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iS. Sonntag nach Pfingsten.

Evangelium: Luk. T» 11-16.

«eit ging Jesus in eine Stadt mit Na- ?MaiM Es gingen mit ihm seine Jünger und Als er in die Nähe des Stadttores kam, ha trug man einen Toten heraus, den ein. W- feiner Mutter, und die e war eine Viel Volk aus der Stadt ging mit ihr. ®lt^L fierr sie sah, ward er von Mitleid über sie ,?nd sprach zu ihr:Weine nicht!" Dann ?^ ^ bwzu und rührte die Bahre an. Die Tra- Ä blieben stehen. Und er prach:Jüngling, ich FL h r fteh auf!* Da richtete fM) der Tote aus He begann zu sprechen. Und er gab ihn seiner Setter Furcht ergriff alle. Sie priesen Gott und LnEin großer Prophet ist unter uns auf. Anden; Sott hat sein Volk heimgesucht."

Aufklärung und Erziehung.

Don P. Apollinaris Klug, Franziskaner.

ä- ist «in großer Fehler auf dem Gebiete der «-rualvädagogik, daß viel« meinen, mit bloßer Wrung set schon alle, getan. Diese Ansicht ist nickte anderes als eine Neuauflage des verfehlten lokratischen Satzes, daß die Tugend ein Wissen sei. «lobe» geschlechtliches Wissen soll der Jugend eine «-M, ftin über die lockenden Fluten de» Lasters. Daß aber Wissen allein noch kein Schild ist gegen foruale Verirrungen, zeigt am grellsten die Sta- tittik über die Geschlechtskrankheiten in studieren» den also intellektuell höchst gebildeten Kreisen. Sckön Goethe hat das Versagen der einseitigen Le'rstandesbildung in den Worten ausgedrückt:

Er nennt's Vernunft und braucht', allein, Um tierischer als jedes Tier zu sein!"

Scheier zitiert in seinem philosophischen Werke Dom Ewigen im Menschen folgendes Wort, des großen Denkers Neumann:Entweder gibt et kei­nen Schöpfer oder das Menschengeschlecht hat sich im setzigen Zustand; von seiner Gegenwart au.» geschlossen. Wenn es einen Gott gibt und weil es sicher ist, daß es einen gibt, muß das Men- chengeschlecht in eine furchtbare Erbschuld verstrickt ein; es ist nicht mehr im Einklang mit den Ab- ichien des Schöpfers." Ergreifend drückt dies der iL Paulus aus: ,Hem inneren Menschen nach hab« ich zwar Freude am Gesetze Gottes; aber ich ge­wahre in meinen Gliedern ein anderes Gesetz, das dem Gesetz meines Geistes widerstreitet und mich gefangenhalt unter dem Gesetz der Sünde, da» in meinen Gliedern herrscht." Dieser Abfall von Gott, dieser Tiefenzug unseres Geistes ist der Grund, warum bloße Aufklärung niemals genügen kann. Denn man mag der Jugend mit heuigen Händen die Bilder des Lebens entschleiern und sie krönen mit dem Diadem des Gottesgedankens die Schwierigkeit bleibt. Wird der junge, reifende Mensch sich in Einklang stellen mit den Absichten Gottes? Das ist eine Goldprobe des Charakters und hängt keineswegs ab von Derstandesbildung, sondern von der religiösen Einstellung und allsei- ligen Willensdisziplin. Der Wille muß hineinge­bildet werden in Gott. Als Heine vor dem alten, wunderbaren gotischen Dom von Antwerpen stand, rief er voll Bewunderung:In jenen Zeiten hat­ten die Menschen eben Dogmen! Wir haben nur Meinungen. Mit Meinungen lassen sich keine Dome bauenAuch das Wunderwerk geschlechtlicher Edelgesinnung vermag nur aufgebaut zu werden wit den heiligen Steinen, in die unverloschbar das Kredo gemeißelt ist. Wer sch ein Bild verschaffen will von der treibenden Kraft der Religion, der sludiere das Leben in der urchristlichen Zeit. Mit­ten im heidnischen Sumpfe blühte die Lilie auf 'n ungeahnter Pracht. Man lese nur die Schriften eines Athenagoras und eines Aristides. Woher dies Wunder? Der wahrhaft lebendige (Botte.» Staube hat es gewirkt.

Die Krone der geschlechtlichen Erziehung ist darum die Pflege der Religion. Der Wille des jungen Menschen muß hineingebildet werden in Gott. Sonst ist alle Sexualpädagogik °us Sand gebaut. Ohne Verankerung in Gotte.

Akademische Vonisakius-Einigung (M.G)

3hr Ziel und ihre Arbeitsmethode.

Bon Ad. Nix, cand. theol.

^om 19.21. August diese. Jahre, fand in Bonn 1 fierte Verbandstag der Akademischen «onisatiuseinigung statt und im Anschluß ihre 20. Generalversammlung für die Sr» en Vertreter der 91. B.-Vereine und der ange- uhtossenen Verbände. Aus allen Gauen deutscher Larcke, *°n Universitäten und Hochschulen hatten sich recht Mreich Studentinnen und Studenten mit den Stu- °mtenseelsorg«rn zwecks gemeinsamer Beratung und Be- mechung in Bonn eingefunden. Alle kamen mit großen «Wartungen. Schon das Thema de« Verbandstage» *$5* begeistern.

zDie Heilige Schrift, das Buch der Bücher, ?~*ie den Gegenstand der großen Abendreferate und y gutbelegten neun Arbeitsgemeinschaften. Große» er- Mieten wir. Großes empfingen wir. Wir verließen «vnn voll innerer Bestiedigung und mit der erlebten "Eberzeugung, daß die ABC. ihre große Aufgabe erfaßt. . Die Heilige Schrift und ihre religiöse Bedeutung 2®* m klarer, kerniger Rede dargetan von P. Dr. -«ckdaeus Soiron O.F.M., Lektor bet Theologie, G^bach. Am zweiten Abend der Tagung fachen zu uns Dr. theol. Joh. Pinsk, Studenten» Jörger, Berlin, überKirche und Heilige i f t" und Universitätsprofessor D. Dr. Stein- ließen, überDe» Menschen Gemein- '^aft mit Gott in der Religion de« Neuen e st a m e n t e s". Donnerstag, den 21. August, tefe« 2^ der Hochwürdigste Herr Abt Dr. Jldefon» Her- iv Sen 0.8. 8., Abtei Maria-Laach überDie Hei- S« Schrift in der Liturgie der Kirche «nd als Lebensbuch des Christen". Bei jedem ,as Nmr der große Saal der Mensa Academica bon besetzt.

$VoIlen hier nicht die einzelnen Vorträge stizziert istr besprochen werden. Sie werden im nächsten Heft [J. Akademischen Bonifatius-Korrespondenz veröffent- Die Korrespondenz ist zu beziehen durch die

heiligem Willen gilt da» trostlose Wort von Nietzsche:Die letzten Krähen, die hier fliegen, hei­ßen .warum' und ,wozu'."

Die Eltern müssen deshalb das größte Gewicht auf eine gute religiöse Erziehung legen. Sie müs­sen dafür sorgen, daß das religiöse Wissen im Ju­gendlichen entsprechend weitergebildet werde. Ge­rade in den fortschreitenden Pubertätsjahren er­wacht der kritische Geist, der nach tieferer Begrün­dung verlangt. Die schönsten Geschenk«, die der reifenden Jugend gemacht werden, sollen deshalb Bücher sein, die in die Mysterien des Glauben» einführen.

Im Dienste der religiösen und damit der ge­schlechtlichen Erziehung ist es vor allem empfeh­lenswert, den Jugendlichen eine wahre Liebe zur Heiligen Schrift «inzuflößen. Nichts

Schatze der Religion: in Gott!

Sehr wertvoll für die Jugend sind auch Lebens­beschreibungen großer religiöser Menschen, beson­der» Konvertitengeschichten. Das begeistert die Ju­gend und vermag für sie ganze Bibliotheken von Apologetik aufzuwiegen.

Mühsam muß sich der menschliche Wille im jetzi­gen Zustande emporringen zur Heiliahaltung des Geschlechtlichen. Dazu benötigt er ute kräftigsten Motive. Die aber liegen nur im geheimnisvollen

vermag das Glaubensleben so zu befruchten und den Willen derart in Gott hinemzubilden wie die fleißige Lektüre des neuen Testamentes. In der Schrift perlen die Worte, die ans der Ewigkeit stammen und den Geist mächtig zur Ewigkeit führen. Und im Spiegel der Ewigkeit werden auch die unbändigsten Triebe züchtig.

Sehr wertvoll für die Jugend

Carttas-Gesinnung und -Tat

ton-

Die Symptome dieses Kampfe, sind bereits viel- ältig und unzweideutig. Man versucht d i e © e e I» arge in Krankenhäusern und Ge» ängnilfen auszuschalten ober möglichst an untersagt in der öffentlichen

Auf btm Katholikentag in Münster sprach Universitätsdozent Dr. 8. Beeking, Freiburg l. Br., über da» aktuelle Thema Karitasaestnnung und -Tat in Jugend und Volk. Er führte au»:

Am Vorabend feine« Tode» hat der göttlich« Stifter der Kirche ein Dort gesprochen, dessen Er­füllung da» Antlitz der Erd« erneuern sollte. Es war das Wort:Ein neue» Gebot gebe ich euch, baß ihr einanber Hebet, wie ich euch geliebt hab«, damit auch ihr einander liebet. Daran sol­len alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, daß ihr Liebe zuein­ander habt." Auch di« alte Zeit hatte schon ihr Gebot der Liebe gehabt. Durch sein« unmit­telbare Verbindung aber mit dem Gebot der Got­tesliebe wurde es der neuen Zett al» neue« Gebot gegeben. Der Ewige wollt« eine neue Erfüllung des Liebesgebote», eine Er­füllung getragen von göttlicher Jnsoiration, gerich­tet auf den Reichtum der unendlichen göttlichen Werte.

u beschränken. Man unterlagt in der öffentlichen Fürsorge jedes Wort, das auf die christliche Ein­stellung eines Beamten hindeuten oder als reli­giöse Beeinflussung aufgefaßt werden könnte. Man belegt konfessionell« Kinderheime nicht, weil in ihnen noch christliche Hausordnung herrscht und auf

Durch alle christlichen Jahrhunderte veranlaßte diese» neue Gebot der schöpferischen Liebe Unge­zählte, ihr Letzte» und Höchste», ihr Sinnen und Sorgen, ihr Sein und Können einzusetzen, um Sren am Tisch de« Leden« zu kurz gekommenen rüd-rrn und Schwestern nicht nur den Zugang zu den natürlichen Sehenswerten zu erschließen, fr " dem auch vor allem auch die Ewigkeitswerte in« Einzelleben und Menschheitsganz« hineinzuwirken. Dabei war «e durch die Jahrhunderte der be­sondere Ruhm der christlichen Kari­tas, ihr Helfen und Sorgen immer möglichst schnell und möglichst wirk­sam den jeweiligen Notwendig! ei- ten an zu nassen. Einstellung des gesamten christlichen Helferwillen, und -«lserdienstes auf die Zeitnotwenbigkeiten. Ausruf von Volk und Jugend zu solcher Orientierung an Den Zeitbedürf­nissen und 3eitaufgaben, ha» ist gerade gegenwär­tig ein besonderes dringendes Gebot der Stunde, handelt es sich doch gerade in der Gegenwart im Bereich alle« fürsorgerischen Wollen» um Entschei­dungen, die für die Sicherung des christlichen Kul- turtinfluffee von unabsehbarer Bedeutung sind.

Zu einer Derartigen aufrüttelnben Orientierung rufen besonder« drei ernste G e i a h r e n kom­plexe, di« sich im gesamten gegenwärtigen Für­sorgewesen Deutschlands deutlich bemerkbar machen.

Gottesdienst und Gebet gehalten wird. Man ver­sucht, christlichen Einrichtungen die Arbeit zu er­schweren, indem man ihnen bisher gewährte Un­terstützungen beschneidet oder ganz streicht. Man versucht auch, Einrichtungen der freien konfessionel­len Fürsorge zu ersetzen und zu verdrängen, indem man eigene akonsessionelle Anstalten baut, ,'bschon in den vorhandenen konfessionellen Anstalten ein Gutteil der Plätze unbelegi -r.

Wohl dürfen diese Feststellungen nicht verall­gemeinert werden, bedeutsam aber ist, daß sie kei­neswegs lediglich auf das Konto einzelner Persön­lichkeiten ober einzelner Verwaltungsstellen zu set­zen finb, sondern daß sie Symptome allgemeiner Tendenzen sind, die hinter diesen Vorgängen sieben und auch deutlich ausgesprochen werben. Und nicht weniger bedeutsam ist hie Tatsache, daß dieser- kulariomu« sxh keineswegs auf den Sozialismus beschränkt, sondern im Gegenteil weit in die so­genannten bürgerlichen Kreise hineinreicht.

Aber nicht Kundgebungen undPro» teste werden die ernste Gefahr her Verweltlichung bet Wohlfahrtspflege bannen. Nur durchgreifend« Taten können hier Ganze» erreichen. Da« katholische Volk, vorab aber seine verantwortlichen Vertreter in Gemeinde und Staat, müssen sich über den ganzen Ernst und die etgengearteten Metho­den diese« außerordentlich gefährlichen Kulturkamp­fes klar sein. Einen Erfolg in diesem entscheiden­den Ringen aber werden wir nur dann erhoffen dürfen, wenn wir über eine starke, gut organi­sierte und vorbildlich den Zeitbedürfnissen ange­paßte karitative Fürsorge haben! Hier liegt die entscheidende Bedeutung einer zeit­entsprechenden Karitasorganisation, wie der geniale Weitblick eines Lorenz Werth» mann sie schon vor mehr als drei Jahrzehnten grunblegte. Fürsorgerische Forderungen machen wenig Eindruck, wenn hinter ihnen nicht eine stark« fürsorgerische Wirklichkeit steht. Dazu aber gehö­ren heute auch örtlich arbeitstüchtige fürsorgerische Fachverbände, modern arbeitende Anstalten, genü­gend geschultes hauptamtliches Personal, die rüh­rige Hilfsbereitschaft des ganzen katholischen Vol­kes und nicht zuletzt die organische organisatorische Zusammenfassung allen Helferwillens in einer ge­diegenen und lebendigen Gesamtorganisation der örtlichen Karitas.

Die zweite große Gefahr, die heute den Lebens­bereich des fürsorgerischen wollen« bedroht, ist die starke Verbeamtung und Technisierung der Für­sorge.

Da« ungewöhnlich große Ausmaß der Not der letzten Jahre zwang sowohl die öffentliche als auch die privateFürsorge zu einem starken Ausbau ihrer Organisation, lieber 1000 Bezirksfürsorgeverbände und -stellen bemühen sich um die Durchführung der Reichsfürsorgepflichtoerordnung, lieber 1200 Ju­gendämter arbeiten an der Verwirklichung bet gro­ßen Ziele des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes. Hun­derte neuer Ortsstellen mußten von der freien Lie- bestätigkeit geschaffen werden. Die Größe und Kompliziertheit Der modernen Fürsorgeaufgaben

Die erst« ««fahr ist Die der Säkularisation de» für- sorgerischen Helfen», der stille, aber äußerst gefähr­liche Kulturkampf auf dem Gebiete der Wohlfahrt«, pfleg«.

Bonifatiusdruckerei, Paderborn, für Richtmitglieder der ABE-, Mitgliedern wird si« im Anfang des W.-Seme­sters zugesandt.

Anschließend an den Derlxmdstag fand die 20. Generalversammlung statt im Collegium Al­bertinum in Bonn, wo di« geleistete Arbeit seit der letzten Generalversammlung in Fulda 1927 über­schaut und neue Dahnen und Richtlinien für weiter« Bonifatius-Arbeit gewiesen wurden. Einen würdigen Abschluß sand die glänzend verlaufen« Veranstaltung in einem feierlichen Pontifikalamt in der St. Remigius- kirche, das der Hochwürdigft« Herr Abt Dr. Ildefons Herwegen zelebriert«.

Um nun einen solchen Berbandstag und sonstige Mtionen der ABE., wie Abhaltung von Religions­hochschulwochen, Diasporafahrten, Diasporakurse richtig zu verstehen und zu werten, ist es angebracht, das Ziel und di« Arbeitsmethode der ABE. kennen zu lernen. Diesen Zweck verfolgen nachstehende Sätze. Ich stütze mich dabei auf das FlugblattDie Akademische Boni- fatiusemigung" (Bonisacius-Druckerei, Paderborn).

Die ABE. ist «in Verband zur Pfleg« religiösen Lebens in der katholischen Studentenschaft." Daraus ergibt sich eindeutig ihre Zweckbestimmung.

Welche» Ziel hat di« ABE? Di« ABE will dem katholisch«» Studenten seiner geistigen Eigen- art entsprechend zur tieferen Erfassung und Kenntnis seiner Glaubenswahrheiten verhelfen und ihn zum prak­tischen Leben aus dieser gewonnenen Glaubenserkenntnis anleiten. Hierin eingeschlossen ist di« Aufgabe, dem kacholischen Studenten über Schwierigkeiten dieser Art hinwegzuhelfen und ifjn evtl, mit finanziellen Mitteln zu unterstützen. Sie will also eine Stärkung und Festigung der katholischen Weltanschauung de» Aka­demikers und mutiges Bekennen dies« Ueb«z«uglMg mitten im heißen Kampfe des Lebens.

Die Universität, diese akademische Diaspora, ist das Arbeitsfeld der ABE. Denn hier tobt der geistige Kamps am schlimmsten, hier geht es am gefähr­lichsten um Glauben und Unglauben, hier holt sich der Student sein« Entscheidung für» Leben, für ein Leben im Glauben oder Unglauben.

Die ABE. hat sämtliche Ortsoereine, die sich über

all« Universitäts- und Hochschulstädte deutschen Sprach­gebietes ausdehnen, fest zusammengeschlossen, und darin liegt ihre Stoßkraft. Alle kacholischen deutschen Studen­ten sind geeint in gemeinsamer Liebe zu Christu» und seiner heiligen Kirche. Im Vorort, Paderborn, Leo- ninum, hat sie ihre sichtbare Instanz, die bie Verbands- geschäfte führt und die Einigung nach außen verttitt.

Wie arbeitet die ABE.? 1. Aus Grund ihr« Zielsetzung sucht sie eine geordnet« studentisch« Seelsorge in den Universitätsstädten der Diaspora zu ermöglichen und gibt finanzielle Beisteuer zu deren weiterem Ausbau. In treuer Zusammenarbeit mit den Studentenseelsorgern läßt sie regelmäßige weltanschau­liche Vorträge, Zirkel und Arbeitsgemeinschaften statt- sinden. Ein vortreffliches Mittel zur Förderung ihr« Ziele und Propagierung ihrer Ideen bildet die R e 1 i gionshochschule unter vorzüglicher Leitung des hochwürdigen Herrn Rektors Lutz, Elkeringhau­sen bei Winterberg (Wests.). Sie will in Kursen, bi« in allen akademischen Ferien stattfinden, dem firnen- ftubenten feinen profanwissenschaftlichen Kenntnissen ent­sprechend religiöses Wissen vermitteln.

2. Jährlich finden zu Beginn der Herbstferien D«r- bandstag« statt, die unter Führung kundiger Fach­leute hoch aktuelle Themata zur Besprechung haben. Teilnehmer können alle katholischen Studentinnen und Studenten aller Fakultäten werden. Auf diese Weis« weckt sie das Interesse für religiöse Gegenwartsfragen und gibt Antwort auf brennende Problem«. Besondere Bedeutung haben die Diasporav«bandstag«. Durch Ein­legung von Diasporakursen und -sahrten vermittelt sie beste Diasporakenntnis. Immer mehr begrüßt die katho­lisch« Studentenschaft solche Aktionen. Jährlich steigert sich die Teilnehmerzahl. Bedürftigen Kommilitonen, di« di« Kosten zu solchen Fahrten schwerlich aufbringen können, gibt sie finanzielle Unterstützungen.

3. Ferner läßt sie religiös-weltanschau­liche S tudenlen- Bücher« ien einrichten, unter­stützt Lesehallen mit katholischen Zeitungen und Zeit­schriften und fördert so die katholische Presse in den Hochschulstädten der deutschen Diaspora.

4. Die ABE. läßt vi«mal im Jahr« ihr Verband»- organ, di« Akademische Bonifatiuskorre-

erforbert eben einen wohlvrganisierten Beamten­apparat unb eine möglichst vollkommene technische Durchgestaltung der Arbeit. ,

Jedoch, so notrrenbig zur Sicherung erfolgrei­cher Arbeit biete beiben Voraussetzungen erfüllt sein müssen, so ernst sind die Gefahren, die für eine wirksame Volkswohlfahrtspflege barm liegen. Das Bewußtsein, baß Fürsorgeverbände und Ju- genbämter Karitasorganisationen unb fürsorgerische Fachvereine in umfassender Arbeit sich der Men- schennvt annehmen, hat in weiten Volkskreisen die Auffassung entstehen lassen, daß der einzelne zur persönlichen Hilfe nicht mehr sv sehr benötigt wird. Er zahlt ja seine Steuern, von denen bi« Arbeit der öffentlichen Wohlfahrtspflege finanziert mtrb, er gibt seine Dereinsbeiträge, die der freien Für­sorge ihre Arbeit ermöglichen, so glaubt er ferne Pflicht doppelt getan zu haben. Und doch w eden weder die öffentlich« noch die privat« Fürsorge ihre großen Ziele erreichen können, wenn nicht Hun- berteunblaufenbe mehr. Über alle materielle Hilfsbereitschaft hinaus, sich zu persönlicher Hilfe bereitfln« ben. Die großen Aufgaben der Familienfürsorge unb Jugendhilfe, der Gefährbetenfürsorge unb be» Kinderschutzes unb all die überzahlreichen andern Aufgaben sonst erfordern einen persönlichen Dienst von Mensch zu Mensch und können darum von den Aemtern unb Vereinen nicht ohne bie tätige Hilfs­bereitschaft weitester Volkskreise wirksam burchge- führt werden. Die christliche Familie, bie jungen katholischen Frauen, die hochgemute katholische Ju­gend, si« alle werden hier zu großen Aufgaben ge­ruh Nur durch bie Wiedererweckung des Verantwortungsbewußtsein» de»G e- samtvolke« durch ehrenamtliche und nachbarliche Hilfe ist demUebermah der Gegenwartsnot wirksam beizu­kommen.

Zugleich aber müssen bi« öffentlichen unb pri­vaten Dienststellen der Fürsorge, die Aemter unb Organisationen sich des Dienstcharakters des Or­ganisatorischen bewußt bleiben. Nur so wird er­reicht, baß da» Volk bie organisierte Fürsorge nicht als die bequeme Ablösung eigener Helferverpslich- tuna ansieht, sondern vielmehr al» Wegbereiterin großzügiger und zeitgemäßer Hilfe.

Ein« dritte enischeldende Gefahr für alle ffirfotae- rische Arbeit Im Kampfe mit den Gegenwartsnöte« liegt In bet vielfach noch mangelnden weitschauen- den Vorbeugung und der häufig noch fehlenden liefbohrung gegenwärtigen Helfen».

Die zunächst an der Oberfläche liegenden Not­stände und die unmittelbar zu erledigenden Auf­gaben sind so zahlreich und ziehen den tzelferwillen so unmittelbar auf sich unb adsorbieren so sehr bie vorhanbenen Helferkräfte, daß «in Herankommen an die entscheidenden Grunbnotstänbe in Western Maße unterbleibt. So ist alle Fürsorge vielfach nur Symptombehandlung, ohne an da» Wesen so­zialpathologischer Erscheinungen heranzukomme«.

Aber was nützt es, wenn einige Tausend ge­fährdeter Kinder unb Jugendlicher für ein paar Jahre aus den Elendsvierteln der Industrie- unb Großstädte herausgenommen werden, wenn nicht gleichzeitig eine durchgreifende Arbeit im Woh- nungs- und Siedlungswesen geleistet wirb, wenn nicht die Gefahren de« Alkoholismus und der Ent­sittlichung entschiedener niedergekämpft werben, wenn nicht ber eugenischen Bewegung mehr wirk­same» Interesse entgegengebracht wirb, wenn nidjt bie Arbeit am Kinde schon ba einsetzt, wo noch wirklich körperliche unb seelisch sittliche Wohlfahrt für» Leben gesichert werden kann?

Große Aufgaben find es, die nach vollgültiger Lösung rufen. Sie werben gelöst »er den, wenn bas gesamte katholische Volk ben Ernst ber Mitverantwor- tung tief in ber Seele spürt unb diese» Dertanwortungsbewußtsein zu durchgreifenden Ta­ten werben läßt. An alle ergeht ber Ruf zur Tat, zur wahrhaft apostol. Tat, werktätiger Nächstenliebe, zur praktischen Mitarbeit, wenigstens in einer ber ungezählten Gegenwartsaufgaben ber Karitas.

fpondenz, erscheinen, di« gelehrte, anetkmd wissen­schaftlich« Abhandlungen bringt, aufbauend auf posi­tivem Christentum. So sind bie beiden Sommerhefte dieses Jahres dem Gedächtnis be» großen Bischof» unb Kirchenlehrer Augustinus gewidmet, die Artikel sach­kundiger und führender Theologen enthalten.

5. Die ABE. sorgt für Einlegung von katho­lischen Weltanschauung». Vorlesungen, vor allem an den Universitäten, an denen katholische theologische Fakultäten sehlen.

Aus der dargelegten Arbeitsmethode folgt, baß bie ABE. mit allen Mitteln an d« Verwirklichung ihre» Zieles arbeitet. Speziell der akademische« Eigenart ange- paßt, übt fit wirkliche katholische Aktion im Sinne unseres Heiligen Vater«. Die ABT. hat sich au« dem all gemeinen Bonifatiu«vereinherau« entwickelt. Sie hat sich spezialisiert unb moderni­siert in ihr« Zweckbestimmung unb Arbeitsweise. Ms Zweig be« allgemeinen Bonisatiusveteins nimmt sie teil an ben diesen vom Heiligen Stuhl v«lieh«nen Prwi- legien unb Ablässen. Der Verwirklichung ihre« Ziel«« dient bet Beitrag. Studenten zahlen pro Sem. 1 Mk., Altakademiker pro Jahr 3 Mark. Mitglied bet Eini­gung kann jeder Akademiker werden, auch Lehrperson«« an Volksschulen können ber Einigung beitreten.

Der Akabemisch« Bonifatiusverein t« Fulda fPriesterseminar), dessen Proteüot bet Hoch- Würdigste Herr Bischof selb« ist, zählt «eben 94 akti­ven Mitglieder gegen 300 Ehrenmitglieder, darunter an die 100 au« bet Stadt Fulda. Beständig wächst ihr« Zahl. Viele katholische Akademiker stehen noch auß«. halb b« Einigung. An diesem Ziel«, b« Gewinnung neu« Mitglieder zum Apostolat b« Siebe, arbeitet b« ABV.-Fulda. Faßt man das hohe Ideal ins Aug«, da« sich die ABE. gesteckt hat, so wirb man btefet knappen Beitrag nicht scheuen. Gern entrichten bie Mitglieder ihren Jahresbeitrag. Möge« dem Beispiel so viel« Akademiker, die als Mitglieder b« ABE im echten Bonifatius-Geiste an der Glaubensausbrei­tung und Glaubensvertiefung mttarbeiten, auch die ande- ren bald folgen, ut vivat, floreat, erescet res Boni- fatiana Academica!