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WW

Samstag, S. November 1930

(t. 259

Die grüne Frank wieder einig

Knappe Mehrheit.

Die Arbeitslosigkeit als seelisches Problem

solche in ihrem Vorwärts- und Aufwärtsstreben zurückgeworfen. So häuft sich notwendigerweise Explosionsstoff auf im einzelnen und in der Ge­samtheit.

Die Art und Intensität der seelischen Erschütte­rung ergibt sich aber in vollem Umfange erst aus der Ueberlegung, wie längere Arbeitslosigkeit auf die Menschen der verschiedensten Altersstufen und Stände wirken mutz. Ganz anders trifft sie den jugendlichen Menschen, und zwar wiederum verschieden, je nachdem, ob es sich um einen jungen Mann oder um eine junge Arbeiterin handelt; ganz anders den gereiften Menschen; wiederum in eige­ner Weise den Familienvater. Durch diese persön­lichen Träger hindurch packt sie schließlich die gesell­schaftlichen Institutionen an.

Der junge Mensch, der längere Zeit erwerbslos und untätig dahinlebt, wird im entscheidenden Augenblick in seiner seelischen Gestaltung und Ent­faltung getroffen. Deswegen kann die Arbeitslosig­keit für ihn einen vollkommenen Bruch in der Ent­wicklung bedeuten. Der junge Mensch soll gerade in seiner Jugend die grundlegenden Eindrücke für sein ganzes Leben empfangen. In dieser Zeit spitzt sich sein Erleben zugleich nach der Seite der persön­lichen und der sozialen Grundeinstellung zu. Die entscheidenden Charaktereigenschaften gestalten sich wesentlich im Kampfe mit Stoff und Idee seiner Arbeit. Daher die schicksalhafte Bedeutung seiner

* Vereitelte Sommunisten-Akkion in Bulgarien. Die bulgarische Telegraphenagentur berichtet aus Sofia: Die Polizei hatte davon Kenntnis erhalten, daß bolschewistische Agenten o q f Befehl von Moskau planten, im ganzen Land öffent­liche Kundgebungen zu veranstalten. Dar­aufhin wurde bei verschiedenen Führern in Sofia Haussuchungen vorgenommen, wobei aufrührerische Flugschriften und Aufrufe beschlagnahmt wurden.

* Prügelszenen in den Wandelgängen der fran­zösischen Kammer. In den Wandelgängen der Pa­riser Kammer kam es vor der Eröffnung der Sit­zung zu heftigen Zusammenstößen, zwischen dem Direktor der Liberty, Aymard, und verschiedenen linksstehenden Abgeordneten und Journalisten we­gen eines von Aymard veröffentlichten Artikels über die innenpolitische Lage, in der besonders der Sozialist Leon Blum scharf angegriffen wurde.

Angestellten der Erwerbsgesellschaften, an denen der preußische Staat maßgeblich beteiligt ist, haben sich, dem „Vorwärts" zufolge, zum Verzicht auf einen Teil ihres Einkommens bereit erklärt. Im Wege dieser Vereinbarung werden die Bezüge über 50 000 Mark jährlich um 20 Prozent, die über 25 000 Mark um 10 Prozent der Gesamteinkünfte herabgesetzt. Die Gehälter unter 25 000 Mark werden, soweit sie nicht tarifmäßig vereinbart smd, um 6 Prozent gekürzt.

Prof. Dr. Brauer schreibt über diese wich­tige Angelegenheit im „Deutschen":

Die Arbeitslosigkeit wird zu seelischem Problem infolge der Einflüsse, die sie auf die Seele der ar­beitslosen Menschen der verschiedensten Schichten und Altersstufen, aber auch der verschiedensten Be­rufe und Arbeitsbetätigungen hat. Alle diese Ein­flüsse lassen sich dahin zusammenfassend kennzeich­nen, daß sie das seelische Gleichgewicht der von Ar­beitslosigkeit betroffenen Menschen stören. Darin liegt stets eine außerordentliche Gefahr; dieselbe spitzt sich aber je nach den Verhältnissen und Um­ständen bis zu einer unerträglichen Schärfe zu.

Auf zwei Gründe ist die Störung des seelischen Gleichgewichtes in der Hauptsache zurückzuführen: auf die Erschütterung der Selbstachtung in dem für längere Zeit arbeitslosen Menschen und auf die Un­sicherheit der Existenz der Schicht und des einzel­nen. Die Arbeitslosigkeit überfällt, eben nach Art eines Schicksals, jeden, ohne Rücksicht auf seine Qualifikation. Dabei kann das berufliche Selbst­bewußtsein, das die Quelle ist für das soziale Stre­ben der Schicht, nicht gedeihen. Instinktiv fühlt der Mensch, daß er durch Arbeit an der Erfüllung der gesetzten Naturordnung mitzuwirken hat. Dabei sichert er sich den Gebrauch der irdischen Güter, die unerläßlich sind für jede kulturelle Betätigung, ja, selbst für die Ausübung der Tugend. All das wird erschüttert. Und dadurch sieht sich die Schicht als

Dem Abrüstungsausschuß liegt ein Antrag des Grafen Bernstorff über die V e r ö f f e n t l i ch u n g des gegenwärtigen Abrüftungsstan- d e s der einzelnen Länder vor, dessen Behand­lung sichergestellt wurde. Es handelt sich um einen Vorschlag, der bereits für die Abrüstungs­konferenz gedacht ist und der dahingeht, daß der Konferenz eine neue Liste über den Personen- und Maierialbestand der Rüstungen der an der Konfe­renz teilnehmenden Staaten vorgelegt wird, und zwar soll diese Liste als Grundlage für die Auf­stellung der neuen Rüstungszahlen in dem Annex der Konvention dienen. Den Verhandlungen der Londoner Flottenkonferenz hat eine ähnliche Liste über die Flottenstärke der vertragschließenden Staa­ten vorgelegen. Graf Bernstorff wird den Antrag in den nächsten Tagen erneut einbringen und be­gründen.

* Abbau der Spihengehälker bei den preußi­schen Erwerbsgesellschafien. Die Direktoren und

fortwährenden Auseinandersetzung mit dem Ge­genstand seiner Arbeitstätigkeit.

Wer die grundlegende Wichtigkeit des Berufes für den Menschen und insbesondere für den jungen Menschen erkennt, wird die verhängnisvollen Wir­kungen längerer Arbeitslosigkeit von diesem Ge­sichtspunkte aus am sichersten einschätzen können.

Der junge Mensch wird fast notwendig durch längere Arbeitslosigkeit dem Radikalismus in die Arme getrieben. Weil die Arbeit mit ihren Wirkungen fehlt, können sich alle Instinkte unge­hemmt zur Geltung bringen. Weil die Möglichkeit fehlt, sich im Beruf auszuzeichnen, wird der junge Mann zwangsläufig der Sucht verfallen, sich ir­gendwie sonst auffällig zu machen. Die Phantasie bemächtigt sich seiner um so mehr, als heute ihrem Wuchern und Ueberwuchern allenthalben Tür und Tor geöffnet sind: Kino, Film, Sport! Das Selbst­bewußtsein, das nicht normal wachsen und sich zur Geltung bringen kann, wird ausarten und sich in krankhafter Weise zur Geltung zu bringen suchen.

Die jugendliche Arbeiterin wird durch längere Erwerbslosigkeit den besonderen Ver­suchungen in die Arme getrieben, die sich aus ihrem Geschlecht ergeben. Wenn sie auch nicht, wie der junge Mann, von dem Streben, sich irgendwie her­vorzutun, angetrieben wird, so wird sie eben von ihrem stärkeren Instinkt mitgerissen. Bei der fun­damentalen Bedeutung des weiblichen Empfindens für die gesamte Kulturgestaltung wirkt jede Schwä­chung dieses Empfindens als Folge der Arbeits­losigkeit nachteilig auf die Kulturgestaltung ein. Seelische Gefährdung der weiblichen arbeitenden Jugend reißt gesellschaftliche Stützen ein, die durch nichts anderes ersetzt werden können.

Die weitest reichende seelische Erschütterung durch längere Arbeitslosigkeit trifft den Fami­lienvater. Seine Selbstachtung und sein Vater­bewußtsein bauen auf der Autorität auf, die ihm auch und nicht zuletzt als Familienernährer zu­kommt. Bei der überragenden Wertschätzung, die heute Geld und Geldeswert zuteil wird, fst die so­ziale Stellung mehr als je mit dem gesicherten Ein­kommen verbunden. Der Vater, der infolge von Arbeitslosigkeit zu einem großen Teil als Ernährer ausscheidet, sieht sich infolgedessen einer gefährlichen Bedrohung seiner Autorität ständig gegenüber. Zu der Tatsache, daß heute der arbeitende Mensch in der Regel im besten Mannesalter einen Abstieg in seinen Einkünften und in seiner Berufsstellung hin­nehmen muß, gesellt sich nun die andere Tatsache, daß die Arbeitslosigkeit diesen Sturz aufs äußerste beschleunigt. Es kann nicht anders sein, als daß der nicht besonders willensstarke Vater dadurch einen völligen seelischen Zusammenbruch erleidet.

Mit dem Vater ist aber zugleich auch die F a- mitte selbst in ihrem Zusammenhalt gefährdet. Wo die Autorität leidet, knickt die stärkste Stütze des Familienlebens zusammen. Jeder auf diese Weise ernsthaft gestörte Haushalt ist entscheidend gefährdet. Die Familie kann sich nicht als die Zelle des wirtschaftlichen und sozialen Lebens bewähren; denn die Unsicherheit der Existenz bedroht die Be­ständigkeit der Familie ohne Unterlaß. Das Ver­hältnis von Eltern und Kindern leidet zwangsläu­fig Not. Die elementarsten Grundvoraussetzungen für die Entfaltung des sozialen Wesens des Men­schen bleiben ohne Erfüllung.

Infolgedessen müssen die übrigen sozialen Ge­bilde durch die Arbeitslosigkeit ebenfalls in ver­hängnisvollster Weise leiden. Weil in der Familie die Menschen sich nicht sozial aufeinander einspielen können, weil ihnen also die soziale Disziplin fehlt, müssen im Staat wie in den übrigen sozialen Gebilden die Gegensätze in gleicher Weise unver­mittelt einander gegenüberstehen. Dem Staat wird es mehr oder weniger unmöglich, sich als die Ein­heit des Entgegengesetzten zu betätigen. Wenn Ge­rechtigkeit das Fundament eines Reiches ist, so wird diese Gerechtigkeit sich fortwährenden Anzweiflun­gen von feiten jener ausgesetzt sehen, die sich unge­recht behandelt fühlen, weil sie nicht auf eigenes Tun ihre Existenz begründen und sicherstellen kön­nen. So kommt es nicht zu jener nationalen Ein­heit, deren Träger eine hochgemute Volksseele ist. Das in den einzelnen Menschen erschütterte Gleich­gewicht wirkt sich als Erschütterung auch des staat­lichen und nationalen Gleichgewichts aus.

So wächst die seelische Problematik aus der Ar­beitslosigkeit an, daß die Zukunft in ihren Funda­menten gefährdet ist.. Die Ueberwindung der Ar­beitslosigkeit wird daher zur vordringlichsten Not­wendigkeit. Eine Gesellschaft kann auf die Dauer die ungeheuren Stöße nicht ertragen, die gegen das äußere und innere Dasein ganzer Gruppen von Menschen toben. Wo die seelischen Stützen wanken, bricht auf die Dauer alles zusammen.

Preußischer Landtag.

Der Preußische Landtag lehnte in seiner Don- nerstagsitzung mit 229 Stimmen der Regierungs­parteien und der ausgeschlossenen Kommunisten gegen 196 Stimmen der Opposition den deutsch- nationalen und den kommunistischen Mißtrauens- antrag gegen den Innenminister ab. Das Ergebnis wurde bei den Regierungsparteien mit stürmischem Beifall ausgenommen. Dem Geschäftsordnungs­ausschuß überwiesen wurde ein sozialdemokrati­scher Antrag, der sich mit der Affäre Franzen be­schäftigt. Er nimmt bezug auf die Aussage des Landtagsabgeordneten Loshe (Rats.) vor dem Braunschweiger Gericht, wonach Lohse am Tage des ersten Reichstagszusammentritts seine Abge­ordnetenlegitimation seinem Parteifreund Guth überließ und verlangt, daß der Landtag den Abg. Lohse wegen dieses unerhörten Mißbrauchs mit seiner Abgeordnetenkarte die schärfste Mißbilligi"-

Von links nach rechts: Graf Kalckreuth, Präsident des Reichslandbundes. Dr. Anton Fehr, Vor­sitzender des deutschen Bauernbundes. Dr. Hermes, der Präsident der Vereinigung der Bauernvereine.

Die Führer der landwirtschaftlichen Vereinigungen haben die Grüne Front wieder zü einer aktionfähigen' Einheit zusammengebracht, um die landwirtschaftlichen Interessen mit vereinten Kräf­ten vertreten zu können. : . : 1 .

erscheint »echsmal wöchentlich. Wochenbeilagen „Die West im Bild" und „Buchcnblätter" Rotationsdruck und Perlaa der Fuldaer Slctiendruckerei in Fulda. Fernrufe. Schrift- leitunc 1152 Fuldaer Rciiendruckerei 1150 und 1151 ::

schäft Schiele die in Berlin anwesenden Vertreter der Grünen Front, die auf den außerordentlichen Ernst der Lage in der Landwirtschaft hingewiesen und in einem an den Reichsernährungsminister gerichteten Schreiben diejenigen Maßnahmen auf den wichtigsten Gebieten in Vorschlag brachten, deren sofortige Inangriffnahme not­wendig sei. Sie wiesen insbesondere auf die große Eilbedürftigkeit der zu treffenden Maßnahmen hin. Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsminister Schiele betonten, daß sich die Reichsregierung der überaus schwierigen Lage der deutschen Landwirt­schaft durchaus bewußt sei. Das Reichs­kabinett habe bekanntlich bereits vor einigen Tagen, nämlich am 25. Oktober, gewissen Vor­schlägen des Reichsrninisters für Ernährung und Landwirtschaft seine Zustimmung erteilt, und es be­stehe im Reichskabinett Uebsreinstimmung darüber, daß diese dringendsten Maßnahmen nun auch be­schleunigt in Kraft treten müßten.

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Die in Berlin versammelten Vorsitzenden der deutschen Landwirtschaftskammer nahmen Stellung zum Regierungsprogramm. Sie begrüß­ten es, daß die Reichsregierung ihren Vorschlägen zur Sanierung der Reichsfinanzen und zur Gesun­dung der deutschen Wirtschaft die Grundlage voran­gestellt hat:

„Nicht höhere Steuern, sondern allein Spar­maßnahmen, Entlastung, Wieder- Herstellung des Vertrauens",

wtb. New Jork, 7. Noo. (Gig. Meldg.). Nach- W laut dem heute früh mitgeteilten offiziellen Erzebnis der Wahlen in dem noch ausstehenden ^Distrikt Indiana die Demokraten mit 4 Stimmen Mehrheit über die Republik«- siegten, verfügen die Demokraten nunmehr -^präsantantenhaus über 217 Sitze gegenüber t h w ^en ^er Republikaner und einem Farmer- um> Arbeitervertreter. Das Ergebnis für Illinois, wo zur Zeit ein Republikaner mit geringer Mehr- ZvJWirt. steht noch aus. Demnach können sich also FWWraeije je 217 Demokraten und Republikaner m Repräsentantenhaus gegenüberstehen, wodurch

. glimme des Farmer-Arbeiter-Vertreters die "».k9 Zufällen würde.

«oJ-p. gefährdeter erscheint die republikanische icbm e ®enat da unter den 48 republikam- Rften ^natoren etwa 15 sogenannte Insurgenten "le zusammen mit dem einen Senator der »Mer-Arbeiter-Partei zwischen den restlichen 33 emu Republikanern und den 47 Demokraten "»scheiden werden.

Die Abrüstungs-Debatte.

halte s-ch aber für verpflichtet, ihrer einmütigen Auffassung dahin Ausdruck zu geben, daß auf dem im Regierungsprogramm vorgesehenen Wegen allein das erstrebte Ziel nicht zu erreichen fei. Insbesondere wäre eine wesentliche Herabset- zungdergesamtenöffentlichenLasten über das vorgesehene Maß hinaus notwendig.

— Die Entschließung richtet sich sodann gegen den Doung-Plan. Ferner wird von neuem eine grundlegende Aenderung der deutschen Han­delspolitik unter Ausgabe der bisherigen Handha­bung der Meistbegünstigtenklausel gefordert. Als weitere dringlich notwendige Maßnahmen werden der Beimischungszwang für Roggen, eine Neuregelung der Einfuhrscheine und geeignete Vorkehrungen gegendieSchleu- dereinfuhr von Erzeugnissen der rul- sischen Land - und Forstwirtschaft be­zeichnet und die angekündigte Erhöhung des B,renn- rechites bei möglichst hohem Beimischungszwang für Treibstoffe begrüßt.

Das Ost Hilfegesetz soll auf die gesamten deutschen Ostgrenzen unter Sicherung der Führung des Reiches erweitert werden. Kritik wird geübt an dem Steuerreformprogramm der Reichsregie­rung. Insbesondere wandte sich die Versammlung gegen die Schaffung einer landwirt- schaftlichenEinheitssteuer und gegen den vorausgesehenen sechsjährigen Hauptfeststellungs- zeitraum.

nungsmäßigen Hinweis unterbrochen wurde, kam es zu einem Zwischenfall, als der Präsident er­klärte, es sei ihm nicht möglich, jetzt noch die f r a n- zäffische Uebersetzung der Erklärung Litwinows vornehmen zu lassen. Zum Protest gegen diese Anordnung des Vorsitzenden verließen die zahl­reich erschienenen Vertreter der Weltpresse gs- schlossen den Sitzungssaal.

* Erhöhung des schulpflichtigen Alters in Eng­land. Das Unterhaus nahm den Gesetzentwurf, der zwecks Bekämpfung der Arbeitslosigkeit die Schulpflicht bis zum 15. Lebensjahr heraufsetzt, mit 294 gegen 227 Stimmen in zweiter Lesung an.

uld aerZ ertung

Anzeiger für die Stabt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches kreisblatk.

ausfrh ,-er Eröffnungssitzung des Borbereitungs- Äfert» ’n Genf erinnerte der deutsche Delei- "Bernstorfs an feine Erklärung Mai 1929, in der er von den damaligen pie.deutsche Regierung völlig unannehmbaren fc-T-Uffen ab gerückt sei und die Verantwortung !e weitere Gestaltung des Konventionsend- Hs -tv Mehrheit des Ausschusses überlassen deutsche Regierung könne einer Ab- ktav?» »?"dention, auch wenn sie nur eine erste ^^^darsteiien solle, nur zustimmen, wenn sie Burk» "gemente erfasse. Dieser Forderung Lcke „ e_,. Konvention in ihrer jetzigen Gestalt gerecht.» Beharre die Mehrheit des Aus» :ör^.5 aut "ihrem bisherigen Standpunkt, dann don den weiteren Arbeiten des Kts nichts versprechen, und es sei dann iHihT Arbeiten sobald als möglich zum m » t bringen, damit der Völkerbundsrat K^1 -t Abrüstungskonferenz, auf der die 2\-.- ascheidung über die Abrüstung falle, tz^.^b)!tmögl:chen Termin, nämlich zum 1. Ro- fornr einberufen könne.

« ■?' Bernstorfs schloß mit der Feststellung, Rest ^il der Unzufriedenheit in der

etzten - '^I^zürückzusühren sei, daß man m den Pro*. ' ?echren nur viel von Abrüstung ge- B habe, daß aber die Welt immer noch T»scheidende Tat warte.

blaer« 7? b-*0 Delegierte Litwinow gab eine önltuira *ung >n der er die grundsätzliche ,.et Lowjetregierung zu den Arbeiten eoundes über die Abrüstung barlegte. Im «m ißiäi'h1 , 'e Erklärung Litwinows, die von IZenten einmal mit einem geschästsord-

Von der Reichswehr.

öer Rrichswehnninister dem Offizier-Korps ™ der Reichswehr geschrieben hat.

Dosi Ztg- und B. T. veröffentlichen den kurz J*b‘er Urteilsfällung im Leipziger - Prozeß eichswehrminister ® roener an das jcrkorps der Reichswehr gegebenen Erlaß, m der Minister zu dm durch den Prozeß gegen Ulmer Offiziere akut gewordenen Fragen ng nahm.

Zn dem Erlaß heißt es u. a.: Die Reichswehr un& muß ihrem ganzen Wesm nach im höchsten Maße national sein. Es ist aber eine Uebev- bellWeit ohnegleichen und ein tiefbedauerlicher mangel an Autoritätsgefühl, wenn junge Offi- ,,'er e ihren höchsten. Vorgesetzten, also auch dem Reichspräsidenten v. Hindenburg, Mangel an Nationalgefühl vorwerfen und sich an« .-aßen, allein zu wissen, was national ist. Es ffi aber eine Vermessenheit und eine erstaunliche (Überschätzung ihrer Urteilskraft, wenn junge Offi­ziere, die die außenpolitischen und f inan- ziellen Möglichkeiten in keiner Weise beurteilen können, von unzureichenden Landesschutzmahnah- > men sprechen und offen Kritik daran üben. Die Reichswehr ist überparteilich und rein staatlich ein- «stellt. Sie muß unbedingt aus dem Streit der Parteien und den politischen Tageseinflüssen herausgehalten werden. Es gibt also keinen Rechts­oder Linkskurs. Alle militärpolitischen Maßnah­men und Anordnungen sind allein von diesem Ge­sichtspunkte diktiert. Es ist eine üble NachkriegÄ- psychofe, daß jeder junge O f f i z ie r sich be­rechtigt glaubt, an allen Befehlen der Führung Kritik üben und für jede Maß>- nahme eine Begründung und Erklärung verlangen zu können. Die Festigkeit jeder Wehrmacht beruht aus einem vorbehaltlosen, uneingeschränkten Ge­horsam. Soldaten, die vor Ausführung von Beschien prüfen wollen, ob diese Befehle ihrer Anschauung entsprechen, sind keinen Schuß Pulver wert. Solche Gedanken bedeuten die Vorstufe zur Meuterei, zur Auflösung der Reichs­wehr und in der weiteren Folge zum Kampfe Aller gegen Alle. Für die junge Wehrmacht war es einer der schwärzesten Tage, an dem Offi­ziere vor dem Reichsgericht ähnlichen Gedanken- gängen Ausdruck gegeben haben. Es ist selbst­verständlich, daß Offiziere mit derartigen Ansich­ten nicht in der Reichswehr bleiben können. Ich erwarte daher von jedem Offizier, der Ehrgefühl und den Mut zur Wahrheit hat, daß er sofort aus der Reichswehr aus scheidet, itoenn er ähnlichen Gedankengängen huldigt.

Das B. T. berichtet dazu, daß der Erlaß von dem Nachrichtendienst der nationalsozialistischen Fraktion des sächsischen Landtags veröffentlicht wurde. Durch eine Indiskretion, die wohl nur aus Reichswehrkreisen stammen könne, habe die Dresdener Nachrichtenstelle der Nationalsozialisti­schen Parte: Kenntnis von dem Erlaß erhalten.

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Da Ergebnis in Amerika!

Reichskanzler Dr. Brüning empfing im Beisein des Reichsministers für Ernährung und Landwirt-

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