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jahrelangen Forschungsreisen, die immer wieder unter­brochen wurden durch Studienjahre in England, Rom, Paris und Jerusalem, kam sie immerhin in Kontakt mit der arabischen Bevölkerung, kannte deren Stammeseigen- tümlichkeiten, -feinschaften und -btndungen wie kein zwei­ter; von der kunstgeschichtlichen Forschung kam sie im­mer mehr zur Archäologie, fand — wie Schliemann — unter der geglaubten „ältesten" Kulturgeschichte eine ältere, und noch eine ältere.

Dieses reiche und beglückende Forscherleben wurde jäh durch den Krieg unterbrochen; doch brachten ihre nahen freundschaftlichen und verwandtschaftlichenBeziehungen zu den einflußreichsten Männern sie sehr rasch an den einzig ihr entsprechenden Posten: sie organisierte — zusammen mit dem fast sagenhaften Oberst Lawrence (sie aber von Osten aus) den Aufstand der Araber gegen die Türken: sie, eine weiße Frau unter diesen streng patriarchalisch organisierten Nomaden! Ihre unglaubliche körperliche Kraft erlaubte ihr, nach Tagen voll undenkbaren Strapa­zen abends im Zelt noch die entzückendsten, witzigsten Briefe für ihre Eltern niederzuschreiben, die wir nun in zwei starken Bänden in der Auswahl ihrer Mutter lesen dürfen. Ohne jede Spur von Chauvinismus sind diese einzigartigen Briese — wirkliche Briefe in einer Zeit, die die Kunst des Briefschreibens angeblich verloren hat! — Ein einziges Beispiel für viele: Anfang 1918 kam sie mit dem englischen General nach Babylon, an die Stätte der deutschen Ausgrabungen und gedenkt traurig der frühe­ren gemeinsamen Forscherarbeiten: „was {üv eine schreck?

liche Welt zerstörter Freundschaften haben wir um untz geschaffen!"

Der Krieg ging zu Ende, und sie erlebte das Glücks schöpferisch mittätig zu sein an dem neuen arabischer» Staat, Irak. Unermüdlich arbeitete sie für ihre arabi« schen Freunde, deren Eigenart anderen Europäern so ganz fremd und unverständlich blieb. Aber daneben gw hörte ihr glühendes Interesse der Erforschnug der Vor­zeit — etwas, was arabischem Denken fast als sündhaft galt und ohne ihre Vermittlung kaum möglich gewesen; sie erreichte die Erlaubnis zur Ausgrabung uralter Kult- stätten, vor allem von Ur, der Heimatstadt Abrahams. Die ganze Fülle historischer und kulturhistorischer Schätze, die gerade in Ur gehoben wurde, hat sie zwar nicht mehr gesehen: als ein Opfer des Klimas ist sie gestorben und hinterließ ein großes Erbe, aus dem ein Museum errichtet und die Ausgrabungen weiter finanziert wurden. Und die Funde, die auf eine bisher ganz unbekannte Kultur, älter als die ägyptische, Licht werfen, ftnd so recht die Bestätigung ihres Lebens: auch diese uralte Kultur ist nicht nur bodenständig: sie zeugt von völkerverbindendem Handel und Verkehr in Zeiten, wo man bisher noch nicht einmal die Zähmung der Haustiere durch den Menschen annahm. In den scheinbar unlöslichen Konflikten, bi( sich heute zwischen Europa und Asien austun, ist es gut, wieder an die unendliche Weiträumigkeit der Geschichte zu denken, in der stets Kultur erwuchs aus Verbindung, aus allseitiger Durchdringung der autochthonen Kulturen, nie aus feindlicher Abschließung,

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31. Oktober

Beilage zur Fuldaer Zeitung

Martha Große.

macherü» und diese drei Dinge dürfen nicht das Muh bei

tetr die jetzigen schwierigen Verhältnisse in der chinesi­

schen Mission. Opfer und Gebet der Heimat mögen den g-»der Ernährung des Kindes bilden. Eier, in Speisen em- ____ 4.1. IX J.1___ CT ;; f r . . rforirhrt nnh mirfl da nur matzia. rufen oft stärkere Wlr-

Missionaren die Arbeit erleichtern. Bischof Müller

führte in die große Vergangenheit des Nordens. Von Westfalen sei durch den hl. Ansgarius das Glaubenslicht nach Schweden gebracht worden. Dort seien jetzt die Mis­sionare und Missionsschwestern größtenteils Deutsche. Seine temperamentvollen Ausführungen schlossen mit einem herzlichen Danke für die ihm gebotene Hilfe und mit der Bitte, auch weiterhin zu helfen. Inzwischen war,

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die mit feinem psychologischen Takt auch die verstocktesten Herzen zu öffnen versteht.

Unter der Leitung der ersten Kriminalpolizeirätin, Friederike Wicking, arbeiten in Berlin nun 46 Beamtin­nen. Mancherlei Anfangsschwierigkeiten waren zu über­winden, vor allem das Vorurteil vieler und das Miß­trauen des Publikums. Selbst die männlichen Kollegen, die wohl am hartnäckigsten gegen die weiblichen Krimi­nalbeamtinnen angekämpft hatten, sind heute anderer, gegenteiliger Meinung, denn die günstigen Erfahrungen, die man überall in engster Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen gemacht hat, haben sie von ihrem Irr­tum geheilt.

lebhaft begrüßt, Frau Ministerialrat Weber erschienen; sie überbrachte die Grüße des Präsidiums des Katholiken­tages und erinnerte daran, daß auch heute noch wie in der ersten Christenheit die Missionare mit jubelnden Her­zen hinausziehen und mit Lächeln auf den Lippen in den Tod gehen, daß der Katakombengeist fortfahre zu wehen und das Höchste sei, das die Welt umgeformt habe.

Wiederum lebhaft begrüßt, sprach Fürst Löwen­stein; er überbrachte die Grüße des Franziskus-Tave- rius-Mifsions-Vereins und betonte, daß die Versorgung der Missionen mit Paramenten durch die Missionsver­einigung der Frauen und Jungfrauen eine wertvolle, ge­rade den Frauen liegende wichtige Ergänzung der Arbeit des Franziskus-Taverius-Missionsvereins fei. Er ermu­tigte zu weiterer eifriger Tätigkeit für die Missionen und die Diaspora.

Zum Schluffe sprach das als Rednerin bekannte Ver­einsmitglied Frau Geheimrat H e ß b e r g e r M. d. L., über die apostolische Tätigkeit der Frau.

Mit dem Danke des Versammlungsleiters Prof. Dr. Lenz an die Redner und Rednerinnen, an die Ver­sammlung wie an den Muckermannschen Frauenchor, rdel- cher den Abend stimmungsvoll umrahmt hatte, wurde die Versammlung geschlossen.

. Elllzu ost kann man heute hören, daß unser Leben kei- uei Abenteuern mehr Platz böte: alles sei normalisiert I*® öwilisiert: die entlegensten Gegenden der Erde wür- i-11 Don Cooks nüchternen Reisegesellschaften banalisiert, ^.primitivsten Stämme besäßen Radioanlagen, Autos ka ®ranitnoPf)one mit den gleichen Schlagern, kurz, für ®.e,c^c Eigenarten sei heute auf der ganzen weiten tein Platz mehr. Es kommt aber da sicher auf den «Wn ganz 'Hein an: es gibt Leute, denen wirklich l/5 i° öd und gleichartig aussieht, und andere, die in der enhf■*at• unintereff onteften Umgebung und Situation un- bi«° entdecken und beobachten: und das sind auch . Wahren Reisenden und Entdecker: ihre Phantasie bil- tjn<QUs sandbedeckten Hügeln Stätten uralter Kultur; sie "vier der modernen Firnis uralte Sitten und Vor- ^"Ngen. Für sie gibt es unerschöpflichen Reichtum, wo cL r -‘C toeiten- Sft das nun eine angeborene Gabe, jjQm ®ßt sie sich wecken und pflegen? Die Frau, deren en uns noch so unbekannt ist, und die doch in unendliche Schätze für uns alle be- r’W hat, könnte uns lehren, wie man fein Leben auch

Die Vitamine, die die rohen Früchte enchalten und Me ihnen durch das Kochen, zum Teil wenigstens, entzo, gen werden , verleihen dem Kinde da sgesunde Aussehen. Viele Mütter würden erstaunt sein, wie sehr sich der Appetit ihres Kindes steigert, wenn man ihm zum Früh- stück anstatt einer Tasse Milch und einem Butterbrot zwei bis drei gelbe Rüben, die man vocher sorglich ab- geputzt hat, gibt. Sollten die Kleinen die Rüben in rohem Zustand nicht gern essen wollen, so kann man sie, so wie Meerettich auf einem Reibeisen fein reiben, mit ein wenig Zitrone und Zucker zubereiten. Ebenso soll man Mohrrüben zubereiten und den Kindern zum zwei- ten Frühstück, aber auch nachmittags vorsetzen. Zur Zeit, wenn die Kohlrüben reif und nicht holzig sind, sollen Kinder Kohlrüben wie Aexfel geschält, verzehren; auch Blumenkohl, nachdem man ihn gut gewaschen hat, da­mit keine Würmer darin sind, kann man den Kindern in rohem Zustand geben. An Stelle von Wasser ver­abreicht man besser den Saft von Kompotten oder rohes Obst. Man kann damit ebenso den Durst stillen, womit natürlich nicht gesagt sein soll, daß man den Kindern gar kein Wasser geben soll. Gutes srisches Master ist sogar für den Körper notwendig und darf ihm nicht ent­zogen werden, nur soll man durch das Verabreichen der Obstsäfte verhüten, daß Kinder, wie sie es so gerne tun, zu oft im Tage das kalte Wasser hinunterschütten; außer­dem nehmen Kinder durch gesüßte Getränke viel mehr zu und trinken sie ja nicht ungern.

Mütter, die ihre Kleinen im Herbst auf solche Art er* nähren, werden staunen, wie ihr Hunger ost nicht zu stillen sein wird, während früher oft alles Reden und alle schönen Versprechungen nichts geholfen haben.

in unserer angeblich so unpoetifchen Zeit reich und so leuchtend machen kann, daß sich viele an dieser Flamme wärmen können.

Gertrude Bell ist eine typisch englische Frau gewe­sen; aus der gesichertsten Schicht des Großbürgertums stammend, war ihr von frühester Kindheit an der unbe­fangene Verkehr mit bedeutenden Menschen ebenso selbst­verständlich wie große „Bildungsreisen" und sorgfältigste Ausbildung all ihrer reichen geistigen und körperlichen Anlagen. Aus einer interessierten Vergnügungsreisenden im Orient wurde sie durch die seltene Fähigkeit, sich auch in die Lage des bescheidensten und unscheinbarsten Die­ners oder Trägers oder Führers zu versetzen, zu einer hervorragenden Kennerin der arabischen Dialekte und des außerordentlich komplizierten soziologischen Milieus, das eine fast groteske Mischung uralter Nomadentradition mit modernen Zivilisations-Errungenschaften" darstellt.

Zunächst arbeitete sie als Kunsthistorikerin, versuchte die verschollene frühchristliche Baukunst Kleinasiens aus Ruinen und Trümmern zu rekonstruieren. Bei diesen

gerührt und auch da nur mäßig, rusxn ost stärkere Wir­kung hervor, als in natürlicher Art verabreicht. Außer­dem ist oft schon darauf hingewiesen worden, daß zu

von den tafljol Frauen "Organisationen.

Die Mfsionsvereinigung katholischer Frauen und Jungfrauen auf dem Katholikentag in Münster.

Als Kind des Katholikentages von Landshut 1897 und seither alljährlich von den deutschen Katholiken­tagen empfohlen, wollte sich die Frauen-Missionsvereini- gung auch in Münster zeigen und unter dem Motto „Ka­ritas Christi urget nos" mit erscheinen. Am 3. September hielt sie dort im Marianum ihre diesjährige Delegierten­tagung ab, die mit der Eröffnung einer sehr reichhalti­gen Ausstellung im Borromäum abschloß. Leider war der gebotene Raum nicht groß genug, um all bas, was die katholische Liebe und der apostolische Eifer der kath. Frauenwelt Deutschlands dem Glaubenswerke der hl. Kirche geboten, hier zur Schau zu bringen. Die Ar­beiten aus 21 Diözesen waren hier zusammengetragen: mehr denn 100 Meßgewänder, 5 vollständige Ornate (Kapellen), Chormäntel und Segensvelen in ansehnlicher Zahl, ein großer Reichtum an Alben, Rochetten, Altarlei­nen verschiedenster Art und dazwischen eine vollständige Altarausrüstung, ferner 3 Tragaltäre, 2 Monstranzen, mehr denn 1 Dutzend Kelche und Ziborien, dann Oel- gefäffe und Custodien, teils gestiftet, teils aus geschenk­tem alten Gold und altem Silber hergestellt. — Dazu die Tausende von Kleidern für die Neophyten und Kate­chumenen, Strümpfe und Kleidungsstücke für die Missio­nare und Missionsschwestern.

Die beim Katholikentage anwesenden Kirchenfürsten, an ihrer Spitze der Hochwürdigste Apostolische Nuntius, beehrten die Missionsausstellung mit ihrem Besuche und hatten warme anerkennende Worte für diese apostolische Tätigkeit des in Deutschland 310 000 Mitglie­der zählenden Frauen-Missionsvereins.

Am 6. September abends 20 Uhr hielt die Vereini­gung im gut besetzten Saale des fiiebfrauenftiftes ihre Missionsversammlung ab. Der Leiter, Prof. Dr. Lenz (Trier) begrüßte die Versammlung, besonders die Redner des Abends: den Missionsbischof Augustinus Henning- h a us von Denchoufu, China, den Bischof Müller von Schweben und Frau Geheimrat Heßderger M. d. L. MU Begeisterung wurde folgendes an Baronin Gebsat­tel gerichtete Telegramm Sr. Eminenz des H. Kardinal- Staatssekretär aufgenommen: .Heiliger Vater sendet den in frommem Eifer für das Werk katholischer Mission dort tagenden Frauen und Jungftauen von Herzen Apostoli­schen Segen. Kardinal Pacelli". Der Versammlung wohnten noch bei der Bischof Robu von Passy, Domka­pitular Gieben und verschiedene Mitglieder des Klerus. Bischof Hennninghaus, welcher seit 40 Jahren in China arbeitet, dankte zunächst für die vielen Wohltaten, die er von der Vereinigung empfangen habe, und beleuch-

häufiges Eieressen, namentlich bei Kindern, Hautaus- schläge hervorruft, deren Behandlung oft sehr viel Zeit und Geduld erfordert.

Um all diese unangenehmen Dinge kommt man herum, wenn man den Kindern Rohkost verabreicht.

Rohkost für Mnder.

Von Lucy Kranz, Wien.

Zu dem Thema, wie man Kinder ernähren soll, ist schon so unendlich viel gesagt worden, viele Variationen der Art der richtigen Ernährung wurden behandelt und noch immer setzt man nicht den Schlußpunkt. Nun kann man aber niemals, auch bei noch so zärtlicher und auf­merksamer Pflege u. Liebe, bei Erwachsenen gut machen, was man meist, als diese Erwachsenen noch Kin­der waren, zu tun vergessen hatte. Mütter sollten eigent­lich Tag und Nacht darüber nachdenken, wie sie ihr Kind ernähren, ihm die Kost abwechslungsreich und im­mer wieder neu schmackhaft zubereiten sollen.

Schon zum Kapitel „Milchtrinken" wäre einiges zu sagen. Es ist eine ganz irrige Anschauung daß das Milchtrinken allein den Kindern besseres Aussehen ver­leiht. Milch ist wohl in unverfälschtem Zustande ein sehr wichtiger Faktor, doch soll man bas Getränk den Kleinen nicht öfter als zwei Mal im Tage vorsetzen. Speziell bei Kindern, die an Verdauungsstörungen lei­den, stellt sich nach zu häufigem, zu reichlichem Milch­genuß eine manchmal hartnäckige Stuhlverstopfung ein und die Gegennuttel, die dann angewendet werden müs­sen, tragen durchaus nicht zu einem guten Aussehen bei. Kinder fangen dann an, über Kopfschmerzen zu klagen, die aber in den meisten Fällen nur als Ausrede ange­sehen und nicht ernst genommen werden. Die meisten Mütter leisten ihren Babys erst dann Hilfe, wenn sie be­merken, daß die Kleinen ihre ganze Elastizität und Frische verlieren. Für jede Mutter sollte es ein©. O. S. Ruf sein, wenn sie durch ein paar Tage die Beobachtung gemacht haben, daß die Verdauung des Kindes nicht so in Ordnung fft, wie sie sein sollte. In vielen Fällen stellt sich bei Kindern nur durch den zu häufigen Ge­nuß von Milch Verstopfung ein. Das zu häufige Milch­trinken am Tage nimmt außerdem auch den Appetit, der bann wieder durch mehr Aufenthalt in würziger Luft und viel Bewegung zu erlangen ist. Die Devise „Milch, Eier, Butter" ist durchaus nicht immer allein selig­

lichen sowie weiblichen Personen. Mitwirkung bei der Durchführung des Gesetzes zur Bekämpfung von Ge­schlechtskrankheiten, bei der Ueberwachung von Licht­spieltheatern, Kabaretts, Versammlungen und Vorträgen, Gast- und Schankstätten mit Bezug auf Durchführungen der Bestimmungen zum Schutze der Jugend. Es kom­men hierzu: Vernehmungen weiblicher Personen bei Sexualdelikten und anderen Vergehen, bei denen eine Vernehmung durch die Frau zweckmäßig erscheint. Auch die Vernehmung von Kindern, Ermittlungen per­sönlicher und wirtschaftlicher Verhältnisse von Jugend­lichen und Frauen sind Aufgaben aus dem Bereich der weiblichen Kriminalpolizei.

Und Ehre wem Ehre gebührt: Nicht nur die Staats» anwalffchaft sondern auch die Gerichte sind des Lobes voll über die Tätigkeit der weiblichen Kriminalpolizei,

Gesunde Rüche im November.

Im November pflegt in unserem Klima meist bet Winter schon bte Zügel der Regierung an sich zu reißen. Da heißt es nicht nur in ber Kleidung, sondern auch in der Ernährung sich umstellen.

Frisches Obst und srisches Gemüse werden immer teurer und seltener, einzig der deutsche Apfel bleibt von ber Obstfülle des Herbstes übrig. Aepfel eignen sich wegen ihres Gehaltes an Fruchtzucker, Vitaminen und Salzen für jung und alt, zumal sie in Gestalt von Apfel­mus von kleinsten Kindern ebenso wie von alten Leuten mit schwachem Magen ober mangelhaftem Gebiß bequem genossen werden können.

Die frischen Gemüse muß in weitem Maße jetzt dis Kartoffel ersetzen. Sie stellt durch ihren Gehalt an Nährstoffen, ihren billigen Preis und ihre vielseitige Zubereitungsmöglichkeit ein wirkliches Dolksnahrungss mittel dar. Ihr Hauptwerk für unsere Ernährung be­ruht auf ihrem Reichtum an Zuckerftoffen (Kohlenhydra­ten) und an Vitaminen. Letztere dürfen aber nicht durch unzweckmäßige Zubereitung dem Körper entzogen wer­den. Um sie zu erhalten, ist es nötig, Kartoffeln stets mit der Schale zuzubereiten, am besten im Dump stopf zu dämpfen oder ungeschält mit kaltem Wasser anzu­fetzen. Selbstverständlich können auch bei verschiedenster Art der Zubereitung Kartoffeln stets nur als Beikost zu anderer Nahrung dienen, da ihnen Fest und Eiweiß fast ganz schien. Also man gebe z. B. Kartoffeln mit Butter und Hering, Kartoffeln mit Fleisch und Sauce. Als zweckmäßige Winterkost wird man neben den Fetten auch dem Fleisch notgedrungen jetzt einen etwas größeren Raum im Küchenzettel einrgumen müssen. Der November gemahnt uns in diesem Zusammenhänge an die Martinsgans. Wer sichs leisten tarnt, der mag jetzt Gänsebraten essen, allein Gänsebraten fft meist recht fett Deshalb sollten Magen- und Gallenkranke mit seinem Genuß besonders vorsichtig fein, wenn der Arzt ihn nicht ganz verboten hat. >'

Zu den Fleischarten der „Saison" gehört auch W i l d p r e t, insbesondere im November Rebhühner und Hasen. Wild fft, schmackhaft zubereitet, nicht nur eine' Delikatesse, sondern wegen seiner leichten Verdaulichkeit auch besonders geeignet für die Krankenstube.

Dr. C. K. 1

Ein modernes und reiches Frauenleben.

Sie grabt in kleiuafiatifcheu Ruinen. — Sie organisiert deu Araberaufsiaud. — Sie W am Aufbau des Staates Zrak. — Sie entdeckt die uralkeu Kultstalken Abrahams.

Von M. Dora Edinger.

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Gebet.

Uni Tod und Leben schließt du deine Hände, sichst das Blühen, und du siehst das Sinken, _ segnest erster Morgenfrühe Blinken

ynd bettest weich im Abend das Gelände.

Du pochst im Pulsschlag junger Herzensbrände, Du weinst im Leide ärmster Kreaturen, In Meerestiefen leuchten deine Spuren, Und finden in den Sternen noch kein Ende.

O der du weißt von deinen Kindern allen, Verborgnes Leid und Aufstieg und Versagen, Zu dir will ich mein letztes Elend tragen, Und falle ich, fo laß in dich mich fallen.

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' Weibliche Kriminalpolizei.

Von Max Walther Wotan, Leipzig.

Vor 3 Jahren trat die erste weibliche KriPfsalbeam- tin ihrm Dienst im Polizeipräsidium in Berlin SÄ Alexan» I—.tnte an. Und heut« sind nach der Feststellung des preußischen Innenministeriums in deutschen Großstädten 195 Kriminalbeamtrnnen tätig, 46 von ihnen bei dem »plizeipräsidium in Berlin. Die weibliche Kriminalpo­lizei ist von den übrigen Abteilungen vollständig im Dienstgebäude getrennt und macht sich schon äußerlich ppf das Vorteilhafteste bemerkbar. Die Türen und ffWnde sind in Hellen Farben gestrichen, und Bilder und Blumen geben den Räumen der weiblichen Krimi­nalpolizei ein freundliches Gepräge. Man kann verste­hen, daß die freundliche Umgebung nicht ohne einen Ein­fluß auf die zu Vernehmenden ist, daß sich hierdurch die Herzen leichter öffnen, weil das ganze Milieu dazu an­getan ist, das Gefühl zu erwecken, in dieser Umgebung eher Verständnis zu finden. Und das ist von größter j Nichtigkeit, daß die weibliche Kriminalpolizei Derttauen von vornherein erwecken will, aufhören will, das Echreckensgespenst der Gefallenen zu sein. Sie will nicht ob Gegnerin, sondern als Helferin derer gelten, die durch hunger, elende Wohnung, schlechtes Beffpiel in frühester Jugend verführt, niemals Gut und Bose unterscheiden lernten und immer tiefer sanken, ohne daß sie jemand aufhielt.

Die weibliche Kriminalpolizei wird als „Gefahrdeten- polizei" bezeichnet und hat jetzt im wesentlichen vorbeu­gende und der Fürsorge zuleitende Aufgaben. Besonders gilt die Sorge der weiblichen Kriminalpolizei der ge­fährdeten Jugend, die sie, wenn irgend möglich, aus ih­rer gefährlichen Umgebung zu entfernen versucht, ober eben durch vorbeugende Ueberwachung vor dem allerer­sten Straucheln schützt. Einen sehr bedeutenden Anteil der Arbeit beanspruchen Sittlichkeitsdelikte aller Art, die bei ber Aufklärung oft genug das größte Zartgefühl er­fordern. Eine besondere Abteilung befaßt sich mit der Aufklärung von Diebstählen und anderen Eigentums­delikten, begangen durch Frauen, Mädchen und Kinder. Dan« Schutz der Minderjährigen vor körperlicher und sittlicher Verwahrlosung, Ueberwachung des Strahenhan- dels, Verhütung des.Bettelns von Kindern und Jugend-