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dem Rhein, wobei er sein Boot an einen Schlepper an­hängte. In der Nähe der Rettberg-Aue stieß das Boot infolge des hohen Wellenganges mit einem anderen noch am Schlepper befestigten Kahn zusammen und kenterte. Klee und sein Begleiter fielen ins Wasser. Klee ertrank, während sein Begleiter von einem Schif­fer gerettet werden konnte.

Areistaat Hessen.

— Büdingen. Hier lief am Sonntag nachmittag während des sehr starken Fährverkehrs auf der Schul­straße ein drei Jahre altes Bübchen unversehens einem Motorradfahrer in die Maschine, wobei es heftig zu Boden geschleudert wurde. Das bedauernswerte Kind wurde schleunigst dem Krankenhaus zugeführt, wo es mit einer schweren Schädel- und Gxhirnverletzung in le­bensgefährlichem Zustand darniederliegt.

Aus Konkurrenzneid als Separatist verdächtigt.

— Mainz. Dem Metzgermeister H. Schöck in Mainz war während der nächtlichen antiseparatistischen Tu­multe am 2. Juli das Geschäft demoliert worden, weil er beschuldigt wurde, Separatist zu sein. Es gelang ihm, einen der Verbreiter des verleumderischen Gerücht» zu ermitteln. In der Hauptverhandlung vor dem Ein­zelstrafrichter des Amtsgerichts Mainz erklärte der so­zialdemokratische hessische Landtagsabgeordnete Reutter, daß ityn als Leiter der Separatistenabwehr in Mainz die Namen sämtlicher Mainzer Separatisten bekannt seien und daß weder der Privatkläger noch eine Reihe von anderen Geschäftsleuten, deren Läden und Woh­nungen damals demoliert wurden, mit der Separatisten­bewegung in irgendwelcher Verbindung gestanden hät­ten. In dem Falle Schöck wurde in der Hauptver­handlung vom Privatkläger der Beweis erboten, daß die Verdächtigung auf Konkurrenzneid zurückzuführen sei. Die Verhandlung wurde zwecks Erhebung des Be­weises vertagt

Beim Segelfliegen schwer verunglückt.

— Mainz. Auf dem Segelfluggelände hinter der Pl,atte bei Wiesbaden ereignete sich am Sonntag ein schwerer Unfall Nachdem auf einem neuen Segelflug­zeug, Typ „Anfänger" schon mehrere wohlgelungene

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Sozialdemokraten, Kommunisten, und Nazis! Aufschrift eines sozialdemokra­tischen (Wahl--transparentes: „Bürger­block und sonstiges Pack, alles in einen Sack!“

genützt?

Gesunde Sozialpolitik läßt sich niemals im (liege des Klassenkampfes erreichen. Die Drücke zur gemeinsamen Arbeit für Holk und Staat schlägt

nur das Zentrum!

Flüge ausgeführt worden waren, rutschte der 17jährige Mechaniker Schilling aus Mainz in einer Kurve mit der Maschine ab und stürzte aus etwa 20 Meter Höhe zu Boden. Der junge Flieger erlitt innere Ver­letzungen und einen Beinbruch und wurde ins Main­zer Krankenhaus transportiert.

Beim Segeln im Altrhein ertrunken.

— Darmstadt. Kurz vor Beginn der Einweihung des Rot-Weiß-Bootshauses bei Erfelden fand das 27- jährige Mitglied des Darmstädter Schwimmklubs Jung­deutschland, Walter Schneider, in den Wellen den Tod. Er kreuzte mit seinem Segelboot auf dem Altrhein. Dabei kenterte das Boot. Schneider ging sofort unter. Trotzdem man den Verunglückten schon nach vier Mi­nuten finden konnte, blieben die Wiederbelebungsver­suche erfolglos.

Schutzpolizei und Nationalsozialisten.

— Darmstadt. Durch Verfügung des hessischen Innen­ministers wurde der Polizeiwachtmeister Wilhelm Hall­stein von der zweiten Bereitschaft in Darmstadt wegen Zugehörigkeit zur Nationalsozialistischen Deutschen Ar­beiterpartei mit sofortiger Wirkung seines Dienstes ent­hoben und das Verfahren auf Dienstentlassung gegen ihn eingeleitet. Hallstein ist 24 Jahre alt, ledig, aus Darm­stadt gebürtig und gehört seit 1925 der hessischen Schutz­polizei an, die ihn von der Reichswehr übernommen hat. Die Verfügung des Innenministers stützt sich auf ein Ausschreiben vom 21. Juli 1930, worin den Polizei­beamten die Teilnahme an der N a t i o n a l s o z i a - listischen Deutschen Arbeiterpartei und der Kommuni st ischen Partei Deutschlands ver­boten ist. Darin heißt es: „Ein Polizeibeamter, der an einer solchen Organisation teilnimmt und sich für sie betätigt oder sie sonst unterstützt, verletzt dadurch die aus seinem Verhältnis als Polizeibeamter sich ergebende

er Land und Uachbargebiek

Teure Salamanderfchuhe

— Burkardroth (Unterfranken). Die Polizeiverwal­tung Fulda bittet uns, mitzuteilen, daß der auf den kommenden Sonntag fallende Jahrmarkt in Bur­kardroth wegen der Reichstagswahlen nicht a b ge­halten wird. ________

näckigen Leugnens erachtete das Gericht den angeklag­ten Wilhelm Jahn für überführt und schuldig und erkannte gegen ihn auf drei Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Joseph Müller erhielt I Jahr 3 Monate Gefängnis. Die Untersuchungshaft wurde in Anrechnung gebracht. Der der Hehlerei' anqeklagte Gregor Müller wurde mit einer Geldstrafe von 30 Mark bedacht.

Neues aus Frankfurt.

Aus der Frankfurter kakhol. Gemeinde.

Durch die Errichtung der sogenannten Trabanten­städte an der Peripherie der Großstadt Frankfurt sind dort teilweise sehr stattliche katholische Gemeinden ent­standen, für die nun der Gesamtverband der katholi­schen Pfarrgemeinden Frankfurts die nötigen Gottes­häuser schaffen muß. So hat die katholische Gemeinde Praunheim, die seither von Bockenheim aus pa- storiert wurde, über 2000 Mitglieder. Für diese wird jetzt am Damaschkeanger eine Kirche nach den Plänen des Frankfurter ^Baumeisters Martin Weber erbaut, zu der der erste Spatenstich am Sonntag getan wurde. Auf dem festlich geschmückten Bauplatz versammelten sich die Gemeindeangehörigen mit Pfarrvikar Michael Schmitt, der all denen dankte, die an den Vorberei­tungen des Kirchenbaues tatkräftig mitgeholfen hätten. Nachdem er den ersten Spatenstich getan hatte, sprach Stadtpfarrer Dr. Herr für die Katholiken Frankfurts, dann überbrachte der Architekt. Martin Weber die

Dom Eichsfeld.

— Heiligenstadt. Ein mysteriöser Leichenfund be­schäftigt die Polizei im benachbarten Änderst ad k. Dort wurde am Montag früh im Obertorteich die Leiche einer 50jährigen, unbekannten Frau gefunden, die etwa 6 Stunden im Wasser gelegen hatte. Eine Handtasche lag etwa 20 Meter vom Teichufer entfernt und enthält einen größeren Geldbetrag, aber keinerlei Hinweise zur Identifizierung der Toten.

Das Gericht bestraft die Eisenbahnräuber sehr streng.

Der Kasseler Uebersall unaufgeklärt.

— Kassel. Trotz eifriger Bemühungen der Krimi­nalpolizei ist es noch nicht gelungen, der Täter habhaft zu werden, die am Abend des Zeppelintages den drei­sten Raubüberfall auf den Kassenraum der „Kasseler Omnibusgesellschaft" verübten und dabei fast 4000 Mk. erbeuteten. Es zeigt sich immer mehr, daß der An­schlag seit langem vorbereitet gewesen sein muß. Am Samstag nachmittag war die Kriminalpolizei verstän­digt worden, daß in einem Lokal ein Mann sähe, der ein großes Bündel Geldscheine bei sich trage. Da man den Mann kenne, sei der große Geldbesitz verdächtig. Nach längerem Suchen fand man den Betreffenden, der inzwischen das Lokal verlassen hatte, und es stellte sich heraus, daß er in seiner Brieftasche einen Stoß Photographien sowie drei Zehnmarkscheine trug, die zusammen das „verdächtige" Geldscheinbündel aus­machten. ,

n Schlüchtern. Wie allgemein bekannt ist, müs- . der Bahnstrecke Hanau-Fulda-Bebra von der

Erfion Steinau (Kr Schlüchtern) infolge des an- r-nrnben Geländes die Güterzüge langsamer fahren. «iT oon gewandten E i s e n b a h n r ä u b e r n benutzt „ul die zur Nachtzeit verkehrenden «üterzüge unbemerkt aufzuspringen, N» Eiscnbahngüter anzueignen, diesel- : 1V* abzuwerfen und dann in Sicherheit »ringen zu lassen. Mit einem derartigen Falle kKL Lch am Dienstag wiederum das Hanauer Schöf- ? ' richt zu befassen. Aus dem Güterzug Nr. 7621 W ln der Nacht zum 1. Februar d. I. sechs große Lutons Salamanderfchühe, die aus der Fabrik Korn- melcheim in Württemberg kamen und nach Heiligenstadt M Flensburg bestimmt waren, entwendet worden, guf die Spur der Täter kam die Polizei, als am 8. Februar d. I. in der Nähe von Schlüchtern auf offener »andstrahe ein Postauto von maskierten Räubern an- «balten und beraubt worden war. Auf der unter- rommenen Suche nach den Tätern hatte ein Beamter mä eines Tages der einsam gelegenen, von der Witwe Müller und ihren erwachsenen Söhnen bewohnten Dielmühle bei Ulmbach einen Besuch abgestattet, ffogr wurde der Beamte, ein Landjäger, bei seinem MErscheinen von einem Mitgliede der Mühlenbesitzer- xsamilie Müller mit der Axt bedroht, was jedoch die kdann unter Zuziehung von Verstärkung vorgenommene k Durchsuchung der Mühle nicht zu verhindern vermochte. | Jmmd welche Anhaltspunkte für die Beteiligung an dem Postraub ergaben sich nicht, wohl aber fand man unter Heu versteckt einen größeren Posten Schuhwaren, U-der von der Beraubung eines Güterzuges herrühren mußte. Als Täter bekannte sich der eine Sohn der Be­sitzerin der Mühle, der 27 Jahre alte Schuhmacher Heinrich Müller, der angab, die Beraubung des MGÜterzuges allein ausgeführt zu haben, womit er aller­dings aus Zweifel stieß. Er blieb bei dieser Behaup­tung und wurde mit 1 Jahr Gefängnis bedacht. Diese ; Strafe verbüßt er soeben in Freiendiez. Inzwischen war als H a u p 11 ü t e r der wegen Cisenbahnberau- bungen zweimal mit Gefängnis und Zuchthaus vorbe- straste 27 Jahre alte Gelegenheitsarbeiter Wilhelm Jahn aus Steinau und als Mittäter der 29 Jahre alte Landwirt und Müller Joseph Müller von der | Dielmühle ermittelt worden. Wilhelm Jahn und Jos. Müller standen nun am Dienstag vor den Schranken des Schöffengerichts, angeklagt der Beraubung von Bahnsendungen. Weiter hatte sich der Bruder des Jos. Müller, der 22 Jahre alte Metzgergeselle Gregor- Müller van der Dielmühle wegen Hehlerei zu verant- morlen, da er von einem seiner Brüder ein Paar schuhe, die aus der Güterberaubung stammten, erhal­len und getragen hatte. Der als Haupttäter angeklagte . Dilhe'm John leugnete bis zuletzt in hartnäckiger Art UM «eise, die Beraubung ausgeführt zu haben, ob­wohl, getrennt vernommen, der ebenfalls unter Än- flage stehende Joseph Müller und sein bereits abgeur- leilter, jetzt als Zeuge auftretender Bruder Heinrich Muller ein offenes und glaubwürdiges Geständnis ab« Meist hatten. Hiernach ist Wilhelm Jahn am 1. Febr. »■ «• Zu ihnen auf die Dielmühle gekommen, hat an« gegeben, daß er sich in bedrängter Lage befände und deshalb aus einem Gllterzug etwas heraus- hoien würde. Die Brüder Müller sollten ihm be- dlistich fein. Am Abend des 1. Februar d. I. hat dann »er Jahn die Tat ausgefllhrt und als Beute sechs große Kartons Salamanderschuhe zu verzeichnen vermocht. ■W Schuhe sind dann in die Dielmühle geschafft und unter Heu versteckt worden, wo sie auch gefunden wor­um finS. Die Schuhe sollten später verkauft werden. «Wei Paar Schuhe hatte sich Jahn. Ü Paar Schuhe

> t ^ausgenommen. Der als Zeuge vernommene “n9..Breits abgeurteilte Heinrich Müller gab an, daß ,ie Alleinschuld auf sich genommen hab-, um feine Brüder zu schonen und seiner uuutter weitere Aufregung zu ersparen. M'n t H»hkrei angeklagte Metzgergeselle Gregor behauptete, daß er wohl von seinem Bruder dl-l tk Schuhe gekauft, iedoch nicht gewußt habe, daß umklven aus einem Diebstahl herrührten. Allerdings i ‘ cr’ aIs der Landjäger und ein Eifenbahnkriminal- aob 'Ee erschienen, sofort versucht, die Schuhe durch eine ^erePerson verstecken zu lassen. Trotz seines hart-

Bad Orb und Umgebung.

— Bad Orb. Es scheint zu dämmern! Seit Wochen schon herrscht große Unzufriedenheit im sozialistischen Lager. Die Genossen, die bisher ihren Führern im guten Glauben blindlings folgten, sind wankelmütig ge­worden. Das Drängen eines Flurhüters nach dem In­nendienst, von einer niederen Gehaltsstufe nach einer höheren, hat auch unentwegten Sozialisten die Augen jäh geöffnet. Man merkt, daß es den Führern nur um die „Futterkrippe" zu tun ist. Die Gärung, die bereits bestand, hat neue Nahrung bekommen durch das Ver­halten der SPD. in der Versammlung, die von der hie­sigen Krankenkasse einberufen war. Nachdem der Redner, Gauleiter Heinemann aus Frankfurt, geredet und von feinem engen sozialistischen Standpunkt aus unsachliche Kritik an der Brüningschen Reform geübt hatte, wobei er nach echt sozialistischer Wahlkampf­methode Tatsachen auf den Kopf stellte und alle Sün­den des Herrn Lehmann von der Krankenkasse und des Herrn Wissel vom Arbeitsministerium verschwieg, wagte ein Zentrumsmann aus Frankfurt, einige Ausklärungen dem sozialistischen Publikum zu geben. Aber o weh! Da kam Bewegung in die Menge. Es prasselte nur so mit Pfuirufen usw. Und als dann gar noch ein hiesi­ger Anhänger des verwünschten Zentrums, der als Vor­standsmitglied der Krankenkasse besonders eingeladen war, sich zum Wort meldete und eben mit seinen Aus­führungen beginnen wollte, setzte wie auf Verabredung der Sprechchor der sozialistischen Arbeiterjugend von Bad Orb mit aller Kost ein und sprach, mit der Absicht, dem Zentrumsmann das Reden unmöglich zu machen, einige Verse. So etwas hat man in unserer Stadt bisher noch nicht erlebt. Die SPD. hat hier einmal offen ihr sau­beres Gesicht gezeigt. Die Wahrheit muß unterdrückt werden, die Genossen müssen verkohlt werden. Darum muh der Sprechchor der SPD. zur Versammlung kommen und solche Störung machen. Dieses Verhalten der SPD. hat größte Entrüstung bei allen vernünftigen Sozialdemokraten hervorgerufen und gar mancher hat erklärt: „Ein solche Sorte kann ich nicht mehr wählen." Wir wollen hoffen, daß die Dämmerung im SPD.-Lager weiter um sich greift und allmählich es bei allen Genossen hell wird. ________

uMfeta bei Fulda. Man schreibt uns: Am 71 „ Pamstaq fand in der Gastwirtschaft von Ge- 8en." hjC Monatsoersammlung des eBflL<?uDcrcins Neuenberg statt.. Der <s.9fuauft Seifert begrüßte die gut besuchte !n. * und unter ihr besonders das Vorstands-

-1 Oartenbauoereins Fulda, Herrn Niedling. » Erntefest findet am Sonntag nach Kirch- c5,a^-mle des Vereinslokals statt. Es wurde be- m h.n Kindern der drei letzten Schuljahrgänge jt~.tr nu schenken, um auch bei den Kindern •• wumen und sür die Natur zu erwecken. Die Un rfe sollen dann von einer Kommission besich- Herr Niebling gab noch beachtenswerte "h»r’bie Aussaat von Spinat und Feldsalat und - Einwintern von Gemüse und das Einkellern Snffe(n Der erste Vorsitzende nahm dann die „„der Preise für die vor einiger Zeit vorge- ^enfterprämiierunq vor und machte schließlich J-, Dahlien- und Gladiolenausstellung in der > aufmerksam, die am 13. und 14. September

Er schloß mit dem Wunsch um weitere ’ Beteiligung an den Monatsversammlungen.

abenteuerlichen Güterzugsberaubungen im Kreise Atem. — Was ist mit den Besitzern der Dielmühle

>ie Rache des Hong Chung Lu

Von Ottwell Binns.

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finden, ein Festessen — keine Trauer — und dann würde ein neuer „Ehhorten" für einen Heiligen auf jener Terrasse vor der Lamaserie errichtet werden mit vielen Gebetsfahnen, die den öden Bergen das „Juwel der Lotosblume" kundtun würden.

kleine Karawane machte einen kurzen Halt, und bk c: Meuten später nahm Nick, das Gewehr über Schulter gehängt und einen kleinen Rucksack auf ” Rücken, von seinem Freund Abschied.

,,Eehs vorsichtig," ermahnte ihn Nima. „Sei nicht tollkühn, und wenn du angegriffen wirst, schieße • 3ch werde nicht weit hinter dir sein."

^“&fpuren Zwischen den riesigen Felsen führten bald r^'ls, aber Nick schritt rasch vorwärts und hatte seinen Freund zurückgelassen. Nach zwanzig Mi- ü n' n,s er um eine hervorragende Bergspitze herum- sehc' fonnte er seine kleine Karwane gar nicht mehr m r- lp"hte gespannt in die Ferne nach der an- !£/■" Reisegesellschaft, aber es war weit und breit 6u-n°n^ercs sehendes Wesen sichtbar. Nur die Dze- g^i^Merie konnte er jetzt in weiter Ferne wieder !Tr 3? tiefem Anblick dachte Sheroington an Eliot tj, ?öon« der nun in der steinernen Kammer tot lag, Ob .*r er feit sieben Jahren eingeterfert gewesen war.

Mann aus echter Frömmigkeit sich lebendig be« *or h*1 oder war es nur sinnlose Angst gewesen tt । E» grausamen, unerbittlichen Rache Stargards, daß °2c'em Lebendigbegrabensein die einzige Rettung letzt t Fimmel allein wußte es, jedenfalls war er fotte aber lein Feind, vor dem cr geflohen war, mjf J „ doch gefunden und ihn getötet, zwar nicht '•'fib f*~r °^er ^"get- doch durch die furchtbare Ge­gen eJl(i,ütterung, die er mit feinen grausigen Drohun- ttiirbj I-Or0erufen hatte. Heute, dachte Sheroington, ben u«h ^"mbaschale vor der Hütte unberührt blei- $*®oli mor0en °uch, und übermorgen würden die Heilia ber Lamaserie vermuten, daß ihr weißer Wnrn entweder erkrankt oder tot sei, und nach sieben beit Prflfci*r^8n f*e die Hütte aufbrechen und die Wahr- , "mhren. Dann würden große Feierlichkesten statt-

Es war doch ein seltsames Ende für den Mann, der „Das geheimnisvolle Land" geschrieben hatte. Cs lag eine gewisse Ironie in der Tatsache, daß eine Jugend­sünde eigentlich zu der Heiligsprechung dieses Mannes geführt hatte, aber es war ja eine verkehrte Welt, und--

Einige Schneeflocken, die der Wind Nick ins Gesicht blies, weckten ihn aus feinen Gedanken, und als er auf­blickte, merkte er, daß die Wolken sich zusammengeballt und ein bleiernes,, drohendes Aussehen angenommen hatten. Das bedeutet viel Schnee, und selbst wenn die Fußspuren nicht ganz dadurch verwischt wurden, könnte der Sturm ihn auf unbestimmte Zeit aufhalten. Dieser Gedanke trieb ihn zu noch größerer Eile an. Bald darauf erreichte er einen Punkt, wo die Fußspuren um einen riesigen Felsen herumführten, und er blieb in­stinktiv stehen: denn ein Geräusch wie das Explodieren einer Bombe schlug an sein Ohr, und gleich danach hörte er ein Tosen und Sausen, das ihn veranlaßte, sich hastig umzusehen; denn er wußte, daß dieses Geräusch das Vorzeichen irgendeiner großen und starken Bewegung der Schneemassen bedeutete.

Sein erster Blick galt den Höhen über ihm. Ader dort rührte sich nichts. Ebensowenig hinter ihm, da ging er einige Schritte weiter und sah dann die Ursache des gewaltigen Lärms. An einer Stelle, wo die Fußspuren, die er verfolgte, am Rande eines Ab­grundes entlang führten und von einem überragenden Berg überschattet wurden, hing etwas wie eine Rie­senwolke, und über diesen Abgrund schossen gleich einem Niagarafall ungeheure Schneemassen. Dahinter, auf dem überhängenden Berg, wälzten sich gewaltige weiße Wogen, die sich abwärts bewegten und einen schrecken- erregenden Anblick boten, da alles, was sich auf ihrem Wege befand, rettungslos in den Massen begraben oder mit in den Abgrund gerissen wurde. Heber diese Fläche, die ihn noch von jener vernichtenden Schnee-

। Glückwünsche zum Gedeihen des begonnenen Werkes. Mit dem ambrosianischen Lobgesang schloß die Feier.

Eine der ältesten katholischen Frankfurter Vereine, der auch die meisten anderen an Mitgliederzahl über­trifft, ist der Katholische Männer ve rein 18 7 0, der am Sonntag sein 60jähriges Jubiläum fest­lich begehen konnte. Während des Festgottesdienstes im hohen Dome, der durch eine Bruckner-Messe, vom Domchor gesungen, verschönt wurde, wurde die neue Fahne geweiht. Stadtpfarrer Prälat Dr. Herr hielt die Festrede über das Epistelwort: „Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her". Am Abend versammelte man sich zu einer weltlichen Feier im Komvostellhos, bei der Pfarrer Rath die Festrede hielt. Einer Begrü­ßungsansprache des Stadtpfarrers Prälat Dr. Herr schloffen sich zahlreiche Gratulanten an.

Frankfurts jüngste katholische Pfarrgemeinde ist St. Ignatius im Trutz, die Iesuiten-Niederlaffung. Dort fand am Sonntag die erste feierliche Primiz des Paters Josef Pflumm, S. I., statt, eines geborenen Frankfurters. Pater Bücken hielt die Pestpredigt über die Aufgaben des katholischen Priestertums.

Die Firmung der katholischen Kinder findet in die­sem Jahre am Sonntag, 28. September, für alle Frank­furter Pfarreien im hohen Dome statt. Sie wird von dem neuen Limburger Weihbischof Dr. Antonius Hilf- rich gespendet werden, der damit zum erftenmale in Frankfurt feine oberhirtliche Tätigkeit ausübt.

Die Frauen-Friedenskirche in Bockenheim, dem Ge­dächtnis unserer Gefallenen von den katholischen Frauen und Jungfrauen Deutschlands gewidmet, hat jetzt auch eine neue Orgel bekommen. Es handelt sich vorerst um den Grundbau von 30 Registern, der sväter noch weiter ausgebaut werden soll. Die neue Orgel, die sich als ein ganz hervorragendes Werk moderner Orgel- fünft präsentiert, stammt von den Drgelbaumeiftern Gebrüder Späth, Ennetach-Mengen (Württemberg).

Pfarrer Dr. Josef Karst von der St. Bonifatius- kirche in Sachsenhausen, der langjährige Direktor der Deutsch-Ordenskirche, wurde von Bischof Dr. Augusti­nus Kilian von Limburg zum wirklichen Geistlichen Rat ernannt.

In Frankfurt a. M. hat sich eine Arbeitsgemein­schaft der Katholiken beim südwestdeutschen Rundfunk­sender gebildet, der Vorsitzender Studentenseelsorger Dr. Nielen ist.

— Wie man zu billigem Leucht- und Heizgas kommt. Zwei interessante Fälle von widerrechtlicher Gasent­nahme wurden hier aufgedeckt. In einem Zeitungs- Häuschen an der Friedberger Anlage wurde vor sechs Jahren statt der Gasbeleuchtung das elektrische Licht eingeführt. Das Gaszuführnugsrohr schnitt man am Boden ab und stöpselte es fest zu. Der Zeitungsver­käufer aber stellte die Leitung neu her und hat nun viele Jahre hindurch umsonst sich Heiz- und Kochgas verschafft. Ein alter Petroleumofen stellte die Atrappe dar. Auf eine Anzeige hin wurde der Gasherrlichkeit ein Ende bereitet. — Dann hatte ein Hausbesitzer in der Keplerstraße vor dem Gasmesser eine Leitung ab­gezweigt und damit die Hausbeleuchtung installiert. Der Mann mußte jetzt ein Vielfaches von dem sonst üblichen Jahresbedarf als Strafe bezahlen.

- Wildwest in Frankfurts Altstadt. Am 25. Mai wurden die Fahrgäste der Linie 18 durch einen Mann geängstigt, der mit einem Messer bewaffnet schimpfend auf einem Fahrrad neben der Straßenbahn herfuhr und es augenscheinlich auf einen Mitfahrenden abgesehen hatte. In der Nähe der Fahrgasse brachte ein Polizei­beamter den Mann zu Fall und verhaftete ihn. In einer Verhandlung vor dem Großen Schöffengericht er­schien als Hauptperson dieser Wildwest-Szene der Ar­beiter Wilhelm Maukner, der sich an dem fraglichen Tag gelegentlich eines Radrennens in Gronberg bei einer feuchten Sitzung übernommen hatte und bei sei­ner Ankunft in Frankfurt noch nicht völlig nüchtern geworden war. In dieser Verfassung karambolierte er am Schönhof mit einem Passanten, verdrosch seinem Gegner das Nasenbein und verlor den heftig Bluten­den schließlich im Gedränge. In der Annahme, dieser Mann habe sich in die Straßenbahn geflüchtet, verfolgte er den Wagen, in dem es schließlich zu einer Panik der ’ Fahrgäste kam. Das Gericht sah die Sache milde an, ließ es bei einer Geldstrafe von 150 Mk. wegen Kör­perverletzung, Bedrohung und Widerstands bewenden. An die Stelle der Geldstrafe tritt allerdings im Nicht- beitreibungsfall für je 10 Mk. ein Tag Gefängnis, für die das Gericht eine Bewährungsfrist nicht in Aus­sicht stellen konnte. Bei der Festnahme des Angeklag­ten nahm ein befreundeter Dachdecker, der ebenfalls frisch von einer Prügelei kam, gegen einen Beamten eine drohende Haltung an. Das Gericht erkannte in diesem Fall auf 100 Mk. Geldstrafe.

— Limburg. In der Gemarkung Oberzeuz- h e i m brannte die Siegenforter Mühle mit dem Wohn­haus des Müllers Jakob Reichwein bis auf die Umfas­

sungsmauern nieder. Das Mühlenwerk ist durch Be­schädigungen fast unbrauchbar geworden. 'Der Schaden soll die Versicherungssumme bedeutend übersteigen. Das Feuer dürste durch den Heißlauf des Mühlenwerkes oder durch Kurzschluß entstanden sein.

Beim Paddeln ums Leben gekommen.

— Wiesbaden. Der Friseur Klee unternahm am Sonntag mit einem Bekannten eine Paddelfahrt auf flut trennte, klang das Getose des Windes zu ihm herüber — diese Begleiterscheinung einer Lawine — und auch das Krachen von Felsen gegen Felsen, als riesige Blöcke sich loslösten und mitgeschleift wurden.

Da erblickte er plötzlich an einer Stelle, die auch von den Schneemassen bedroht war, eine kleine Hütte, auf deren Dach zwei Stangen befestigt waren, von denen eine Reihe Gebetsfahnen skalierten. Es war offenbar die Behausung irgendeines buddhistischen Ere­miten. In demselben Augenblick zerriß der Sturm­wind das Seil, das die Fahnen hielt, und diese wirbel­ten durch die Luft gleich einer Schar aufgescheuchter Vögel. Dann begannen sich die Schneemassen gegen die kleine Hütte zu wälzen, in einer halben Minute war sie darunter begraben; nur die kahlen Stangen ragten hervor. Im nächsten Augenblick jedoch schwank­ten auch diese, und als die Schneemassen vorbei wa­ren, sah Nick, daß die Hütte mit ihrem Insassen fort war, die Lawine hatte ihn zu einer neuen Wieder­geburt hinweggerafft.

Nick schauderte und wandte die Blicke der Haupt­laufbahn der Lawine zu und beobachtete, wie sie den Abhang hinuntersauste und in den Abgrund hinab- stürzte. Die Fußspuren mußten, sagte er sich, an die­ser Stelle vollkommen fort sein, und außerdem würde, sobald die Lawine vorbei war, eine sehr gefährliche Barriere auf seinem Weg liegen. Dann erwachte eine neue Befürchtung in ihm. Wenn nun diejenigen, die er suchte, von dieser Lawine überrascht worden waren?

Mit angsterfüllten Augen versuchte er die Strecke hinter der weißen Flut zu erspähen. Aber die Schnee­massen, die die Lawine in die Höhe warf, verdeckten alles wie mit einer riesigen Wolke, und er konnte nichts erkennen. Die Sorge um Janet ließ ihm die Minuten wie Ewigkeiten erscheinen. Endlich begann der Wind nachzulassen, das Getöse der stürzenden Felsen hörte auf, und die Schneemassen schienen sich ausgetobt zu haben. Sie ließen nun eine weite Strecke kahler Fel­sen an dem Bergesabhang zurück, und in dessen Mitte war ein breiter weißer Streifen, den Nick sofort als Eis erkannte. Der gewaltige Druck der Lawine hatte den darunter liegenden Schnee zu Eis verwandelt. Als,

Nick nun wagte, langsam und vorsichtig vorwärts zu gehen, erblickte er eine Reihe schwarzer Punkte jenseits der Lawinenstraße. Der Anblick erfüllte sein Herz mit Freude, denn er wußte, daß es die Karawane war, die er suchte.

In dreiviertel Stunden hatte er die ihm am nächsten liegende Seite der Lawinenstraße erreicht. Dort lag nun der Schnee in phantastischen Formen hochgestapelt gleich einem Tempel mitten auf seinem Weg. Es gab keine Möglichkeit, hindurch oder hinüber zu kommen, die leiseste Berührung hätte auch die Massen wieder in Bewegung bringen können. Verzweifelt begann er den Abhang dahinter hinaufzuklettern, während er ängstlich alle Schneemassen vermied. Aus Händen und Knien kam er endlich an den Eisstreifen und kroch, noch immer auf allen vieren, und kaum zu atmen wagend, hinüber, bis er glücklich eine Strecke kahlen Felsens auf der anderen Seite davon erreichte. Diesen kroch er mit größter Vorsicht hinunter, bis er an eine Stelle kam, von wo aus er die Fußspuren wieder sehen konnte, und als er sich behutsam wieder in den Schnee gleiten ließ, stieß er ein inbrünstiges „Gott sei gelobt!" aus.

Eine Sekunde darauf schlug ein wilder, heiserer Schrei an sein Ohr. Er drehte sich rasch um und sah, wie ein Mann sich hinter einem der Schneehaufen er­hob, die die Lawine zurückgelassen hatte. Er war ohne Hut, Blut floß aus einer Wunde an der totirn, und in den Augen, die Sheroington anftarrten, war ein Aus­druck wahnsinniger Verzweiflung. Es dauerte eine Se­kunde, ehe Sheroington den Mann erkannte, dann aber rief er mit einer Stimme, die vor verhaltenem Zorn bebte:

„Craydon! Bei — —*

Nick griff rasch nach seinem Gewehr, und Husky Craydon stürzte blindlings und fluchend auf Nick zu. Dann, ’ ehe Sheroington sein Gewehr schußbereit ma­chen konnte, stolperte der daoonlausende Craydon über ein Stück Felsen, das die Lawine auf den Weg ge­worfen hatte und fi-l hin. In der nächsten Sekunde versank er mit einem entsetzten und angstvollen Schrei in den Abgrund.

(Fortsetzung folgt)