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M Sache des Hong Chung Lu

Don Ottwell Binns.

Ihre Stimme bebte so, daß sie die Frage nicht be- kn konnte. Er drückte ihr verständnisvoll die Hand fugte:

■ re^a't..mor9en werden wir ihn erreichen."

br-ck , *e' ro’e f*- am ganzen Körper bebte und zu ^en versuchte. Sie konnte aber nur schluchzend |c"; »Ach, Nick!"

<eU)|l.n, Geräusch in ihrer Nähe veranlaßte Nick, sich ihnen i. N' un^ er erblickte Husky Croydon, der hinter stand und sie mit einem seltsam wilden Ausdruck Mefi ' Sheroington wußte sofort, daß Craydon alles ^.^?en und gehört hatte und ohne Zweifel jetzt wußte, tu Uni> Janet zueinander standen. Nick kümmerte E 9) wenig darum, denn selbst," wenn Craydon ^^^'sersucht kaum mehr zurechnungsfähig war, war vor dem man sich zu fürchten brauchte.

e Karawane nahm ihre Reise wieder auf und suchte einem Platz, wo sie ihr Lager aufschlagen konnte, EL® Dunkelheit einbrach. Es war fast Nacht ge- jejy Qls sie endlich einen halbwegs geeigneten Platz hatten, eine primitive Steinhütte, die etwas EL*. vom Wege stand, wahrscheinlich die verlassene In, ***n8 irgendeines Eremiten oder Hirten. Ein Hau- 8tuetu °^neter dakdung lag in einer Ecke, der als jein Ntet>r willkommen war. Während Nima und ^Ereiber Feuer machten und Janet und ihr Bet- Ne cjLttnü&en Augen zusahen, ging Shervington vor hiitj, te und sah sich noch einmal um. Hinter der tfc— .r°9te ein Berg in die Höhe, der eine Aussicht , n ^ril des Tales versprach, den man von der QUb nicht sehen konnte. Nick begann daher, diesen (S "Litern und ahnte nicht, daß Husky Craydon i enx r* tDar' Dieser stand jetzt in der Tür der L^^sah ihm mit boshaften Blicken nach.

V^r^er wartete, bis Shervington hinter einigen ^^lchwunden war, bann, nachdem er einen ftüch- hinter sich geworfen hatte, schlich er ihm 1 Sing verstohlen und bückte sich jedesmal, wenn

der Mann vor ihm auf freiere Plätze hinauskam, und blieb Nick stehen, um Umschau zu halten, wartete er hin­ter vorspringenden Felsen.

Janet trat zufällig gerade in einem solchen Augen­blick aus der Hütte heraus und sah sich um. Sie hatte bemerkt, wie ihr Detter in die Hütte hineingeblickt hatte, und da sie etwas Verstecktes in dieser Handlung zu be­merken glaubte, war sie unruhig geworden. Sie sah den Berg hinauf und hinunter, ehe sie die Spuren der bei­den Männer entdeckte, die auf den Berg führten. Sofort ging sie ihnen nach. Shervington war unterdessen nicht mehr sichtbar, aber sie sah, wie ihr Vetter hinter einigen Felsen hervortrat und in gebückter Haltung vorwärtseilte. Daß er Nick verfolgte, bezweifelte sie nicht, und eine plötzliche Unruhe ergriff sie.

Sie beschleunigte ihre Schritte, glitt aber auf einem mit einer Eiskruste bedeckten Felsen aus und fiel hin. Etwas betäubt von dem Fall stand sie auf, und sobald sie sich wieder erholt hatte, nahm sie die Verfolgung von neuem auf. Die beiden Männer waren jetzt nicht mehr zu sehen, aber ihre Fußspuren waren noch deutlich sicht­bar. Obwohl es anfing, dunkel zu werden, konnte sie sie ohne Mühe verfolgen.

Als sie die Höhe erreicht hatte, blickte sie sich um. Es war dort heller, und sie sah, daß die Spitze des Berges eine Ebene bildete, die von phantastisch geformten Schnee­haufen bedeckt war, die ohne Zweifel Felsen bargen, und als sie die Blicke weiterschweifen ließ, entdeckte sie Shervingtons hohe Gestalt, die sich silhouettenhaft am anderen Ende der Ebene gegen den Himmel abhob. Doch ihren Vetter konnte sie nirgends erblicken. Diese Fest­stellung beunruhigte sie mehr, als wenn sie ihn noch zwischen den Felsen hätte umherschleichen sehen.

Der noch heftige Wind kam von der Richtung her, wo Sheroington stand. Rick war außerdem zu weit von hier entfernt, als daß ihre Stimme, wenn sie gerufen hätte, zu ihm gedrungen wäre. Sie begann daher auf ihn zuzueilen, aber als sie auf halbem Wege war, sah sie, wie Husky Craydon plötzlich hinter einem schnee­bedeckten Felsen austauchte und auf die bildsäulenähn­liche Gestalt zuschlich. Janet erriet sofort, daß er Böses im Schilde führte, und in Todesangst um ihren Freund fchrie sie verzweifelt: „Nick! Nicki"

Der Klang ihrer Stimme war noch nicht zu den bei­den Männern gedrungen, als Husky dem ahnungslosen Shervington einen so heftigen Stoß von hinten versetzte, daß dieser ohne einen Laut in den Abgrund stürzte. Eine Sekunde später hatte Janets Warnungsruf Huskys Ohr erreicht, und als er sich jäh umdrehte, hörte er den verzweifelten Schrei, den sie ausstieß, als sie Nick ver­schwinden sah. Als er sich klar wurde, daß jemand Zeuge feines Verbrechens gewesen war, stand er einen Augenblick wie erstarrt. Dann floh er in die Richtung der Hütte. Das junge Mädchen indessen lief auf die Stelle zu, wo Shervington abgestürzt war. Als sie an ihrem Vetter vorbeikam, sah sie seine vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen, das vor Angst verzerrte Gesicht. Und er blickte in ihre funkelnden Augen und vernahm ihre keuchende Anklage:

„Du — Mörder!"

Dieses Wort ließ ihn eine Sekunde zurückfahren, jedoch setzte er sogleich seine Flucht fort, und ohne ihn weiter zu beachten, lief Janet durch den Schnee bis zu dem Rand des Abgrundes. Nicht sehr weit unten konnte sie eine von Schnee bedeckte Felsenplatte sehen, von der jedoch die Wand so tief herabfiel, daß sie sich in der zunehmenden Dunkelheit verlor. Das junge Mäd­chen starrte verzweifelt hinunter. Nichts regte sich auf der weißen Fläche. Kein Laut war zu hören, das rauhe Stöhnen des Windes ausgenommmen. Heber ihr lag das Land so öde und still wie eine Stätte des Todes. An einer Stelle war der Schnee etwas zerwühlt, als wäre jemand dort gestrauchelt, und dahinter waren zwei Ril­len wie die, welche ein Schlitten macht, wenn er einen steilen Abhang herunterfaust, aber darüber hinaus war nichts, was die glatte weiße Fläche unterbrach. Ver­zweifelt rief sie feinen Namen:

„Nick! Nick! Nick!" _____

Sie starrte in die Dunkelheit hinunter, die den Ab­grund verhüllte und horchte gespannt. Aber es kam keine Antwort auf ihren Ruf. Nachdem sie ein zweites Mal vergeblich gerufen hatte, drehte sie sich um und lief nach der Hütte zurück.

Häufig stolperte sie in dem tiefen Schnee, und, einmal fiel sie über einen Felsenvorsprung, den sie nicht be=

zehn

ge-

Ein Ausruf katholischer Frauen zur Wahl

Wir

die Wohnungskultur der alleinstehenden Frau und Lebensmöglichkeiten erleichtern, ist ohne klar. Möbel, Schränke und Kochvorrichtungen

oder ihre

sehen.

Daß Arbeits­weiteres

Die katholische Frauenwelt bitten wir, aufzuschauen aus ihren täglichen Sorgen und Nöten und Umschau zu halten nach den Wegen, die das deutsche Volk geht und nach den Zielen, denen es zustrebt.

lichen fremden Raum ihre Erholungszeit verbringt ob sie umgeben von geschmackvollen Eigensachen Mußestunden verlebt.

Weise beantworten können, ist bekannt. Töricht erschei­nen mancher Mutter die unzähligen Fragen, die das Kind tagsüber an sie richtet. Töricht und überflüssig. So überflüssig, daß sie ihnen keine Beachtung schenkt, daß sie das Kind fragen und fragen läßt in der meist vergeb­lichen Hoffnung, es dadurch zum Aufhören zu bringen und endlich Stille gebietet.

Ein schlimmer Egoismus, bestenfalls Gedankenlosig­keit, die das Vertrauen des Kindes untergräbt! Denn zu wem sollte das Kind wohl sonst mit seinen Nöten kom­men, mit den lächerlich scheinenden Fragen über eine

Sache, mit der es innerlich sich vielleicht schon lange quält hat.

Keine Mutter würde den Hilferuf des körperlich benben Kinbes überhören, bie seelische Not aber ist tnals größer, wenn sie bem Erwachsenen auch nicht mer als solche erscheint. Unb deshalb haben wir

und man braucht unter ihnen nicht zu fegen. Direkt für die Junggesellin erfunden worden ist ein kleines, hell­lackiertes Vorratsschränkchen, das man Überall hinhängen kann. Es zeichnet sich durch praktische Raumeinteilung aus, die es ermöglicht, Konserven und Flaschen unter­zubringen und Würste aufzuhängen. Türen und Wände sind der Lüftung wegen unauffällig durchlocht.

Es ist nur zu wünschen, daß der alleinstehenden Frau weitere Hilfen geboten werden, denn sie hat außer ihrem Beruf noch ihre Garderobe und vor allem ihre Körper­pflege, die sie nicht vernachlässigen darf, denn in den Frauenberufen entscheidet immer wieder das gute Aus-

lei- oft- im- kein

Recht, eine Frage abzutun oder sie geflissentlich zu über­hören. Nur wenn der Augenblick gar zu ungeeignet ist, wenn eine dringende Arbeit, eine schwierige Haushalts­rechnung die ungeteilte Aufmerksamkeit erfordern, muß sich das Kind bescheiden lernen und auf eine gelegene Stunde matten, zu der seine Frage ernsthaft behandelt wird.

Mitunter wirb man auch bie Beantwortung verschie­ben, um einer überraschenben, peinlichen Frage zu ent­gehen, um Zeit zu gewinnen.

sehen, wie bie Frauen unb Männer, die als überzeugte Katholiken im Reichstag die christ­lichen Gesetze vertraten, allein geblieben sind. Es ist ihnen wenig Hilfe im Kampf für Ehe und Famlie, für christliche Erziehung, für die rechtliche Anerkennung sittlicher Forderungen, für die Vernichtung von Schund und Schmutz in Schrift, Bild und Film erstanden.

wissen, daß unser Volk elend werden wird, wenn es vergißt, daß die Ehe auf unverbrüch­licher Treue aufbauen muß, daß die Jugend im Schutze einer gesunden Familie, belehrt in einer christlichen Schule aufwachsen muß.

wissen, daß unser Volk. sein eigenes Leben aufgibt, wenn es den Mord der Ungeborenen nicht hindert, wenn es nichts mehr wissen will von Zucht unb Drbnung unb bem Recht bes

sinb in einfachen Ausführungen auch weniger bemittel­ten Frauen zugängig. Die alleinstehenbe arbeitenbe Frau wirb bie neue Wohnungskultur beglückt empfinben. Gibt sie ihr doch den Rahmen für ihr Selbftbewußjfein. Es ist bestimmt nicht gleichgültig, ob sie in einem unbehag-

kinderfragen.

Von Editha Taeppe.

Daß Kinder und Toren oft mehr fragen, als

Staates, die Schuldigen zur Verantwortung und Sühne heranzuziehen.

Wir sind in einem großen Entfcheidungskampf um die Erhaltung von Ehe, Familie, Gestaltung des öffentlichen Lebens, der Rechtsprechung unb Erziehung nach den Gesetzen des Christentums.

Jede einzelne katholische Frau muh ihre Pflicht er­kennen, sich einzustellen in die Reihe der Kämpfen­den und ihr Bekenntnis zur geschlossenen Front der christlichen Politik abzulegen.

Katholischer Deutscher Frauenbund. — Katholischer Verband der weiblichen kaufmännischen Angestellten und Beamtinnen Deutschlands. — Reichsgemeinschaft katho- lsicher Jugendleiterinnen, Kindergärtnerinnen und Hort­nerinnen. — Reichsverband katholischer kaufmännischer Gehilfinnen und Beamtinnen. — Verband katholischer Frauen- und Mütteroereine Deutschlands. — Verband katholischer deutscher Philologinnen. — Verband der ka­tholischen Studentinnenoereine. — Verband katholischer Vereine erwerbstätiger Frauen und Mädchen Deutsch­lands. — Verein katholischer Sozialbeamtinnen Deutsch­lands. — Zentralverband der katholischen Jungfrauen­vereinigungen Deutschlands.

Vohnungskulkm der alleinstehenden Frau.

Von O. Schaefer.

Der neue Frauentyp der Gegenwart ist die allein­stehende Frau, die „Junggesellin". Sie findet wohl heut­zutage überall Anerkennung, aber doch ist für sie das Leben viel schwerer als für den Junggesellen. Erst all­mählich beginnt sie etwas von den Erleichterungen zu spüren, die die Technik den Frauen in Amerika schon längst geboten hat. Mon konstruiert Kleinmöbel, Wand­schränke, elektrische und feuerfeste Kochgeräte, Geschirr aus Glas und nichtrostendem Stahl. Diese Kleinigkei­ten sind wichtige Hilfen, denn die alleinstehende Frau wird eine kleine, selbstmöblierte Wohnung stets dem möblierten Zimmer vorziehen. Erstens einmal aus dem Grunde, weil die Vermieterinnen eine Abneigung gegen „möb­lierte Damen" hegen und sich darunter stets Heberfälle auf ihre Küche und Plättgelegenheit vorstellen. Der „möblierte Herr" ist immer noch bevorzugt, grundlos ge­nug, unb erst allmählich macht sich eine Wanblung in ber Beziehung bemerkbar. Zweitens hat jebe Frau bas Be- bürfnis nach bem eigenen Heim, nach einer persönlichen Rote, bie sie biesem Heim geben kann, selbst wenn sie auch nur mit wenig, aber eigenen Möbeln erreicht wirb. Unb brütens stellt sich eine Kleinwohnung, bestehend aus einem Zimmer, bas Wohn- unb Schlasraum unb Küche barstellt, entschieben billiger als ein geschmacklos möb­liertes Zimmer.

Die ibeale Schlafgelegenheit in ber Einzimmerwoh­nung ist bie ■ coach, manchmal schon in „Kautsch" ver- beutscht, eigentlich eine breite, mit bunt. Kreton bezogene Chaiselongue, bie man nachts durch Fortnehmen der Auf- lagekissen in ein Bett verwandelt. Der Bezug soll mög­lichst aus dem gleichen waschbaren Jndanthrenstosf sein, wie die Gardinen, das ist praktisch und hübsch zugleich. In dieser Wohnecke des Zimmerchens stehen Helle, glatte Möbel, die billig und leicht sauber zu halten sind; ein runder Tisch mit Strohgeslechtstühlen, vielleicht ein klei­ner Schreibtisch und vor allem ein schmales Tischchen unter bem Fenster, bas zum Hinstellen von Geschirr unb elektrischem Teegerät bestimmt ist.

Die praktische Ecke nimmt bie fensterlose Wanb ein. Zwischen zwei vorspringenben Schränken befinbet sich eine Nische, sie bient als Ersatzküche. Hier birgt sich hin­ter einem aufklappbaren Brett bie Kochvorrichtung, be- stehenb aus elektrischem ober Gaskocher, Töpfen unb Vor­räten in einem Seitenfach. In bem großen Schrank sinb Kleiber, Wäsche, Hüte, Schuhe untergebracht, an ben Schmalseiten gibt es Extrafächer für Bücher unb anbere Kleinigkeiten unb vor allen Dingen für Staubsauger, Bügeleisen unb Besen ober Mop.

Schränke sinb überhaupt bas Wichtigste für solch ein Zimmer, in bem nur bas Nötige Platz hat, daher baut man vielfach Wandschränke in bie Kleinwohnungen ein. Sie bewähren sich sehr gut, nehmen keinen Platz weg

Mehr Freude.

Von Franz C i n g i a-Schramberg. Mehr Freube sollst bu in bir tragen, «liebt trauernb deine Straße gehn. Das Leben niemals hart verklagen. Es läßt doch oft auch Sonne sehn.

qn deiner Seele soll erklingen Ein freier, fröhlicher Gesang, ©ann heben Saiten an zu schwingen Unb leicht unb munter ist bein Gang.

ffienn Freube weilt in ben Gebauten, Dann wirb die Arbeit bir zum Spiel. Dein Wollen wirb nicht immer schwanken. Du schreitest fort von Ziel zu Ziel.

Macht Schönheit glücklich?

, Dina Ern st berge r, Neunkirchen am Branb.

„acht Schönheit glücklich? Nicht immer — vielleicht ■nüfete man sagen: nur selten!

@5 j» wahr, einem schönen Gesicht öffnen sich alle e5 entzückt, wirb geliebt, alle kleinen Charakter- l/dler die uns bei häßlichen Frauen riesengroß erschei­nen verschwinden bei dem Lächeln einer schönen Frau. M versteht sie es noch dazu liebenswürdig zu (ein, so tarf sie alles wagen, was wir bei anderen verdammen «Stet. Die Bewunderung der Herrenwell ist solch lie­benswürdiger Schönheit stets sicher und damit hat sie vie- bj was gerade Frauen als höchstes Glück betrachten, Eg anderen Zeitgenossinnen voraus. Aber Schönheit «hört zu jenen Elücksgütern, die sehr vergänglich sind. Sie ist wie ein goldener Sommermorgen, der schon um Mag Gewitterwolken weichen muß.

Mes äußere Glück, wie Schönheit, Reichtum, Ehre ist wertlos, wenn ihm das Bleibende, die Schönheit der Seele fehlt. Unb bas ist bei einem schönen Gesicht sehr ? kgUfjr der Fall. Aeußeres Glück erzieht keine Charaktere; du wirkliche innere Wert eines Menschen gedeiht nur bay, wo der Schmerz, der Ernst und eine harte Lebens­schule den Boden zubereitet hat. Das Glück der Schönheit ohne inneren Wert ist nur kurz, es fällt gar schnell, vom älter hinweggesegt. Die Zeit streift den zarten S bmelz von der Blüte, neue Knospen springen und verlachen die andern, die sterbend entblättern. Wehe, wenn bann ver­gehende Schönheit sich bem Gebot ber Vergänglichkeit nicht fügen will, wenn sie mit künstlichen Mitteln zum Betrug greift. Nichts wirkt widerlicher unb lächerlicher, ! als eine alternde Kokette, die um jeden Preis die vergan­gene Jugend festzuhalten versucht.

Es ist der Fluch der Schönheit, daß sie so umschtnei- chelt wird. Das betört und verdirbt den Charakter. Un- I f ter bem giftigen Hauch der Schmeichelei müssen die zar­ten Triebe tiefer, edler Empfindungen verdorren. Schön­heit des Körpers gefährdet stets die Schönheit der Seele und darum ist die Schönheit nicht Glück. Wo das Weib nur um seiner äußeren Schönheit Ellen geliebt wird, da ist das Glück sehr vorübergehend. Was bleibt bann, wenn bas Alter die Schönheit verdrängt? Nichts! >— Verbit­terung und Leere, verwöhnt:, umschmeichelte Frauen kennen selten Bescheidenheit, Opferliebe, Güte, Anmut »nd häusliche Tüchtigkeit, Eigenschaften, die unbedingt ;u einer glücklichen Ehe gehören.

In der Liebe mag die Schönheit der Frau ausschlag­gebend fein, in der Ehe aber sind es nur die inneren ■ Werte, die das häusliche Glück befestigen. Eine Frau tonn auch ohne Schönheit sehr hübsch sein. Gerade das Bewußtsein bes Mangels an Schönheit gibt ben Ansporn 3u anderen bemerkenswerten schönen Eigenschaften, bie

Verlust ber Schönheit ersetzen sollen. Geist, Lie- oensroürbigteit, Güte uff. Solche Tugenden überdauern «n Reiz eines lieblichen Gesichts unb haben bleibenben ®.ert; Frauen, die wissen, daß ihnen der Reiz der Schön- | W fehlt und darum nicht klagen, sondern sich damit , mit etwas ganz Selbstverständlichem abgefunden ha- ’fMinb meist treffliche SebensEameraben, frei.von Neib, Wrsucht, Egoismus unb Mißgunst. Sie kennen echte Kundschaft, aufopfernde Gattenliebe und Mutterpflich- sind die Aussichten einer glücklichen Ehe bei en häßlichen besser, wie bei der umschmeichelten Schon- 9etL

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Beilage zur Fuldaer Zeitung

29. August

Vielp der Antworten wird das Kind vergessen. Die Angelegenheit ist oftmals erledigt, sobald das geistige Begehren gestillt ist. Wird es aber nicht gestillt, so wer­den seine Gedanken so lange an dem für seine Jahre schwierigen Problem rätseln, wird die Phantasie sich er­hitzen, bis irgend ein — mitunter recht schlimmer — Weg gefunden ist, der dem Suchen ein Ende macht.

Unb welche Mutter möchte ihr Sinb wohl auf solchen bunklen Wegen umhertappen lassen, auf Wegen, bie oft­mals am Abgrunb vorbeiführen?

Frau und Hochschulstudium.

Heber 2500 Studentinnen an der wiener Universität.

Vor einigen Tagen veröffentlichte bie Wiener Uni­versität einen Bericht über bie Zahl ber Inskriptionen im abgelaufenen Studienjahr. Von besonderem Interesse sind die näheren Angaben über bas Unioerfitätsftubium ber Mäbchen unb Frauen in Wien. Zeigen diese doch überraschenderweise, daß bereits der vierte Teil aller an ber Wiener Alma mater Studierenden dem weiblichen Geschlecht angehört. Man muß wirklich staunen, baß ber Zugang ber Frauen zum Hochschulstudium einen solchen Umfang angenommen hat. Wie ber Bericht der Universität genau feststellt, ist es trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Lage so, baß beispielsweise an der phi­losophischen Fakultät derzeit schon 38 Prozent weibliche stubierenbe zu verzeichnen sinb. Im letzten Studien­jahr hatten 1846 Mädchen unb Frauen Philosophie, 411 Mebizin unb 306 Rechts- unb Staatswissenschaften in- skripiert. Es ist also bamit zu rechnen, baß im nächsten halben Jahrzehnt runb 500 Doktorinnen alljährlich nach Vollenbung ihrer Stubien bie Wiener Universität Der- lassen unb sich um eine Anstellung ober Betätigungs­möglichkeit bemühen werben. Unb so viele müssen hier­bei berzeit leiber nur zu halb erkennen, baß ihre Zu- kunftsaussichten sehr ungünstig sinb. Bisher hatten es unter ben weiblichen Akabemikerinnen in Wien runb 450 Aerztinnen relativ am besten getroffen. Aber ba gegen­wärtig in Wien runb 450 Aerztinnen tätig sinb, ist auch hierfür nunmehr das für bie Medizinerinnen zgäng- liche Arbeitsgebiet erschöpft. Unb außerhalb Wiens '.st es ben Mebizinerinnen in Oesterreich noch nicht gelun­gen, auch nur einigermaßen festen Fuß zu fassen.

Die Frau als Hausarzt.

Reinheit und Abhärtung der haut. Um ber Haut bie nötige Reinheit zu erhal.en unb bie Einwirkung ber Wit­terung ufro. auf bie Haut auszugleichen, ist eine regel­mäßige, bes Morgens vorzunehmenbe Waschung bes Ge­sichts unb der sonst sichtbaren Hautflächen mit Borax- wasser vorzüglich. Der Borax verseift sich mit dem über Nacht säuerlich gewordenen Fett ber Haut, kühlt unb wirkt entzünbungswidrig. Man vermischt bas Borax­wasser — ein Teil Borax auf 12 Teile Wasser — je nach Belieben mit etwas Orangen- ober Rosenblütenwasser unb hält sich basselbe in einer Flasche vorrätig. Beim Waschen mit Boraxwasser läßt man dasselbe 3—4 Minu­ten auf bie Haut einwirken unb verrichtet dann bie ge­wohnte Morgenwäsche ohne Seife.

Würmer.

Zu ben wirksamsten Mitteln gegen Spülwürmer gehört Knoblauch in Milch gekocht unb letztere gesiebt getrunken.

Die Frau Ui der Küche.

Gemüsesuppe. Zutaten: 1%—2 Liter Wasser, 1 Taste ausgekernte frische Erbsen (Schoten), 4 kleine Mohrrüben, 2 Salatherzen, 2 Kohlrabiköpfe, 2—3 Wirsingkohlblätter, 1 Schalotte, einige Stengel Petersilie, 30 Gr. Butter, 2 Eßlöffel Sahne (Rahm), 10 Tropfen Maggi's Würze, Salz, 1 Prise Muskatnuß. Zubereitung: Die sau- ber vorgerichteten, ganz fein geschnittenen Gemüse und bie Erbsen bämpft man in ber heihgemachten Butter, mit dem Mehl überstäubt, gut burch, füllt mit bem Wasser auf, salzt unb läßt bie Suppe so lange kochen, bis das Gemüse weich ist. Dann brückt man es burch ein Sieb, kocht nochmals mit ber Suppe auf, schmeckt ab, fügt bie Prise Muskatnuß bei unb richtet über bie mit Maggis Würze verquirlte Sahne an.

merkt hatte. Aber sofort stand sie wieder auf und tief wie ein Reh weiter. Keuchend stürzte sie in die Hütte und rief Nima-Tashi zu, der neben seinem Iaktreiber stand:

„Kommen Sie doch, Nima! Rick ist hinuntergestoßen

Sie brach jäh ab; denn sie besann sich, daß Nima kein Wort Englisch verstand. In ihrer Erregung packte sie ihn am Arm unb zog ihn nach ber Tür. Als der Tibe­taner sie verwundert ansah, rief sie ihm den Namen ihres Freundes zu:

„Nick, Nick!"

Dann versuchte sie, dem Tibetaner durch Gesten das Vorgefallene klarzumachen. Als er begriff, daß feinen Freund ein Unglürf betroffen hatte, stürzte er fo eilig aus der Hütte, daß sie Mühe hatte, ihm zu folgen. Er ging den Spuren im Schnee nach, bis er an den Rand des Abhangs gelangte. Als Janet ihn eingeholt hatte, wandte er sich und stellte ihr eine Frage auf tibetanisch. Sie erriet, was er wissen wollte und ahmte einem Manne nach, ber einen anberen in ben Abgrunb stößt unb zeigte bann in bie Tiefe, währenb sie Nicks Namen rief.

Der Ausdruck in Nimas Augen sagte ihr, daß er sie verstanden hatte. Er nickte und brüllte auch den Namen seines Freundes in den Abgrund hinein. Als keine Antwort aus der Tiefe kam, auch nicht auf einen zweiten lauten Ruf, wandte er sich um und machte dem Mäd­chen ein Zeichen, ihm zu folgen unb ging schnell nach ber Hütte zurück. Als er bort ankam, sprach er mit seinem Paktreiber, ber ein langes Tauenbe herbeiholte unb eine Axt, bie er sich in ben Gürtel steckte. Nima- Tashi nahm ein Gewehr zur Hanb, steckte eine Patrone hinein unb reichte es bem jungen Mäbchen. Gleich­zeitig machte er ihr Zeichen, baß sie bie Vorräte be­wachen sollte. Jnbem er einem Manne nachahmte, ber zielt unb abfeuert, gab er ihr zu verstehen, sie solle ihren Vetter, fobalb sie ihn erblickte, niederschießen — eine unmögliche Aufgabe für sie! Dann eilte der Ti­betaner, von dem Paktreiber begleitet, nach der Un« glücksstätte und verschwand bald in der zunehmenden Dunkelheit.

(Fortsetzung folgt.)