Die letzte Menschhettsfrage
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8 W. Baron von Blumenthal.
Der Krieg hat die Welt aus den Angeln gehoben und ihr dis hehren Güter der Menschheit. Das, was unser •* an Standardwerten aufzuzeigen hat, wird nieder- ® ’Nen und in den Staub der Erde gezerrt. Apostel einer «en Lehre wollen dem Menschen klar machen, er sei « , ein seelenloses Instrument, das gleich der Maschine t. .,run9 zu sich nimmt, um das nötige Pensum an er» ^roerllcher Arbeit für die Gesellschaft absolvieren zu tön» k Das Alpha und Omega des Daseins sei der Geist.
o Menschen anspornt zu realer, irdischer Tat und -uin Leben. Die Seele, die allein göttlichen Ursprungs ohne die der Mensch kein höheres Dasein gemäß |L®eftimmungen des Schöpfers fristen kann, wird ver- der Mensch lebt, stirbt und zerfällt in ein Nichts.
reibt sich eine Satanokratie am Antlitz des Christen- l&rs &as nun Ichon zweitausend Jahre das Sein, den HlM » °n® un^ die Bestimmung des Menschen klar for- Kv61* bat. Das Hauptgewicht seiner göttlichen Botschaft t es auf den inneren Wert des Menschen, die EL . ' es lehrt uns, neben würdiger Lebensführung feaZ/ tnnerer Bereicherung zu trachten, die Substanz des k 3je:(eren auszubauen mit dem Werkzeug des Verstandes, ■ § ' m,r in der Stunde unseres Todes diesen urgöttlichen ^tllid «n^re3 Lebens, die Seele, dem Schöpfer der Welt aller Kreatur einhändigen werden, damit sie fortlebe, er Vorsehung gemäß, im Glanz seiner Allmacht. IlS"“ gab uns das Christentum das Bewußtsein der ^iew ?rnheit über alles Einmalige, Vergängliche und >ederkehrende; es erhob uns über die niedrige Krea- lnn' ’c uns zum Werkzeug beigegeben ist, und verlieh Uebergeugung, daß wir wahrhaft Gottes Eben- und fortleben werden verklärt, ewig und im- Hierin liegt dos Grandiose des Christentums!
er'‘ fcnbe B otschaft aber wird unterhöhlt durch die ^ude Tätigkeit falscher Apostel, die danach trachten, •e, loschen im Menschen zu töten. Ihnen Hilst die
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14. September
Beilage zur Fuldaer Zeitung
Katholizismus und Sozialismus
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der der Katholizis- I Gregorianische Choralproben gezeigt, Kurzopern Füßen in der Heu- I und Märchenspiele vorgesührt und schließlich die
sich um eine Angelegenheit, in i mus beweist, daß er mit beiden Füßen tigen Zeit steht, daß er aktuell und höchst modern ist, daß er imstande ist, auch die neuesten technisch-kulturellen Faktoren der Bildung auf bemer-
mus assimiliert, um das für ihn Unbrauchbare, eben das Christliche, abzustoßen. Dann aber geriert sich der religiöse Sozialismus auch noch selber als grundsätzlichen Sozialismus: in der Hin- nähme u n d E m p f e h l u n g desKlassen» k a m p f e s und in der Ablehnung des Privateigentums an den Produktionsmitteln. Das. bedeutet natürlich nicht die Notwendigkeit der Einnahme jeder historischen Eigentumsordnung.
Nicht umsonst verlangte Leo XHI. in unserer Zeit des konzentrierten Produktionsmittelbesitzes mit besonderem Nachdruck Eigentum für die kleinen Leute, die arbeitenden Menschen. Wie könnte es anders fein? Naturrechtliche Auffassung verlangt doch die Sicherung der Autonomie und Beständigkeit der Familie durch Eigenbesltz. Nun ist natürlich Privateigentum an Produktionsmitteln in unserer Zeit, d. h. der Zeit nicht der Maschine, sondern der Maschinerie, nicht gut in der Form des vollen und alleinigen Eigenbesitzes sol- cher Arbeitsmittel möglich. Daher die Notwendig
reichhaltigen Neuaufnahmen alter und moderner katholischer Kirchenmusik, gesungen von den besten Kirchenchören Deutschlands, zu Gehör gebracht.
Zu den „Spiel- und Feier"-Stunden wird besonders auf die Aktivierung der Schallplatte und des Films hingewiesen. Ein Versuch, durch Zusammenfassen aller menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten, wie Sprache, Musik, Bewegung, Bild, pädagogischer Arbeit, neue Wege der Bildungsgestaltung zu entwickeln, um so anregend und beispielgebend auf alle Zweige Der katholischen Bildungspflege zu wirken, dürfte besonderes Interesse erwecken. Ganze Schulklassen, Kindergärten und Ingendgruppen sind herangezogen worden, um in lebendiger Arbeit die Methode zu zeigen.
Zwischendurch werden grundsätzliche Dinge, wie' kulturelle Aufgaben der Schallplatte, des Films, durch Einführungen und praktische Hinwei,e erläutert.
Es geschieht zum ersten Mal auf einer Generalversammlung der Katholiken Deutschlands, daß über ein so umfangreiches Gebiet der Kulturpflege in so neuartiger und ausführlicher Weise Rechenschaft abgelegt wird.
Die Katholiken können stolz fein, daß sie mit dieser Tätigkeit allen anderen Institutionen an Planmäßigkeit und Konsequenz der Arbeit weit voraus sind, daß sie schon ein schönes Stück Neuland sich erobert haben und gewillt sind, weiterhin vorwärtszukommen.
Schallplatte und Film sind Zeichen unserer Zeit, und seien wir froh darüber, daß es schon gelungen ist, s^e uns in so eindringlicher Weise nutzbar zu machen. Seien wir uns aber auch der Verantwortung bewußt, die uns biefe Arbeit in Zukunft auferlegen wird!
feit eigener Formen in dieser Zeit. Die Durchführung ist unter der Losung: Wi e d er an n äh e- rung von Arbeit er und Produktionsmittel! durchaus möglich, und zwar wohl am sichersten in der Form des berufsständischen Aufbaues von Wirtschaft und Gesellschaft, der daher den Kernpunkt der Soziallehre der Katholiken aller Länder bildet. Uebrigens bezeugt die nach dem Kriege in allen, auch den sozialistischen Kreifen anzutreffende außerordentlich sta r k e B e s i tzs r eud e, daß die Kirche recht beraten war, wenn sie gegen die leidenschaftlichen Anstürme die Forderung der Auf- rechterhaltung des Privateigentums hochhielt. Kommende Zeiten werden ihr dies als Rettung der Kultur anrechnen. — Der religiöse Sozialismus £annxalfo von der allgemeinen Verurteilung des Sozialismus nicht ausgenommen werden. So weh das tut, so muß gerade, wer das Volk liebt, in diesem Punkte für strenge Intransigenz sein.
Zwei andere neuere Strömungen im Sozialismus, deren Vertreter vielfach persönlich Seite an Seite mit jenen des religiösen Sozialismus kämpfen, sind der neuere dialektische und der psychologische Sozialismus. Für den ersteren ist Sozialismus Wagnis. Trotz der menschlichen Größe mancher seiner Vertreter liegt bei ihm eine womöglich noch größere Gefahr des Relativismus als selbst beim Marxismus vor. »et letzterem kann die Ethik unter bestimmter Per- spektive als eine objektivistische behandelt werden. Beim neueren dialektischen Sozialismus dagegen bleibt es unter allen Umständen beim Verharren im Relativismus: es liegt hier sozusagen eine Re- latioierung des Absoluten vor, indem das Absolute von unbedingter Wertigkeit nur in einer be- stimmten Zeitepoche ist, ohne Anspruch auf unbedingte Geltung in anderen Zeitwesenheiten. Da für den dialektischen Sozialismus ferner Sozialismus Leben im Klassenkampf ist, so muh fast zwangsläufig die Klaffenfärbung des sittlichen Urteils zu einer monomanen Spannung führen und schließlich den Hauptbestand des geistigen Bestandes der von ihr ergriffenen Menschen überhaupt ausmachen.
Der psychologische Sozialtsmus nennt sich ganz (sozialistisch--) farblos: Streben nach
Kreuz-Erhöhung.
Von G o e r g e.
In einem alten toskanischen Kloster findet sich ■KSergreifenbe Darstellung der Kreuzigung Christi, ein faft düsteres und schreckendes Ge- MWDM-DK drei Kreuze auf Golgatha scheinen : dortseldst Himmel und Erde zu überschatten und den ganzen Weltenraum zu erfüllen. Die hl. Stadt -säkrufolem, die zuschauenden Menschenmassen, alles bas versinkt vor den Blicken des Beschauers; er sieht nur den gekreuzigten Erlöser, aus dessen Wunden das dunkle Blut unablässig auf die verfluchte Erde zu strömen scheint. Zwischen den beiden Verbrechern hängt er und bannt den Blick des Beschauers nur auf sich, es erstarrt die Welt rings um ihn, die Schächer erstarren, die Bäume : erstarren, die Wolken erstarren, Jerusalem erstarrt. Auferstehung Erlösung scheinen so fern — nichts ’ als der blutende Gottessohn zwischen den beiden Verbrechern, grüngelber Himmel und schwarze Wolken um fein Haupt — das Blut scheint her- k niederzuströmen bis ans Ende der Tage. Wahr- f lich hier wird der Menschheit ihr eigner Spiegel «"gehalten und ihre wirkliche Beziehung zum Echopser enthüllt, und bis ins Mark möchte sie erzittern vor diesem Blute, das unaufhaltsam, ewig vom Galgen des Kreuzes herniedertröpfelt auf die Erde.
Bas Bild der Kreuzigung an der toskanischen ist künstlerisch tief empfunden. Eine Saubere Kunst liegt aber in den liturgischen jesfeften und selbst der Karfreitag mit seiner -Klage zeigt ein anderes Bild. Der Künstler ift aber ® 'einem Geistesleben und auch in seiner Reli- i pnsauffanung subjektiv, individualistisch, die Kirche in jeder Liturgie erfaßt jedoch den Primat göttlichen. Durch ihre Liturgie will sie uns 863 göttliche Leben geben durch Mitfeier und Teil- "chme an ihrem Kult; also nicht subjektive Reflek- | auch nicht ein Gedenken und Erinnern an tfüstatsachen, sondern ein Geschehen und Handeln wickelt sich vor unserem Auge ab. Das zeigt uns ■ "5 Fest „Kreuz-Erböbuna" deutlich.
Auf dem Katholikentag in Münster setzte sich Prof. Dr. Dessauer in seiner tiefgründigen Weise mit dem kapitalistifchen Mammon is ryus vom katholischen Standpunkte auseinander, während Dr. Brauer, der aus der kath. Arbeiterbewegung hervorgegangen ist, den grundfiätztichen Gegensatz zwischen Katholizismus und Sozialismus bis in feine letzten Tiefen beleuchtete. "Wir geben hier die Ausführungen Dr. Brauers kurz wieder.
Krieg und Nachkriegszeit hatten in vielen Katholiken die Hoffnung gezeugt, daß es gelingen würde, einen schöpferischen Frieden zwischen Katholizismus und Sozialismus herzustellen. Insbesondere, seitdem sich der religiöse Sozialismus unterfing, den Sozialismus zur Anerkennung und Respekierung der christlichen Lehren und Gebote zr5 bringen. Sofern wir die hinter uns liegende Zelt als eine in gewissem Sinne abgeschlossen^ Periode anzusehen haben, sind wir gezwungen, festzustellen, daß die Friedenshoffnungen gescheitert sind. Denn trotz aller neueren Einbrüche
Krise, in der sich die Menschheit zur Zeit befindet, die wirtschaftliche Not des Volkes.
Weil das irdische Dasein immer seltener Belohnung erfährt, sucht man naturgemäß nach den Kernbestimmun- gen des Lebens und trachtet jene Belohnung zu ergründen, die uns das Christuswort im Jenseits verheißt. Damit ist die Frage nach Jenseitsbelohnung und Schicksal der Seele nach dem Tode gestellt. So ist denn eine ganze Reihe von Werken entstanden, die die Unsterblichkeit und das Schicksal der Seele nach dem Tode behandeln. Zu den Neuerscheinungen dieser überaus wichtigen Literatur gehört das Werk von Georg Heidingsfelder: „Die U n- sterblichkeit der Seele" (erschienen im Verlag Max Hüber, München, 1930. 376 S., brosch. 6 Mk., geb. 7.50 Mk.). Der Verfasser bemüht sich in erschöpfender Form, dem ringenden Menschen Führer zu fein zum wahren Born des Lebens, ihm jene innere Beruhigung zu geben, die er so sehr ersehnt. Besonders nach den geistigen Erschütterungen der Nachkriegszeit haftet die Suche nach inneren Werten und letzter Konsequenz brennend an allen Fragen unseres Daseins, und da ist es besonders zu begrüßen, wenn Heidingsfelder hier schlichtend und wahrhaft helfend einspringt. Tiefschürfend, gegründet auf höchste katholische Werte und Zeugnisse hervorragender Unsterblichkeitsforscher philosophischer Vorzeit, gewährt uns Heidingsfelder einen überzeugenden Blick in das übernatürliche Wesen der Seele: nur dort allein liegt der Sinn und die Rettung unseres Seins, denn „was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber an seiner Seele Schaden leidet?" Jedem Katholiken, angefangen vom Priester, Intellektuellen und Laien und allen, denen es darum zu tun ift, Aufschluß über die letzte Menfchheitsfrage zu erhalten, wird dieses sprachlich vornehme Werk Kommentar und Ratgeber jein.
Zeichen der Zeit.
Eine Rubrik, in der man gewöhnlich ziemlich unerfreuliche Dinge berichtet bekommt. Aber diesmal trifft das nicht zu. im Gegenteil, es handelt
MsMSsg am ffefte ,kMsrz-LMSlnmg<i Deutfdie Ratholihen, am 14. September muß das ckrsrpsrsttLLWZ über HskenkrDitz ss. MVwMpern psgen. Das iß Vie Voraussetzung sirr Vie Nettuug von Voll» unv Staat aus sitzwerßer Not.
Veranlassung des Festes ist die Wiedergewinnung des hl. Kreuzes durch den Kaiser Heraklius im Jahre 628, der es nach dem glänzenden Siege über die Perser im Triumphzuge nach Jerusalem zurückführte und in der Kirche zum hl. Kreuze wieder aufstellte. Der tiefere Sinn des Festes ist aber die Verherrlichung des Kreuzes, des Zeichens der Erlösung. Die beiden Strömungen der Liturgie zeigen sich ebenfalls deutlich: Einerseits wird Christus als der verklärte Gottkönig betrachtet und andererseits als Mensch in seinem bittern Leiden dargestellt. Das Kreuz wird verherrlicht als Königsbanner, als Lebensbaum mit dem Purpur des Königs geschmückt, als Wage, darauf der Erlösungspreis abgewogen wird, als Denkmal des Erlösungstriumphes. Aber trotzdem bleibt als Kreuz das Marterholz, die Torheit den Heiden und das Aergernis für die Juden. Klar ruft also das Fest jedem zu: die Vorhalle für all dein Christentum ist der Glaube an Christus, den Gekreuzigten.
Das Fest ist ein Erlösungsfest und es fällt in den Herbst. In tiefer Symbolik will es andeuten, daß das Kreuz „erhöht" wird und hindurchleuchtet durch die Finsternis und die Nebel des Herbstes, des Symbols der Höllenmacht, beutet fernerhin auch auf das Ende der Zeiten, den leuchtenden Tag, der nach feer dunklen Nacht der Erdenzeit auffteigt, wo das Kreuz des Weltenrichters bei der Wiederkunft Christi aufglänzt. Also nicht den nieder- schlagenden Eindruck auf das Menschenherz zeigt dieses Fest, nicht das Riesenhafte und Düster- grauenhafte wird vor das geistige Auge hingemalt, sondern Christi Triumph über das Kreuz durch das Kreuz. Der Mensch möchte zu leicht und zu gern den eigenen Willen vergöttern und in gerader Linie zu Gatt aufsteigen, und er sieht in allem, was ihm quer kommt, den Teufel. Christus aber errichtet das Kreuz in einem Längsholz mit deni Querholz verbunden und zwingt in diesem Querholz das irdische Verhängnis, den dumpfen Anprall der irdischen Lebensmächte, den Aufftand der Kreatur gegen Gott nieder. Das Kreuz ist so still und fibweigsam, aber Gewaltiges lehrt es in seinem Gefüge und darum das Fest .Kreuzerhöhung",
Die Liturgie der Meßfeier schildert die Erhöhung Christi durch das Kreuz. Im Kreuze ist „Heil, Leben und unsere Auferstehung, darum müssen wir uns im Kreuze Christi rühmen", so hebt sie triumphierend an. In der Epistel erklingt das tiefe Gebet des hl. Paulus zu Christus, der zum Kreuzestod erhöht worden ist, daß der ganze dreiteilige Gottesstaat vor ihm die Knie beugt. Das Graduale wiederholt den Hauptvers des Gebetes: „Darum hat Gott ihn erhöht". Das Alleluja ist ein Preislied des hl. Kreuzes, das allein würdig war, den König des Himmels zu tragen. Das Evangelium ist entnommen dem Bericht des hl. Johannes unmittelbar vor dem Tode, da der Heiland von der Sammlung aller Erlösungsfähigen um den erhöhten Christus spricht: „Wenn ich von der Erde erhöht sein werde, werde ich alle an mich ziehen". Das Offertorium ist ein ergreifendes Gebet um den Schutz des Allmächtigen für alle Kreuzesverehrer. Die Präfation jubelt dann wiederum auf im Preise des Kreuzes. Paradiesesbaum und Kreuzesbaum werden nebeneinander gestellt und Christi Triumph am Kreuzesholz gefeiert, da es den Fürsten der Welt mit eben dem Kampfmittel besiegte, mit dem jener am Baum der Erkenntnis die Menschheit bezwungen hatte. Das hl. Opfer selbst gibt uns die beseligenden Wirkungen des Kreuzes und läßt uns teilnehmen an der Erlösung des Herrn.
So breitet die Kirche immerbar um ihre Kinder die Atmosphäre der Freude auf und hüllt alles in das Gewand der Schönheit. Leben und Freude sind für die Kirche etwas Charakteristisches. Sie betet in Hymnen und ruft Gott freudig in Pfalmen an. Selbst an den Festen, wo das Kreuz, bas Marterwerkzeug, bas bie Menschheit zur Qual er- funben hat, erscheint, ba weiß sie biefes Kreuz zum Lebensbaum zu machen unb schüttelt so über alle Andachtsübung einen praktischen Reiz aus, macht ben Menschen zum freubigen und frohen Menschen gerade in seinem Heiligsten, im Gebet.___________
^Sonntag nach Pfingsten.
pj. 83, 10—11).
hör Gott, unser Schirmherr, blick auf das ? ßjeialbten. Besser ein Tag in deinen ^tausend sonst (Pf. ebd. 2-3) Wie m dein Zelt, o Herr der Heerscharen!
sehnt sich, schmachtet nach den Hallen
kenswerte Art zu benutzen.
Pater M u tf e r m a n n S. J. hält auf dem Katholikentag in Münster eine Arbeitsgemeinschaft ab, in der eine Reihe wichtiger Fragen, wie pädagogischer Wert von rhythmischer Gymnastik, Tanz, Musik, Architektur, Buch und Theater, Presse, Film, Musik, Rundfunk und Schallplatte behandelt werden.
Im Anschluß daran finden in der Turnhalle des Paulinums praktische Vorführungen der Spiel» mann-Musik-G. m. b. H. (Berlin, Markgrasenstr. 76, Beratungsstelle zur Einführung der Schallplatte in die katholische Bildungspflege) statt.
Diese praktischen Vorführungen, die in ihrer Art etwas völlig Neuartiges sind, beweisen, wie konsequent die katholische Bildungspflege in Schule, Verein und Familie auch mit den modernsten technischen Hilfsmitteln zu arbeiten versteht. •
In der Turnhalle des Paulinums ist ein großer Plattenspieltisch mit zwei elektrodynamischen Lautsprechern, ein Filmprojektionsapparat und ein Epidiaskopapparat eingebaut worden. Die Apparaturen stellen das Modernste und Vollkommenste dar, was die Industrie augenblicklich zu bieten hat.
Täglich von 9—19 Uhr finden nach genau ein» geteiltem Stundenplan Vorführungen statt. Die Verwendung von Film und Schallplatten in allen Disziplinen der Bildungspflege, im Religionsunterricht, im Kindergarten, im Verein, in der | Schule, wird unter Leitung von Fachmännern de- | monstriert. Außerdem werden in Sonberftunben
in bie sozialistische Ideologie widerstrebt der sozialistische Geist dem Katholizismus im Prinzip. Zur Kennzeichnung dieses Geistes geht man, angesichts der vielen „Sozialismen", zweckmäßig von dem Maßstab aus, den der Katholizismus bietet.
Katholischer Geist ist im Absoluten begründet
und rettet ben Menschen von dem Irdischwerden. So hoch ihn auch die Kultur führt, so erhalten doch alle irdischen Güter ihren Wert immer erst und nur in dem absoluten Wert, in Gott. Der sozialistische Geist nun widerstrebt solcher Begründung im Absoluten: sein Reich ist bewußt unb ausschließlich von dieser Well. Irgendwie landen alle Strömungen im Radikalismus.
Was zunächst den Marxismus anbelangt, ben feine Begrünber im Atheismus verwurzeln wollten, so haben Marx unb Engels bie Dialektik zur Ableitung eines unbeschränkten Relativismus benutzt. Der Revisionismus, gekennzeichnet burch seins Angst vor ber „Festlegung", burch fein Streben, „offen" zu bleiben und feine Nachdruckverlegung von dem Endziel auf die „Bewegung" kam über einen schwächlichen Relativismus nie hinaus.
Zweifellos aber liegt in den letzten Zeiten eine Häufung bemerkenswerter Abweichungen davon vor. Vor allem kommt da
. der religiöse Sozialismus
in Betracht. Er könnte eine Mission haben, wenn er nichts anderes wollte als eine Anpassung an gewisse in ber Tenbenz ber Zeit liegenbe sozialisie- renbe Strömungen, um Schlimmeres zu verhüten. Allerbings wären zwei Voraussetzungen zu erfüllen: einmal peinliche Isolierung gegn bie übrigen Arien bes Sozialismus, um nicht besten destruktiven Tendenzen zu verfallen, sodann das absolute Sich- freihalten von allem grundsätzlichen Sozialismus. Keine der beiden Voraussetzungen ist erfüllt. Man will den modernen Sozialismus von innen heraus reformieren und muß erleben, daß sich d e r sozialistische Geist, ber sich an Atheismus, Materialismus, Naturalismus unb Freibenkertum vollgesogen hat, etwas für ihn Brauchbares vom religiösen Sozialis-
Evangelium: (Matth. 6, 24—33.)
H Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: nb tann Zwei Herren bienen. Entweber fc-Jben einen hassen unb ben anbern lieben, K t m bem einen halten unb ben anbern ^hr könnt nicht Gott dienen unb bem BSSn Darum sage ich euch: Seid nicht ängst- frSfarat für euer Leben, was ,hr essen sollt, ’tir euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist ?ben nicht mehr als bie Nahrung, unb PÄW** 6,1 Kl-Wung?
des Himmels! Sie säen nicht, ernten sammeln nicht in die Scheunen: euer Äi cber Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel Kiels fie» Wer von euch kann mit feinen Sor- «n feiner ©eftalt auch nur eine Elle zufetzen? Und leib ihr o ängstlich besorgt für bte Kleibung? «Sagtet bie Lilien des Feldes! Wie sie mady» fn Sie arbeiten nicht, sie spinnen nicht, unb doch, r* y- euch Nicht einmal Salomon in all feiner iteeAt tnar fo gefleibet wie eine einzige von ihnen. Gott nun bas Gras bes Felbes, ba5 heute ftebt’ und morgen in ben Ofen geworfen wirb, fo Reibet wieviel mehr euch, Kleinmütige. Seid also ängstlich besorgt unb fraget nicht: Was sol- len wir essen? was wollen wir trinken? womit lallen wir uns bekleiden? Um all das sorgen sich Kdteiben. Euer Vater weiß ja, daß ihr das Efa nötig habt. Suchet also zuerst das Reich pfottes und die Gerechtigkeit, und dies alles wird k euch hinzugegeben werden."
t. 213