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Aus der Thüringischen Rhön.

Aus Geisa und Amgebuug.

Reue Stadtratsauflösung in Sonneberg?

Besonderes Interesse in der Stadtratsfitzung löste ein Antrag der Kommunisten aus, in dem die Auflösung des Gemeinderats gefordert wurde. Sonneberg hat bekanntlich in den letzten beiden Jahren schon zwei Gemeinderäte gewählt. Der neue 2lntrag wurde von den Sozialdemokraten unterstützt, muß also verhandelt werden. Die Ab­stimmung kann aber erst 14 Tage, nachdem ihn alle Mitglieder zur Kenntnis erhielten, erfolgen. Da auf der bürgerlichen Seite, nachdem von den Nationalsozialisten die Arbeit systematisch gestört wird, Neigung zur Zustimmung besteht, so kann unter Umständen der neue Ge- memderat wieder auffliegen.

Diese Nachricht macht noch einmal auf den Skandal bei den Sonneberger Nationalsozialisten aufmerksam, über die wir schon einmal berichteten. Da die Pressemeldungen bisher nicht widerrufen wurden, muß man annehmen, daß sie der Wahrheit entsprechend. Es handelt sich um folgendes:

In Sonneberg wurde von den Nationalsozia­listen ein katholischer Arbeiter in den Stadtrat entsandt. Im April dieses Jahres wurde der Mann gebeten, unter einen Blankowechsel seinen Namen zu setzen, also unter einen Wechsel, auf dem noch keine Summe angegeben war. Man sagte ihm, daß es sich um eine „ r e i n e F o r m s a ch e" handele. Mühe, der als einfacher Arbeiter sch, in Wechselgeschichten nicht auskannte, unterschrieb ahnungslos. Erst später, am 30. Mai, erhielt er zu seiner „Aufklärung" über die Bedeutung dieses Wechsels von der Leitung der Ortsgruppe Sonne­berg der Nationalsozialisten ein Schreiben, in dem ihm der Empfang eines von ihm unterschriebenen Blankowechsels bestätigt wird. Dann heißt es:

„Sie erklären sich damit einverstanden, daß die­ser Wechsel von der Ortsgruppe ausgefüllt und begeben werden kann: 1. wenn Se aus der Partei austreten und nicht gleichzeitig Ihr Stadtratsman­dat niederlegen; 2. wenn Sie einer Aufforderung der Partei, Ähr Stadtratsmandat niederzulegen, nicht sofort Folge leisten. DieHöhederWech- sel summe bestimmt der Ortsgrup­pe nführer. Sie soll gegebenenfalls der Orts­gruppe den ihr durch Wahl entstandenen Aufwand ersetzen und sie gegen Schaden decken, der ihr bei Eintritt obiger Fälle entsteht.

Also, wer nationalsozialistischer Kandidat ist, muß sich durch Unterschrift auf einen Blankowechsel mit Haut und Haaren den Nationalsozialisten überlassen, irgendeine Summe in diesem Wechsel einzutragen und von ihm zu fordern. Ganz gleich, ob er dadurch ruiniert wird oder nicht. Der Ar­beiter hat diese Drohung richtig verstanden und verlangte sein Akzept wieder zurück. Selbstverständ­lich gaben es ihm seine Genossen nicht heraus. Da erklärte er am 1. und wiederholt am 16. Au­gust seinen Austritt. Nun wurde er aufgeforderi, sein Mandat niederzulegen, und als er es ablehnte, wurde ihm am 18. August geschrieben, daß er nun­mehr den auf seine Wahl entfallenden Anteil von den damals entstandenen Wahlunkosten zu tragen habe, daß jener Blankowechsel sich nicht mehr in Verwahrung des Ortsgruppenführers befinde und als Sicherheit zurückbehalten. werde.

Also ist inzwischen der Wechsel weitergewandert an irgendeine andere unbekannte Stelle, und das arme Opfer kann sich darauf gefaßt machen, ihn eines Tages präsentiert zu erhalten mit einer er­klecklichen Summe. Wir meinen, daß hier der Staatsanwalt noch ein Wort zu sprechen hat. Im

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übrigen würde jeder weitere Kommentar die Wirkung dieses Vorfalles abschwächen.

Die neue Straße nach Spahl wird gebaut?

= Spahl. Vom Herrn Landrat des Kreises Hünfeld wird uns auf das Eingesandt aus Spahl hin mitgeteilt: Bezugnehmend auf das Eingesandt in Ihrer Zeitung vom 28. d. M. betr. Derkehrsver- hältnifse teile ich mit, daß auf Grund der mit dem Kulturamt in Eisenach vom Kreise Hünfeld geführ­ten Verhandlungen über die Verlegung des Weges von Mittelaschenbach nach Spahl und die neue Linienführung des Weges, bei der Bezirksstraßenbauverwaltung bereits die Ausarbeitung des neuen Projekts für die Teilstrecke im Kreise Hünfeld beantragt wor­den ist.

— Vacha. Um für die zahlreichen Gäste, die nach dem Brandunglück sich auf dem Oechsen desto zahlreicher emstellen werden, eine Unterkunft zu schaffen, sind bereits die Aufräumungsarbeiten in vollem Gang. Der Aussichtsturm, der völlig unversehrt ist, soll für diesen Zweck eingerichtet werden. Ihre Raft müssen die Wanderer im Freien unter den Bäumen halten. Die Gäste müssen sich eben mit den Unzulänglichkeiten abfinden, bis es gelingt, ein neues Unterkunftshaus zu bauen.

Tagung des Eisenacher Sreisraks.

Der Eisenacher Kreisrat hielt in Wilhelms­thal eine Sitzung ab. Zu Kreisausschußmitglie­dern wurden gewählt: H o h m a n n - Hötzelroda und Henschel -Ruhla, zu Stellvertretern Baum- Reukirchen, Weide-Vacha, Hörle-Stadtlengs­feld und Sauerbrei -Dorndorf.

Die Verträge der Landwirtschaftsschule Eisenach mit der Hauptlandwirtschaftskammer und der Landwirtschafts schule Geisa wurden einstimmig genehmigt und die z w e i - klässige Schule in Geisa in eine ein­klassige verwandelt, da nur!4Schü- ler vorhanden sind.

Der Landrat berichtete über die Werragas­versorgung. Trotz des heftigen Widerspruchs der Gemeinden soll die Leitung weitergeführt werden, und zwar zunächst von Salzungen nach dem Kaligebiet (Abdeckerei Dermbach). In dieser macht f'd) eine neue Kesselanlage nötig, die 15 000 Mark kosten wird. Der Landrat wurde beauftragt, sich nach anderen Möglichkeiten umzusehen, damit dem Kreis die hohen Kosten erspart bleiben.

kleine Nachrichten.

Ein zweijähriges Kind aus Großeuters­dorf, das sich mit seiner Großmutter auf dem Felde befand und in einem unbewachten Augenblick auf dem Bahnkörper spielte, wurde dort von ei­nem vorbeifahrenden Güterzuge erfaßt und schwer verletzt.

Als ein Monteur in Triptis auf einem Leitungsmast arbeitete, fiel eine etwa 6 Pfund schwere, sog. Klemme herab und traf einen direkt darunter stehenden Monteur auf den Kopf, so daß er schwer verletzt in ärztliche Behandlung gebracht werden mußte.

Von einigen polnischen Arbeiterinnen der Domäne in S ch l o t h e i m, die auf einem Ernte­wagen saßen, stürzten zwei infolge des Nachgebens der Ladung rückwärts vom Wagen. Die eine trug außer schweren Kopf- und anderen Verletzungen auch tiefe Schnittwunden davon, die sie sich mit der Sichel zugefügt hatte.

Ein Strafgefangner, der von Ilmenau nach Jchtershauften transportiert werden sollte, ergriff die Flucht. Als er auf Anruf nicht stehen blieb, schossen die begleitenden Beamten auf ihn. Er wurde verletzt ins Krankenhaus nach Ichtershausen gebracht.

Auf den Schienen der Strecke Gotha—Mühlhau­sen fand man die Leiche eines Einwohners von Mühlhausen. Der Kopf war vom Rumpf ge­trennt. Schwermut aus unglücklicher Lieb« soll der Grund zur Tat sein.

Dieses Schiss fand die Leiche des Polarforschers Andree

Das norwegische Expeditionsschiff „Teriringen", das auf her „Weißen Insel" beim Franz-Josephs-Land im Polareis die Leiche des vor 33 Jahren verschollenen schwedischen Polarforschers Andree fand, der als erster versucht hatte, den Poll im Freiballon zu überfliegen.

Fernsprechteilnehmer würde mit diesem Apparat seine Mitteilungen schriftlich-telefonisch weitergeben können. Die neue Telefonschreibmaschine würde auch dem lästigen Zustande ein Ende bereiten, daß man einem Teilnehmer, der sich nicht meldet, keinen Bescheid hinterlassen kann. Nach einer bestimmten Anzahl von Klingelzeichen schal­tet sich nämlich die Telefonschreibmaschine des abwesen­den Teilnehmers automatisch ein und der Anrufer kann seine Mitteilung schriftlich niederlegen. Die Einführung des „schreibenden Telefons" wäre nur dann möglich, wenn die Post den neuen Fernschreiber obligatorisch als Teil des Fernsprechers vermieten würde. Nur in die­sem Falle einer Massenbestellung könnte der Anschaf­fungspreis genügend verbilligt werden.

Bäder und Kurorte.

— Bad Salzschlirf. Am 31. August waren hier 4116 Kurgäste gemeldet.

Fabrik-Niederlage u. Anfragen bei E. Zwenger & Co., G.m.b.H., Fulda, Königstr. 52-54. Telephon 34.

Technik und Verkehr.

=' Das schreibende Telefon. Wie das „Berliner Tageblatt" meldet, beschäftigt man sich bei der Reichs­post mit einem Plan, dessen Durchführung das deutsche Fernsprechnetz zu dem modernsten der 'Welt machen würde. Es handelt sich um eine Konstruktion, bei der der Fernsprechapparat mit einer Art Ferndrucker verbunden wird, einer elektrischen Schreibmaschine, die Mitteilungen sowohl schreibt, als auch empfängt. Der

zurück!

1664

Gesch. d. Ztg.

den

uerschredenes

sieiienanoeöoie

VI

rung in nachfolgenden Versen Ausdruck:

0 Windthorst, nobis nobilissima margarita;

Mallinkrodt, aequo magno qui nomine fulges;

Braves Dienstmädchen zu 3 Personen nach Berlin zu anständiger Familie bei hohem Lohn gesucht. Näh.

Sieglet, Nikolausstr. 2.

die Führer besungen:

Hoch der Herr von Mallinkrodt

Diese Glaubensstütze!

Einer ehr'nen Mauer gleich Trotzt er jedem Feindesstreich, Daß das Recht er schütze.

Hoch die Reichensperger, hoch, Die verdienten Brüder!

Dieser lichte Doppelstern Stand in früher Zeit nie fern. Strahlt auch jetzt hernieder.

Und Herr Windthorst dreimal hock „Perle", rein, voll Schimmer!

Ragt durch Edelsinn hervor, Niemals ein beweglich Rohr, Wich der Drohung nimmer.

,Quidam Westphali" verliehen ihrer Begeiste-

Frau

M flnrlrpnp-SrhUluCltis

* Furchtbares Ende eines FamUienftreits. furchtbare Familientragödie spielte sich in Nacht zum Sonntag im Südosten Berlinsab. Der Straßenbahnschaffner Kulycke ermordete Frau und seine beiden Kinder, und stürzte sich dann, die Taschen seiner Kleider voller schwer« Gewichte, von der Oppenbrücke in den Telümi- kanal. Nach langer Suche konnte seine Leich» durch die Feuerwehr geborgen werden. ® ■■ angenommen, daß Familienstreitigkeiten die Ur­sache der Tat gewesen sind.

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Herr Walther Voigt schreibt:

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Heinrich Stein, Schreins

In diesen schicksalsschweren Tagen, da das ka­tholische Volk aufgerufen wird, um für die An­nahme des Sanierungsplanes unseres Kanzlers Brüning eine sichere Mehrheit schaffen zu Helsen, sollen die nachfolgenden Darlegungen hineinleuchten in die siebenziger Jahre des verflossenen Jahrhun­derts, in denen der Kamps gegen die Partei am erbittertsten tobte, in denen aber auch die treue An­hänglichkeit des katholischen Volksteils zu einer po­litischen Vertretung die schönsten Blüten trieb. Die Zentrumsabgeordneten der Jetzzeit, die in zermür- bender Parlamentshrtze mit den Schwierigkeiten der Zeit ringen, werden mit einem gewissen Ge­fühl des Neides davon Kenntnis nehmen, wie vor 50, 60 Jahren die Abgeordneten von ihren Wäh­lern nicht nur angegangen wurden, wenn es galt, eine drohende Steuer abzuwehren oder einen (in der Theorie hundertmal geforderten) Behördenab­bau zu unterbinden, sondern wie sie sich der Dank­barkeit ihrer Wähler kaum zu erwehren vermochten'

Es war die Zeit, da Falk zum Kultusminister ernannt worden war, und seinem Herrn und Ge­bieter Bismarck zeigen wollte, daß er die von ihm verlangte schärfere Tonart sehr gut zu spielen ver­mochte.

Bismarck selbst „schien", wie August Reichens- verger in seinen Tagebüchern vermerkte, „deshalb besonders gereizt, weil das Projekt einer deutschen Nationalkirche hauptsächlich an unserem Zentrum gescheitert ist, und die gläubigen Prolestanten sich immer entschiedener uns anreihen, wozu für Han- noier Windthorst die Brücke bildet". Beionders heftig tobte der Kampf um das sog. Schulaufsichts­gesetz, wobei das Zentrum, einer Aeußerung von Mallinkrodts zufolge, gut, Bismarck aber schlecht abgeschnitten hatte, wenngleich letzten Endes das Zentrum in der Abstimmung unterliegen mußte.

Es „regnete" förmlich Telegramme und Briese, in denen der Fraktion bezw. den einzelnen Abge­ordneten Dank und Anerkennung für ihre uner­schrockene Haltung gezollt ward; die Fraktion sah s>h schließlich zu der Bitte in der Zentrumspresse gezwungen, doch wenigstens „keine Telegramme zur Nachtzeit abzuschicken, da die Mitglieder des Zentrums eben wie andere Menschenkinder auch der Ruhe bedürfen". Zustimmungsadressen liefen in solchem Umfange ein, daß die Zeitungen erklär­ten, weiter keine Notiz davon nehmen zu können. Um nun einem übervollen Herzen doch in der Oef- fentlichteit Luft machen zu können, wurde von fin­digen Köpfen der Inseratenteil der Zeitung zu Hilfe genommen. „Hoch das Zentrum! insbesondere feine Hauptvertreter, die Herren Dr. Windthorst August und Peter Reichensperger, von Mallinkrodt für ihr mannhaftes Auftreten. Mehr als sieben­hundert Männer des Kreises Reichenbach in Schle­sien", — so lesen wir es in dicken Lettern, in den verschliedensten Variationen aus den verschiedensten Kreisen.

„Ich fürchte fast", meinte August Reichensper- ger einmal scherzhaft, „daß im Jenseits keine Palme mehr unser wartet, da von außen her fort­während Weihrauch über die Zentrumsreihen dringt." Wenige Tage vorher hatte er von einer großen Zahl angesehener Bürger Bolognas unter­zeichnete lange Dankadresse erhalten, die mit der Bitte schloß, „diesen Ausdruck unserer Gesinnung, der zugleich das treue Echo katholischer Herzen in Italien ist, zur Kenntnis Ihrer geehrten Herren Kollegen zu bringen."

Praktisch veranlagte Parteifreunde übersahen dabei nicht, daß auch Abgeordnete von Papier und Druckerschwärze allein nicht zu leben vermögen. So sandten denn u. a. die Bernkasteler Wähler 60 Flaschen besten Moselweins, die von Oberschwaben 80 Flaschen Rheinwein-Champagner, „um den Männern, die in den heißen Kämpfen so helden­mütig gestritten, durch das edelste Erzeugnis des deutschen Bodens eine Erquickung zu bereiten."

Als die Zentrumsfraktion sich einmal im „Leip­ziger Garten" (dem damaligen Fraktionslokal) ver­sammelt hatte, um den gespendeten köstlichen Tropfen die gebührende Ehre anzutun, wurden sie durch das Erscheinen einer großen Deputation der Berliner Katholiken überrascht, deren Sprecher eine große Dankadresse zur Verlesung brachte. Windt­horst und Peter Reichensperger dankten im Namen der Fraktion, indem sie insbesondere ihre Freude darüber aussprachen, daß ihnen mitten aus dem Volke heraus diese Anerkennung zu teil geworden sei.

Die enge Verbundenheit zwischen Wählern und Gewählten (damals kannte man noch keine Listen­wahl!) bekundete auch die ungemein starke Nach­frage nach Photographien der leitenden Zentrums- m(inner; sie gingen „massenweise" ab. Die Photo­graphen müssen in der Presse immer wieder „höf- 'lchst um Geduld der werten Besteller bitten, da d'e große Anzahl der bestellten Bilder nicht so schnell geliefert werden kann." Besonders begehrt war das bekannte Gruppenbild der vier Führer vom März 1872. Es ist außerordentlich lebens­wahr, ohne jede Pose gehalten: die „kleineExzellenz" der aristokratische von Mallinkrodt und die mehr urwüchsigen, kraftvollen Gestalten der beiden Rei- djensperger. Das Bild mit den facs'inilierten Un­terschriften ist als Titelbild wiedergegeben in Pa­stors „August Reichensperger", Band 2; eine aus­gezeichnete, sehr stark vergrößrte Wiedergabe schmückt das Parteibüro der Stadt Neuß.

Gewissermaßen den „Text" zu diesem Bild stellt ein Gedicht dar, das zunächst in lateinischer Sprache für die Studenten erschienen war, und nach der Melodie von „Gaudeamus igitur" gesungen wurde: die deutsche Uebersetzung, gezeichnet „Dr. R.", brachte die Germania, Nr. 72, 1872. Die erste Strophe beginnt mit dem Vers: „Hoch das Zen­trum, lichtumstrahlt". In weiteren Strophen wer-

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Hoch das Zentrum, lichkumflrahll!

Von Peter Reichensperger, Koblenz.

Hausbesitzer können durdi Ausnützung o- «; Zinssteuerverordnung v o r t e ihre großen Dadi-, Fassac Treppenhausreparaturen WH Anträge auf Ermäßigung zinssteuer und der neuen u mögenssteuer bearbeite!

Architekt Dahme, rui«w

Sturmiusstraßela-^,^

Et Fratres Rhenus quos jam saepissime Non dubios pugnis, o Reichensperger

Durchaus zeitgemäß war ein Gedicht mit dem das „Ermländer Volksblatt" Bi Krementz, — den nachmaligen Bekenner-k von Köln — am 10. Mai 1874 zu feinem tage gratulierte:

So viel Priester in preußischen Landen Seit vergangenem Mai vor Gericht stä So viel Preßprozsjse jetzt blühen, , | So viel Geld die „Reptilien" ziehen, So viel Thaler der Episkopat Strafe schon zu bezahlen hat: So viel mal sei heute gratuliert, Philippus, den dis Mitra ziert!

Im Besitz der Verfassers dieser Zeilen den sich mehrere Porzellan-Pfeifenköpfe aufgebrannten Porträts von August und Reichensperger, wie solche namentlich in l Gegenden stark begehrt waren; dabei sei nich schwiegen, daß die gute Absicht mehr Arie V verdient wie die künstlerische Ausführung

Und nun die Schlußfolgerung für unsere' Sollen wir etwa Pfeifenköpse anfertig^z mit den Abbildungen eines Brüning, eines eines Marx oder uns wieder unter die D" ** Sänger begeben? Nein, — andere Zeiten, Sitten. Der Geist ift's, der lebendig macht' Geist der siebenziger Jahre, den zu schildern", sucht worden ist, den gilt es für den 14. S heraufzubeschwören: den Geist der DankbarkÄ all das, was die Fraktion in schwerster Zeit tto schaffen hat. dsn Geist des Vertr auens in ihre twi. tere Tätigkeit, den Geist der Einigkeit im kathvli' scheu Volke! Dann sind wir stark, und werden, wie der Wahlaufruf der Zentrumspartei es von' un­fordert:

„den Willen und die Kraft haben, eine Zusa mcnsetzung des kommenden Reichstages zu gen, die den Aufgaben der Zeit und den Vo gungen einer gesunden Volksentwicklung zu di vermag."

Neues in kürze.

lieber das schottische Hochland ging am tag ein schweres Unwetter nieder. Der Sturm ri außerordentlichen Schaden an.

Der Generalinspektor der Polizei von Bengal und ein Polizeikommandeur wurden in Kalkutta i der Straße dubrch Revolverschüsse schwer Derlei

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