Oldenburg und Mecklenburg- Schwerin. Die in der Land- und Forstwirtschaft in erster Linie verwendete Zugmaschine (rb. 15 000 Stück oder fast, drei Fünftel der Gesamtzahl aller Zugmaschinen) finden sich naturgemäß meist auf dem flachen Lande. Ihr Hauptverbr«tt"nqsgebiet sind die agrarischen Provinzen und Lander von Norb- und Südostdentschland, dazu kommt westlich der Elbe noch die Provinz Sachsen, da hier e -enfo wie im Osten die Laae in der Ebene vor allem aber das Vorherrschen des Großbetnebes in. ber Lanbwirtschaft bi» Anwendung von Zu-""aschmen besonders begünstigen, während sie in West- und <«i-b-Deutschland, wo d'e kleineren und mittleren Betriebsgrößen vorherrschen, weniger Bedeutung gewonnen hat. __

Der Grad, in dem Motorisierung des Der- kebrs sich in der Stadt bezw. im Kreise Fuwa durck- qesetzt bat. wirb sichtbar, wenn man errechnet, basi auf je 36 Einwohner in ber Stabt unb auf je 77 Einwohner im Kreise ein Kraftfahrzeug entt llt. Da im Gesamtgebiet bes Rsa erungsbenrks Kastel auf je 53 Einwohner ein ,Fahrzeug gez-chtt wird, ergibt sich, baß die Desiandsdichte in der Stadt er- heblick über, im Kreise aber erheblich unter der des Regien'nasbez'rkes liegt. Infolge der Hau­sung des Gesch^ftslebens ist die Zabt der Kraftfah - zeuae in der Stadt relativ sehr erheblich großer al» im Landkreis gcnttumspadei

s. Vezid

Morgen, Donnerstag, de« 8. Januar, abends 8 Uhr findet tm Gasthof Lieble in der 4. v erfrag statt. Thema: „Die Reichsverfaflung".

Der Vorstand.