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frieden sein können. Und die nicht religiös gerichteten Kreise dürften zwar nicht vom Standpunkte des religiösen Interesses, wohl aber von dem der natürlichen Gerechtigkeit gegen diese Regelung einen Einspruch zu erbeben nicht imstande sein.
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Im Taunus bei Frankfurt am Main. — Prospekte durch
sul in Schanghai würde die Spannung nur verschärfen. Deshalb will der Bischof den Gouverneur von Tschekiang, der ihm den Ukas zustellte, selbst umzustimmen suchen.
zwischen Dominikus — dem Ordensgründer, und Dominikus — dem Kartäuser, ließen lange Zeit den HI. Dominikus als den Begründer des Rosenkranzgebetes gelten. In Schriften und Bildern wird er als der Urheber dieser Gebetsweise gefeiert. Von Maria persönlich sei er belehrt worden. Die Dominikaner selbst haben unter dem Zeugnis der Geschichte, allerdings erst in neuerer Zeit, diese „Legende" aufzugeben. Doch war es freilich ein Sohn des hl. Dominikus, der dem Rosenkranz allgemeine Geltung verschafft hat. In Europas Schicksalsstunde der Tür- kengefahr empfahl der Dominikanerpapst Pius V. das Rosenkranzgebet, um Hilfe gegen die Feinde der Christenheit zu erflehen. Auf wunderbare Weise siegte 1571 in den griechischen Meeren bei Lepanto eine viel kleinere christliche Flotte über die zahlreichen mohammedanischen Schiffe. Mit Recht schrieb man diesen Sieg dem Rosenkranzgebet zu. Zu seinem Gedächtnis befahl der Papst das Fest Maria Victoria als ein Rosenkranzfest zu feiern. Und als später 1683 und 1716 die Siege (über die lütten von Jenta, Peterwardein, Belgrad) unter dem Banner der Rosenkranzköni- gtn errungen waren, schrieb aus Dankbarkeit Papst Clemens IX, das Rosenkranzfest der ganzen Christenheit vor. Damit war unter führendem Einfluß des Dominikanerordens die heutige Gebetsweise endgültig als Allgemeingut gesichert.
Verschiedene Strömungen fließen in dem Rosenkranzgebet zusammen. Die großen Ereignisse der Heilsgeschichte sind das Thema dieser ehrwürdigen Gebetsweise. Reichen Segen hat sie in großen Siegen gebracht und will sie noch bringen. Michelangelo hat dies in seinem majestätischen „Jüngsten Gericht", dem Frescogemälde in der Hauskapelle des Vatikans, in der Sixtina, zum Ausdruck gebracht: Da sieht man einen Menschen, am Rande des Abgrundes, im Begriffe in die Hölle hinabzustürzen. Aber noch hält er sich und zieht sich hinauf aus der Tiefe, in die er zu fallen drohte, am Rosenkranz, dem Rettungstau der
Von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr.
Weit über die Grenzen der Großstadt Berlin hinaus, ja durch ganz Deutschland, haben die eigenartigen, jedes religiöse Empfinden verletzenden Entscheidungen der Körperschaften der Berliner Stadtverwaltung über Fragen der Krankenhausseelsorge größtes Aufsehen und gerechten Unmut erregt. Die ersten Vorgänge spielten sich in Berlin- Neukölln im Jahre 1927 ab und waren die Veranlassung zu der am 1. April 1928 im Zirkus Busch veranstalteten großen Protestkundgebung. Weitentfernt aus dieser unzweideutigen Aeußerung der in ihrem religiösen Empfinden aufs schwerste verletzten Volksseele die Folgerung abzuleiten, daß der katholische Volksteil und ebenso der evangelische — wie der evangelische Pfarrer von Neukölln im Zirkus Busch öffentlich erklärte — das Neuköllner Vorgehen als einen Eingriff in die Gewissensfreiheit betrachte, stellte die Stadtverordnetenversammlung später noch Anträge an den Magistrat und faßte dieser noch Beschlüsse, die jeder religiös gerichtete Mensch, welcher besonderen Anschauung er für sich auch sw-st immer sein mochte, als eine jedes erträgliche Maß überschreitende Erschwerung der Seelsorge in den Krankenhäusern ablehnen muß. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, auf die Einzelheiten jener Beschlüsse noch einmal einzugehen. Wer den ganzen Kampf in seiner Entwicklung sich vor Augen führen will, der sei hingewiesen auf meinen bezüglichen Aufsatz in dem Jahrbuch der Zentrums- sraktion des Preußischen Landtags 1929". Hier ist zur Warnung und zur Stärkung der Erkennt-, nis, westen sch dis Katholiken zu gewärtigen ha-' ben, alles Wichtige in geschichtlicher Forge feslge- legt.
In der vorerwähnten Versammlung im Zirkus Busch habe ich in meiner Rede darauf hingewiesen, daß die Neuköllner Vorgänge nur als eine Episode in der Gesamtfrage zu betrachten seien und daß eine allgemeine Regelung erstrebt werden müsse, der gemäß den Religionsdienern jeder Religionsgemeinschaft möglich gemacht werde, in allen öffentlichen Krankenhäusern die Angehörigen ihres Bekenntnisses besuchen zu können und sich auch .vergewissern zu dürfen, ob Menschen ihres Bekenntnisses in der Anstalt sich befinden. Eine eingehende Begründung dieser Forderungen habe ich dann in einer Eingabe an das Staatsministerium gegeben. Auf meinen vor mir gehaltenen Vortrag hin schloß sich diesen Forderungen auch der Reichsverband gemeinnütziger Kranken- und Pflegeanstalten Deutschlands an. Auch nahm der Hauptausschuß des Preußischen Landtags einen Antrag des Inhalts an, daß er sich ebenfalls mit den vorgenannten Forderungen deckt. Die Vollversammlung des Preußischen Landtags schloß sich dem Ausschußantrage an. Ausgehend von diesem Beschluß des Preußischen Landtags hat dann S. Eminenz der Hochw. Herr Fürsterzbischof Bertram als Vorsitzender der Fuldaer Bischofskonferenz namens dieser unter dem 1. November 1929 ebenfalls eine sehr eingehende Eingabe an dgs Preu- ßische Staatsministerium gerichtet, in der die Gedanken des Landtagsbeschlusses vom Standpunkte der katholischen Kirche entwickelt werden.
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Dom Rosenkranz.
Am Chor des Domes zu Hildesheim blüht und verblüht, grünt und blüht wieder der 1000jährige Rosenstock. Doch sollte selbst einmal seine unverwüstlich scheinende Lebenskraft erlahmen oder gar erlöschen, weiter blühen werden Rosen anderer Art, wie kein Garten sie gibt, geistige Rosen, Rosen des Gebetes. Im Monat Oktober vor allem windet die Kirche sie zu Kränzen. Der Königin des Himmels, der „geheimnisvollen Rose", legt sie diese Rosenkränze der Andacht zu Füßen. Das Hosenkranzgebet hat seine geschichtliche Entwicklung. Uralte Strömungen fließen in ihm zusammen.
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Martin Faßbender, M. d. L.
Nach eingehenden Beratungen einzelner Ministerien hat sich nun kürzlich das Preußische Staatsministerium mit der Angelegenheit befaßt und entsprechend dem Beschluß des Staatsministeriums hat dann der Minister für Volkswohlfahrt als federführende Stelle folgenden Erlaß den Nachgeordneten Stellen verkündet:
„Auf Grund eines Beschlusses des Staatsministeriums ersuche ich, den Verwaltungen der öffentlichen Krankenanstalten ihres Bezirkes für die religiöse Betreuung der aufgenommenen Kranken (Art. 136 und 141 der Reichsverfassung) folgende Anweisung zu geben:
1. Die Krankenhausverwaltungen haben bei der Aufnahme der Kranken die Zugehörigkeit zu einer Religionsgesellschaft festzustellen und zu vermerken. Lehnt ein Kranker die Antwort auf die Frage nach seinem Religionsbekenntnis ab, so darf auf ihn kein Zwang ausgeübt werden. Eine Frage, etwa in dem Sinne, ob der Kranke religiöse Betreuung wünsche oder nicht, ist sowohl bei der Aufnahme als auch später zu vermeiden.
2. Den zuständigen Geistlichen ist auf Wunsch Einsicht in die Liste zu geben, in der die Zugehörigkeit der Kranken zu einer Religionsgesellschaft vermerkt ist, damit sie von den Kranken, die ihrer Religionsgesellschaft angehören, Kenntnis erhalten. Zwecks Vornahme religiöser Handlungen ist den Geistlichen zu Kranken ihrer Religionsgesellschaft Zutritt jedoch nur unter den Vorsihtsmaßregeln zu erlauben, die eine Weiterverbreitung der Krankheit. verhüten sollen und die auch für Aerzte und Pflegepersonen gelten.
3. Die Krankenhausverwaktung hat mit den Geistlichen regelmäßige Besuchszeiten' zu vereinbaren, in denen ein Besuch der Geistlichen die ärztliche und pflegerische Versorgung der Kranken nicht stört, die aber mit den allgemeinen Besuchszeiten nicht zusammenfallen dürfen. Ohne Rücksicht auf die vereinbarten Besuchszeiten ist der zuständige Geistliche sofort zu benachrichtigen und ihm der Zutritt zu gestatten, wenn bei einem Kranken Lebensgefahr vorliegt, und zwar auch dann, wenn der Kranke den Wunich nach religiöser Betreuung nicht ausdrücklich geäußert hat oder zu äußern vermag."
Nicht immer gilt das Sprichwort: „Was lange währt, wird gut." In dem vorliegenden Fall dürfte es aber doch feine Geltung haben. Gewiß cs ist eine lange Zeit verstrichen, beinahe zweiein- halbes Jahr, seitdem die Angelegenheit durch meine Eingabe abhängig gemacht worden ist. Aber es ist jedenfalls bester, daß nach gründlicher Beratung eine, zufriedenstellende Lösung gefunden ist, als daß die Angelegenheit übers Knie gebrochen eine schlechte Entscheidung gefunden häite. Mit der jetzt getroffenen Entscheidung dürften wohl alle
Aus den Missionen.
Ein chinesischer Bischof vor der Enteignung.
Der in Schanghai eingetroffene Lazaristenbischof Hu teilte dem Vertreter der Fides-Korrespondenz, mit, daß die nationalistische Regierung einen der Kirche seit 30 Jahren gehörigen Terrain-Komplex mit den Mssionsgebäudm enteignen will, weil „eine Mission keine Ländereien, die Einkünfte ergeben, besitzen dürfe." Man hat dem Bischof einen Aufschub von 20 Tagen bewilligt. Das bedrohte Besitztum stellt einen Wert von 130000 Dollar dar. Der Rekurs an den französischen Kon-
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Schon die Heiden, und nach ihnen die Mönche her Wüste zählten ihre Gebete mittels Steinchen, welche sie aus ihrem Schoß auf die Erde warfen, idozomenos in der Vita des CinsiMers Paulus.) Es lag nahe, die Steinchen an einer Schnüre an- finanderzureihen. Man nahm auch Fruchtkerne, l Wier Glasperlen. Solcher Gebetsschnüre bedien- 1 *en sich vor allem die Einsiedler, die nicht lesen - konnten. Die gelehrten Eremiten beteten täglich bte 150 Psalmen. Die Ungelehrten aber verrichteten für jeden Psalter ein Pater noster. Zum Abzäh- >en benutzten sie diese Gebetskränze, „Paternoster- chnure" genannt. Die einzelnen Körner hießen Materien". Diese Kränze, lateinisch auch „nurne- ;n,le = Zähleschnur genannt, waren sehr verbrei- lu. In London gab es im Mittelalter eine Straße, » L\aierrioftergaffe hieß. Sie trug ihren Namen ben Handwerkern, die in der Herstellung fol- Herlenschnüren ihren Lebensunterhalt fanden. Eernosterer war ihr Name. Die Sitte, eine iv'rb hJ’.wröre Zu tragen, verbreitete sich fo sehr, s rJ5 *m 15. Jahrhundert eine solche Schnur uner- ^vncher Ausstattungsgegenstand beim Kirchgang heute n Gebetbuch mitnimmt, hält auch das Jesuskind oft eine solche, fern. !n< dem berühmten Bilde des Kölner Mu- fti. sni i Meister Wilhelm zugeschrieben wird, | ® ®j?nna der Bohnenblüte.
und Römern bekannt waren die sollen s1161 Rosenfeste, „Rosalia". An solchen Ta- ,rosationis, Tagen der R o s en be k r än- fto-L.®' fQnten die Freunde und Erben eines Ber- f6mii*n Plsammen. Sich selbst und das Grab Cn.rh5;en sie mit Rosen. Eigene Rosengärten tettren <rU 'fem Zwecke angelegt. Zu Ehren des wurde dann an seinem Grabnwnu- mEz, Bitten unter Rosen, ein Gastmahl gefeiert.
19. Sonntag nach Pfingsten.
Eingangslied.
<ne5 Volkes Heil bin ich, spricht der Herr; in .v,, mol in der sie mir rufen, will ich sie ert>o= ick will ihr Herr sein auf ewig. (Ps. 7, 1.) Volk, hab acht auf meine Weisung; neigt euer ben Worten meines Mundes.
Evangelium: Matth. 22, 1—14.
jener Zeit redete Jesus zu den Hohepriestern md Pharisäern in Gleichnissen und sprach: „Das Himmelreich ist einem Könige gleich, der seinem ° -^bne Hochzeit hielt. Er sandte seine Knechte aus, ^ Geladenen zur Hochzeit zu rufen. Doch sie nicht kommen. Da sandte er andere Knechte ® mit dem Auftrag: Sagt den Geladenen: Seht, *~L mahl habe ich bereitet, meine Ochsen und m-in Mastvieh sind geschlachtet; alles steht bereit, zur Hochzeit! Allein sie achteten nicht darauf und gingen weg, der eine auf sein Landgut, b ' andere zu seinem Geschäfte. Die übrigen aber fielen über seine Knechte her, verhöhnten sie, ja ickluaen sie tot. Als der König das hörte, ward et zornig. Er sandte seine Truppen aus, ließ jene Mölder untbrngen und ihre Stadt in Brand stek- ■ »en. Dann sprach er zu seinen Knechten: Das hochzeitsmahl ist zwar bereitet; doch die Geladenen waren seiner nicht wert. So geht denn hinaus an die Straßenkreuzungen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Die Knechte gingen auf die Straßen hinaus und brachten alle herbei, die sie fanden, Gute und Böfe. So füllte sich der Hochzeitssaal mit Gästen. Nun trat der König ein, um sich hie Gäste anzusehen. Sein Blick fiel auf einen, der kein hochzeitliches Gewand trug. Er redete ihn an: Freund, wie bist du hier hereingekommen ohne hochzeitliches Gewand? Er aber schwieg. Da gebot der König den Dienern: Bindet ihm Hände und Miße und werft ihn hinaus in die Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt."
Neuer Missionsfilm der Steyler.
Zwei Stehler Patres haben auf Flvres (Niv- derl. Indien) einen ganz im Eingeborenenmilieu spielenden Missionsfilm an Ort und Stelle drehen lassen, der nicht die Missionseinrichtungen, in den Vordergrund stellt, sondern das Leben der Eim- heimischen selbst um ein religiöses Heldenepos (Ria Rago, die erste Konvertitin ihres Stammes) gruv- piert.
kränz ein. Entsprechend dem Psalmtermin kannte man Schnüren mit 150 Perlen. Für die Weiterentwicklung und Verbreitung dieser Gebers- weise hat der Kartäuser Dominikus Prutenus, das heißt aus Preußen viel getan. Als er um das Jahr 1400 in das Kartäuserkloster bei Trier eintrat, hat dort — wie er selbst erzählt — die Gewohnheit geherrscht, einen Rosenkranz von 50 oder 150 Ave zu beten. Dieser Dominikus läßt sich als der erste nachweisen, der an den damaligen Schluß eines jeden Ave kleine Sätze anfügte, die an ein Geheimnis des Lebens Jesu oder Mariä erinnerten. So lautete z. B. fein letzter Schlußsatz: „Der mit dem Vater und dem Heiligen Geiste und dir, seiner glorreichen Mutter, regiert unbesiegt und glorreich in Ewigkeit der Ewigkeiten. Amen. (Abgedruckt in den Mitteilungen des Zisterzienserordens VII 1886.) Andere fügten wieder andere Zusätze hinzu. Alanus van der Clip (geb. 1428) hat wieder 150 Schlußsätze zusammengestellt. Es erscheinen Rosenkranzbüchlein. Sie tragen den Titel: „Von dem Psalter und Rosenkranz unserer lieben Frawen." Sie wurden reich mit Holzschnitten geschmückt. Eine einheitliche Art des Betens gab es im 15. Jahrh. noch nicht. Eines btefer Büchlein hat nämlich die Schlußbemerkung: Also magst du den Psalter Marie ordnen oder anderst, wie e(s) dir gefall." Um die Gebetsweise aber einfacher und volkstümlicher zu gestalten, entschloß man sich, die Zahl der Zusätze auf diejenigen der Zehner herabzufetzen. Es wurde nicht mehr zu jedem Ave ein eigenes Geheimnis zur Betrachtung empfohlen, sondern jeweils zu zehn derselben. Einmal ist damit Zeit geboten, das vorliegende Geheimnis genügend zu betrachten. Sodann mag auch alte Zahlensymbolik diese Wahl beeinflußt haben. Die Zehn galt als die Zahl der Unendlichkeit. So wurde bei jedem Geheimnis Maria unendlich gelobt und gepriesen. Aber noch hielten die Benediktiner, Kartäuser und auch die Dominikaner an der alten dem Psalmbuch entnommenen Sitte fest, 3 mal 50 Ave zu Ehren der Gottesmutter zu beten. Andere Orden (Brigittiner und Franziskaner) bevorzugten die Zahl der Lebensjahre Jesu (33) oder Mariens (63 ober 73). Wann und wie die heute gebräuchliche Gebetsweise entstanden ist, läßt sich bei der noch unvollkommenen Kenntnis mittelalterlicher Volksandachten nicht allseitig befried,- gend erklären. Verbreitet wurde sie durch die Dominikaner. fand aber erst im 17. Jahrhundert allgemeine Anerkennung und Aufnahme.
Die Dominikaner waren schon int 13. Jahrhundert bei der Albingensernot eifrige RoseN- kranzpreidiger. In kurzer Zeit hat Dominikus durch dieses Gebet mehr als 200 000 Irrgläubige wieder zur hl. Kirche zurückgeführt. Diese Tatsache und die Verschmelzung des obenerwähnten Alanus
Sozialistischer oder katholischer Friede?
Der „Osservatvre Romano" bringt in seiner Nummer vom 15. Oktober unter obiger Hebei* schrift Gedanken, die zwar auf Frankreich Bezug haben, aber doch auch für uns in Deutschland nicht ohne Interesse sein dürften:
„Herriot hat mehr als einmal die alte Meinung der Sozialisten aller Schattierungen zum Ausdruck gebracht, daß die Versöhnung der Völker unb dementsprechend die Abrüstung und ein allgemeiner Friede einzig auf dem Weg über die sozialistische Idee kommen könne, d. h. durch die Ausbreitung des Sozialismus in alle Länder und das internationale Zusammenwirken aller sozialistischen Parteien. Dabei hat er die befriedigende Wirksamkeit der katholischen Idee ausdrücklich ausgeschlossen, da die Katholiken seines Erachtens sich als nationalistisch über das rechte Matz hinaus erwiesen hätten.
In der Zeitschrift „Croix" gibt nun Francois Deuillot eine Antwort darauf, indem er zunächst auf das Beispiel Deutschlands hinweist, wo die Sazialisten in ihren Friedensideen keine anderen Verbündeten haben als die Katholiken, und wo ohne die Katholiken die Politik des Landes von den extremen Nationalisten geleitet würde, zum Schaden des Friedens.
Warum, so fährt Veuillot dann fort, will Herriot in Frankreich die ganze Linke gegen die katholischen Kräfte des Landes mobRsieren, die allein fähig und entschlossen sind, aufrichtig die Ideale des Friedens zu stützen? Die Legende, daß die Katholiken Frankreichs jeder internationalen Annäherung entgegen sind, wird tagtäglich widerlegt durch den Inhalt der Zeitungen, die den katholischen Gedanken in Frankreich vertreten unb bie mit Gewissenhaftigkeit und Sympathie, in Uebereinstimmung mit den päpstlichen Richtlinien, alle Annäh erungsl- beftrebungen unter den Völkern und alle Unternehmungen zur Befriedigung der Well verfolgen. Alle katholischen Kräfte der Aktion, Journalisten,, Studenten, Industrielle, Arbeiter, Männer und' Frauen der verschiedenen kathollschen-Werke bahnen heute immer mehr Beziehungen an zu entsprechenden Aktionszweigen im Ausland unb knüpfen immer festere Bande unter sich vermittels internationaler Organisationen, die auf katholische Initiative zurückgehen ober wenigstens von Katholiken mitgetragen werden .
Statt nun das alles zu sehen und von diesen Taffachen Notiz zu nehmen, ziehen es bie Kirchenfeinde vor, untergeordneten unb örtlichen Erscheinungen mehr Gewichr beizulegen, die in etwa Veranlassung geben, ben Katholizismus anzuschwärzen.
Möchten darum doch, bemerft Veuillot hier mit vollem Recht, die Katholiken keinerlei derartigen Anlatz den Kirchenfeinden geben! Leider gibt es immer noch Katholiken, die von den zum mindesten anfechtbaren Einflüssen durchdrungen sind, die systematisch allen Frie- densbemühungm unb allen internationalen Annäherungen blindes Mißtrauen, bitteren Sport und ein instinktives und unbegrünbbares Widerstreben entgegensetzen. Bestimmte Lektüre hat in ihrer Geisteshaltung das ebenso falsche als gefährliche Vorurteil hineingepflanzt, datz ein Franzose nicht für ben Frieden der Welt arbeiten kann, ohne das eigene Land zu schwächen ober Gefahren auszusetzen unb baß bie Brüder zweier Nationen einander nicht lieben können ohne Schädigung der eigenen Volksgenossen. Eine berartige Denkweise steht nicht nur in Widerspruch mit den Richtlinien des hl. Vaters, sondern auch mit der ganzen Lehre und sogar mit der Existenz ber Kirche. Dieser Geist ist beklagenswert unb stellt eine schwache Stelle im Katholizismus Frankreichs dar. Wenn bagegen, so schließt Feuillvt, in Uebereinstimmung mit ben Aufrufen und Weisungen Pius XI. die Gesamtheit der französischen Katholiken entschlossen auf bie Verwirklichung des Weltfriedens hinarbeitete, gemeinsam mit den Katholiken des Auslands, getragen von einem Geiste, ben Spuren des Papstes und einer großen Schar von Brüdern folgend, bann würde nicht nur ben Angriffen, bie von dieser Seite her gegen die Kirche unternommen werden, jeder Boden entzogen, sondern es würbe auch wunderbar erwiesen zur Ehre bes Katholizismus und zum Wohl ber Völker, daß ber wahre, gerechte, aufrichtige unb dauernde Friede bas Werk nicht nur der vereinten Linken, sondern ebenso der Gemeinschaft ber Katholiken sein wirb." —
Wie obige Ausführungen uns wieder einmal dafür zeugen, baß auch die Katholiken Frankreichs nicht verständnislos der Aufgabe unserer Tage, am Friedenswerk mitzubauen, gegenüberstehen, so ist auch die Mahnung, bie Deuillot an seine katholischen Volksgenossen in eindringlichster Weise richtet, für viele in unsrem Lande nicht gegenstandslos. Möge sie auch bei uns immer bereitere
Horten! r- ^ptenyag, König Maurin NN Rötendes 5»;*, ,spielen im Ritter- und Minnedienst , v rs Eine Rotte. Damals trugen junge Ären,. auch Herren aus Blumen gebildete -6ieae, Diademen auf dem Haupte. Dem kittku eül Wettstreit legte die schönste der Frauen ■ toib @„Jr,n,3 .von Rosen ums Haupt. Dichtung I Frvinm° o nupft an das im Volke Lebendige an. 11 ®kria b„Le®en^.n des 13. Jahrhunderts erzählen, „ andächtigen Betern die Ave aus dem ■«nf e>n?L^"nren. Als Rosen habe sie dieselben WUtzd hu aufgereiht und damit sich selbst ’^ubigen bekränzt und bekrönt. Unter i®ür8r foLUt." sicher Ueberlieferungen hat bann 120ttestnutt,r?^?le5 ..Rosenkranzfest" gemalt. Die ■topfte „ istzt dem Kaiser, das Jesuskind dem U gleiche c. eF. Kranz von Rosen aufs Haupt. Die Qn s^Eung vollziehen Dominikaner und Cn- [ Alder Gefolge beider. (Vergl. ferner die
gWaolo , Eranzbruderschast zu Köln und
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de- ^rfjunbert fand die Gewohnheit, den lsen, 8. an Maria als Gebet zu spre- ।B^ernoitfrf^? -m Volke. Nun benutzte man die Utm Lbaran die Ave abzuzählen. Mrte fjrf. <5 an bie soeben erwähnte Leqenbe bür- ; |d°lur allmählich ber Name Rosen-
feierfin Ereignis im Leben, zu dessen Er- r»>J alljährlich ein Rosenfest gefeiert wurde, bie Q1a • rtcn v"d Rosenbekränzung sind Motive, bischer Sage und Sitte wiederkehren
Horteni Rosenhag, König Saurin im Rosen-
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Beilage zur Fuldaer Zeitung
IS. Oktober