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Amtliches Gau-Organ der Bezirke Fulda-Hünfeld. AnM-Ma, Hessen-Kassel, Hohe Rhön und Vorder-Rhön.

Weihnachksgrutz.

Liebe Jugendkraftler!

Wieder ist das hochheilige W e i h n a ch t s f e st mit all seiner Freude und dem Jubel im Jahreslaufe zu uns gekommen. Es ist des Festes Bestimmung, Friede und Freude in das arme Menschenherz zu bringen. Sehn­suchtsvoll erwartend stehen wir unter dem hellglänzen­den Lichterbaum Weihnachtsfriede — Weihnachts­freude!

„Friede" ist des Himmelsverheißung gewesen, die vor 2000 Jahren den Hirten von Bethlehem verkündet wurde. Aber die Welt hat den Frieden verloren, Neid und Haß triumphieren. Unser armes Vaterland liegt in schwerster Not. " rt greift sie ein in fast jede Familie. Und doch erschal m Feste der heilige Gesang: Friede den Menschen an rden, die eines guten Willens sind!

Treten wir hin zur Krippe! Wenn wir dem Kinde in die Augen schauen, in die klaren, freudevollen Augen, dann gewahren wir nichts von Unruhe und dem Un­frieden des inneren Herzens. Es will uns den Frieden geben. Diesen heiligen Frieden des Herzens müssen wir uns gewinnen. Mutig und unerschrocken müssen wir den Kampf aufnehmen mit uns selbst, kämpfen gegen Leidenschaft und Sünde, dann werden die Weih­nachtsglocken auch unfern beunruhigten Herzen Ruhe und Frieden einläuten.

Mittel und Wege sind uns in Hülle und Fülle ge­geben, ein fröhliches Weihnachtsfcst, Gott zur Ehr und dem Nächsten zur Freud, zu feiern. Man muß sie nur suchen und wollen. O raffe Dich auf, auch Du Ju- gendkraitler, zu neuer Tat! Sei gut zu Deinem Ne- benrnenschen. Du hast es im Kampf um den Sieg auf dem Sportplaß vor allem not. Dir darüber Deine Ge­danken zu machen. Es hat da gar oft manch einer von Euch gefehlt im vergangenen Jahre. Am Friedensfeste wollen wir uns den festen Vorsatz fassen, daß es darin anders werden soll. Es soll auch des Himmels Ver­heißung uns gelten. Friede den Menschen! Friede uns allen, die wir guten Willens sind! Friede jedem einzel­nen, der Familie, dem lieben deutschen Vaterland — und Friede der Welt! Das ist unser Weihnachtswunsch.

Die Gauleikung.

Kimmel, Gauleiter. B! l z, Gaupräses.

Aus dem Gau Aurhessen.

Die Meldungen der Bezirke.'

Im Gaublatt vom 11. Dezember d. I. wurden die Bezirksleitungen aufgefordert, die Bezirksvorstände der Gauleitung bis zum 20. Dezember zu melden. Die Frist ist verstrichen. Gemeldet hat bis jetzt nur der Bezirk Kinzig-Jossa. Zu einer geordneten Geschäfts- sührung ist Pünktlichkeit die erste Bedingung. Der Gau­leitung ist es unmöglich, den einzelnen Warten die Mit­glieder der Ausschüsse zu benennen. Es wird den säu­migen Bezirken hiermit nochmals eine letzte Frist bis zum 28. Dezember d. I. gesetzt. Sollten bis zu diesem Tage nicht die Meldungen vorliegen, dann tritt unnach-

slchtlich die Bestimmung des Kreistages 1929 — Be­strafung mit 3 RM. in Kraft.

Ein Wort zur Versicherung und zum Zeitschrifken- bezug.

Die Versicherung gegen Unfall und Haftpflicht ist in der DJK. nur durch Zeitschriftenbezug möglich. Es ist im Gaublatt schon wiederholt in eindringlicher Mah­nung auf die Versicherung hingewiesen worden. Die Gauleitung mußte in letzter Zeit feststellen, daß eine Anzahl von Abteilungen nicht die Zeitschriften beziehen, also auch nicht versichert sind. Wir betrachten dies als einen unverantwortlichen Leichtsinn. Die H. H. Präsides und die Herren Abteilungsleiter wollen doch bitte den Zeitschriftenbezug als erste Pflicht betrachten. Die Gau­leitung hat ein Mittel in der Hand, die Abteilungen zum Zeitschriftenbezug zu zwingen — Sperre bis zur Re­gelung der Versicherung. Wir werden in dieser Sache nun auch streng durchgreisen.

Es wird nochmals zusammenfassend mitgeteilt, wie die einzelnen Jugendkraftler versichert werden können.

1. Jeder Jugendkraftler, der ein Mitglied des Jung­männerverein ist, hat eine Derbandszeitschrift — Iung- wacht, Junqland, Wacht zu beziehen. Monatlicher Preis: 15 bezw. 25 Pf.

2. Die Mitglieder der Gesellenvereine sind versichert durch ihren Verband, sofern der örtliche Gesellenverein eine eigene DJK.-Abteilung hat.

3. Die Jugendgruppen der Gesellenvereine sind laut Abmachung zwischen den beiden Verbänden dem Jung­männerverband anzumelden, beziehen vom Jugendhaus Düsseldorf die Zeitschrift Jungwacht (monatlich 15 Pf.) und sind dadurch versichert.

4. Die Versicherunsmarke zu 50 Pf. kann nur der Geselle beziehen, der in einer DJK.-Abteilung eines Jungmännervereins aktiv ist.

5. Die DJKler, die keinem Stammverein angehören, versichern sich nur durch Zeitschriftenbezug beim Jugend­haus Düsseldorf.

6. Jede Abteilung ist verpflichtet, zwei Exemplare des Hauptorgans Deutsche Jugendkraft zu beziehen. Viertel­jährlich durch die Post zu beziehen zum Preis von 2.52 RM. pro Sftick mit Bestellgeld. Dafür find zwei Mit­glieder versichert.

Wir müssen darauf Hinweisen, daß es falsch ist, wenn Abteilungen meinen, die Abteilung sei versichert, wenn sie diese zwei Exemplare der Hauptzeitschrift bezögen. Ausdrücklich wird gesagt: Jeder Jugendkraftler hat per­sönlich eine der obengenannten Zeitschriften zu be­ziehen. Versicherungsbedingungen können beim Gau­leiter angefordert werden.

Die Versicherungsfrage der uns anvertrauten Jugend ist uns Leitern äußerst wichtig. Wir weifen auf die schweren Sportunfälle in den letzten Monaten hin.

Die Gauleitung fordert hiermit die Bezirke auf, inner« halt von 4 Wochen bei den Abteilungen eine Nachprü­fung der Versicherung bezw. des Zeitschriftenbezugs vor­zunehmen.

Paßmarkenbezug.

Den Bezirken wird es zur Pflicht gemacht, keinen Jugendkraftler auf dem Sportplatz zu dulden, der nicht im Besitz der Paßmarke 1931 ist. Jeder Paß, der bei

der Kontrolle nicht in Ordnung ist, muß sofort einge­zogen werden. .

Gauvorstands- und Gau-Ausschuß-Sitzung.

Auf Wunsch des H. H. Diözesanpräses Kuratus Kind berufen wir zum 11. Januar zusammen mit der Gau- oorstandssitzung auch eine Gauausschuß-Sitzung ein. Wer zum Gauausschuß gehört, ist in der DJK.-Beilage der Fuldaer Zeitung vom 11. Dezember mitgeteilt worden unter den amtlichen Gaumitteilungen. Die Tagesord­nung wird noch bekanntgegeben.

An den Bezirk Hessen-Kassel.

Der Bezirk wird hiermit aufgefordert, die Unter­lagen zum Einspruch Niederklein bis zum 28. Dezember an die Gauleitung einzusenden.

An DIK.-Abieilung Niederklein.

Wir nehmen an, daß Sie die Bestimmungen des Verbandes und des Kreises zur Behandlung der Ein­sprüche nicht kennen, darum verweisen wir Sie auf Punkt 7 der Verbandsspielordnung sowie auf 8 37 und 38 der Kreisspielordnung. Sie werden gebeten, zu­nächst den Bestimmungen nachzukommen.

Die Ganleilnng.

B i l z, Gaupräses. Kimmel. Gauleiter.

Bezirk Fulda-Hünfeld.

Bekanntmachungen des Spielausschusses.

1. Sch. von Klem'üder bis 1. 1. 31 gesperrt, L. D. von Kerzell u. I. V. von Dom für zwei VcrbandS- spielsonntage gesperrt.

2. Platzsperre Hünfeld mit sofortiger Wirkung auf- geho'stn. Also spielt am Sonntag Steinau in Hünfeld. Die DJK Johannesberg wird bis auf weiteres für jeg­liche sportliche Betätigung gesperrt, desgleichen DJK Michelsrombach.

3. Am Sonntag, dem 28. Dezember, finden die Verbandsspiele tabellenmäßig statt.

4. In der Bezstksklasse fängt am Sonntag, dem 28. Dezember, die Nachrunde an. Es spielen am 28. 12. Eiterfeld — Petersberg, Bimbach 1. — Steinhaus 1.

5. Die Tabelle für die Nachrunde der Bezirksklasse wird demnächst veröffentlicht.

6. Spielt ein Spie'er einer höheren Klasse in einer niederen Klasse, so tritt Punkteverlust ein, außerdem wird Spieler und Mannschaft bestraft.

Der Spielausschuß. H. Waider.

Schiedsrichtervereinigung Fulda.

Am 11. Januar findet unsere Generalver- jammlung st'att. Anträge sind bis zum 10. Januar 1’931 an Obmann Schäfer zu senden. Spätste Anträge sind ungültig. Obmann Schäfer.

Bezirk Vorder-Rhön.

Die neuen Paßmarken werden bereits aus- gegeben. Da sämtliche Paßmarken nur gegen bar be­zogen werden können, werden die Abteilungen aufge­fordert, an die Bezirkskafse Vorauszahlungen zu leisten. Nach Rücksprache mit dem Gauleiter ist festgesetzt:

Stadt II Bimbach Marbacb Marbach

— Hattenhof 1 :3

— Kleinlüder wird erneut anzesetzt

II - Mittelrode II 1:3

I •- Stadt I 3:3

— Turn- und Sportverein 1912 Bachrain. Am zweiten Weihnachtsfeiertag, nachm. 2.30 Uhr, spielt die erste Mannschaft in Bachrain gegen D. I. K. Kol- ping 1. M. Das Spiel gewinnt dadurch an Inte­resse, daß in Kolping die Gebr. Herbert, zwei ehe­malige Bachrainer Spieler mitwirken.

Aus den Vereinen.

Don der D.Z.K. Dalberg Fulda.

Wir möchten einmal eine Aufklärung darüber

. ge1 warum unsere Abteilung D.J.K. Dalberg benannt

1. Jede Abteilung mit zwei Mannschaften anfcr» RM. im voraus. 1 ' n 3QW 3h

2. Jede Abteilung mit einer Mannschaft zahlt im voraus. Bet Entgegennahme der *EahmnrfL der Rest zu zahlen. Die Abteilungen der thün,,“L 1t Vorderrhön erhalten die Paßmarken bei Herrn <ä Dr. Gärtner, Geisa, gern Zahlung des 5Riftbetraae^P an einer Reichsmark pro Mitglied.

Die Vorauszahlungen sind entweder an mick hi, oder das Bezirkskonto 1024 bet der Kreissparkall- <vett felb, Postscheckkonto 3293 Frankfurt a. M. zu zahl^'

Der Bezirkskassierer: Ehrlich'. '

Futzball.

Spielergebnisse vom letzten Sonntag. Bimbach — Hünfeld 2 :1 Steinau — Kolping 0 :1

Steinhaus — Petersberg 1 :3 Johannesberg — Eiterfeld 2:5 9teu.,bf — Kohlhaus . : 1 i

Wissels — Mitteirode 6 :2 Margretenhaun — Kleinlüder 3 :2 Kerzell — Dom 0 :1

Veitstcinbach — Döngesmühle 5 :2

Kerzell —- Pilgerzell 2 :1

Thalau — Dirlos 8 :3

Rothemann — Döngesmühle f. Rothem. gew. ■ Rückers — Steinau ll 3:1

Der Name Dalberg stammt von dem letzten Fuldas F ü r st a b t von Dalberg. Er ist der Stifter ur Gründer des Hospitals und Waisenhauses der Stai Fulda, die unserer Pfarrei, der Hl. Geist-Pfarrei, « gehören. Unser Jugend- und Jungmännerverein ni seinen Abteilungen ist in der glücklichen Lage, h Hospital und Waisenhaus schöne und geräumige sammlungs-, Ueiungs- und Theaterräume zu habet Manche Abteilung wird uns darum beneiden. In Dank barkeit und historischer Erinnerung an den Gründer des Hospitals und Waisenhauses hat sich die Abteilung D. I. K. Dalberg genannt. Besonderer Dank ge­bührt für erwiesenes Entgegenkommen auch unfein, hochwürdigen Herrn Pfarrer Rübsam und den ehr­würdigen Schwestern des Hl. Geist-Hospitals.

Unsere D.J.K.-Abte’lung hat in Herrn Kavlan Dr, Werner e'nen warmherzigen, begeisterten'Jugend­führer und Präses gefunden. Er kann das Verdienst in Anspruch nehmen, den Jugend- und Jungmänner, verein ins Leben gerufen zu haben, der zu allen Ab­teilungen regste Verbindung hält. Leider wird uns unser hochwürdiger §err Präses infolge Versetzung nack> dem Elchsfeld bereits verlassen haben, wenn biefe 1 Zeilen erscheinen. Die große Lücke, die dem Leben der Pfarrei dadurch entsteht und infolge Priestermangel vor- läufig nicht behoben werden kann, wird sich bei unserer Jugend sehr fühlbar machen. Wir hegen die Hoffnung, daß Herr Kaplan Dr. Werner recht bald wieder zu uns zurückkehren wird, denn wie es heißt, soll er nut ■ aushilfsweise nach dort versetzt sein.

Die Sportabteilung Dalberg ist in diesem Jahre dem großen, katholischen Jugendverband beigetreten und nimmt in den Spielen der C-K'asse die führende Stelle ein. Bei 5 Spielen, 9 :1 Punkte, bei einem Torver­hältnis von 29:3. Es wäre nicht verwunderlich, wenn die Abteilung im ersten Jahre der Mitgliedschaft auij gleich Meister und in die höhere Klasse aufsteigen würde.

Jugendkraft-Heil! D.J.K. Dalberg.

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