Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
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Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Zchrift- :: ieitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::
Sonntag, 7. Dezember 1930.
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57.3a6rg.
TielhmöTder Abstimmung ist da.
Heftige Zusammenskötze im Reichstag am Samstag vormittag. Dom deutschnationalen Sprecher wird der Sturz des Kabinetts Hrüning und die Aebernahme der Macht durch Hugenberg und Hitler verlangt.
Am Freitag hat die Reichstagssitzung, über heren Ausgang an anderer Stelle dieses Blattes berichtet wird, insgesamt 12 Stunden gedauert, gie hat keine Veränderung in der politischen Lage gebracht. Der Reichskanzler hat noch einmal nachdrücklich und offenbar nicht ohne Wirkung an die Verantwortung des Parlaments erinnert, und der A u ß e n m i n i st e r setzte sich in wenigen Sätzen mit den Methoden auseinander, die von der Reckten gegen die deutsche Außenpolitik angewandt werden. Dazwischen fiel noch manche gute Bemer- kung und manches beherzigende Wort, so vor allen Dingen in der ausgezeichneten Rede des Abg. (Bürgers, der im Hause große Aufmerksamkeit fand. .
Am Samstag vormittag um 10 Uhr wurde mit der Fortsetzung der Debatte begonnen, die im Lause des Nachmittags durch die Abstimmung zur Entscheidung führen soll.
Präsident Lobe teilte bei Eröffnung der Samstagssitzung des Reichstags das amtliche Schreiben über den Rücktritt des bisherigen Reichsjustizministers Dr. Bredt mit. (Ein Kommunist ruft: Das Haus erhebt sich zu Ehren des Scheidenden von den Plätzen. — Heiterkeit.) Die Aussprache über den Etat 1431, die Notverordnung und die dazu vorliegenden Anträge wird fortgesetzt.
Abg. Domsch (Landvolkpartei)
bezeichnet die Notverordnung als einen völligen Versager. Nicht annehmbar seien auch die darin enthaltenen Mietrechtsbestimmungen. Die Reichsregierung müsse sich endlich freimachen von dem Einfluß der Sozialdemokraten.
Abg. Lisenberger (Deutsche Bauern-Parkei) eckennt an, daß die Regierung-den festen und ernsten Willen habe, die Finanzen zu sanieren. Darum sollte man trotz aller Bedenken im einzelnen die Regierung unterstützen und nicht denen folgen die durch eine Katastrophen-Politik das Reich in Gefahr bringen. Die deutsche Forstwirtschaft müsse geschützt werden gegen dos russische Volksdumping.
Abg. Bienet *) (Wirtschaftspakte«)
wendet sich gegen die Methode, mit der Minister Schiele dem Getreidebau helfen will. Es sei ganz verkehrt, nur nach Zöllen zu schreien und die Landwirte gegen die Bäcker aufzuspielen. Eine Lösung sei nur möglich, wenn die Landwirte, die Muller und Brothersteller an einen gemeinsamen Verhandlungstisch gebracht werden. Der Rückgang des Roggenverbrauchs sei auf verschie- Sene Ursachen zurückzuführen und könne nicht durch Palliativmittelchen wie Brotgesetz und Bei- imsckiungszwang geändert werden. Das Brotgesetz ttfulle nicht seinen Zweck, aber es ruiniere große dab^brotloZbe Uni> mad)e ”UIe Bäckergesellen
Abg. Dr. Kleiner (dtn.)
«Ert, der Reichsaußenminister habe gestern die ?• un,9en. gegen Polen gewissermaßen als i» ® Solche Kundgebungen seien
^Wahrheit das einzige, was wir unseren be-
fiten Volksgenossen zur Wiedererstarkung ihres Maudens geben könnten, die unter der Regierung iLw y ^gangen seien. Der Ausrottungsfeldzug in x, r ? gegen die deutschen Minderheiten habe (Rnhi,11-! ten Monaten solchen Grad unerträglicher «nx x "Ä. Verworfenheit erreicht, daß der Welt Di» Völkerbund das Gewissen schlagen müsse innhZeuorbnun<’ Mitteleuropas werde nicht mit
" 5?. gegen Bolen erfolgen Der Redner wart ni*t . J*'e Srage auf, warum die Regierung den deutschen Gesandten in Warschau ^be. dessen poetisches Gebäude kläglich el?ni°^^"^'h^"hen sei. Eine Regierung, die den §„sr.s. oren Forderungen der Selbstachtung und Erbin, eggsiunq im Wege stehe, eine Regierung der ;d)nprrUn9<-Deriliene nicht anderes als möglichst ^»Nellen Sturz. (Lebhafter Beifall rechts.) '
Np w Slei*!er -st ein Ueberbleibsel der Hakatisten,
L anntlich an dem heute leider vorhandenen rhoxr-.fie9en die Deutschen eine ganz einst „rr' ^,e Mi tschuld tragen u. die inPreußen bebii.n! ^"^'g g^tvesen sind. Man darf wohl , ber mit der Methode der Hakatisten an
reüpr, Ostgrenze erst recht der Teufel ent- ii nu?' diesen Ostfragen ist Beson- ichren etm unö V) ürde am wenigsten zu ent- beiiti-k,' J£Ur diese Eigenschaften versprechen der kchen Cache den erwünschten Erfolg.
Anwürdige Szenen.
bezeichnend ist, was jetzt folgt:
e tp Schilderung der polnischen Terror«
io->inrifE„ • d'o Deutschnat analen und National- D a.n fortwährend: „Wo i st C u r t i u s? —
^iert ibn nicht!" D'e K o m - deusicksn r ru‘cn: ,^hr macht es so mit den ken»nh Erwerbslosen!" Während dieser Särm= In Rskl"" unter dem Hallo der Rech. "» Dpdtwsaußenm nister Dr. Curtius den Saal, in lorx .ner einen weiteren Terrorfall in
8 »beit e n schildert, ruft e'n Sozialdemo- 05 find ja Latrinenparolen!"
Bäckerobermeister in Chemnitz.
Mit drohend erhobenen Fäusten stürmen darauf verschiedene Nationalsoz., Deutschnat. und Land- nolkabgeordnete gegen die Mitte mit dem Ruf. „Verbrecher!" — Vizepräsident Stöhr ersucht die Abgeordneten die Plätze einzunehmen und fordert den Ruser des Wortes: „Verbrecher" auf, sich zu melden. Ein Landvolkabgeordneter erhebt die Hand, wird aber in dem allgemeinen Tumult nicht bemerkt.
Ms sich der Lärm etwas gelegt hat, fährt Abg. Dr. Kleiner (dtn.) fort: Das preußische Innenministerium hat erst Henn Habegg, dann Herrn Rathe- nau nach Oberschlesien geschickt. Ist es bei uns so weit gekommen, daß die Fragen des Deutschtums ausgerechnet von Juden behandelt werden müssen? (Lebhafter Beifall rechts.) Brüning, Cur- tius und ihre Regierung müssen vom Throne gestürzt werden. Wir wollen ein deutsches Reich, das im Sinne Hugenbergs und Hitlers für deutsche Freiheit kämpst. (Lebhafter Beifall bei den Deutschnationalen und Nationalsozialisten.)
Abg. Schumann-Thür. (Kam.) schildert das Wohnungselend und bekämpft die Wohnungsbaubestimmungen der Notverordnung.
Abg. Schneider-Breslau (Nat.-Soz.)
führt aus, die Not des deutschen Bauern könne nicht durch die Organisationen und die „halben" Parteien behoben werden. Die Schuld trage die falsche deutsche Wirtschaftspolitik. Wer heute für den Lohnabbau eintritt, ist ein Verräter an der Arbeiterschaft und -dem deutschen Volk. (Lautes Klatschen bei den Nationalsozialisten. — Ruse bei den Kommunisten: „Ihr stellt doch die Streikbrecher!" — Lebhafter Widerspruch bei den Nat.-Soz.) Während Bauern und Arbeiter hungern, mästen sich die Drohnen der Bürgerschaft, die Generaldirektoren der großen Unternehmungen, die Bank- und Börsenfürsten.
Abg. Trotmami (Bay. B. P.) begrüßt die in der neuen Notverordnung vorqe- nommenen Milderungen der Bestimmungen über die Krankenscheingebühren.
Reichssinanzminister Dietrich
weist zunächst einige Angriffe gegen die Tabak- steuererhöhung zurück. Zur Schuldenhöhe bis Ende 1931 erklärt der Minister, der Verkauf der 150 Millionen Rrichsbahnvorzugsaksten habe gar keinen Einfluß auf die Höhe der schwebenden Schuld. Zur Reparationsfrage führt Minister Dietrich dann aus: Unser Sanierungsplan hat auch eine außenpolitische Bedeutung, denn nur geordnete Finanzen lassen uns in der Außenpolitik mit Freiheit handeln. Das ist vom Reichskanzler und vom Reichsaußenminister gesagt worden. Wir dürfen annehmen, daß die dahingehenden Ausführungen der Regierung im Ausland beachtet worden sind.
Die Sitzung dauert fort.
Deutsche Roke und Völkerbund.
Eine „Exchange-Meldung" aus Genf behauptete, das Völkerbundssekretariat habe eine Note an die Reichsregierung bekanntgegeben, in der es heiße, bei den in der deutschen Öbertchlesiennote behaupteten Mißhandlungen von Mitgliedern einer polnischen Minderheitspartei habe es sich u m gewöhnliche Wahlvorkommnisse gehandelt, Menschenverluste seien nicht zu beklagen. Dieser Meldung gegenüber ist festzustellen, daß das Völkerbundssekretariat keine solcheNote veröffentlicht hat. Der Reichsregierung ist nur der Eingang der deutschen Note unter Beifügung einer französischen Uebersetzung bestätigt worden. Gleichzeitig ist die Mitteilung erfolgt, daß die Angelegenheit zur Behandlung auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Völkerbundsrats im Januar' gesetzt worden ist.
Die Polnische Telegraphenagentur verbreitet im Auslande eine Meldung über den angeblich tendenziösen Präpagandacharakter der deutschen Note in Sachen des oberschlesischen Wahltenors an den Völkerbundsrat. Demgegenüber erfahren wir von zuständiger Stelle, daß das der deutschen Note zugrundeliegende Material a u f eingehenden Untersuchungen des Sachverhalts beruhe und daher in jeder Hinsicht e i n- wandfrei ist und auch jeder späteren Nachprüfung standhalten wird.
Die Reichsregierung wird sicherlich ihr Material auf das allergewissenhafteste geprüft haben. Denn sie weiß doch sicherlich am besten, welch schlechten Dienst sie der deutschen Sache erwiesen hätte, wenn sie mit unhaltbaren Vorwürfen vor ein internationales Gremium hintreten würde.
* Der gestürzte Präsident von Brasilien, Was hington Luiz, ist in Cherbourg eingetroffen. Er wird in Frankreich längere Zeit Aufenthalt nehmen.
* Aussöhnung zwischen P ru und Ur guan. Aus Montevideo wird gemeldet: Die beiden Länder Peru und Uruguay, die seit dem Sturz der Regierung Leguia die diplomatischen Beziehungen zu einander abgebrochen hatten, haben sich dank
der guten Dienste Brasiliens wieder versöhnt. Der Abbruch der Beziehungen erfolgte seinerzeit, toetl die provisorische Regierung von Pern erklärt hatte, daß ihr der uruguayische Gesandte in Lima wegen seiner persönlichen Freundschaft zu dem gestürzten Präsidenten Leguia nicht genehm sei.
♦ Doruntersuchung gegen Berliner nationalsozialistische Sturmabteilungsleute. Die Justizpressestelle teilt mit: Gegen die Angeschuldigten ©tief, Berlich und Wesemann, die sämtlich dem Sturm 33 der N. S. D. A. P. angehören, sowie den Angeschuldigten Liebscher ist die gerichtliche Voruntersuchung wegen schweren Landfriedensbruches, gefährlicher Körperverletzung und Vergehens gegen das Schußwaffengesetz eröffnet worden. Die genannten Personen stehen unter dem Verdacht der Beteiligung an der Schießerei im Tanzpalast Eden in Charlottenburg am 22. November d. I.
* Erneute kommunistische Ausschreibungen in Berlin. Auch am Freitag kam es in Berlin, im Anschluß an kommunistische Kundgebungen an verschiedenen Stellen der Stadt wieder zu Zusam
menstößen mit der Polizei. Die Polizeibeamten mutzten vielfach mit dem Gummiknüppel gegen die Ruhestörer vorgehen. Mehrere Beamte wurden durch Steinwürfe verletzt. Vereinzelt fielen Schüsse aus der Menge und auch Beamte gaben in drei Fällen in bedrängter Lage Schreckschüsse ab. Aus einem Hause der Linienstraße im nördlichen Stadtviertel nahe dem Bülow-Platz, auf dem sich häufig Zusammenrottungen ereignen, wurde viermal auf die Beamten geschossen. Im Verlaufe der Kundgebungen sind etwa 20 Ruhestörer f est- genommen worden.
Der Moskauer Prozeß.
Acht Todesurteile beantragt.
In dem Moskauer Hochverratspro« zeß gegen die Angehörigen der sogenannten. In- dustriepartei hielt am Frei'ag nach Abschluß der Vernehmungen der öffentliche Ankläger Krylenko die Anklagerede. Er beantragte am Schlüsse feines Plädoyers gegen alle acht Angeklagte die Todes st rafe.
Was die Woche brachte.
Gens und Die deutsche Außenpolitik. — Mitarbeit bleibt erforderlich. — Keine übereilten Schritte. Die Haltung der Mächte. — Genfer Lehren für unsere ZrmenpMk. — Erfolgreiche Außen" ' Politik durch iuneupo'itische Festigkeit.
Das Ansehen des Völkerbundes hat eine schwere Schädigung erlitten. Was sich bei den Verhandlungen der Vorbereitenden Abrüstungskommission in Genf gewissermaßen vor aller Welt abspielte, ist so niederschmetternd, daß jetzt der Völkerbund nur noch durch eine klare Entscheidung in der Frage der Abrüstung fein Prestige zu retten vermag.
Die deutsche Delegation hat durch den Grafen Bernstorsf mit der erforderlichen Entschiedenheit und auch einer notwendigen Rücksichtslosigkeit die deutschen Forderungen vertreten. Man muß es dankbar anerkennen, daß er bei den in Genf herrschenden Strömungen so stark blieb und äußerst geschickt taktierte. Wenn es zu persönlichen Zusammenstößen mit dem englischen Delegierten Lord Eecil kam, bann nur deshalb, weil dieser eine Auffassung vertrat, die in keiner Weise dem Rechtsempfinden entsprechen konnte.
Deutschland will ja. nur sein Recht. Es kann dieses Recht niemals auf dem Wege der Gewalt erreichen. Wir braüchen Verhandlungen, benötigen Besprechungen. Um zum Ziele 3U gelangen, müssen wir trotz der berechtigten seelischen Hemmungen in Geduld warten, die Zeit für uns und mit »ns arbeiten lassen.
Vielfach sind in der deutschen Oeftentlichkeit irrtümliche Auffassungen über die Aufgaben der Vorbereitenden Abrüstungskommiss'on laut geworden. Man nimmt an, daß diese Kommission sich mit der Abrüstung im ganzen genommen zu beschäftigen habe, während aber ihre eigentliche Tätigkeit darin bestehen soll, die Rüstungsbeschränkung fest- zulegech
Daß solche Auffassungen wahrzunehmen sind, ist verständlich Denn alle Welt redet ja von Abrüstung, nimmt an, daß es sich analog den Bestimmungen auch des Kelloggpaktes darum bandeln müsse, in allen Ländern so abzurüsten, das Kriegsmaterial so einzuschränken, daß jede Gefahr eines möglichen Krieges abgewendet werden kann.
Doch ist das Gegenteil der Fall. Die Vorbereitende Abrüstung-ckommffsion soll sich in der Hauptsache um die Prüfung vor allem der technischen Fragen bemühen, wie der Rüstungsstand jedes .nzelnen Landes den politischen und im ciewsstn Maße auch wirtschaftlichen Interessen und Notwendigkeiten entspricht.
Es ist bedauerlich, daß über die völlige Abrüstung heute kaum mehr diskutiert werden kann, daß
man sich — und das nur ungenügenderweise — lediglich über die Rüstungsbeschränkung unterhält. Aber sie kann und muß dann den Auftakt bilden für die Durchsetzung der weitergehenden Forderungen auf völlige Rüstungsgleichhe': und noch weiter auf allgemeine Abrüstung. Das sind natürlich Ziele, deren Erreichung ’n weiter Ferne liegt.
Eines konnten wir aus den bisherigen Verhandlungen der Vorder. Abrüstungskommission sehr deutlich erkennen: Deutschland kann sich nicht aus- schalten. Es muß bei den weiteren Verhandlungen dabei sein. . Wie sollte es sonst feine Interessen vertreten, wie sollte es feine Forderungen anmelden, wie schließlich um 'eine Rechte kämpfen? Wir würden es für sehr gewagt halten, ja geradezu gefährlich, wenn ro'r uns zu unüberlegten Handlungen hinreißen ließen, unter Umständen sich schon völlig von den Verhand'ungen zurückzuziehen. Ein solches Vorach-n würde uns ab'o- lut nichts nützen, würde im Auslande keinerlei Eindruck machen, wäre nur als Geste zu betrachten.
Aus diesen — wir sagen es mit Bestimmtheit und Ueberlegung — nationalen Gründen müssen mir auch in Zukunft den Abrüstungsverhandlungen beiwohnen. Jeder andere Schritt würde, wie alte Erfahrungen lehren, sehr lucht uns als Schioäche und als Schuld ausge'eat werden. Könnten wir auftreten wie Rußland, das in der Politik sich bewußt ausschaltet und zur Zesi auch noch ausschal- ten kann, lägen die Dinge vielleicht anders. Wir sind aber, die europäische politi'che Problemgestaltung und deren Spannung nisten hineingestellt und müssen uns durchringen, müssen handeln, selbst wenn augenblicklich die Aussichten für uns sich nicht günstig zeigen sollten.
Politik und erst recht Außenpolitik ist nicht nur, rote man zu sagen pflegt, die Kurst des Möglichen, sondern bedeutet auch in gewisser Hinsicht ein Geschäft. Wer aber ein G eichst ft machen will, der muß eben dabei fein, dost sich nicht abfetts« stellen, sonst gehen die Strömungen über ihn hinweg. Und zum Schlüsse hat er den Schaden.
Wir haben auch trotz des mehr wie ungünstigen Verlaufs der dishetigen Verhandlungen der Vorbereitenden Abrüstungskommission keinerlei Veranlassung, peff;mifti?ch zu fein und die Flinte ins Korn zu werfen. Noch längst nicht ist das letzte Wort gesprochen. Die eigentliche Abrüstungskonferenz kommt ja erst. Wir Haden deshalb u-ei-
Das gestürzte Tardieu-Kabtnekk.
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I : J. W
Das Bild zeigt die zurückgetretenen Minister und Staatssekretäre. Die Neubildung des Kabinetts scheint sehr schwierig zu sein. Poincare will das Kabinett nicht bilden. Er fühlt sich zu alt. Briand wird als Ministerpräsident genannt und ferner Barthou, der aber nicht viel Aussicht zu haben scheint. Genannt werden auch Steeg und Sarraut. Alle Blätter sprechen von den Schwierigkeiten, der Formel e p ubli k a n i sche Konzentr ation", durch die die rechtsgerichteten Elemente diese Situation herbeigeführt haben.