Sonntag, 19. Oktober 1930
Samslagsflhimg
Schuldenlast
VomZahlungsmorakorium desgouugplaus
V.D.Z. Berlin, 18. Okt. (Eia. Meld.) Aeltestenrat des Reichstages beschäftigte sich
ger, der katholischen und evangelischen Kirche das Recht, über den Wert des Alten Testamentes als
1 eines Teiles der Heiligen Schrift, und über die
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Der am
— Zur Abstimmung stehl: Aebergang zur Tagesordnung über alle Mitztrauensanträge. — Das Schicksal des Kabinetts Brüning.
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag ver Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- - leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ~
schehen ist, blieb geheim, und bis. vor einem Jahr bestand nicht einmal eine Verpflichtung des Völ- kerbundsfekretariates, der Oeffentlichkeit mitzuteilen, wieviele Petitionen denn überhaupt nach Genf gesandt wurden und was mit ihnen geschehen sei« Das ist jetzt jedoch — seit den sogenannten Madrider Beschlüssen — erreicht; aber — braucht es tatsächlich nach dem früher schon Gesagten noch der besonderen Behauptung, daß der langwierige Ver- fohrensweg, den die Minderheiten-Bittschriften in Genf gehen müssen, es jedem Böswilligen unter den Betätigten geradezu lächerlich leicht macht, den „Minderheitenschutz" zu sabotieren?
Und das geschieht nur allzu oft. Es geschieht sowohl bei den Staaten, die Minderheiten haben und die sich auch kulturell um jeden Preis „an- gleichen", qssimilieren wollen, — es geschieht auch im Genfer Völkerbundssekretariat, wo gerade in der Minderheitenabteilung nicht die Freunde, sondern viele Feinde der Minderheiten sitzen, wo man über die schicksalhafte Bedeutung jeder einzelnen Petition nichts weiß, wo man eine Bittschrift, einen Notschrei aus den Minderheiten-Ländern nie menschlich, sondern immer nur politisch sieht, — wo, kurzgesagt, der neue Geist, von dem wir gesprochen haben und der mit dem modernen Begriff des „Minderheitenschutzes" notwendig verbunden sein müßte, noch lange nicht eingezogen ist.
Und darum kämpft gerade Deutschland, das in Genf seine, man darf es' wohl so nennen, welthistorische Aufgabe hat, immer wieder für einen wahren Minderheitenschutz. Darum Stresemanns große Reden, darum kürzlich die Minderheitendebatte, die Curtius und Koch-Weser bestritten. Deutschland, durch den Ausgang des Krieges zum An- walt der Unterdrückten, zum Vorkämpfer des neuen wirklichen Völkerbundgeistes geworden, wird und muß immer für einen tatsächlichen Minderheitenschutz sich einsetzen,weil dieser Minderheitenschutz für uns ein Symbol der allgemeinen Erneuerung aus dem neuen Geiste ist, den es endlich zu verwirklichen gilt: Den „Geist von Genf", von dem bisher in der berühmten „Atmosphäre von Genf" noch herzlich wenig zu verspüren war ....
dieses ausdrücklich in klaren Worten in ihr Pro« gramm aufnehmen?
2. Gesteht Ihre Partei den Katholiken oller Länder das Recht zu, anzustreben, daß durch Verhandlungen und Vertragsabschlüsse zwischen den einzelnen Ländern und dem Papst in Rom als dem obersten Haupt der Kirche die Verhältnisse zwischen Kirche und Staat im Geiste des Friedens und der gegenseitigen Verständigung geordnet werden? Billigt sie das bayerische Konkordat und den entsprechenden Vertrag mit der evangelischen Kirche?
3. Erkennt Ihre Partei das Recht der katholischen Kirche an, in Sachen des Glaubens und der Sitte ihren Angehörigen durch die berufenen Vertreter, den Papst und die Bischöfe, verpflichtende Gebote aufzuerlegen? Sollen ihre Hinweise auf die religiöse Bedeutung des Rassenbewußtiei 's > ud Sittlichkeitsgefühls der germanischen Rasse ankündigen, daß Ihre Partei die. Kirche anderen Gesetzen unterwerfen will, als denen, die in der Schrift und in der Ueberlieferung begründet sind?
4. Bestreiten Sie, wie mancher Ihrer Anhän-
Entlastung der gesamten Volkswirtschaft, der gesamten Erwerbsstände also, die letzten Endes die Reparationsbeträge aus ihren Einkünften bezahlen müssen.
Ueber die Inkraftsetzung des Uebertragungs^ und Aufbringungsaufschubs ist im Poungplan folgendes vorgesehen: wenn die Umwandlung deh deutschen Reparationszahlungen in ausländische Währung Schwierigkeiten für Wirtschaft und Währung verursacht, kann Deutschland mit dreimonatlicher Voranzeige die Uebertragung des geschützten Teils der Annuität für höchstens zwei Jahre ganz oder teilweise aufschieben. Die aufkommenden Re- xarationsbeträge würden dann lediglich in deutscher Währung auf das Konto der Bank für internationalen Zahlungsausgleich bei der Reichsbank eingezahlt werden. Erft nach einem Jahre kann auch ein Aufschub der inneren Aufbringung erfolgen, und zwar nur für e'-nen Z.tl der bereits dem Transferschutz unterworfenen Summe. Fünf Viertel'ahre würde es also praktisch brauä»en, ehe eine Entlastung der Volkswirtschaft tatsächlich ein- träte.
Mit der Erklärung Deutschlands, die Uebertragung des geschützten Teils der Annuität ganz oder teiln e'ie aufzuschieben, tritt dann der im 'Zsoung- plan vorgesehene Sonderausschuß bei der Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich in- Aktion; in ihm ist auch Deutschland vertreten Er prüft ' die entstandene Sachlage und erstattet der Internationalen Bank und den beteiligten Regierungen Bericht. Somit erwüchse aus dem Jmtiativfchritt Deutschlands, fofern er einmal notwendig werden sollte. Zweifellos ein weltpolitisch und weltwirtschaftlich höchst wichtiger Akt, der in seinen Auswirkungen von tiefeinschneidender Bedeutung werden könnte.
Der Hauptschriftleiter des „Fränkischen Volksblattes", .Herr Geistl. Rat Heinrich Leier, rich* tet in Nr. 237 des Blattes vom 14. Oktober 1930 an Adolf Hitler folgenden offenen Brief:
„Geehrter Herr Hitler! Die katholischen Zeitungen haben bisher übereinstimmend den Standpunkt vertreten, daß die nationalsozialistische Bewegung den Interessen und Lehrsätzen der katholischen Kirche zuwiderlaufe und haben diesen Standpunkt gerechtfertigt durch viele Zitate aus nationalsozialistischen Reden und Schriften und durch Hinweise auf manche Punkte des nationalfv- zialistischen Programms. Von den Anhängern Ihrer Bewegung wird diese Stellungnahme der katholischen Zeitungen mit großer Leidenschaftlichkeit a i - unberechtigt bekämpft und zurückgewie;en. Zur Klarstellung dieser Streitfrage werden Sie hiermit gebeten, öffentlich Antwort zu geben auf
olgende Fragen: -
1. Tritt die Nationalsozialistische Partei für die katholische Konfessionsschule ein, so wie die Bi- chöfe, als die Vertreter der Kirche, sie zu allen Zeiten gefordert haben? Ist sie bereit, die Bayerische Volkspartei in ihrem Kampf für die Erhaltung dieser Schule zu unterstützen? Wird sie
zu dem sich die Angehörigen der Minderheiten jährlich versammeln, hat man sogenannte „Lageberichte" zusammengestellt, aus denen hervorgeht, daß in Europa gegenwärtig vierzig Millionen anderssprachiger Menschen in den verschiedenen Ländern leben; dazu gehören die Deutschen in Polen, Lettland, Litauen, der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Rumänien und Ungarn, die Polen und Litauer in Deutschland, die Russen in Polen und Rumänien, die Litauer, Letten und Juden in Polen, die Slowenen in Italien, die mazedonischen Bulgaren in Jugoslawien, — und viele andere, von den Elsässern, Eupenern und Südtirolern nicht zu sprechen, die zwar auch nationale Minderheiten sind, jedoch nicht durch die vorher erwähnten sogenannten „Minderheitenverträge" geschützt werden. Außer den neugegründeten Nachfolgestaaten, denen vor zehn Jahren die Minderheitenverträge auferlegt wurden, haben später auch Letten, Esten und Litauer vor dem Völkerbundsrat die feierliche Erklärung abgeben müssen, daß sie den in ihren Grenzen wohnenden nationalen Minderheiten ihre eigene Kultur und Sprache belassen und die Minderheitenangehörigen in keiner Weise gegenüber den Angehörigen'des „Mehrheits"-Volkes benachteiligen würden.
Was jedoch ist bisher durch diese Verträge erreicht, — wie sind die Verträge und feierlichen Erklärungen gehalten worden?
Wer eine Reise machen könnte von Deutschlands Nordostgrenze, dem litauisch gewordenen Memel- Gebiet, durch Polen nach Südosten in die Balkanländer und die Tschechoslowakei, würde erschüttert stehen vor den Friedhöfen fremder Kulturen, welche ein übertriebener und oft lächerlicher Nationalismus in diesen neuen Staaten aus dem Gewissen bat. Mit wievielen Schikanen werden in Polen, in der Tschechoslowakei, in Jugoslawien und Rumänien die fremden Volksteile verfolgt, wenn ihre
meglerungsparreren durch Uebergänz zur Tages ordnungerledigtwerbensoll en, und die dritten Lesungen des Schuldentilgungsgesetzes (Ueberbrückungskredit), und des Zusatzes zum finnischen Handelsabkommen in der heutigen Vollsitzung zu erledigen. Danntritt eine Pause in den Beratungen des Reichstages ein, über deren Länge noch nicht Beschluß gefaßt wurde.
Schulen geschloffen oder die Gründung neuer Schulen verhindert, — mit wieviel Rücksichtslosigkeit werden die Kinder gezwungen, in die Staats'schu- len zu gehen und in einer fremden Sprache erzogen und beten gelehrt .... Wer die hohen Wandschränke des Genfer. Völkerbundsfekretariates öffnete, würde da unzählige Bittschriften finden; denn die Minderheiten haben ja das Recht, wenn sie glauben, die Minderheitenverträge feien verletzt, sich beim Genfer Völkerbund zu beschweren. Aber wieviele dieser Petitionen sind wirklich erledigt worden? Denn weit wie im alten Rußland der Zar, ist heute Genf von den ost- und südosteüro- päischen Schicksalsstätten des Minderheitenelends, und kleinliche und bürokratische Verfahrensvorschriften sorgen auch in Genf dafür, daß dieser Weg noch künstlich verlängert werde.
Wenn eine Bittschrift nach Genf gelangt, so entscheidet zuerst der Generalsekretär darüber, ob sie zulässig ist. Dafür gibt es genaue Vorschriften, wie zum Beispiel die, daß die Petition in anständigem und ehrerbietigem Tone abgefaßt sei und daß sie aus sicheren Quellen schöpfe. Genügt die Bittschrift allen diesen einzelnen Anforderungen, so wird sie an die Regierung geschickt, gegen deren Politik sie protestiert. Die Regierung versucht dann in der Regel, die Behauptungen der Petition zu entkräften; möglicherweise verspricht sie auch, den Fall genauer zu untersuchen ur<h selbst mit den Bittstellern auseinanderzusetzen. Der Völkerbund muß der Regierung glauben und die Angelegenheit für erledigt halten. Was weiter geschieht, steht bei der angeklagten Regierung und kann vielleicht erst später, wenn die Regierung ihre Versprechen nicht hält, in einer neuen Petition in Genf zur Sprache gebracht werden. Oder aber, — die Regierung antwortet nicht zufriedenstellend nach Genf, und alsdann wird die Petition, die inzwischen schon ihr halbes Jahr alt sein dürfte, von einem Komitee von drei Beauftragten behandelt; erst wenn man sich auch in diesem Dreier-Komitee nicht einigen kann, erhält eine der im Völkerbundrat vertretenen Mächte die Möglichkeit, die Frage vor den Hohen Völkerbundrat und damit vor die Weltöffentlichkeit zu tragen. Alles, was vorher ge-
Die amerikanische Presse berichtet in sehr maßvollem Ton über die Rede, die Reichskanzler Dr. Brüning im Reichstag gehalten hat, und gibt di« vom Kanzler dargelegten Pläne für die finanziell« Erholung Deutschlands sehr ausführlich wieder.
D.D.3. Berlin, 18. Ott. (Eig. Meld.) Bei Eröffnung der Sitzung am Samstagvormittag teilt | Präsident Lobe mit, daß Abg. Dr. Leber (Soz. Dem.) den unparlamentarischen Zuruf, den er gestern gemacht hatte, mit Bedauernzurück- genommen habe. Der Präsident begrüßt dieses L Brchalten und richtet im Anschluß daran an die Mgeordneten die Mahnung, an der Aufrecht- «hultung der Ordnung mitzuwirken. Wir müß- tea, so schließt Präsident Löbe, nach und nach aus dem Toben zur sachlichen Der- handlung kommen. Ich bemerke, daß die Führer aller Parteien bestrebt sind ,dahin zu I wirken. Ich hoffe, daß auch die Mitglieder diesem Beispiel folgen.
;■ .Auf'der Tagesordnung steht die dritte Beratung des Zusatzabkommens des deutsch-finnischen Handelsvertrags. Abg. ‘ Kurt (Kam.) bekämpft die Vorlage. Abg. Dr.
Agena (btn.) betont, Schutzzölle lägen durchaus im Interesse auch der Kleinbauern. Die Schlußabstimmung über die Vorlage wird zurückgestellt.
Das Moratorium, das als eine Art Notventil zu Gunsten Deutschlands in das geltende Reparationssystem eingebaut wurde, kann — darüber bestehen vielfach Mißverständnisse — nicht ohne weiteres mit einem allgemeinen Zahlungsaufschub, wie er im privaten Wirtschaftsverkehr zu finden ist, verglichen werden. Was zunächst seinen Umfang betrifft; nicht für die gesamte jährliche Re- > parationsleistung kommt, nach den Bestimmungen des Doungplans und des Haager Abkommens, ein Aufschub in Frage. Die Jahresrate zerfällt unter diöiem Gesichtswinkel vielmehr in zwei Teile. Der kleinere, der sich auf 612 Millionen Rm. zuzüglich des Zins- und Tilgungsdienstes der Dawesanleihe beläuft, ist unbedingt zu leisten. Für den größeren hingegen kann ein befristeter Uebertrag'ungs- und Aufbringungsaufschub erlangt werden. Um diese Regelung an einem praktischen Beispiel zu erläutern: von der gesamten Reparationsleistung in der Zeitspanne vom 1. April 1930 bis zum 31. März 1931 sind 700 Millionen ungeschützt,' während rund 1 096 Millionen Rm. unter die Moratoriumsklausel fallen würden.
Was besagt diese Klausel nun? Sehen wir von dem Sonderabkommen mit den Vereinigten Staaten ab und folgen wir lediglich den Bestimmungen des Poungplans, so ist zunächst eine Unterscheidung von grundsätzlicher Bedeutung zu treffen: Aufbringung und Uebertragung sind zwei verschiedene Seiten des gesamten' Zahlungsvorgangs. Aufbringung bedeutet: die Reparationssummen werden mit Hilfe von Steuern oder auf dem Wege über die Einnahmen der Reichsbahn aus der deutschen Volkswirtschaft entnommen. Natürlich in Reichsmark, wie es im inländischen Zahlungsverkehr üblich ist. Da wir diese Beträge nun ans Ausland zahlen müssen, ist es notwendig, sie in ausländische Währung zu übertragen, also in Devisen umzuwandeln. Ein Uebertragungs= auffdiitb ist also in erster Reihe vom währungspolitischen Standpunkt zu beurteilen; er soll im Notfall einen zu starken Devisenabzug unterbinden. Erst der Aufbringungsaufschub bedeutet eine
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An den Dispositionen des Reichstages wurde nichts geändert. Man hofft, die Abstimmungen über die Mißtranenanträge, die nach Wunsch der Regierungsparteien durch Uebergan
MaerZertung
Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
schreiten des Ministers Gröner gegen die Ulmer Reichswehroffiziere und mit dem Vorgehen von Dr. Wirth gegen die Regierung in Thüringen.
Abg. Eottheiner (beutschnaiional) verliest dann besondere Mißtrauensanträge gegen die Minister Dr. Curtius, Dr. Wirch und Treviranus.
Präsident Lobe: Weitere Mißtrauensanträge liegen augenblicklich nicht vor (Heiterkeit).
In der Fortsetzung der Aussprache über die Regierungserklärung verlangt Abg. D ö b r i ch (Landvolkspartei) die Beseitigung des Versailler Vertrages. Mit der Kriegsschuldlüge muß aufgeräumt werden. Wir legen Verwahrung dagegen ein, daß Deutschland auf internationalen Kongressen durch den Sozialdemokraten Breitscheid vertreten wird. (Beifall bei den Nationalsozialä- sten.) Wenn die Feindbundländ-er nicht endlich abrüsten, dann müssen wir für Deutschland volle Wehrfreiheit verlangen. In der Wirtschaftspolitik müssen wir zur Abkehr von den Theorien kommen, die sich als falsch erwiesen haben. Die Bauhandwerkerlöhne und die Beamt enge hält er sind zu hoch im Verhältnis zum Einkommen anderer Berufsschichten. Dem Reichskanzler und dem Reichs-ernäh- rungsminister Schiele danken wir für das, was sie im Interesse der deutschen Landwirtschaft getan haben (Unruhe bei den Rat. S o z.) Wir leiden unter den hohen Tributlasten an das Ausland, ab«r auch unter der fortwährenden Steigerung der Soziallasten.
Die Sitzung dauert fort!
Siehe „Letzte Nachrichten".
Die Diäten.
Samstagfruh mit den Anträgen auf Herabsetzung der Tagegelder für die Abgeordneten. Es wurde beschlossen, die Diäten um 20 Proz. und die besonderen Entschädigungen für Ausschußfitzungen um 50 Proz. zu kürzen. Dem Plenum soll jedoch vorgeschlagen werden, diese Regelung nur provisorisch zu treffen, weil bei einer vollständigen Neuregelung der Diäten auch eine Anpassung an die Minister- und Beamtenbesoldung vorzunehmen sei. Die provisorische Regelung soll vom 1. November gelten« Mit der endgültigen Regelung soll sich der Aelte- stenrat in der nächsten Woche noch einmal beschäftigen.
i Ms dem Toben zur sachlichen Verhandlung [ Line Mahnung des Reichstags * Präsidenten am Beginn der Samstagssitzung. — Die Herabsetzung der Tagegelder beschlossen.
, Abh Feder-Sachsen (Nat. Soz.) schließt sich der «ritik de§ Vorredners an der deutschen Wirtschasts- viuanzpolitik an. Die Wirtschaft werde ge- ichadigt , durch Steuer-Bolschewismus. Dazu komme die große Einfuhr. Bei dieser Lage werde Überbrückungskredit in der vorgesehenen Zeit n«ht abgedeckt werden können.
Der Redner begründet einen Antrag auf schär- pre steuerliche Erfassung von Gewinnen aus Bör- lengeidjdften. Den Bank- und Börsenfürsten und gEP°Ben Schiebern müsse zu Leibe gegangen
JM die A b st i m m u n gen zu dieser Vorlage werden z u r ü ck g e st e l l t.
Dr. Frick (Nat. voz.- urmgt hierauf als Ergänzung zu dem allgemeinen Mißtrauensantrag SR. das Gefamtkabinett noch besondere ' «lßtrauensanträge gegen die Minister Ur^tus' Gröner und Dr. Wirth ein. Diese isi,°?^anträge werden motiviert mit dem. ?eryalleu von Dr. (Turnus in Gens, mit dem Ein-
hat sich wohl schon einmal gefragt, wie es — . Tna9, daß feit einigen Jahren gewisse n in Cs5nen man früher selten begegnete, glejch- tAt.u ö,e Scheidemünze unserer Sprache einge- 1 Morden sind und nun in Zeitungen, Ge- ihr ut]ö Aufrufen immer wiederkehren? Es •ÄirtlA61-, 0 ö*^e' — „Abrüstung" etwa, oder ' ^Verständigung" oder „Paneuropa" oder sielten" — sie sind nicht mehr schlechthin kn'fn~®rn fogar Schlag-Worte, und man hben -^agworte immer mehr als einen Sinn ■Seoriff» diese Worte jetzt in der Welt der
In der dann folgenden 3. Beratung des Schuldentilgungsgesetzes führt Abg.
Luaah (dkn.) aus, der Reichsfinanzminister . ich habe feine Berechnung zu optimistisch auf- gellt und vor allem nicht die ständig wachsende Ml der ausgesteuerten Erwerbslosen berücksichtigt. Wenn nach der eigenen Angabe des Ministers die Schuldenlast am 1. 4. 1931 nicht vermindert ist trotz der Kreuger-Anleihe, so bebeute1 das, daß b:e Regierung die Deckung laufender Ausgaben der Zukunft überläßt im Wege der Anleiheaufnahme. Das ist mit einer geordneten Finanzwirtschaft nicht vereinbar. Wenn der deutschen Wirtschaft das Betriebskapital entzogen wird, fo leiden darunter auch die deutschen Arbeiter. Das haben auch die muNisten erkannt, die in wirtf cha f t- V Ische x Beziehung viel einsichtsvoll er -sind als die Sozialdemokraten.
8 Millionen „Nationale Minderheiten".
Drilles brachte die meisten Minderheiten. — 40 Millionen unter der Herrschaft. - Kultur Friedhöfe. — Was geschieht mit den Petitionen in Genf? — Deutschlands Minderheilenkamps.
Von unserem ständigen Genfer Mitarbeiter.
toiffe n öQfur, daß in den letzten Jahrzehnten ich;£>. e“e Adeen aufgetaucht sind, mit denen 5 ^and auseinanberfegen muß.
"euen Worte ist das Wort von Ersten h*1? 2n Minderheiten". Nationale Min- ^enriiph,,^ es immer gegeben, aber erst die neue n9efQnnf„ Versailles hat in einem bisher Ausmaß nationale Minderheiten in ßch^r?pöischen Ländern geschaffen. Zusehen Sns>Qtle-n-rl3ie Versailler Friedensstifter ein- ^toeh'fnnv tiefer neue Zustand nur ertragen ch bi» 9r„leV^nrt die Staaten, welche Hauptfächern 6ri1»i?eö°rt9en fremder Nationalitäten in den sich feierlich verpflich-
tfaffen -siwderherten ihre kulturellen Rechte zu und res0 ®uri3en den Polen, Tschechen, Ser- iek neunpi*^11611 Verträge auferlegt, in denen teit erbSr* ~en oöer vergrößerten Staaten sich Sprache, Sitte und Religion ihrer sittrbunh Untertanen zu achten, und der wurde als Garant dieser Verträge ein-
1/1 Äerml^^nöerheiten gibt es in Europa und F wohnen sie? Auf dem letzten Kongreß,
Nationalsozialisten und Katholizismus
Neun Fragen an Herrn Hitler.
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