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längst aeckgehört ein christlicher Staat zu sein, sondern lediglich aus Gründen der Vernunft. Und sie spricht es weiterhin deutlich aus, daß sie unter Familie nur die Einehe versteht, mit alleinigen Zweck der Erhaltung und Vermehrung der Nation. Der § 119 ist damit der wichtigste Paragraph der ganzen Reichsverlas- sung, denn es handelt sich hier um die Schicksalsfrage unsere, Volkes: Untergang oder Weiterent­wicklung, und es gibt kein Drittes!

Es bedarf keines Beweises, daß bei Ein- und Zweikinderehen ein Volkzugrunde geh en muß. Wenn es keine Säuglingssterblichkeit gäbe, und keine Kindersterblichkeit, und wenn es keine unfrucht­baren Ehen gäbe und wenn überhaupt alle Menschen eine Ehe eingehen würden, dann reichten Zweikinderchen grade aus, um ein Volk auf seiner Bevölkerungszifser zu erhalten. Die genannten Bedingungen sind Phanta­siegebilde, die sich nie verwirklichen lassen werden. Und so'ist es ein einfaches Rechenexempel, daß wir als Nation uns nur dann erhalten kön­nen, wenn aut die Ehe im Durchschnitt we­nig st ens drei Kinder kommen.

Nur kurzsichtige Menschen können sagen, daß wir das Volk nicht mehr ernähren können.

Die Wirtschaftskrise ist nur eine kurze Episode und die Weltgeschichte wird darüber hinweglchreiten. Und fei dem, wie ihm wolle, wir mögen die Kinderzahl klein halten, die Bevölkerungszifser Mitteleuro­pas wird dadurch nicht kleiner werden, denn im Osten warten unzählige Menschen slawischer und mongolischer Rasse, um unsere Plätze einzunehmen. Nur unsere Nation wird verschwinden, aber Europa wird bleiben.

Es sind dämonische Gewalten, die versuchen, unser Volk zum Abgrund zu drücken. Allen voran schreitet

die Not unserer Tage.

Wo Hunger und Elend jede Freude am Leben raubt, da hat die Kritik zu schweigen.

Aber andererseits zeigt der Blick ins Leben, daß A r - mut und Kinderzahl in keiner.Beziehung stehen. Denken wir nur an die Beamten. Ich wähle als Beispiel den Beruf der Beamten, weil sich dieier Beruf durch alle sozialen Schichten hindurchzieht Die unteren Beamten mit dem kärglichen Einkommen waren die kinderreichsten, und die höheren und höchsten Beam­ten die kinderärmsten. Die Kleinhaltung der Familie hat überhaupt bei den Reichen bb e g o n n e n und ist nach Unten hinaufgestiegen. Reich­tum und Wohlstand ist vielerorts der Feind der Kinder. Athen und Rom sind Zeugen dafür, w>e Reichtum und Laster sich finben; und durch Entartung der Familien ein Volk verschwinden lassen.

Völker sowohl wie Familien mit ge­sunden Sitten haben noch nie Schiffbruch gelitten, mochten die Stürme des Lebens noch so to­ben. Einen Verfall der Sitten hat noch nie ein Volk überstanden, Wenn die Reichsverlas- fung im Absatz 2 des § 119 den Staat verpflichtet zur Reinerhaltung des Familienbegriffes, so geschieht dies nur aus Staatsinteresse. Und jeder, der das Leben und Treiben unserer heutigen Zeit kennt, fragt sich mit Recht, warum der Staat von seinen Mitteln, die die Verfassung gibt, keinen ausreichenden Gebrauch macht, um den § 119 restlos durchzuführen, derselbe Staat, der sich sonst um vieles kümmert, was nur Au­genblickswert besitzt.

Das Werden und Walten der Natur ist nur denkbar unter dem zwangsläufigen Ablauf der Naturgesetze, und das Gedeihen der Menschheit ist nur denkbar unter Ein­haltung einer sittlichen Ordnung, die alle verpflichtet.

Wer an der sittlichen Ordnung rüttelt, die erprobt ist im Laut der Jahrtausende, r ü t t e l t am Wohl der menschlichen Gesellschaft. Jeder muß sich der Ordnung fügen. Die Lehre vom Recht aus die persönliche Freiheit ist eine Utopie, denn der Einzelne ist von Natur aus immer ein Egoist und denkt erst in zweiter Linie an die Gemeinschafft. Wäre die Durchbrechung der sittlichen Ordnung nur eine Ausnahmeerscheinung, dann brauchten wir nicht viel von ihr zu reden, aber leider sind es keine Ausnahmeerscheinungen mehr.

Ein großer Teil unseres Volkes, und insbesondere unsere Jugend ist sittlich entartet. Das Geschlechtliche ist das Unheimlichste im menschlichen Dasein. Unbeschadet aller religiösen und weltanschaulichen Einstellung, allein aus Staatsnotwendigkeiten heraus müssen wir es ban­nen für die Ehe. Wir müssen es ablehnen, daß man dem Einzelindividuum zuliebe Experimente auf dem Gebiete des Geschlechtlichen zu machen versucht. Es ist frivoles Spiel mit dem Heiligsten, es ist zugleich eine kurzsichtige Ueberhebung über die Weisheit und Erfah­rung, die aus der Vergangenheit spricht, wenn man auch nur diskutiert über die Möglichkeit einer Kameradschafts­ehe im Sinne des Amerikaners Lindsay, im Sinne einer Ehe zu Drift im Sinne des Franzosen George Anquetil.

In diesem Zusammenhänge sei auch erwähnt der Mißbrauch einer falsch verstandenen Wis­senschaft. Man sucht die Ergebnisse der modernen Vererbungslehre und Rassenhygiene da­hin zu deuten, daß man den Fortschritt sieht in einer nur kleinen, dafür aber hochwertigen Nachkommenschaft. Das klingt sehr schön, und ist wundervoll geeignet mit dem Mantel der Wissenschaft eigene Schwächen zu be­decken. Aber man vergißt, daß sich Zuchtergebnisse bei Mäusen und Kaninchen nicht auf den Menschen übertra­gen lassen, man übersieht, selbst die Möglichkeit zugege­ben, daß sich in dem Wechselspiel des menschlichen Lebens niemals Begierde und Lust einer doktri­nären Wissenschaft unterordnen wird, wo kaum Weltanschauungen und Religionen, die doch viel tiefer gehen, durchdringen können. So wird es im Menschen- leben bleiben, wie es in der ganzen Natur die Regel ist, daß sich Qualitäten nur in der Masse sinden.

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Was die Familie im Sinne unserer Verfassung noch weiter bedroht, ist die

Wohnungsnot.

Jede Gelegenheit muß man ergreifen, um darauf hinzu- weisen. Ein geordnetes Familienleben braucht Raum, und Kinder brauchen Platz. Und das eheliche Leben kann nur rein erhalten werden, wenn eine trennende Wand das eigene Heim umgibt. Die Sorge für einwandfreie Wohnungen ist die wichtigste Aufgabe des Staates. Stätten der Bildung, Theater, Opernhäuser, Sport und Jugendpflege, sie alle haben ihre große Bedeutung, aber viel, viel wichtiger fist die Gesunderhaltung einer Volksgemeinschaft ist die Wohnungsfürsorge. Unsummen werden jährlich aus­gegeben für Einrichtungen, von denen nur vereinzelte Menschen etwas haben und die bei einer Politik auf weite Sicht unwichtig sind. Was der Staat für Woh­nungen tut, ist ein sicherer Wechsel auf die Zukunft.

Meine Damen und Herren! Fast scheint es so, als ob alles, was zur Kultur und Zivilisation gehört, den Wei­terbestand der Nation gefährde. Ein äußeres Zeichen der erhöhten Kultur sind die

G r o ß st ä d t e.

Primitive Völker haben keine Großstädte. Aber es liegt eine düstere Tragik über der Großstadt. Einerseits sind sie geboten aus den enormen Fortschritten der Ar­beit und der Technik, sie sind machtvolle Zeugen der Beherrschung der Natur und ihrer Gesetze. Sie scheinen uns die Geburtsstätten neuer Fortschritte und Erfolge auf allen Gebieten. Und daneben sind sie nichts anderes als das Grab der Nation. Unfähig sich selbst zu erhalten, leben und vermehren sie sich nur durch den Menschenüberschuß des flachen Landes. Was das Land an gesunder Kraft im Ueberschuß erzeugt, wird von der Großstadt angesogen, verbraucht und vernichtet. D i e Großstadt ist zwangsläufig für die Exi- stenz und das Gedeihen einer wirklichen Familie der allerungünstigste Boden. Nicht nur we­gen der hier besonders ungünstigen Wohnverhältnisse, sondern wegen der Enge und Dichte, in der die Men­schen Zusammenleben.

Die statistischen Zahlenangaben der Großstädte be­stätigen dies. Cs klingt kaum glaubhaft, und ist doch bitterwahr, daß 4 0 Prozent aller Berliner Chen kinderlos bleiben, und die Hälfte aller Ber­liner Familien nur ein Kind hat. Und die letzten Zahlen sind noch fürchterlicher. Auf einem Standesamt im Westen Berlins fanden im Jahre 1929 840 Eheschlie­ßungen statt, im gleichen Zeitraum wurden nur 12 9 Geburten gemeldet. Zum Vergleiche fei erwähnt, daß in der St-adt Fulda auf 240 Eheschlie­ßungen 4 2 8 Geburten im gleichen Jahre kommen. Es läge im Staatsinteresse, mit allen Mitteln die w e i - tere Abwanderung vom Lande zur Groß­stadt zu unterbinden, zumal wir uns mit Riesen­schritten der Zeit nähern, wo auch das Land, angesteckt vom giftigen Aiem der Großstadt, keinen Geburtenüber­schuß mehr haben wird.

Die Reichsverfassung verpflichtet nickt nur den Staat zum Sckutze und zur Förderung der Familie, sondern sie geht folgerichtig noch weiter und verlangt

für kinderreiche Familien ausgleichen de Fürsorge.

Ts ist nur zu wünschen, daß das Wort Fürsorge auch im weitesten Sinne aufgefaßt und angewandt wird. Nur ganz weltfremde Menschen können daran nörgeln und sagen, daß dies Privatangelegenheiten wären, die den Staat nicht belasten dürften. Nein, die Sicherung einer Heranwachsenden Generation liegt im alleröffentlichsten Interesse und ist eine Lebens Notwendigkeit für den Staat, und der Staat nimmt seine ureigensten Be­lange wahr, wenn er kinderreichen Familien auch von sich aus Fürsorge angedeihen läßt. Aber diese Fürsorge kann erü dann zur Tat werden, wenn sie sich aufbaut aus deck

Achtung vor der kinderreichen Familie.

Achtung und Verständnis ist aber nur da vorauszusetzen, wo man aus eigenster, persönlicher Erfahrung eine kin­derreicher Familie kennt. Leider fehlt diese persönliche Kenntnis bei einem großen Teil jener Männer, die vorn Volke beauftragt und bevollmächtigt sind, Gesetze und Verordnungen "zu beschließen und die Paragraphen der Verfassung'in die Tat umzufetzen. Gerade hierin macht sich der za h l e n m ä ß i g e Anteil der G r o ß st a d t- bevölkerung aus das ungünstigste bemerkbar. Denn bei dem Großstädter schlechthin können wik das Verständ­nis aus eigener Erfahrung nicht mehr voraussetzen. Und so wartet die ansgleichende Fürsorge des Staates für kinderreiche Familien noch auf ihre Erledigung. Wenn der Staat, wie es angeordnet ist, beim 12. Kind der Ehe ein kleines Geschenk in Aussicht stellt, so klingt dies mehr wie ein Spott.

Schutz der Familie zum Zwecke der Er­haltung und Vermehrung der Nation, wie die Reichsverfassung bestimmt, ist eine Aufgabe, die we­gen ihrer Kompliziertheit unter den heutigen Verhältnis­sen fast unlösbar erscheint. Aber der Untergang des Abendlandes wird geschichtliche Tatsache werden, wenn das Problem nicht gelöst wird. Die Geschichte der Menschheit und ihrer Kulturen zeigt uns die Wege. Für neue Experimente ist das Menschenleben zu kurz und der Mensch selbst zu kostbar.

Auch Wirtschaftskrisen sind schwer, aber sie sind zeitlich begrenzt, und mit den natürlichen Mitteln lösbar. Nicht aber die Krise unserer heutigen Vevölkerungsbeweaung. hier spielen Weltanschauungen hinein, und nur Welt- anschauungen werden hier die endgültige Lösung bringen.

Ob im Sinne der Erhaltung unseres Volkes oder Ver­nichtung unseres Volkes, das ist die bange Schicksals­frage.

Meine Damen und Herren! Wenn vor dem Welt­kriege, als wir noch ein mächtiges Volk schienen, vater­ländische Festtage gefeiert wurden, da sang jeder Fest­redner ein Lied aus Deutschlands Macht und Größe. Heute können wir das nicht mehr. Heute müssen wir Ernftes und Bitteres sagen, und es gehört viel Lebens­mut und Idealismus dazu, um nicht zu verzweifeln. Aber bei aller unserer kritischenLage tau­chen hier und dort Hoffnungssterne auf, die eine Morgenröte erwarten lassen. Vor einigen Wochen sahen wir solch einen Hoffnungsstern, als der letzte Franzose das Rheinland verlieh, und Deutschlands Flagge sich wieder jenseits des Rheins entfalten konnte. Das Ereignis der

Rheinlandbefreiung

ist ein äußeres Zeichen, daß wir als Weltmacht und daß

mir an Weltgeltung uns wieder emporgearbeitet haben. Und es ist ein Ereignis, das wir selbst vor wenigen Jah­ren noch nicht für möglich gehalten hatten. F r e i h e it auf wichtigem deutschen Boden haben wir uns wieder erneuert, ein Beweis unserer inneren Le­benskraft. Als ich vor wenigen Wochen im Orient weilte, sah ich andere Bilder. Auf Syriens Hauptstadt Beirut wehte Frankreichs Trikolore, in Palästina stan­den Englands Soldaten und der Traum des Orients will nicht Wirklichkeit werden. Auf Aegyptens stolzer Zitadelle, zu deren Füßen Kairo träumt und die Fluten des Nils träge dahinziehen, und zu der aus der Ferne die stolzen Pyramiden als Zeichen einer uralten mächti­gen Vergangenheit trotzig hinüberblicken, auf jener Zita­delle wehte Englands Banner. Auch jene Staaten sind kulturelle Einheiten, die einst frei waren und sich wieder nach ihrer Freiheit sehnen. Bei uns weht die Fahne des Siegers nicht mehr. Das ist ein

F r e u d e n t a g, nicht nur für das Rheinlov> auch für das ganze Deutsche Volk. Noch si^ nungen nicht erfüllt, aber der Morgenröt- zujnbeln. Und in diesem Sinne bitte ich st heben, und mit mir einstimmen in den Rus- llnser Deutsches Vaterland und sein sie leben hoch!

Die Versammlung stimmte kräftig in em und sanß dann stehend die erste S Deutschlandliedes. Nachdem die Reichsy noch den Huldigungsmarsch von (Sri# hatte, trug die Gruppe! des Rhön-Sän unter der Stabführung von Herrn Ei packenden Massenchor „Deutschland, mein land" von Richard Trunk vor. Mit einem moderner Komposition fand die stilvoll# Verfassungsfeier ihren Abschluß. |

verfassungsfeier des Landkreises Fulda in vachrai

Wie bereits im Vorjahre, so feierte auch in diesem Jahre der Landkreis Fulda seinen Verfassungstag als Jugend - und Volksfest auf dem Kreissportplatz in Bachrain. Auch die diesjährige Feier zeigte durch ihre Einheit und Geschlossenheit, daß die Feier des Verfas­sungstages im Landkreise Fulda zu einer Volksange- legenheit geworden ist.

Gegen 1 Uhr begannen 300 Wettkämpfer aus allen Jugendpflege treibenden Verbänden des Landkreises die Reichsjugendwettkämpfe. Infolge einer guten Organisation durch die Festleitung und einer mu­sterhaften Disziplin der Wettkampfteilnehmer konnten die Kämpfe der sechs Altersklassen in zwei Stunden durch­geführt werden. Es folgten die Staffelläufe um den Kreiswanderpreis, Spiele und Volkstänze der Mäd- chenoereine und die Spiele der Hauptjugendverbände DIK., WSV. und DT., die das Interesse der zahlreichen Zuschauer aus Nah und Fern bis zur eigentlichen

Verfassungsfeier

um 6 Uhr in Anspruch nahmen.

Diese wurde eröffnet durch einen eindrucksvollen Auf­marsch der vielen Hundert Wettkämpfer und Spieler vor das Platzpodium. Noch einem Schülerchor aus frischen Jungen- und Mädchenstimmen der Bachrainer Schule er­griff Landrat Freiherr von Eagern das Wort:

Er wies auf das große Interesse hin, das der Staat am Turnen und am Sport nehmen mässe. Sport und Turnen bilde kräftige, zielbewußte, wagemutige Menschen. Darüber hinaus wecke die Pflege von Turnen und Sport den Gemeinschaftssinn, der die Grundlage des Staates sei. In unserem deutschen Vaterland sei die Pflege des Sportes und des Turnens aus einem weiteren Grunde besonders notwendig, weil in unserer erzwungenen Wehrlosigkeit die Volkskraft dadurch er­halten und gehoben werden müsse. So habe denn auch der Herr Reichspräsident, hätten die Behörden des Rei­ches und des Staates Turn- und Sportleistungen mit ehrenden Auszeichnungen bedacht und der vaterländische Gedanke der Verfassungsfeier finde durch Pflege und Ehrung von Sport und Turnen angemessenen Ausdruck. Die Rheinland-Befreiung, die wir kürzlich ge­feiert hätten, sei ein Schritt aus der tiefen Not; weitere müßten ihm folgen. Das deutsche Volk müsse Willens­stärke, verantwortungsfreudige Persönlichkeiten erziehen mit warmherzigem Gemeinschaftsbewußtsein und opfer­freudiger Vaterlandsliebe. Dazu sollen Turnen und Sport ihm helfen. Der Landrat schloß mit einer Mah­nung zum kameradschaftlichen Zusammen­gehen mit allen Brüdern, auch wenn vieles uns trenne, zur pflichtbewußten Gefolgschaft hinter den Männern, die Deutschland aus Klassen- und Parteienkampf heraus zur Volksgemeinschaft führen wollten.

Er schloß mit einem dreifachen Hoch auf bas deutsche Vaterland, dessen Verfassungstag wir fei­ern, an seiner Spitze den Herrn Reichspräsidenten.

Nach einem passenden Sprechchor und Schlußlied der Bachrainer Schule erfolgte die

Preisverteilung.

Die Siegerliste weist folgende Namen auf:

Altersklasse (Jahrgang 1899 und älter): 1. Amand Füller, Turn- u. Sportverein Bachrain, 77 Punkte. 2. Karl Diegelmann, Turn- u. Sportverein Bachrain, 74 Punkte. 3. August Auth, Turnverein Flie­den, 74 Punkte. 3. Ferdinand Erb, DIK. Neuenberg, 57 Punkte.

Seniorenklasse (Jahrgang 1900-09): 1. Otto Sauer, Turnverein Petersberg, 117 Punkte. 2. Aug. Derbort, Turnverein Petersberg, 115 Punkte. 3. Her­mann Kuppel, Turnverein „Jahn" Neuhof, 113 Punkte. 4. Josef Krönung, DIK. Johannesberg, 112 Punkte. 5. Anton Möller, Sportverein Neuhof, 111 Punkte. 6.

Albert Schmaus, Sportverein Neuhof, 9g sm Richard Herbert, Turn- und Sportverein Back Anton Ebert, Turnverein Petersberg, 98 Punk Krönung, DIK. Johannesberg, 97 Punkte, g. q mar, DIK. Johannesberg, 96 Punkte. 10. 9a DIK. Johannesberg, 93 Punkte. 11. Franz Die Turn- u. Sportverein Künzell und August MM verein Flieden, 87 Punkte.

Juniorenklasse (Jahrgang 1910=11)- mann Schweitzer, Turnverein Flieden, 106 2. Anton Henkel, Turnverein Flieden, 102 Pu Josef Müller, Turn- und Sportverein Bachra Punkte. 4. Alfred Kreß, Sportverein Neuhof 8fl 5. Alfred Sauer, DIK. Welkers, 80 Punkte. Schrimpf, DIK. Margretenhaun, 78 Punkte.' 7 Brühler, DIK. Margretenhaun, 75 Punkte. 8. ß.* müller, DIK. Kerzell und Josef Hack, Turnvereii Hof, 73 Punkte. 9. Willi Kullmcmn, Turnverein Neuhof, 72 Punkte.

Jugendklasse A (Jahrgang 1912=13); 1, Krack, Turnverein Flieden, 135 Punkte. 2. Je» chel I, Turnverein Hainzell, 125 Punke. 3. Wc terbein, „Kurhessen" Bad Salzschlirf, 114 Punkte, bert Möller, Turnverein Neuhof, 112 Punkte, ter Schützer, Turnverein Hainzell und Willi PL Hessen" Bad Salzschlirf, 102 Punkte. 6. Otto $ Turnverein Dietershausen, 100 Punkte. 7. Kg Turnverein Flieden, 96 Punkte. 8. Wilhelm DIK. Kerzell und Robert Hack, Turnverein Ne Punkte. 9. Hermann Pappert, Turnverein Pe 91 Punke. 10. Hugo Leibold, Turnverein Dip Punke. 11. Emil Köhl, „Kurhessen" Bad Salzsck Joses Möller, Sportverein Neuhof 85 Punke. ; arb Schweitzer, DIK. Neuhof unb Hermann Al Petersberg und Alois Wolf, DIK. Kerzell, 77 !f

Jugendklasse B (Jahrgang 1914-15): j Mahr, DIK. Neuenberg, 98 Punkte. 2. Josef Dt „Kurhessen" Bad Salzschlirf, 78 Punkte. 3. Otto Turn- und Sportverein Bachrain, 73 Punkte. Leibold, Turnverein Dipperz, 71 Punkte. 5. £ Michel, Turn- und Sportverein Hainzell undErn dicht, „Kurhessen" Bad Salzschlirf, 67 Punkte, sef Leibold, Turnverein Dipperz, 66 Punkte. 7. He Staubach, Sportverein 1910 Neuhof, 65 Punkte, sef Neidert, Turnverein Flieden, 61 Punkte. Storch, Turnverein Neuhof unb Albert Dies DIK. Neuhof, 60 Punkte.

Jugendklasse C (Jahrgang 1916 und jüiW^ 1. Richard Füller, Turnverein „Jahn" Neuhof, K Punkte. 2. Karl Schenk, Turnverein Hainzell, 49 PwA» 3. Emil Leibold, Turnverein Dipperz, 48 Punkte. <. Franz Feuerstein, Turnverein Dipperz, 42 Punkte. 5. Otto Möller, Turnverein Neuhof und Ewald DiefceV; Turnverein Dipperz, 41 Punkte. 6. Josef Bernhach Turnverein Dipperz, 32 Punkte. 7. August Mackenrodt, Sportverein Künzell, 30 Punkte.

Das Fußballspiel des Westdeutschen Spiel- verbandes Bachrain I. gegen eine kombinierte Mann­schaft Petersberg—Künzell—Eichenzell endete 2:0 für Bachrain.

Das anregende Handballspiel des Turnverems Flieden gegen Turnverein Neuhof blieb mit 2:2 u«fnt> schieden

Die DJK.-Vereine Petersberg — Marbach be­endeten den Reigen der Spiele mit einem 3:0 (Ergebnis für Petersberg.

Den wertvollen Kreiswanberpreis in ber 4- mal 100 Meter-Staffel konnte der Turnverein Peters­berg unter schärfster Konkurrenz des Turnverein Wich« mit nach Haufe nehmen.

2 Plaketten des Herrn Reichspräsidenten, 4 Schwan- der-Gedenkmünzen, wertvolle Diplome unb Sportgeräte als Ehrenpreise erhöhten bie Freube ber Wettkämpfer um so mehr, 8a sie alles aus ber Hanb des Herrn ßanbtate persönlich empfangen konnten.

Zum Nachdenken.

In einer Polemik gegen den „Würzburger Generalanzeiger" schreibt das „Fränkische Volks­blatt" in Würzburg:

Der „Generalanzeiger" wirft den Reichstags­abgeordneten vor, daß sie ihr Amt als eine Geld­quelle betrachten und das Reich zugrunde gehen lassen, wenn nur sie selbst ihre Interessen fördern können, daß sie anderen Lasten auferlegen, selbst aber keine tragen wollen. Sie ließen die anderen hungern, hielten sich selbst aber von allem frei, was sie belasten könnte.

In diesem schlimmen Angriff wird der n a t i 0 - nalsozialistischen Revolution Vorschub geleistet. Wie wenig er der Wahrheit entspricht, kann man am besten aus der Situation erkennen, in welcher sich zurzeit die Bayerische Volkspartei in Unterfranken befindet. Da ihr bisheriger ver­dienstvoller Abgeordneter nicht mehr kandidieren will, sucht sie einen geeigneten Mann aus dem Mittelstand, sei es in Würzburg oder in Aschaffenburg oder in Schweinfurt oder sonstwo, der Reichstagsabgeordneter werden könnte. Run sind zwar überall geeignete Köpfe zu finden, welche der Aufgabe gewachsen wären, aber jeder Mittelständler, der in den Reichstag geht, geht da­

mit dem finanziellen Ruin entgegen, da sein Geschäft zu Grunde gehen muß. Keiner der Gebetenen kann die finanziellen Opfer bringen, di« mit dem Mandat verbunden sind. Und dabei redet der „Generalanzeiger" von einer „Geldquelle", welche das Mandat eröffne! Es zeigt sich immer deutlicher, daß das Blatt dem Hugenberg- fürs sich nähert und den Nationalsozialisten die Wege bereitet.

Wenn der Vorschlag des „Würzburger General­anzeiger", die Reichstagsabgeordneten solltet iiberhaupt keine Entschädigung er­halten, durchgeführt würde, dann könnte in 3* kunft weder ein Handwerker, noch ein Bauer, noch ein Arbeiter in den Reichstag gehen. Das würde Herrn Hugenberg so passen! Denn dann häut er Aussicht, so wie er mit seinen Millionen einen Großteil der deutschen Presse sich gekauft hat, auch die Abgeordneten zu finanzieren und so Deutschland zu regieren! Wen« nicht der Geldsack der Großen den Reichstag re­gieren soll, muß auch den weniger kapi­talkräftigen Ständen Gelegenheit ten sein, Vertreter im Reichstag zu haben. S” ist aber nur möglich, wenn den Abgeordneten v*» nigstens der Aufwand entschädigt wird, den fit

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