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Aus aller Welk.

* Protest gegen Verschandelung des Heidelber­ger Schlosses. Die Professoren der Heidelberger Universität haben gegen den Beschluß des Heidel­berger Bezirksamts, die Einrichtung einer Wirtschaft im Stückgut des Heidel­berger Schlosses zu genehmgien, eine Er­klärung an die badische Regierung gerichtet. Diese Erklärung, die ihre Verwunderung'darüber aus­spricht, daß eine der schönsten Ruinen Deutschlands durch eine in unmittelbarer Nähe befindliche Gar­tenwirtschaft aufs Empfindlichste geschädigt werden soll, und die gegen den Beschluß des Heidelberger Bezirksamts protestiert, trägt etwa 100 Unterschrif­ten. Darunter sind nicht nur fast sämtliche Pro­fessoren der Heidelberger Universität, sondern auch zahlreiche auswärtige prominente Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft, aus Handel und In­dustrie. Von diesen haben u. a. unterzeichnet: R. G. Binding, Kommerzienrat Frank-Berlin, Prof. Dagobert Frey vom Wiener Bundesdenkmal­amt, Prof. Gruber-Danzig, Ministerialdirektor Hampe-München, Direktor Hartlaub-Mannheim, Freiherr Heyl zu Herrnsheim, Ricarda Huch, Isolde Kurz, Georg Kolpe, Max Liebermann, Thomas Mann, Erich Marx, Walter von Molo, Wilhelm Scholz, Präsident Schubert-Soldau, Prof. Schulze- Naumburg, Ulrich v. Mllmowitz-Möllendorf.

* Japans Bevölkerung. Nach der Volkszählung oom 1. Oktober v. I. zählt das eigentliche Japan (ohne Korea, Südsachalin, Formosa und Kuantung) 62 938 200 Einwohner. Die größten Städte sind Osaka mit 2 408 800 und Tokio mit 2 294 600 Einwohnern. Au­ßerdem hat das Land 26 Städte von 100 000 bis 900 000 Einwohnern.

* 20 000 Mark in der Vase. Ein Patient, der kürz­lich in dem Radiuminstitut in Manche st er behandelt wurde, war von den Aerzten für einige Augenblicke allein gelassen worden, während denen eine Radium- nadel im Werte von 20 000 Mark in seiner Nase steckte. Der Mann glaubte, die Behandlung sei erlediat, und ging ruhig nach Hause. Als die Aerzte in das Zim­mer zurückkehrten und den Patienten, mit dem kost­baren Radium in der Nase, nicht mehr vorfanden, wurde von ihnen sofort die Polizei angerufen. ' Diese brachte denn auch bald den Mann, der gar keine Ahnung davon hatte, welcher Wert in seiner Nase verborgen war zurück.

Von den Hochschulen.

* Krawalle vor der Königsberger rlniversikäl. Gele­gentlich einer Langemark-Gedenkfeier hatte die Studen- dentschaft Kränze mit schwarzweitzroten Schleifen an den Gedenktafeln in der Universität niedergelegt. Wegen der Aufschrift „Die Deutsche Studentenschaft der Albertus- Universität" ließ der Rektor die Schleifen entfernen. Zu Freitag vormittag hatte die Freie Studentenschaft daher zu einer Protestkundgebung vor dem Universitätsgebäude aufgerufen. Ein starkes Polizeiaufgebot war herange­zogen worden. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Studenten und der Polizei, wobei diese mehrfach vom Gummiknüppel Gebrauch machte. Auch mehrere Verhaf­tungen wurden vorgenommen.

Wissenschaft und Forschung.

Verleihung des Adlerschildes an Professor Dr. Dehio.

Der Herr Reichspräsident hat dem Universitätsprofes­sor a. D. Dr. Dehio, Tübingen, zu seinem 8 0. Ge­burtstage den Adlerschild des Reiches ver­liehen und mit einem herzlichen Glückwunschschreiben übersandt. Der Adlerschild, die höchste Ehrung, die das Deutsche Reich zu vergeben hat, trägt auf der Vor­derseite das Symbol des Reiches und auf der Rückseite die Widmung: „Dem Lehrer und Geschichts­schreiber der deutschen Kun st". — Professor Dehio hatte über ein Vierteljahrhundert den Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Straßburger Kaiser Wilhelm- Universität inne. Er schrieb ein Monumentalwerk über die deutsche Kunst.

Lesestoff fiirSchulen!

Heimatklänge aus dem Buchenlande von Rudolf Happ.

Diese Ganzschriften sind von praktischen Schulmännern sehr günstig beurteilt und von der Behörde wärmstens empfohlen worden.

Heft 1; „Wenn die Rinnwege erzählen“

Heft 3; „Rhönbilder“

Heft 4: „Rhönbilder“

Preis für jedes Heft 20 Pfg.

Verlag der Fuldaer Actiendruckerei, Fulda.

Die Wirtschaft der Woche.

Von Dr. A. Noll, Frankfurt a. M.

Der allgemeine A n g r i f f a u f d i e P r e i s e hat als eine Art Gegenwirkung von den verschiedensten Seiten her Berechnungen zur Folge gehabt, daß auf weiten Ge­bieten die Preisentwicklung bereits stark rückläufig ge­wesen sei. Daß diese Berechnungen nicht in allen Punk­ten hieb- und stichfest sind, daß sie meist auch von beson­ders interessierter Seite stammen, ist nicht so sehr wesent­lich, denn wenn man auch einige Abstriche an den errech­neten Preisrückgängen machen muß, so bleibt doch das Gesamtbild einer bereits recht fühlbaren Preissenkung. Und es war ganz gut und auch notwendig, hierauf hinzuweisen: denn die Erörterungen der letzten Zeit im Zusammenhang mit der Senkung der Löhne und Gehälter schienen stark von der Auffassung beherrscht zu sein, als müsse eine Preissenkung überhaupt erst einmal eintreten, als bedeute eine Lohn- und Gehalts­senkung eine Vorleistung auf eine erst noch kommende Preissenkung. So liegen die Dinge nicht. Cs ist aller­dings sehr schwer und eigentlich unmöglich, eine genaue Angabe über den bisherigen durchschnittlichen Preisrück­gang, d. h. über die wirklich eingetretene Geldwertstei­gerung zu machen. Die amtlichen Ziffern sind vielfach ganz unzulänglich, sie können auch die wirklichen Vor­gänge nicht erfassen. Der Preisabbau sieht sich auch ganz anders an je nach dem Gesichtspunkt, von dem aus er betrachtet wird. Für den letzten Verbaucher richtet sich diese Betrachtung ganz überwiegend auf die Lebenshal­tungskosten: er fragt also, in welchem Ausmaße die Hauptposten seiner Haushaltsrechnung zurückgegangen feien, also die Kosten für die Ernährung, für Wohnung und für Kleidung. Unverändert geblieben sind die Mie­ten: infolge der neuen städtischen Steuervorlagen ist viel­fach mit einem weiteren Steigen zu rechnen. Zweifellos am meisten gesunken sind die Kosten für Bekleidung, und zwar sowohl bei Schuhen wie bei Textilwaren. Hier gehen die Preissenkungen zum Teil erheblich über 20 Prozent hinaus. Eine Ausnahme machen noch die sog. Maßarbeiten, die noch keine fühlbare Preissenkung erken­nen lassen. Aber der Bedarf ist auf diese Maßarbeiten heute ja nicht angewiesen, da die Fertigwaren sie fast rest­los ersetzen. Man macht nun sehr häufig die Beobachtung, daß gerade bei Schuhen und Textilwaren die stark gesun­kenen Preise, die durch Zwangsoerkäufe und Rabattage noch unterboten werden, zu verstärkten Einkäufen rei­zen. Da die Schuhe so billig sind, werden zwei Paar gekauft, obwohl nur eines gebraucht wird: auch andere Kleinigkeiten werden mitgenommen weden des angeblich außerordentlich billigen Preises. Eine Ersparung tritt dann aber im Haushalt nicht ein, im Gegenteil über­nimmt sich häufig der Käufer infolge der angeblich billi­gen Preise. Natürlich hat Preisabbau für den letzten Verbraucher nur dann eine Entlastung zur Folge, wenn er mit den gleichen Mengen rechnet und daraus Erspa­rungen macht. Preisabbau ist sozusagen eine Kunst, die Kunst nämlich, daß der Verbraucher auch für den ge­ringsten Einkauf die billigste Bezugsquelle ausfindig macht. Der Preisabbau rechnet sich beim letzten Stück, aus Pfennigen zusammen: wenn er an jedem einzelnen

Stück, das er für den Haushalt einkauft, zwei, drei, fünf Pfennige spart, rechnet sich das im Laufe des Monats bereits zu ansehnlichen Summen zusammen. Angenom­men, ein Einkommen von monatlich 200 Mark werde um 8 Prozent gekürzt, so müßte insgesamt RM. 16 im Monat billiger eingetauft werden. Ob diese Summe tatsächlich insgesamt eingespart werden kann, hängt zum größten Teil von der Geschicklichkeit des Käufers ab. Jedenfalls darf man es nicht als belanglos anfehen, wenn die Klein­handelspreise nur um einige Pfennige abfinken. Man darf auch nicht die Preisentwicklung innerhalb des letzten Monats betrachten, sondern muß schon eine größere Zeitspanne nehmen, etwa seit dem Früh­jahr vorigen Jahres, als die rückläufige Preis­bewegung begann. Natürlich dürfen die Preisermäßigun­gen, die in der allerletzten Zeit beim Lebensrnittelhan- del mit vieler Mühe erericht worden sind, nicht ihr Ende erreicht haben, es kann sich nur um eine Zwischenstufe handeln, die mit einem neuen Ruck ihre Fortsetzung neh­men muß. Preisabbau ist allerdings ein sehr langsamer Vorgang, dies vor allem, weil ganz wichtige Unkosten- posten wie die Frachten, die Mieten, die öffentlichen La­sten, sich nicht senken.

_ Die Ansicht, daß die ganze Preisbewegung dadurch zum Stillstand kommen könne, daß allmählich von den Roh­stoff p r e i f e n ausgehend wieder eine allmähliche Preissteigerung beginne, findet in denTatfachen noch keine Bestätigung. Gewiß gibt es immer wieder leichte Bewe­gungen in den Rohstoff preisen; aber es liegt noch kein Anzeichen vor, daß der Tiefpunkt der Weltkrise erreicht fei. Krampfahfte Versuche, den Wirtschastsapparat anzu- turbeln, bleiben weiterhin ganz wirkungslos. Das ist der schlagendste Beweis dafür, daß es sich bei dieser Krise nicht um das übliche Aus und Ab von Konjunkturbewe­gungen handelt. Ein Beispiel dafür, wie künstliche Maß­nahmen noch versagen, ist der Versuch der internationalen Kupferindustrie, die Kupferpreise heraufzusetzen. Letz­tere sind ja auf einen ganz besonderen Tiefpunkt gesun­ken und haben den Kupferbergbau stark verlustbringend gemacht, nicht nur den deutschen. Eine Veränderung der Lage glaubte die Industrie dadurch zu erreichen, daß sie eine Einschränkung der Kupfererzeugung um 15 Prozent beschloß. Damit sollte der Verbrauch angeregt werden in der Erwartung, daß später die Preise wieder steigen

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würden. Ms auch tatsächlich die Nachfrage etwas grö­ßer wurde, setzte das internationale Kupfersyndikat den Preis erheblich herauf. Einen Tag lang gab es einen Ansturm der verängstigten Verbraucher, die sich möglichst noch zu dem erhöhten, angeblich noch billigen Preis ein­decken wollten; aber schon am nächsten Tag war die Be­wegung vorbei, der erhöhte Kartellpreis hing in der Luft.

Wir sind in der internationalen Wirtschaft noch nicht über ben $erg. Es ist dies auch ganz gut, denn die wirtschaftliche Vernunft hat sich noch lange nicht Bahn ge­brochen. Noch ist eigentlich nicht das Geringste geschehen, um durch großzügige internationale Maßnahmen zu der Heilung der Krise beizutragen. Mit äußerster Langsam­keit geht man an die internationale Erörterung der Pro­bleme heran, die stark mitschuld an den Verhältnissen sind. Wahrscheinlich müssen die Lahmen der Weltwirtschaft noch Bundesgenossen in den wenigen Ländern bekommen, die noch nicht krank sind, die sich auf die Dauer aber auch nicht der Ansteckung entziehen können. Das gilt vor allem für Frankreich. Auch Frankreich wird einmal An­sehen, daß es seines Reichtums nicht froh werden kann, wenn alle feine Nachbarn arm werden. Der bekannte schwedische Nationalökonom Professor Cassel hat kürz­lich auf die eigenartige Tatsache hingewiesen, daß die bei­den Länder, die hauptsächlich Empfänger von großen Schuldzahlungen sind, Frankreich und Amerika, wie Mag­nete das Gold an sich gezogen haben und große Teile nutzlos liegen lassen müssen, während es an anderen Stel­len der Weltwirschaft dringend gebraucht würde. Aber es wäre ganz wirkungslos, etwa international das Gold bes­ser verteilen zu wollen; es bewegt sich nach unwandelba­ren Gesetzen, und man muß die Ursachen beseitigen, die diese einseitigen Goldanhäusungen zur Folge haben. So­lange das nicht geschehen ist, darf mit einer durchgrei­fenden Aenderung der weltwirtschaftlichen Lage nicht ge­rechnet werden.

Berliner Samstags-Dörfe.

wtb. Berlin, 22. Noo. (Gig. Meld.) Die Börse schien zu Beginn des Verkehrs eine gewisse Widerstands­fähigkeit aufzuweisen. Anfangs lag das Kursniveau überwiegend 1 — 3 Proz. unter dem gest- rigen Schluß. Doch konnte man angesichts der Ab­schwächungen an der Frankfurter Abendbörse Ansätze zu einer Erholung feststellen. Das Geschäft bewegte sich, schon mit Rücksicht auf den frühen Samstagbeginn in recht engen Grenzen. Das starke Angebot des Aus­ländes schien etwas nachgelassen zu haben. Die Börse nahm zum Wochenschluß kleinere Deckungen und Rück­käufe vor, während das Publikum weiter zum Ultimo Verkaufsneigung bekundete, da die Abschläge der letz­ten Zeit vielfach eine Engagementsmüdigkeit heroorge- rufen haben. Aus der Wirtschaft meldete man fast 10 Mill. Tonnen Kohlen auf den Halden, Mafsenentlas- fungen beim Stahloerein, Einführung des Einschichien- Systems beim Wintershallkonzern und andere wenig er­freuliche Dinge. Andererseits wurden die Köhlen­preisermäßigung um 9 Prozent, die ge­plante Steuer-Amnestie und der feste Newyorker Schluß mit Befriedigung aufgenommen. Durch größere Ver­luste fielen Westeregeln und Aschersleben mit je 6 Pro­zent Einbuße auf. Ilse erschienen wieder mit--Zei­

chen, um bann neuerlich 12 Prozent niedriger festgesetzt zu werden. Das Privatpublikum hält anscheinend den jetzigen Kursstand dieses Papieres, das wieder 10 Pro­zent Dividende zahlen dürfte, für zu hoch und realisiert aus diesem Grunde; da die Paket-Kämpfe aufgehört ha­ben, besteht auch von dieser Seite kein Interesse mehr an der Erhaltung des hohen Kurses. Jedenfalls waren auch heute nur ca. 30 Mille angeboten. Durch freund­lichere Haltung fielen Adca, Braubank, Julius Berger, Leonard Tietz und Svenska auf, ohne daß die Gewinne jedoch über 2'A Prozent hinausgingen. Im Verlaufe trat vorübergehend eine leichte Besserung ein, bann würbe es aber allgemein wieder schwächer. Beson­ders 21. E. G., bei denen Dividendenbefürchtungen be­stehen, Thüringer Gas, Salzdetfurth, Berger und Ilse gaben bis zu 2VA Prozent nach. Die Stimmung war gegen 12 Uhr lustlos und schwach zu nennen. Anleihen kaum verändert, von Ausländern waren Mexikaner schwächer, Pfandbriefe und Reichsfchuldbuchforderungen nachgebend. Am Devisenmarkt lagen englische Pfunde, Madrid und Schweiz leichter. Bei unveränderten Sätzen zeigte der Geldmarkt in sich eine Versteifung und der Privatdiskont dürfte, falls bas Angebot nicht nach­läßt, weiter anziehen. Reportgeld wurde heute von den Banken auf 6% Prozent, also unverändert festgesetzt.

Der Privatdiskont wurde um % Prozent für beide Sichten auf 4% Prozent erhöht.

Auflösung einer Frankfurter Tuchgroßhanblung. Die alte Tuchgroßhandlung Ernst Lochner u. Hork- b eimer, Frankfurt a. M.. tritt in Liquidation und stellt die vorhandene Masse den Gläubigern zur Ver­fügung. Die Aktiven und Passiven sollen sich nach dem vorliegenden Status mit rd. 1 Mill. RM. ausgleichen.

— AG. paufanerbräu Saloaforbrauerei und Tho- masbräu in München. In der AR.-Sitzung wurde die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für bas am 31. August 1930 abgeschlossene Geschäftsjahr 1929- 1930 vorgelegt. Der Jahresüberschuß beträgt einschließ­lich bes Vortrages unb nach Abschreibungen in Höhe von 596 841 (665 975) RM. sowie nach Abzug ber satzungs- unb vertragsmäßigen Vergütungen 1544'084 (1593 958) RM. Hiervon sollen 100 000 RM. (wie im Vorjahre) ben Steuerreferoen zugewiesen, 250 000 (300 000) RM. zu einer außerordentlichen Abschreibung für gekaufte Brauereien unb anbere verwenbet unb wie- ber 12 Prozent Dioibenbe verteilt, sowie auf bie Beteiligungen ber Brauerei an anberen Unterneh­mungen roieber 3 Prozent Bonus ausgefdjüttet werben. (GV. am 13. Dezember.)

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Hütte und auf den Stahl- und Walzwerken in Mühlhsi Ruhr, zur Auswirkung kommen werden. Falls dies Antrag die Genehmigung der Regierung finden sM würden mehrere tausend A r b e i t n e h met d genannten Werke in Mülheim, Ruhr, von der StiÜegtt betroffen werden. Der Antrag bezieht sich auf i„ Zeit von Mitte Dezember bis in den ersten Monat bes kommenden Jahres hinein. Eine Entscheidung über bei Antrag ist noch nicht gefallen.

4,19 68,65 168,97 20,39 16,5» 81, W 47,85 21,98 112,3» 112,31 112,7» 12,45 59.12

— Drohende IRaffenenflaffungen bei ben Vereinigte, Stahlwerken. Wie verlautet, sehen sich bie Bereinigte Stahlwerke aufgrunb ber verschlechterten wirtschaftliche Verhältnisse gezwungen, größere Entlassungen in EM gung zu ziehen, bie besonders auf der Friedrich-WsihH,

Brauerei-Dividenden.

— Aklien-Bierbrauerei in Essen an der 1 Abzug ber Abschreibungen von 369 750 (39g >7; verbleibt einschließlich Gewinnvortraq ein ßur-S schuß von 588 378 (574 8841) RM., aus dem schuß von 588 378 (574 841) RM., aus dem lung vorgeschlagen wirb. ‘ e,t,e

= Bavaria unb Sankt Pauli-Brauerei yr< der Aufsichtsratssitzung mürbe beschlossen ' ber chen Hauptversammlung bie Verteilung ' einer "8 benbe von roieber 14 Prozent vorzusA

Fuldaer Schweinemarkk.

= Fulda, den 22. Nov. Zum heutigen Ga», markt waren 206 Ferkel und 4 Läufer aufgetrftb Preise stellten sich für Ferkel auf 18, 24 und 30 Läufer auf 40, 50 und 60 Rm. Mittlerer iBrk fei 24, für Läufer 50 Rm.

Der Handel war schleppend; es verblieb viel stand.

Vrodukkenmärkke.

— Berliner Produktenbörse vom 21. Non

festgesetzte Preise. Getreide unb Oelfaatenper lonn sonst per 100 Kg. in Reichsmark Weizen märt z Roggen märt. 150—152, Braugerste märt. 190—212 märt. 170—180 Hafer märt. 140—150, Mais [nkl 000—000, Weizenmehl per 100 Kg. fr. Brl. br in» (feinste Marken über Notiz) 29,00—37,50, Roaaenm 100 Kg. fr. Brl. br. infl. Sack 23,75—27,00 We fr. Brl. 8,50 — 9,00, Roggenkleie fr. Brl. 8 25 — Welzenkleie-Melen 00,00—00,00, Raps 000__000 "

faat 00—00, Viktortaerbsen 25,00—31,00, kl. Snei’i 24,00—26,00, Futtererbsen 19,00—21,00, Peluschken bis 20,00, Ackerbohnen 17,00—18,00, Wicken 17,00— Lupinen, blaue 00,00—00,00, Lupinen gelbe 00' Seradella, neue 00,00 — 00,00, Rapskuchen s'soJ Leinkuchen 14,70—15,00, Trockenschnitzel 5 40 Soya-Schrot 12,90—13,40, Kartoffelflocken 00,

Tarifwesen.

— Die Nachverhandlungen für ben Ruhrberqban 25. November. (Gig. Meld.) Arn 25. November sind« in Berlin bie Nachverhandlungen über ben (StwS, fpruch im Ruhrbergbau statt, der, wie gemeldet, den Arbeitnehmern abgelehnt und von' den Arbch gebern angenommen wurde. 2tn den Verhandlung« werden sowohl Vertreter der Gewerkschaften als w der Zechen teilnehmen.

20. 11

21. 11

20 11

Staatspapiere

Industrie-Aktien

ßo/o Reicnsanleihe Anl. Abi. Schuld do. oh. AusL 40/0 Oestr. Goldr.

40/n Ungarn Goldr

86,5

53,35

6,20

23,38

86,5

53,10

6,05

Adt Gebr. Allg. Elektr. Ges. Bad Salzschlirf Cem. Heidelberg Contin. Ges. Daimler

108,0 20,0 84,0

23,7r

63,5

131,U

9old. Pfdbr. u. AnL

D. Erdöl Bert

D. Scheideanstalt

80/0 Pr. Ldpfbr. Anst.

100,0

100,0

Dürkoppwerke

Eisenw Kaisers!.

GM. Pfbr. R. 19

70/0 Pr. Ldpfbr. Anst.

97,0

97,0

Elektr. trief.

-

GM Pfbr. R. 21

Elektr. Licht u. Kraft

8% Pr Ldpfbr Anst

97,0

97,0

Farbenindustrie

135,01

GM Xom.-0dIL.20

Filzfabrik Fulda

—

KrKt. Hyp.-tx

Gold.-Pfdb R.XIU

98,5

98,5

Frankfurter Gas

—

frankfurter Hof

47,0

3«/o Frkf. Pfdb.-B.

99,0

99,0

• ’okorny & Witt

—

Gold.-Pfdb. E. XV

Goldschmidt

ti,0

80/oL.K.Kass.G.K.Obl

--

—

Hammersen

—

Bo/O L. Kr. Kass.

97,5

97,5

Holzmann Ph.

75,0

Gold-Pfdb. 26 R. 1

Kammg. Kaisers!.

—

no/o L. Kr. Kass.

97,0

97,0

Konsv. Braun

39,0

Gold-Pfdbr. 26 R. 2

Lahmeyer & Co.

—

70/0 L. Kr. Kass.

94,5

94,5

Lingel. Schuhf.

—

Gold-Pfdbr. 27 R 4

Mainkraftw

69,0

8°/n Mein. Hyp.-B. Gold-Pfdbr. &XVID

98,5

99,5

Motoren Oberursel N.S.Ü. (Neckarfz.)

—

Schuhstoff Fulda

26,75

Bankaktien

Siem. & Halske

17ü,12

Commerzbank Danatbank Deutsche Bank D.Eff.u. W.Bk. Diskonto-Ges.

111,0

149,0

1(8,25

97,75

108,25

110,0

148,0

1(7,5

96,0

107,5

Südd. Zucker A.-G V. Faßf. Cassel Wayß & Freytag Zellst. Aschaffenb Zellst. Waldhof

135,0 11,5 49,25

106,0

Dresdner Bank

Frankfurter Bank

l<8,0

91,0

1(8,0

91,0

Bergwerks-Aktien

Krankt Hyp.-Bank

Meininger Hyp.-Bk.

151,75

151,75

Buderus Eisenw

51,0

162,0

161,0

Gelsenk. Bergw.

—

Reichsbank

216,5

215,75

Harpener Bergbau

—-

Westbank Frankl

Aktien dtsch Transp.-

90,0

90,0

Ilse Bergbau

Kali Aschersleben

197,5

181,0

Mannesmann

—

Anstalten

Riebeck

—

Gass. Strassenbahn

54,5

54,5

V. Laurahütte

Hapag

Nord! Lloyd

70,25

68,25

69,75

Newyork

4,19

4,20

4,19

Brüssel

58,45

58,57

68,43

Holland

168,61

168,95

168,63

London

20,35

20,39

20,35

Paris

16,45

16,49

16,46

Schweiz

81,23

81,39

81,24

Spanien

47,40

47,50

47,75

Italien

21,94

21,98

21,94

Dänemarl

112,08

112,30

112,08

Norwegen

112,09

112,31

112,(9

Schweden

112,51

112,73

112,48

Prag

12,43

12,45

12,43

Wien

59 01

59.13

59,0

NWK

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