Dienstag, IS. November 1930
Das Zentrum
häktnisfe bie ei: mählichen
Tardieu und Versailles.
Aür Deutschland nur Pflichten, aber keine Rechte
;tge Möglichkeit für einen all öiederaufstieg Deutsche
Der katholikenseindliche Aationalsozialismus. und die Bayerische Volkspartei.
Kattowitz, 17. November. (Gig. Meld.) e sm t schlesischen Wahlkreisen hat der D e u t-
taktischen Situation befand, die durchaus der Lage entspricht, in der sich der politische Katholizis- mus in Deutschland nun einmal befindet. Nicht trotzdem, sondern eben weil wir nach beiden Fron»- ten gleicherzeit zu kämpfen hatten, haben wir gesiegt. Dieser Wahlkampf ist ein klassisches strategisches Beispiel dafür, daß wir nie stärker sind, als in der absoluten Isolierung. Alles, was an Mittelparteien um uns Herumstand, ist hilflos ins Schleudern geraten. Nun wir haben das Steuer fest in der Hand gehalten. Das ist kein Zufall! Wir bilden eine politische Diaspora, und je deutlicher das das in die Erscheinung tritt, um so stärker pflegen wir *
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Während Briand sich allerdings noch etwas gemäßigter einstellte, denn schließlich muß er sich an seine früheren sogenannten Friedensreden erinnern und an seinen Pan-Europa-Vorschlag, brachte er doch zum Ausdruck, daß er sich frei suhle von per-
hohen Reiz, daß unsere Tage parrektaktisch heute genau dieselbe ist wie sie immer war. Eine ungebrochene Linie führt durch unsere Geschichte vovn Tage ihres Beginnes bis auf die heutige! Stunde.
Nie aber ist auch klairer als beim Wahlkampf die große historische Mission in die Erscheinung getreten, die uns von der Vorsehung, an die wir
sönlichen Entscheidungen, daß die Außenpolitik, wie er sie führe, die des französischen Kabinetts sei.
Als nun Tardieu sprach, erkannte man sofort, wie scharf die Gegensätze in der französischen Regierung sind. Es ist nicht damit abgetan, daß man erklären will, Tardieu habe wieder einmal eine besondere Rede für das französische Volk sprechen wollen. Für uns ist Tardeu der Verantwortliche für die französische Gesamtpolitik, und seine Kammerausführungen sind sehr ernst zu nehmen
Zwei sehr bedeutsame Fragen, die in der Rede Tardieus erörtert wurden, rufen in ihrer Beantwortung durch den französischen Ministerpräsiden-
Was gibt es in Wien?
mb. Wien, 17. November. (Gig. Meld.) Die Wiener Sonn- und Montagszeitung will aus parlamentarischen Kreisen, in denen in den letzten Tagen die Möglichkeit der Bildung einer Koa- litionsregierung aus Christlich-Sozia- len und Schoberblock lebhaft erörtert wird, die sichere Mitteilung erhalten haben, daß das Kabinett Vaugoin im Laufe dieser Woche dem Bundespräsidenten seine Demission anbieten werde. Die Regierung werde mit der Fortführung der Geschäfte betraut werden, bis die Verhandlungen, welche die Christlich-Soziale Partei mit Dr. Schober aufzunehmen gedenke, zum Abschluß gelangen und eine neue Regierung gebildet werde. Das Wahlkabinett Vaugoin wollte nicht vor das neue Parlament treten. Starhemberg dürste dem neuen Kabinett nicht wieder angehören. Dagegen legten die Christlich-Sozialen Wert darauf, daß Vaugoin auch Bundesminister für das Heerwesen bleibe, doch glaube man nicht, daß in dieser Frage die Verhandlungen mit dem Schober-Block scheitern werden. Der Heimatblock wollte sich
Erscheint wchsmal wöchentlich. Wochenbeilagen „Die Well im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. r
Mr müssen Zusammenhalten!
Der preußische Zentrumssührer Dr. Hetz kennzeichnet trefflich die Lage des deutschen Katholizismus im öffentlichen Leben.
S* üben, mit auf den Weg gegeben worden ist.
e sähe es heute in Deutschland aus, wenn wir nicht mit einem Block von 87 Mandaten zwischen den zügellosen Heerhaufen rechts und links stäw den! Wir sind heute die Garanten für die ergab Nische und systematische Weiterführung eines gesunden demockratischen Gedankens in DeutschleKid. Ohne uns stände Deutschland heute wahrscheinlich voir dem scheußlichsten Bürgerkrieg und damit vor dem Anfang vom Ende des Bismarck'schen Zeitabschnittes seiner Geschichte. Das wollen wir nicht etwa feststellen, um uns zu rühmen, abev wir müssen es feststellen, um allen Menschen im Deutschland, für die die Idee der Demokratie etwas bedeutet, aber darüber hinaus auch allen denen, die in einer ruhigen und geordneten Weiterentwicklung unserer gesamten poilitischen Ver
land s erblicken, den tieferen Sinn der Ärü? ning'schen Politik nahezubringen. Ich kenne Brüning und seine Absichten sehr genau. May soll sich an diesem Mann unter keinen Umständen irre machen lassen. Er ist bei allem, was er tut, nur vom dem einen großen Gedanken geleitet, Deutschland über einen besomders kritischen Gefahrenpuntt Hinwegzubringen. Und jeder, der Brüning kennt, weiß, daß er nur den einen persönlichen Wunsch hat, nach der durchgeführten Konsolidierung der poetischen Verhältnisse seine ganze Kraft wieder seiner Fraktion widmen zu können.
Eines aber sollen und wollen wir auch für und selbst aus diesem Wahlkampf lernen: Daß wir zusammenhalten müssen durch dick und dünn. In der Geschlossenheit sind wir unüberwindlich. Das hat dieser Wahlkampf erneut gezeigt. Diese ®et= schkqssenheit aber haben wir nicht zuletzt unserer selbst nötig. Zu 'den alten Zeinden,ist uns inzwischen ein neuer erstanden int Natioxrallsmus. Ob dieser eine kompakter Masse bleiben oder ob er wieder au.seinanderfallm wird, darüber kann heute noch niemand ein Urteil abgeben, auch die Nativmalsoziallisten selbst nicht. Bestehen bleiben wird aber mit höchster Wahrscheinlichkeit die innere Einstellung dieser Wählerschicht uns gegenüber. Und diese Einstellung enthüllt sich mehr und mehr als durch und durch kathoilikenfeindlich. Es ist in der Geschichte des deutschen Reichstages noch nicht dagewesen, daß das Dekret eines katholischen Bischofs mit einem hundertstimmigen Pfui guiü- tiert worden ist. „Pfui" bedeutet bekanntlich den Ausdruck des persönlichen Ekels. Das ist sympin- matisch, aber es brauch uns nicht schrecken. Ich wiederhole, was ich jüngst im Preußischen Landtage gesagt habe: Wir sind schon mit allerhand Situationen und auch mit allerhand Menschen politisch fertig geworden. Auch die Nationalsozialisten sollen uns noch kennen leinen; wir brauchen nur einig zu sein. Und so hat auch der diesjährige Parteitag der Bayerischen Dolkspartei für mich in erster Linie den Sinn, uns unsere innere Zusammengehörigkeit zum Bewußtsein zu bringen. An diesem Bewußtsein wollen wir zusammen jesthalten.
Angst vor der eigenen kurage. Line merkwürdige Rede Hitlers in der Industriestadt Bielefeld.
wtb. Vieleseld, 17. Nov. (Gig. Meldg.). Vor etwa 6000 Zuhörern sprach gestern abend Adolf Hitler in der Bielefelder Ausstellungshalle. In seinen nach Ton und Inhalt maßvollen Ausführungen lehnte er es ab, sich mit Tagesfragen zu beschKftigen. Er gab vielmehr einen allgemeinen Ueberblick über die gesamte politische Lage Deutschlands und die geistige Verfassung der 'deutschen Nation, wie sie sich dem Nationalsozialismus darstelle. Die politische Machtlosigkeit, erklärte er, sei Ursache der wirtschaftlichen Not. Diese Machtlosigkeit sei bedingt durch den Gegensatz von Nationalismus und Sozialismus. An die- (er Entwicklung trügen beide Teile gleichviel Schuld. Die Frage der Zukunft sei, daß man die Gegensätzlicksteit dieser beiden Lager überwinde. Die Bereinigung von Nationalismus und Sozialismus könne nur von einem ganz neutralen Standpunkt aus geschehen und wer sollte dazu eher im Stande sein als der Frontsoldat, der nicht für eine Partei oder einen Stand, sondern für die Gesamtheit des Volkes fein Leben eingesetzt habe. Wir haben nicht die Absicht, so schloß Hitler, die Welt in Feuer und Blut zu stürzen. Als F r o n t s o l d a te n haben wir den Hurra-Patriotismus gründ- sich verlernt. Weil wir den Krieg kennen, wünschen wir ihn nicht, aber gerade deshalb werden wir das Recht für unser Volk fordern im Guten und im Schlechten.
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Die Ausführungen Hitlers scheinen zu verraten, daß der Führer der Nationalsozialisten, nachdem seiner Partei so viele Mandate zugesal» len sind, mit schwerer Mühe Anschluß an die Real-Politik suchen muß. Wir werden diesen Prozeß mit großem Interesse verfolgen.
ten unseren schärfsten Widerspruch und Einspruch hervor. Tard'eu behauptet, die Abrüstung Deutschlands sei eine vertraglich unbedingt festgelegte Pflicht, während der Versailler Vertrag die Abrüstung der übrigen Vertragspartner nur als eine „Möglichkeit" hinstelle. Damit erklärt also Tardieu, daß die französische Reg erunq gewillt ist, feierlich geschlossene Verträge zu verleugnen und das deutsche Recht auf die Forderung der Abrüstung auch der anderen Staaten nicht anzukennen. Dieses deutsche Recht ist begründet im Versailler Vertrag und durch den Dölkerbundspakt.
Auch die Frage der Revision wird in unglaublicher Schärfe von Tardieu in ablehnendem Sinne beantwortet. Briand erkannte wenigstens nn-f- die rechtliche Grundlage an. Tardieu aber saat. daß alle deutscb-n Menss nnsversu-^- füttern müssen, weil dafür Einstimmigkeit im Völkerbund notwendig fei, Frankreich aber sich stets ablehnend verhalten werde.
Mr können der französischen Regierung insgesamt nur erklären, daß das moralische und politische Recht auf deutscher Seite ist, daß die Zeit mit uns und für uns arbeitet, daß wir nicht nachlassen werden mit unteren Revisionsforderungen und daß uns kein Staat daran hindern kann, d'e uns durch durch die Verträge zuerkannten Reckte m't allem Nachdruck zu fordern trotz oder gerade wegen des Widerstandes, den jetzt Tardieu erneut für Frankreich angemeldet hat.
Im Interesse des europäischen Friedens sind solche Tatsachen sehr bedauerlich. Aber über allem steht unser nationaler Wille, steht das unbeugsame Wollen unserer anerkannten und feierlich verbrieften Rechtsforderungen.
Neuer Antrag Vernstorffs.
wtb. Genf, 17. November. (Gig. Meld.) Gräf Bernstorfs hat im vorbereitenden Abrüstungsausschuß den Antrag gestellt, daß außer dem Verbot des Gaskrieges ein Verbot aller schweren Angrrffswaffen, wie zum Beispiel Mörser, schwerer Geschütze und Tanks, in die Abrüstungskonventton ausgenommen werde.
. Auch in Mecklenburg fanden am Sonntag Wahlen zu den Gemeinde-Parlamenten statt. Für sie Stadtverordnetenversammlung in Rostock erhielten: Sozialdemokraten 23 Sitze (1927 26), .Deutschnationale 6 (13), Wirtschaftspartei 2 (5), Haus- und Grundbesitzer 5 (5), Deutsche Volkspartei 1 (keine Vergleichszahl), Kommunisten 5 (3), Gruppe für Mieter, Angestellte und Beamte 1, Nationalsozialisten 15 (3 völkische), Christlich - Sozialer Volksdienst 1, Freiheitlich-Nationale Angestellte 1.
, Die Mandate der Stadtverordnetenversammlung «Schwerin verteilen sich wie folgt: Bürgerliche Einheitsliste 11 (23), Gruppe für Volkswohlfahrt #/(4), Nationale Wirtschaftliche Vereinigung 4 W> Sozialdemokraten 15 (18), Kommunisten 1 (O); Christlich-Sozialer Volksdienst 1 (0), Nationalsozialisten 13 (0), Staatspartei 1 (2), Freiheitlich- Zonale Angestellte (G. D. 21.) 1 (0), andere ©ruppen 2; zusammen 50 Mandate.
Wahl in Danzig.
ejtie Volkstagswahlen in Danzig hatten nur 72 •toniafe zu verteilen gegenüber 120 im alten ?“«stag. Das Zentrum hat die alte Stimmenzahl Muptet und ist mit 11 Mandaten wieder so stark ^oisher. Die Wahlbeteiligung betrug 87 Pro- S&927: 85,4). Sozialdemokraten und Deutsch- 7®™Me haben Mandate eingebüßt. Die Natio- *WMlisten erhielten erstmals 12 Mandate.
Die polnischen Wahlen.
Warschau, 17. November. (Gig. Meld.) oen bis 11,15 Uhr vormittags eingegangenen ^Ergebnissen aus 55 von insgesamt 64 Wahl- Zy* hat der Regierungsblock 165 Mandate er» JWn und in diesen Bezirken mehr als 70 neue q/?”?*6 erhalten. Der Block der zentrolinken ^positionsparteien erhielt 64 Mandate und hat S“ o0 Mandate verloren. Die Nattonaldemo- e "haben 49 Mandate erhalten, das heißt um ^hr als im Jahre 1928.
Ne ßommuual-Wahlen in Laden.
| « gonntag sind im Freistaat Baden die Kom- wahlen getätigt worden. Gemeindeparla- g2runj) kommunale Körperschaften wurden neu WA» Die Wahlbeteiligung war wesentlich ge- N** , als am 14. September. Sie übertrifft an Wer Drten knapp 50 Prozent. Alle Parteien Stimmrückgänge gegenüber der Reichstags- Das Zentrum hat sich in erfreulicher ’£ife gehalten. Für die Nationalsozialisten wirkte L Lr allgemeiner Fortschritt jetzt erstmals auf dre ä m e i n d e - Wahlen aus. Sie erzielten erheb- grfolge auf Kosten der Deutschnationalen und ^^bürgerlichen Mittelparteien mit Ausnahme des a nfrums- Die Veränderungen für Sozialdemo- Äen und Kommunisten waren im ganzen nicht W erheblich.
nL die Stadtverordneten-Versammlung mFret- .^r q ziehen die Nationalsozialisten ein mit 14 BLXrten. Die Sozialdemokraten erhielten 18 ge= «über 20 Mandaten im letzten Bürgerausschuß, Hun t r u m 30 gegen 29, Kommunisten 3 gegen 2, »Mttschas-spartei' 9 gegen 14, Evangelischer Volks- E» 3 gegen 0, Bürgerliche Mittelparteien 7 ge- U» 14.
F5n Konstanz ziehen in den Bürgerausschuß «in die Sozialdemokraten mit 13 gegen 14, das Zentrum mit 31 gegen 33, die Nattonalsozia- mten mit 12 gegen 1, die Kommunisten mit 6 ge- atn 11, die Wirtschaftspartei mit 5 gegen 8, d'e Deutschnationalen mit 4 gegen 4, Deutsche Volks- partei 3 gegen 3, Staatspartei 8 gegen 10, Evan- Wcher Volksdienst 2 gegen 0.
In Kehl, das sich bei den letzten Reichstags- ^Äihlen besonders stark für die Nationalsozialisten ^schieden hatte, entsenden diese in den neuen Nrgerausschuß allein 21 Vertreter gegen bisher 0 im alten Bürgerausschuß. Die Sozialdemokraten gingen von 14" auf 10, die Volkspartei von 7 auf 4, Kommunisten von 5 auf 2, die Wirtschafts- steigt auf 7 an, die Wirtschaftliche Gemeinschaft hat von ihren 20 Mandaten 13 MMsSMich an die Nationalsozialisten verloren. Hier zeigt sich, wie die sog. „B ü r g e r p a r t e i e n" nur Zw is chen st a t i on en für den Radikalismus sind.
In Karlsruhe erhalten Sitze: Zentrum 18 (oortjer 19 Sitze), Soziademokraten 18 (24), Deutsche Volkspartei 3 (12), Nationalsozialisten 28 WUGmtspartei 3 (5), Kommunisten 8 (6), Evan- Igmföer Volksdienst 3 (0), Deutschnationale 1(9), Wirtschaftspartei und Konservative 3 (3).
Von unserem außenpolitischen Mitarbeiter.
Der Verlauf der außenpolitischen Debatte in der französischen Kammer, die Reden des Außenministers Briand und des Ministerpräsidenten Tardieu haben uns gezeigt, daß Frankreich nach wie vor ein unehrliches Doppelspiel tre'bt, daß es in der französischen Politik nur Zweideutigkeiten
Die in Gens tagende Abrüstungskonferenz zeigt das aus allen ftüheren Verhandlungen gewohnte Bild: Schöne Reden und zahlreiche Appelle an den Friedenswillen der Staaten aber dem wirklichen Ziel, der entschlossenen Abrüstung ist man ferner denn je.
sockele, geh du voran, du hast die größten Militärstiefel an."
Auf dem diesjährigen Parteitag der Daye- rischen Dolkspartei in München hat der Abgeord- nete Heß unter anderem folgende Ausführungen gemacht:
Wenn ich an der diesjährigen Landesveri- sammluneg der Bayerischen Volkspartei als Chef der Preußischen Zentrumspartei teilnehme, so. will ich damit zum Ausdruck bringen, daß das Preui- ßenzentrum den lebhaften Wunsch empfindet, zur Bayerischen Volkspartei nicht nur m engster innerer Verbindung zu stehen, sondern dieser inneren Zusammengehörigkeit auch einen deutlich sichtbaren äußeren Ausdruck zu verleihen. Denn, wenn auch der letzte Schritt zur völligen Wiederherstellung der alten großen deutschen Zentrumspartei noch nicht hat getan werden können, so soll man doch überall wissen, daß wir uNs ails zusammengchöria betrachten. Ich stehe aber nicht zuletzt auch als Mitglied des Vorstandes der gesamten deutschen Zentrumspartei vor Ihnen. Und ich sollte meinen, daß wir politisch organisierten deutschen Kath»- liken ja auch alle Veranlassung haben, unser Zus- sämmengehörigkeitsgefühl zu Pflegen. Die letzten Reichstagswahlen sind ein denkwürdiges Kapitel in unserer Geschichte. Der Kampf war von einer Leidenschaftlichkeit getragen, wie wir das feit 1919 nicht mehr erlebt haben. Und wir befanden uns dabei mitten zwischen den feindlichen Batterien von links und rechts. So schwierig aber unsere taktische Stellung auch anderen geschienen haben mag, wir selbst waren uns keinen Augenblick im Zweifel, daß wir diesen Wahlkampf siegreich be- Sen würden. Und wir haben uns glänzend ge
igen, am besten unsere Süddeutschen und unter diesen nicht zuletzt unsere Bayern. Worauf aber ist dieser Wahlerfolg zurückzuführen? Den Grund erblicke ich darin, daß das deutsche Zentrum sich hier nach langer Zeit einmall wieder in einer
Tabaksteuer im Reichsrat.
vdz. Berlin, 17. November. (Gig. Meld.) Die vereinigten Reichsratsausschüsse berieten am Montag die Tabaksteuervorlage in zweiter Lesung. Die Tabak-Interessenten, die schon wochenlang den Reichsrat mit Telegrammen, Briesen, Eingaben und stattsttschem Material überhäuft hatten, sind zahlreich im Reichsratsvorraum erschienen, um noch einmal eine Einwirkung auf die Reichsratsmitglieder zu versuchen.
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Dinge in großen politischen Zusammenhängen zu sehen sich bemüht, hat die Beobachtung einen
MaerZertung
Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
w hn„T® drei Mandate verloren, * der Korfantt-Partei erobert worden sind.
^stekt?E'§barblltsminister Stegerwald, Ministerial- y’Wer und drei weitere Herren des Reichs- »Ministeriums, sind in London einge- wurden auf dem Bahnhof vom WnKrk7V’ _rüeitsminifter, Frau Bondfield, per« yig n.. ri^t- Frau Bondfield war in Beglei- E? A °ter Herren ihres Ministeriums erschie- ®efanbh ? deutsche Botschaft war vertreten durch Sienh» ‘ x 5rat ®r- Ritter und Ministerialrat Dr. ML», $?r Botschaft als sozialpolitischer Beo- Nndlnu°UfleteÜt ist. Für die deutsch-englischen Ver- &ie to w der Hauptsache mit der B e-
♦öu beu- öer Arbeitszeit im Berg- sicht op„axt't,9en werden, sind zwei Tage in Aus- rend nVn; Die deutschen Herren sind wäh- 6s finbp+er- '*e't Gäste der englischen Regierung. Sefuche/ -,m Unterhaus zu Ehren der deutschen Mttchg-, Frühstück statt, an dem der deutsche und mehrere Mitglieder des Kabinetts
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