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Frankfurter Radio-Programm

Zeitfragen.

18.30: Südwestdeutscher Rundfunk:

Frankfurter Börse

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Heller, der selbst ein Bauernbub ist. hat während der I n f l a t i o n in der wüstesten Weise in Wort und Schrift gegen die Bauern gehetzt In Versammlungen und in seinem „Neuen Volk" hat er damals die Bauern als Prasser und Ausbeuter der Not des übrigen Volkes hingestellt. Er stellte Behauptungen auf, als ob alle Bauern ihr Papier­geld in silbernen Löffeln, in Klavieren, feinem Mö­bel, Fahrrädern und dergleichen anlegen würden. Wenn man sein Blatt las, mußte man zu dem Glauben kommen, daß in jedem Bauernhaus ein Warenlager sei. Ja, er entblödete sich nicht, in ei­ner Versammlung im Ochsenfurter Gau die Lebens­weise seiner Schwester auf dem elterlichen Anwesen in Gegensatz zu stellen zur Ernährungsweise in den Städten. Derselbe Herr Heller, der in der Infla­tion als Bauernfeind auftrat, stellt sich heute den

Hüter der christlichen Weltanschauung und des nach unserer Anschauung einzig richtigen kathol. Christentums sind die katholischen Bischöfe, so­lange sie in Uebereinstimmung mit dem Papst 'm Rom sind. Wiederholt mußten die katholischen Bi­schöfe gegen die Gedankengänge der Heller'schen Christlichsozialen Partei auftreten und eine ganze Reihe deutscher Bischöfe haben ihren Geistlichen jede Betätigung an der Christlichsozialen Reichspartei verboten und ihre Gläubigen vor dem Eintritt und vor der Mitarbeit in der Christlichsozialen Reichs­partei gewarnt. Ntehr braucht ein gläubiger Katholik nicht zu wissen, um selbst entscheiden zu können, wohin er gehört, auf die Seite der kathol. Bischöfe, oder auf die Seite des Herrn Heller.

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letzten halben Jahre hätte nicht ge­macht werden können ohne die Unter- stützung der übrigen Berufs stände. Würden eines Tages in den großen Parteien keine Landwirte mehr vertreten sein, dann wäre das agrarpolitische Interesse dieser Parteien ge- schwächt. Das würde sich um so schlimmer aus­wirken, als, wie bereits oben dargelegt, d i e Landwirte sogar berufsständisch zer­splittert sind. Selbst wenn sie alle eine par­teipolitische Berufspartei wählen würden, blie­ben sie in der Minderheit. Wenn sich nun diese Minderheit noch in drei Parteien spaltet, ist sie erst recht zur Ohnmacht verurteilt. Das Land­volk würde von einer derartigen Situation unge­heuren Schaden haben, und die Folgen für die Agrarpolitik des Reiches würden verheerend sein.

Dabei liegt noch Die große Gefahr vor, daß berufsständische Parteien sich einseitig orientieren. Bei den letzten Wahlen zeigte sich diese Einseitig­keit in außerordentlich hohem Maße. Die da­mals begonnene Radikalisierung des Bauernstandes wird fetzt von den Na­tionalsozialisten fortgesetzt. Jeder ein­sichtige Landwirt aber wird zugeben, daß eine Radikalisierung, sei es von rechts oder links, nicht zum Segen der Landwirtschaft gereichen kann.

„Der Dauer soll nur durch den Bauern vev° treten werden", hieß es in der Wahlagitation der Landvolkleute bei der vorigen Wahl. Daß praktisch im Parlament die Dinge anders cms- gesehen haben, ist zum verschiedensten Male schon öffentlich gesagt worden. Aber auch jetzt scheint zwischen dem, was im Lande den Bauern gesagt und dem, was oben getan wird, ein Unterschied zu bestehen. Die Reichsliste der Landvolkpartei zeigt eine große Reihe Namen, u. a. Graf Westarp, Treviranus, Lindeiner-Wildau und Lam­bach, die mit der Landwirtschaft direkt nichts zu tun haben. Herr Lambach ist sogar Gewerk­schaftsführer. Diese Abgeordneten gehören zwar der volkskonservativen Vereinigung an, jedoch ist die Landvolkliste mit ihnen verbunden. Dadurch geben die Landvolkleute schon in­direkt zu, daß sie, allein und auf sich selbst gestellt, nichts erreichen kön­nen.

Die Landvolkpartei arbeitet wie alle einseiti­gen Berufsparteien etwas stark mit Bluff.

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20.15: (Stuttgart): Konzert des Philharmonischen Or­chesters — 21.45: Südfunk (Stuttgart): Der brüllende Notgroschen, Groteske. — 22.10: Südfunk (Stuttgart): Beethoven-Sonaten. — 23: Nachrichten, Sportbericht, Wettermeldungen.

Samstag, 13. September 1930.

5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (21. Glucker). — 6.30: Südwestdeut­scher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad

In der „Nassauischen Bauernzeitung" vom 4. September wird unter der Ueberschrift „Alle übri­gen Parteien vernachlässigen die Landwirtschaft" gesagt: „der Wahlvorschlag der Zentrumspartei führe erst an 29. Stelle einen Landwirt auf. Das stimmt nicht. Auf der Reichsliste der Zentrums­partei steht, wenn man die ersten vier Kandida- beiten, die in ihrem Wahlkreise gewählt werden, außer Betracht läßt, an der 9. Stelle ein Land­wirt. Es ist der Vertreter des Deutschen Bauern­bundes, der auf dem Gebiete der Siedlung per­sönlich schon außerordentlich viel geleistet hat, in­dem er mehrere tausend Siedler durch eine eigene Siedlungsgenossenschaft mit Erfolg angesiedelt hat. Dieser Mann ist von den Landwirten selbst vor- geschlagen worden, er steht nicht an 29., sondern an 9. Stelle. D i e „Nassauische Bauern- z eitung" hat sich also um glatt 20 Stel- len verzählt. Das dürfte eigentlich nicht Vor­kommen. Die „Nassauische Bauernzeitung" hütet sich, die Wahlkreislisten des Zentrums zu be­sprechen, dann müßte sie nämlich zugeben, daß i n jedem Wahlkreis, in dem mehr als ein Kandidat gewählt wird, ein Ver­treter der Landwirtschaft an sicherer Stelle steht. Die nächste Reichstagsfraktion des Zentrums wird unter etwa 64 Abgeordneten mindestens 14 Vertreter der Land­wirtschafthaben. Das sind fast 25 Prozent. Wer mit solchen Behauptungen arbeitet, wie es die Landvolkpartei in diesem Falle getan, dessen Vertrauen zu seinen eigenen Argumenten kann nicht allzu groß sein.

Die berufsständischen Parteien laufen Gefahr, das Kulturelle zu vernachlässigen. Man kann der Landvolkpartei in Nassau ins Stammbuch schreiben, daß sie einen katholischen Bau­ern erst an die dritte Stelle ihrer Liste gesetzt hat. Dabei ist doch in Nassau ein großer Prozentsatz der Bauern katholisch. Da die Land­volkpartei nur ein Mandat durchbringt, wird der katholische Dauer nicht gewählt. Auch auf der Reichsliste der Landvolkpartei habe ich an aussichtsreicher Stelle einen

Schriftleiter: Dr. phil. Johanne» Krame«.

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Bauer und Wahlen.

Von Direktor Dr. G r a ß, M. d. L.

Die Wirtschaftsnot der Nachkriegszeit hat man­chen Berufsstand dazu gebracht, sich auch im Par­lament beruflich zu organisieren. Man har Be­rufsparteien aufgestellt. Zuerst begannen damit die Mittelständler. Die Bauern folgten ihnen nach durch die Gründung der Christlich-Nationalen Bauern- und Landvolkpartei.

Wer nun die zugelassenen Listen zur dies­jährigen Reichstagswahl durchsieht, wird einiger­maßen in Erstaunen versetzt. Von den siebenund­zwanzig eingereichten Vorschlägen sind nicht weni­ger als drei Bauernparteien, die sich um die Stimmen der Landwirtschaft bewerben. Die Deutsche Landvolkpartei, die Deutsche Bauernpar­tei und der Landbund. Dazu tritt als auffallend noch die Tatsache, daß große Provinzialverbände des Landbundes, zum Beispiel Pommern und Mecklenburg, erklärt haben, eigene Listen deshalb nicht aufzustellen, weil sie der Meinung sind, daß das Landvolk seine Ziele nur innerhalb der großen Parteien durchsetzen kann.

Wir > sehen im Landbund die außer­ordentlichinteressante Tatsache, daß seine Führer über die Art der Ver­tretung im Parlament sich in keiner Weise einig sind. Der Führer des Rheini­schen Landbundes, Herr Schwecht, ist Kandidat der Hugenbergpartei, während sein Kollege in der Landbundführung, Hepp, Kandidat der Landvolkpartei ist. Graf Westarp hat sich ebenfalls gegen eine gesonderte Be- rufspartei des Landvolkes ausgesprochen mit der Begründung, das bedeute eine Schwächung der bürgerlichen Posi­tion. Herr Schiele, der jetzige Reichsernährungs­minister, hat vor einem halben Jahr noch mit aller Schärfe erklärt, eine gesunde Agrarpolitik sei nur dann zu machen, wenn die Bauern ihre Der- treter in den großen Parteisn hätten. Dadurch würden Querverbindungen geschaffen, sagt er, mit denen man eine erfolgreiche Stellungnahme zur Agrarpolitik in den einzelnen Fraktionen herbei­führen kann.

Das, was Herr Schiele damals sagte, gilt auch heute noch. Die erfolgreiche Agrar­politik der Regierung Brüning im

Was nun die Einstellung Hellers und feiner Tra- bl0Td bauten zur Bauernschaft angeht, so stellen wir folgende Tatsachen fest: |

Industrie-Aktien

Adt tiebr. All?. Elektr. Ges. Bad Salzschlirf Cem. Heidelberg Contin. Ges. Daimler D. Erdöl Bert D. Scheideanstalt Dflrkoppwcrke Eisenw. Kaisers!. Elektr. Lief.

Elektr. Licht u. Kraft Farbenindustrie Filzfabrik Fulda Frankfurter Gas Frankfurter Hof Pokorny * Witt Goldschmidt Hummersen Holzmann Pb. Kammg. Kaisers!

Konsv. Braun Lahmeyer & Co. Lingel. Schuht Mainkraftw Motoren Oberursel N.S.U. (Neckarfz.) Schuhstoff Fulda Siem. & Halske Sadd. Zucker A.-G V. Faßt Cassel Wayß 4 Freytag Zellst Aschaffenb Zellst. Waldhof

Bergwerks-Aktien

Buderus Eisenw Gelsenk. Bergw.

Harpener Bergbau Ilse Bergbau Kali Aschersleben Mannesmann Riebeck

V. Laurahütte

Staatspapiere

6»,o Reicnsanleihe An! Abi. Schuld do. oh. Ausl.

V/o Oestr. Goldr.

4-5, Ungarn Goldr

9old. Pfdbr. u. An!

1 Pr. Ldspfbr.

R. XIII und XV 8 Pr. Ldspfbr.

R. XVII und XVIII 8Pr. Goldkom-H-XVl so-o Frei. Hyp.-B.

Gold.-Pfdb R. XII1 #>'o Frkf. Pfdb.-B.

Gold.-Pfdb. E. XV 8°/oL.lCKasB.G.K.Obl

L. Kr. Kass.

Gold-Pfdb. 26 R. 1 Wo L. Kr. Kass.

Gold-Pfdbr. 26 Et 2 7% L. Kr. Kass.

Gold-Pfdbr. 27 R 4 *> -> Mein. Hyp.-B. Gold-Pfdbr. EJCVni

Bankaktien

Commerzbank Danatbank Deutsche Bank D. Eft u. W.Bk Diskonto-Ges. Dresdner Bank Frankfurter Bank Krankt Hyp.-Bank Meininger Hyp.-Bk. Reichsbank Westbank Frankl

Aktien dtsch. Transp.- Anstalten

Lass. Strassenbahn

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„Balzac", Bortrag. — 19.05: Südwestdeutscher Rund­funk: Französischer Sprachunterricht. — 19.30: Südwest­deutscher Rundfunk: Die Instrumente des Orchesters 2. Vortrag: Violoncello, Viola da Gamba, Contrabaß, Hans Rosbaud. — 20: Südwestdeutscher Rundfunk: Literarische Veranstaltung. — 20.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Konzert des Rundfunkorchesters. — 22: Briefkasten. — 22.30: Nachrichten, Sportbericht, Wetter­meldungen.

Freitag, 12. September 1930.

5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). — 6.30: Südwestdeut­scher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad

Neuenahr): Konzert des Kurorchesters. — 11.45: Werbe- konzert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschafts- Meldungen, Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetter­bericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeut­scher Rundfunk: Schallplattenkonzert. Bachkonzert. — (Fortsetzung). — 14—14.15: Werbekonzert (Fortsetzung). — 14.40: Nachrichtendienst. — 14.50: Zeitangabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15: Südwestdeutscher Rund­funk: Erziehung und Bildung. — Elternstunde. „Der Schutzmann und andere Scheckgestalten für die Kinder", Vortrag. — 15.25: Südwestdeutscher Rundfunk (Kassel): Erziehung und Bildung. Pädagogischer Rundfunk — „Die Gestaltung des Physikunterrichts im Sinne des Ar­beitsunterrichts", Vortrag. — 16: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad Neuenahr): Konzert des Kurorchesters. — 17.45: Wirtfchaftsmeldungen. — 17.50: Eine Viertel­stunde der Deutschen Reichspost: „Der Fernsprechschnell­verkehr", Vortrag. — 18.05: Südwestdeutscher Rundfunk: Buch und Film. — Ein Weltreich und seine Probleme. — 18.30: Zeitangabe, evtl. Bekanntgabe von Programm- änderungen. — 18.35: Südfunk (Stuttgart): Der Aufbau unseres Sternsystems, Vortrag. — 19: Zeitangabe, Wet­tervoraussage, Wirtschaftsmeldungen. — 19.05: Südfunk (Stuttgart): „Wirtschaft und Leben", Vortrag. — 19.30: Südfunk (Stuttgart): Mandolinen-Musik des Mando-

linen-Musik des Mandolinen- und Gitarren-Vereins I äaHaw ««h XU

„Odeon" — 20- Südfunk (Stuttgart): Anekdoten. — I yCUCt UtlO OW ÖOÜCttl

Bauern« I sB a u e rnf r e u n h vor Er», lenige, der für den E u r o p ä i s ch e n B

°ngreß in Deutschland geworben ??r » gehört auch heute noch dem Reick-^M Bauernkomitee an und ebenfalls sein M Trabant Feltrin. Der EurZä!sch?Lu?rSu^ und die von ihm aufgezogene Organisation

o m m u ni st i s ch. Herr Heller und leine ten leugnen das. Maßgebend ist aber was der Herr Heller behauptet sondern h* der Europäische Bauernkongreß verhandeltet d'eser Tagung, die tn Berlin vom 27. bis 29 1930 tm Logenhaus, Kurfürstenstraße 116 funbeu I>at, wurde über einen Resolutionsen?^ verhandelt, in welchem ü b e r d a s V e r u zum Bolschewismus u nd Ruß ?an ta­gende Satze standen:

„Unsere Kampfmethode, das Bündnis J dem Proletariat, ist die Methode der sisor°;^ Revolution der Arbeiter und Bauern der der Sozialistischen Sowjet-Republik die imstande ist, die Krise des Kapitalismus unhk Krise der werktägigen Bauernmassen vom St™* punkt der Arbeitenden zu lösen. Wir bekenn uns zu dieser Kampfmethode ohne Sorbebaltm» unbekümmert darum, daß dadurch unsere n^ teilose Bewegung von unseren Feinden als schewistlsch' bezeichnet wird. Wir weisen bormrf hin, daß die Millionen werktätiger Bauernd zaristischen Rußland, die das Joch im aemriS samen Kampf mit dem Proletariat abgefebütttff haben, vor der Revolution keine Bolschewist»» waren und es heute noch nicht sind."

Weiter heißt es:

,Der Europäische Bauernkongreß begrüßt di. Erklärung des internationalen Bauernra^ (Moskau), daß die Ziele, Prinzipien und thoden des Europäischen Bauernkongresses seinen eigenen grundsätzlich übereinstimmm 3W Europäische Bauernkongreß erklärt, daß erdicht die Absicht hat, um die Gewinnung der Bauerm massen und die Beeinflussung ihres Kampfes mit dem internationalen Bauernrat zu wetteifern «. schweige denn einen Wettkampf gegen den ternationalen Bauernrat zu führen und daß er sich als notwendige Ergänzung der Arbeit des internationalen Bauern-Rates in Europa be. trachtet." —

katholischen Landwirt noch nicht ge­sehen. Wenn der Einfluß der katholischen Bau­ern in einer berufsständischen Partei so gering ist, wie das bei der Landvolkpartei im Preußischen Landtage der Fall war, wenn in einer solchen Fraktion nur zwei Katholiken sind, dann ereignen sich Dinge, wie beim Abschluß des preußi­schen Konkordats, daß eine Partei, die des Christliche in ihrem Namen hat, Seite an Seitemitden Kommu nisten gegen den — 15.50: Wirtschaftsmeldungen. — 15.55: Gießener I Abschluß eines Staatsvertrages mit Wetterbericht. — 16: Südfunk (Stuttgart): Nachmittags- I der katholischen Kirche stimmt. Als im konzert des Rundfunkorchesters. — 17.45: Wirtschafts- Preußischen Landtag der Beschluß gefaßt wurde, Meldungen. ---17.55: Zehn Minuten Wanderratschläge I daß bei Vergebung der Lotterieeinnehmerstellen des Taunusklubs. — 18.05: Sudwestdeutscher Rundfunk: I <- ..... - ■ ......- - - ■ - 1 - - -

Montag, 8. September 1930.

5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (21. Glucker). — 6.30: Südwestdeut­scher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad

Ems): Konzert des Kurorchesters. — 11.45: Werbekon­zert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe. Wirtfchaftsmel- dungen. Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Lieder von Richard Strauß (Wunsch-Konzert). — 12.55: Nauener Zeitzei­chen. — 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Lieder von Richard Strauß (Fortsetzung). — 14—14.15: Werbekon­zert (Fortsetzung). 14.40: Nachrichtendienst. — 14.50: Zeitangabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15.50: Wirt­schaftsmeldungen. — 15.55: Gießener Wetterbericht. — 16: Südwestdeutscher Rundfunk: Konzert des Rundfunk­orchesters. — 17.45: Wirtschaftsmeldungen. — 18.05: „Die soziale Bedeutung des Zeittheaters", Vortrag. — 18.35: Südwestdeutscher Rundfunk: „Denksport", Vortr. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage und Wirtschafts­meldungen. — 19.05: Südwestdeutscher Rundfunk: Eng­lischer Sprachunterricht. — 19.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Mandolinen- und Zitherkonzert. Auf Schall­platten. — 20.15: Südwestdeutscher Rundfunk: Prozeß um eine Katzenpfote, Hörspiel. Darauf: Die Sache Lapin, Lustspiel in sieben Szenen. — 21.45: Südwestdeutscher Rundfunk: Klavier:Konzert, Franz Osborn. — 22.30: Nachrichten, Sportbericht und Wettermeldungen.

Dienstag, 9. September 1930.

5.55: Süd funk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). — 6.30: Südwestdeut­scher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad

Ems): Konzert des Kurorchesters. — 11.45: Werbekon- Zert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschaftsmel­dungen, Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rund­funk (Schlangenbad): Konzert des Kurorchesters. — 12.55: Nauener Zeitzeichen. — 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Kammermusik. (Frz. Schubert). — 14—14.15: Werbekonzert (Fortsetzung) — 14.40: Nachrichtendienst. — 14.50: Zeitangabe und Wirt­schaftsmeldungen. — 15: Südwestdeutscher Rundfunk: Hausfrauen-Nachmittag. — 15.50: Wirtfchaftsmeldungen. — 15.55: Gießener Wetterbericht. — 16: Südfunk (Stuttgart): Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. — 17.45: Wirtschaftsmeldungen. — 18.05: Südwestdeut­scher Rundfunk: „Gestaltung in Kunst und Typographie", Antrag. — 18.35: Sudfunk (Stuttgart): „Die überseei­schen Handelsunternehmungen des Großen Kurfürsten", Ertrag. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage, Wirt­schaftsmeldungen. — 19.05: „Drei große Menschenkenner. 2. Larochefaucault", Vortrag. — 19.30: Südwestdeutscher Rundfunk (Aus dem Staatstheater Kassel): Samson und Dalila, Oper in drei Akten. — 22: Harry Kalm liest aus seiner Novelle „Amerika". — 23.30: Nachrichten, Sport­bericht und Wettermeldungen.

Mittwoch, 10. September 1930.

5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). — 6.30: Südwestdeut- fcher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad

Arrtrich): Konzert des Kurorchesters. — 10.20—10.50: Äidwestdeutfcher Rundfunk: Schulfunk. Englisch. — 1J.45: Werbekonzert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen, Nachrichtendienst. — 12.10: Reise­wetterbericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südfunk (Stuttgart): Promenadenkonzert. — 12.55: Nauener Zeit­zeichen. — 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplat­tenkonzert: Frederic Chopin. — 14—14.15: Werbekonzert (Fortsetzung) — 14.40: Nachrichtendienst. — 14 50: Zeit­angabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15: Südwestüeut- scher Rundfunk: Stunde der Jugend. — 15.50: Wirt­fchaftsmeldungen. — 15.55: Gießener Wetterbericht. — 16: Südfunk (Stuttgart): Nachmittagskonzert des Rund­funkorchesters. — 17.55: Wirtschaftsmeldungen. — 18.05: „Der Völkerbund", Vortrag. — 18.30: Zeitangabe, evtl. Bekanntgabe von Programmänderungen. — 18.35: Süd­funk (Stuttgart): Esperantokurs von Dr. Vogt. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage und Wirtschaftsmeldungen. — 19.05: Südfunk (Stuttgart): „Geschichten von der Wasserkante". — 19.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Unterhaltungskonzert, — 20.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Künstler-Anekdoten. — 21.15: Südfunk (Stuttgart): Volkschöre. — 22: Südfunk (Stuttgart): Französische Lieder. — 22.45: Nachrichten» Sportbericht und Wettermeldungen.

Donnerstag, 11. September 1930:

5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (21. Glucker). — 6.30: Südwestdeut- scher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad

Bertrich): Konzert des Kurorchesters. — 11.45: Werbe- konzert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschafts­meldungen, Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbe­richt. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Konzert. — 12.55: Nauener Zeitzeichen. — 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Konzert (Fortsetzung). — 14—14.15: Werbekonzert (Fort­setzung). — 14.40: Nachrichtendienst. — 14.50: Zeitan­gabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15: Südfunk (Stutt­gart): Stunde der Jugend. „In der Heimat ist es fchön".

Zum Sireifzug der Christlich-sozialen Reichsparlei in das Fuldaer Land.

Die von Herrn Vitus Heller in Würzburg ge­gründete Christlichsoziale Partei, deren Spitzsn- Kandidat im Fuldaer Land bekanntlich Herr Balthasar Mihm ist, spielt sich nicht nur als die einzig wahre Vertreterin des Christentums und der christlichen Weltanschauung auf, sondern auch als einzig wahre Vertreterin des Bauern-

(x) Wähle A Boden pflege V die Markey UHU Mehllpulz

Neuenahr): Konzert des Kurorchesters. — 10.20—10.50: I standes. Das geht natürlich nicht ab, ohne daß die Sudwestdeutscher Rundfunk: Schulfunk. — Auslands- I bestehenden christlichen Parteien und die Führer der Deutschtum: „Meine Erinnerungen als deutsches Schul- Bauern geschmäht und gelästert und mit faustdicken madel tn Palästina , Vortrag. — 11.45: Werbekonzert I aüaen t^Ieat werden Es wird Darum mit s-i» (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen, ^oen Es wird Darum gut fein,

Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: I € nP1?^. &ie wirkliche Einstellung des Herrn Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: I Heller und seiner von ihm unterrichteten Trabanten Schallplattenkonzert: Schlager von heute und gestern. I 3ur christlichen Weltanschauung und zur Banern- — 12.55: Nauener Zeitzeichen. — 13: Südwestdeutscher | frage gekennzeichnet wird.

Rundfunk: Schlager von heute und gestern (Fortsetzung). — 14.10: Werbekonzert (Fortsetzung). — 14.30: Süd- westdeutscher Rundfunk: Stunde der Jugend. — 14.25: Aus Spiel und Sport: „Vom Segelflugsport", Gespräch zwischen Sportlehrer Heinrich Dippel und einem Schüler. 15.30: Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen u. Nachrichten­dienst. — 15.55: Gießener Wetterbericht. — 16: Süd­westdeutscher Rundfunk: Konzert des Rundfunkorchesters. — 17.45: Wirtschaftsmeldungen. — 18.30: Zeitangabe, evtl. Bekanntgabe von Programmänderungen. — 18.35: Südwestdeutscher Rundfunk: Stunde der Arbeit. — „Ge­sundheitspflege der arbeitenden Frau", Vortrag. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage, Wirtschaftsmeldungen. — 19.05: Südwestdeutscher Rundfunk: Spanischer Sprach­unterricht. — 19.30: Südfunk (Stuttgart): Buntes Kon­zert des Rundfunkorchesters. — 20.45: Südfunk (Stutt­gart): Streichquartett Nr. 5 D-Dur, op. 64 (Lerchen­quartett) von Joseph Haydn. — 21.10: Südfunk (Stutt­gart): Bootleggers. Hörspiel von Werner Illing. — 22: Nachrichten, Sportbericht, Wettermeldungen. — 22.20: Südfunk (Stuttgart): Alte Tänze auf Schallplatten. — 23.20: Süd funk (Stuttgart): Tanzmusik.

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Der Inhalt dieser Entschließung beweist klipp und klar, baß der von Herrn Heller empfohlene und mitgefiihrte Europäische Vauernkongreß nichts an» beres ist wie eine Filiale des Bolschewia stischen internationalen Bauernra» t e s i n M o s k a u und baß bie ganze Organisation auf rein kommunistischen Ideen aufgebaut ist. Das geht ja schon daraus hervor, daß der Vor- „ , sitzende des Europäischen Bauernkongresses der

Parität gewahrt werden sollte, das heißt, daß die I Schriftsteller Harry Richter, ständiger Korrespon- Katholiken entsprechend ihrer Stärke berücksichtigt dent und Vertreter des offiziellen ' Organs der werden sollten, stimmte die Christlich-Nationale I Wolgadeutschen Sowjetrepublik ist.

Bauernpartei mit Ausnahme eines Abgeordneten Wenn unsere Bauern wollen, daß sie von gegen diesen Grundsatz. der Last ihres Privateigentums be-

Man sieht daraus, wie berufsständische Par- I freit und aus selbständigen Bauern zuStaa ts- teien nicht nur in wirtschaftspolitischer, sondern I arb eitern auf ihrem früheren eigenen Grund auch in kulturpolitischer Beziehung der Gefahr I und Boden gemacht werden, können sie ruhig für der Einseitigkeit unterliegen. I die Christlichsoziale Partei des Herrn Heller stim-

Der katholische Dauer wird gut daran tun, die snen und arbeiten. Wenn Herr Heller und seine die Partei zu stärken' I Trabanten einmal tn die Lage kommen, die Sej-

die ihm in ihren eiaenen Reiben einen aroßen nungen, welche die Bolschewisten den russischen Einsluß^einaeräum" hat ’ 9 8 Bauern gebracht haben auch den deutschen Bau-

L," ern 8u bringen, bann werben allerdings un-

t*521-ts*.$?r„ün’n9 in der deut- I ssyen deutschen Bauern bie Augen ausgehen, scheu Agrarpolitik eine entscheidende I ager bann wird es zu spät fein, wie es heute zu Wendung herbeigefuhrt hat, I spät ist für die russischen Bauern. Wenn auch heute

die mit allen Kräften dafür gesorgt hat, daß die I noch Heller'sche Trabanten, wie der Herr Silber- Regierung Brüning mit Machtmitteln ausgestattet sack jüngst in Fladungen, erklären, daß die De- worden ist, die sie in den Stand gesetzt hat, zoll- I richte über Rußland nicht richtig seien, so braucht politische Maßnahmen jeweils ent- ! demgegenüber nur darauf hingewiesen zu werden, sprechend der agrarpolitischen Lage I daß der beste Beweis für die Wahrheit bieftr zu ergreifen, I Berichte die Hungersnot in Rußland ist und

die auf Grund ihrer Zusammensetzung in der I die krampfhaften Slnftrengungen der Sowjet-Re- Lage ist, die Mithilfe aller Berufs- publik, mit den schärfsten Mitteln, selbst mit der stände für agrarpolitische Maßnah- I Todesstrafe, die Bauern zu zwingen, das not- men einzusetzen. I wendige Brot und Verpflegung für die hungernde

Der katholische Bauer hat allen Grund, Bevölkerung zu erzeugen. Bis jetzt allerdings dem Zentrum die Treue zu halten. I ohne regltchen Erfolg.

«H.i,. i,\„ «.rin.. I Darum mögen sich die Bauern von christlich

^^Eehr von den Splitter- I verbrämten Phrasen und Schlagworten des Herrn

"aL/.. „ , , c , | Heller und seiner Trabanten nicht irreführen

Stärkung der Partei der staats- I lassen, denn hier handelt es sich nicht um Leuten

bejahenden Mitte! I welche das Wohl des Bauernstandes fördern,

Treue dem Zentrum! I sondern um Leute, die entweder bewußt oder

— I unbewußt den Bauernstand im Interesse der

kornrnunistischen Ideen ins Unglück stürzen.

Berliner

5. September

6 September

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16,46

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21,99

21,95

21,99

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Dänemark

112,22

112,44

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Norwegen

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112,41

112,21

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Schweden

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112,86

112,62

112,84

Prag

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12,46

12,44

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Wien

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69,21

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