Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt r—, SUtlh*' ittth nlAftAnßhvitrl ttwS CDavUa
Freitag, 31. Oktober 1930
ÄeL<X im Bild' und „Buchenbiälter". Rotationsdruck und Verlag [t* fcUO der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leituna 1152, Fuldaer L'ctiendruckerei 1150 und 1151. ::
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der anderen deutschen Länder fehlen. Auch die Witwenbezüge sind darin nicht enthalten.
Es sind wiederholt Versuche unternommen worden, eine Kürzung dieser hohen Pensionen herbeitzuführen. Die Regierung W i r t h hat dem Reichstag im Jahre 1921 ein Pensionsverkürzungsgesetz vorgelegt. Dieser Entwurf sah im allgemeinen vor, daß eine Kürzung der Pension eintreten sollte, wenn der Beamte neben seiner Pension oder seinem Wartegeld eine gewinnbringende Bv- schäftigung außerhalb des Reichs- und Staatsdienstes ausübt und daraus ein steuerpflichtiges Einkommen von mehr als 10 000 Mk. bezieht. 50 Prozent des 10 000 Mark übersteigenden Betrages sollten an der Pension gekürzt werden. Gegen dio- ses Gesetz entfalteten die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei eine heftige Agitation. Die Entscheidung fiel in der Sitzung des Reichstages vom 27. Mai 1922. Es stimmten mit Ja 217 Abgeordnete, mit Nein 109 Abgeord- "ete. Der Gesetzentwurf war also mit einfacher Mehrheit angenommen. Wenn das Gesetz jedoch eine Verfassungsänderung darstellte, wie der Reichsrat behauptete, so hätten von den 327 akt- gegebenen Stimmen 218 dafür stimmen müssen. Zur verfassungsmäßigen Verabschiedung des Entwurfs fehlte in diesem Falle eine Stimme. Später hat dann der Reichsfinanzminister Dr. Hermes dem Reichstage mitgeteilt, daß er das Gesetz dem
wtb. London, 30. Okt. (Eig. Meld.) Die Blätter veröffentlichen Auszüge aus dem Jahresbericht über die wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutschlands, den der Handelssachverständige Thel- wall und der Handelssekretär der britischen Botschaft in Berlin Eadrad erstattet haben und der sich auf die Zeit bis zum 30. Juni bezieht. U. a- heißt es darin:
Deutschland braucht zweifellos noch mehr langfristige Ausländsanleihen für seinen normalen Kapitalbedarf und zur Bestreitung seiner Verpflichtungen gegenüber dem Auslände, aber wahrscheinlich in geringerem Maße als allgemein angenommen wird. Die Kapital- bitdung ist bereits beträchtlich und es handelt sich mehr darum, die verfügbaren Quellen gut auszunutzen, als sie durch Ausländsanleihen zu vermehren. Wie in allen Ländern mit hohen Steuern find große Summen deutschen Kapitals ins Ausland getrieben worden. Wenn Mittel gefunden werden könnten, dies Geld wieder ins Land zu ziehen, dann würde Deutschland keinen besonderen Grund melyc für Ausländsanleihen haben. Weiter wird auf die zunehmende Neigung des ausländischen Kapitals hingewiesen, sich an der
sie fast wie Bater und Sohn zu einander standen. Mit einem sehr ehrenvollen Zeugnis der Reise schied Kilian im Frühjahr 1877 von dem ihm liebgewordenen Hadamar, um, dem Zuge seines Herzens und dem Ruf der Gnade folgend, sich dem Studium der Theologie zu widmen. Das bischöfl. Seminar von Mainz, an dem die Theologiestudierenden des Bistums Limburg sonst ihre Ausbildung zum Priestertum erhielten, war im Herbst vorher dem Kulturkampf zum Opfer gefallen. Darum begab sich der nach einer gründlichen Ausbildung sich sehnende Jüngling nach der mittlerweile zu einer vollständigen Universität ausgestalteten Akademie von Münster in Westfalen. Fünf Semester blieb er dort, ein eifriges Mitglied des katholischen Studekitenvereins (K.. V.) Germania. Wegen den durch den Kulturkampf herbeigeführten Aenderungen des Militärgsfetzes erfüllte er dort auch feine Pflicht als Einjährig-Freiwilliger und vertauschte dann die gemütliche, durch ihr frisches katholisches Leben für die studierende Jugend sehr anregende Hauptstadt Westfalens mit der Großstadt München. Dort weilte er noch zwei Semester an der berühmten Universität als unermüdlich fleißiger Student und treues Mtglied des katholischen Studentenvereins Ottonia, besuchte gerne und mit lernbegierigem Interesse die Kunstsammlungen und Museen der schönen Jsarstadt und trat dann nach rühmlich bestandener Aufnahmeprüfung im Herbst 1880 in das Priesterseminar des Erzbistums München zu Freising ein, wo er am Feste der Apostelfürsten Petrus und Paulus im folgenden Jahre durch den Erzbischof von Steicheln die Priesterweihe empfing. Er studierte dann in Rom, kam 1883 als Dr. theol. nach Limburg zurück, wo er als Kaplan bald sich hervortat. 1890 wurde er Religionslehrer am Gymnasium in Montabaur. Am 12. Februar 1899 wählte ihn das Limburger Domkapitel zum Domkapitular. Eine ruhmvolle Laufbahn hatte Domkapitular Dr. Kilian bereits durchlaufen, als ihn die göttl. Vorsehung durch die am Pfingst- dienstag, 13. Mai 1913, erfolgte Wahl des Domkapitels auf den bischöflichen Stuhl von Limburg berief. Damit beaann der bedeutsamste Abschnitt in seinem Leben. Mit jugendlicher Frische übernahm er die zahlreichen und teilweise sehr schweren Obliegenheiten des hohen Amtes und entfaltete eine sehr fruchtbare Tätigkeit, die manche dauernden und segensreichen Einrichtungen schuf. Ein Meister des Wortes, konnte er leicht auf seinen Firmungsreisen, bei denen jede Pfarrei berührt wurde, die Gläubigen für ein Leben des Glaubens und der Tugenden begeistern. Erst Alter und Krankheit haben chn zum Rasten gebracht. Seit kurzem war ihm ein Koadjutor zur Seite gestellt, der jetzt den Bischofsstab übernimmt.
Hugenberg wird vorgeführk.
Dor dem Schöffengericht in Berlin-Mitte begann ein Prozeß gegen Dr. Hugenberg und die verantwortlichen Redakteure des Berliner Lokall- anzeigers, des Tag und der Deutschen Zeitung, die ich unter der Anklage der Beleidigung des rüheren Reichsmini st ers Severing zu verantworten haben. Nach dem Volksbegehren gegen den Youngplan hatte Hugenberg, noch bevor bas Ergebnis amtlich mitgeteilt wurde, m den drei Zeitungen einen Artikel „Die erste Schlacht" vev- öffentlicht, in dem gesagt wurde, daß Severing das Ergebnis der Abstimmung erst am 6. Noveiw !icr mitteilen wolle, und daß bis dahin hoffentlich „nicht alles retouchiert" sein werde. Weiter wurde
Die Parteien im Reichstag.
Nach dem nunmehr vorliegenden Verzeichnis der Mitglieder des Reichstags haben die Parteien folgenden Mitglieder-Bestand:
des Reichsstatistischen Amtes ein Jahreseinkommen unter 1800 Mark.
Kürzung der Spitzengehälter bei den Großbanken.
Wie wir hören, haben einzelne Großbanken in diesen Tagen an ihre Oberbeamten bezw. an diejenigen Angestellten, die von den Tarifbestinv- mungen nicht erfaßt werden, Briefe herausgehen lassen, in denen Gehaltskürzungen biszu 15 v. H. angekündigt werden. Die Kürzungen betragen bei Jahresgehältern bis zu 8000 Mark 5 v. H. und bei Bezügen von mehr als 8000 Mart 10 bezw. 15 v. H.
Don dieser Maßnahme bettoffen werden Proku^ risten, Bevollmächtigte, Depositenkassenvorsteher, Abteilungsleiter und stellvertretende Direktoren.
deutschen Industrie direkt zu beteiligen. Was die ernste Arbeitslosigkeit betrifft, so ist ihre Hauptnrsache die Depression des inländischen Marktes. Die Lage würde noch viel schlimmer sein, wenn es den deutschen Fabriken nicht gelungen wäre, die A u s f u h r in sehr beträchtlichem Ma' zu ste i g e rn. Bei Besprechung des englischdeutschen Handels betont der Bericht, daß seit drei Jahren der Wert der englischen Einfuhr nach Deutschland ständig abgenommen und der deutschen Einfuhr nach England ständig zugenommen hat.
Der Gehaltsabbau soll aber auch die Spitzen einbeziehen.
Es scheint sich bei diesem Vorgehen einheitliche Aktion aller Großbanken zu
wtb. Limburg, 30. Okt. (Eig. Meld.) Bischof Dr. Augustin Kilian ist heute morgen um 5.15 Uhr im Alter von 74 Jahren nach längerem Leiden g e st o r b e n.
Mussolinis Revisions-Fanfare.
Die Zeit ist wirklich vorbei, in der man die außenpolitischen Reden Mussolinis nur vom Standpunkt der deutschen Parteipolitik aus betrachten konnte. Es ist eine alte Unsitte der Deutschen, daß sie sich bei ihren außenpolitischen Auffassungen immer von Sympathien und Antipathien leiten lassen. Das gilt genau so gut von der Einstellung gegenüber dem italienischen Faschismus wie von der Haltung gegenüber dem russischen Bolschewismus. Man kann das innenpolitische System eines Staates noch so scharf ablehnen, aber man darf sich dadurch nicht dazu bewegen lassen, schwere außenpolitische Fehler zu begehen. Denn schließlich ist es in der Welt immer noch so, daß sich die Beziehungen der Staaten untereinander nach den Grundsätzen der Machtpolitik und des Interesses richten, nicht aber nach sentimentalen Erwägungen.
Das deutsche Volk hat sich durch die Hineintragung von Eefühlsmomenten in die Politik schon viel geschadet. Es soll sich davor hüten, diese Fehler fortzusetzen.
Mussolini hat seit Jahren eine Politik der Revision vorbereitet. Er hat diesen Gedanken jetzt immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Was liegt näher, als daß Deutschland ihn aufgreift, weil wir in jedem einen Bundesgenossen sehen müssen, der es unternimmt, das starre System der Friedensverträge aufzulockern. Aber wir müssen uns doch fragen, in welcher Richtung sich die italienischen Revisionswünsche bewegen. Zweifellos hat Mussolini einen großen Schritt in der Revisionsdebatte vorwärts getan, wenn er die Nicht- abrüstimg der anderen Staaten und die Einteilung in bewaffnete und unbewaffnete Mächte als eine Verletzung des F ri e d en s vert ra g e s erklärt. Hier ist der Punkt, an dem die politische Offensive Deutschlands einzusetzen hat, umsomehr als jetzt wieder eine Tagung — hoffentlich die letzte — der sogenannten Abrüstungs vor konferenz vor der Tür steht. Deutschland braucht im Interesse seiner eigenen Sicherheit die Rüstungsgleichheit, sei es durch A b r ü st u n g der anderen, sei es durch die eigene A u f r ü st u n g. Es muß jeden als Bundesgenossen begrüßen, dessen Stellungnahme dieses Ziel erreichen hilft. Eine anders Frag? ist es freilich, ob die italienische Revisions- Politik sich bereitfinden würde, die berechtigten Wünschen des Deutschtums zu vertreten. Die bar- barische Ausrottungspolitik, die Mussolini gegen das Deutschtum in Süd-Tirol betreibt, läßt hier jeden Zweifel offen. So bleibt der italienische Staatsmann politisch für uns eine fragwürdige Er- cheinung, auch wenn er jetzt so starke Revisions- töne anschlägt. Die deutsche Politik hat nüchtern zu wägen, und sich nicht durch innenpolitisches Jnteressengeschrei beeinflussen zu lassen.
Ruhe in Aegypten.
wtb. Berlin, 30. Okt. (Eig. Meld.) Die hiesige königliche ägyptische Gesandtschaft wendet sich gegen Meldungen, die dieser Tage in einigen deutschen Zeitungen erschienen und die Lage in Aegypten im Anschluß an das Dekret über die Wahlreform als kritisch schilderten. Demgegenüber stellt die ägyptische Gesandtschaft lest, daß im ganzen Lande Ruhe und Ordnung herrscht, und daß beunruhigende Meldungen jener Art geeignet seien, die guten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Aegypten zu beeinträchtigen.
Die Trauerbotschaft aus Limburg wird in Diözese Fulda mit lebhafter Anteilnahme ausgenommen werden. Standen sich doch beide Nach- bardiözesen bis zum Erlaß der Konkordatsbestimmungen besonders nahe und brachte man dem Hochwürdigsten Herrn Bischof von Limburg, dieser kraftvollen, lebensprühenden Persönlichkeit doch auch in unserer Diözese viel Sympathie entgegen. Am hohen Feste Allerheiligen, 1. November 1856, wurde von Gottes Huld einer schlichten Handwerkerfamilie in dem altehrwürdigen, reizenden Rheingauer Städtchen Eltville ein Sohn geschenkt, der schon am folgenden Tage die hl. Taufe empfing und dabei die Namen Karl Augustinus erhielt.
Der Knabe war eine rechts Rheingauer Natur, geistig sehr geweckt, mit seinem Frohsinn die Sonne des elterlichen Hauses und der Liebling seiner Altersgenossen. Seine Lehrer hatten ihre helle Freude an dem fleißigen, durch scharfes Denken sich früh auszeichnenden Schüler, dessen hervorragende Anlagen ihn für das Studium besonders geeignet erscheinen ließen. Diesem Urteil der Lehrer fügten sich die Eltern, und so finden wir den strebsamen Jungen zuerst in der Lateinschule von Eltville, dann sechs Jahre lang als Schüler des Gymnasiums in Hadamar und Zögling des dortigen bischöfl. Konviktes. In der gesunden Luft von Hadamar erstarkte der wackere Kilian, der in 'einer ganzen Gymnasialzeit sich durch erfo'nreirf'' Studien auszeichnete und mit seinem Regens Franz in ein so inniges Pietätsverhältnis trat, daß
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) .......
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) . . .
Kommunistische Partei (KPD) .
Zentrum (Z).......
Deutschnation. Volkspartei (DNV) Deutsche Volkspartei (DV) . . . Reichspartec des deutschen Mittel standes (Wirtschaftspartei) (WP)
Deutsches Landvolk (DL) (Christlich-Nationale Bauern- u. Land- volkpartei)........
Fraktion des Christlich - Sozialen Volksdienstes (ChrSV) und der Konservativen Volkspartei (KV)
Bayerische Volkspartei (BV) . .
Deutsche Staatspartei (DSt) . .
Deutsche Bauernpartei (DBP) . Volksnation. Reichsvereinig. (VR) Bei keiner Partei (bkP) ....
zusammen:
Englische Stimmen über Deutschland.
Wie steht es mit dem deutschen Kapitalbedarf? — kein über triebener Pessimismus.
Reichspräsidenten nicht zur Ausfertigung vorlegen werde, da es nicht die verfassungsmäßige Mehr>- heit erhalten habe. In der Personalabbauvev- ordnung, die im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Sicherung der Währungsstabilisierung im Winter 1923 erlassen wurde, war eine Pen> sionskürzung insofern vorgesehen, als ein Einkommen neben der Pension oder dem Wartegeld zur Hälfte gekürzt werden sollte, wenn das Ein- kommen die Eingangsstufe der Besoldungsl- gruppe yill. überstieg. Kaum war im Jahre 1925 die Reichsregierung im Sattel, da legte der deutschnationale Reichsfinanzminister v. Schlie- b e n dem Reichstag den Entwurf einer Aende- rung der Personalabbauverordnung vor, durch die die Pensionskürzung wieder beseitigt werden sollte. In der Reichstagssitzung vom 24. Juli 1925 wurde die Pensionskürzung mit einer Mehrheit, die aus den Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei, der Wirtschaftlichen Vereinigung und Teilen des Zentrums und der Demokraten bestand, wieder beseitigt. Im Jahre 1930 hat die Sozialdemokratie int Reichstag beantragt, die Pensionierung auf höchstens 12 000 Mark im Jahre zu begrenzen und Nebenverdienste über 6000 Mark im Jahre anzurechnen. Infolge der Reichstagsauflösung blieb der Anttag unerledigt. Gegenüber diesen Zahlen halte man fest: 90 Prz. des deutschen Volkes haben nach den Ausweisen
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Anzeiger für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
1597 Generale.
ti über die pensionierten Generale
iigtn ~uS?n3en Band. Wir begnügen uns, die- 16 983 Mark Pension aufzuführen: ti von Mackensen, Generaloberst
' 5nfnntLe-n’ Generaloberst von Kluck, General n B- gii ri? von Kuhl, General der Infanterie in, Eene'r^^raloberst Frh. Kreß von Kressen- Neral d-i- e °ec Infanterie Erich Ludendorff, :<ti d°x jyjballetie Liman von Sanders, Ee- ®nterie Ritter von Möhl, General- l>)etn ehemaliger Kronprinz von
ianber ?on Schoch, Generaloberst von ?allerie ^^^rst von Pressen, General der chditz rf. ° * Bernhardt, General Freiherr von nbta, (s>£l1'..’ra ~Pon Lmdequist, General von ^ttsernmÄ01 von Arnim. Die zahllosen »planger Preußens, Bayerns und all
en die hohen Pensionen.
die Reichsregierung nicht daran vorbei- wird, neben den schon erfolgten Ab- an den Ministergehältern usw. auch die ibe'n Pensionen abzubauen, ist eine 'immer verstärkende Ansicht auch in Zentrums- Sie wächst mit der Kenntnis, wer solche In' Pensionen bezieht und welche Höhe sie i einzelnen erreichen.
Die Republik zahlt nach neueren zuverlässigen I «Meilungen an 1856 Minister, Staatssettetäre, Hnerale und Admiwile Pensionen und ß Wartegelder im Betrage von 23095000 M Mark. Daran find beteiligt: Reichskanzler, r «tiniftcr und Staatssettetäre 104 mit zusammen
000 Mk., 1599 Generale mit 19 423000 122 Admirale mit 1582 000 Mk. und z "'Sanitätsoffiziere mit 354 000 Mark. Die Titans größte Zahl der Pensionäre der Rs- | yMit — nämlich 1753 von 1856 — wird also i.ggn den hohen Offizieren gestellt.
W Wenden wir uns zuerst den Zivilpenfionären l'La Reiches zu. Es beziehen Pension: Reichs- ß Mzier und Minister 60, Staatssettetäre 21, | Mherdem beziehen 23 Staatssettetäre Wartegeld, »•flott diesen entfallen auf die Zeit vor derStaats- M Umwälzung 20 Reichsminister und 16 Staatssekrs- auf die Zeit nach der Staatsumwälzung 31 MMichsrnmister und 28 Staatssekretäre.
Es beziehen Pensionen: Reichskanzler Dr. W,G«vrg Michaelis, der während des Krieges I em knappes Vierteljahr in der bekannten unheil- W vollen Weise das Reichsschiff führte, erhält seit neun Jahren eine Pension von 27 600 Mark, si wovon 13 080 Mark Preußen zahlt, weil Dr. MMichaelis Oberpräsident a. D. ist. — Dr. Wilhelm U Cuno, der Kanzler des Ruhrkrieges, 18.285 Mk. I Dazu hat er noch sehr hohe Einkünfte aus privatz- Uwirtschaftlicher Tätigkeit. Kaiserliche Staats- sekretäre: Richard von Kühlmann 21216 ; Mark, Paul von Hinze 24960 Mark, Gottlieb von Jagow 22152 Mark, Artur Zimmermann 23712 Mark, Dr. Wilh. Sols bezieht f eine Rente von 13 860 Mark. Als frühere Kolo- nianckretäre beziehen: Dr. von Lindequist 22464 Mk., Dr. Graf von Posadowsky- Wehner als Staatssettetär des Reichsamts des Innern 24960 Mk. und schließlich Max Wallraf, der einstige deutschnationale Reichstagsprä>- pent, erhält als kaiserlicher Staatssettetär und
MMM-Merbürgermeister i^D. 24 024 Mark. Ferit. Md noch folgende pensionierte Staatssettetäre l nvshandcn: Freiherr von Stein 22152 Mark, wilijclm von Waldow 24 960 Mk., Freiherr von T h t e l e m a n n 24 366 Mark, Hermann
24960 Mk., Graf von Roedern 20 904 M, Tr. Kroelke 24 960 Mk., Otto Rüdlin WA336 Mk., Eduard von Capelle 24 960 Mk., * »vn Mann-Tiechler 24960 Mk. Kaiser- si Kriegsminister: Karl von Einem, * yemttw von Eoßler, Heinrich Scheuch, r 2?tmann von Stein, jeder von ihnen 24 960 | ffE“ 21 Reichsminister: Friedrich Rosen
Mark, Dr. Malter Simons 9900 Mk., die 9* ’e'n Gehalt als Reichsgerichtspräsident gerechnet^ werden. Dr. von Rosenberg 16 800 ; nuf. sein Gehalt als Gesandter in
) angerechnet werden. Dr. Erich Koch dnk., Dr. Jarres erhält zu seinem Obeu- vurgeime-stergehalt von 26550 Mark einen Reichs- i N^ulchuß van 4950 Mark. Der Oberpräsi- f x Rhünprovinz, ehemaliger Reichsminister
Fuchs, bezieht zu seinem Oberpräsi- WTü^ehalt einen Pensionszuschuß von 148o0 Der Führer der Deutschen Volkspattei, ' kr ^agsabgeordneter Dr. Scholz, ist doppel- I® .ffvnsempfänger. Er bezieht vom Reiche an , und als Oberbürgermeister a. D. eine K"k* Durch diese Teilung kommt für ihn Xtidtem- Tvmme heraus, als wenn nur seine I Jbeiter»« berechnet werden würde. Von
vrni-nn ^vichstagsabgeordneten haben Minister -
* Raumer k Johann Becker 22152 Mk., Hans von ; beutschnationaler Reichsminister, hat eine bohtriirfi ö°n 20 904 Mk., Erich Emminger, der durch Bolkspatteiler, ein Staatsanwalt, ist
ignh, Ministertätigkeit auf eine Pension brziebt ^ hinaufgesprungen. Eugen Schiffer [Wh«»-0. M. Dr. Hermes 10 920 Mark, ttiniber" .^chb'vben, der deutschnationale Finanz- 6in!orrm 16860 Mark. Außerdem hwhes ito Av beider Industrie. Dr. Heinrich Albert SMpim « ’ Johannes Eiesberts 10 920 Mark, ten ~ 24 960 Mark. Von den bekann-
khttär‘^atr'lltetären und früheren Unterstaats- Mrk no$ Zu nennen: Dr. Lewald 16 983 $hd'enC'teiqerr von Rheinbaben, der ganze sechs @■6 b-,-?ug Staatssekretär bei Sttesemann war hat i-',.>ib^vilicher Reichstagsabgeordneter ist, : v^nrf Pension. Sein Kollege in der BObenflrij Reichstagsfraktion, Adolf Kempkes, üfekt tir uur vorübergehend in der Reichsmark St war, bezieht dafür lebenslang 9300 Äliir- K:JL bon Welfer hat 16 347 Mk., Dr.
H'ffch 9360 Mark.
Ntonatlich 1,80 einschließl. Postgebühr (48 Pfg.) ohne Zustellg.
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