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22. August

Beilage zur Fuldaer Zeitung

193

Gemütliches Heim

in

Ein kleinwenig Mehl ist nicht zu oer-

schmeckt werden.

denen mit kalk haltigem Master.

Wenn wir von

Sie politische Eigensendung der Frau

A. Linnenkohl.

ten sich am besten.

übermoderne Diese Letzteren das Fremdsein immer wieder nicht weiß, ob

oder übersättigte Menschen behaupten, sind aber gerade jene Menschen, die nur in ihrer eigenen Wohnung kennen und neu hineintragen, sodaß man tatsächlich man sich in irgend einer Pension oder

Mehl gebunden.

Suppe sehr kräftig

Gewürze sind nicht nötig, da die schmeckt.

vitaminarme oder ganz vitaminfreie Kost gestellt wur­den, teante Zähne bekamen. Man unterscheidet drei Arten von Vitaminen, von denen jede bei ihrem gänz­lichen Fehlen in der Nahrung verschiedene Erkrankun­gen hervorruft. Scorbut, Nervenentzündungen, Rachi- f und Tuberkulose sind oft die Folgen vitaminfreier Nahrung. Man findet die Vitamine hauptsächlich in Milch, Butter, Zucker, in allen Körnerfrüchten, in Reis und allen Gemüsearten. Wir sehen bei Völkern, die unter natürlichen Grundsätzen leben und eine vitamin­reiche Nahrung zu sich nehmen, fast ganz cariesfreie Gebiste.

Haben wir nun gesehen, einen wie großen Einfluß die Art der Ernährung auf Entwicklung und Erhaltung der Zähne ausübt, so will ich nicht unerwähnt lassen, daß bei der Entstehung der Karies noch andere Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, wie Vererbung, konstitu­tionelle Erkrankungen und auch die Hygiene (die so selten richtig geübte) des Mundes und der Zähne. Wird man erst in allen Schichten der Bevölkerung auf die Erzie­lung eines gesunden Gebisses den nötigen Wert legen, so wird es nicht unmöglich sein, kommende Geschlechter vor einer Krankheit zu schützen, deren heimtückische Ge­fährlichkeit heute noch leider allzu oft gänzlich verkannt wird.

Wenn es wahr ist, daß die deustche Politik von den Fanatikern rechts und links bedroht ist, daß sie deshalb unfruchtbar geworden, weil die Parteien der Besonnen­heit und Sachlichkeit zu schwach sind, dann ersteht für uns Frauen bei der kommenden Reichs^, tagswahl eine hervorragende Aufgabe, ein Dienst, der ihrem Wesen besonders entspricht: mit ihrem Stimmzettel die Partei der Mitte, die Zen­trumspartei zu stärken.

Obwohl die Frau seit Jahren die politische Freiheit erlangt hat, nach der in vielen anderen Ländern die Frauen mit aller Macht noch streben, wirft man den deutschen Frauen immer noch vor, sie seien politisch un­reif. Nicht ganz mit Unrecht! Noch ist die Ansicht fast durchweg verbreitet, daß die Frau sich nur um ihre häuslichen Pflichten kümmern solle; es entspricht der Art des deutschen Frauengemütes gewiß zumeist. In der Charakterisierung einzelner Volksstämme wird ja die Deutsche als „die Hausfrau" bezeichnet. Cs wäre aber ein Zeichen von Rückständigkeit, wenn die Frau die heutige Zeit so wenig verstünde und sich nicht umstellen könnte. Sie mußte dies ja auf so vielen Gebieten seit dem Kriege auch. Sie wurde sogar aus chrer Häuslich­keit hinausgedrängt in einen Brotberuf. Wie viele Frauen aus allen Ständen sind heute gezwungen, neben ihren Pflichten für Heim und Familie zum Lebensunter­halt beizutragen! Aber das Wort „Politik" allein ge­nügt schon, die äußere und innere Abwehr der meisten Frauen hervorzurufen. „Ich verstehe nichts davon!" Damit glaubt man im allgemeinen sich der Pflichten als Staatsbürgerin enthoben zu haben. Allen Versuchen von Aufklärung durch belehrende Vorträge, unterrich­tenden Artikeln in Tageszeitungen, — es genügt ja, wenn man die Anzeigen, den Roman und noch die Un­glücksfälle in Stadt und Land gelesen hat — wird ängst­lich aus dem Wege gegangen. Für den tiefsten Sinn der Politik fehlt das Verständnis. Man will es nicht einsehen, daß Politik letzten Endes Weltanschauung ist, daß es dabei oft genug um die Höch st en Di n g e g e h t. Es gibt auch bald keine Frage mehr, die nicht eine Regelung durch den Staat erführe, die eng­sten Beziehungen der Menschen untereinander werden heute von der Gesetzgebung erfaßt. Und da sollte es nicht im Interesse der Frau gelegen sein, den innigsten Anteil an der Politik zu nehmen!

Dazu kommt, daß billigen Schlagworten nur zu leicht das Ohr geöffnet wird. Die Politik widerspreche dem Frauenwesen, sie sei Sache der Männer, zudem ein garstig Ding. Die Frau sei durch und durch „un­politisch". So lauten die Eintrittskarten der „unpoliti­schen" Vereinigungen und Bünde, die sich in den letzten Jahren aufgetan haben u. in Stadt und Land agitieren. Sie sind mit ihren verfänglichen Programmen eine

auch den Magen gesund erhalten können, daß ungenü­gende Zerkleinerung der Speisen Verdauungsbeschwer­den aller Art hervorruft. Wie traurig es mit den Zahnverhältnissen in der ärmeren Bevölkerung bestellt ist, zeigen uns immer wieder die Statistiken der Zahn­untersuchungen bei Volksschulkindern. Die ersten Un­tersuchungen der Kinder in der Volksschule wurden schon im Jahre 1902 von Prof. Jessen in Straßburg ange­stellt, und er konnte damals von 10 000 Kindern nur 4 Prozent mit gesundem Gebiß feststellen. Jetzt nach dem Kriege mit seinen verheerenden Folgeerscheinungen ist es damit ebenfalls nicht besser geworden, und die Zahnfäule (Zahncarie) ist heute als die verbreitetste Volkskrankheit zu bezeichnen. Nachdem man sich schon im Altertum bemüht hatte, die Ursache für die Ent­stehung der Caries zu erforschen und lange Zeit Para­siten, Würmer etc. für ihr Zustandekommen verantwort­lich gemacht hatte, rotes Prof. Miller gegen Ende des 19. Iahrunderts nach, daß die Zahnfäule auf chemifch- parasitem Wege zustande komme, daß zuerst eine chemi­sche Auflösung des Schmelzes eintrete und nach Er­weichung desselben die weitere Zerstörung des Zahnes durch die Tätigkeit von Bakterien vor sich gehe. Auf Grund der Forschungen der letzten Jahre scheint das Auftreten der Caries sehr viel von der Art der Er­nährung abzuhängen, und es ist interessant, festzustellen, inwieweit unsere Nahrungsmittel eine prädisponierende Wirkung auf die Entstehung der Zahncarie auszuüben vermögen. Jeder Zahn enthält neben feinen organischen Bestandteilen noch zum großen Teil anorganische, hauptsächlich Phosphor- und kohlensauren Kalk. Als gutentwickelten Zahn kann man nur einen solchen be­zeichnen. bei dem an die organischen Teile die Kalk­salze fest gebunden sind. Von dieser Bindung und von der Menge der im Zahn enthaltenen Kalksalze hängt die Härte und damit auch die Widerstandsfähigkeit des­selben ab. Cs ist also von Wichtigkeit, dem Organis­mus die nötige Menge von Kalksalzen mit der Nah­rung zuzuführen.

Noch keine Zeit hat sich so viel mst der Zusammensetzung der Nahrungsmittel, ihrer chemischen Beschaffenheit be­schäftigt, wie die heutige. Eine hervorragende Stelle wird den Nährsalzen und Vitaminen eingeräumt, weil man gefunden hat, daß bis jetzt da- Eiweiß bei der Nah­rungsaufnahme eine zu große Rolle gespielt hat, dage­gen die Mineralstoffe zu sehr in den Hintergrund tre­ten. Fleisch, Brot, Kartoffeln, die aus Eiweißen und Kohlenhydraten bestehen, haben einen ganz unbedeu­tenden Kalkgehalt. Die kalk- und vitaminreiche Milch wird im allgemeinen, besonders in den Städten, von Kaffee, Bier und Tee verdrängt. Für die Entwicklung der Zähne in der frühesten Kindheit ist die Ernährung mit Muttermilch, die einen größeren Kalkgehalt auf- roeift als Kuhmilch, von weittragender Bedeutung. Die Forderungen anerkannter Aerzte nach kalkreicher Nah­rungszufuhr mehren sich in neuerer Zeit beträchtlich, und man ist überzeugt, daß die Lebensfähigkeit aller Or­gane erhöht wird durch eine Steigerung des Kalkge­halts im Körper. Wir sehen, daß der Kalk als Medi­kament, nicht nur in der Homöopathie, sondern auch in der Allopathie eine wichtige Rolle spielt. Eine große Bedeutung bei dem Aufbau und selbst für die Erhal­tung der Zähne kommt auch dem Trinkwasser zu. In Gegenden, in den das Wasser kalkarm ist, wird die Bevölkerung häufiger von Zahncaries befallen, als in

Weshalb soll man sich nun ein gemütliches Heim schaffen? Der Mensch muß im Kampfe des Alltags etwas besitzen, das ihn hinwegführt aus dem Gewirr der Täglichkeit, das ihn ausruhen läßt und wieder Kräfte fammeln heißt, das Gebundenheit auslöst und neue Formen in ihm freilegt. Wo kann dies aber besser | geschehen afs in einem gemütlichen Heim, das seiner Ver­anlagung entspricht, das harmonisch gestaltend den Rah­men zu feiner Persönlichkeit bildet? Man nennt vieler­orts dieses allerdings Spießbürgeransichten, wie so gerne

dem Einfluß der Nahrungsmittel auf die Zahnbeschaf­fenheit sprechen, dürfen wir, wie ich schon andeutete, die Vitamine nicht vergessen. Was sind Vitamine? — Sie sind lebenswichtige Begleitstoffe der Nahrung, sehr empfindliche Stoffe, die durch Kochen meist zerstört wer­den, man versucht neuerdings, sie auch auf chemischem Wege herzustellen. Man erkennt sie nur an ihrer Wirkung; es wurde festgestellt, daß Tiere, die unter

Nun noch einige Winke in bezug auf das Sammeln von Pilzen. Man nehme als Gefäße, vor allem bei weichen Sorten, nur Körbe oder Kartons, keine Beutel Rucksäcke etc. Dann pflücke man nur gesunde, feste, junge Pilze, alles übrige lohnt den Transport nicht. Bei Steinpilzen entfernt man schon im Walde das unnütze Futter, die Pilze bleiben schöner und man hat weniger zu tragen. Wenn möglich, soll man die Pilze am selben Tag verwenden, ist es aber unmöglich, dann breite man sie an einem luftigen Ort aus, damit sie sich nicht drücken und nicht naß werden. Pfifferlinge hal-

Don der Zahnpflege.

-er Nahrungsmittel auf die Entwicklung und Erhaltung der Zähne.

n med. deut. Ida Deutschländer, Königsbg. ^Lbwg^ heute schon ungleich mehr für die Erhaltung L »^hne getan wird, als vor einigen Jahrzehnten, doch der Wert guter Zähne und ihr Einfluß auf die ^"derhaltung des ganzen Organismus noch lange E Egemein genug anerkannt. Noch ist sich der Laie Fr ffar darüber, daß nur gute, kaukräftige Zähne

schwere Gefahr für uns.. In der Presse (Beilagen!) wird geschickt dafür geworben. Diele katholischen Frauen sind bereits abgefdjroentt und „unpolitisch" geworden. Sie merken nicht, wohin sie sich verloren, welche Ge­schäfte sie tatsächlich besorgen. Daß es ausgesprochen liberale Kreise sind, die gerade die „unpolitische" Frau brauchen, um ihre Politik zu verfolgen, eine Politik, die allem Katholischen durchaus feindlich und unduldsam ist. Lasse sich die katholische Frau doch nie von solchen Pro­pheten täuschen!

Gerade die katholische, die mehr als der Mann reli­giös orientierte Frau, i>at in unserer bitter ernsten Ge­genwart, wo es um die höchsten Kulturgüter geht, nicht nur ihrer selbst, sondern der ihr von Gott anvertrauten Kinderseelen, ihrer Söhne und Töchter willen, die Pflicht, nicht nur Hausfrau, sondern auch Staatsbürgerin zu sein. „Wo es gilt, die Frau in der Gegenwart zu verstehen, in ihrer menschlichen und sozialen Not wie in ihrer menschlichen und sozialen Wirksamkeit, da dürfte doch der Frau das echte Verstehen der Frau gegenüber wesenhaft zustehen. Da erhält die Frau, entsprechend ihrer Gleichberechtigung mit dem Manne, auch eine politische Eigensendung."

Also auch um der bedrängten Mitschwestern, um der Not der Frauen wegen, müssen wir diese politische Gleich­gültigkeit ablegen. Nicht als ob wir darum auch nur eine häusliche Pflicht vernachlässigen dürften. Völlig verkehrt wäre es, die Frau aus ihrem ureigensten und ersten Wirkungskreise herauszureißen. Wir wollen nicht Frauen heranziehen, die zusammenstehen oder beim Kaffeeklatsch Politik treiben, wie es am Bier­tisch geschieht, das wäre eine falsche Auffassung. Aber wir muffen Auge und Ohr öffnen für die Dinge, die außerhalb unferer vier Wände, in den Parlamenten und Rathausern insbesondere, geschehen, bereit fein, wenn die Partei ruft zu Schulung und Entscheidung. Wir müssen unsere Führerinnen stützen, ihnen das Bewußtsein geben, daß wir hinter ihnen stehen. Wir können durch dieses Zusammenstchen ihnen die schwere Arbeit leichter und zuversichtlicher gestalten.

Es ist an der Zeit, die Gleichgültigen aufzurütteln und die ewigen Kritiker, dis oft mit dem Munde fo tüchtig find, umzustimmen. Wir müssen einander sagen, was Partei und Politik au cf)für uns Katholiken, die wir in der Minderheit sind, bedeuten. Das Gefühl des eigenen Wertes, der im tiefsten Franenwesen begründet ist, kraft dessen wir als gleichberechtigte Gefährtinnen des Man­nes auch im politischen Leben unsere Stellung einneh- 1?fn'. und muß uns trotz allen Lockungen bestimmen, tätige Staatsbürgerinnen zu fern. Für die­sen Gedanken laßt uns bis zum 14. September werben.

OttilieKieser.

Augufi Abend.

Don Franz Cingia.

Die Rosengärten dunkeln schon, Und eine Glocke trägt mir zu Des Friedens feierlichen Ton, — Die Vöglein gehen still zur Ruh.

Die sonsten Träume nahen sich Und hüllen die Gedanken ein.

Sie schenken Liebe inniglich Und machen Wünsche zart und rein.

Bald schweigt die Glocke fern im Land, Die Rosen duften noch beglückt.

Den Himmel hat schon Gottes Hand Mit golb’nen Sternen reich geschmückt.

Ordnung im Haushalt.

Papiere, die man stets zur Hand haben sollte! — Eine leider nur zu notwendige Mahnung.

Von Otto Bürgel- Düsseldorf.

Es ist nun einmal bei allen zivilisierten Völkern, nicht nur bei uns in Deutschland so, daß jeder Staats­bürger von amtswegen registriert wird und daß über fein Dasein gewisse Papiere vorhanden sein müssen, ohne die er nicht in die Gemeinschaft der Menschen aus­genommen werden kann, die er aber auch haben muß, wenn ihn der Tod aus der Welt abberufen hat.

Gerade ober bei Sterbefällen zeigt es sich oft, daß die notwendigen Papiere Nicht vorhanden find, sodaß sich Verzögerungen in der Beisetzung des Verstorbenen ergeben. Auch zur Eheschließung, für das standesamt­liche Aufgebot oder bei der Geburt eines Kindes sind Papiere notwendig, die man stets zusammen an einem sicheren Ort säuberlich aufheben sollte, um sie in not­wendigen Fällen nicht suchen zu müssen.

Das erste amtliche Papier, das einem neugeborenen Kinde ausgestellt wird, ist der Geburtsschein bezw. eine Geburtsurkunde. Man verlange stets die letztere, wenn ihre Ausstellung auch ein paar Pfennige kostet, eine Ausgabe, die sich später bezahlt macht, denn der ein­fache Geburtsschein hat keine urkundliche -Beweiskraft, alle Behörden, Lebensversicherungen usw. verlangen die Geburtsurkunde. Das Kind bekommt bann weiter im Laufe der Jahre die Impffcheine, durch die bewiesen wird, daß die Eltern der geschlichen Jmpfpflicht genügt haben. Zweckmäßigerweife wird man auch das Ab­gangszeugnis der Schule, das Lehrzeugnis, den Gesel­lenbrief und eventl. den Meisterbrief sorgsam aufbewah- ren.

Bei der Eheschließung gibt es dann wieder eine Be­scheinigung über die Eheschließung oder die Eheschlie- hungsurkunde. Man wähle wiederum die letztere, da die erstere ebenfalls von den meisten Behörden, beson­ders aber bei Todesfällen vom Nachlaßgericht nicht an­erkannt wird. Tritt ein Todesfall in der Familie ein, verlange man die Ausstellung einer Sterbeurkunde, die man am besten in mehrfacher Ausfertigung verlangt, da sowohl zur Ausstellung eines Erbscheines, wie zur Erhebung von Ansprüchen an die Invaliden- ober An­gestelltenversicherung, ebenso auch zur Auszahlung einer etwa vorhandenen Lebensversicherung, ebenso auch zur

einem Hotel befindet, statt in der Privatwohnung des Betreffenden. O nein; diese Ueberthigen haben das Wis­sen auch in sich, sind aber oft zu verbraucht, um sich überhaupt noch ein gemütliches Heim schaffen zu können. Durch eigen Verschulden benachteiligt!

Wie kann man sich nun ein gemütliches Heim schaf­fen? Da tritt die Frau und ihre besondere Wirkungsart in den Vordergrund. Bei jungen Ehen kann man bas noch sehr gut beobachten. In jedem Jahr kommt irgend y. «n notwendiger Gegenstand hinzu, der mühsam von I beiden (Ehegatten erdacht und erspart, aber mit persön­licher Note angelegt wird. Wie schafft man da so gern an der Gemütlichkeit des eigenen Haushaltes, versucht Notwendigkeit und Nützlichkeit mit der Schönheit in Ein­klang zu bringen, strebt nach Gestaltung und Formvol­lendung bei dem kleinsten unbedeutenden Teile. Ver­sucht Möbeln, Bildern, Blumen sein eigenes Gepräge auszubrücken. Strebt nach Vollkommenheit des Ganzen, das den Wechsel der Zeiten überdauert und der jeweili­gen Mode im eigenen Hausstand Einhalt gebietet, eben durch feine Anpassungsfähigkeit an Raum und Men- schen. So schafft sich jeder Suchende und Strebende ein heim, bas immer wieder fördernd und erhebend wirkt. Wieviel Poesie und Schönheit aber ein geordnetes ge­mütliches Heim bieten kann, bezeugen immer wieder un- 'ere Kinder. Jeder Gegenstand wirkt idealer und schö­ner auf sie ein, als je die Wirklichkeit dazu fähig ist. Leder Reiz liebend gepflegter Umgebung übt auch noch ■ »ach. Jahren feinen günstigen Einfluß auf das Kinder- Bemüt. Die Schönheit der Dinge und Menschen im Heime j Een allzeit einen wichtigsten Erziehungsfaktor.

Wie aber kann ich mir dies gemütliche Heim erhalten? . Wer den Segen desselben kennen gelernt, bas stillver- Mfgene Glück allein ober im Familienkreise bortfelbft genojfen — ist ängstlich bestrebt, jebes Ungemach in ben t Mannigfachen Formen fern zu halten. Die feine, echte l tjrau wird treue Behüterin des ehelichen Friedens, hält I feiten und störende Elemente fern, sorgt und

s Wit in nimmermüder Kraft für ben Gatten und Kin- unter in eigenem Pflichtbewußtsein für den ! •«■offen Nächsten — wird dadurch innerlich frei und | >n steter opferbereiter Hingabe und aufrichtigem | Wohlwollen. Verscheucht in dem Aufgehen eines christ- [ Hen Vorwärtsstrebens mißmutiges Zagen und Kleinheit nt in fraulicher Größe ihrer allumfassenden Siebe. I A°urch erhält bas Heim bie Weihe einer Kirche, in der t N chrfärchtig alle Mitglieber des Hauses versammeln. | ^niutz und Banalitäten werden vor der Tür abgestreift. IsJi Lautere, Reine wagt einzutreten, nur bas Ml n un& Bitten, um sich im ibealen Streben des Be- f r^nben auszuruhen und zu stärken für bas Kommende, Ei Aeue eines nächsten Tages. Um sich auszuruhen in K? Ausgeglichenheit einer friedlichstillen Stimmung, die | '.er Schwankung unterworfen, die nur ben Schlägen V. nes Höheren sich demütig beugt.

.. Deutsche Fron wie steht es in dieser Beziehung in | j.lne^ Heim? Jag nicht, daß Unmöglichkeiten bestän- F knt' x. b*r iet>e gemütliche Heimbereitung unterbinden, , jgBbu aus irgendeinem Grunde auf diesem oder jenem i n 6lefe nicht fähig, nicht ausgebildet. Allerdings kön- ■ feh-^Möglichkeiten bestehen, aber sie liegen meistens Baut Frau kann mit den einfachsten Mitteln und Ej®n* Willen Unmögliches möglich machen, kann Äünft=

fein, die aus alltägl. Dingen Kunstwerke schafft durch f L n'5 L'ebes- und Wirkungsgestalten, durch ihr groß- tS'5 Herrschen und Walten, durch ihr Wollen und durch die Kunst edler Weiblichkeit und feinen i ^uentums. — Maria Voß, Fulda.

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geffen. Dazu ist aber eine Beilage von Fleisch er­wünscht.

Nimmt man dagegen m Würfel geschnittenen geräu­cherten Bauchspeck, brät ihn glasig, fügt Zwiebeln hin­zu und schmort darin die Pilze, so hat man mit Salz- kartofseln, die man dazu reicht, nach einer guten Suppe, ein ausreichendes Mittagsmahl für den einfachen Tisch.

Nun eine Zubereitung für Steinpilze, welche wohl fast unbekannt fein dürfte, dafür aber um so mehr zu empfehlen ist. Es ist zwar ein französisches Rezept, aber man soll das gute hernehmen, wo es zu finden ist. Es ist in Südfronkreich fo beliebt, daß in der Steinpilz­zeit der Fleischverbrauch wesentlich zurückgeht.

Die Köpfe und Stiele von frischen jungen Steinpil­zen trocknet man gut ab, schält und brät sie auf bei­den Seiten in heißem Del, man kann auch Butter neh­men, zu schöner Farbe. Beim Umwenden salzt und pfeffert man; bann hackt man eine Knoblauchzehe, oder auch mehr, je nach Menge der Pilze, fein und streut sie mit einer Hand voll Semmelkrumen über bie fertig ge­bratenen Pilze, die man hierauf einen Augenblick durch- schrnoren läßt. Dann gießt man ben Inhalt ber Pfanne in einen bereitstehenden Tops und läßt das Ganze, nachdem man noch ein kleinwenig Wasser hinzugefügt hat, 10 Minuten ziehen, nicht kochen, da sonst bie Pilze zähe werben. Mit Salzkartoffeln hat man fo eine köst­liche Mahlzeit. Auch Feinde von Knoblauch sollten ei­nen Versuch machen, sie werden angenehm überrascht fein.

Champignons bereitet man in Ungarn gern nach ber Art wie unsere deutschen Hausfrauen Apfelpfannkuchen machen. In einem Pfannkuchenteig, zu dem man das Eiweiß zu Schnee geschlagen hat, wendet man die ge­reinigten Champignons und bäckt sie, am schönsten in Butter, auf beiden Seiten hübsch braun und knusperig. Mit frischem Salz bestreut schmecken sie ganz vorzüglich.

Zum Schluß noch ein Rezept für eine Pilzsuppe. Zu verwenden sind hierbei alle Pilzarten, auch gemischt, am besten sind aber die so gefährlich ausfehenden Toten­trompeter. Kartoffeln werden geschält und in Stücke geschnitten und mit den gut gereinigten Pilzen zusam­men mit Wasser aufgesetzt, mit Speck und Zwiebeln ge­schmelzt. Letztere dürfen aber nicht braun sein. Wenn die Kartoffeln gar sind, wird die Brühe abgegossen und Kartoffeln und Pilze durch die Fleischhackmaschine ge­dreht, wieder zu der Brühe gegeben und leicht mit

,Wch dem, ber keine Heimat hat", so heißt es 'einem bekannten Gedicht. Der Mensch muß ein Zu- baufe, ein Heim haben, um leben und überhaupt be= fteben zu können. Und besitzt er das nicht, bann muß | a sichz irgendwie erobern, erringen. Letzten Endes bildet er ja in sich selbst, in seinem Wohnraum, in seiner Umgebung das Heim. Er allein verleiht all diesem die — seine Seele — durch eigene individuelle Prä- F’-uftg. Er allein drückt so seiner Wohnung den Stempel b«r Behaglichkeit und Gemütlichkeit auf. Allerdings 'tann er bas auch lassen! Man spürt sofort die Gesin- mmg, die Luft, sobald man bie Wohnung eines Men­schen'betritt . .. Das Heim birgt eben bie Seele bes Menschen.

Die Frau als Hausarzt.

Kalte Handbäder gegen feuchte Hände.

Alle Hausfrauen, bie an schwitzenden Händen lei­ben, empfinden diesen Umstand besonders störend, wenn ie feine Handarbeiten anfertigen wollen. Man behebt dieses Uebel durch kalte Handbäder von 5—10 Minuten Dauer mit nachfolgendem kräftigen Frottieren bis zum Warmwerden der Haut. Diese kühlen Bäder bewirken eine Kräftigung der Schweißdrüsen der Hände, sodaß sie wieder normal funktionieren.

Durchliegen

während langer Krankheit wird durch Leinsamenkissen verhindert, woraus die Kranken gebettet werden.

Praktische Winke.

f. Unangenehmen Geruch aus Töpfen und Schüsseln zu entfernen. In allen Haushaltungen kommt es vor, daß Töpfe und Schüsseln einen unangenehmen Geruch ausgenommen haben. Besonders schwer läßt sich z. B. Fischgeruch entfernen. Man zünde im Küchenherd Zei­tungspapier an und halte die Töpfe oder Schüsseln in bie lobernbe Papierflamme. Schon nach wenigen Sekunden wird ber unangenehme Geruch verschwunden [ein.

Auszahlung einer etwa vorhandenen Lebensversicherung die Sterbeurkunde notwendig ist. Rechtzeitige lieber- legung, wieviel Urkunden man notwendig hat, entbindet von unnötigen Wegen auf das Standesamt.

Außerordentlich wichtig ist es aber auch, daß man nicht nur die Invaliden- und Angestelltenversicherungs­karten sorgfältig aufhebt, wenn sich diese nicht im Ver­wahr des Arbeitgebers befinden, sondern auch die Auf­rechnungszettel der geklebten Karten, da diese das Be­weismittel sind, welche Marken geklebt sind und welche Ansprüche an die Versicherungen daraus hergeleitet werden können. Sind diese Aufrechnungszettel verloren oder verlegt worden, ergibt sich meist die Notwendig­keit einer Rückfrage bei der Zentralverwaltung der Ver­sicherungen in Berlin. Das kostet Zeit und verzögert gleichzeitig die Auszahlung der Renten, die die meisten Familien sehr notwendig brauchen, wenn der Er­nährer gestorben ist.

Schließlich darf auch noch darauf hingewiesen wer­den, daß nicht nur die Papiere des Mannes, sondern auch die der Ehefrau mit der gleichen Sorgfalt behan­delt werden müssen, da sie besonders bei Sterbefällen ebenso notwendig und unentbehrlich sind. Eine Erleich­terung bedeutet bas in vielen Gemeinden eingeführte Stammbuch, das die persönlichen Eintragungen einer Familie gesammelt enthält. Man sollte vor den gerin­gen Anschaffungskosten nicht zurückschrecken, sein beson­derer Wert zeigt sich meist schon nach wenigen Jahren.

Pilzzett.

Pilzzeit ist da, und die Freunde dieser schönen Got­tesgabe gehen fleißig auf bie Suche. Nicht allein die zu ermartenben Genüsse, sondern auch die Freude am Suchen selbst bringt bei jung und alt solchen Eifer hervor, daß manch einer Ort und Zeit vergißt. Bei dem reichen Pilzsegen dieses Jahres, sollten sich recht viele die einzelnen Arten von guten Kennern genau zeigen lassen, damit sie ihre leckere Mahlzeit ohne Angst vor Vergiftungen verzehren können.

Champignons, Pfifferling und Stein­pilze sind die bekanntesten Arten, und ihre gewöhn­liche Zubereitung besteht darin, daß die gut gereinig­ten und gewaschenen Pilze in Butter geschmort und dann mit Salz, Pfeffer und fei« gewiegter Petersilie abge-