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Janet

.Ein wenig zerschrammt. Die eine Schulter tut sehr

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August Uriel

ich solche Angst!" flüsterte sie. „Ich hörte die ekelhaften Tiere heulen und feuerte ein Paar Schüsse ab."

• „Das hat sie auch verscheucht," lachte er, „und außer­dem hat es mich aus der halben Ohnmacht, in der ich lag, aufgerüttelt."

„Sage mir," als — du — fielst--“

„Als ich gestoßen wurde," verbesserte er sanft, „und merkte, daß ich mich nicht mehr retten konnte, versuchte ich, auf die Füße zu fallen, weil ich wußte, daß ich die obere harte Kruste des Schnees durchbrechen würde und aufrecht im Schnee steckenbleiben, aber es gelang mir nicht, ich fiel der Länge nach auf den Rücken, rutschte wie aus einem Schlitten, die Füße voran, mit kolossaler Geschwindigkeit den Berg hinunter. Ich versuchte zu bremsen, so gut es ging, indem ich die Hände und Füße in den Schnee stemmte, aber es nutzte nicht viel. Ich konnte nicht sehen, wohin ich glitt, denn ich war halb erstickt von Schnee. Ich hatte Angst, in einen furchtbaren Abgrund zu stürzen, sobald ich den Abhang hinunter war, und dieser Gedanke gab mir den Mut der Ver­zweiflung. Es gelang mir, den Kopf zu heben, und vor mir sah ich einen gewaltigen Schneeberg. Ich wußte, daß er dort nichts anderes als Felsen von Schnee be­deckt bedeuten konnte, und daß, wenn ich weiter mit

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seit 29. 8.

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leicht ist es ein Glück, daß wir ihn los sind." Mit diesen Worten ging er auf die Hütte zu.

reichte Shervington ihren Arm.

„Bist du verletzt, Nick?" fragte sie.

Salhottscher Gottesdienst.

Ottilien-Ottov in Riesig. Sonntag, den 31 U norm. 9 Uhr Hochamt und Predigt. 1.30 Uhr n Segensandacht.

Wie wird das Wetter'

Das Hochdruckgebiet hat sich mit seinem K Nordosten verlagert, beherrscht aber noch unU,. rung. Die sich im Westen entwickelnden Stürme nen daher bei uns nicht recht zur Wirksamkeit a werden aber zeitweise mehr Bewölkung heroorru

Witterungsaussichten für Sonntag- <vm liehen Fortbestand der herrschenden Witterung lempetafttt- und Barometerstand in«

Mitgeteilt von Diplom-Optiker Sauerbor

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wtb. Dübendorf, 30. Aug. (Cig. Meld.) Zwei Mi­litärflugzeuge stießen heute vormittag bei der Auslösung einer Staffel in etwa 400 Meter Höhe zusammen und stürzten ab. Die Maschinen zerschellten am Ufer der Glatt zwischen Dübendorf und Hermikon. Die beiden Piloten, Leutnant Zinsli und Leutnant Kyburg, wa­ren sofort t o t.

ren kann man den, lieben Gott überlassen, Arraktrinker ist unser erbitterter Feind und räter. Er hat auch ein Gewehr und kann sährlich werden."

„Aber er ist ein Feigling, wir brauchen nicht allzusehr zu fürchten--"

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SowZek-Iusttz.

Wieder 10 Silberaufkäufer HIngerichkek.

In Moskau wurden wiederum zehn Aufkäu­fer und Hehler von Silbermünzen, die sich, wie die Telegraphenagentur der Sowjetunion meldet, auch aktiv mit der Verbreitung konterrevolutionärer Ge­rüchte befaßt haben sollen, von der staatlichen poli­tischen Verwaltung zum Tode verurteilt. Das Ur­teil ist bereits vollstreckt worden.

sah ich, wie Husky einen der Paks erschoß — das arme Tier, — als er auf ein zweites feuerte, wurde mir klar, daß er sie alle bis auf eins töten wollte, damit mit gezwungen wären, hierzubleiben. Dann — dann--

„3a?"

„Ich — ich versuchte, ihn zu erschießen."

„Du versuchtest--" Er brach ab, zu verblüfft,

um Worte zu finden.

„3a, aber ich traf ihn nicht. Es war zu dunkel, um richtig zu zielen, und ich bin kein sehr guter Schütze.

Er starrte sie noch einen Augenblick sprachlos an, dann lachte er eigentümlich.

„Du versuchtest Husky Croydon zu erschießen, und doch wolltest du nicht, daß Nima ihm nachging--" j|

„Nein, das wäre auch ganz etwas anderes gewesen, unterbrach sie ihn. ,chusky kann uns nicht mehr W* den, darum kann er meinetwegen laufen, aber wen» ich es zugelassen hätte, daß er alle Paks tötete, halte" wir alle hier umkommen können, verstehst du?"

„3a," antwortete er ruhig, „ich verstehe. Es war sehr tapfer von dir, so zu handeln. Ich nehme an, de«! Vetter ist fortgelaufen?" .■£ -JH

„3a. Ich glaube, er hatte einen der Paks fcfjon «W* Reiseproviant beloben. Ich versuchte gar nicht, fein Ent­kommen zu verhindern--" Hier brach ihre Stimme,

und sie flüsterte: „Ach Nick, ich kann mir nicht öenten» was über Husky gekommen ist. Er muß wahnsinnig geworden fein."

„Nein," verbesserte er, „nur schlecht!"

„Seine Handlungsweise scheint dich gar nicht in Er-D staunen zu setzen!" rief sie plötzlich, als sie die Hütte er­reichten. W

„Nein, denn es sind Dinge vorgefallen, von denen du nichts weißt, furchtbare Dinge. 3ch werde sie di bald erklären, — nach dem Abendbrot." W

In diesem Augenblick hörten sie das laute Cache» Nima-Tashis. „Mein Freund, jenen arraktrinkenden Esel können wir allerdings mit ruhigem Herzen lausen lassen."

„Wieso, Nima?"

„Nun, der Schafskopf hat einen Sack voll Vaksutter statt Tsamba mitgenommen. Also wenn er den Pak nicht frißt, müssen die Götter ihn ernähren."

Und wieder füllte das höhnische, übermütige Lachet» des Tibetaners die Hütte. (Forts, folgt.) ■

weh. Sie ist beim Fallen ausgerenkt worden, Nima hat sie wieder eingerenkt. Um ein Haar wäre ich von den Wölfen überfallen worden."

Das junge Mädchen schauderte. „Ach, davor

solcher Geschwindigkeit rutschte, der Anprall sehr gefährlich sein könnte, aber es blieb mir nichts anderes übrig, als es zu riskieren, denn so gut ich sehen konnte in der Dunkelheit, fiel der Abhang von dort ab plötzlich jäh in einen Abgrund. Ich bremste mit aller Macht, und als ich mich dem Felsen näherte, schlug ich gegen etwas Hartes, so daß die Richtung meiner sausenden Fahrt etwas geändert wurde. Ich streifte den Felsen nur mit einem Fuß, aber der Anprall war derartig, daß es mich so erschütterte, als märe ich vom Dach eines Hau­ses gesprungen. Dann wurde ich zur Seite geschleudert und schoß über den Rand des Abhangs in das Nichts hinab. Ich fühlte, wie ich gleichsam ins Uferlose fiel und dachte, das Ende fei gekommen, aber ich fiel doch nicht sehr weit. 3ch muß dann bas Bewußtsein verloren haben. Als ich zu mir kam, lag ich halb begraben im Schnee. Die Schulter tat mir gräßlich weh, unb ich war gerabe so weit zum Bewußtsein gekommen, daß ich mich fragte, ob sie gebrochen fei, als ich bas Schnup­pern eines Tieres bicht an meinem Ohr hörte. In der­selben Sekunde unb ehe ich mich umbrehen konnte, hörte ich einen Wolf heulen."

„Ach Nick!" unterbrach ihn das junge Mädchen schau­dernd.

„Andere Wölfe antworteten, und ich dachte gerade, daß ich mich rühren müßte, wenn ich nicht aufgefressen werden wollte, als ich deinen Flintenschuß hörte. Ich richtete mich auf, und das Tier sprang beiseite. Es ge­lang mir aufzustehen, dann hörte ich einen zweiten Schuß, und ich begriff, daß jemand Zeichen gab — "

»3a, als ich das Heulen der Wölfe hörte, hatte ich solche Angst um dich und wußte mir keinen anderen Rat als zu schießen."

Er drückte ihren Arm unb lachte. „Ja, bas unb mein lautes Rufen verscheuchte bie Biester, und sie liefen davon. Ich versuchte bann, mich ben Abhang hinauf­zuschleppen, unb bald darauf begegnete ich Nima-Tashi, den glücklichsten Mann in ganz Asien, mich ausgenom­men!"

„Nicht halb so glücklich wie ich!" unterbrach ihn Ja­net. „Ich hörte eure Stimmen in der Ferne und wußte, daß Nima dich gefunden hatte, und ich fiel fast in Ohn­macht, aber ich raffte mich auf; denn ich erinnerte mich, daß Nima mir die Bewachung der Vorräte übertragen hatte. Ich eilte also nach der Hütte zurück. Unterwegs

„Wer hat dich in den Abgrund gestoßen, mein Freund? Selbst eine Ratte kann zu Zeiten Mut be­sitzen --"

„Aber der Mann kennt die Berge nicht, Nima. Er wird darin umherirren, sich verlaufen und sehr bald um­kommen. Suche ihn nicht! Bedenke, er ist der Vetter der jungen Dame."

Der Tibetaner brummte etwas, sah nach Janet Croy­don, und dann drehte er sich jäh um und feuerte einen Schuß ab. Darauf sagte er lachend: „Das wird ihm hoffentlich das Geleit auf ben Weg zur Hölle geben! Komm, mein Freunb, ich habe großen Hunger! Viel-

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„Alles in Drbnung, Janet. Keine Knochen entzwei!" „Ach, ich dachte, er hätte dich umgebracht. Ich rief, aber es war zu spät unb--"

„Mache dir keinen Kummer! Ich bin gar nicht er­staunt über das, was vorfiel; denn ich--"

„Was? Nicht erstaunt" rief sie verwundert.

„Nein, gar nicht! Ich hätte vorsichtiger fein müssen. Später werde ich dir alles erklären — wo ist er jetzt?"

„Fort!" sagte sie. „Er hat einen der Paks und einige Vorräte mitgenommen. Ich fürchtete, ihr würdet ihm begegnen — —"

Bei ihren Worten drehte sich Shervington um und starrte den Pfad hinunter, ben sie mit ihren Fußspuren gemacht hatten. Als Nima dieses sah, fragte er:

„Suchst bu ben Arraktrinker, mein Freunb?"

„Jawohl," erwiderte Shervington und dolmetschte, was Janet ihm erzählt hatte.

Der Tibetaner fluchte, ließ Nicks Arm los und wandte sich um. „Aber weit soll er mir nicht kom­men. Nein! Er hat schwer gesündigt und wird wieder sündigen, wenn wir ihn laufen lassen. Es bleibt nur noch das Gesetz der Berge!" fügte er hinzu und klopfte auf fein Gewehr.

Janet Croydon verstand seine Worte nicht, doch seine Gesten begriff sie und flüsterte Nick flehentlich zu: „Laß ihn nicht Husky nachgehen und ihn töten!"

„Du verstehst nicht, Janet. Es sind Dinge vorgefal­len, von denen du nichts weißt. Wenn wir Croydon laufen lassen, kann es dein Leben gefährden--"

„Das tut nichts," rief sie ernst. „Laß Husky lau­fen. In dieser Einöde wird Gott selbst ihn richten."

Nick dolmetschte ihre Worte, und der Tibetaner hörte ruhig zu. Dann lachte er hart unb sagte: „Einen Nar>

bere Frage ist auch viel wichtiger, bie entsetzlich traurigen wirtschaftlichen Verhältnisse zu bessern? Ungarn ist das berühmte Weizenlanb. Aber es ist ber amerikanische Weizen, der billiger ist, als mäch­tig« Konkurrenz bis nad) hierher gekommen. Auf jeben Meterzentner Weizen, den ber Bauer hier probuziert, zahlt bie Regierung etwa 2.50 Mark zu. Dadurch verteuert sich bas Brot. Und so wächst Sin ber Mitte ein anberer Weizen, ber bei»

. Hewismus. Diese Gefahr ist hier noch lange nicht vorüber.

Eine ihrer tiefsten Ursachen ist ber Friebens- vertrag von Trianon. Alle bis Donauvölker sind eben boch mehr ober weniger auf einanber an­gewiesen. Man hat diese natürlichen Danbe zer­rissen. Um sich zu helfen, muß man mit ben ver- schiebenen Großmächten von draußen arbeiten. Aber auch sie werden mit den Dingen nicht fertig. Die Ungarn haben ganz recht, wenn sie Revision verlangen. Offensichtlich haben diese famosen Ver­träge nicht so sehr ben Frieden geschaffen ober viel­mehr neue Möglichkeiten bes Krieges. Das wer­ben auch die Franzosen gemerkt haben, bie hier neben Vertretern aller Rationen als Gäste weilen. So, wie es ist, kann es nicht bleiben. Schließlich haben sie doch bas eine Banb, bas bie Natur und Geschichte um biefe Völker geschlungen hat, bie Donau nämlich, nicht zerreißen können. Sie strömt ruhig burch das alte Bett, wie zu Etzels Zeiten. Mütterchen Donau wird schon alles wieder in Ord­nung bringen.

Unter ben Großmächten, bie hier eine große Rolle spielen, ist Deutschlanb noch bie wichtigste. Anbers steht diese deutsche Frage aus in Köln, an­ders in Prag, anders in Wien, anders in Buda­pest. Aber sie kreist um diese Axe viel mehr als um ben Rhein. Mitteleuropa, das ist unser Pro­blem. Der Balkan mit feinem Warenhunger unb die arbeitslose deutsche Industrie, das muß zusam-

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mentommen. Freilich beschäftigen sich bie deutschen Schwaben hier weniger mit diesen Problemen Sie sind die besten unb treusten ungarischen Staatsbürger, bie man sich vorstellen kann. Die leitenben Stellen hier wissen bas auch unb haben gar nichts dagegen, baß diese Deutschen ihre hei­mische Sprache unb Kultur pflegen. Anbers bie mittleren Beamtenschichten, bie halt alles zu mabyarrsieren streben. Wie groß war die Freude, als deutsche Landsleute aus dem Reich bie vom deutschen Volksbilbungsbund einberufene Ver­sammlung besuchten. Unenblich der Jubel, als von ben hohen hier anwesenden beutschen Prälaten wenigstens einer, der Weihbischof von Aachen, diese Wackeren begrüßte und in ihrer Mitte weilte. Das war eine schöne» echt deutsche Tat. Vergessen wir diese unsere Drüber nicht, bie trotz verschiedener Staatsbürgerlichkeit boch mit uns kulturell verbun­den bleiben wollen. Exzellenz Bleyer erwirbt sich hier wirklich große, unvergängliche Verdienste.

Für heute genug. Deutsches Volk, vergiß in deinem Wahlkampf daheim nicht, daß bu ein einig Volk sein mußt, um bie großen Ausgaben lösen zu können, bie deiner harren. Wir Deutsche hier danken herzlich den Ungarn für all ihre Aufmerksamkeit, vor allem den eigentlichen Trägern dieser festlicher Veranstaltung, dem hochverdienten Pater Bangha S. I. und dem Ministerpräsidenten a. D. Hufzar, bie wir betbe so gut kennen von unseren Katholiken­tagen her.

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* Unterschlagungen eines Angestellten des Allgemeinen Deutschen Turnerverbandes. Bei ei­ner unvermutet vorgenommenen Revision durch ben Vorstanb bes A. D. T. bei bem Oekonom bes Jahnhaufes in Langenberg (bei Köln), bem Verbanbskassierer Theo Gittler, hat sich herausge- stellt, daß in ben letzten Jahren in ber Führung bes Hauses Unstimmigkeiten aufgetreten finb. Der Geschäftsführer des Jahnhaufez konnte über 21000 Mark auf ber Ausgabeseite keine Rechenschaft geben. Der Vorstanb bes A. D. T. hat sofort nach bem Vekanntwerden ber Un­stimmigkeiten alles getan, um den Derbanb unb seine Gläubiger vor'jedem Schaden zu bewahren. Es besteht nicht die geringste Besorgnis um bas Bestehen bes Heims. Das Verbandsheim roar in ben letzten Jahren überaus beschäftigt. Der Ge­samtumsatz belief sich auf 86 000 Marr.

* Auto raff in eine Schülergruppe. Der Kraft­wagen eines Kaufmannes aus Soest fuhr auf einer Chaussee bei Soest in eine Gruppe Essener Kin- ber, bie unter Führung von zwei Lehrern einen Spaziergang machten. Zwei der Kinber würben von bem Wagen erfaßt. Einem Knaben wurde ein B e in f a ft völlig abgerissen, während ein anderer Knabe Knie- unb Kopfverletzungen er­litt. Der schwerverletzte Knabe ist im Laufe des Nachmittags seinen schweren Verletzungen erlegen.

* Die „Europa" Siegerin in dem Wettrennen mit der „Mauretania". Das Wettrennen zwischen bem Ozeanriesen „Europa" unb dem Engländer „Mauretania", der eine Viertelstunde vor seinem Konkurrenten Cherbourg verlassen hatte, hat, wie aus Newyork gemeldet wird, mit dem Sieg des deutschen Schiffes geendet. Die „Mauretania" lief erst sieden Stunden später im Hafen ein. Mit lautem Jubel begrüßten die Passagiere bes Lloyd- dampfers ben Erfolg ihres Schiffes.

FNegerfchickfale.

Südlich des Flugplatzes der Bayerischen Flugzeug­werke in Augsburg stürzte am Freitag vormittag der Pilot Wanneck aus Linz in Oesterreich bei Flug- übungen mit seinem eigenen Sportflugzeug aus noch unbekannter Ursache ab. Das Flugzeug ging in Flam­men auf und der Pilot verbrannte.

Ein Flugzeug des 33. französischen Fliegerregiments stürzte bei Chalon-sur-Marne infolge eines Motorschadens ab und verbrannte. Der Führer, ein Unteroffizier, wurde getötet.

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Niederschlag vom 29.8.8U. morg. - 30.8.8U. morg. 0 0

29 August Geld -

Briefkasten der Schrifttettung.

L. K. Die sensationslüsternen Zuschauer stellen sich selbst das schlechteste Zeugnis aus. Lieber den Fall ist noch einmal eingehender zu sprechen, wenn gewisse Klarstellungen erfolgt fein werden. Eines steht fest: Selb st mord bleibt Selbstmord, ein schweres Verbrechen gegen Gott, das sich hier mit einem solchen gegen einen Menschen vereinte. Damit sollte die Stel­lung in einem solchen Fall eindeutig gegeben sein.

Sch. Der „Deutsche" ist kein Zentrumsblatt. Er ist das Organ der Christlich-nationalen Gewerkschaften und steht dem Zentrum ebenso nahe ober so fern wie anderen nicht sozialistischen Parteien. Die Behauptung, der „Deutsche" sei ein Zentrumsblatt, ist eine plumpe Wah11üge.

Die folgenden Ausführungen werden den Lesern der Briefe, die uns Pater Htppolytus Böhlen vom Kloster Frauenberg aus Ungarn sandte und die wir hier laufend veröffentlicht haben, eine will­kommene Ergänzung sein.

Feiern kann ber Ungar unb sterben. Daß er sterben kann, hat er hundertmal in seiner Geschichte bewiesen bis in ben Weltkrieg hinein. Daß er aber auch Feste zu feiern nicht verlernt hat, bas zeigen biefe Tage, bie ber Erinnerung an ben heiligen Königssohn Emmerich geweiht finb. Ich will hier nicht wieberholen, was bie Presse bereits über ben berühmten Umzug mit ben malerischen ungarischen Trachten gebracht hat, will ebensowenig sprechen von bem märchenhaften Einbruck, den alle bie Teil­nehmer an ber Eucharistischen Schiffsprozession mit in bie Heimat nehmen. Man müßte ja, um bas alles verstänblich zu machen, von bet (glaubens-- freubigteit biefer ritterlichen Ration sprechen. Man müßte bie paradiesische Herrlichkeit zeichnen, bie biefe sagenumwobene Stabt an schönen Sommer« obenben entfaltet. Man müßte schildern, wie bas ist, wenn alle Schiffe auf ber breitflutenben Donau beflaggt und beleuchtet finb. Sie fahren um bas eine herum, auf dem ein Karbinal bie strahlLnde Monstranz trägt. Die Ufer finb, soweit bu siehst, in Licht gefaßt, vom Schlckß oben unb von beit Kasernen brüben, sowie von ben Kirchen unb gro­ßen Gebäuben ber Stabt funkeln Kreuze und Sterne herab. An die sieben Hunderttausend Men­schen wogen und wallen daher, umfungen und um­klungen von heiligen Chören, die von mächtigen Lautsprechern aus in die feenhaft anmutenbe Land­schaft strömen. Ja, ber Ungarn versteht Feste zu feiern. Er hat in all seiner Armut heute noch seine Begeisterung für bie heiligen Symbole bes Glau­bens seiner Väter.

Auch gestern der große Marienabenb in ber Halle braußen, bie 12 000 Sitzplätze hat, war un­vergleichlich. Schweigen wir hier ganz von bem äußeren Silbe, bas eine solche Volksversammlung bietet. Jedesmal, wenn ein Karbinal hereinkommt, erhebt sich ein nicht endenwollender Jubel. Spre­chen wir lieber von dem gewaltigen Eindruck, den es auf die tiefste Seele macht, wenn Männer wie Dr. Seipel in schlichter Rede bie heiligste Jungfrau begrüßen. In solchen Augenblicken werden das Volk und seine Führer eins. Ich habe den Namen Seipel genannt. Er hat hier eine große Rolle ge­spielt. Seine Rede, bie er auf ber internationalen Tagung Katholischer Parlamentarier unb Publi­zisten hielt, war ein wunbervolles Meisterstück. Verbirbt auch bie Politik, wie er meinte, leicht den Charakter, so ist bie Umkehrung dieses Satzes noch viel wichtiger, daß nämlich ber schlechte Charakter eines Politikers auch feine Politik verderbe. Köst­lich die Ironie, mit ber ba von jenen Politikern ge­sprochen wirb, die jene Zweideutigkeit, wie sie zwischen Diplomaten gang und gäbe ist, auch ba anroenben, wo man im persönlichenDer- kehr unter Freunden Aufrichtigkeit und Gradheit verlangt.

Mich hat es natürlich gelüstet, ein wenig hinter die Kulissen zu schauen. Religion und Politik durchdringen sich hier. Hinter der Feier liegen dunkle Fragen. Man merkt an der strammen und vornehmen Haltung ber Husaren und überhaupt der Militärs unb Schutzleute, die allenthalben für Ordnung sorgen, daß der Adel, der kleine beson­ders, dieses Land beherrscht. Dieser ungarische Adel ist nicht so wie der deutsche. Er hat immer neue, von unten aufstrebende Elemente in sich auf­genommen. ist darum volksverbunden, wie natür­lich auch zahlreicher. Braucht er auch einen König, so hat er doch jahrhundertelang mit diesem König um seine Rechte gerungen. Ich weiß nicht, ob er heute großen Wert auf ben baldigen Einzug eines neuen Trägers ber Stefanskrone legt. Man spricht hier überhaupt nicht von biefer Frage, bie das übrige Europa so sehr beschäftigt. Eine an«

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