57. Zahrg
Donnerstag, 9. Oktober 1930
M.234 s
Oie Sprengung der Staatspartei
Noch-Weser
in
wtb. Berlin. 8. Okt. (Eig. Meldg.). Reichs. Präsident v. Hindenburg empfing heute den Reichskanzler Dr. Brüning zum Bortrag. ,
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift. .. leituna 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::
Beamten und Regierungs-Vrogramm.
Der Gesamtoorstand des deutsch«» Deamtew- bundes lehnt die Gehaltskürzung ad.
cnb. Berlin, 8. Oktober. (Eig. Meld.) Der Gesamtvorstand des deutschen Deamtenbundes befaßte sich eingehend mit dem Wirtschafts- und Finanzplan der Reichsregierung und legte seine Stellungnahme in einer Entschließung nieder! in der er u. a. darlegt, ohne Revision des Ä)oungplanes sei eine wirtschaftliche Gesundung Deutschlands unmöglich. Er weist die Behauptung zurück, die Besoldungsreform von 1927 habe den Beamten mehr gegeben als begründet war. Er erklärte demgegenüber, die beabsichtigte Gehaltskürzung sei unberechtigt, unsozial und werde daher ab- gelehnt. Die gegen die Beamten der Länder, Gemeinden und öffentlichen Körperschaften geplante Sondergesetzgebung mit ihrem verfassungsändern!- den Charakter führe zu unerträglichen Härten und sei ab zu lehnen. Die auf Preisabbau gerichteten Maßnahmen hätten bisher noch keinen bemerkenswerten Erfolg gehabt. Die Beamtenschaft müsse das dringende Ersuchen an die Reichsregi- rung richten, ihre Machtmittel nachhaltiger als bisher dem Ziel des Preisabbaues dienstbar zu machen, auf tätige Mitwirkung bei der Durch- fühmng aller hierzu erforderlichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen durch die Beamtenschaft könne die Regierung rechnen.
gung unterdrücken werde.
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Die brasilianische Regierung hat die Reservisten der ersten und zweiten Klasse bis zu 30 Jahren durch Dekret einberufen. Die Banken sind auf zwei Wochen geschlossen worden. Der Kongreß hat 100 000 Kontos für die Ausgaben zur Aufrechterhaltung der Ordnung bewilligt.
genommen. Das Ansehen des Offizierkorps wurde hierbei so weit gewahrt, wie dies überhaupt möglich war. Auch vor dem Kriege hätte kein Kommandeur die Aus-
Mahraun und die Iungdeutfchen treten aus legt den demokratischen Partei-Vorsitz nieder.
Der Reichspräsident dankt.
Der Reichspräsident gibt bekannt: Auch in diesem Jahre sind mir aus allen Teilen des Reiches, sowie von Deutschen aus dem Auslande zahllose Glückwünschezum einem Geburt stage zugegangen, die meinem alten Herzen aufrichtig wohlgetan haben. Da mir eine Einzelbeantwortung unmöglich ist. bitte ich alle, die meiner freundlich gedacht haben, auf diesem Wege meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen.
Die Lage in Brasilien.
Die Aufständischen im Vormarsch aus Sao Paulo
. . . Hitler köpft sich also selbst. Das wird nächtens schon noch öfter vorkommen.
Die Anbiederungen Hitlers an das Ausland fallen jetzt mehr und mehr auch den Nationalsozialisten selber auf die Nerven. So hat sich jetzt herausgestellt, daß die Nationalsozialisten, nachdem sie bereits die Deutschen in Tirol preisgegeben haben, nun auch nach der Feststellung eines dänischen Nationalsozialisten Verbindungen mit den Nationalsozialisten Dänemarks angeknüpft und ihnen die „Anerkennung der Grenze in Aussicht gestellt haben.
Hält man noch dazu, was Hitler fast tagst in Amerika über seine Loyalität und Legalität berichten läßt, so erhält man einen Begriff davon, was die Nationalsozialisten unter „nationaler Würde" verstehen. «
war von einer „Zentrale in München" die Rede gewesen Durch diese schwere Belastung des Leutnants Ludin, der bisher der wesentlichste Entlastungszeuge für Scheringer gewesen war, war die Unglaubwürdig kett der beiden Offiziere bewiesen worden. Die Mittel des Reichswehrministeriums reichten nicht aus, um den Tatbestand aufzuklären, da die Zusammenhänge über die Reichswehr hinaus wiesen und auch der ebenfalls beschuldigte Oberleutnant Wendt der Reichswehr mcht mehr angehörte. Eine disziplinäre Erledigung wäre vielleicht dann möglich gewesen, wenn die beiden Offiziere bei ihrer ersten Vernehmung im Dezember, bei welcher sie ausdrücklich auf ihre Pflicht zur Wahrhaftigkeit hingewiesen worden wa- ren, die volle Wahrheit — ‘ zwangen Gesetz und Recht die -----
liche Untersuchung herbeizusühren. Daß sie notwendik war, beweist die Verurteilung der Angeklagten durch das höchste deutsche Gericht.
Sie haben weiterhin die Art der Verhaftung der Offiziere „von einer dienstlichen Uebungssorm" beanstandet und daran die Betrachtung geknüpft, wie „tief die Stellung des neuen Heeres im neuen Staat gesunken" sei. Hierzu ist folgendes festzustellen: Ort und Zeit der Verhaftung wurden von dem Untersuchungsrichter und dem ihn begleitenden Staatsoffiziere mit dem Abteilungskommandeur der beiden Offiziere vereinbart. Dabei wurde darauf Rücksicht genommen, daß eine Verhaftung nach dem Dienst Aufsehen erregen mußte, da beide Offiziere in der Kaserne wohnten. Sie wurden deshalb unauffällig und durchVermitt- lung ihres Abteilungskommandeurs bei einem Dienst außerhalb der Garnison fest-
Httler, der ErfüllungspolMker.
Nach einer Meldung des „New Port American" hat der Schriftsteller Karl v. Wiegand am 4. Oktober mit Hitler in München eine Besprechung über die außenpolitischen Ziele des Nationalsozialismus gehabt, in welcher Hitler u. a. erklärte, daß es ja nicht darauf ankomme, was man wolle, sondern was man könne.
Hitler habe weiter wörtlich hinzugefügt:
„Das Deutschland, das ich führen werde, wird nichts unterzeichnen, was wir nicht mit voller Ueberzeugung für durchführbar halten, aber peinlich alle übernommenen Verpflichtungen erfüllen."
Damit ist also Hitler praktisch unter die Erfüllungspolitiker gegangen, deren Köpfe nach seiner Leipziger Rede ja doch in den Sand rollen sollen
Mahraun erklärte weiter, daß er die A b si ch t habe, 10 000 Versammlungen einzuberuf e n , um int Lande für die Idee des Jung- deutschen Ordens und der Volksnationalen Vereinigung zu werben.
Auch von demokratischer Seite wird betont, daß die sachlichen Gegensätze ein Zusammenbleiben nicht möglich gemacht hätten. Die Trennung wird an sich außerordentlich bedauert, umsomehr als die Zerrissenheit der bürgerlichen Mitte damit noch stärker in den Vordergrund trete. Ein anderer Ausweg sei aber nicht möglich gewesen, weil die Demokratische Partei keine Illufionspolitik treiben wolle.
lieber die weitere Entwicklung erfahren wir von unterrichteter Seite, daß die Demokratische Partei, wie vorgesehen, ihren Parteitag halten wird, der die Umbenennung in Deutsche Staatspartei beschließen dürfte. Weiter seien es Aufgaben des Parteitages, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Ueber die Frage, ob die Fraktion zusammenbleiber» kann, wird ebenso noch verhandelt werden wie über die Dermögenstren-
Dr. Prest-s, bet neugewählte PrH> fibcnt Brasiliens, der im November sein Amt antreten soll und gegen den sich hauptsächlich der Aufstand in Brasilien richtet,
Das Parlament in Rio de Janeiro,
der Hauptstadt Brasiliens.
eines Schleppers geflüchtet.
Nach den letzten Meldungen befindet sich die Hauptstadt des Staates Parana, Curitiba, ebenfalls in der Gewalt der Aufständischen. Auch
Bahia soll der Aufstand ausgebrochen sein, j
Nachklang jum Leipziger Reichswehrprozetz
Ein Brief des Reichswehrminlsiers Gröner.
Karte Brasiliens
mit der Provinz Rio Grande do Sul, von der aus die revolutionären Umtriebe ihren Anfang nahmen.
schreitet.
Aus Rivera ehtgetrof» sene Meldungen behaupten, daß ein Bataillon des 16. Infanterieregiments in Sao Paulo rebelliert habe. Aus Rio Branco wird gemeldet, daß sich die ganze Garnison der Stadt Ja- guaro den Aufständischen angeschlossen habe.
Eine Regierungs- Erklärung.
nung.
Für das Zusammenbleiben der Fraktion spreche stark der Umstand, daß durch das Ausscheiden der
n,ber die Sitzung des Hauptaktlonsaus- . * .< f f e 5 der Deutschen Staatspartei am Diens- * hie viereinhalb Stunden dauerte, wurde fol- «n'des gemeinsame Kommuniques ausgegeben:
In der Sitzung des Hauptaktionsausschus- ' k-s'der Deutschen Staatspartei am Dienstag murbe der Antrag, angesichts der hervor- tatenben Schwierigkeiten der Zusammenarbeit der verschiedenen polltl- cken Gruppen in ihrer organisatorischen Selbständigkeit zunächst innerhalb der Deutschen Staatspartei unberührt zu lassen, ab ge= lebnt Des weiteren wurde der Antrag, die K ü br 'u n g der Partei durch Ausschaltung be= mmmter Personen zu ändern, abge- ebnt Hiernach erklärten ArthurMah- r a u n und die Mitglieder der V o l k s n a t i o- nalen Reich sve rein i g un g dem Hauptaktionsausschuß ihren Austritt aus - e r D e u t s ch e n Staatspartei mit der egrundung, daß weltanschauliche
wtb. Reuyork, 8. Oktober. (Eig. Meld.) Wie Associated Preß aus Montevideo berichtet, besagen die von der brasilianischen Grenze vorliegenden Nachrichten, daß die Armee der Aufständischen auf dem Vormarsch auf Sao Paulo die Grenzen der Staaten Parana und Sao Paulo überi- schritten hat. Die Stadt Jtarare, an der von Sao Paulo nach Süden führenden Eisenbahnlinie, wurde von 3000 Aufständischen besetzt.
Rach einer weiteren Meldung planen die Führer der Aufständischen in Brasilien, die Armeen des Staates Rio Grande do Sul zu teilen. Ein Teil soll gegen Sao Paulo entsandt werden, ein zweiter gegen Rio de Janeiro. Während der erste Teil Sao Paulo angreift, soll der andere, falls dies notwendig ist, Verstärkungen aus anderen Staaten abwarten, ehe er zum Angriff auf Rw de Janeiro
Arthur Mahraun.
Gegensätze ihnen das weiters Verbleiben in der Deutschen Staatspartei unmöglich machten."
Der Antrag auf Aenderung in der Führung der gartet, von dem in dem Kommuniques gesprochen wird, war von dem jungdeutschen Ordens- kanzler Bornemann gestellt worden. Er lautete:
„Von Seiten des Herrn Ministers Höp- ker-Aschoff ist mehrfach erklärt worden, daß er in der Staatspartei niemals mitgearbeitet hätte, wenn er gewußt hätte, daß Christlich-Soziale daran beteiligt seien. Herr Staatssekretär Meyer hat erst heute noch erklärt, daß auch er sich nur unter der Bedingung an der Deutschen Staatspartei beteilige, daß sie eine Linkspartei, das heißt eine Partei der linken Mitte sein solle. Damit ist ein weltanschaulicher Gegensatz gegeben, denn die Gründer haben die Deutsche Staatspartei als eine Partei der aktiven sozialen und nationalen Mitte gewollt. Eine Möglichkeit weiterer vertrauensvoller Zusammenarbeit sehen wir nur in dem , Rücktritt der Exponenten dieser Ansicht von der Führung der Fraktion."
*
Aeickisminister a. D. K o ch - W e s e r veröffent- M Nachstehende Erklärung:
„ »Nachdem die Volksnationalen zu meiner Men Enttäuschung ihren Austritt aus der putschen Staatspartei vollzogen haben, lege IS mein Amt als Vorsitzender der ,e u U d) e n Demokra tischen Partei 1 e b e r. An dem Ziel einer Sammlung der gemente der Mitte, die auf dem Boden des heutigen Staates und der heutigen Wirtschafts- ardnung stehen und bereit sind, sie nach rechts , Ebenso wie nach links zu verteidigen, halte ich t ‘*ft. Die Zeit ist für eine solche Sammlung 'Est. Möchten die Menschen dazu reif werden, es zu spät ist."
Nach der Trennung.
Tatsache, daß die Jungdeutschen und.die immn^n*en nieder auseinandergehen, ist Berliner en Krisen nicht überraschend gekommen. lLd? tou&te bereits seit Tagen, daß die Gegen- ein» ^"erhalb der Staatspartei so stark waren, daß ne tieberbrückung kaum noch möglich erschien, l- .agen einmal im Führerproblem, zum «oeren in den w e l t a n s ch a u l i ch e n Un t e r- eben der beiden Gruppen. Die Mahraun- eSfK ~ und das dürfte auch in der Dienstags- tom™ u/s Aktionsausschusses zum Ausdruck ge- Dn'r s c /.ein — warf der demokratischen Gruppe tlfir tu. • a^e führenden Stellen der Staatspartei toeito raln Anspruch genommen habe. Sie übte Afj? 7?tik an den Maßnahmen Dr. Höpker- 0! T5 und verlangte schließlich ganz offen den «en. 2r- August Webers und Oskar von h» r 5. von ihren Parteiämtern. Das wurde anr^'v^ratischer Seite abgelehnt. Zu der welt- 2lrthu im n Seite der Schwierigkeiten erklärt uns Stan»- ^nhraun, daß der demokratische Flügel der 9ierim^ar ei den Jungdeutschen zu sehr als Re- iebnrf- qSP°-rtci eingestellt sei. Die Wahlen hätten De-^!,,?eiaigt, daß das Volk etwas Neues wolle, 'ei ihm freie Hand für die kommenden Neich-,' erwünscht. Niemand wisse, wie lange der If , en> Vor allem sei aber doch mit der 1 von Neuwahlen in Preußen zu rechnen.
Havas meldet aus Pernambuco, daß' die Aufständischen Herren der Stadt seien. Die Tchten und Verwundeten sollen zahlreich sein. Der Gouverneur des Staates ist, wie es heißt, an Bord
Echo der Presse.
Di« Berliner Morgenblätter sehen fast alle In dem Austritt der jungdeutschen Gruppe aus der Staatspartei das Ende dieser neuen Parteigruppierung. Die „Germania" sieht in dem Zerbrechen dieser politischen Bewegung, die eine Sammlung des Bürgertums fein sollte, zwar innere zwingende Gründe, jedoch sei es nicht ohne eigene Schuld der Beteiligten geschehen, Das „Berliner Tageblatt* spricht chon dem "mangelnden Augenmaß und der politischen Ahnungslosigkeit der Jungdeutschen und bezeichnet es als Erleichterung, daß die demokratischen Abgeordneten künftig keine Verantwortung mehr für diese seltsamen politischen Gefährten zu tragen haben. — Die „Vossische Zeitung" sagt, der Jungdeutsche Orden, dessen Einsatz Mahraun mit der Rot des Vaterlandes begründet habe, habe die Probe dieses Einsatzes nicht bestanden. — Die „Deutsche Tageszeitung" begrüßt die Befreiung des Jungdo von der Umklammerung der Elemente, die für ihn auf die Dauer nach der weltanschaulichen wie nach der nationalen Seite hin den Ruin hätte bedeuten müssen.
Reichswehrminister Grüner hat in Beantwortung eines in verschiedenen deutschen Zeitungen erschienenen Artikels von Generalmajor a. D. Graf von der Goltz an diesen nachstehenden Brief gerichtet:
Sehr geehrter Herr General!
Sie haben Bemerkungen zu dem Prozeß gegen die Ulmer Offiziere veröffentlicht, deren grundsätzliche Bedeutung mich veranlaßt, näher auf sie einzugehen. Sie werfen zunächst die Frage auf, ob die Verfehlungen dieser jungen Offiziere nicht disziplinär hätten erledigt werden können. Hierzu ist folgendes zu sagen:
Nach der ersten Mitteilung, welche der Oberleutnant W e st h o f f pflichtgemäß nach der Unterredung mit dem Leutnant Scheringer seinem Kommandeur machte, ist eine Disziplinaruntersuchung durch einen General, einen Major und einen Heeresanwalt veranlaßt worden. Da Scheringer damals seine Bestrebungen als durchaus harmlos hinzustellen wußte, und da er insbesondere durch das Zeugnis des damals noch nicht beschuldigten Leutnants Ludin völlig entlastet wurde, habe ich geglaubt, den offenen Aussagen der beiden jungen Offiziere Glauben schenken zu können. Die Angelegenheit sollte durch eine eindringliche kameradschaftliche Belehrung durch den Herrn Chef der Heeresleitung und eine Disziplinarstrafe gegen Scheringer als erledigt gelten. Zwei Monate später ging jedoch eine Meldung eines anderen Offiziers ein, die besagte, daß der Leutnant Lud in g an dem gleichen Tage, an dem Leutnant Scheringer in Eisenach war, m Berlin eine Besprechung abgehalten hatte, in welcher dieselben Bestrebungen, die schon Oberleutnant Westhoff gemeldet hatte, in noch schärferer Form zum Ausdruck gekommen waren. Insbesondere
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gesagt hätten. Jetz» Reichswehr, eine gerichb
uldaerZeitung
Anzeiger für die Stadl Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt. .
Die brasilianisch« Botschaft in Paris veröffentlicht eine Erklärung des brasilianischen Innenministers, der die Streitkraft, in den meisten brasilianischen Staaten als der Bundesregierung ergeben
bezeichnet und angekündigt, daß die Bundesregierung mit allen Mitteln und mit größter Energie die Aufstandsbewe-
____scheiden der sechs volksnationalen "Mitglieder die Fraktionsstärke verloren gehen würde. Die Entscheidung darüber aber liegt in der Fraktion selbst. Immerhin besteht in unterrichteten Kreisen der Eindruck, daß auch hier die Trennung unvermeidlich werden dürfte. Ueber die Frage, ob dann neue Verhandlungen zwischen der Deutschen Staatspartei und der Deutschen Volkspartei stattfinden, läßt sich im Augenblick noch nicht sagen. Sicher ist jedenfalls, daß die Deutsche Volkspartei an ihrem alten Standpunkt festhält, daß nur eine Sammlung nach beiden Seiten in Frage kommt, d. h. also unter Einbeziehung gewisser rechts von der Deutschen Volkspartei stehenden Gruppen«
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