Frankfurter Radio-Programm
Zeitfragen.
18.30: Südwestdeutscher Rundfunk:
Frankfurter Börse
6. »
6. 9.
6 9
6 9
18^
25,0
134,88
133,0
-
87,75
62,05
18,50
137,0
26,5
101,0
101,0
97,5
101,0
101,75
97,5
97,25
94,25
100,75
87,75
62,35
8,10
61,25
108,75
222,0
200,5
140,0
152,0
97,5
97,25
94,5
100,75
60,0
91,25
92,0
101,0
101,0
97,5
101,0
100,75
60,0
91,0
90,87
127,5
181,0
123,75
104,0
123,75
124,0
99,0
158,0
160,0
2ö0,d
90,0
28,5
73,0
141,0
79,35 126,0
27,5
195,28
127,5
182,0
123,0
104,0
123,0
123,0
99,0
158,5
162,6
251,0
90,0
Heller, der selbst ein Bauernbub ist. hat während der I n f l a t i o n in der wüstesten Weise in Wort und Schrift gegen die Bauern gehetzt In Versammlungen und in seinem „Neuen Volk" hat er damals die Bauern als Prasser und Ausbeuter der Not des übrigen Volkes hingestellt. Er stellte Behauptungen auf, als ob alle Bauern ihr Papiergeld in silbernen Löffeln, in Klavieren, feinem Möbel, Fahrrädern und dergleichen anlegen würden. Wenn man sein Blatt las, mußte man zu dem Glauben kommen, daß in jedem Bauernhaus ein Warenlager sei. Ja, er entblödete sich nicht, in einer Versammlung im Ochsenfurter Gau die Lebensweise seiner Schwester auf dem elterlichen Anwesen in Gegensatz zu stellen zur Ernährungsweise in den Städten. Derselbe Herr Heller, der in der Inflation als Bauernfeind auftrat, stellt sich heute den
Hüter der christlichen Weltanschauung und des nach unserer Anschauung einzig richtigen kathol. Christentums sind die katholischen Bischöfe, solange sie in Uebereinstimmung mit dem Papst 'm Rom sind. Wiederholt mußten die katholischen Bischöfe gegen die Gedankengänge der Heller'schen Christlichsozialen Partei auftreten und eine ganze Reihe deutscher Bischöfe haben ihren Geistlichen jede Betätigung an der Christlichsozialen Reichspartei verboten und ihre Gläubigen vor dem Eintritt und vor der Mitarbeit in der Christlichsozialen Reichspartei gewarnt. Ntehr braucht ein gläubiger Katholik nicht zu wissen, um selbst entscheiden zu können, wohin er gehört, auf die Seite der kathol. Bischöfe, oder auf die Seite des Herrn Heller.
140,6
162,75
letzten halben Jahre hätte nicht gemacht werden können ohne die Unter- stützung der übrigen Berufs stände. Würden eines Tages in den großen Parteien keine Landwirte mehr vertreten sein, dann wäre das agrarpolitische Interesse dieser Parteien ge- schwächt. Das würde sich um so schlimmer auswirken, als, wie bereits oben dargelegt, d i e Landwirte sogar berufsständisch zersplittert sind. Selbst wenn sie alle eine parteipolitische Berufspartei wählen würden, blieben sie in der Minderheit. Wenn sich nun diese Minderheit noch in drei Parteien spaltet, ist sie erst recht zur Ohnmacht verurteilt. Das Landvolk würde von einer derartigen Situation ungeheuren Schaden haben, und die Folgen für die Agrarpolitik des Reiches würden verheerend sein.
Dabei liegt noch Die große Gefahr vor, daß berufsständische Parteien sich einseitig orientieren. Bei den letzten Wahlen zeigte sich diese Einseitigkeit in außerordentlich hohem Maße. Die damals begonnene Radikalisierung des Bauernstandes wird fetzt von den Nationalsozialisten fortgesetzt. Jeder einsichtige Landwirt aber wird zugeben, daß eine Radikalisierung, sei es von rechts oder links, nicht zum Segen der Landwirtschaft gereichen kann.
„Der Dauer soll nur durch den Bauern vev° treten werden", hieß es in der Wahlagitation der Landvolkleute bei der vorigen Wahl. Daß praktisch im Parlament die Dinge anders cms- gesehen haben, ist zum verschiedensten Male schon öffentlich gesagt worden. Aber auch jetzt scheint zwischen dem, was im Lande den Bauern gesagt und dem, was oben getan wird, ein Unterschied zu bestehen. Die Reichsliste der Landvolkpartei zeigt eine große Reihe Namen, u. a. Graf Westarp, Treviranus, Lindeiner-Wildau und Lambach, die mit der Landwirtschaft direkt nichts zu tun haben. Herr Lambach ist sogar Gewerkschaftsführer. Diese Abgeordneten gehören zwar der volkskonservativen Vereinigung an, jedoch ist die Landvolkliste mit ihnen verbunden. Dadurch geben die Landvolkleute schon indirekt zu, daß sie, allein und auf sich selbst gestellt, nichts erreichen können.
Die Landvolkpartei arbeitet wie alle einseitigen Berufsparteien etwas stark mit Bluff.
48,0
22,0
56,0
82,25
85,0
42,0 158,25
79,5
122,0
124,0
27,5
195,12
196,0
15,0
20.15: (Stuttgart): Konzert des Philharmonischen Orchesters — 21.45: Südfunk (Stuttgart): Der brüllende Notgroschen, Groteske. — 22.10: Südfunk (Stuttgart): Beethoven-Sonaten. — 23: Nachrichten, Sportbericht, Wettermeldungen.
Samstag, 13. September 1930.
5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (21. Glucker). — 6.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad
In der „Nassauischen Bauernzeitung" vom 4. September wird unter der Ueberschrift „Alle übrigen Parteien vernachlässigen die Landwirtschaft" gesagt: „der Wahlvorschlag der Zentrumspartei führe erst an 29. Stelle einen Landwirt auf. Das stimmt nicht. Auf der Reichsliste der Zentrumspartei steht, wenn man die ersten vier Kandida- beiten, die in ihrem Wahlkreise gewählt werden, außer Betracht läßt, an der 9. Stelle ein Landwirt. Es ist der Vertreter des Deutschen Bauernbundes, der auf dem Gebiete der Siedlung persönlich schon außerordentlich viel geleistet hat, indem er mehrere tausend Siedler durch eine eigene Siedlungsgenossenschaft mit Erfolg angesiedelt hat. Dieser Mann ist von den Landwirten selbst vor- geschlagen worden, er steht nicht an 29., sondern an 9. Stelle. D i e „Nassauische Bauern- z eitung" hat sich also um glatt 20 Stel- len verzählt. Das dürfte eigentlich nicht Vorkommen. Die „Nassauische Bauernzeitung" hütet sich, die Wahlkreislisten des Zentrums zu besprechen, dann müßte sie nämlich zugeben, daß i n jedem Wahlkreis, in dem mehr als ein Kandidat gewählt wird, ein Vertreter der Landwirtschaft an sicherer Stelle steht. Die nächste Reichstagsfraktion des Zentrums wird unter etwa 64 Abgeordneten mindestens 14 Vertreter der Landwirtschafthaben. Das sind fast 25 Prozent. Wer mit solchen Behauptungen arbeitet, wie es die Landvolkpartei in diesem Falle getan, dessen Vertrauen zu seinen eigenen Argumenten kann nicht allzu groß sein.
Die berufsständischen Parteien laufen Gefahr, das Kulturelle zu vernachlässigen. Man kann der Landvolkpartei in Nassau ins Stammbuch schreiben, daß sie einen katholischen Bauern erst an die dritte Stelle ihrer Liste gesetzt hat. Dabei ist doch in Nassau ein großer Prozentsatz der Bauern katholisch. Da die Landvolkpartei nur ein Mandat durchbringt, wird der katholische Dauer nicht gewählt. Auch auf der Reichsliste der Landvolkpartei habe ich an aussichtsreicher Stelle einen
Schriftleiter: Dr. phil. Johanne» Krame«.
47,»
56,0
81,5
85,0
41,5
Bauer und Wahlen.
Von Direktor Dr. G r a ß, M. d. L.
Die Wirtschaftsnot der Nachkriegszeit hat manchen Berufsstand dazu gebracht, sich auch im Parlament beruflich zu organisieren. Man har Berufsparteien aufgestellt. Zuerst begannen damit die Mittelständler. Die Bauern folgten ihnen nach durch die Gründung der Christlich-Nationalen Bauern- und Landvolkpartei.
Wer nun die zugelassenen Listen zur diesjährigen Reichstagswahl durchsieht, wird einigermaßen in Erstaunen versetzt. Von den siebenundzwanzig eingereichten Vorschlägen sind nicht weniger als drei Bauernparteien, die sich um die Stimmen der Landwirtschaft bewerben. Die Deutsche Landvolkpartei, die Deutsche Bauernpartei und der Landbund. Dazu tritt als auffallend noch die Tatsache, daß große Provinzialverbände des Landbundes, zum Beispiel Pommern und Mecklenburg, erklärt haben, eigene Listen deshalb nicht aufzustellen, weil sie der Meinung sind, daß das Landvolk seine Ziele nur innerhalb der großen Parteien durchsetzen kann.
Wir > sehen im Landbund die außerordentlichinteressante Tatsache, daß seine Führer über die Art der Vertretung im Parlament sich in keiner Weise einig sind. Der Führer des Rheinischen Landbundes, Herr Schwecht, ist Kandidat der Hugenbergpartei, während sein Kollege in der Landbundführung, Hepp, Kandidat der Landvolkpartei ist. Graf Westarp hat sich ebenfalls gegen eine gesonderte Be- rufspartei des Landvolkes ausgesprochen mit der Begründung, das bedeute eine Schwächung der bürgerlichen Position. Herr Schiele, der jetzige Reichsernährungsminister, hat vor einem halben Jahr noch mit aller Schärfe erklärt, eine gesunde Agrarpolitik sei nur dann zu machen, wenn die Bauern ihre Der- treter in den großen Parteisn hätten. Dadurch würden Querverbindungen geschaffen, sagt er, mit denen man eine erfolgreiche Stellungnahme zur Agrarpolitik in den einzelnen Fraktionen herbeiführen kann.
Das, was Herr Schiele damals sagte, gilt auch heute noch. Die erfolgreiche Agrarpolitik der Regierung Brüning im
Was nun die Einstellung Hellers und feiner Tra- bl0Td bauten zur Bauernschaft angeht, so stellen wir folgende Tatsachen fest: |
Industrie-Aktien
Adt tiebr. All?. Elektr. Ges. Bad Salzschlirf Cem. Heidelberg Contin. Ges. Daimler D. Erdöl Bert D. Scheideanstalt Dflrkoppwcrke Eisenw. Kaisers!. Elektr. Lief.
Elektr. Licht u. Kraft Farbenindustrie Filzfabrik Fulda Frankfurter Gas Frankfurter Hof Pokorny * Witt Goldschmidt Hummersen Holzmann Pb. Kammg. Kaisers!
Konsv. Braun Lahmeyer & Co. Lingel. Schuht Mainkraftw Motoren Oberursel N.S.U. (Neckarfz.) Schuhstoff Fulda Siem. & Halske Sadd. Zucker A.-G V. Faßt Cassel Wayß 4 Freytag Zellst Aschaffenb Zellst. Waldhof
Bergwerks-Aktien
Buderus Eisenw Gelsenk. Bergw.
Harpener Bergbau Ilse Bergbau Kali Aschersleben Mannesmann Riebeck
V. Laurahütte
Staatspapiere
6»,o Reicnsanleihe An! Abi. Schuld do. oh. Ausl.
V/o Oestr. Goldr.
4-5, Ungarn Goldr
9old. Pfdbr. u. An!
1 Pr. Ldspfbr.
R. XIII und XV 8 Pr. Ldspfbr.
R. XVII und XVIII 8Pr. Goldkom-H-XVl so-o Frei. Hyp.-B.
Gold.-Pfdb R. XII1 #>'o Frkf. Pfdb.-B.
Gold.-Pfdb. E. XV 8°/oL.lCKasB.G.K.Obl
L. Kr. Kass.
Gold-Pfdb. 26 R. 1 Wo L. Kr. Kass.
Gold-Pfdbr. 26 Et 2 7% L. Kr. Kass.
Gold-Pfdbr. 27 R 4 *> -> Mein. Hyp.-B. Gold-Pfdbr. EJCVni
Bankaktien
Commerzbank Danatbank Deutsche Bank D. Eft u. W.Bk Diskonto-Ges. Dresdner Bank Frankfurter Bank Krankt Hyp.-Bank Meininger Hyp.-Bk. Reichsbank Westbank Frankl
Aktien dtsch. Transp.- Anstalten
Lass. Strassenbahn
222,0
202,0
108,5
177,0
29,0
72,5
142,5
„Balzac", Bortrag. — 19.05: Südwestdeutscher Rundfunk: Französischer Sprachunterricht. — 19.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Die Instrumente des Orchesters 2. Vortrag: Violoncello, Viola da Gamba, Contrabaß, Hans Rosbaud. — 20: Südwestdeutscher Rundfunk: Literarische Veranstaltung. — 20.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Konzert des Rundfunkorchesters. — 22: Briefkasten. — 22.30: Nachrichten, Sportbericht, Wettermeldungen.
Freitag, 12. September 1930.
5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). — 6.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad
Neuenahr): Konzert des Kurorchesters. — 11.45: Werbe- konzert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschafts- Meldungen, Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert. Bachkonzert. — (Fortsetzung). — 14—14.15: Werbekonzert (Fortsetzung). — 14.40: Nachrichtendienst. — 14.50: Zeitangabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15: Südwestdeutscher Rundfunk: Erziehung und Bildung. — Elternstunde. „Der Schutzmann und andere Scheckgestalten für die Kinder", Vortrag. — 15.25: Südwestdeutscher Rundfunk (Kassel): Erziehung und Bildung. Pädagogischer Rundfunk — „Die Gestaltung des Physikunterrichts im Sinne des Arbeitsunterrichts", Vortrag. — 16: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad Neuenahr): Konzert des Kurorchesters. — 17.45: Wirtfchaftsmeldungen. — 17.50: Eine Viertelstunde der Deutschen Reichspost: „Der Fernsprechschnellverkehr", Vortrag. — 18.05: Südwestdeutscher Rundfunk: Buch und Film. — Ein Weltreich und seine Probleme. — 18.30: Zeitangabe, evtl. Bekanntgabe von Programm- änderungen. — 18.35: Südfunk (Stuttgart): Der Aufbau unseres Sternsystems, Vortrag. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage, Wirtschaftsmeldungen. — 19.05: Südfunk (Stuttgart): „Wirtschaft und Leben", Vortrag. — 19.30: Südfunk (Stuttgart): Mandolinen-Musik des Mando-
linen-Musik des Mandolinen- und Gitarren-Vereins I äaHaw ««h XU
„Odeon" — 20- Südfunk (Stuttgart): Anekdoten. — I yCUCt UtlO OW ÖOÜCttl
Bauern« I sB a u e rnf r e u n h vor Er», lenige, der für den E u r o p ä i s ch e n B
°ngreß in Deutschland geworben ??r » gehört auch heute noch dem Reick-^M Bauernkomitee an und ebenfalls sein M Trabant Feltrin. Der EurZä!sch?Lu?rSu^ und die von ihm aufgezogene Organisation
o m m u ni st i s ch. Herr Heller und leine ten leugnen das. Maßgebend ist aber was der Herr Heller behauptet sondern h* der Europäische Bauernkongreß verhandeltet d'eser Tagung, die tn Berlin vom 27. bis 29 1930 tm Logenhaus, Kurfürstenstraße 116 funbeu I>at, wurde über einen Resolutionsen?^ verhandelt, in welchem ü b e r d a s V e r u zum Bolschewismus u nd Ruß ?an tagende Satze standen:
„Unsere Kampfmethode, das Bündnis J dem Proletariat, ist die Methode der sisor°;^ Revolution der Arbeiter und Bauern der der Sozialistischen Sowjet-Republik die imstande ist, die Krise des Kapitalismus unhk Krise der werktägigen Bauernmassen vom St™* punkt der Arbeitenden zu lösen. Wir bekenn uns zu dieser Kampfmethode ohne Sorbebaltm» unbekümmert darum, daß dadurch unsere n^ teilose Bewegung von unseren Feinden als schewistlsch' bezeichnet wird. Wir weisen bormrf hin, daß die Millionen werktätiger Bauernd zaristischen Rußland, die das Joch im aemriS samen Kampf mit dem Proletariat abgefebütttff haben, vor der Revolution keine Bolschewist»» waren und es heute noch nicht sind."
Weiter heißt es:
,Der Europäische Bauernkongreß begrüßt di. Erklärung des internationalen Bauernra^ (Moskau), daß die Ziele, Prinzipien und thoden des Europäischen Bauernkongresses seinen eigenen grundsätzlich übereinstimmm 3W Europäische Bauernkongreß erklärt, daß erdicht die Absicht hat, um die Gewinnung der Bauerm massen und die Beeinflussung ihres Kampfes mit dem internationalen Bauernrat zu wetteifern «. schweige denn einen Wettkampf gegen den ternationalen Bauernrat zu führen und daß er sich als notwendige Ergänzung der Arbeit des internationalen Bauern-Rates in Europa be. trachtet." —
katholischen Landwirt noch nicht gesehen. Wenn der Einfluß der katholischen Bauern in einer berufsständischen Partei so gering ist, wie das bei der Landvolkpartei im Preußischen Landtage der Fall war, wenn in einer solchen Fraktion nur zwei Katholiken sind, dann ereignen sich Dinge, wie beim Abschluß des preußischen Konkordats, daß eine Partei, die des Christliche in ihrem Namen hat, Seite an Seitemitden Kommu nisten gegen den — 15.50: Wirtschaftsmeldungen. — 15.55: Gießener I Abschluß eines Staatsvertrages mit Wetterbericht. — 16: Südfunk (Stuttgart): Nachmittags- I der katholischen Kirche stimmt. Als im konzert des Rundfunkorchesters. — 17.45: Wirtschafts- Preußischen Landtag der Beschluß gefaßt wurde, Meldungen. ---17.55: Zehn Minuten Wanderratschläge I daß bei Vergebung der Lotterieeinnehmerstellen des Taunusklubs. — 18.05: Sudwestdeutscher Rundfunk: I <- ..... - ■ ......- - - ■ - 1 - - -
Montag, 8. September 1930.
5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (21. Glucker). — 6.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad
Ems): Konzert des Kurorchesters. — 11.45: Werbekonzert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe. Wirtfchaftsmel- dungen. Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Lieder von Richard Strauß (Wunsch-Konzert). — 12.55: Nauener Zeitzeichen. — 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Lieder von Richard Strauß (Fortsetzung). — 14—14.15: Werbekonzert (Fortsetzung). 14.40: Nachrichtendienst. — 14.50: Zeitangabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15.50: Wirtschaftsmeldungen. — 15.55: Gießener Wetterbericht. — 16: Südwestdeutscher Rundfunk: Konzert des Rundfunkorchesters. — 17.45: Wirtschaftsmeldungen. — 18.05: „Die soziale Bedeutung des Zeittheaters", Vortrag. — 18.35: Südwestdeutscher Rundfunk: „Denksport", Vortr. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage und Wirtschaftsmeldungen. — 19.05: Südwestdeutscher Rundfunk: Englischer Sprachunterricht. — 19.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Mandolinen- und Zitherkonzert. Auf Schallplatten. — 20.15: Südwestdeutscher Rundfunk: Prozeß um eine Katzenpfote, Hörspiel. Darauf: Die Sache Lapin, Lustspiel in sieben Szenen. — 21.45: Südwestdeutscher Rundfunk: Klavier:Konzert, Franz Osborn. — 22.30: Nachrichten, Sportbericht und Wettermeldungen.
Dienstag, 9. September 1930.
5.55: Süd funk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). — 6.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad
Ems): Konzert des Kurorchesters. — 11.45: Werbekon- Zert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen, Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk (Schlangenbad): Konzert des Kurorchesters. — 12.55: Nauener Zeitzeichen. — 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Kammermusik. (Frz. Schubert). — 14—14.15: Werbekonzert (Fortsetzung) — 14.40: Nachrichtendienst. — 14.50: Zeitangabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15: Südwestdeutscher Rundfunk: Hausfrauen-Nachmittag. — 15.50: Wirtfchaftsmeldungen. — 15.55: Gießener Wetterbericht. — 16: Südfunk (Stuttgart): Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. — 17.45: Wirtschaftsmeldungen. — 18.05: Südwestdeutscher Rundfunk: „Gestaltung in Kunst und Typographie", Antrag. — 18.35: Sudfunk (Stuttgart): „Die überseeischen Handelsunternehmungen des Großen Kurfürsten", Ertrag. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage, Wirtschaftsmeldungen. — 19.05: „Drei große Menschenkenner. 2. Larochefaucault", Vortrag. — 19.30: Südwestdeutscher Rundfunk (Aus dem Staatstheater Kassel): Samson und Dalila, Oper in drei Akten. — 22: Harry Kalm liest aus seiner Novelle „Amerika". — 23.30: Nachrichten, Sportbericht und Wettermeldungen.
Mittwoch, 10. September 1930.
5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (A. Glucker). — 6.30: Südwestdeut- fcher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad
Arrtrich): Konzert des Kurorchesters. — 10.20—10.50: Äidwestdeutfcher Rundfunk: Schulfunk. Englisch. — 1J.45: Werbekonzert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen, Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südfunk (Stuttgart): Promenadenkonzert. — 12.55: Nauener Zeitzeichen. — 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Frederic Chopin. — 14—14.15: Werbekonzert (Fortsetzung) — 14.40: Nachrichtendienst. — 14 50: Zeitangabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15: Südwestüeut- scher Rundfunk: Stunde der Jugend. — 15.50: Wirtfchaftsmeldungen. — 15.55: Gießener Wetterbericht. — 16: Südfunk (Stuttgart): Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. — 17.55: Wirtschaftsmeldungen. — 18.05: „Der Völkerbund", Vortrag. — 18.30: Zeitangabe, evtl. Bekanntgabe von Programmänderungen. — 18.35: Südfunk (Stuttgart): Esperantokurs von Dr. Vogt. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage und Wirtschaftsmeldungen. — 19.05: Südfunk (Stuttgart): „Geschichten von der Wasserkante". — 19.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Unterhaltungskonzert, — 20.30: Südwestdeutscher Rundfunk: Künstler-Anekdoten. — 21.15: Südfunk (Stuttgart): Volkschöre. — 22: Südfunk (Stuttgart): Französische Lieder. — 22.45: Nachrichten» Sportbericht und Wettermeldungen.
Donnerstag, 11. September 1930:
5.55: Südfunk (Stuttgart): Wettermeldung. Anfchl.: Morgengymnastik 1 (21. Glucker). — 6.30: Südwestdeut- scher Rundfunk: Morgengymnastik: 2 (Georg Gebhardt). — 8—9: Südwestdeutscher Rundfunk (Bad
Bertrich): Konzert des Kurorchesters. — 11.45: Werbe- konzert (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen, Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: Schallplattenkonzert: Konzert. — 12.55: Nauener Zeitzeichen. — 13: Südwestdeutscher Rundfunk: Konzert (Fortsetzung). — 14—14.15: Werbekonzert (Fortsetzung). — 14.40: Nachrichtendienst. — 14.50: Zeitangabe und Wirtschaftsmeldungen. — 15: Südfunk (Stuttgart): Stunde der Jugend. „In der Heimat ist es fchön".
Zum Sireifzug der Christlich-sozialen Reichsparlei in das Fuldaer Land.
Die von Herrn Vitus Heller in Würzburg gegründete Christlichsoziale Partei, deren Spitzsn- Kandidat im Fuldaer Land bekanntlich Herr Balthasar Mihm ist, spielt sich nicht nur als die einzig wahre Vertreterin des Christentums und der christlichen Weltanschauung auf, sondern auch als einzig wahre Vertreterin des Bauern-
(x) Wähle A Boden pflege V die Markey UHU Mehllpulz
Neuenahr): Konzert des Kurorchesters. — 10.20—10.50: I standes. Das geht natürlich nicht ab, ohne daß die Sudwestdeutscher Rundfunk: Schulfunk. — Auslands- I bestehenden christlichen Parteien und die Führer der Deutschtum: „Meine Erinnerungen als deutsches Schul- Bauern geschmäht und gelästert und mit faustdicken madel tn Palästina , Vortrag. — 11.45: Werbekonzert I aüaen t^Ieat werden Es wird Darum mit s-i» (Schallplatten). — 12: Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen, ^oen Es wird Darum gut fein,
Nachrichtendienst. — 12.10: Reisewetterbericht. — 12.15: I € nP1?^. &ie wirkliche Einstellung des Herrn Wetterbericht. — 12.20: Südwestdeutscher Rundfunk: I Heller und seiner von ihm unterrichteten Trabanten Schallplattenkonzert: Schlager von heute und gestern. I 3ur christlichen Weltanschauung und zur Banern- — 12.55: Nauener Zeitzeichen. — 13: Südwestdeutscher | frage gekennzeichnet wird.
Rundfunk: Schlager von heute und gestern (Fortsetzung). — 14.10: Werbekonzert (Fortsetzung). — 14.30: Süd- westdeutscher Rundfunk: Stunde der Jugend. — 14.25: Aus Spiel und Sport: „Vom Segelflugsport", Gespräch zwischen Sportlehrer Heinrich Dippel und einem Schüler. 15.30: Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen u. Nachrichtendienst. — 15.55: Gießener Wetterbericht. — 16: Südwestdeutscher Rundfunk: Konzert des Rundfunkorchesters. — 17.45: Wirtschaftsmeldungen. — 18.30: Zeitangabe, evtl. Bekanntgabe von Programmänderungen. — 18.35: Südwestdeutscher Rundfunk: Stunde der Arbeit. — „Gesundheitspflege der arbeitenden Frau", Vortrag. — 19: Zeitangabe, Wettervoraussage, Wirtschaftsmeldungen. — 19.05: Südwestdeutscher Rundfunk: Spanischer Sprachunterricht. — 19.30: Südfunk (Stuttgart): Buntes Konzert des Rundfunkorchesters. — 20.45: Südfunk (Stuttgart): Streichquartett Nr. 5 D-Dur, op. 64 (Lerchenquartett) von Joseph Haydn. — 21.10: Südfunk (Stuttgart): Bootleggers. Hörspiel von Werner Illing. — 22: Nachrichten, Sportbericht, Wettermeldungen. — 22.20: Südfunk (Stuttgart): Alte Tänze auf Schallplatten. — 23.20: Süd funk (Stuttgart): Tanzmusik.
Rundfunkhorer
die es noch nicht wissen: Das ausführlichste Rundfunk-Programm der Welt und den weiteren interessanten
reichillustrierten Inhalt finden Sie In der ältesten deutschen Funkzeitschrift
S«r Deutsche Rundfunk
Einzelheit 50 Pf., monatlich RM 2.—. Eine Postkarte an den Verlag Berlin N 24 genügt und SNi erhöhen kostenlos ein Probeheft
Der Inhalt dieser Entschließung beweist klipp und klar, baß der von Herrn Heller empfohlene und mitgefiihrte Europäische Vauernkongreß nichts an» beres ist wie eine Filiale des Bolschewia stischen internationalen Bauernra» t e s i n M o s k a u und baß bie ganze Organisation auf rein kommunistischen Ideen aufgebaut ist. Das geht ja schon daraus hervor, daß der Vor- „ , sitzende des Europäischen Bauernkongresses der
Parität gewahrt werden sollte, das heißt, daß die I Schriftsteller Harry Richter, ständiger Korrespon- Katholiken entsprechend ihrer Stärke berücksichtigt dent und Vertreter des offiziellen ' Organs der werden sollten, stimmte die Christlich-Nationale I Wolgadeutschen Sowjetrepublik ist.
Bauernpartei mit Ausnahme eines Abgeordneten Wenn unsere Bauern wollen, daß sie von gegen diesen Grundsatz. der Last ihres Privateigentums be-
Man sieht daraus, wie berufsständische Par- I freit und aus selbständigen Bauern zuStaa ts- teien nicht nur in wirtschaftspolitischer, sondern I arb eitern auf ihrem früheren eigenen Grund auch in kulturpolitischer Beziehung der Gefahr I und Boden gemacht werden, können sie ruhig für der Einseitigkeit unterliegen. I die Christlichsoziale Partei des Herrn Heller stim-
Der katholische Dauer wird gut daran tun, die snen und arbeiten. Wenn Herr Heller und seine die Partei zu stärken' I Trabanten einmal tn die Lage kommen, die Sej-
die ihm in ihren eiaenen Reiben einen aroßen nungen, welche die Bolschewisten den russischen Einsluß^einaeräum" hat ’ 9 8 Bauern gebracht haben auch den deutschen Bau-
L," ern 8u bringen, bann werben allerdings un-
t*521-ts*.$?r„ün’n9 in der deut- I ssyen deutschen Bauern bie Augen ausgehen, scheu Agrarpolitik eine entscheidende I ager bann wird es zu spät fein, wie es heute zu Wendung herbeigefuhrt hat, I spät ist für die russischen Bauern. Wenn auch heute
die mit allen Kräften dafür gesorgt hat, daß die I noch Heller'sche Trabanten, wie der Herr Silber- Regierung Brüning mit Machtmitteln ausgestattet sack jüngst in Fladungen, erklären, daß die De- worden ist, die sie in den Stand gesetzt hat, zoll- I richte über Rußland nicht richtig seien, so braucht politische Maßnahmen jeweils ent- ! demgegenüber nur darauf hingewiesen zu werden, sprechend der agrarpolitischen Lage I daß der beste Beweis für die Wahrheit bieftr zu ergreifen, I Berichte die Hungersnot in Rußland ist und
die auf Grund ihrer Zusammensetzung in der I die krampfhaften Slnftrengungen der Sowjet-Re- Lage ist, die Mithilfe aller Berufs- publik, mit den schärfsten Mitteln, selbst mit der stände für agrarpolitische Maßnah- I Todesstrafe, die Bauern zu zwingen, das not- men einzusetzen. I wendige Brot und Verpflegung für die hungernde
Der katholische Bauer hat allen Grund, Bevölkerung zu erzeugen. Bis jetzt allerdings dem Zentrum die Treue zu halten. I ohne regltchen Erfolg.
«H.i,. i,\„ «.rin.. I Darum mögen sich die Bauern von christlich
^^Eehr von den Splitter- I verbrämten Phrasen und Schlagworten des Herrn
"aL/.. „ , , c , | Heller und seiner Trabanten nicht irreführen
Stärkung der Partei der staats- I lassen, denn hier handelt es sich nicht um Leuten
bejahenden Mitte! I welche das Wohl des Bauernstandes fördern,
Treue dem Zentrum! I sondern um Leute, die entweder bewußt oder
— I unbewußt den Bauernstand im Interesse der
kornrnunistischen Ideen ins Unglück stürzen.
Berliner
5. September
6 September
Devisenkurse
Geld
Brie!
Geld
uns»
Newyork
4,18
4,19
4,19
4,20
Brüssel
68,60
68,62
68,50
68,62
Holland
168,74
169,08
168,77
169,11
London
20,38
20,42
20,38
20,42
Paris
16,46
16,60
16,46
16,6»
Schweiz
81,30
81,55
81,38
81,64
Spanien
44,36
44,44
44,51
44,59
Italien
21,95
21,99
21,95
21,99
112,45
Dänemark
112,22
112,44
112,23
Norwegen
112,19
112,41
112,21
112,43
Schweden
112,64
112,86
112,62
112,84
Prag
12,44
12,46
12,44
12,45
Wien
69,22
69,19
69,21
59,33