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Sport-Blatt der Deutschen Jugendkr
Amtliches Gauorgan der Bezirke Fulda.Hünfeld, Kinzig.Jossa, Hesse«.Kassel. Hohe Rhön und Vorder.
Von der echten Lebensfreude
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„Ist nicht im Innern Sonnenschein, von außen kommt er nicht hinein."
Hünfeld 2. Dieters!
Kirchhasel 1. Peterch
Z'?ks gaben ihre Aemter wieder zurück, und es erfolgte die Neuwahl des Bezirksvorstandes: Bezirksprafes iRfar« rer Beck, Borf^ "" - .....° ~ -
Der Bezirks-Spielausschuß: Herm. Waide
Verbandsspiellermine.
Sonntag, den 31. Aug., finden folgende spiele statt: ,
Neuenberg — Mittelrode (Heil).
Kerzell — Pilgerzell (Bolz).
Kohlh ms — Döngesmühle (Faßbender).
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Was ist aber von Festen und Feiern zu halten? Folgt daraus, daß es solche nicht geben darf? Bei weitem nicht! Wahre Feste und Feiern stehen durchaus nicht zu diesen Anschauungen im Widerspruch. Das, was man heutzutage gemeinhin darunter versteht, hat aber eigentlich mit einer „Feier" nichts zu tun. Unsere Vorfahren agten „fira" und „vire", das kam vom lateinischen Wort eria und heißt Ruhetag. Darin liegt eigentlich schon alles. Jede echte Feier ist der Ausdruck des tiefen Erlebnisses einer Gemeinschaft. In der Feier findet die Idee der Gemeinschaft ihren Ausdruck. Das versteht ihr am besten, wenn ihr an die kirchlichen Feiern denkt. Die Deutsche Iugendkraft steht asten Festen und Feiern ablehnend gegenüber, die gegen ihre Grundsätze verstoßen, die nicht die Führerschaft der Seele ' ‘ ‘ Gefolgschaft des Leibes zum Ausdruck Sie bringen keine echte Freude, denn
- - Der Spielausschuß: H. Waidir.
Wir haben in unserer letzten Betrachtung ein Uebel kennen gelernt, das übermäßige Streben nach Erdengut, welches durch feine Herrschaft im wirtschaftlichen Leben und sogar auf dem Sportplatz alt und jung ergriffen hat und erniedrigt, unzufrieden und unglücklich macht. Ist denn wirklich ein vollkommen glückliches Erdenleben nicht möglich? Es scheint beinahe so, wenn wir herumhorchen. Da kommt es uns so vor, als ob doch all das Lustige, Heitere etwas Oberflächliches, Vorübergehendes ist. So etwas wie Galgenhumor. In dieser Stimmung hat einer einmal gesagt: „Das Leben ist eine Zwiebel, die Man weinend schält." Ein Dichter bekennt: „Des Lehens ungemischte Freude wird keinem Irdischen zuteil." Viktor Hugo erklärt: „Das Leben beginnt mit einem fächeln wird unter Schluchzen fortgesetzt und endet mit einem Aufschrei aus dem Abgrunde." Und ein vierter soll noch zu Worte kommen, der sagt: „Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: geboren werden, leben und sterben; er wird geboren, ohne es zu fühlen, er leidet bis zum Sterben und vergißt dabei zu leben". Wenn man jung ist, hört man solche Worte nicht gern. Vielleicht zweifelst du auch an der Wahrheit derselben. Doch horst du von den Alten, die du fragst, etwas anderes? Daß der Mammonsgeist auch nicht glücklich macht, hast bu bei unserer letzten Betrachtung selbst zugegeben, aber du willst ,a auch nicht das Geld des Geldes wegen lieben, du schätztest es nur, weil es dir die Möglichkeit gibt, das Leben zu genießen. Das Kino, der Tanzsaal, sie öffnen sich nur dem, der Geld hat. „Ja, wenn ich nur Geld hatte, da wäre das Leben eine Freude, alles könnte ich mitmachen, alles könnte ich mir leisten." So sagst du und denkst nicht daran, daß dein Meister, der es doch besser versteht, gesagt hat: „Selig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet werden". Wenn dir ein anderer sagt: „Glücklich ist , bann wirft bu b-arüber fachen ober aar boie werden, wenn es einer ist, von dem du annimmst daß er es besser hat als du. der vielleicht nicht so wie du von morgens bis abends, Tag für Tag, in das Joch der Arbeit gespannt ist, dem nicht so viel Entbehrungen auf- erlegt sind wie dir. Aber nun kommt Christus, dem selbst keine Traurigkeit und Bitterkeit erspart blieb, und preist glücklich, selig die Trauernden. Da muß doch etwas dahinter stecken, etwas Geheimnisvolles, das uns bei oberflächlicher Betrachtung nicht so leicht verständlich ist, etwas Göttliches. Die Fähigkeit, dieses zu erkennen, hat uns Gott gegeben, wir müssen uns nur einmal innerlich frei machen von allen Bedürfnissen und Anforderungen an das Leben, die uns zu Sklaven machen, von allen törichten Wünschen, durch deren Erfüllung wir das r/ebensgluck erhoffen aber niemals erreichen. Daß urfl-r Meister mit obigem Ausspruch nichts Falsches gesagt hat, haben in Wirklichkeit die Menschen immer eingesehen, wenn sie das Leben betrachtet hüben, ohne von den genannten Sklavenketten gebunden zu sein. Das tuen sie gewohnlickp wenn sie einen Blick in die Vergangenheit werfen. Das sollst du, lieber Jungmann, jetzt auch tun, und du wirst dich über dich selbst wundern, daß du eigentlich derselben Meinung bist wie dein Meister. Denke einmal über die Vergangenheit deines Vereins nach! Vor zehn Jahren ist er gegründet worden. Mitglieder find ge-ommen und gegangen. Einige sind noch da, die mit dem Präses zusammen den Verein gegründet haben. Durch nichts haben sie sich zur Untreue verleiten lassen. Opfer auf Opfer haben sie gebracht. Immer wieder waren sie am Uebungsplatz, immer wieder haben sie sich
Veztrksklasse, 9 Mannschaften:
Gruppe Fulda: Dom 1. Kolping 1 « berg 1 Petersberg 1. Steinau 1. ' '
Gruppe Hünfeld: Hünfeld 1 ®
Steinhaus 1. Bimbach 1.
ALlaffe. 21 Mannschaften.
Am Sonntag, den 7. September, vormittags 9. Schirisitzung im Gasthaus zum goldenen Anker, In derselben werden die neuen Spielregeln ausg Es haben aste zu erscheinen. Schäfer.
Ergebnis dieser Halbzeit In der zweiten 6 Mannheim sehr im Vorteil und dränate
Zum Ausgleich, der ihm bis zum Schluß »3 gelungen ist. 1 ° au“
Der Kreissporttag fand seinen Abschluß i» Herren Spiel Viernheim—Bürstadt das i
Bezirk Fulda-tzünfeld
Am kommenden Sonntag nachmittags 3 Uhr | DJK. Kolping 1. Mannschaft gegen die gle’' Schlitz am Sportplatz Wallweg. Da beide Mi ten in stärkster Aufstellung antreten,»ist ein span Kampf zu erwarten.
Schiri-Vereinigung Fulda.
Deutsche Zugendkraft und Reichslagswahl.
Em Echo der Festversammlung beim Hilderser Vezirkskreffen
Gruppe Fulda: Dirlos 1. Kleinlüder i gerzell 1. Neuenberg 1. Margretenhaun i rod» 1. Wissels 1.
Gruppe Neuhof: Neuhof 1. Kerzell 1
™M''- < — °. Welkers 1. Veitsteinl
Ich bei Geisa; Bezirksleiter: Lehrer Kim- 7- Hünfeld-Land: Bezirksspielwart: Karl Schäfer II, Eiterfeld; Bezirksleichtathletikwart: Lehrer Lons, Oberufhausen. Bezirkswanderwart: Lehrer W e i- gand, Soisdorf; Bezirksschiriobmann: Jean Glotz- bach, Eiterfeld; Bezirkskassenwart: Lehrer Ehrlich, Leibolz.
Deutsche Jugendkraft, der Name unseres Verbandes. Wie ,edes Wörtchen in dieser Titulatur bedeutsam so auch das Wörtchen „Deutsche". Unser Name ist ja unser Programm pflegt man zu sagen. Das „Deutsche" also em Programmpunkt und zwar ein ganz wichtiger, im Angesicht der kommenden Wahlen besonders zu betonen. Eigentlich sollte jeder Deutsche hinreichend wissen, was „deutsch" heißt und sollte das Wort jedem so klar fein, MR es auch gar keine Meinungsverschiedenheit darüber geben konnte. Aber dem ist nicht so, wie das Zerfleischen der Deutschen in ihrer eigensten deutschen Angelegenheit, in der Wahl zum deutschen Parlament nur in allzu trauriger Weise bestätigt. Für jeden Jugendkraft- ler hat das Wort „deutsch" diesen Sinn voll Verantwortung vor Gott, vor den Volksgenossen und vor der Geschichte.
Zunächst darf es nicht überspannt national aenammen werden, als ob die Deutschen ein besonders Lieblingskmd Gottes bei Schöpfung der Nationen qewe- jen waren, fodaß sie wirklich anderen Nationen weit überlegen sind an Tüchtigkeit und ein Recht hätten, sich für die von der Vorsehung bestimmte, beherrschende Nation zu halten. Das wäre gotteslästerlicher Stolz. Und diesem Stolz gar andere verachten und für Schädlinge der Menschheit erklären, das wäre noch schlimmer. Oder alles was andere Nationen an Vorbildlichem haben verneinen und ablehnen, das wäre dumm und zum Schaden deutschen Volkes, alfo undeutsch. Ebenso verkehrt aber wäre es, alles nachäffen, was andere Nationen auch S"; Der Deutsche soll sich zu stolz sein, die Unsitte Md Laster anderer Volker, wie Nacktkultur, Zwei-Kin- Lkrsystem — religiöse Gleichgültigkeit nachzuahmen, rikeil es em Schaden ist für die Starkerhaltung des deut- sHen Volkes Gott hat den deutschen Michel auch nicht a>k, Leutnant mit dem Säbel, in welchem sich viele rechts- radikale Kreise den Nationaltyp eines Deutschen vorstel- tfn geschaffen, sondern als Michel mit der Zipfelmütze, lmd die deutet auf etwas Gemütlicheres als nur Ge- tönfe an Raffe, Selbstbewußtsein, Säbel und Sporen...
Das Wort deutsch bedeutet vielmehr geschichtlich bei Iftn Dichtern und Geschichtschreibern des deutschen Volkes „Tugendhaftigkeit, Bewährung in guter hl. Sitte". So läsen und verstehen wir das Wort von Walter von der ^gelweide, des großen deutschen Dichters des Mittel- Mers — zur Zeit der Kreuzzüge: „Tutsche Mann sind nroll gezoggen, recht als Engel sind die Wieb getan". Das gibt dem Worte deutsch einen Inhalt, der des Ruhmes wert ist. Hätte es doch diesen Ruhm bewahrt vor anderen Nationen. Leider ist er vielfach verloren oe- gangen, verloren gegangen besonders durch religiöse Vcr- flachung und religiöse Gleichgültigkeit. Ernste religiöse Zn ° mr?.' .reHüwse Verpflichtung und Bindung sind die besten Mittel echte Männer- und Frauentugend zu erhal- ten Möge das Wort „deutsch" in dem Sinne recht tief uno ernst verstanden werden in Beziehung aus das eigene
Der Bezirkstag in Soisdorf.
In Verbindung mit dem Jugendtreffen in So isd or f fand auch der Bezirkstag der D. I. K.-Ab- teilungen der Vorderrhön statt. Die Iugendkraftler waren zahlreich erschienen. Unter den Gästen konnten besonders unser Diözesanpräses, Kuratus Kind, und der Schriftleiter des Jugendblattes der „Fuld. Ztg.", Dr. Sauer, begrüßt werden. Der einstweilige Bezirksleiter Lehrer Kimmel eröffnete die Tagung und gab zu- nächst einen Ueberblick über die Entwicklung der D. I. K. nn Kreise Hünfeld. Die erste Abteilung des Kreises war
^e- Kreisstädtchens Hünfeld. Dazu gesellte sich 1925 als z. Stellung die Sportabteilung der Jünglingskongre- galion Soisdorf. Im Sommer 1926 wurde die Bezirks- gruppe Hünfeld mit 6 Abteilungen gegründet. Es gehörten dazu: Hünfeld, Soisdorf, Mackenzell, Kirchhasel, Hunhan und Rückers. Später kamen noch 9 andere Ab- tetlungen hinzu, nämlich Hofaschenbach, Morles, Burghaun, Michelsrombach, Steinbach, Rohbach, Wölf, Eiterfeld und aus dem Kreise Fulda Steinhaus. In den nach-
* Bezirk des Gaues Kurhessen lädt alle
Iugendkraftler für nächsten Sonntag zu seinem ersten I flauoffenen Bezirkssportfest in Barsch ein. Seit einem Jahre hat die Jugendkraft in der Vorderrhön und auch I 'm anschließenden Thüringerland Fuß gefaßt. Noch sind I 65 wenige, die dort den Sport im Iugendkraftgeist pfle- I flen, wollen; viele, die auch in den Reihen der Jugend- । kraft stehen könnten, sind noch abseits. Es muß darum hier in der Nordostecke des alten Fuldaerlandes die Propaganda für unsere kathol. Sportideale besonders stark I entfaltet werden. Wir bitten darum alle Jugendkraft- I ler und auch die Stammvereine, an diesem ersten Be- I zirksiportfeste sich recht zahlreich zu beteiligen. Wir ha- ben das feste Vertrauen und die Ueberzeugung, daß un- I sere Bitte nicht verhallt. Euch alle heißen wir willkom- I wen. ihr Führer aus dem Priester- und Laienstande, ihr I Iugendkraftler, Gesellen und Jungmannen, ihr Arbeiter und studierenden. Helft alle mit, daß die Erkenntnis sich Bahn bricht: Der katholische Sportler fall nur im
I Jugendkraftlaqer stehen.
Das Rhöndörfchen im Ulstertale hat sich bereitwilliast 3» weitgehendster Gastfreundschaft bereit erklärt, damit Euch nicht zu hohe Kosten entstehen. Kommt darum alle, mit Euren Fahnen und Bannern, damit wir eine wir- kungsvolle echte Iugendkrastveranstaltung durchführen können.
Ein herzl. Willkomm- und Jugendkraft Heil!
Die Bezirksleitung:
Beck, Pfarrer, Bezirkspr. Kimmel, Lehrer, Bezirksl. Programm:
9 00: Festgottesdienst mit Festpredigt.
10.30: Beginn der Wettkämpfe auf den Wiesen des Wiesen des Ulstertales (Dreikämpfe und j Staffellaufe).
12—1.30 Pause.
1.30: Festandacht.
2.00: Antreten zum Festzug durch das Dorf zum Festplatz.
2.30 Fortsetzung des Wettkampfes.
5.00: Fußballpropaganda-Wettspiel: 1. Mannschaft _ n. von Hünfeld — Bezirksauswahlmannschaft. I 7.00: Preisverteilung und Karl Mosterts-Ehrung
im Schwanbergerfchen. Saale, ferner Jugend- I kundgebung, in der zwei Jugendführer aus I Thüringen sprechen.
krelssporttag in Viernheim.
2ln> Vormittag 800 Zuschauer, am Nachmittag 3000 Zuschauer.
Feierliches Glockengeläut von der Apostelkirche in Viernheim um 5.30 Uhr morgens und unter den Klön- I gen der schneidigen Musikkapelle der DJK. Viernheim wurde der große Sporttag des Kreises Hessen-Nassau er- öffnet. Aus allen Tellen bes Kreises unb barüber hin- I aus (Baden-Pfalz) waren sie gekommen, an ben Kamp- I fen teil zunehmen. Für die Gäste aus den benachbarten Kreisen waren sogenannte Rahmenkämpse eingelegt, sodaß auch diesen Gelegenheit geboten war, aktiv mitzu- 1 wirken.
I Viernheim glänzte in Flaggenschmuck. Es regnete I noch, als um 8.30 Uhr die Hundertschaften (Kathol Ver- I eine Viernheims und die Gäste) zum Festgottesdienst un- I ter vorantritt der Musikkapelle DJK. und dem Blasor- | chester der Vereinigten Feuerwehrkapelle Viernheim | marschierten. Das Gotteshaus war überfüllt von jungen und älteren Männern und der Jugend. Die Fah- uendeputationen bildeten Spalier. Neu war das Auftreten der Mainzer Fechtabteilung, die die Ehrenbezeugungen vor dem Allerheiligsten erwiesen hat Herr Gaupräses Niklaus, Mainz, hielt eine zündende Festpredigt an die Jugend und erinnerte an die Pflichten in der heutigen Zeit. Er gedachte des verstorbenen Gene- ralpräses Mofterts, der dieses Werk der kaih. Jugend geschaffen, das feinen Zweck darin findet, das kath Volk m dem Verband der DJK. zusammenzufassen. Um 10.15 Uhr zog ein stattlicher Festzug mit Musik zum Sportplatz. Das Wetter hatte sich inzwischen bedeutend gebessert und war für die Austragung der leichtathletischen Vorkämpfe wie geschaffen. Die erweiterte Sport- anlage der DJK. Viernheim mit ihren 3 Spielfeldern und die neuerbaute Sporthalle prangte in reichern Flaggen- schrnuck. Die Vorkämpfe übten schon eine große Anziehungskraft auf die etwa 800 Erschienenen aus. Unter scharfer Konkurrenz wickelte sich das Vormittags-Programm ab, das um 1 Uhr feinen Abschluß fand.
In den frühen Nachmittagsstunden zogen immer noch weitere auswärtige Gäste in den Ort zum Besuche des Kreissportfestes. Nach Beendigung des Nachmittagsgot- tesdienstes entwickelte sich alsbald ein stattlicher Festzug Zum Sportplatz Punkt 2.45 Uhr wurde mit dem Haupt- Programm begonnen, woran die Bevölkerung Viernheims in großem Maße Anteil nahm. Cs waren ungefähr 3000 Zuschauer erschienen, die sich an den leichtathle- tsichen Schlußkämpfen begeisterten. Cs fanden zum Teil sehr erbitterte Kämpfe zwischen früheren Bezirks- und Kreismeistern statt, die eine starke Spannung bei dem Publikum auslösten. Mit größter Spannung wurde das Fußballspiel Viernheim —Städte Elf Mannheim erwartet, das überraschend 2 : 2 ausging. Der Kreismeister führte in der 1. Hälfte einen schönen Fußball vor unb war der Städte Elf technisch unb taktisch überlegen. Die Vorlegung von 2 Toren war das
über alles Unangenehme, über alle Krisen hinweggesetzt, sind darüber Meister geworden. Viele andere wurden der Sache überdrüssig. Anfangs, als gute Kräfte da waren unb die Meisterschaft errungen wurde, als es Freibier und wer weiß was noch gab, da waren sie da. Als sie aber merkten, was eigentlich los war, daß es sich weniger um Vergnügen, um Zeitvertreib handelte, fonbern um ernste Arbeit, um einen ernsten Kamps zwischen Leib unb Seele um die Vorherrschaft, da sind sie abgeschwenkt, denn das alles nahm ihnen die Zeit und die Gelegenheiten zum „Genießen des Lebens" durch Liebschaften, Tanzen, Kinobesuch, Alkohol usw. Nun frage ich dich, lieber Jungmann, wen schätzest du nun höher ein?
Am vergangenen Freitag hat eine DJK.-Abteilung eine Spielersitzung abgehalten, in der das Abschwenken zweier Spieler aus niedrigen Gründen verurteilt wurde. Gleichzeitig wurde festgestellt, daß ein Spieler am Sonntag das 100. Spiel der ersten Mannschaft mitmacht, ohne jemals ausgesetzt zu haben. Alle Iungmannen waren sich einig darüber, daß ein solcher Gemeinsinn, daß eine solche Kameradschaftlichkeit, die es fertig bringt, auf Vergnügungen aller Art zu verzichten, um seine Kameraden nicht im Stich zu lassen, nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Daran hat sich die Mannschaft aufgerichtet, dadurch hat sie sich leicht darüber hinweggefetzt, daß die Abtrünnigen die Spielstärke herabsetzen.
Dieselben Erscheinungen beobachtest du bei Betrachtung der Weltgeschichte. Kannst du ein Beispiel finden, daß man einen Mitmenschen deshalb für groß und bedeutungsvoll angesehen hat, weil er ein luftiges und begue- nies Leben geführt hat? Solche Menschen werden schon zu Lebzeiten verachtet und bald nach dem Tode vergessen. Wer den Ernst des Lebens, die Traurigkeit, das Ringen und Kämpfen nicht kennt, von dem wird die Welt keinen Nutzen haben, der wird schon in diesem Leben nichts bedeuten. Aus der Zeit, in der Völker in Not waren und gekämpft und gerungen haben, berichtet die Geschichte Großes. Mit Beginn des Wohllebens hüllt sie sich in Schweigen. Seht ihr, so sind wir alle in unserem Urteil einig mit Christus unserem Meister. Worin liegt aber nun das Geheimnisvolle? Ihr wißt es längst. Die Traurigkeit, der Ernst, das Ringen und Kämpfen, alles das führt uns zu Gott. Und darin liegt das Glück, das bringt die Seligkeit.
2JoIf. Deutsch endlich bedeutet verbunden miteinander, verantwortlich füreinander. Ja der Herrgott hat die Menschen verbunden. Der deutsche Michel mit der Zipfelmütze war sich jedenfalls noch dieses Naturgesetzes bewußt und lebte danach mit feinem Nachbar friedlich zusammen, nicht voll Argwohn, daß dieser fein Feind fei, der ihn nicht leben lassen wolle. Und wenn der Nachbar mal in Not war, dann half Michel, daß jener nicht ZU Grunde gehe. Das war so deutsche Art. Heute ist das ganze Volk zerrissen in Berufsstände, die sich gegenseitig beargwöhnen und befehden und das Leben nicht gönnen. Wo bleibt da die Ueberzeugung eines von Gott ZU Schickfalsgemeinschaft zusammen verbundenen Volkes. Und fast schlimmer noch wie wilde Tiere gegeneinander im politischen Kampfe. Und erst gar Verantwortung füreinander? Treue Berufserfüllung als Dienst am Volk, im Auftrag Gottes, der jedem ein Stückchen feiner Erhaltung und Vorsehung übertragen hat. Wo bleibt bas wirkliche Handeln nach dieser Auffassung. Und dabei noch Verbundenheit und Verantwortung um so grö- ßer, je schlimmer die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse im Volke liegen. „Deutsch" gleich mit dem Starnmesgenossen fühlen, wollen, leiden, tragen und hellen- Das sind ernste Gedanken über den Sinn bes Wörtchens deutsch, bas wir an der Spitze unseres Verbands-Namens tragen.
Seien wir würdige Verbands-Mitglieder, die auch den Sinn zu erfüllen suchen, die nicht einem Zerrbilde biefes Ideals jetzt bei der Agitation im Wahlkampf nach- laufen. Das Nationale hat der Herrgott selbst begrenzt und das nationalistische Gebaren hat uns nie Segen gebracht, das tugendhafte war aber der Ruhm der deutschen nach der Geschichte und ist auch die Pflicht eines jeden als Katholik.
Das Verbundensein und Verantwortlichsein füreinander, einer für alle und alle für einen, das gemeinsame Wohl zuerst und das eigene Wohl zuletzt, das ist die naturgesetzliche ewige Grundlage und die allererste und schwerste Pflicht, die das Wort „deutsch" uns auf» legt.
Haben wir diese Grundsätze, die das erste Wörtchen I unseres Verbands-Namens ausspricht, vor Augen, bann I tanns wie auch unser Generalpräses Walker in feinem I Wahlaufruf sagt keine Wahlfaulheit geben, bann wirb I bei der DJK. keine Stimme zu haben sein für die Par- I teien der Interessenpolitik und bes Rabikalismus, fon« I bern nur für die Parteien bes Rechtes unb der Frei- I beit, auch keine Stimme für die heidnische Kulturfront I des Sozialismus und Liberalismus, sondern nur für die I christliche Kulturpolitik des Zentrums, unb niemals eine I Stimme für irgendeine Diktatur von rechts oder links, I sondern jede Stimme für ben altbewährten Kanzler des I deutschen Volksstaates Dr. Brüning. Jugendkraft-Heil! I
Fr.
tfür das Amt bes Turnwarts konnte noch keine geeignete Persönlichkeit gefunden werden. Der im Herbst ftanfinbenbe Kursus soll für die Auswahl entscheidend
Nach der glatten und reibungslosen Erledigung der Wahl wurde das Arbeitsprogramm vorgetragen Zunächst ist es das Bezirkss portfest am 31. August, das in seinen Einzelheiten durchgesprochen wurde. Für worTen^1" uns r schone, wertvolle Preise gestiftet
„ Mr die Schülerstaffel steht als Wanderpreis ein D. A K. Wimpel aus. Die Jugendlichen der Jahrgänge 1914/15 laufen um den Preis des Dekanats Geisa, eine l?n'9flial-Kohlezeichnuna von dem Fuldaer Maler Fritz Wolf. Die Jugendstaffel 2. Jahrgang 1912/13 kämpft um den Wanderpreis des Dekanats Eiterfeld, eine sehr feine und wirkungsvolle Aufnahme des Haselstein. Der Altersklafsenstaffel ist als Wanderpreis eine D. I. K -Plakette gestiftet worden. Den schönsten unb wertvollsten Preis für bie Bezirks-Karl Mofterts-Staffel ist eine eben« lalls gestiftete Karl Mosterts-Plakette in künstlerischer Ausführung, schwere Bronze auf einer Marmorplatte. Die Preise sind in Fulda einige Tage im Schuhhaus Kind, Marktstraße, ausgestellt. Die Bezirksleitung hat bann auch für die Ehrung der anderen Sieger reichlich gesorgt. Jeder Sieger erhält ein Karl Mostertsbild, die drei ersten Sieger jeder Klasse und Kampfart einen Kranz. Außerdem werden auch noch Sträußchen verteilt.
Im Herbst findet am 5. Oktober der Bezirkswal d l a u f in Eiterfeld statt.
Für das Jahr 19 31 wurden dann die drei Be- zirksoeranstaltungen ausgelost. Das Bezirkssportfest findet m Wolf statt, die Waldläufe in Leibolz und Großentaft.
Zur beginnenden Verbandsspielserie wurde kurz die Neueinteilung in Klassen erörtert, doch konnte noch nichts endgültig festgelegt werden, da die Meldungen erst bis zum 31. August eingeben sollen.
Zum Schluß lud unser Bezirkspräses alle in launiger Weste zum Bezirkssportsest am 31. Aug. in Barsch ein mdnbe^ '$erte ber Gastfreundschaft seiner Pfarrge- Zum Dezirkssporttag in Dorsch.
1 folgenden Jahren schlossen sich noch an: Barsch b. Geisa, ! Großentaft, Leibolz, Oberufhausen, Rasdorf. Alle Ab- I teilungen gehörten zum Bezirk Fulda, der dadurch eine große Ausdehnung erreicht hatte. Man mußte notgedrungen die ein geschlossenes Gebiet bildenden Abteilungen der Vorderrhön abtrennen und aus diesen eine neue Bezirksgruppe Vorderrhön bilden, das im März auf dem 1. Gruppentag in Großentaft beschlossen wurde. Die (Bauleitung empfahl im April die Bildung eines selbständigen Bezirks Porderrhön, der die Abteilungen Eiterfeld, Kirchhasel, Wölf, Oberufhausen, Soisdorf, Großentaft, Leibolz, Rasdorf und Barsch umfassen fall. Es besteht Aussicht, daß der neue Bezirk noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten haben wird.
Es war nun Aufgabe ber Vertreter ber Abteilungen, zu der Anregung ber Gauleitung Stellung zu nehmen und den entsprechenden Antrag zur Loslösung vom Bezirk Fulda—Hünfeld zu formulieren. Einstimmig wurde die Gründung des Bezirks Vorderrhön beschlossen unb der Antrag genehmigt. Dann schritt man zur Wahl. Die einstweiligen Sachwalter bes Be-
B-fllaffe. 12 Mannschaften:
1. Gruppe. Stadt 1. Thalau 1. Pilgerzell 2. Dirlos 2. Döngesmühle 2.
2. Gruppe: Bimbach 2. Steinau 2. AeiHäl KKV. 1. Mittelrode 2. Rückers 1. "W
(E-filaffe. 10 Mannschaften:
1. Gruppe: Almendorf 1. Dietershausen 1 ! berg 1. Kleinlüder 2. Kohlhaus 2.
2. Gruppe: Büchenberg 1. Hattenhof 1. * 2. Rothemann 1. Rommerz 1.
3ugenb-filaffe 8 Mannschaften:
1. Gruppe: Neuhof. Kerzell. Rothemann.! tershausen.
2. Gruppe: Dom. Kleinlüder. Thalau. nesberg.
Sollte eine Mannschaft versehentlich nicht bei Aufstellung berücksichtigt worden sein, so ist ben Berel nach ein Melde-Termin bis zum 31. August 30 ch räumt worden.
Die Verbandsspiele ber Bezirks- u. C-Klalse beam am 7. September 30. Alle übrigen Klassen am September 30. Ich erinnere nochmals an bas M ber Schiri. Letzter Termin am 31. August.
Für jede an ben Verbanbsspielen teilnehme Mannschaft muß mindestens 1 Schiri gefl werden. Schiri-Meldung an Schiri-Obmann Zchj Fulda, Horaserweg 11.
Bezirk Vorder-Rhön.
Amtliche Mitteilungen der Leitung.
1. Vorstandssitzu n g in Soisdorf.
Am Freitag dieser Woche; abends 7.30 Uhr, sinkt M Soisdorf, Schule, die erste Bezirksvorftanbssis^ statt. Ich bitte bie Herren Vorstandsmitglied«^ zählig zu erscheinen. lagesorbnung wirb zu w bekanntgegeben.
2. M e ld u nge n zum Sportfest.
Endgültiger Meldeschluß ist: Freitag abend
3. Staffelmeldung.
Jede Fußballmannschaft wird hiermit verp eine Staffel zu stellen, da bie Meldungen zu bis jetzt noch schlecht eingegangen. Zu jeder müssen mindestens 3 Meldungen vorliegen, anberwg । muß die Austragung auf das nächste Jahr Der[d)W* werden.
4. Strafe bei N ich tb et e i k i gu n g am 3 i r t s f p o r t f e ft.
Jede Abteilung, die nicht aktiv am Sportfest sich Hgt, hat zur Deckung der Bezirksunkosten einen ®eti“S von 5 Mark an bie Bezirkskaffe zu entrichten. '/W
5. Fußballpropagandaspiel. .
Nach Schluß ber leichtathletischen Wettkämpft, gegen 5 Uhr, findet ein Futzbattpropaganda-Wenm zwischen ber 1. Mannschaft von Hünfeld und ber ja zirksauswahlmannschoft statt. Es stellen Wölf, Oo-rm Hausen, Rasdorf, Leibolz, Borfch, je 2 Mann. Di» düngen zu der Mannschaft müssen spätestens tag mittag beim Bezirksleiter vorliegen. ®if Heibung zu dem Spiel stellt bie Abteilung Barsch- Ball stellt ber Bezirk. Die Bezirksleitung.
Fußball. W
Aus der DJK. Johannesberg.
Amtliche Bekanntmachungen der £
Zu ben Verbandsspielen haben sich Mannschaften gemeldet. Um den Vei so viele und weite Fahrten zuzumuten, ha« s Spielausschuß entschlossen, innerhalb der Klai,« Gruppen einzuteilen. Die Tabellenersten b« tragen dann in jeder Klasse den Meister aus diese Art haben wir die Gewähr, daß alle M«, die Verbandsserie gut durchhalten.
gesmühle 1. Dom 2.
Kohlhaus 1.
Gruppe Hünfeld: Marbach 1. Wiesen 1. Michelsrombach 1.
Die 1. Mannschaft macht ihr 100. Spiel- ? J
Am Sonntag hatte die DJK. Johannesberg Gruppenmeister in ber A Klasse Fulba Bimbach Iv#| Gast. Das Spiel hatte eine besondere Bedeutung, es das 100. Spiel der ersten Mannschaft war und zeitig der Verteidiger Karl Krönung le,r.«g, ; stehen in ununterbrochener Reihenfolge das Spiel mitmachte. Aus diesem Grunde sannJ dem Spiele eine Ehrung bes genannten statt in Form eines Eichenkranzes, ber ihm Dom «orBE® überreicht wurde. Johannesberg hat in der ersten A zeit nicht soviel vom Spiele obwohl Sonne und J Rücken stand, da 2 neue Spieler eingestellt rouroen auch der eine Verteidiger ersetzt werden muhte. Mannschaft kam nur zu 2 Erfolgen. . ..„<*«1J
In der zweiten Hälfte ging es besser, bie ■
hatte sich eingespielt unb brachte es noch zu ote. j folgen. 5 : 0 für Johannesberg war bas (Enbrei ■ Bimbach stellt eine ruhige unb gut jufammenipie, ■ Mannschaft, die mindestens ein Ehrentor ocrbient
Spielergebmsse vom Sonntag-
Bezirk Fulda — Hünfeld.
Kerzell — Neuenberg 1 : 3.
Pilgerzell — Kohlhaus 0 : 2.
Döngesmühle — Dirlos 1 : 2.
Künzell 3. — Mittelrode 12:5.
Hilders — Dom 2:4. .
Kolping 1. — Künzell 1. 0 : 1.