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wo stehl der Führer ms Hot und Bedrängnis?

Thälmann, von Somjets Gnaden, Führer der Kommunisten, ist der Prediger des Umsturzes, der Blutherrschast und des Untergangs.

Adolf Hitler, der Führer der Nationalsozialisten, will gleichfalls den Umsturz.

Hugenberg, führ: letzten Endes seinen Kampf nicht so sehr um die Leitung der Reichsgeschäfte, sondern um seine Führung in der Deutschnationalen Partei. Sein Tun und sein Handeln schafft eine Vertrauenskrise, die nicht nur die Kapitalflucht fördert und die Arbeitslosigkeit steigert, sondern die sich als Katastrophen-Politik im wahrsten Sinne des Wortes erweist und somit in das Chaos führt. Hugenberg ist der Wegbereiter der Umsturzparteien, des Nationalsozialismus und des Kommunismus.

Brüning will das deutsche Volk aus Not und Elend wieder emporführen zu Ord­nung, zu Weltgeltung und Wiederaufbau seiner Wirtschaft. Er will die Demokratie int besten Sinne sichern und schützen, indem er sie befreit von den Aus­wüchsen und Ueberwucherungen einseitiger Parteiinteressen.

Keiner deutschen Frau und keinem deutschen Mann kann. es also schwer fallen, sich zu entscheiden, wer am 14. September gewählt werden muß. Daher:

wühlt Zentrum, Liste r r

Sonntag, 14. September 1930.

Ml der allen Fahne in die neue Zeit.

Am Ende des

Im nächsten Monat jährt sich zum 60. Male der Tag, an dem das sogenannte Soester Programm beschlossen wurde, das erste Wahlprogramm katho­lischer Staatsbürger für politische Wahlen in Deutschland. Wenn auch schon früher eine „Frak­tion des Zentrums" im preußischen Abgeordneten­hause bestanden hatte, so kam es doch erst nach den preußischen Wahlen von 1870, die der katholische Volksteil auf der Grundlage des „Soester Pro­gramms" vollzog, zur Gründung einer eigenen Partei, des heutigen Zentrums. Somit war 1870 gewissermaßen das Geburtsjahr der Deutschen Zentrumspartei, und das Zentrum ist also jetzt 60 Jahre, alt". Gerade der jetzige Wahlkampf be­weist erneut, daß der „Sech,zigjährige" sehr frisch und rüstig ist und daß seine Grundsatzklarheit und seine fortschrittliche, uneigennützige Arbeit für das Volksganze besonders die Jugend wieder mehr und mehr an sich ziehen.

Das Zentrum ist immer eine verfassungstreue und nationale Partei gewesen, von Anfang an auch eine soziale Partei. Es hat stets entschlos­sen zu seinen mit der christlichen Weltanschauung gegebenen Grundsätzen gestanden. Im Mittel­punkt seiner Tätigkeit stand zuerst wie es die Zeit­lage erforderte, die Vertretung der Rechte der ka­tholischen Kirche, aber schon damals hat das Zen­trum auch die allgemein politischen Aufgaben der Volksvertretung nicht vernachlässigt. Heber das Tempo, in dem verschiedene staatsrechtliche und sozialpolitische Fragen gelöst werden sollten und mußten, ist man gewiß auch im Zentrum nicht immer einer Meinung gewesen, doch ändert das nichts an der Tatsache, daß ohne das Zentrum viele wichtige und jetzt noch segensreich wirksame Gesetzgebun'gswerke nicht zustande gekommen wä­ren. Dessen mögen sich die deutschen Wäbler, welchen Standes sie auch seien, in diesen Tagen erinnern, da eine gewissenlose sozialdemokratische Wahlmache sogar die sozialpolitschen Verdienste des Zentrums anzuzweifeln wagt. Dr. Karl Ba­chem konnte am Ende des Weltkrieges in seinem Buche „Politik und Geschichte der Zentrumspar­tei" mit Recht sagen: „Keine einzige aller heuti­gen deutschen Parteien hat eine so folgerichtige und geradlinige Entwicklung durchgemacht als die Zen­trumspartei. Auch die Formulierung ihrer Aus­gaben gegenüber den Kriegsfolgen ist nichts als eine natürliche Wetterführung dieser geradlinigen Entwicklung und bietet gerade dadurch auch eine Gewähr, daß sie sich in- der Arbeit der Zukunft be­währen wird." Das gilt auch jetzt noch, obgleich inzwischen der Zusammenbruch Deutschlands eine völlige Neuordnung der gesamten staatspolitischen Verhältnisse bedingte. Je größer und schwerer die Aufgaben, umso größer die Verantwortung der Parteien, und das Zentrum, das nun einmal Minderheitspartei ist und das sich selber eine Mehr­heit nicht schaffen kann, hat sich dieser verantwor­tungsbewußten Mitarbeit nie entzogen. Auch hieran sollten sich die Wähler besonders jetzt, am Ende des Wahlkampfes, erinnern, der nicht vom Zentrum, sondern von verantwortungslosen oder verantwortungsscheuen Parteien dem deutschen Volke aufgezwungen werden.

Wie ist dieser Wahlkampf geführt worden? Es geht doch darum, eine Reichstagsmehrheit zu schaffen, die das von der Regierung Brüning enet- gisch in Angriff genommene Rettungswerk für Volk und Staat ebenso tatkräftig und verantwor­tungsbewußt fortführt. „Das deutsche Volk in allen seinen Schichten" wird nach dem Wahlaufruf der Zentrumspartei „den Beweis zu erbringen ha­ben, ob es den Willen und die Kraft hat, eine Zu­sammensetzung des Reichstages zu erzwingen, die den Aufgaben der Zeit und den Vorbedingungen einer gefunden Volksentwicklung besser zu dienen vermag", als es der alte Reichstag getan hat. Die Sozialdemokratie hat sich bemüht, diesen Sinn des Wahlkampfes umzubiegen und es so darzustellen, als ob die Anwendung des Notverordnungsrech­tes die Ausschaltung des Parlaments und damit einen grundsätzlichen Angriff auf die Demokratie und insbesondere eine „Bedrohung der Rechte der Arbeiterklasse" bezweckt habe. Auch ein Teil der sozialdemokratischen Führer ist in den falschen Ton einer derartigen Demagogie verfallen und wird nach den Wahlen erkennen müssen, daß er damit nicht dem Volkswohle, sondern nur dem Radi­kalismus gedient hat, der den Wahlkampf wie irn-

Wahlkampfes.

mer im Sinne einer Katastrophenpolitik des Bür-' gerkrieges führte. Die Opposition von rechts hat auch jn diesem Wahlkampf eine Jllusionspolitik schlimmster Art getrieben, zugleich aber auch eine Politik des Pessimismus, eine Unterminierung des Pertrauens zu Deutschland,' die Dr. Brüning in seiner großen Rede im Berliner Sportpalast mit ernstester Mahnung einen Sabotageakt an der Wiederaufbauarbeit des deutschen Volkes nannte. Die neuen Parteigruppen, die sich nach der Auf­lösung des Reichstages. gebildet . haben, können nach der Art, wie sie' den Wahlkampf führten oder, führen müßten, noch nicht als sicherer Faktor in die Kombinationen eingestellt werden, die sich für den Ausgang des Wahlkampfes ergeben könnten. Das Zentrum endlich hat sowohl in der Offensive als in der Abwehr als einzige größere Partei ganz im Sinne des von der Regierung Brüning ausgegebenen Wahlkampfzieles gekämpft. Wer von den anderen Parteien ehrlich an der Verant­wortung für die schwere Arbeit des Rettungswer­kes teilnehmen will, dem ist der Weg durch den Wahlkampf des Zentrums jedenfalls nicht ver­sperrt worden.

Nun auf zur Wahl! Selten in seiner 60jähri- gen Geschichte ist das Zentrum so einig und so fest geschlossen wie diesmal in eine Wahl gegangen. Es ist von der überaus großen schicksalsschweren Bedeutung dieser Wahl durchdrungen und dankt es seinem Führer Brüning, daß dieser dem deut­schen Volke restlose Klarheit und Wahrheit nicht nur versprochen hat, sondern auch gibt. Diese Be­teiligung des ganzen Volkes an der Verantwor­tung ist ja auch der beste Weg, die Demokratie zu schützen. Die Demokratie nutzbar zu machen für einen wirklichen Wiederausstieg des deutschen Volkes, das ist der Sinn des Wahlkampfes gewe­sen, und das muß auch der Sinn der Stimmabgabe am 14. September sein. Zeigen wir uns auch diesmal wert jener großen Männer, die vor 60 Jahren den ersten festen Zusammenschluß der ba­dischen Katholiken erreicht haben! Für uns gilt die Parole des badischen Zentrumsführers Präla­ten Schofer:

2Nit der allen Fahne in die neue Zeil!

57. Z-Hrg

c. 213

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

bin55 ^at sich auch eine Partei der Volksschulge- uoeten aufgetan. Der Name scheint aber nicht zu Li?,men- Denn die Bildung des Vorstandes hat , ausgereicht, um einen Wahlvorschlag nach Bestimmungen des Gesetzes zu formulieren, Mb ^ch wirkliche Dolksschulbildung ihn eigentlich ^fähigen müssen. Auf diese Weise scheitert t0<r ^ine der neuen Fraktionen schon im Poraus.

3rigotjen will nach Südfrankreich? Wie dem rnai aus Saint-Jean de Luz berichtet wird, autet dort gerüchtweise, der frühere argenti- ae Präsident Jrigoyen beabsichtige, sich im fran- Mxn Baskenland, wo seine Familie herstammt, d^rzulassen.

Ergebnisse des sechsten Nationalitätenkongresses.

Bon unserem Genfer Korrespondenten.

Genf, im September.

Immer noch bedroht die Frage der nationalen Minderheiten den Frieden Europas. Solange vierzig Millionen Menschen — denn so viele Mm- derheitsangehörige leben in Europa, wie die Lage­berichte, die man in diesem Jahr zum erstenmal gesammelt hat, beweisen — der Gesahr ausgesetzt sind, ihrer Sprache und Sitte beraubt zu werden, — solange kann man noch nicht von einem euro­päischen Frieden sprechen. Und wenn grade in diesen Tagen im Glassaal des Völkerbundes das Gespräch über Europa beginnt, über ein Europa, das auf der Mißachtung dieses wichtigen euro- päischen Problems aufgebaut sein soll (denn be­kanntlich schweigt sich Briands Memorandum über die Minderheitenfrage vollkommen aus), so läßt sich schon jetzt sagen, daß ein solches Europa ebensowenig eine dauerhafte Friedenssicherung sein würde wie das jetzige. Das Minderheitenpro­blem ist eines der europäischen Grundprobleme, die bereinigt sein müssen, ehe man an den Ban eines europäischen Gemeinschaftshauses Herangehen tarnt.

Einerlei, ob es sich um die Deutschen m Polen, Dänemark, Südsiawien und Rumänien oder der Tschechoslowakei, um die Litauer in Polen und Deutschland, um die Ukrainer in Polen und Rumänien, um die Ungarn in der Tschechoslowakei, Rumänien und Jugoslawien, um die Slowenen in Italien und der Tschechei, um die in viele Län>- der des Ostens und Südostens verstreute jüdische Minderheit, oder um andere Nationalitäten in anderen Staaten, die hier nicht alle genannt sind, handelt, — das Problem ist, mit einzelnen Ab­stufungen natürlich, doch wesentlich. das Gleiche. Die Minderheiten, seit der einseitigen und unge­rechten Verwirklichung des „Selbstbestimmungs­rechtes der Völker" eigentlich erst zu voller oder verstärkter Bewußtheit erwacht, kämpfen um ihre Kultur im Rahmen der staatlichen Zugehörigkeit zum anderssprachigen Mehrheitsvolk. Sie kämpfen für das Gleiche, das manchen dieser 1919 neuge­schaffenen Staaten überhaupt die Berechtigung zu ihrem staatlichen Sein gegeben hat: Unbegreiflich, daß z. B. die Polen, die Tschechen von heute, die gestern selber „Minderheiten" waren, nun den in ihrem Staate lebenden Nationalitäten die kul­turelle Autonomie grundsätzlich versagen oder aber — was auf dasselbe hinauskommt — sie praktisch verhindern. Denn wohl gemerkt: Die Minder­heiten, deren Vertreter sich alljährlich in Genf zum NationalitätenkonMß versammeln, weisen alle i irredentistische wie revolulioncire Propaganda weit । von sich, und die schon einmal erwähnten „Lage­berichte", die auf dem eben beendeten 6. Kon­greß behandelt wurden, zeigen, klar, daß mit Grenzverschiebungen die Minderheitenfrage in Ost- und Südost-Europa auch gar nicht zu lofen ist. Die Minderheiten des Nationalitätenkongresses wollen sich von dem Staat, in dem sie leben, weder los- reißen. noch wollen sie ihn umstürzen. Sie wollen gute Bürger ihrer Staaten sein, — es geht ihnen nur um die Erhaltung geistiger Dinge, ihres Volkstums, ihrer Kultur. Sie wollen ihre eigene Sprache sprechen, ihre Kinder in ihrer Mutteri- sprache beten lehren und sie in ihren Schulen erzogen wissen. ..

Der 6. Nationalitätenkongreß, der von sechzehn Volksgruppen, die untereinander nach ihrer Ver­teilung auf die verschiedenen Staaten in 36 klei­nere Gruppen zerfallen, beschickt war, zeigte na­mentlich nach zwei Richtungen hin eine bemerkens'- werte Entwicklung der Nationalitätenbewegung: Zunächst konnte der Präsident, Dr. I. Wilfan (Slowene aus Italien), vier neue Delegationen in Eeni begrüßen. — die Basken Spaniens, die Litauer aus Deutschland, die durch den geistvollen und sympathischen Professor Dr. h. c. Vydunas vertreten waren, die Schweden aus Estland und die Rumänen aus Jugoslawien; ein Beweis dafür, daß immer neue Minderheitengruppen die Ziele dieses Kongresses zu den ihrigen machen und man den Kongreß mit noch größerem Recht als früher die faktische Vertretung der nationalen Minderheiten Europas nennen darf.

Ein anderer Fortschritt in diesem Jahre ist das Programm selbst: Neben den aufschlußreichen,De­batten über die Bildung von Volksgemeinschaften, die Stammvolk und Minderheit umfassen sollen, und für die sich nach einem wertvollen Referat des Präsidenten Wilfan der Kongreß durch eine Re­solution einsetzte, — neben der notwendigen Dis­kussion über Briands Paneuropa-Pläne, in der Dr. Ulitz' (Poln. Oberschlesien) Rede das treffende und wohlverstandene Stichwort gab, daß Briands Vor­schlag nur Staaten, nicht die Völker als Völker kenne, und die mit einer als Brief an Briand selbst gefaßten Resolution wirkungsvoll abschloß, — ne­ben diesen beiden theoretischen Punkten war es namentlich die Sammlung und Behandlung der Lageberichte der europäischen Minderheiten, die dem Kongreß seinen bedeutenden praktischen Wert und zugleich eine neue Note gab. In den letzten Jahren hatte man off die Klage gehört, — und zwar gerade von aufrichtigen Freunden der Min­derheitenbewegung, — daß der Nattonalitätenkon- greß in Gefahr sei, akademisch zu werden, da man zuweilen das Gefühl hatte, die Vertreter der euro­päischen Minderheiten erschöpften ihre Kongretz­tätigkeit darin, Resolutionen zu fassen. Was man noch im letzten Jahr vielfach gefordert hatte, — ein Vorwärtsstoßen ins Praktische, nachdem die Begriffe geklärt sind und nachdem man allgemein weiß, was die Minderheiten sind und was sie wollen, — das hat man in diesem Jahr mit den Lage­berichten versucht, lieber fast jede der auf dein Kongreß vertretenen nationalen Minderheiten ent­halten diese „Lageberichte" wertvolle Angaben, so­wohl was Zahl, Geschichte, gegenwärtige Situa­tion, kulturelle Struktur u. Organisationen, Schick­sal und Auskunstsausstchten angeht. So konnte der eine vom anderen lernen, und so sieht die Welt

Vahlkamps-Schrapnells„

IL, eigentliche Wahlkampf ist vorüber. Am , KL, Serben hier und da noch Kundgebungen ^rf-nhen noch am Sonntag vielleicht wird man Ähurtb letzte nicht mehr zu kontrollierende Flug- aeaenfeitig von der Unhaltbarkeit der Mei- ™ hes anderen zu überzeugen versuchen. Aber ""wird nicht viel helfen. Wer nach diesen hei- a® zL Voctzen noch nicht weiß, was er am Sonn- en °ytun hat, der lernt es auch in letzter Stunde ichl mehr.

ff« war ein treffendes Wort des Reichskanzlers. , am Dienstag in Berlin ausjprach, in den Rnblreben könne man jetzt alles hören, nur nicht a« worauf es eigentlich antommt, und es war "I richtig, wenn er weite: erklärte, daß die Flü- ^arteicn der frühereti Koalition nicht die Cou- hoe aufbräcbten, ihren Gegnern die Wahrheit über ,u sagen, was tatsächlich gewesen ist. Sozial- »mokratic und Deutsche Volkspartet sind heute so aufeinander, daß sie sich gegenseitig nicht nedr das Schwarze unter dem Nagel gönnen. Ob a/Hoffnung des Herrn Dr. Scholz, feine Feinde “ am 14. September an die Wand drük- 2,«! können, wirklich jo echt ist, wie er sich stellt? Nr scheint uns, daß die Sozialdemokraten zu aanchem Opfer bereit sein würden, wenn es mög- (ch wäre, aus der künftigen Regierung die Volks- iflrtet herauszudrücken.

Es muß übrigens zur Steuer der Wahrheit ge- aqt werden, daß Scholz dieser Tage wenigstens nittelbar endlich die schon lange fällige Antwort mf die Frage gegeben hat, wie er sich int neuen Reichstag zu den Nazis stellen werde. Sein Be- 'enntnis kleidete er in die Form einer Beschwö­rung an Hugenberg doch ja nicht länger mit den z?tlerleuten zu paktieren, sondern die Verbindung nit der Deutschen Volkspartei herzustellen. Irn- nerhin bleibt auch nach diesen Aeußerungen das itonto Thüringen für Herrn Scholz offen.

' Dr. Goebbels hat endlich fein Geheimratrezept, . wie er demnächst die deutsche Schicksalsfrage zu - (öfen gedenkt, ausgedeckt. Es ist das Ei des Ko- ltnnbus. Goebbels wird die Reparationszahlun­gen einstellen, 20 jüdische Bankiers der interna­tionalen Fmanzwelt verhaften und sie als Gei- *.-6dn gegen die Forderung der Entente benutzen. Marschiert sie in Deutschland ein, so werden die Mankier- erschossen. Infolgedessen, sagt Goebbels, wird die Entente nicht einmarschieren. Fertig.

' Einfach, nicht wahr? Aber wenn die Feinde nun doch e'nmarsch'eren? Dann werden wir ihnen, lagt Goebbels, die Kehle durchbeißen. Fertig. Es ist wirklich unbegreiflich, d tß unsere Staatsmän­ner nicht schon längst auf diese geniale Idee ge­kommen sind.

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Hugenberg hat an dem Wirtschaftsprogramm der Nazis einiges auszusetzen, was wir verstehen lönnen. Das hindert ihn nicht, zu erklären, er werde Arm in Arm mit ihnen in die Regierung hineingehen. Wir sehen ihn schon mit Frick drin- nen sitzen. Der deutschnationale Führer, der in sei- S Blättern in diesen Wochen wieder besonders intensiv für die einzig nationale Gesinnung und für bas Christentum, wie er es versteht, die Werbe­trommel rührt, fühlt eben ganz richtig, daß m Hitler Geist von seinem Geiste lebt. Gleiche Brü­der, gleiche Kappen. Wir werden es wohl er­leben, daß Hitlers Hakenkreuz auch das Symbol derer wird, die nach dem 14. September noch hin-

■, ier Hugenberg stehen.

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p Die Konservat ve Volk.Partei versendet durch die I M Flugblätter an die deutschen Kulturarbeiter, 12* für die Parteien, die Herren Treviranus trotz । ttheblicher Bedenken in ihre Kabinett aufgenom- tmen haben, nicht schmeichelhaft sind. In keinem «onbe, so heißt es, wird der Stand der Kultur- nrbeiter schlechter behandelt als im Deutschland von WJte. Die Republik habe von den einschlägigen Mjtimmnngen der Reichsverfassung nichts wahr Semacht. „Fs>r foie Erhaltung und Förderung der «ulturmerfe ist kein Geld da. Man kann wohl ^9en- baß die Konservative Volkspartei mit sol- 1f* A-chiüion den an sich schon nicht allen Deut- lückenlos erscheinenden Beweis ihrer Staats- Beunnung noch weiter erschüttert. Das Flugblatt N unwahr und gerade die Kreise, an die die Kon- ^ntiven sich wenden, können das am besten be- “tuen. Schön würde es ja sein, wenn, wie in Flugblatt behauptet wird, die neue Parte: k Unterstützung und Neubelebung alles

sitnstlerischen Schaffens aus innerstem Drange" ein- BS?- Aber vorläufig sind wir noch etwas skep- | p , wäre jedenfalls etwas Neues, wenn die eute um Westarp sich nun ausgerechnet beson- | r*s mit der Kunst befassen würden. Aber war- k - ab! Arn Sonntag abend wird man sich

fcnrien’Cr bie^e5 Thema weitere Gedanken machen

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Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.