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Sport-Blatt der Deutschen Jugendkraft

Amtliches Gauorgan der Bezirke Julda« Hünfeld, Kinzig-Jossa, Hessen-Kassel, Hohe Rhön und Vorder-Rhö«

Vellage zur Fuldaer Zeitung

Nr 2.

3. Januar

Ein neues Jahr.

Heilig sei dir der Tag, doch schätze das Leben nicht höher als ein anderes Gut, denn alle Güter sind trüg- lich. (Goethe.)"

Am Anfangs des neuen Jahres ist es Sitte, sich Glück zu wünschen, der Gatte der Gattin, das Kind den Eltern, der Freund dem Freunde. Mancher Zwist, der sonst die Herzen trennt, wird vergessen und begraben in dem Neu­jahrswunsch. So wollen auch wir es nicht unterlassen, all unseren Jugendkraftlern und Jugendfreunden an die­ser Stelle fürs Neue Jahr diebe st en Wünsche auszusprechen.

Was soll das sein, was wir euch wünschen? Gewiß Gutes und Erfreuliches in allem und überall, in eurer Arbeit, in eurem Berufe, in eurer Familie, in eurem Herzen. Aber wir zielen in unserer Jugendkraft noch auf etwas ganz spezielles ab. Die Jugendkraft hat als Neujahrswunsch noch etwas besonderes. Um das sagen zu können, müssen mir erst einen kurzen Rückblick werfen auf das alteJahr, müssen die Bilanz ziehen e dem Kaufmann, der auf Fortschritt bedacht ist. Wir m mit Stolz auf das verflossene Jahr zurückschauen, was das äußere Wachsen und unsere Beranstaltungen an­gehen. Ein beständiges Steigen in der Zunahme der Orts­gruppen ist zu verzeichnen, so daß in manchen Gegenden alles erfaßt ist, was wir haben können und wollen. Auch die Veranstaltungen sind im großen und ganzen gelungen. Vollkommenheit können wir natürlich nicht verlangen. Allem Menschlichen haftet Unvollkommenheit an. Eine große Sache braucht Zeit zum Entwickeln, erst recht die Arbeit an der so bewegten und unbeschriebenen Jugend­seele. Vor allem ist die Organisation und technische Durch- arbett viel besser, in manchen Bezirken kann man sagen gut geworden. Auch ist an der inneren Bildung und Aus­bildung ein Fortschritt zu verzeichnen. Viele Vereine ha­ben gelernt, ihre Auswüchse und Unebenheiten abgelegt, andere sind, da sie nichts annehmen wollten, abgefchntt- ten worden. In diesem inneren Ausbau, in dem inne­ren Wachsen und Kräftigen der Vereine wird fürs neue Jahr die Hauptarbeit liegen. Dahin geht auch un­ser Wunsch am Neujahrstage. Was nützt aller Sportbe­trieb, alles äußere Zunehmen, wenn wir darin stecken bleiben, vielleicht nur unedlen Trieben dienen, aber die Hauptsache vergessen? Und was ist die Hauptauf- gabe des Sportes ? Daß er den Sportler zu höhe­rem, besseren führt, zu einem gesunden Körper, in dem eine reine Seele wohnt, zu Kameradschaft und Freund­schaft mit seinen Mitmenschen, zu charakterfesten jungen Männern, die opfern und verzichten können, die einmal im Leben ihren Posten ausfüllen in Familie, Staat und Kirche, zu religiösen Menschen, die den Körper nicht über­schätzen, sondern denen Tugend und Liebe zu ihren Mit­menschen und ihrem Herrgott über alles geht.

Das ist unser Wunsch fürs neue Jahr und unser Ziel, nach dem wir streben.

Arbeit an dir, in deinem Verein, das sei dir die Lo­sung fürs Neue Jahrl Vor uns liegt das neue Jahr gleich einem neuen unbeschriebenen Buch. Was wird es uns bringen, was hat die ewige Vorsehung uns zuge­dacht? Das ist verborgen. Aber eins ist dir gewiß: ein weites ,offenes Feld zum Schaffen und Wirken. Jede gute Tat, jede Freundlichkeit^jedes Verzeihen und Ver­stehen, das du aufbringst ist Wert, der nicht vergeht wie die Zeit, sondern der dir bleibt und wahre Freude bringt.

Das ist mein Wunsch fürs Neue Jahr, euch Jugend- krastiern allen und lieben Freunden! B.

*

Ein glückliches neues Jahr"I ruft Euch, Ihr Jugend- krafller, auch die Kreisleitung zu beim Eintritt in das neue Jahr.

Glück und Segen unferm Kreisverband, Glück und Se­gen unserer ganzen Jugendsache! Diesen Segen zu sichern tut vor allem eins not: Gemeinschafsgeist!

Durch egoistische Bestrebungen gespatten in viele Par­teien kommt unser deutsches Volk nicht zur Ruhe und ge­winnt nicht den Boden für den Wiederanstieg. Da muß katholische Jugend wenigstens sich zu ehrlicher, aufrichti­ger und zweckbewußter Arbeit zusammenfinden und ge­eint unser hohes Programm zu verwirklichen suchen. Un­sere sportliche Betätigung soll Nicht nur von der Bedeu­tung der Körperkullur, von dem Wert der Leibesübungen Botschaft ins weite Land hinaustragen ,sie soll vor allem Stärkung des katholischen Fühlens und'Denkens und Fer­tigung des Charakters bezwecken.

Männer brauchen wir. katholisch den­kende, katholisch fühlende, katholisch le­bende Männerl Nicht selbstsüchtig darf sich der Ein­zelne auf das eigene Ich zurückziehen. Zu mutiger katho­lischer Arbeitsgemeinschaft, zu Waffenbrüderschaft gegen alles Unedle und Unmoralische, zur Einheit der Liebe laßt uns zusammenstehen l

Wenn wir einander Heben, so bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollkommen" (Joh. 4, 12).

Im Zusammenklang der Stimmen und Töne entsteht die Harmonie, so auch im Zusammenklang in Eintracht der Seelen, im Zusammenschluß der Arbeitskräfte, in glei­chem Streben und Tun ein harmonisches Ganze. Diese Harmonie fußte bei uns Katholiken nicht schwer fein, die wir auf gleichem Boden fußend dasselbe Ziel erstreben: Rettung, Veredelung der Seele.

In diesem Sinne Gemeinfchastsarbett zu leisten, wo immer wir sind, ist unsere Aufgabe im neuen Jahre!

Auf zur Ta«

Gebe.

Haben wir zuviel Sport?

Auch im ab gelaufenen Jahr verstummten noch lange nicht die Stimmen, die da von einemZuviel" im Sport reden. Im Gegenteil! Das Heer dieser Leute scheint noch gewachsen zu fein! Stoff dazu wurde ja leider zur Ge­nüge geliefert wenn man die Irrwege als Sport be­zeichnen will.

' Wir aber sagen: Es wird noch zu wenig Sport betrieben. Jawohl! Viel zu wenig! Trotz der Millionenzahlen der Verbände! Trotz Riesenveran­staltungen mannigfachster Art! Trotz Sechstagerennen und Boxkämpfen in Fülle! Trotz der Riesen-Sportspalten in den Tageszeitungen. Wir sind gar in Gefahr, daß 1931 noch weniger Sport im Sinne wirklicher Lei­besübung und Volksgesundung getrieben, wenn er raffinierten Geschäftemachern ausgeliefert wird. Oder erinnert nicht schon so Vieles im Sportleben an den Prositbettied der alten Römer? Ist es nicht heute schon so weit, daß die meistenKanonen" im Mannesalter nicht mehr die Menschen voller Kraft und gesunden Lebens sind, sondern armeWracks", die für die Bravorufe einer lüsternen Menge ihre Gesundheit auf Kampf- und Aschen­bahn ließen?

Nicht Leistungen um der schreienden und gut zahlen­den Masse willen! Nicht Wettkamvf und Spiele natio­naler und internationalerGroßen^ wegen, deren Kön­nen nur herhalten muß, um gefüllte Kassen ergieren! Was gilt da Gesundheit! Was Leibeskultur! Wenn nur das

Geschäft blüht! Und der Marnmonisrnus gewissenloser Führerschaft bis hinab zum Einzelglied Ernte halten kann! Ernte, die gleichzeitig Saat für den Zerfall, für den Un­tergang ist!

Zum tausendsten Male feis gefat: Nur harmo­nische und allseitige Durchbildung des Körpers verbürgen fein Erstarken in Freiheit und Licht!

Drei Forderungen verlangen darum Erfüllung,

Zunächst: Hinweg mit dem Sportbetrieb, der nur eine einzige Sportart im Verein kennt. Einseitigkeit tötet!

Zweite Forderung: Die Zufchauerbänke müssen leerer, die Spielfelder voller werden! Und darum soll es ungeschriebenes Gesetz der Jugend sein, wenigstens eine Stunde in jeder Woche systematisch Körperpflege zu trei­ben! Denn pur wirkliche Ordnung und rechtes Maß ge­währleisten Aufstieg und Enderfolg!

Zürn'Dritten: Keine Gemeinde ohne Spielplatz und Turnhalle! Keine Pfarre ohne Heim! Die Kampf- stätte für den Leib, das Heim aber für die geistige Arbeit und Seelenpfleae! Denn nicht nur Seele und nicht nur Leib, sondern Geistes- und Leibespflege zusammen sind das wahrhaft rechte und edle Ziel, das allein all unserer Arbeit wert ist. Mit dieser Parole wollen wir mutig und in frohem Hoffen das neue Jahr beginnen.

Aus dem Verband.

Aus dem Rundschreiben des Herrn Verbands­leiters werden den Abteilungen folgende amtliche Be­kanntmachungen mitgeteilt:

1. Neugründung von DJK.-Abteilungen. Die Reichsverbandsleitung bittet die Bezirke, von der Neugründung von DJK.-Abteilungen der Geschäftsstelle des Reichsverbandes, Düsseldorf, Jugendhaus, Mitteilung zu machen. Wir werden alsdann dem Vorsitzenden und dem Leiter der neuen Abteilung das zur Orientierung nötige Werbe- und Gefchäftsmaterial zukommen lassen.

Die Bezirke werden gebeten, auch die Abteilungen dem Verbände mitzuteilen, die in der letzten Zeit zur DJK. gekommen sind, ferner diejenigen, welche in jüngster Zeit einen Stammverein gegründet haben.

2. Berichterstattung in der Tagespresse. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit machen es uns zur Pflicht, die Bezirksleitungen zu bitten, der Be­richterstattung in der Tagespresse ihr besonderes Augen­merk zu schenken. Es gingen uns in letzter Zett dies­bezügliche Zeitungen zu, die in ihrem Wortlaut der reinste Hohn auf unsere grundsätzliche Sportauffassung sind. Auch als Strafregister darf die Tageszeitung nie benutzt werden.

Die Presseberichte aller Art in unserem Gaugebiet ha­ben, wie schon mehrmals mitgeteilt worden ist, nur durch die Hand der Bezirkspressewarte zu gehen. Der Gau wird weitere Schritte unternehmen, um nun endgültig die Pressebenachrichtigung zu regeln.

3. Notizen im Hauptorgan: Deutsche Jugendkraft. In einem besonderen Abschnitt wer­den zukünftig in unserem Hauptorgan Anregungen und Winke für die Abteilungsarbeit und Bezirksarbeit ge­geben werden. Siehe Heft I 1931. Ich bitte alle In­stanzen wie auch die Abteilungsleiter, an bet Ausgestal­tung dieser Spalte mitzuarbeiten. (Gefchäftsführung, Ber- lauf von Heimabenden usw.) Auch kann dieser Abschnitt als Fragekasten benutzt werden.

4. Zeitschrift, Hauptorgan Deutsche Ju­gend k r a f t. Immer wieder machen wir in unserer Auskunftsabteilung wie auch auf unferen Reifen die Wahrnehmung, daß die Unwissenheit über die Ziele und Belange unserer DJK.-Arbeit im Nichtlesen des Haupt­organs begründet liegt. Die Instanzen müssen immer wieder dahin drängen, daß das Hauptorgan von jedem Führer studiert wird.

Auch die Gauleitung muß die Wahrnehmung des Verbandes unterstreichen. Ferner muß Klage darüber geführt werden, daß von sehr vielen Abteilungen das Hauptorgan gar nicht bezogen wird. Die Goulettung wird in nächster Zeit auch darüber wieder eine Nach­prüfung machen und die säumigen Abteilungen fperren.

5. Das Grundgesetz d e s Reichsverban­des b er Deutschen Jugendkraft. Dasselbe ist im Druck fertiggestellt und kann vom Jugendhaus

Düsseldorf Postfach 10118, bezogen werben. Jeder Führer, insbesondere die H. H. Präsides, Abteilungs­leiter, Gruppenleiter müssen dasselbe besitzem Auch ist Gesprächsstoft der Heimabende zu benutzen.

6. Die Reichsverbandsturnordnung ist im Neudruck erschienen.

7. Die Mitgliedskarte für passive Mit­glieder ist im Preis auf 20 Pf. herabgesetzt worden.

8. Die Ehrennadel wird nur durch den 1. Der- bandsvorsitzenden verliehen. Die Ehrenbriefe wer­den nur auf Antrag der Kreise ausgegeben. Die Dank­briefe können vorn Gau, Bezirk und der Abteilung beantragt werden.

9. D I K.-B ilddienst erscheint nun in Original- Photographien.

Die Gauleitung. Der Derbandsleiter: Deutsch.

Aus dem Gau.

Gauausschuß. und Gauvqrskandssihung am 6. Januar in «Fulda.

Die beiden Sitzungen müssen aus wichtigen persönli­chen Gründen schon früher gelegt werden. Nach Rück­sprache mit dem H. H. Diözesanpräses findet die Sitzung am 6. Januar in Fulda in der Harmonie statt. Beginn 2.30 Uhr. Wir laden zu der Versammlung herzlichst sämt­liche Mttglieder des Gauausschusses und des Gauvorstan- bes ein. Persönliche Einladungen werden nicht oerjanbt Es werden alle in betracht kommenden Tageszeitungen die Einladung bringen. Wir bitten aber in Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung um vollzähliges Er­scheinen aller Mitglieder.

Neben den beiden Sitzungen laufen parallel die Sitzungen der einzelnen Ausschüsse für Spiele, Tur­nen und Leichtathletik.

Tagesordnung wird auf der Tagung bekannt gegeben.

Die Gauleitung:

gez. Bilz. Kimmel.

Bezirk Fulda-Hünfeld.

Amkliche Mitteilungen des Spielausschusses.

1. F. F. Steinhaus und I. H. Kerzell je 1 Spielsonn­tag gesperrt.

Am Sonntag, den 4. 1., finden die Derbandsspiele ta­bellenmäßig statt. Außerdem spielen aum 4. 1.: Pilger­zell 1.Wissels 1., KolpingSteinhaus, Petersberg Steinau, EiterfeldBimbach, NeuenbergMargreten­haun, Dirlos 1.Mittelrobe 1., Neuhof 1.Döngesmühle 1., Dom 2,Veitsteinbach 1., Kerzell 1.Welkers 1.

Am 6. 1. sstib folgende Spiele: Hünfeld 1.Eiterfeld 1., Wiesen 1.Dietershan 1. Mittelrode 1.Kleinlüder 1.

(um 1 Uhr), Kirchhasel 1.Petersberg 2., Rothemann 1.Pilgerzell 2.

3. Vis zum Eintreffen der neuen Paßmarken haben die alten Marken 1930 Gültigkeit. Da die Bezirkskasse die neuen Paßmarken bei Bezug bar bezahlen muß, müssen alle Paßbesitzer bis 10. 1. die Hälfte = 1 Mk. an die Bezirkskasse zahlen (Waider).

Bezirk Border-Rhön.

Einladung zum Bezirkstag in Rasdorf.

Wie bereits früher mitgeteilt worden ist, findet in Rasdorf ein außerordentlicher Bezirkstag statt. Die Tagung beginnt um 3 Uhr im Lokal des kath. Gesellenvereins und der D. I. K. Rasdorf, Gasthaus Flach. Wir laden zu der Versammlung ein alle H. H. Präsides, die Herren Lehrer und Abtellungsleiter, sowie sämtliche Jugendkrastler des Bezirks. Es wird erwartet, daß sämtliche Jugendkrastler ohne Ausnahme an der Ta­gung teilnehmen. Gäste, auch Nichtjugendkraftler, sind uns willkommen-.

Das Programm ist nun endgültig festgesetzt: 1. Referat des H. H. Bezirkspräses Kaplan Gröfch, Hünfeld: Sind wir auf dem rechten Weg?; 2. Berichte der Leitung; 3. Neuwahl; 4. Technische Fragen: Spiele, Turnen, Schiedsrichter, Leichtathletik; 5. Unsere Veranstaltungen 1931. 6. Verschiedenes.

Die Abteilungen haben an diesem Tage alle Paßbei­träge 1931 zu zahlen. Wer diese nicht bezahlt, wird bei den weiteren Derdandsspielen nicht berücksichtigt.

Die Gauleitung erwartet in Anbetracht der Wichtigkeit der Versammlung, daß alle Jugendkraftler kommen.

DieGauleitung. DieBezirksleitung.

Tabellenstand im Bezirk Borderrhön.

A - Klasse.

Spiele

gern, unentfch.

oerL

Punkte

Barsch

4

3

1

0

7

Rasdorf

4

2

0

2

4

Oberufhausen

2

1

1

0

3

Leibolz

3

0

1

2

1

Wölf

8

0

1

2

1

B-Klasse.

Spiele

gern.

unentsch.

oert.

Punkte

Kirchhasel

5

4

1

0

9

Großentaft

6

4

1

1

9

Oberufhausen

5

3

0

2

6

Rasdorf

6

3

0

3

6

Borsch

5

0

1

4

J

Wölf

6

0

1

5

1

Eiterfeld

3

2

0

1

4

In der A-Klaffe sind in der Vorrunde noch folgende Spiele auszutragen: LeibolzOberufhausen und Wölf Oberufhausen.

In der B-Klasse stehen noch folgende Spiele der Vorrunde zurück: EiterfeldOberufhausen, Kirchhasel Barsch.

Die Spiele im neuen Jahr beginnen, sobald die Ab­teilungen restlos die neuen Paßmarken 1931 be­zogen haben. Durch die Gauleitung ist es strengstens verboten, daß ein Spieler ohne Paßmarke sich an einem Spiel beteiligt.

Die neuen Paßmarken können jetzt schon von Herrn Lehrer Ehrlich, Leibolz, bezogen werdem In der letz­ten Sportecke wurden die Abteilungen aufgefordert, Dor- auszahlungen auf die neuen Paßmarken zu leisten. Bis jetzt ist noch keine Abteilung dem nachgekommen. Wenn die Abteilungen nicht die Vorauszahlungen leisten, kann der Spielbetrieb auch nicht beginnen. Der Bezirk schei­det bann auch, wenn durch den Paßmarkenbezug die Durchführung der Spiele verzögert wird, bei den Gau­spielen aus.

Nachstehend wird

der neue Spiefplan bekanntgegeben.

A-Klasse.

4. Januar: RasdorfOberufhausen; Dietz Kirchhasel. Beginn des Spieles 12.30 Uhr.

6. Januar: BarschWölf; LeibolzRasdorf.

18. Januar: WölfRasdorf; OberufhausenLeibolz.

28. Januar: OberufhausenWölf; BarschLeibolz.

1. Februar: OberufhausenBarsch; WölfLeibolz.

15. Februar: WölfOberufhausen.

Bezirk Mnzig-Ioffa.

Amtliche Mitteilungen der Leitung.

Am Sonntag, den 11. Januar 1931, findet in Bad Soden, Gastwirtschaft von Carl Wolf, eine Schieds­richtertagung statt. Beginn: Pünktlich 2 Uhr nach­mittags.

Zu dieser Versammlung müssen erscheinen: 1. sämt­liche Schieosrichter und Schiedsrichter-Anwärter (jede Ab- tellung mindestens 2 Mann); 2. die Spielführer sämtlicher Mannschaften; 3. der Spielausschuß; 4. sämtliche Abtei­lungsleiter.

Die Versammlung, für hie sich Herr Waider, Fulda, zur Verfügung gestellt hat, ist von ganz besonderer Be­deutung. Die Vorfälle der letzten Zeit haben die Not­wendigkeit einer derartigen Tagung gezeigt. Cs wird da­her vollzähliges Erscheinen der Geladenen erwartet.

Darüber hinaus wird sämtlichen Spielern emvfohlen, sich an der Tagung zu beteiligen. Sie können da über vieles sich Klarheit verschaffen und werden dadurch vor Unannehmlichkeiten, Strafen usw. bewahrt.

Die Tagesordnung ist folgende: 1. Das Ver­halten des Schiri vor, wahrend und nach dem Spiele. (Dabei werden die Fuhballregeln besprochen, gegen die Schiri und Spieler am meisten verstoßen); 2. Aussprache. (Dabei werden noch etwa bestehende Unklarheiten richtig gestellt.); 3. Beantwortung von Prüfungsaufgaben durch die Schiri; 4. Spielausschuß, Spielplan, Schiri; 5. Ver­schiedenes.

Die Bezirksleitung: Ruppek.

Futzbatt.

Spielergebniffe vom letzten Sonntag.

EiterfeldPetersberg 2:1.

BimbachSteinhaus 7:2.

WisselsNeuenberg 1:5.

HünfeldSteinau 3:4.

DirlosMargretenhaun 2:0.

StadtKerzell 6:0.

AlmendorfHattenhof 3:1.

BüchenbergDalberg 0:3.

RückersMarbach 4:0.

Spielberichte.

Stadt 1.Kerzell 2. 6:0 (3:0).

Obige Mannschaften traten am vergangenen Sonntag zum Verbandsspiel auf der Städt. Bleiche an. Kerzell hat Anstoß, der von der Stadt gleich abgefangen wird. Ein kurzes Pendelspiel, eine schöne Vorlage vom Mit- telläufer und der Linksaußen schießt den Ball nach drei Minuten Spielzeit unhaltbar zum Führungstor ein. Die- elbc Sache wiederholt sich in der 7. Minute. In der 14. Minute schießt zur Abwechselung der Rechtsaußen ein. Bis zur Halbzeit ändert sich an dem Resultat nichts mehr. Nach der Halbzeit kommen die Kerzeller merklich auf. Einige gefährliche Durchbrüche scheitern aber an der guten Verteidigung und dem Schlußmann der Stadt. 8 Minuten nach Halbzeit schießt der Mittelläufer Der­

bort aus 35 Meter Entfernung einen Bombenschuß un­haltbar ein, eine Prachtleistung! Kurze Zeit daraus muß der Kerzeller Tormann zum fünften Male hinter sich greifen. Eine Minute vor Schluß reißt sich ein sechstes Tor an.

Beide Mannschaften hotten unter der Ungunst des aufgeweichten Bodens zu leiden. Der Schiri Wagner von Kleinlüder leitete korrekt und sicher. Die Kerzeller waren körperlich etwas schwächer. Die Mannschaft trat mit Ersatz an, sonst wäre die Niederlage wohl nicht so hoch ausgefallen. Der Sturm spielte zerfahren, die Läu­ferreihe arbeitete planlos. Die Außenstürmer wurden nur selten mit Vorlagen bedient. Die Verteidigung war gut und der Tormann hielt, was zu hatten war. In der Mannschaft stecken gute Kräfte. Bei eifrigem Trai­ning und besserem Zusammenspiel dürfte sie in der be­vorstehenden Nachserie noch manchen Punkt gewinnen können. Die Stadtmannschaft hat an ihrem Sturmführer Schäfer einen Spieler, der alle mitreißt. Derbort als Mittelläufer ist ein guter Balloerteiler, der durch präzise Vorlagen und genaues Zuspiel manche erfolgreiche Durch­brüche einleitete. Die Verteidigung arbeitete sicher und gut. Der Torwart hielt alles, was kam. Die Mann­schaft spielt typischen Flachpaß, der durch das eifrige Training des Abteilungsleiters Derbort ihr beigebracht wurde. Sie steht noch ungeschlagen mit 10:0 Punkten und 35:7 Toren in der B-Klafse der Gruppe Fulda an erster Stelle. H. Waider.

*

In der letzten DIK.-Sportecke (Nr. 299 der Fuldaer Ztg.) ist dem Schreiber des Berichtes ein Fehler unter- . laufen. Dalberg 1. spielte gegen die zweite der Stabt- pfarrei mit 12:0 Toren, nicht, wie berichtet wurde, gegen die erste Mannschaft.

Büchenberg 1.Dalberg 1. 0:3 (0.1).

Der Sportplatz von Büchenberg liegt auf der Höhe zwischen Uttrichshausen und Oberkaibach. Man muß also von Büchenberg über Döllbach und Uttrichshausen, um zu dem Platz zu gelangen. Das Spielfeld fällt sehr stark von einem zum anderen Tore und ist von tiefen Löchern und Senkungen übersät, die am Sonntag mit Wafser ge­füllt waren. Diese Voraussetzungen beeinflußten auch den Spielverlauf. Die Büchenberger fühlten sich in diesem Gelände besser zurecht und entschieden sich sogleich bei Platzwahl für das Spielen nach dem höher gelegenen Tore, was sich als richtig herausstellte.

Da der angesetzte Schiedsrichter zu spät erschien und die Spieler bereits über die Zeit, aus dem nagen, falten Gelände gewartet hatten, einigte man sich auf einen neu­tralen D. I. K.er. Dieser wechselle später mit dem ange­legten Herrn aus Döngesmühle.

Büchenberg stellte eine massive und sehr harte Mann», chaft, die durch hohe und weite Ballabgaben und Schüsse )as Gelände sich zu Nutze machte und die Dalberg-Mann- chast überrumpeln wollte. Durch geeignete Gegenmaß­nahmen kam Dalberg dauernd mehr auf und der größte Teil der Platzmannschaft ging zur Verteidigung über. Im Anschluß an eine hohe Ballhereingabe des rechten Läufers erzielte Dalberg bas Führungstor.

In der zweiten Halbzeit kam Büchenberg nur noch ver­einzelt zu Durchbrüchen unb feiten hat der Fuldaer Tor­hüter einzugreifen. Die Verteidigungen arbeiten sicher. Dalbergs Mittelläufer Latsch läuft zu großer Form auf. Er entscheidet auch das Spiel durch seine elegante und eifrige Spielweise.

Die Platzmannschaft spielte mit Eifer, aber ohne Sy­stem. Der kleine Tormann war hervorragend. Er hatte allerdings auch das notwendige Glück. Gegen das 2. Tor auf eine scharfe Flanke des Rechtsaußen war er macht­los. Den 3. Treffer, der durch Freistoß aus Tornähe er­zielt wurde, mußte er unberührt lassen. DieFuldaer" waren froh, diesem Platz den Rücken kehren zu können. Die eifrigen Büchenberger bauen aber bereits auf der schönen Walbhöhe anr Dorfe einen komfortablen neuen Platz.

Der Schiedsrichter konnte nicht voll befriedigen. Zum Teil mögen die schlechten Bodenverhältnisse daran schuld fein. So hätte er das Hochspringen der SBerteibiger, bas gefährlich war, unbebingt ahnben müssen. D.

Eiterfeld !petersberg L 2:1.

Die Gäste aus Petersberg haben Antritt, kommen vors feindliche Tor, unb schon hat bas Leder die Latte pas­siert. Eiterfeld läßt sich jedoch nicht entmutigen, und es entwickelt sich ein sehr interessanter Kamps mit einem flotten Tempo. Aus beiden Seiten werden manche Mo­mente nicht ausgenutzt. Eine leichte Ueberlegenheit Eiter­felds macht sich bemerkbar, aber der verdiente Ausgleich bleibt vorerst aus. Mit 1:0 für Petersberg geht es in die Halbzeit. So Überraschend bas erste Tor fiel, so schnell zieht bis Platzmannschaft nach dem Wechsel gleich. Pom Antritt weg spielen bie Einheimischen durch unb schon steht bie Partie 1:1. Nun lag bas Spiel ständig in der Petersberger Hälfte, aber das Schlußtrio leistete ganz hervorragende Arbeit. Einzelne Durchbrüche brachten Petersberg nichts ein. 12 Minuten vor Schluß fiel der Siegestreffer für Eiterfeld. Daß das Spiel fo ruhig unb schon verlies kommt voll unb ganz auf bas Konto bes ganz ausgezeichneten Schiebsrichters, eines Herrn aus Dietershan. K. S.

Bimbach 1.Steinhaus 1. 7:2.

Der Anfang ber Nachserie brachte Bimbach Steinhaus als Gast. Steinhaus hat Anstoß, ober Bimbach fängt den Ball ab unb bringt benfelben vor das Gästetor. Nach wechselnden Angriffen geht Bimbach aus dem Gedränge heraus durch ein Selbsttor ber Steinhäuser in Führung. Bimbach ist bis zur Halbzeit noch viermal erfolgreich. Nach Wieberanstoß wurde das Spiel auf drei Minuten unterbrochen. Es wurde des verstorbenen Vereinsmtt- gliebes Ferdinand Schreiner in stiller Trauer gedacht, der am zweiten Weihnachtsfeiertage zur letzten Ruhe gebettet worden war. Bimbach ist noch zweimal erfolgreich. Auch Steinhaus kommt zu zwei Treffern. Der Schiedsrichter war dem Spiel ein vorzüglicher Leiter. F. M.

Llmendorf 1.Hattenhof 1. 3:1 (1:1).

Am Sonntag trafen sich obengenannte Mannschaften auf dem Sportplatz Almendorf zum fälligen Verbands- piel. Nach Anstoß kam Hattenhof sofort vor das einhei­mische Tor, aber bie Verteidigung war auf ber Hut und wehrte alle Angriffe gut ab. Trotz der ungünstigen Platz- verhältnisie, bie schwere Anforderungen an bie Spieler teilten, konnte Hattenhof bereits in ber 10. Minute die Führung an sich reißen. Bald kann Almendorf durch einen Alleingang des Halbrechten den Ausgleich erzielem Mit 1:1 werden bie "Seiten gewechselt. Nach Wiederan- toß macht Almendorf einen Durchbruch, der zum 2. Tore ührte, jedoch wird dasselbe wegenAbseits" nicht gege­ben. Die junge Stürmerreihe von Hattenhof fand sich all­mählich besser zusammen und versuchte etwas zu drücken, konnte aber nicht verhindern, daß Almendorf noch zu 2 Erfolgen kam. Mit einem 3:1 Sieg für Almendorf trenn­ten sich beide Mannschaften beim Schlußpfiff des Schieds­richters. I. B. ,

Wintersport.

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