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Stille Helden.
f rr.-,','®05 Neue Reich" hat schon wiederholt oom mvftlosen Wirken katholischer Seelsorger in r.. ^indsvierteln der Großstädte berichtet: in der Bannmeile von Paris, in der Diaspora Berlins, ~ "?n Wiener Vorstädten, im Osten Londons. ->cachwlgend veröffentlichen wir die Originalüber- letzung eines Artikels der englischen liberalen Wochenschrift „John B u l l", in dem neuer- s „ Tätigkeit katholischer Priester im Lon- p# . er East End geschildert wird.
' ber ?uch heute noch Heilige, stille Helden 3i&fon Kirche, die auf alles ver-
ein Leben der Armut und demütiger 6tgs E..m den Elendsvierteln unserer großen ' «TOren. Männer wie Dekan Ring, Vater kv,d cter Rcardon erregen die Bewunderung ; ft k: ’eb? D°n Katholiken und Protestanten. Es j„ Lord^w^' ^^Kreiflich; denn diese Priester, die - ttieieno n ■ arbeiten, tragen den Stempel Eeiich!^ Listiger Schönheit auf ihren asketischen |5snen[eh‘ k-ur ^wer dringt man in das wahre Und rni n ^Escr aufopferungsvollen Priester ein zufälligen Bemerkungen lernt man
Ci b 5mus ihres Lebens kennen.
Erlebnis in.einsm East-End-Pfarrhof ist ein i title thonl .” ^islh, ein paar Stühle, einige we- ■feefter r °Hl’c^e Pucher, das ist alles, was so ein sie qe'fjL .W- Sie sind meist unsagbar arm, denn ■hbern r1 . mageren Einkäufe nicht für sich, 'Ur ihr Volk aus. Manche denken so
Albertus Magnus.
| feinem 650. Todestag am 15. November.
Kfvjer selige Albert der Große ist zweifellos eine WWSnlichkeii. deren überragende Größe uns zu Be- M«nderuim und Ehrfurcht zwingt." So schreibt
Srri'^rt Scherben in einem kleinen ße« ■E6ri6. den rr vor kurzem irr Gilde-Verlag an- 65U. Wiederkehr des Todestages jenes ^^^M-Menschen und bedeutenden Gelehrten er- E^ejtttir ließ. Kardinal-Erzbischof Schulte von t Köln leitet das Vorwort zu demselben Merkchen I ein mit den Worten: „Der selige l lberi der Große MM «it Recht als der universalste Gr st des Mir- ■HBKs." Dieiem Urteil schließt sch uneinge- WWmkt auch die erste wissenschaftliche Forschung l ber Gegenwart an. Die diesjährige Tagung der ■ Eörresciesellschaft in Köln hat in besonderer Weise Bedeutung und das hohe Verdienst Al- berte für bie Bildungs- und Wissensproblematik der M FerkAewürdigt. Aber auch außerhalb des Katholi- | Omis wird endlich die Lebensnahe und kulturelle Moeses mittelalterlichen Geistes nicht bloß ge- Ichörh sondern auch anerkannt.
»Oie gründlichen Forschungsarbeiten P. Jam- kWiss, Hermann Stadlers, Clemens Bäum- I^rrr, Martin Grabmanns und Jessens »Men uns durch die Eesamtkenntnis und Veröf- Michung des genialen Lebenswerkes des seligen K Albertus Magnus einen gangbaren Weg in dre Mwitielalterliche Geistssgeschichte geschaffen. Sie zei- g M uns, daß Albert der Große und sein großer ; «Wer Thomas v. Aquin der Menschheit d?e chten Erkenntnisse der „philosophia perennis" übermittelt haben, im Vergleich zu denen das allzu ■rational und skeptisch gerichtete Erkenntnisstreben |J®ter Denker bloß ein Schattengebrlde bleibt.
Mert der Große ist also eine kulturgeschichtliche D PerZnlichkeit. Und dies in der dreifachen Bezie-
"ls Naturwissenschaftler, Philosoph und Theo-
Mr die Zeitgenossen war Albert, der Reichs- rmer von Bbllstädt und spätere Dominikaner, nur ■ife A-1töunert und Wunder der Zeit". I den schmückenden Beinamen: Magnuu, tV*- °Er Große. Vereinigte er doch eine unge- .ure Menge griechischen, arabischen und christli- Wissens. Ein Gelehrter jener Zeit prägte von | das Wort, „er sei ein so gewaltiges Genie, fötitf56™ ^^tzlich alle natürliche Wissenschaft ausge- ^Wwiirde, er aus sich heraus sie neu schaffen Aber auch vom Standpunkt der Gegen- Sen n9 li^bührt ihm der Name: Magnus • t „&ert ifilt heute unzweifelhaft als der größte V. , ^erliche Polyhistor und als der erste be- Systematiker. Er besaß wie kein Geist | «erfin’T &'c weiteste Kenntnis des Seienden und ■gWnö es zugleich, derselben ein wissenschaftlich durchdachtes System zu geben.
pti|'lene Seinskenntnis verweilt nicht bei philo>- ■ t Jü ,en und theologischen Ergründungen oder bei
[^3 Sonntag nach Pfingsten.
Lingangslied: 3er. 29, 11, 12 und 14.
W_ tnridit der Herr: Ich sinne Gedanken des UJjunj. nicht des Leides. Ruft mich an, und 'n euch erhören, ich will euch heimführen aus M ^wnaenschnft, aus allen Ländern. (Ps. 84, WÄ hast, o Herr, dein Land begnadet, beendet Knechtschaft.
Evangelium: Matth. 9, 18—26.
I er« jener Zeit, da Jesus zu den Volksscharen Ij" LhC da kam ein Vorsteher, warf sich vor U^nieder und sprach: „Herr, meine Tochter ist | gestorben. Aber komm, leg ihr deine Hanv so' wird sie wieder leben." Jesus machte sich kÄ'und folgte mit seinen Jüngern. Und siehe, ■ £L -?rau, die seit zwölf Jahren am Blutflusse litt, KM hinter ihm heran und berührte den Saum sei- Gewandes. Denn sie dachte bei sich: „Wenn mich nur sein Gewand berühre, werde ich ge- Jesus wandte sich um, sah sie und sprach: ew getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dicy Mind'gomacht." Von der Stunde an war die faau gesund. Als dann Jesus in das Haus des gE^ehers kam und die Flötenspieler und die lär- Eff&e Menge erblickte, sprach er: „Geht hinweg!
Mädchen ist nicht tot, es schläft nur". Da sie ihn. Er aber wies die Leute hinaus mb ging in das Gemach. Er faßte das Mädchen Kei der Hand, und es erhob sich. Die Kunde davon verbreitete sich in jener ganzen Gegend.
Beilage zur Fuldaer Zeitung
zu werden.
Aug. Jos. Schmitt.
Es geht um das Mud
der Auslegung biblischer und aristotelischer Schrift ten; sie steigt auch hinab zu den realen Dingen der Welt und des Lebens. Albert erfährt, beobachtet und experimentiert die Objekte der Natur. Er ist Physiker, Zoologe und Botaniker. In einem seiner zahlreichen Werke findet sich eine Gesamtdarstellung der Naturwissenschaft. Die ganze Betrachtungsweise der Dinge aber ist eingebettet in die Universalfrage nach der Wesenheit des absoluten, höchsten Seins und Geistes, Gott. Kein geringerer als Wilh. v. Humboldt rechnet Albert zu den großen Naturforschern, die durch eigenes Denken die Neuzeit vorbereitet haben.
Die Philosophie Alberts des Großen beseelt der Wille, den Aristoteles und die Araber im Blickwinkel der Zeit noch einmal zu schreiben und zu vollenden. Er ist der erste, der den ganzen Aristoteles kennt und durcharbeitet. Albert bildete sich zum Systematiker feinsten Formats. Sein Wissenschaftsgebäude ist die Wiedergabe einer planvollen Ordnung der Welt. Ihm gelingt, die Synthese der aristotelischen und christlichen Philosophie herbeizuführen und diefriedlicheHarmonie von Philosophie und Theologie auszusprechen. Albert der Große legte erkenntnis- methodisch den gesunden Grundsatz der Scholastik fest: „Aus der eigenen Einsicht alles erkennen, was
reich wert". „Einst", fügte er hinzu, „wurde meine Kinderliebe etwas zu wörtlich genommen. Als ich meine Haustür öffnete, fand ich auf meiner Schwelle ein lächelndes, in ein Tuch gewickeltes Baby. Ich nahm das wertvolle Bündel zu mir, gab ihm etwas warme Milch und suchte dann ein Pfarrkind, das es adoptieren wollte. Es war dies nicht so schwierig. Die meisten Frauen von East-End sind sehr kinderliebend. Ein Kindeslächeln entschädigt sie für die Härten des Lebens."
Priester im East-End von London müssen in allen Handwerken bewandert sein. Da ist einer, der in fachmännischer Art den Schankburschen in einem Gasthaus ablöste, veil dieser, ein eifriger Katholik seiner Pfarre, zu Hause bleiben und sein schwerkrankes Weib pflegen mußte, der Wirt aber gedroht hatte, ihn zu entlassen, wenn er nicht auf seinen Posten zurückkehrt. Als der Priester von seiner Not erfuhr, bot er sich an, seine Stelle während des stärksten Zuspruchs am Abend zu übernehmen. Der Wirt willigte ein und das Ergebnis war ein sö gutes Geschäft, daß der Wirt sich ungern von den Diensten des guten Priesters trennte und ihm einen dauernden Posten anbot.
Die Samstag-Nächte sind arbeitsreich für die East-End-Priester. „Einst rief man mich, um zu verhindern, daß ein Hafenarbeiter, ein großer, starker Kerl, sein Weib mißhandelte. Als ich kam und dem Paar Vorstellungen machte, kehrten sie sich gegen mich. Ich sagte dem Manne, daß — wenn er wolle — ich einverstanden sei, mich mit
wenig an ihre eigenen körperlichen Bedürfnisse, daß sie unbewußt aus Entbehrung dahinsiechen. Da ist fo ein East-End-Priester, der seit fünfzehn Jahren seine Elendspfarre nicht verlassen hat, sich nicht den geringsten Luxus erlaubt und sogar das Rauchen aufgab, um mehr Geld zur Linderung der ihn umgebenden, schrecklichen Armut verwenden zu können. Unlängst verkaufte er die einzige Bequemlichkeit, die er noch hatte: seinen Lehnstuhl, um Nahrung für eine bedürftige, hungernde Familie zu kaufen. Während des Winters gönnt er sich keinen warmen Ofen, „weil es Frauen und Kinder gibt, die ohne ein wärmendes Feuer leben müssen". Zu jeder Stunde, bei Tag und Nacht, steht er allen, die seine Hilfe brauchen, zur Verfügung. Er kümmert sich nicht, ob es Katholiken Protestanten, - Juden oder Ungläubige sind. Viele Frauen — ledige Mütter, Ehefrauen, die sich vor ihren rohen Männern fürchten, läuten an seiner Tür unds uchen Rat und Hilfe. Nie kommen f?e vergebens. Wie viele unglückliche Seelen rettete er davor, daß sie in selbstmörderischer Absicht ihr Grab in den Wellen der Themse suchen. —
Da ist dann ein anderer Priester, der ein streng alzetisches Leben führt, allem entsagte und sein größtes Vergnügen darin findet, eine Partie East-End-Kinder für einen Tag aufs' Land zu führen. „Aber ich kann mir dies nur einmal im Jahre erlauben", sagte er, „doch ist das Vergnügen, das ich empfinde, wenn ich das glückliche Lachen, die frohen Gesichter der Kmder sehe, ein König«
Kiudergruppe
muß sich die Arbeit vollziehen nach Geschlechtern getrennt. Nicht bloß diese ober jene Form zulassen, sondern alle Formen, bunteste Mannigfaltigkeit, Raum für jede Art. Das Kmderwerk ist am besten, das am reichsten gegliedert und differenziert ist. Die Arbeit in der Gruppe erfolgt nicht ohne, nicht gegen, sondern für das Elternhaus. Sie füllt auch nicht die ganze Freizeit aus, sondern beschränkt sich auf einige Stunden und hilft fo, den Rest selbständig und richtig auszunutzen. Die Arbeit darf nicht im Natürlichen und Kreatürlichen stecken bleiben, darf aber auch nicht einseitig religiös und lebensfremd werden. Träger dieser Arbeit ist nicht bloß dieser ober jener Kaplan, sondern der ganze Stäb der freiwÄliAen Helfer und Helferinnen, darüber hinaus die ganze Pfarri- gemeinbe. Die Kinder sind das Krongut, ber Schatz ber Pfarrgemeinde unb sie verdienen von ihr nicht bloß eine Träne ber Rührung am weißen Sonntag unb am Schulentlassungstage, sondern ihre ganze Liebe und Sorge. Dann wird auch unsere Pfarv- geme in schäft nicht bloß in der Kirche beim heiligen
Wenn man sich heute mit Menschen an einen Tisch setzt und Zeitaufgaben aus ber rechten Zeitschau heraus aufzeigt, wenn man dazu ben Willen zum Wagnis unb ben Optimismus aus einer gläubigen Haltung spürt, wenn man weiter bie erste Frucht dieser Neueinstellung, in • praktischer Arbeit vor sich sieht, bann stellt sich ein Gefühl ber Sicherheit unb ber Hoffnung ein: Hier ist einer von ben zahlreichen Ansatzpunkten gefunden, hier bricht neues Leben auf:
So war es, als wir am Samstagabend bie Reichsführertagunig beschlossen, bie von ber kath. Reichsarbeitsgemeinschaft „Kind er- w o h l" einberufen war. Um was ging es da?
Es ging um das Kinb, näherhin
um die 10—14 jährigen Lungen und Mädchen.
Daß sie heute in das Blickfeld unserer Arbeit unjd Sorge gerückt sind, ist keine Resignation, weil die Erwachsenden nicht zu fassen wären, ist kein bloßer Gegenstoß, weil sich nnchristliche Mächte um das Kind bemühen, somdern ist Verantwortung den Kindern gegenüber in ber veränderten Zeit. In welchem geographischen und geistigen Raum stehen sie?- Elternhaus, Schul- Haus, Gotteshaus. Diesen Raum hatte auch die frühere Kindergeneration zur SBerfügung; er ist heute nicht wesentlich anders als früher. Aber der dazwischenliegende Raum, durch den das Kind hindurch muß und hindurch will, in dem es seine Freizeit verbringt und seine Erholung sucht, ist ein anderer geworden, ein anderer an Charakter und an Einfluß. Ich meine die Straße, die Litfaßsäule, das Schaufenster, ben Zeitungskiosk, ben Hinterhof, die Anlagen, den Spord- platz unb das Leben in diesem Raum. Dieses tägliche Stück Großstadt ist nicht harmlos wie bie Straße, wie ber Platz, wie bie Wiese, wie der nahe Wald des Dorfes unb bet Kleinstadt. Dort kann das Kind sein Reich unbekümmert unb selbsttätig gestalten, dort steht es unter der schützenden Kontrolle ber Nachbarschaft, ber ganzen Gemeinde, dort umfängt es noch ber Rahmen einer festgefügten Lebensordnung. Aber das tägliche Stück Großstadt zwingt dem Kinde ein fertiges Leben auf, es muß zwischen diesem Leben wählen, Wertvolles und Wertloses unterscheiden, sich ihm hingeben ober Distanz nehmen. Das kann bas Kind nicht allein. Wer soll ihm helfen?
Neben bem geographischen unb geistigen Raum ist die heraufsteigende Zeit wichtig, die bas Kindervolk okkupiert. Daß sie nicht geradlinige Fortsetzung unb Fortführung dessen ist, was war, ist uns gemeinsame Erkenntnis. Es wirb ein Neues.
Die geistige Wurzel dieses Neuen heißt Kollektivismus,
ber bas Individuum zurückwerfen will in die Gemeinschaft, der es begrenzen will durch die Gemeinschaft.' Unsere Aufgabe ist es, bie gottgegebenen Kollektiva aufzuzeigen unb sie neu zu beleben, so bie Zeitströme zu nützen, sie, in eigenes Leben und in eigenen Besitz umzu- wandeln. Die Kinber sind das Bauvolk des
Neuen. Keine Kindergeneration darf mehr der abfterbenben Zeit geopfert werden. Weil wir aber noch in ben Resten der abziehenden Zeit stecken und erst in den Anfängen bet I) er auf« ziehenden, ist es bem Kinde unmöglich, sich allein zurecht zu finden. Wer soll ihm helfen?
In dieser Sonderheit des geographischen und geistigen Raumes, in dieser Sonderheit ber Zeitenwende bedarf das Kind besonderer Hilfe. Mit kärftativer Fürsorge allein ist es nicht getan, sie tarnt bas Kind nicht in ber. Totalität etfassen. Es geht darüber hinaus um eine pädagogische Aufgabe. Eine nach unten verlängerte jugendpflegerische Arbeit unserer Jugendbünbe unb Jugendvereine reicht nicht aus. Sie stößt nicht über bie Grenzen der für die Bünde und Vereine in Frage kommenden Buben unb Mädchen vor. Es geht aber um das ganze Kindervolk. Man sollte von diesen Seiten her nicht mehr länger um die Zuständigkeit streiten und sich freuen, daß
die kath. Reichsarbeitsgemeinschaft „Kinderwohl" da ist. Diese neue Stelle ist jetzt das Organ, das sich die praktische Arbeit gewünscht hat, an das man sich auch allerorts im katholischen Lande wenden sollte. Denn die praktische Kinderarbeit, die spontan aus der Pfarrgemeinde, herauswuchs, die ben Rahmen der Orts- karitas und des Jugendvereins sprengte, findet hier die rechte Sinngebung und Weiterführung.
Auf diese grundlegenden Gedanken wies Parrer Pfister in seinem Referat hin. Er hielt sich lange dabei aus, es ging ihm darum, hier zu klären, zu bereinigen, zu überzeugen. Es war interessant, wie die Diskussion immer wieder dorthin zurückkehrte, die Gedanken unterstrich unb weiterführte. Dann stellte er den allgemeinen Rahmen für die itinberarbeit auf.
In ber
Gott durch bas natürliche Licht des Verstandes gestattet, aber auch bie Grenzen ber eigenen Vernunft zu geben, unb barum die Autorität anberer Menschen zu Rate ziehen, sollte auch diese nicht ausreichen, bann bleibt zuletzt bie göttliche Offenbarung."
Albert ist sicher auch ein g r o ß e r T h e o l o g e. Er hat ja ben größten Theologen entdeck! unb ge- bilbet, St. Thomas v. Aquino. In ben Jahren 1243—1248 lehrte Albert ber Große an ber Universität Paris als Professor ber Theologie. Größer vielleicht noch als seine gelehrten Werke ist Alberts Leben christ-katholischer £ at unb Nächstenliebe. Er wirb bleiben ber soziale Mensch und Heilige. Unter ben streitenden Fürsten stiftet er Frieden und durch feine Predigten ruft er Deutschland zum Kreuzzug auf. Albertus Magnus hatte ein Ideal, dem er in Treue feinen Erfolg verdankte, die Humilitas, d. h. bie demütige Gesinnung. — Zu Köln in ber Stolkgasse lag bas Kloster, in bem Albert am 15. November 1280 gestorben ist. Der Nachwelt ist er ein Heiliger unb eine zeitiiber- ragenbe Persönlichkeit, bie verbient, von ber Wis- senschtft geschätzt unb von ber Kirche heilig verehrt
16. November
Opfer möglich sein, um sich gleich vor den Kirchtüren wieder aufzuspalten und zu trennen, sondern gemeinsame Arbeit und Sorge an der Kinderwelt bewahrt und trägt diese Gemeinschaft auch draußen.
Helfer und Helferinnen sind natürlich notwendig mit einem reinen Idealismus und einem großen' pädagogischen Geschick. Man findet siL nicht fertig vor, sie müssen gesucht und gebildek werden. Hier kann eine wirkliche Aktivierung unserer Laien erfolgen, ein Hereinziehen in dir Seelsorge in breitester Front. Während sonst oft die Seelsorge an Grenzfällen eingesetzt wird, ist hier ein gesundes und fruchtbares Feld. Hier kann die Kirche ihr Versprechen einlösen von der Mündigkeit ber Laien. Fräulein Junk sprach über diese Dinge.
Ein sehr feines Referat hielt Lehrer Lohma rrs„D as neue S ingen in unseren Kindergruppe n". Das Kind bringt alles mit, was man hierzu braucht. Es ist noch unverbildet. Es hat Singlust und Singbegeisterung. Es hat m der Gruppe die Gemeinschaft, die von selber 3um Singen drängt. Warum fingen wir? Nicht um uns zu unterhalten, um uns die Zeit zu vertreiben, um von anderen beklatscht zu werden, sondern wir singen für uns, weil es uns innerlich dazu drängt, weil das Ausdruck unserer Gemem- schaft und unseres Lebens ist. Was singen wir? Das kraftvolle Lied. Es wird leicht verwechselt mit dem Radcmlied, bei dem man nur zu gröhleu braucht. Wir müssen mehr verlangen. Das frohe Lied, das ernste Lied, das religiöse Lied, mit einem Wort, alles echte Liedgut, auch wenn es manch,- mal herb ist, müssen wir unseren Kindern geben. Wie singen wir? Nicht schulmäßig, sondern von Mund zu Mund, Vorsingen — nachsingen. —
Das Pfarrlandheim, das Jugendheim, das Zeltlager für Jungen
kamen zur Aussprache. Pfarrer Dr. Hörle berichtete über sein Landheim tm Taunus. Das der Jungen steht mitten im Wald, das der Mäd«- chen im Torf. In den Ferien, an WochenenL>- taaen 'ist ein junges Döl'klein hier draußen. Eine gute Nachbarschaft herrscht zwischen StckK und Land, gegenseitiges Verständnis und vornehme Hochachtung. Eine lebha. Aussprache brachte der Nachmittag über die Zeltlager in diesem Sommer. Auch hier stehen wir nicht mchr bloß vor Wünschen, vor Forderungen, sondern wir besitzen diese Dinge. Zwar erst im bescheidenen Maße mit noch offenen Fragen; aber sie wachsen aus den Anfängen heraus, man sieht die Limen rote alles werden soll.
Man darf dec geleiteten praktischen und theoretischen Arbeit im katholischen Lande ein mächtiges Echo wünschen. Ro. ,-r
Meine Mitteilungen.
Katholische Lehrerbildung in Indien.
Die vier Lehrervorbildungsanstalten der Jesuiten .n der Diözese Tritschinopoli haben bisher 1300 Lehrer und 820 Lehrerinnen vorgebildet Nach der Ausbildung geyt dies Le'hrperfonal nach Südindien, Ceylon, Birma. Da der Staat bessere Anstellungsbegingungen als die Mts- sionare bieten kann, tritt die Mehrheit der Schuler in den Staatsdienst ein. Welch ein Einfluß für das Me Vordringen des Katholizismus geht von solchen Schulen aus.
ihm im Kampf zu messen, daß ich aber dagegen protestiere, daß seine Frau sich an meine Rockzipfel hänge. 2lußerdem schlug ich vor, daß, wenn ich gewinne, er unb feine Frau zu mir in bie Kirche kämen, ba sie keiner religiösen Gemeinschaft an« gehörten. Der Mann willigte ein. Wir kämpften mehrere Runben in ihrem Wohnzimmer. Zu Be« ginn ber dritten Runde versetzt? er mir eine in die Magengegend. Ich brach jäh zusammen. Aber ich hatte zwei Konvertiten gewonnen. Die beiden gehören jetzt zu ben eifrigsten Mitgliedern der Ge« meinde. Es war das ein Triumph des .Muskel- Christentums'!"
Es verlohnt sich, eine rhömisch-kathvlische Kirche vom East-End Londons am Sonntagmorgen zu besuchen. In Vater Higleys Kirche im Limehouse wirst du vielleicht die kosmopolitischeste Gemeinde der Welt finden. Sonnverbrannte Dockarbeiter vermischt mit dunkelhäutigen Laskaren. Da und dort ein gleichgültiger Chinese. Ein Malaye, der gerade mit einem Schiff aus Singapor gekommen ist, kniet ruhig und verrichtet feine Andacht. Zwei kleine Mischlingskinder neben ihren englischen Müttern,deren traurige Augen das Muttergottesbild anstarren. In diesen Kirchen trifft sich Osten unb Westen. Erklingt aber die Sanktusglocke und erhebt ber Priester bie Hostie, bamit bie Menschen anbeten, so schwebt ein großes Schweigen ber Andacht über ihnen allen . . .
Der Kaffee rollt zur
Bahnstation.
Nicht überall sind die Wege für Autos fahrbar. Oft leistet der primitive Ochsenkarren dem Fazendeiro, dem Farmer, wertvolle Dienste, besonders auf den Gebirgspflanzungen, wo die wertvollen Hochgewächse geerntet werden.
Für Kaffee Hag, den coffeinfreien, echten Bohnenkaffee, werden allerfeinste, auserlesene Hochgewächse verwendet Daher der unübertreffliche, feine Geschmack des Kaffee Hag, der jeden Kenner begeistert.
Dabei ist Kaffee Hag frei von Coffein und vollkommen unschädlich. Auch Kindern darf man ihn unbedenklich geben. Mehr Genuß und gute Gesundheit durch Kaffee Hag.
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