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Anzeiger für die Staöf Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt L-----------

™ ^ÄfiK ÄS"«?» Mittwoch. 26. November 1930. U°L

.....lung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. :: Bei Wied

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der

gehöriger Form ihren feindseligen Gefühlen gegen­über Deutschland Ausdruck zu verleihen, und daß die staatlichen Sicherheitsorgane es nicht, als ihre selbstverständliche Pflicht ängesehn haben, gegen­über dieser provozierenden Demonstration van. den Machtmitteln des Staates Gebrauch zu machen. Daraufhin Hot sich der Stellvertreter des Wojwo- Len beim Leiter des Deutschen Generalkonsulats persönlich entschuldigt.

Polncare über den „Frieden".

Raymond Poincarä hielt in seiner Heimatstadt S a m p i g n y im Maas-Departement bei der Ue- berreichung von Fahnen an einige Bezirksvereuu- gungen ehemaliger Frontkämpfer eine Rede, in der er u. a. ausführte: Mehr denn je ist die Bevölke­rung dem Frieden ergeben. Frankreich braucht die Aufrichtigkeit seiner friedlichen Einstellung nicht zu beweisen, denn sie ist für alle Leute klar. .Außer« halb Frankreichs aber, namentlich in gewissen aus« ländischen Kreisen, muß man einen Propaganda-

Veru.

wtb. Lima. 25. Nov. (Eig. Meld.) Bei einem Zusammenstoß zwischen Kommunisten und An­hängern des Präsidenten Cerro wurden 15 Per- sonen verletzt. ‘ J

der Kirche, keinesfalls aber der deutschen Freunds des Faschismus sind. Weder privat noch vertrau­lich, noch in irgendeiner mehr offenen Bekundung hat Mussolinis durchblicken laren, daß er deutschen Sympathiebezeugungen zuliebe den Kurs in Sm>« tirol zu ändern gedenke. Im Gegenterl: alle Opfer in dieser Beziehung sind bisher immer nur von den deutschen Bewunderern Mussolinis gebrach worden. In keinem einzigen Fall hat man jetzt vernommen, daß jemand mindestens einen Vorbe» halt bezüglich Südtirol gemacht hatte. Kein Wun- der, daß solche Namen in der italienischen Presse gefeiert werden. Nicht einmal einsichtsvolle Fa­schisten waren sich bisher ganz sicher, ob ihr^Kurs in Südtirol richtig und haltbar sei, zumal da d,e ganze übrige Welt ihn verurteilt. Und hier ent­steht dem Faschismus wahrhaftig ein Anwalt aus den Reihen unseres eigenen Volkes. Das kann man in Südtirol nicht verstehen."

Wendet man dagegen ein, daß doch manches besser geworden sei, daß jedenfalls d,ie Gegensätze nicht mehr so schroff aufeinanderpla^en, so wird ums entgegnet, daß das zunächst der Tatsache ent« springe, daß die Faschisten sich die Entnationallsw. rung des Deutschtums doch als eine leichtere Sach« oorgestellt hätten. Das nach langen Schrvreng- keiten endlich zugelassene Trachtenfest in Meran ser zwar zu einer mächtigen Bekundung der unge­brochenen deutschen Bokkstums- und Stammeskrast geworden, aber den Ausschlag habe sraglos die Rücksicht auf die Meraner Kurleitung und ihre Pro- pogandawünsche gegeben.- Selbst der. bescheidenste deutsche Privatunterricht werde nach wie vor un­möglich gemacht, und nur im Rahmen der wenigen höheren Schulen sei Deutsch als Fremdsprache zu« gelassen.

Daß dem Stahlhelm oder dem Natisnalsoziälls« mus zuliebe darin irgendetwas geändert werde, das •ft natürlich vollkommen ausgeschlossen. Im Gegen­teil- beide begeben sich durch ihre Haltung 'M vor­aus so aller Trümpfe, daß, wenn schon eme Wen­dung denkbar wäre, nur eine solche zum Schlech­teren in Frage kommen könnte.

Dabei muß man bedenken, daß die Lage des Fa- schismlis selber mehr und mehr problematisch zu werden beginnt, nach innen und nach außen. Ihm Zugeständnisse zu machen, da wir obendrein seiber nicht einmal unmittelbar Gewinn aus der Der- bindung ziehen können, ist so ziemlich der Gipfel der Torheit. Es verträgt sich auch schlecht mit dec nationalen Empfindlichkeit, die sonst ein Haupt« merkmal dieser Kreise zu sein pflegt.

keineswegs bedeutenden Ausschreitungen zu ver­hindern.

Jetzt aber, wo Wochen hindurch diese unerhörten polnischen Terrorakte zu verzeichnen sind, wo pol­nische Aufständische in die Häuser von Deutschen eindringen, die Bewohner grausam mißhandeln, die Einrichtungegn zerstören, denkt die polnische Regierung nicht im geringsten daran, einzugreifen, die Deutschen zu schützen, die Schuldigen zu be­strafen. Im Gegenteil. Sie steht, was durch Augen­zeugen bewiesen werden kann ,auf der Seite dieser Terroristen. Die polnischen Beamten unterstützen die Gewaltakte, polnische Behörden überbieten sich in der Verfolgung der ihnen als Deutsche bekannten Einwohner.

Nichts hören wir bis heut« von einem gleichen Protest in der Welt, wie damals bei den mit den polnischen Vorfällen überhaupt nicht zu verglei­chenden Ausschreitungen in Oppeln. Auch der Völ­kerbund hat noch keine Schritte unternommen, obwohl dies seine erste Pflicht gewesen wären. Nur Präsident Cal ander ist zur persönlichen Jnfor- masion nach den polnischen Gebieten gefahren und man hört, daß eine gemischte Kommission die Vor­fälle zu prüfen haben wird.

Wir aber erheben erneut vor der ganzen Welt feierlichen Protest gegen die polnischen Terrorakte und die polnische Rechtsbeugung. Wir erwarten von unserer Reichsregierung schnellste und ausrei­chende Schritte und Maßnahmen zur Hilfe für die Geschädigten und zum Schutze der Deutschen in Polen.

In den Nachmittagsstunden des 22. Novem­ber hat sich durch die Straßen von Kattowitz ein Demonstrationszug polnischer staatlicher Eisenbahn- und Postbeamten bewegt, in dem auf einem der polnischen Eisenbahnverwaltung gehörenden Kraft- fabrzug eine an einem Galgen hängende lebens­große Puppe mitgeführt wurde, die einen deutschen Offizier in voller Uniform mit Originalorden darstellte.

Das Deutsche Generalkonsulat hat noch am sel­ben Nachmittag bei dem Wojwoden schriftlich nach­drückliche Dorstellungen erhoben. In dem Schrei­ben wird darauf hingewiesen, daß das öffentliche Zurschaustellen einer solchen Puppe eine grobe Ver­unglimpfung des deutschen Volkes bedeute und die deutschen Empfindungen aufs schwerste verletze; es wird ferner das Befremden des Generalkonsulats darüber zum Ausdruck gebracht, daß staatliche Be­amte es sich herausnehmen konnten, in derartig un-

Schon vor «in paar Wochen ist es in der Zen­trumspresse richtig gestellt worden, daß von einem neuen Kurs in Südtirol, der dem Deutschtum bes­ser gerecht werde, nicht die Rede sein könne. Ein deutscher Korrespondent in Rom, der trotz stark nationalistischer Haltung sonst eigentlich immer eine gewisse Besonnenheit zeigte, war anscheinend das Opfer einer fetten Ente geworden.

Inzwischen aber sind Ereignisse emgetreten, die den Anschein erwecken könnten, als ob doch irgend­wie ein Wandel zum Besseren zu verzeichnen sein müßte. 3n Rom ist eine Abordnung des Stahl­helm von Mussolini empfangen worden. Das Ganze trug einen so offiziellen Charakter (mit der Kranzniederlegung am Grabe des Unbekannten Soldaten, mit Besuchen und Festlichkeiten auch an­derorts int Lande), daß man den Eindruck gewin­nen mußte, als sei Italien mindestens auf bestem Wege, die alten Steine des Anstoßes aus dem Wege zu räumen. Eine Frontkämpferorganisation müßte sonst doch wohl eine gewisse Zurückhaltung üben gegenüber einer Macht, die so skrupellos die Früchte eines auch in vielen italienischen Augen ziemlich zweifelhaften Sieges ausnutzt. Und Major Papst hat feine Rückreise nach Innsbruck demon­strativ über Bozen und den Brenner gelegt, und er hat bei dieser Gelegenheit seine faschistischen Gast­geber derart gefeiert, daß eigentlich ein System- wandel in Südtirol voraufgegangen sein mußte.

Offenbar werden diese Zeichen von einem Teil der nationalen Bewegung in Deutschland auch so gedeutet, dies umsomehr, als selbst in Oesterreich Unsicherheit hinsichtlich Südtirols herrscht. In Süd­tirol ist man darüber begreiflicherweise verstimmt. Man fühlt sich von diesen faschistenfreundlichen Kreisen direkt verraten und im Stiche gelassen.

Wir erinnern uns, daß im vorigen Jahre ein führendes Organ des „Stahlhelms" die Frage stellte: „Warum tritt der Vatikan nicht ebenso für die katholischen Deutschen Südtirols ein wie für die katholischen Italiener Maltas?" Und die Ant­wort lautete: „Weil die Südtiroler Deutsche sind!"

Wenn man heute die Südtiroler, die es doch schließlich zunächst angeht, nach ihrer Meinung fragt, so lautet bei Katholiken wie bei Protestan­ten einmütig die Antwort:

Es ist für unser Deutschtum die Rettung gewe­sen, daß der Vatikan unsere Minderheitenrechte im Konkordat verankerte, selbst wenn es nur das äu­ßerste Minimum war, was man Mussolini abrin­gen konnte. Aber wir haben doch unsere deutsche Seelsorge sichergestellt, wenigstens in den Grenzen der deutschen Umgangssprache. Auch Haden wir im Rahmen der Katholischen Aktion immer die Möglichkeit zum Zusammenhalt der deutschsprach­lichen Bevölkerung im Kernstück unseres Lebens. In dem Maße, wie Mussolini an einer freund­lichen Haltung von feiten der Kirche interessiert ist, wird er auch für eine wohlwollende Auslegung der uns zugestanbenen Gerechtsame zu haben fein, wie wir es schon einigemate erfahren durften, nicht zu­letzt in der Besetzung des Bischofsstuhls von Brixen.

Jedenfalls verdient es hervorgehoben zu wer­den, daß die letzten Dämme gegen das Entnationa- lisierungsprinzip einzig und allein das Verdienst

zuleiten. —————

* Abreise des Ministerpräsidenten Graf Dethlen von Berlin. Der ungarische Ministerpräsident Graf Bethlen hat Berlin verlassen, um nach Budapest zurückzukehren. Der Reichspräsident über» sandte dem Grafen Bethlen zur Erinnerung fetrt Bild mit eigenhändiger Unterschrift. ’ ■

Bot einet Wendung in Südlitol?

... . . . . > i ‘ t ’ 1

Von unserem römischen fDHtarbeder. .

Calondec,

Präsident der gemischten deutsch-polnischen Kommission, hält sich zurzeit in Polnisch-Oberlchle- fien auf, um die deutschen Beschwerden gegen die polnischen Gewalttaten persönlich zu unterfu jjen und dann seinen Bericht an den Völkerbund weiter«

liebung bis spätestens 23. eihnachten, ermöglichen läßt.

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Berri 1 In yerzncyen Worten oes vor rurzem 5 teir t-i en badischen Führers Dr. Sch of e r. Was Kl. ’e,t langem befürchten mußten, führte Prälat f’ü' *0 setzt schmerzliche Wahrheit geworden. ba8iÄ $r‘ Schäfer, der verdienstvolle Führer des UM^chen Zentrums, ist nicht mehr! Wer diesen gekannt hat, wer feine Wirksamkeit be- r Mete, wer die tiefen Wurzeln kennt, die ihm

tarische Ve

Dezember, also ... _ .

Dabei ist die Regierung zwar bereif, Abände­rungswünschen Rechnung zu tragen, die den Charakter und die Bedeutung ihres Programms | At ändern ober schmälern. Sie setzt aber allen Abänderungswünschen, bie barübex hinausgehen, m bestimmtes Nein entgegen.

Wenn sich nun herausstellt, baß eine parlamen-

Sie Jage einet neuen Notverordnung, yer Sinn der Kanzler-'Besprechungen mit den Parteiführern. Ktörungsversuche des Reichstags-Abgeordneten Bäckermeister Drewitz und feiner Wirtschafts-Partei.

f*n^m Sonntag, den 23. November, hielt, wie 2?°” flemelbet mürbe, ber Reichsparteivorstand der zimw Zenirumspartei int Zentrurns-Fraktions- Reichstagsgsbäudes unter Vorsitz des tei ra tru^rers' des Herrn Prälaten K a a s, und -ir^k^nwart des Reichskanzlers Dr. Brüning neJeI)r gut besuchte Sitzung ab.

«> Beginn der Verhandlungen gedachte der Eiterr? ,ni3e ’n herzlichen Worten des vor kurzem i ;.®nen badischen Führers Dr. Schofer. Was

tausche Mehrheit nicht gesichert erscheint, so wird das Programm zweifellos noch vor dem 3. Dez^ an dem der Reichstag wieder zusammentritt, durch Notverordnung in Kraft gesetzt wer­den. Es würde bann bent Reichstag überlassen bleiben, bie Aufhebung ber Notverordnung zu beschließen. In politischen Kreisen ist man aber der Ansicht, daß es den Parteien zum Teil selbst ge­nehmer ist, vor vollendete Tatsachen ge- stellt zu werden, sodaß in dieser Richtung keine ernsten Befürchtungen gehegt toerben. Sebert« falls ergibt sich aus ber ganzen Situation, daß bas Neichskabinett fein Sanierungsprogramm mit aller Energie burchführen will.

mit seiner Heimat verbanden, der weiß, welchen Verlust Baden und das deutsche Volk durch den Tob dieses einzigartigen Führers erlitten haben. Wenn Prälat Schäfer auch in der letzten Zeit nicht mehr an unseren Derhandlungen teilnehmen konnte, so stand er mir doch stets mit seinem wei­sen, gütigen und ausgeglichenen Rate zur Ver­fügung. Was ihn besonders auszeichnete, war seine Güte, seine Sachkenntnis und die Hingabe an un­sere Ideale.

Im Namen des Reichsparteivorstandes rief Prälat Kaas dem toten Führer diese Abschiedsworte nach mit der Versicherung, daß die Partei indem alten Schofer-Geiste an die Aufgaben der Gegenwart herantreten werde.

Der Parteivorstand ehrte das Andenken des Heimgegangenen Freundes durch Erheben von dm Sitzen.

Es wurde dann beschlossm, dem erkrankten Führer des Preußischen Zentrums, Geheimrat Dr. Porsch, nach Breslau telegraphische Grüße und Wünsche auf baldige Genesung zu übermitteln.

Der Reichsparteivorstand erörterte darauf ein­gehend die zur Durchführung des Wirtschasts- und Finanzprogramms der Reichsregierung notwendi- gen Gesetze.

Trotz mancher Bedenken, die gegen Einzel­heiten der inzwischen vom Reichsrat verabschie­deten Borlagm vorgebracht werden tönnen, und unter voller Würdigung der Opfer, die das Sanie­rungswerk dem deutschen Volke auferlegt, sprach ber Reichsparteivorstand als seine Ueberzeugung aus, d aß nur bie konsequente Fort­setzung der Politik des Kabinetts Brüning die finanziellen und wirt- schaftlichen Nöte der Gegenwart über­winden werde.

Die gefamten Verhandlungm waren getragen von dem festen Verträum zu dem Reichskanzler und den Zentrumsministern und von dem einmü­tigen Willen, die Reichsregierung bei ihrem Wil­len, die Reichsregierung bei ihrem schwierigen Rettungswerk tatkräftig zu unterstützen.

Die mit den Senkungen der Löhne und Ge­hälter und mit der Preisabbauaktion der Reichsregierung m Zusammenhang stehenden Fragen mürben in der weiteren Aussprache gründ­lich erörtert. Der Reichsparteivorstand war sich einig in der Ueberzeugung, daß alle Kräfte ein­gefetzt werden müssen, um möglichst bald zu einem finanziellen und wirtschaftlichen Ausgleich und zu einer sozialen Entspannung zu kommen.

In der Besprechung der politischen Lage mürbe auch im Anschluß an den Münchener Parteitag der Bayerischen Bolkspartei bas Verhältnis zwischen dem Zentrum und der Bayerischen Volkspartei er­örtert.

In ttebereinftimmung mit deiner bisherigen Haltung beauftragte der Reichsparteivorstand den zur Führung der Verhandlung mit der Bayerischen Bolkspartei beauftragten Ausschuß zur Fortsetzung ber Besprechung mit dem Ziele, auf der Grund - läge der gemeinsamen Weltanschau­ung einen engeren Zusammenschluß her beiden Parteien herbeizuführen.

Der Reichsparteivorstand beschäfttgte sich weiter mit kulturpolitischen Angelegenheiten, ins­besondere mit der Frage eines Reichsschul­gesetzes und übermies die weitere Behandlung dem kulturpolitischen Ausschuß der Reichstagsfrak­tion.

Schließlich fand noch eine Aussprache über Fra­gen der politischen Erziehung der In­gen d statt. Die weitere Erörterung dieser bedeut- iamen Angelegenheit soll dem Reichsjugend­ausschuß der Partei überlassen bleiben, der durch die Abgeordneten Joos, Krone, Elfes, U l i tz k a und Fräulein Wessel verstärkt werden soll.

Die abschließende Kundgebung gegen die pol­nischen Terror-Akte ist schon mitgeteilt worden.

Der polnische Terror.

Don unserem besonderen Mitarbeiter:

Was sich in den letzten Wochen und Tagen in Polen vor den Augen der ganzen Welt abspielte, ist eine Kulturschande, wie sie die Geschichte nur selten zu verzeichnen hat.

Die deutschen Minderheiten in Ost-Oberschlesien werden auf das grausamste verfolgt. Jeder Tag meldet neue Terrorakte polnischer Kreise, neue Ver­gewaltigungen, neue Rechtsbeugungen, immer mit dem Ziele, das dmtsche Volkstum auszurotten.

Die polnische Regierung und polnische Behörden sehen diesem unerhörten Treiben tatenlos zu, ja dulden es offensichtlich. Mit Worten sind die Lei­den der deutschen Bevölkerung in Ost-Oberschlesien nicht zu schildern. Das Grausamste vom Erausam- men müssen sie erleben. Männer werden niederge­knüppelt, Frauen blutig geschlagen, ja Kinder auf das roheste mißhandelt.

Warum das alles? Weil die deutschen Minder­heiten auf die Erfüllung der Verttäge bestehm, weil sie die Anerkennung ihrer durch diese Verträge verbrieften Rechte fordern, weil sie bei den letzten Wahlen ihre Stimme nach ihrem Gewissen und ihrer Ueberzeugung abgeben wollten.

Als jener bekannte Vorfall bei einem polnischen Theater in Oppeln sich ereignete, als junge Heiß­sporne zu Exzessen schritten, obwohl die Polizei alle Vorsorgemaßnahmen getroffen hatte, da ent­rüstete sich die ganze Welt. Die preußische Regie­rung stellte den Polizeipräsidenten zur Disposition, nur weil es ihm nicht gelungen war, die an sich

E.N.V. Berlin, 25. Nov. (Eig. Meld.) Wie wir gestern bereits berichteten, ist damit zu rechnen, die Besprechungen des Reichskanzlers mit den Parteiführern bis etwa Donnerstag bereits notwendige Klarhe it bringen werden, der Kanzler dann seine Entschlüsse über die des Finanz- und Wirtschaftspro- kann. Die Entscheidung, in welcher Inkraftsetzung erfolgt, liegt jetzt bei leiteten. In den Besprechungen mit Men soll sich zeigen, ob sich eine parlamen-

V.D.Z. Berlin, 25. Nov. (Eig. Meld.) Der Neichsausschuß der Wirtschaftspartei hat unter Führung des Reichstagsabgeordneten Bäckermei- fter Drewitz im Einvernehmen mit Herm Reichs- justizminister Prof. Dr. Bredt in feiner SiMg vom 25. November 1930 einstimmig fol- Än Beschluß gefaßt: Bereits am 26. Sept. 1930 hat der Neichsausschuß beschlossen, daß sich die Wirtschaftspartei an keiner Regierung im Reich beteiligt, auf welche die Sozialdemokratie .unmittelbar oder mittelbar Einfluß ausübt. Die Ereignisse der letzten Zeit beweisen aber, daß die Neichsregierung Brüning ihre Politik in Anleh­nung an die Sozialdemokratie unter Preisgabe lebenswichtiger Interessen des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft durchzuführen ver­sucht. Nach Ansicht der Wirtschaftspartei tönnen auf diesem Wege die großen Lebensprobleme des deutschen Volkes in ber Innen- unb Außenpolitik nicht gelöst werben. Jnfolgebessen lehnt bie Wirtschaftspartei bie weitere Unterstützung des Kabinetts Brüning ab.

Zu diesem Kommunique ber Wirtschaftspartei «fährt das Nachrichtenbüro bes V. D. Z,, baß ber von der Wirtschaftspartei gestellte Reichsjustizmini­ster Dr. Brebt beim Reichskanzler Brüning be­reits sein Rücktrittsgesuch eingereicht habe. Unmittelbar nach Eingang des Emissionsgesuches empfing ber Reichskanzler ben Parteiführer ber Wiftschaftspartei Abg. Drewitz unb ben Abg. Mollath (Wirtschaftspartei), um mit ihnen über das Demissionsgesuch unb seine Folgen zu verhanbeln. Minister Brebt selbst ist augenblicklich krank Md von Berlin ab wese nb.

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D.D. Z. Berlin, 25. Nov. (Eig. Meld.) Der D -Merausschuß des Reichsparteiausschusses her Wirtschastspartei hat seine Verhandlungen über die - JWpetben bisher maßgebender Per- lonljchkeiten in der Wirtschaftspartei, vor Mern der Abg. Colosser und Dannenberg gegen Jw Parteiführer Drewitz bis gestern nacht 11 Uhr fortgesetzt, ohne sie zum Abschluß bringen zu kön- Der Unterausschuß hat daher heute vormittag «s Reichstag seine Arbeit fortgesetzt. Aus Kreisen Parteiführung der Wirtschaftspartei wird dem viachrlchtenbüro des V. D. Z. mitgeteilt, daß zwar oer Abg. Colosser auf dem linken Flügel der Par- y1 stehe, daß aber im übrigen politische Diffe- ‘^äen in der Partei nicht beständen. Teilnehmer den Verhandlungen des Unterausschusses er- urrteu dem Nachrichtenbüro weiter, daß die gegen erhobenen Vorwürfe, deren Stichhaltigkeit »ch keineswegs feststehe, u. a. auf anfechtbare t . serielle Bereicherung lauteten, daß aber ; Vm unwahrscheinlichen Falle ihrer Bestätigung uus den Anklägern bie Schuld lasten würbe, b i s 8. "em Augenblick geschwiegen zu ha- 6-?> als persönliche Motive ben „Ent- Nullungen" einen befonberen Charak­ter geben.

Die Tagung des Bartei-Borftanhes»

Die Stellung des Zentrums.