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MILS
so. November
Beilage zur Fuldaer Aeikung
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Evangelium: Luk. 21, 25—33.
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Die Fuldaer Zeitung
das Fuldaer Heimak-Llali!
So lassen Sie sich nicht irre machen durch Anpreisungen von orth. Schuhen und
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Plakette
P. ßreidbadi. geprüft, orth. Schuhmadiermsir.
klang ihre Seele froh und voll! In Dankbarkeit I Senfkorn wuchs, weil in allen Bölkern die Sehnsucht freudiger, aottinniaer Gesinnung wollte sie diese nach Erlösung war, die Sehnsucht nach Christus
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Sämtliche Schuhreparaturen werden sdinellstens und sauber ausgeführt.
das schönste Wirkungsfeld der Frau. Ist es auch heute noch? Ich bin dankbar dafür, daß neben den Vinzenzbriidexn die Frauen unserer rührigen Pfarrgruppen der katholischen Frauenorganisation für die Armenfürsorge der Pfarrei solche Opfer brin-
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und in freudiger, gottinniger Gesinnung wollte sie diese kostbare Bürde der sehnsüchtig erwarteten Stunde entgegentragen, auf daß sie und alle Menschen nicht mehr
daß er dieWelt umgestalten will von innen her, vom Geiste aus. Erlösung im Sinne des Heilands ist nicht Befreiung von unangenehmen, lästigen oder verhaßten Dingen, wie so mancher gern annimmt.
Ja, was ist denn dann eigentlich Erlösung?
Wenn du von allem Haß, aller Gier und aller Feindseligkeit befreit wärest und dein Leben aus dich nähmst in der freudigen Bereitschaft, Gottes Vaterwillen zu tun überall und in jedem Augenblick Also daß du morgens an deine Arbeit gingest nicht mit dem Haßgedanken: „Nun fängt das Elend wieder an", sondern mit dem gläubigen Bewußtsein: „Gott ists, der mich schickt, und seinen heiligen Willen erfülle ich mit meiner Arbeit." Oder wenn du als Bauer nicht an den Acker fährst mit der Wut im Herzen: „Wir Bauern smd die geplagtesten und ärmsten Menschen auf der Welt", sondern mit dem frohen Gedanken: ,Äh gehe, um als Diener und Werk
zeug Gottes meinen Brüdern das tägliche Brot schaffen zu helfen." Oder wenn du als oielgeplagte Mutter nicht immer unter dem Gedanken seufzt, was die Kinder doch eine Last seien und was sie für Aerger und Schwierigkeiten machten, sondern dein schweres Werk tust mit der gläubigen Zuversicht: „Ich tue mein Werk im Auftrage Gottes und als feine Dienerin."
Glaubst du, daß diese grundandere Einstellung gegen die Dinge des Lebens die Erlösung ist? Daß 'dann die schwierigen und unangenehmen Dinge ihre Schrecken verloren haben, einfach, weil sie nicht mehr viel bedeuten? Daß dann in deiner Seele ein Licht aufgegangen ist, daß dein Leben warm und hell und leichter macht? Und doch ist es noch das gleiche Leben, nur du stehst anders zu ihm.
Weißt du nun, was der Heiland mit dem Wort „Erlösung" meint, und glaubst du, daß es sich verlohnt, einmal darüber nachzudenken, was das Wort gerade für dich bedeutet? Stator.
So ist die Sehnsucht aller Völker und Zeiten der alles übertönende Grundton der Zeit, in der das gött
liche Wort Mensch wird.
Advent, welch tiefer Sinn liegt in diesem Worte! Das säst zweitausendmalige Wiedererleben des Advents von Millionen von Menschen, die vor uns gingen, hat schon diesem Worte einen besonderen Glanz verliehen.
Advent, das ist auch das Symbol unserer Zeit und unseres Volkes. Lassen wir uns doch nicht täuschen durch das, was „scheinbar" dem widerspricht. Aller Radikalismus, alle Glaubens- und Sittenlosigkeit und alle Gottesgegnerschaft hat eine Spitze. Je ausgeprägter diese Spitze ist, umso näher ist die Stunde der plötzlichen Umkehr.
Ein sonderbares Bild bietet sich da unseren Blicken. Eine Staubwolke kommt die Wüstenstrahe herauf nach Damaskus gewirbelt. Bald schält sich eine Karawane heraus. Wohin bei dieser Mittagsglut? Warum diese Eile? Warum peitscht man die Esel und Kamele zum letzten an? Da löst sich aus dem dahineilenden Trupp eine kleine wütend-heitere Gestalt — Saulus. Ein Brief des Kaiphas beauftragt ihn, die aufrührerische Sekte der Nazarener in Damaskus zu vernichten. So hetzt ihn sein glühender Haß, dieses Volk auszurotten.
Und dann kommt die Stunde der Gnade, der Umkehr! Zu Boden geschmettert fragt er erst — „Herr, wer bist
du?" Dann aber ist sein Haß in Liebe umgewandelt — „Herr, was soll ich tun?"
Viele Menschen traf der Gnadenstrahl — fd auch ganze Völker. Aus dem dekadenten Rom wuchs der Mittelpunkt des Christentums.
Je ausgeprägter der Gegensatz, die Gegnerschaft, um so näher die Stunde der plötzlichen Umkehr!
Adventsstimmung liegt auch über unserem Volkei Aehnlich der Zeit vor Christus. So wollen wir uns in den kommenden Wochen in die Sehnsucht des alten Bundes, der Völker und Zeiten hineinleben, um dann recht vorbereitet zu sein auf das große Glück.
Glück — ja, denn Gott kommt zu uns! Gottes Sohn geht aus Liebe zu uns den Erlöserweg. Wir sollen Kinder Gottes sein. Gott will unser Vater sein, denn er ift die Liebe. In der Liebe Gottes siegt auch zugleich die Kraft, daß wir Gott wiederlieben können. In dieser Harmonie des GeNebtwerdens und des Wiederliebens liegt unser Glück und unsere wahre Freude.
Danach soll also unser Streben im Advent gehen, frei von aller Sünde werden, damit die Liebe Gottes als ungehinderte Kraft in uns wirken kann. So daß wir immer näher zu Gott kommen und ein immer tieferes Verlangen nach der zweiten Ankunft des Herrn in uns wecken.
Tauet, Himmel, den Gerechten, Wolken, regnet ihn herab « . ,
Die Frau im Dienste der Pfarrei ist durchaus keine Neuerfindung, sondern eine eigentlich recht alte Sache. Schon in den Tagen der Apostel und der urchristlichen Gemeinden betätigten sich die Frauen aufs eifrigste im Dienste der „Seelsorge- hilfe", wie das Ding heute heißt. Sie unterrichte- ten die weiblichen Katechumenen, waren Mitarbeiterinnen der Glaubensboten, denen sie oft die Wege ebneten, nahmen sich der Armen und Kranken an und gaben ihr Geld für die Bedürfnisse der christlichen jungen Gemeinden. Wenn heute von der Mitarbeit der Frauen wieder mehr die Rede ist als früher, wenn man die Frau sogar halbamtlich und hauptamtlich als „Gemeindeschwester" in den Dienst der Seelsorge eingeführt, so offenbart sich dabei recht eigentlich dieNotderZeit, die auck> die Seelsorger vor immer neue Arbeiten stellt, deren sie beim besten Willen leider nicht mehr recht Herr werden tönnen. Vor welchen Aufgaben steht nicht der Seelsorger heute oft! Da wachsen die Neubauten nur so in die Höhe und bringen wieder eine Menge neuer Leute in die Pfarre, da wird irgendwo eine ganze Armensiedlung ausgehoben und ins Obdachlosenheim gebracht, da gehen die Werbeapostel der Sekten um, dort probierens die Freidenker! Dabei sind wir Seelsorger mit Amtspflichten und Amtsverrichtungen, mit Schule und Kanzlei oft allzusehr gebunden, so daß wir in großen Pfarreien froh sein müssen um jeden Menschen, der weiß Gott in welcher Angelegenheit, zu uns kommt, weil wir nicht zu ihnen kommen können. Wie viele Pfarrkinder kennen in großen Pfarreien ihre Seelsorger nicht einmal vom Sehen aus! Es ist begreiflich, wenn da der Ruf nach Helfern in der Seelsorge immer lauter wird und wenn man im besonderen mit der Arbeit der Frauen rechnet, die für solche Hilfsdienste in der Seelsorge von Natur aus Begabungen mitbringen, die dem Manne oft fehlen.
Von jeher war das
Gebiet der Karitas
allein seien.
In ihr keimte ja das Korn der höchstmöglichen Brotoermehrung! Der Leib des Herrn! Das Brot des ewigen Lebens!
Ganz leis, wie das Plätschern des Wässerchens, das von diesem Hügel hüpft, trifft eine sehnsüchtige Melodie mein lauschendes Ohr. „Tauet, Himmel, den Gerechten, Wolken, regnet ihn herab . . .* Immer mehr schwillt diese Melodie an — bis zum brausenden Orkan. Die große, letzte und tieffte Sehnsucht, die durch den ganzen alten Bund schwingt, offenbart sich hier. Erschüttert stehen wir tyr den Psalmen d-s alten Testamentes. Die Propheten haben die Ankunft des Messias verkündet — jetzt harrt Israel in Sehnsucht des Erlösers., des Mes- sias.
Und doch — welche Tragik! Die Juden stehen zum größten Teil abseits vom keimenden Korn. Abseits vom „wahren Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt!" Welche Tragik! „Er kam in sein Eigentum, und die ©einigen nahmen ihn nicht auf!"
Das Volk, das auserwählt war, Christus eine Welt zu erobern, versagte! Aber trotzdem wuchs das kleine Senfkörnlein und entfaltete das Geäst eines großen Baumes, in dem die Vögel des Himmels wohnen. Das
Eure Erlösung naht sich.
Mit dem heutigen Sonntage beginnt die Ad- oentszeit, die Zeit der langen Nächte und der stürmischen, grauen Tage. Aber auch die Zeit der traulichen Abende, die Zeit, in der die Seele mehr zum Nachdenken bereit ist, als an den blauen Sommertagen. Es ist, als ob der graue Himmel, der jo dicht über uns hängt, den leicht zerflatternden Feist im engen Raum gefangen hielte und damit den Fragen des innerlichen Lebens geneigter machte.
Vom Weltuntergang war am vorigen Sonntag die Rede im Evangelium, und sie wird fortgesetzt im heutigen Sonntagsevangelium. Aber in diese erschütternde Kunde fällt wie ein tröstendes Licht das Heilandswort: „Eure Erlösung naht sich. Was meint der Heiland wohl, wenn er von Erlösung spricht? Da müssen wir uns ein wenig in der Welt umsehen. Gerade die heutige Zeit ist ja so reich an Erlösungssehnsucht und an „Erlösern" aller Art. Denn was wollen die meisten politischen Parteien, und was erwarten die Menschen von ihnen? Eigentlich nichts anderes als Erlösung, d. h. Befreiung von w i r t s ch a ft- lichen Sorgen und Nöt-en und damit ein freieres und angenehmeres, vielleicht auch bequemeres und fauleres Leben.
Ob das die Erlösung ist, die der Heiland meint?
Nein, der Heiland hat wohl etwas anderes im Sinne. Er hat damals den Juden nicht die Befreiung vom Römerjoche gebracht, die sie so ,sehnlich von ihm erhofften als die Erlösung in threm Sinne. Er hat auch gesagt, daß sein Reich nid)t von dieser Welt ist. Das soll wohl heißen, daß er weder politische Reiche, noch Grenzen, noch Parteien schaffen will, auch keine statistischen Berechnungen und Kommissionen aller Art, sondern
ist auch den Fuldaern, die in der Feme wohnen, als Bote aus der Heimat ein lieber Freund.
Sie ist
gen. Nicht durch Dergnügungsveran- ft al tun gen, sondern durch mühselige Sammel- gänge bringen unsere Frauen das Geld für die Weihnachtsbescherung zusammen, wobei sedes Jahr an die 3000 Schilling für die Pfarrarmen aufgewendet werden. Eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier wird denen bereitet, die oft das ganze Jahr keine Freude haben. Wieviele Kinder benötigen dann bei der ersten hl. Kommunion nicht nur ein Frühstück, sondern auch Kleider und Schuhe! 2)urrr> die Frauen wurde auch der Gedanke hinausgetra- gen, Kleider .Schuhe, Wäsche der Pfarrkaritas zur Verfügung zu stellen, weil die Zahl der Notleidenden immer größer wird und weil es gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist, wenn die Menschen sehen, wie wir Katholiken untere Familienpflichten dem notleidenden Mitbruder gegenüber erfüllen. Der Erfolg dieser Anregung sind drei große Kasten in der Pfarrkanzlei, die einem Kaufladen gleichen. Das ist das Gebiet wo die Pfarrfchwester in den wöchentlichen Karitasstunden, wo oft über dreißig Perfonen mit der Bitte um Kleider kommen, schaltet und waltet. Daß eine eigene Pfarrschwester notwendig ist, die auch die Aufgabe hat. Arme aufzusuchen usw, steht jeder ein. Oblatinnen des hl. Benedikt haben in den Linzer Pfarreien diese schöne Aufgabe übernommen. Die Frauenorganisation tut ihr möglichstes zur Erhaltung der Schwestern. Je mehr Frauen, besonders alleinstehende, sich als „Pfarrhelferinnen" zur Verfügung stellen, umso besser ist es. Sie suchen die Armen regelmäßig auf, untersuchen neue Fälle, berichten darüber in der Sitzung, gehen der Schwester an die Hand beim Verteilen der gesammelten Kleider.
Von den vielen Zweigen, wo Frauenhilfe sehr erwünscht ist, möchte ich noch erwähnen die Fürsorge um die Jugend.
Mit Freuden erinnere ich mich noch, wie vor Jahren zwei Damen gekommen sind mit der Ditte, ob sie nicht in der Pfarre einen Hort errichten dürften. Eine solche Bitte wird natürlich lehr gerne gewährt. Freilich setzt diese Jugendarbeit ein großes Geschick, viel Können und selbstlose Opfergesinnung voraus, denn es ist keine Kleinigkeit, einen Hort zu leiten, der in den Wintermonaten oft von
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an jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: s« werden Zeichen auftreten an der Sonne, am "Land und an den Sternen, und auf Erden wird X, gewaltige Bedrängnis unter den Völkern «ftihen vor Ratlosigkeit ob des Brausens des «-eres und der Fluten. Die Menschen werden ^aehen vor banger Erwartung der Dinge, die Mr den ganzen Erdkreis kommen werden; denn Kräfte des Himmels werden erschüttert wer- !-n Dann wird man den Menschensohn auf einer ®oite kommen sehen mit großer Macht und Herr- Srfeit. Wenn das anfängt einzutreten, dann Wwuet auf und erhebet eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe."
Er sagte ihnen noch ein Gleichnis: „Betrachtet ten Feigenbaum und alle andern Bäume. Wenn ,i- schon Frucht ansetzen, dann wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. So wisset auch, wenn ihr dies kommen seht, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrttch, ich tage euch, dieses Geschlecht wird nicht .„gehen, bis alles sich vollzieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen."
Advent.
Die Blümlein, die uns Sommers an unseren Wegen ^streuten, haben ausgeatmet. Wie letzter Hauch war ihr Sterben.
Schon längst bluteten die Bäume das tränenhafte Rat 'l>rer Blätter. Still schlummert die Natur. Nur hier und da säuselt ein verirrter Wind über die Hügel und Jebiert in den Schollen die keimende Frucht, das kei» ">°nde Korn.
keimendes Korn! Schon sehe ich die sich leis wie- Sende, schwere Aehre! Keimende- Korn! Du wunderbare Brotvermehrung! Keimendes Korn! Weiht du, daß
kleine Mensch um dein Wachsen und Gedeihen betet? a$e*6t du um sein Hoffen und Sehnen?
®° schaue iiL, von dieser Anhöhe hinaus ins weite Da ist mir, als überwältige mein Auge Raum und Zeit _ jch sxhx bas Land der ausgehenden Sonne.
lleber die Unebenheiten des Landes schreitet eine utter, ihrer Stunde entgegen. Froh lächelnd gedenkt »- isner geheimnisvollen Stunde, in der ihr die Ver» Endigung wurde, der Welt den Heiland zu gebären. M hatte sie den Sinn dieser Worte nicht fassen können, je, bie arme Maria, die Verlobte des Zimmermanns do sm lE? Gesäß Gottes werden? Nun aber, da sie | wirken des Heiligen Geistes in ihrem Schoße spürte, 1"«™ aber, da sie sich immer mehr eins werden fühlte
Erster Adventsonntag
(Eingangslieb: Pf. 24, 1—3.
an dir erheb' ich meine Seele, mein Gott, auf nertraue ich; des werd' ich nicht erröten, und . -r-jnd wird mich drum höhnen. Denn alle, feiner harren, werden nicht zu Schaden (Pf.
n Herr zeige mir deine Wege, lehre mich Made Ehre sei dem Vater und dem Sohne dem Heiligen Geiste; wie es war im Anfang, auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
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Die Stau im Dienste der Pfartei
Von Pfarrer Heinrich Mayrhuber, Linz.*)
236 Kindern besucht wird. Gerade jetzt ist es von besonderer Bedeutung, wenn sich recht viele finden, die sich um die Kinder annehmen, mit Ihnen frohe Feste feiern, Ausflüge während des Sommers machen ufw. Das ist "die richtige „Kinderbewe- gu n g", die unsere Stadtkinder so notwendig brauchen. ’ Nicht jammern, sondern arbeiten! Es ist da leider nicht immer so leicht, die richtigen Hilfskräfte zu finden. Für das Mittun in der öffentlichen Jugendfürsorge als ehrenamtliche Heller ist es auch unter unseren Frauen noch sehr W^r, ,e- manden zu finden. Einer Dame sind 64 Pflegefamilien anvertraut, wo sie im Jahre 368 Hausbesuche gemacht hat. Davor schrecken raturltd) manche zurück. Noch dazu hat sie 11 schutzaufirch- ten übernommen.
Ein eigener Zweig der Pfarrseelsorge ist jetzt das
Vermitteln von Arbeit
und das Suchen von Stellen. Wir haben außer den offiziellen Stellen eine Opferseele, die sich um alle diese Leutchen in liebenswürdigster Meile an- nimmt. Ein Ansporn für viele Frauen möge der Ausweis des Jahres 1929 fein. Es wurden von ihr 136 Stellen vermittelt, Arbeit an Frauen 28, an Familienväter 11, Lehrpoften für Knaben 14, Altersversorgungen 5, erledigte Anfragen u. Bnefe 456! Ein sehr hartes Arbeitsgebiet!
Gäbe es nicht noch eine ganze Menge zu erwähnen, wo uns die Frauen helfen können? Die Priesterhilfe, Unterstützung für Priesterstudenten, Aufsuchen von Abgefallenen, von Familien, die zu- gezogen find usw.
Aus dem Angedeuteten sieht man wohl nur zu gut, wie groß das Gebiet der Mitarbeit im Dienste der Pfarrseelsorge für apostolisch gesinnte Frauen ist. Darum bin- ich um unsere jetzt pfarrlich organisierte katholische Frauenorganisation sehr sroh! Sie stellt uns die Mitarbeiter, die wir brauchen! Im Rahmen der Frauenorganisation sollen aber auch alle jene Mitarbeiten, die überpsarrlichen Vereinen angehören. Man hat ohnehin da und dort die Pfarreien lange Zeit viel zu wenig unterstützt.
Manche haben übrigens auch beute noch vor lauter Andachten keine Zeit mehr zur Mitarbeit m der Seelsorge, während andere zu gleichgültig, auch zu stolz find, mitzutun!
Darum bin ich der Anschauung, daß wir um die Mitarbeit verständiger Frauen seh'- froh sein sollen. Sie muß aber dann zu mehr da fein, als zur gelegentlichen Durchführung einw Sammlung, zur Einübung von Reigen oder Stellung von Goldhaubengruppen bei verschiedenen Festen! Ich mochie allen jenen frischen und unternehmenden Geist wünschen, den wir bei manchen Sekten oft bewundern, daß wir sie mit Recht unsere katholische Heilsarmee nennen könnten! *
♦) Im Auszug entnommen der bekannten Zeitschrift „Der Seelsorger" (Verlagsanstalt der Tyrolia, Wien).