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Römischer Vries.

Von unserem römischen Mitarbeiter:

Mit Spannung sieht man auch in Rom dem Ausgang der deutschen Reichstagswahl entgegen, Täglich hat der „Osssrvatore Romano" über die Einzelheiten des Wahlkampfes berichtet, mit be­sonderer Anteilnahme und Wärme über die Aeu- ßerungen und Maßnahmen des Kanzlers Brüning, vor allem aber auch ausführlich über den Katholi­kentag in Münster.

Rom ist nicht so fern, daß es nicht gerade auch den deutschen Ereignissen sein lebhaftestes Inte­resse zuwendete. Aber es ist doch eine boshafte Fabel aus der Kulturkampfszeit, daß das vati­kanische Rom irgendwie die Fäden Deutschlands zu lenken versuchte. Wer genauesten Einblick in das vatikanische Geschehen hat, weiß, daß es im kirchlichen Rom überhaupt, niemanden und kei­nerlei Organisation gäbe, die imstande wäre und überhaupt ein Interesse daran hätte, einen solchen politischen Einfluß auszuüben.

Wieder und wieder taucht im deutschen politi­schen Wahlkampf das Märchen auf, jenseits der Alpen säße eine mystische Macht, die ränkevoll dos deutsche Geschick zu spinnen suche. Nirgendwo freilich vermag man konkrete Angaben darüber zu machen, aber man hofft, das eben „immer etwas hängen bleibt." Nichts ist schwieriger, als solche grundlosen Verdächtigungen zu widerlegen, das wissen die Verbreiter derselben auch ganz genau; denn wo soll man ansetzen und auf wen soll man Hinweisen.

Wir meinen, daß, was die Gegenwart angeht, kein besserer Granat für ein offenes und klares Verhältnis auf dem allgemein national-politischen besonders dem deutsch-römischen Gebiet vorhan­den ist, als Papst Pius XI,, neben dem ein P a - celli als Kardinalstaatssekretär steht! Glaubt man, daß neben diesen starken Persönlichkeiten noch irgend eine geheime Unterströmung existie­ren könnte, der auch sie sich beugen müßten? Wir wissen wohl, daß die Feinde der Kirche selbst vor diesem Verdacht nicht zurückschrecken, gegen den freilich die eine Tatsache genug sagt, daß der große Kristallisierungsprozeß, der heute durch die Idee der „Katholischen Aktion" die Kirche be­herrscht, eine solche dunkle Nebenregierung ganz unmöglich macht.

Aber gerade auch dieser Gedanke der „Katho­lischen Aktion" ist die sicherste Gewähr dafür, daß der Vatikan weit davon entfernt ist, auf dir Staatspolitik der Länder Einfluß zu nehmen. Wenn es irgendwo Schwierigkeiten gegeben hätte, dann wäre es in Italien der Fall gewesen. Hier war der Argwohn wahrlich aufs höchste getrieben, um es politisch ausschlachten zu können. Hier in Italien hat der Einsatz der „Katholischen Aktion" seine erst. ^.Jti rprabe bestanden. Im Konkor­dat wurde schließlich ihr Recht verankert, und heute ist man endlich so weit, daß der Staat die Katholische Aktion so ziemlich unangetastet läßt, unter der faschistischen Diktatur immerhin ein be­merkenswertes Resultat.

In der „Katholischen Aktion" allerdings wie überhaupt im katholischen Prinzip liegt es be­schlossen, daß der Katholik im Staat und im Par­teienleben eine bestimmte Haltung ein­nimmt, sofern er Wert auf seinen katholischen Charakter legt. Worauf es hier in erster Liiie an­kommt, das haben die jüngsten Enzykliken und Willensäußerungen des Papstes klar ausgespro­chen, insbesondere die Enzyklika über die religiöse Erziehung der Jugend. Wenn das „politische" Einflußnahme ist, so geschieht sie keineswegs im Dunkeln, sondern offen am Tage. Was der Papst und mit ihm die ganze katholische Kirche über die Sicherung der Rechte der Gläubigen, über die ka­tholische Erziehung, über die Notwendigkeit der katholischen Sittlichkeit und ähnliches sagt, das ist allbekannt, auch den Gegnern der Kirche. Oft ge- rg hat es der Heilige Vater betont, daß dadurch ■)’ 'gleich dem Interesse des Staates am besten ge­rn e werde; ein guter Katholik sei zugleich ein fvm ter, opferwilliger und hingebender Staats- rper.

...n Ts ist in Rom durchaus bekannt, daß in schland nur Zentrum und Bayerische k s p a r t e i den Grundsätzen voll entspre- die unter solchem Gesichtswinkel dem partei- schen Leben zugrunde liegen. Die Führer Parteien sind in Rom so oft mit Auszeich-

-n empfangen und begrüßt worden, man hat atikan schon so manchesmal ihre Grundan» £e ’ ingen unterstrichen, daß es ganz deutlich ist, ~or nan in Rom den deutschen Katholiken einge- t wünscht.

a"y Aber nochmals sei es gesagt, das entspringt ? keinem politischen Macht st reden, b p ndern es ist allein die Sorge um das Wo hl bl .mb das Heil der einzelnen Seelen wie der ka­tholischen Gemeinschaft, letzten Endes aber da­durch doch auch des Staates und Volkes.

Dagegen kann man auch nicht einwenden, daß es diesmal nicht so sehr um Kulturgüter gehe. Um das geistige und seelische Wohl des Einzelnen und der Gesamtheit geht es immer, uns will schei­nen, diesmal sogar besonders. Vnmal muß auch das Schulgesetz unter Dach und Fach. Wehe, wenn dann ein schwaches Zentrum vorhanden wäre; dann wäre es um die katholisch-konfessionelle Er­ziehung geschehen!

Auch die Jugend darf diese Aufgabe nicht unterschätzen. Denn sie baut sich heute das Reich, in dem sie glücklich und froh werden und segensvoll schaffen will.

Im übrigen sieht man in Rom die Dinge viel­fach nicht so schwarz wie in Deutschland selbst, und jedenfalls begleitet man die Wahl der deutschen Katholiken mit lebhaftester und herzlichster Anteil- nähme.

Turnen und Spork. FutzbaN.

= Abschiedsspiel des MvS.-Sporkvereins Fulda. Samstag, den 13. b. M., findet nachmittags 5 Uhr das Rückspiel des NWK.-Sportvereins gegen die Mannschaft der „Ehemaligen Höheren Schü- l e r" auf dem Sportplatz der Borussia statt. Beide Mannschaften werden dieses Spiel in stärkster Besetzung bestreiten. Für die NWK. ist dieses Treffen leider das letzte, da mit der Auflösung des Fuldaer Werkes auch der Sportabteilung ein jähes Ende bereitet wurde. Ueber den Ausgang läßt sich nichts Bestimmtes voraussagen. NWK. wird bestrebt sein, die im Vorspiel erlittene 7:2 Niederlage wettzumachen. Für die Schüler werden spie­len: Sennefelder; Klug, Müller; Bau, Meid, Hohmann; Koch, Will, Erb, Pachten, Wiegand.

= Von der Schiedsrichkervereinigung Fulda wird uns Örieben: Die Monatsversammlung findet wegen des lsonntags bereits am Samstag, 13. d. M., abends 8.30 Uhr in der „Alten Post" statt. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung, u. a. Neuwahlen, neue Regel­besprechung usw. wird restloses Erscheinen sämtlicher Schiedsrichter und Anwärter erwartet. Unentschuldigtes Fehlen wird satzungsaemäß bestraft. Bei dieser Eelegen- heit bittet uns die Schiedsrichtervereinigung nochmals, darauf hinzuweisen, daß Schiedsrichteranwärter, welche in dem z. Zt. laufenden Kursus dreimal fehlen, ohne weiteres voq der Lifte gestrichen werden.

Aus der Thüringischen Rhön.

Wus Geisa und Amgebung.

Die nächste Habineilssihung.

Die kommende Sitzung des thüringischen Kabi­netts soll in der Hauptsache die Verabschiedung des seit der letzten Sitzung umgearbeiteten Entwurfs für das F o r st g e s e tz und des Entwurfs für das Wassergesetz dienen. Doch ist nach Ansicht einer Thüringer Zeitung für die Annahme auch des umgearbeiteten Entwurfs zum Forstgesetz wenig Aussicht vorhanden. Das Gleiche dürfte für den Entwurf zum Wassergesetz gelten. Beide Ma­terien greifen zu empfindlich in die Belange der Privatwirtschaft über. Deshalb fragt man wohl mit Recht, warum ihre Regelung, nachdem diese verschiedentlich im regel­rechten Gange vergebens, versucht worden ist, in Gestalt von Notgesetzen sozusagen übers Knie ge­brochen werden soll, obwohl es sich dabei nicht um irgendwie brennende Fragen handelt und hierfür dem Landtag weiter Zeit gegeben werden kann.

Sin Sxempel an politischen Raufbolden.

Vor dem Großen Schöffengericht in Gotha gelangte der Ueberfall der kommunistischen Anti­faschistenwehr auf eine Anzahl Nationalsozialisten zur Verhandlung, der sich in der Nacht zum 29. Juli bei Schwalbhausen zutrug. 15 KPD.- Anhänger saßen wegen Landfriedensbruchs auf der Anklagebank, in der Hauptsache jüngere Leute, von denen einige bereits vorbestraft sind. Der Staatsanwalt beantragte Gefängnisstrafen von 4 Monaten bis 1 Jahr 6 Monaten. Nach andert­halbstündiger Beratung lautete das Urteil gegen 2 Angeklagte auf je 6 Monate, gegen vier Ange­klagte auf 4 Monate, gegen drei weitere auf 3 Mo­nate Gefängnis, unter Anrechnung der Untersu­chungshaft. Die übrigen fünf Angeklagten kamen mangels Beweise mit einem Freispruch davon. Be­währungsfrist wurde den Verurteilten nicht zuge- billigt. ,

=(Seifa. (Zum Konkurs Grand u. eErhard). Wie wir bereits vor einigen Tri- ■ ' Jl

meldeten, hat die Firma Grond u. Gerhard, Geisa, die vor nicht ganz einem Jahr dort eine Schloß- und Metallwarenfabrik eröffnet, den Konkurs angemeldet. Das Unternehmen stieß, wie uns nunmehr aus Geisa geschrieben wird, bereits bei seiner Eröffnung auf berechtigte Zweifel an seiner dauernden Existen.zmöglichkeit. Schon das Einstellen von lauter ungelernten Arbeitern, die außerordentlich niedrige Löhne erhielten, hätte die Gläubiger der Firma stutzig machen müssen. Zu letzteren soll sich auch dieSparkasseinGeisa mit etwa 20 000 Rm. rechnen, die dem Unterneh­men zur Verfügung gestellt worden sind, weil man den Versuch unterstützen wollte, Arbeitsgelegenheit Sx schaffen. Es sei unschwer zu erkennen, so meint er Einsender, daß sich im Geisaer Land eine In­dustrie nicht so leicht durchsetzen kann, vor allem schon wegen seiner, für den Verkehr zu wenig er­schlossenen Lage. Dagegen wäre bei den land­schaftlichen Reizen und dem gesunden Klima dieser

Gegend an eine Hebung des Fremdenver­kehrs wohl zu denken, natürlich bei entspre­chender Einstellung der Bewohner auf diesen Erwerbszweig.

— Geisa (A u s d e m G e r i ch t s s a a l). In der Einzelrichtersitzung wurde heute der Kaliarbei­ter W. von hier mit einer Geldstrafe von 8 Rm. oder 2 Tage Haft bestraft, weil er vor einiger Zeit die Stationsanlagen unter Umgehung der Bahn­sperre betreten und dem diensthabenden Beamten die Vorzeigung des Fahrtausweises verweigerte. Der Amtsanwalt hatte 4 Rm. beantragt. Das Gericht ging jedoch trotz des beschränkten Einkom­mensverhältnisses des Angeklagten darüber hinaus mit der Begründung, daß gerade im Bahnbetrieb noch mehr als sonst Zucht und Ordnung herrschen müsse. In der Beleidigungsklage Sch. gegen H. von hier einigten sich beide Parteien nach längerem Zu­reden durchs Gericht. Gegenstand der Privatklage bildete die nicht erwiesene angebliche Behauptung des Angeklagten: der Privatkläger hat durch De­nunziation beim Arbeitsamt in Eisenach dafür ge­sorgt, daß er seine Arbeitslosenunterstützung ent­zogen bekommen habe.

kleine Nachrichten.

Auf der kurvenreichen, steilen Straße von D r o g- n i tz nach der Linkenmühle im Oberen Saaletal rannte abends ein Arbeiter aus Ziegenrück mit dem Rad gegen ein bergauffahrendes Auto und erlitt beim Zusammenstoß einen Bruch der Hirnschale und andere schwere Verletzungen, die seinen sofortigen Tod herbeiführten.

In Camburg wurde ein IM jähriger Buch­halter vermißt. Jetzt fand man den jungen Mann auf dem Speicher tot in einem Getreidehaufen auf Anscheinend ist er von einem Unwohlsein befallen worden, in das nieberriefelnbe Getreide geraten u erstickt.

Ein Postschaffner aus Naumburg hat sich in geistiger Umnachtung erhängt; dienstliche Gründe liegen nicht vor.

Das Meininger Schwurgericht verurteilte den Gastwirt und Fleischermeister Lapp aus Witt- genthal bei Breitungen wegen versuchter Tö­tung zu sechs Monaten Gefängnis. Der Ange­klagte hatte im vorigen Jahr feine Frau und deren Liebhaber zu erschießen versucht. Während der Schuß auf die Frau fehlging, wurde der Liebhaber an der Schulter verletzt. Während der Untersu­chungshaft Lapps ertränkte sich feine Frau.

Die FVF. Bad Frankenhausen taufte ihr neues, bereits im Rhönwettbewerb erfolgreiches Segelflugzeug auf den Namen „Thüringen". Die Taufe wurde durch Polizeihauptmann Rieckhoff als Vertreter der Thüringer Staatsregierung vorge­nommen.

Durch Verfügung des Erfurter Regierungspräsi­denten wurde der nationalsozialistische Stadtrat Quelle in Nordhausen seines Amtes ent­hoben. Das Disziplinarverfahren mit dem Ziel der endgültigen Amtsenthebung ist eingeleitet.

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Die Stunde naht, nun Mann für Mann Den letzten Holk zur Urne tun!

Werbt, helfet, und die Losung sei:

Am Sonntag nur die Liste 3!

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Frankfurter Radio-Programm.

Sonntag, 14. September 1930.

7—8.18: Südwestdeutscher Rundfunk (von Ham­burg): Hafenkonzert auf dem Dampfer „Deutschland" der Hamburg-Amerika-Linie. — 8.15—9.15: Südwest­deutscher Rundfunk: Morgenfeier veranstaltet von der Evangelischen Landeskirche Frankfurt a. M. — 11.00: Südwestdeutscher Rundfunk: Stunde der Jugend. Die Räuber. Ein Schauspiel von Friedrich Schiller. Aus­geführt von der Ola der Klinger-Oberrealschule. — 12.00: Südwestdeutscher Rundfunk: Preisausschreiben des Rundfunks und der Südwestdeutschen Bäder. Kon- zert-Uebertragungen. 1. Teil. 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Zehnminutendienst der Landwirtschaftskam­mer Wiesbaden. 1. „Ein Zwiegespräch über die Behand­lung landwirtschaftlicher Maschinen". 2. „Krankheiten und Fehler der Weine" (7. Teil) .3. „Die Lagerung des Kern­obstes". 13.10: Südwestdeutscher Rundfunk: Stunde des Landes. 1. „Die italienische Landwirtschaft", Vortrag. 2. „Das Roggenmarktproblem", Vortrag. 14—14.45: Süd- westdeutscher Rundfunk (von Wadern): Festzug in Wa­dern. 15—15.45: Südwestdeutscher Rundfunk (von Monza Italien, nach Köln): Großer Motorrad-Preis der Na­tionen (Schlußlauf). 16: Südfunk (Stuttgart): 16.15: Südsunk (Stuttgart): Nachmittagskonzert des Rundfunk­orchesters. 18: Südwestdeutscher Rundfunk: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung — „Nor­dische Volksbildung", Vortrag. 18.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Stunde der Frankfurter Zeitung. 18.55: Süd­westdeutscher Rundfunk: „Ein kleines Mädchen im großen Krieg". 19,10—19.20: Südwestdeutscher Rundfunk: „Die Solisten der Konzerte des Frankfurter Orchestervereins". 19.30: Sportnachrichten. 19.40: Südwestdeutscher Rund­funk: Lustiger Abend, von Erwin Eckersberg. 20.30: Süd- westdeutscher Rundfunk: Der unbekannte Mozart. Der Schauspieldirektor, Komödie mit Musik in einem Akt. Text neubearbeitet von Alfred Auerbach. 22: Nachrich­ten, Sportbericht und Wettermeldung. 22.30—0.30: Süd- westdeutscher Rundfunk: Abendkonzert (Schallplatten). 1. Alpenländisch-volkstümlich (Wunschkonzert), 2. Leichte Unterhaltungsmusik.

Montag, 15. September 1930.

5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. An­schließend: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). 6.30: Süd­westdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik 2 (Georg Geb­hardt). 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (B a d O r b): Konzert des Kurorchesters. 1. Niederländisches Dankge­bet (Valerius); 2. „Die Zigeunerin", Ouvertüre (Balfe); 3. Rosetten, Konzertwalzer (Jessel); 4. Ein Tag aus dem Jägerleben, romantische Fantasie (Kling); Fröhliches Er­wachen — Aufbruch zur Jagd — Waldidyll — Auf der Jagd. 5. Amerikanisches Intermezzo (Recktenwald); 6. „Der Bettelstudent", Potpourri (Millöcker); 7. Vater Rhein, Marsch (Lincke). Leitung: Kapellmeister Georg Haupt. 11.45: Werbekonzert (Schallplatten). 12: Zeit­angabe, Wirtschaftsmeldungen, Nachrichtendienst. 12.10: Reisewetterbericht. 12.15: Wetterbericht. 12.20—12.55: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad Orb): Konzert des Kurorchesters. 1. „Hollywood", Marsch (Leopold); 2. „Die Feljenmühle", Ouvertüre (Reißiger); 3. „Wiener

Praterlsben", Walzer (Translateur); 4. „Der Bajazzo", Fantasie (Leoncavallo); 5. „Frischer Mut.leichtes Blut", Marsch (Blon). 12.55: Nauener Zeitzeichen. 13: Süd­westdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Konzert des Orchesters der Mailänder Scala. 14—14.15: Werbe­konzert (Fortsetzung). 14.40: Nachrichtendienst. 14.50: Zeitangabe und Wirtschaftsmeldungen. 15.50: Wirt­schaftsmeldungen. 15.55: Gießener Wetterbericht. 16: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad Kreuznach): Konzert des Kurorchesters. 17.45: Wirtschaftsmeldungen. 18.05: Südwestdeutscher Rundfunk: „Die Unbegabten oder Das Urteil der Welt", ein kurioses Kapitel Literaturgeschichte. 18.30: Zeitangabe, evtl. Bekanntgabe von Programm­änderungen. 18.35: Südwestdeutscher Rundfunk: „Das Ende der neuen Sachlichkeit in der bildenden Kunst", Vor­trag. 19: Zeitangabe, Wettervoraussage, Wirtschafts­meldungen. 19.05: Südwestdeutscher Rundfunk: Engli­scher Sprachunterricht. 19.30: Südwestdeutscher Rund­funk: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 20: Südwestdeutscher Rundfunk (von Trier, auf den Deutsch­landsender): Ein Abendbesuch in der St. Mat­thias-Basilika zu Trier. 20: Die Abendglocken rufen zur Complet der Patres in die Basilika. 20.03: Be­grüßung durch den Gastpater der Abtei R. P. Gregorius Böckler O. S. B. am Hauptportal der Basilika. 20.08: Eintritt in das Gotteshaus und Anhören des zweiten Teiles der von den Mönchen gesungenen Complet. 20.15: Führung durch das Heiligtum durch R. P. Maurus Münch O. S. B. — Kurze Baugeschichte — Raumstim­mung — Apostelgrab — Mönchschor — Gnadenkapelle — Schatzkammer — Krypta. Ein Kinderchor singt unter Leitung von R. P. Ambrosius Stock O. S. B. Am Apostelgrab: Das St. Matthiaslied. Am Sakraments­altar: Das Sanktus der 18. Choralmesse. In der Gna­denkapelle: Das alte Mattheiser Weihnachtslied: Es ist ein Ros entsprungen. Am Grab des ersten Bischofs von Trier, St. Eucharius. In der Krypta: Das 3. Choral­credo. 20.40: Ansprache Er. Gnaden des Hochwürdig- ften Herrn Abtes von St. Matthias Dr. Laurentius Zel- ier: „Die Mönche in St. Matthias auf den Pfaden der Apostel." 20.50: Orgelkandate, gespielt von R. P. Mat­thias Frayk O. S. B. 21: Südwestdeutscher Rundfunk (auf den Deutschlandsender): Weltreise durch einen Ar­beitstag. Hörbild von Gerhart Pohl. 22: Südwestdeut­scher Rundfunk: Frankfurter Lokaldichtung. 23: Nach­richten, Sportbericht, Wettermeldung.

Dienstag, 16. September 1930.

5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. An­schließend: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). 6.30: Süd­westdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik 2 (Georg Gebhardt). 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad Orb): Konzert des Kurorchesters (Ensemble-Kapelle): 1. Choral: „Harre meine Seele"; 2. Ouvertüre „Stra- della" (Flotow); 3. „Mein Traum", Walzer (Waldteufel); 4. I. Violinkonzert D-Dur (Benot); 5. Siamesische Wacht- parade, Charakterstück (Linke): 6. Ein Souper bei Suppe, Potpurri aus Fr. Suppes Werken (Morena); 7. Durch Kampf zum Sieg, Marsch (Meinecke). 11.45: Werbe­konzert (Schallplatten). 12.15: Wetterbericht. 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Un­

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Mittwoch, 17. September 1930:

5-55: Südfunk (Stuttgart): Wettermelduno schließend: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). 630-i westdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik 2 (Georä Hardt) 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk -Bad s ch l i r s): Konzert des Kurorchesters. 1. Choral­bleib mit deiner Gnade" 2. Ouvertüre zur Over Entführung aus dem Serail"; 3. Fantasie a V i „Tosca" (G. Puccini); 4. Hofballtänze, Walzer (Jot ner); 5. So singt man am Rhein, Potpourri (W loff); 6. An den Frühling (Ed. Grieg); 7. Titanen-A (M. Heinecke). Leitung: Kapellmeister Willy Erfurt. 1020—10.50: Südwestdeutscher Rundfunk- 6 funk. Freies Amerika. Drei Hörbilder aus der Gel­der Losreihung Amerikas von England und der stehung der amerikanischen Bundesverfassung i Werbekonzert (Schallplatten). 12: Zeitangabe ' schaftsmeldungen, Nachrichtendienst. 12.15: Wette'rbi 12.20: Südsunk (Stuttgart): Promenadenkonzert. ]

terhaltungskonzert. 12.55: Nauener westdeutscher Rundfunk: Unterhattungsk-m-.-?' setzung. 14.40: Nachrichtendienst. 14 50%»?? rt Wirtschaftsmeldungen. 15: 6übmeftbeuHd-Vr «>at (Saarlouis): Anläßlich des 250jährigen

Stadt Saarlouis: Reportage von der tas'l stellung. 15.30: Südwestdeutscher Rundfunk- H»^ Nachmittag. 15.50: Wirtschaftsmeldungen 1?A^ ner Wetterbericht. 16: Südfunk (Stuttgart)- W. I konzert des Rundfunkorchesters. 17 45- düngen. 18.05: Südwestdeutscher Rundfunk- pflichten bei ansteckenden Krankheiten"

Südfunk (Stuttgart): „Schwaben am Schwären 1 Vortrag. 19: Zeitangabe, Wettervoraussage Meldungen. 19.05: Südfunk: „Joseph Sonrnh .-i geistige Umgebung", Vortrag. 19.30: Südfunk^ gart): Ausländische Volksmelodien (bearbeitet 1 rid) Tücher. 20: Südfunk (Stuttgart)- UM* Schiffchenschieber. 20.30: Südfunk (Stuttaarh (grau Denise) Zu Leo Falls 5. Todestag Kom in einem Aufzug. Frei nach dem Französischen von Fernand. Musik von Leo Fall. 21.30: Mdfunk"c gart): Lieder, Schlager und heitere Vorträge.

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Nauener Zeitzeichen. 13: Südwestdeutscher Rund Schallplattenkonzert: Sinfoniekonzert. 14: Werbet« (Fortsetzung). 14.40: Nachrichtendienst. 15.50: Zeitar und Wirtschaftsmeldungen. 15—15.50: Südfunk (? gart): Stunde der Jugend. Eine Kinderstunde der I ler der Deutschen Schule in „Bethlehem". 15.50: 1 schaftsmeldungen. 15.55: Gießener Wetterbericht. Südfunk (Stuttgart): Nachmittagskonzert des Fre ger Konzertorchesters. 17.45: Wirtschaftsmeldungen. 1 Südwestdeutscher Rundfunk: „Der Mensch und die D Vortrag. 18.35: Südfunk (Stuttgart): „Drei große! schenkenner. 3. Nietzsche", Vortrag. 19: Zeitangabe, tervoraussage. Wirtschaftsmeldungen. 19.05: SÄ Stuttgart): „Von Wampum, Friedenspfeife ,Tolem anderen völkerkundlichen Dingen", Vortrag 19.30: westdeutscher Rundfunk (von Homburg): Sinfoniekoi 21: Aus Brüssel: Belgischer Abend des Orch, Radio Belgique. 22.15: Briefkasten. 22.45: Süd deutscher Rundfunk: Vortrag über den Verlauf Schachturniers. Daraus: Nachrichtendienst, Sportb und Wettermeldung.

Donnerstag, 18. September 1930.

5.55: Südsunk (Stuttgart): Wettermeldung, schließend: Morgengymnastik 1 (21. Glucker). 6.30: westdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik 2 (Georg hart). 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk Bad S s ch j i r f): Konzert des Kurorchesters. 1. Choral: oen Herren, den mächtigen König"; 2. Ouvertüre Oper „Tankred" (G. Rossini); 3. Salut d'Amour (6 gar); 4, Schuberts Skizzenbuch, Potpourri (E. Urb 5. Wein, Weid, Gesang, Walzer (Joh. Strauß); 6. tobten a. d. Optte. „Das Land des Lächelns" (pr. Leh 7. Friedensglacken, Marsch (E. Urbach). Leitung: K») meister Willy Weißleder-Erfurt. 11.45: Werbetor (Schallplatten). 12: Zeitangabe, Wirtschastsmeldun Nachrichtendienst. 12: Reisewetterbericht. 12.15: W« bericht. 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: Schall tenkonzert: „21 la ..." 12.55: Nauener Zeitz«! 13: Südwestdeutscher Rundfunk: „21 la . .." (, setzung). 14.40: Nachrichtendienst. 14.50: Zeitangabe Wirtschaftsmeldungen. 15: Südwestdeutscher Rund! Stunde der Jugend. 15.25: „Schulleben, Rundfunk pen sriends in England". 15.50: Wirtschaftsmeldui 16: Südwestdeutscher Rundfunk: Konzert. 17.45: 3 schaftsmeldungen. 18.05: Südwestdeutscher Rund Zeitfragen. 18.35: Südwestdeutscher Rundfunk: , moderne China", Vortrag. 19: Zeitangabe, Wett« aussage, Wirtschaftsmeldungen. 19.05: Südwestdeu Rundfunk: Französischer Sprachunterricht. 19.30: funk (Stuttgart): Unterhaltungskonzert des Rund Orchesters. 21: Südfunk (Stuttgart): Heimkehr, spiel von Eberhard Moes und Otto Rambach. 22: funk (Stuttgart): Klavierkonzert.

Freitag, 19. September 1930.

5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung, schließend: Morgengymnastik 1 (21. Glucker). 6.30: westdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik 2 (6 Gebhardt). 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad i bürg): Konzert des Kurorchesters. 11.45: Werbeko (Schallplatten). 12.15: Wetterbericht. 12.20: Süd deutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Kammer: (Beethoven). 12.55: Nauener Zeitzeichen. 13: Süd deutscher Rundfunk: Kammermusik (Beethoven) (1 setzung). 14.40: Nachrichtendienst. 14.50: Zeitar und Wirtschastsmeldungen. 15: Südwestdeutscher V funk: Bastelstunde — „Anfertigung von Stoffbildö Vortrag. 15.20: Südwestdeutscher Rundfunk: —e antwortung der Denksportfragen durch Irma Dres 15.30: Südwestdeutsche Rundfunk: Erziehung und düng — Pädagogischer Rundfunk: „Neuere Bestre gen im mathematischen Unterricht". 16: Südwestdeui Rundfunk: Konzert des Rundfunkorchesters. 17.45: j schaftsmeldungen. 18.05: Südwestdeutscher Rund Buch und Film — „Drei Bücher über Amerika". 1 Zeitangabe, evtl. Bekanntgabe von Programmand« gen. 19: Zeitangabe, Wettervoraussage, Wirtschaft! düngen. 19.05: Südfunk (Stuttgart): „Warum W' wir unsere Zahlen indisch?", Vortrag. 19.30: Sui (Stuttgart): Musikalische Abendunterhaltung beim haradscha von Kotschamdodscha mit der Musik aus Oper Der Bäbu von Heinrich Marschner. 20.45: funk (Stuttgart): Goethes Lyrik in Wort und Ion. 8 Slldfunk (Stuttgart): „Im Herbst, da muß man tri« Heitere Schallplattenplauderei. 23—24: Südsunk (’s gart): Tanzmusik auf Schallplatten. J

sind von längster Lebensdauer, L daher im Gebrauch am billigsten. I