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Die Notlage des drulschen Hopsenbaus.

Der deutsche Hopfenbau umfaßt heute eine Fläche von 15 000 Hektar. Noch im Jahre 1885 betrug die An­baufläche über 47 000 Hektar mit einer Erzeugung non 650 000 Zentnern Hopfen. Seitdem ist der Anbau stän­dig zurückgegangen. Gründe dafür waren die schlechten Preise infolae der immer stärkeren Ueberproduktion der Welt, die Beschränkung der deutschen Ausfuhr durch den Krieg und später die Trockenlegung Amerikas. Auch

= Tom Volksverems-Terlag. Das Vergleichsverfah­ren bei der Volksvereins-Verlags G. m. b. H. in Glad­bach-Rheydt war dergestalt abgeschlossen worden, daß alle nicht zuin Druckereibetrieb gehörenden Werte unter Kontrolle der Aufsichtsperson und des Gläubigerausschus­ses zugunsten der Gläubiger liquidiert werden sollten. Zur pachtweisen Uebernahme des Druckerei­betriebes ist nunmehr, nach Informationen des Fwd. eine neue AG. unter der Firma Rheinische Dru­ckerei A.G. G l n d b a ch-R Heydt mit einem AK von 250 000 RM. errichtet.

die hohe Schutzzollmauer Englands hat den deutschen Hopfenanbau sehr geschädigt. In den letzten Jahr­zehnten erlitt die deutsche Hopfenausfuhr durchschnitt, lich eine Einbuße von 240 000 Zentnern jährlich.

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Berlin, 19. Sept. (Eig. Meld.) Es wurden bezahlt für je 1 Ztr. Lebendgewicht: Rinder 25—58, Kälber 53—80, Schafe 41—64, Schweine: Fettschweine über 300 Psd. 56—58, vollst. Schweine von 240—300 Psd. 59—62, vollst. Schweine von 200—240 Pfd. 60—62, voll- fleischige Schweine von 160—200 Psd. 59—61, vollst. Schweine von 120—160 Pfd. 56—59, Sauen 52 53.

Aufgetrieben waren: Rinder 2060, Kälber 1340, Schafe 4658, Schweine 7909. .

Marktverlauf Bei Rindern und Kälbern ruhig. Bel Schafen flott, bei Schweinen ziemlich glatt.

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=_Jufion Deuh-humboldk-Blokoren Oberursel. In den Sitzungen der Aufsichtsräte wurden die Abschlüsse für 1929-30 vorgclegt. Bei Humboldt ergibt sich nach Abschreibungen von 1033 703 (975 704) RM. ein Reingewinn von 998 730 (589 568) RM., bei Deutz nach Abschreibungen von 1 035 099 (1 003 407) RM. ein Reingewinn von 665 820 (393;046), bet Ob er ur s e l nach Abschreibungen von 411959 (387 722) RM. ein Reingewinn von 704 904 (725 981) RM. Den zum 21.

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lassen. Die Konservierung der Früchte I spielt sich im Vergleiche zum Vorjahr in st a r k ein­geschränkter Form ab. Die Ernten in Steinobst sind im allgemeinen befriedigend ausgefallen: nur Mirabellen haben unter dem Regen stark gelitten. D:e Birnenernte wird besonders in Süddeutschland ichlecht beurteilt. Die Aussichten für die Apfelernte sind aus. gesprochen schlecht für die Pfl^umenernte nicht günstig. Das Geschäft in Fruchtsäften liegt sehr darnieder.

deutschen Walzwerke (ohne „ , .

August an Walzwerkfertigerzeugnissen 619 861 t her ge­gen 664 450 t, d. h. 44 589 t oder 6,7 Proz. weniger als im Juli. Die durchschnittliche arbeitstägliche Gewinnung war mit 23 841 t (26 Arbeitstage) um 3,1 Proz. niedri­ger als des Juli (27 Arbeitstage). Sie entspricht 55,2 Proz. der durchschnittlichen arbeitstäglichen Gewinnung des Jahres 1913 im Deutschen Reiche damaligen Umfan­ges. Daneben wurden im August 62 381 t „Halbzeug zum Absatz bestimmt" hergestellt. Im Juli sind es 67 669

Bunte Zeitung.

— Das Wort Zeitung ist viel älter als die Einrich­tung, die man heute damit bezeichnet. Es bedeutet ur­sprünglich einfach Nachricht. Die Anfänge eines regel- mäßigen Nachrichtendienstes gehen bis in das Altertum zurück. Schon im Alten Rom gab es regelmäßige, natürlich mit der Hand geschriebene Nachrichtenblätter. Im Mittelalter dann, nach Erfindung der Buch- druckerkunst, wurden bei wichtigen Ereignissen — Krieg, Seuchen, Hungersnot — Flugblätter über das Land ver­breitet; ferner richteten Fürsten und Städte, Handels­häuser (z. B. die Fugger in Augsburg) und die Hansa einen Nachrichtendienst ein, der durch Postreiter unter- halten wurde und den auch Private gegen Bezahlung benutzen durften. Dieser Nachrichtendienst wuchs sich später zu wöchentlichen Korrespondenzen und schließlich zu Tageszeitungen aus.

— Etwas über Alter und Beschaffenheit der Bäume. Von den europäischen Bäumen wird die Eiche 3000 Jahre alt. Unter den Eichen erreicht die Stieleiche ein Alter bis zu 3000 Jahren. Die Weihtanne wird etwa 1500 Jahre, die Fichte 1200 Jahre alt, während die Föhre nur ein Alter von etwa 570 Jahren erreicht. Die groß­blättrige Linde erreicht 1000 Jahre, die Rotbuche dagegen nur 300 Jahre. Der Waldbaum hat sonach das längste Leben. Die höchsten Bäume gibt es in Australien. Die Eukalyptusbäume werden über 140 Meter hoch, wogegen die europäischen Bäume nur die halbe Höhe ihrer über­seeischen Genossen erreichen. Die Weißtanne kann 75 Meter hoch werden, die Fichte 60 Meter, die Föhre nur 48 Meter. Rotbuchen werden etwa 44 Meter die Eiche dagegen höchstens 20 Meter hoch.

Tonnen gewesen.

— Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft wieder 12 Prozent. In der Aufsichtsratssitzung vom 16. Sep­tember wurden die provisorischen Abschlußzahlen für das letzte Geschäftsjahr (30. Juni) vorgelegt. Die Ver­waltung teilt mit, daß trotz allgemein schlechten Ver­laufs des Versicherungsjahres 1929 mit der gleichen Di­vidende (12 Proz.) gerechnet werde. Im abgelaufenen Jahr war die bisherige Entwicklung zufriedenstellend.

— Weiter andauernder erheblicher Rückgang des Ze- mentabsahes. Im August war der Zementoersand mit 512 000 t erheblich niedriger als im Juli (576 000 t) und um etwa 50 Proz. niedriger als im August 1929 (787 000 Tonnen). Unter diesen Umständen, die eine Stillegung immer weiterer Werke zur Folge haben müssen, sei es nach Ansicht des Zementverbandes unverständlich, daß die im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Regierung vorgesehenen Zementbestellungen immer noch nicht vergeben worden sind.

— Schlechter Geschäftsgang in der Masterstein- und Schotterindustrie. Die Pflastersteinindustrie arbeitet teil­weise nur noch mit 12 Prozent ihrer normalen Beleg­schaft, da Aufträge kaum vorhanden sind. In der Schot­terindustrie ermöglicht das Beschaffungsprogramm der Reichsbahn einzelnen Werken die Aufrechterhaltung ihres auf ca. 30—40 Proz. eingeschränkten Betriebs auf ca. weitere vier Wochen. Nach Lieferung der Reichsbahnauf­träge ist mit weiteren umfangreichen Stillegungen zu rechnen, da für Wegebauten kaum Aufträge in Frage kommen.

— Die Konzentration bei Continental Hannover. Der Frankfurter Fabrikationsbetrieb der Continental Hannover in den Anlagen der ehemaligen Pe­ters Union A. - G. ist, wie der Fwd. erfahrt, nun­mehr st i l l g e l e g t worden, und die Fabrikation teil­weise nach Hannover, teilweise nach dem Werke Corbach verlegt worden. Zur Entlassung kamen etwa 250 Ar­beiter in Frankfurt a. M. Bei dem Werke Woldeshau- sen der von Continental gleichfalls angegliederten Gummiwerke Podak A.-G., das ursprünglich ebenfalls ganz stillgelegt werden sollte, erfolgte die Betriebsein­schränkung dagegen nur auf Vorstellungen der dortigen

Oktober einzuberufenden Hauptversammlungen soll für Deutz und Humboldt die Verteilungen von 5 Prozent (i. V. 3 Prozent) Dividende und für Oberursel von wie­der 10 Prozent vorgeschlagen werden. Gleichzeitig wird, nachdem durch die Entwicklung der beiden letzten Jahre sich der Zusammenschluß der drei Gesellschaften als gewinnbringend herausgestellt hat, eine Fusion in fol­gender Weise vorgeschlagen werden: Humboldt als die größte Gesellschaft gewährt den Aktionären von Deutz eine Aktie gegen eine Deutz-Aktie und den Aktionären von Oberursel 5 Aktien gegen 3 Oberursel-Aktien. Dabei soll den Aktionären von Oberursel, die den Umtausch nicht vornehmen wollen, die Uebernahme ihrer Aktien zum Kurse von 150 Prozent .ausschließlich Dividende 1929-30 garantiert werden. Das Kapital der neuen Ge­sellschaft, welche den Namen Humboldt-Deutz-Motoren A. G. mit dem Sitze in Köln annimmt, soll zu die- "" RM. erhöht werden.

Damit ist nur eine scheinbare Verteuerung, in Wirklichkeit eine Vcrbllllaun« dies Spielens in der Staats - Klassen-Lotterie eingetreten, weil die Lospreis-Erhöhung ca. 66° o, die Gewinn-Ertohungen ca. 83% betragen. Lospreis per Achtel von 3 auf 5 Rm. erhöht. Gewinne von 62 auf rund 114 Millionen Rm. erhöht, darunter

Die Senkung der Reifenpreise.

Die angekündigten Verhandlungen über die Steifen- Preisermäßigung beginnen, nach Informationen des Fwd., anfangs nächster Woche in Berlin. An einer Se n- kuna der Preise im Ausmaße bis zu 10 Proz. mit Wirkung ab 1. Oktober ist nicht zu zweifeln und zwar geht diesesmal die Herabsetzung der Konsumentenpreise ausschließlich zu La st en der Industrie, während die Händlerrabatte auf Grund der bis Ende 1930 laufen­den Verträge noch.unverändert bleiben. Das Endziel einer stärkeren Ermäßigung der Konsumen- tenpreife kann dementsprechend auch erft ab 1. Ia- nuar 1921 erreicht werden. Mit diesem Zeitpunkt wird, wie der Fwd. weiter erfährt, eine völlige Unter» ganifation im Geschäftsausbau des Reifenverkaufs vom Produzenten über den Händler an dm Konsumenten an- geftrebi. Bei dem zu ändernden Kondotiansaufbau und Rabattsystem wird eine stärkere Reistnprcissenkung auch zu Lasten der Händler und angesichts der nach unten gehenden Rohstoffpreisentwicklung a"(f) nochmals zu La­sten der Industrie bestimmt erwartet werden können.

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wib. 19fd) wach erer Haltung, nachdem jfnete ^ ‘"u'nb an der Vorbörse eine sehr unsichere hon vormittag-Stimmung geherrscht hatte, rote« nd auffallend ner^ % $ 8 öer allerdings mit er fand der Lei ttt SJleroö|ität!« überschrieben mar, ^'""'-re ien sehr interessierte Leser, deren Bessimis- i Boriemret en jeu Derftärtt wurde. Be­

nis m:rdL?ferner bie schwache Haltung deutscher Werte ^°"/no?und d r Rückgang der Hounganleihe in FUS1nnf ca 79/= bis 80 Prozent. Ein Antraa der -don °u. .. ■; auf Auflösung des preußischen Land- ^tsch-/stärkte die politische Unsicherheit. Beachtlicher- * Tta Auslandsangebot zugenorn- t bei fehlender Aufnahmeneigung seitens der .nd bei der passiven Haltung der Spekulation „ " Verkehrs Verluste von 1—3 Prozent

Degm" w te mje Alloemeine Lokal u. Kraft, Rhein- Sahöetfurtt), Bergmann, Ges. f. El, Schlesische Siemens Berger, Aku und Transradio lagen an- * Prozent schwächer. Schultheiß und Ost-

l“S hübten 8‘4 bezw. 7 Prozent ein. Nur Deutsch- mutten in denen die Börse allerdings auch schon als u n-r austrat, konnten % Prozent gewinnen. Auch Mgever ufe roie. &ic icnöen3, nachdem Darüber« ,nL„h unb vereinzelt kleine Erholungen eingetreten wa- 9T Liter schwach und es ergaben sich neue 21b- JTfäac von ca. 1 Prozent. Koliwerte verloren 2 L“’ “ t Soritmerte sogar 3 Prozent. Auch Conti m mmi'irnb' Stöhr waren um 1/ Prozent gedrückt. An- kid n »wacher, Neubesitz - 0.20 Prozent, Altbesitz - »an Vrcncnt, Ausländer gleichfalls nachgebend, Bosnier, M-rikaner und Tehuantepec 6/ Prozent gedrückt. Am «fnndbriefmarkt verstimmte die Meldung eines Fachdlat- f' monad) bei der Aufhebung der Kapitalertragsteuer 1”*'. -^-:-^Pkeiten zu erwarten seien, da in parlamen- inri'icben Kreisen die Absicht besteht, die Mittwoch er- laüene Verordnung im Reichstage nochmals zur Abstim- una zu bringen, wobei es natürlich zweifelhaft er» febeinr ob sich bei der Zusammensetzung des neuen Reichs- l'as5 eine Mehrheit für die Vorlage finden wird. Reichs- ckuldbuchforderungen konnten sich nach schwächerem Be- ainn etwas erholen. Devisen angeboten, englische Pfunde Munätber. Am Geldmarkt traten Veränderungen nicht ein Tagesgeld stellte sich auf 2/ bis 4% Prozent, nur vereinzelt tarnen Abschlüsse zu 2/ Prozent zustande.

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