Einzelbild herunterladen
 

daß man erst eine Nachprüfung der Kasse und der Bücher vornehmen müsse. Der Rechner wurde in Schutzhaft genommen und nach seinem Heimats­ort geholt, um hier Rechenschaft abzulegen.

Bon der Dreschmaschine erfaßt.

= Hausen i. T. Beim Oelen der Presse einer zur Zeit hier ausgestellten Dreschmaschine geriet der 21 jährige Gustav Hofmann aus dem be­nachbarten Eschbach mit einem Bein in das Ge­triebe. Das Bein wurde vollkommenzer­schnitten. Hofmann besaß noch die Geistes­gegenwart, die Hebel der Maschine abzustellen und verhinderte so ein noch größeres Unglück. Er kam in hoffnungslosem Zustand in das Homburger Krankenhaus.

Frankfurter Viehmarkt.

NL. Frankfurt, 11. Aug. (Eig. Drahtb.). Es wurden bezahlt für je einen Zentner Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: vollst, ausgem. höchst. Schlatw. jüngere 58—61, ältere 54—57, sonstige fleischige jüngere 50—53. Bullen: jüngere vollst, höchst. Schlachtw. 52—56, sonst, vollfl. oder ausgem. 48— 51. Kühe: jüngere vollfl. höchst. Schlachtw. 48—51, sonstige vollfl. oder ausgem. 44—47, fleischige 40— 43, gering genährte 35—39. Färsen: vollfl. aus­gem. höchst Schlachtw. 60—62, vollfl. 56—59, flei­schige 50—55. Kälber: beste Mast- und Saugkäl­ber 76—80, mittl. Mast- und Saugkälber 70—75, geringe Kälber 62—69. Schweine: vollfl. Schweine von 240—300 Pfd. Lebendgew. 70—72, vollfl. Schweine von 200—240 Pfd. Lebendgew. 71—73, vollfl. Schweine von 120—160 Pfd. Le-, bendgew. 68—70. Auftrieb: Rinder 1578, Ochsen 414, Bullen 181, Kühe 495, Färsen 442, Kälber 477, Schafe 41, Schweine 4814. Markt­verlauf: Rinder rege, später abflauender, geringer Ueberstand. Schweine rege, zum Schluß ruhig und ausverkauft. Leichte Schweine schwerer ver­käuflich Kälber geräumt.

AvL aller Welt.

* Bier Todesfälle infolge Pilzvergiftung. Nach dem Genuß selbftgesammefter Pilze erkrankte in Nürnberg die aus sieben Personen bestehende Fa­milie eines in der Nopitschstraße wohnhaften Ar­beiters und mußte auf ärztliche Anordnung in das Krankenhaus gebracht werden. Dort sind zwei Frauen und zwei Kinder gestorben.

* Dootsunglück auf der Mur. Bei der Ortschaft Preg a .d. Mur nächst Knittelfeld neigte sich eine von sieben Personen benutzte, an einem Draht­seil hängende U e b e r f u h r z i 1 l e infolge unsach­gemäßer Steuerung zur Seite, so daß vier In­sassen aus dem Boote in die Mur fielen und ertranken. Die drei anderen konnten sich an dem Drahtseil anklammern und wurden gerettet.

* Zwölf Todesurteile in Indochina. In dem Masfenpwzeß gegen die an den Unruhen beteiligten Anamiten wurden in Hanoi (Jndochina) nach nur viertägiger Derhandlungsdauer die Urteile I verkündet. Der Strafausschuß verurteilte zwölf der 1

Angeklagten zum Tode, elf zu lebenslänglicher und acht zu vier bis 20jühr:ger Zwangsarbeit. Gegen 114 Beklagte wurde auf Deportation er­kannt, während nur neun mit Gefängnisstrafen davonkamen.

45 mal um die Erde gefahren.

= Cronberg. Hier feierte der Lokomotivführer führer Georg Hermann sein 40 jähriges Be­rufsjubiläum. In 12000 Arbeitstagen legte er mit seiner Maschine täglich rund 150 Kilometer zwischen Frankfurt und Cronberg zurück. Das sind 1800000 Kilometer. Danach hat der Jubilar die Erde 45 mal umfahren.

Fehlbeträge in einer Gemeindekasse?

= Königstein i. T. Bei der Frankfurter Krimi­nalpolizei meldete sich am Sonntag der Gemeinde­rechner eines benachbarten Ortes und gab zu Prv- tokoll, daß seine von ihm verwaltete Kasse einen Fehlbetrag von etlichen tausend Mark aufwiese. Wie der Fehlbetrag entstanden sei, könne er sich selber nicht erklären. Auf Rückfrage bei der zu­ständigen Bürgermeisterei wurde hier mitgeteilt,

König Faisal bei Hindenburg.

K

■

N

H

■

■

M

V ei >.3

-• ich

. ..

J

Der König verläßt nach dem Frühstück das Palais des Reichspräsidenten. Unten links: Der König und der Chef des Protokolls Graf Tattenbach auf der Fahrt ins Reichspräsidentenpalais.

werte

von keinen Anzeigen

Skellengesuche, Stellen- angebote, Wohnungsgesuche Wohnungsangebote, An­käufe und Verkäufe gebraucht ter Sachen, Häusermarkt, Grundstücksmarkt werden all­monatlich in unserer Muer Mong veröffentlicht.

Haus, Hof und ©arten im August.

Der alte Garten.

Von Marie Jonghaus.

Aurikelbeete, zierlich eingehegt, Von meiner Muhme Hand gepflegt, Dereinst, dereinst, vor langer Zeit - Welch wundersüße Heimlichkeit

Spinnt ein den alten Garten!

Ein Duft von herbem Thymian — Wie der in unsere Zeit nur kam! Lavendel blüht und Gelbveiglein Und Flieder nickt und Rosmarein

Im trauten alten Garten.

Herzkirschen leuchten rot im Grün, Herzjesublümchen zärtlich blüh'n. Das Löwenmäulchen ,welche Pracht! Die Sonnenblume hält die Wacht

Am morschen Zaun im Garten.

Der Springquell aus bemoostem Stein Netzt immer noch die Nixe klein. Der Rosenstrauch wie Feuer loht — Wie seltsam, daß die Muhme tot, Die einst tat seiner warten---

Die Matur im August.

Hochsommer, das bunte Blumenfarbenspiel voll Frühjahr und Vorsommer ist endgültig vorüber, und eine gewisse Gleichförmigkeit tritt an seine Stelle. Dafür ist der Tisch für die Tierwelt reich­lich gedeckt, dieser willkommen für die Zeit der Mauser unb Haarung. Zwei Pflanzenfamilien be­herrschen jetzt das Blumenbild, Korbblütler und Doldenblütler. Diese sind für den Nichtfachmann kaum unterscheidbar, so ähnlich sind sie im ganzen Aufbau, in der Blätterform und der Doldenanord­nung. ob Fe nun weiß oder gelb blühen. Zu ihnen gehören auch eine Menge Küchen- und Gewürz­pflanzen, z. B. Möhre, Petersilie, Sellerie, Kümmel, Fenchel, Anis, Dill, Pastinak. Die Korbblütler sind von mannigfaltigerer Art, die Habichtskräuter, Di­steln, Flockenblumen, Schafgarben an Wegrändern und auf Grasplätzen, die Goldrute, der Lattich, das Kreuzkraut in den Wäldern, der Beifuß, das Berührkraut, die Kamille, der Rainfarn an trocke­nen, steinigen Stellen, Arnika, Katzenpfötchen, Sil­berdistel im Gebirge. Durchschnittlich sind sie ja auch nicht hervorragend, doch gibt es wenigstens einige rötlich schöne und zierende unter ihnen, be­sonders unter den Disteln. Bon Lippenblütlern feien die Dosten, die in Unmengen die Bachränder einsäumen, nicht vergessen. Viele Sträucher und Bäume schmücken sich allmählich durch die heran­reifenden Beeren und Früchte, die dem Laube frische Töne und Farben geben. Die Ernte ist in vollem Gang, und gegen Ende des Monats tragen schon viele Felder Stoppeln oder sind gar schon umgepflügt. Gerade sie gemahnen vor allem an den Herbst, ähnlich fühlbar macht sich auch die im­mer mehr bemerkbare Abnahme der Tage. Dao Wetter ist meist beständig und angenehm," die lan­gen Nächte sorgen für einen gewissen Ausgleich.

Die'Vögel haben ihre Jungen größtenteils auf­gezogen, nur wenige sind noch mit der letzten Brut beschäftigt, und deshalb kann die Mauser beginnen, b. h. der Wechsel des Gefieders, wobei das inzwi­schen arg mitgenommene Festkleid des Frühjahrs durch ein schlichteres ersetzt wird. Wegen der Mau­ser und des damit verbundenen Verjüngungspro­zesses leben die Vögel zurückgezogen und verborgen in sicheren Verstecken. Hier fällt eins der alten verbrauchten Federchen nach dem anderen aus, aber mit zauberhafter Schnelle sprießen neue hervor. Dies verlangt natürlich reichliche und kräftige Kost, und darum ist es gut, daß die Natur den Tisch so reich gedeckt hat. Es wird deshalb still in Wald und Flur, der Wald fit geradezu tot. (grft Ende des Monats regt sich neues Leben, Vorbereitungen für die Südreise usw.; einzelne verlassen uns be­

reits im Laufe des Monats, wie Segler, Dorn­dreher, Pirol, Wachteln und Kuckuck. Dis Schwal­ben sammeln sich auf Dächern, Kiebitze und Störche auf feuchten Wiesen, die Stare vereinigen fxf) zu großen Schwärmen und ziehen im Lande umher. Zugleich stellen sich die ersten nordischen Winter­gäste ein, und gegen Ende des Monats ist am See­strand der Süüzug der schnepfenartigen Vögel aus dem Norden m vollem Gang.

Die Arbeit im Garten.

Der August ist so recht der Monat der Ernte und Vorbereitung, denn während Obst und Ge­müse geerntet wird, muß zugleich für das kommende Jahr gesät und gepflanzt werden. Und gerade hierfür ist der August so besonders geeignet, die Sonne erreicht nicht mehr den hohen Stand der vor- hergehenden Monate, die Tage werden kürzer, die Nächte länger und bringen mehr Tau, die zweite Vegetationsperiode des Jahres beginnt damit.

Im Obstgarten sind die Wasserschosse und Wur­zelausschläge stets möglichst zu entfernen und schwer mit Früchten behangene Obstbäume recht­zeitig zu stützen. Im ersten Drittel des Monats sollen die Obstbäume, vor allem die gut behangenen gedüngt werden, was zur guten Ausbildung der Früchte und der nächstjährigen Knospen beiträgt. Beim Winterobst beginnt z. B. jetzt die Hauptent­wicklungszeit, es besitzt am Anfang des Monats noch nicht die Hälfte feines späteren Gewichts. Später hat das Düngen keinen Zweck, es würde nur die Reife des Holzes verzögern; bei weich- fleischigen Sorten mit größerer, üppiger Belaubung ist ganz besondere Vorsicht nötig, um eine Heber« büngung zu vermeiden. Der Kampf mit den Schäd­lingen geht weiter, denn Rote Spinne, Wespe usw. können in einem trockenen August sehr viel Schaden anrichten. Abgeerntete Himbeer- und Brornbeer- ruten werden jetzt zurückgeschnitten und die neuen Triebe aufgebunden, darauf wird die Erde ge­lockert und tüchtig gedüngt; bei den Johannis- und Stachelbeeren^ ist es ähnlich. Von Mitte August bis Anfang September ist die günstigste Zeit zum Anlegen von neuen Erdbeerbeeten, vorher ist es noch zu heiß, später läßt die Bewurzelung und da­mit die Seblätterung zu wünschen übrig. — Im Gemüsegarten ist mit der Unkrautbekämpfung, dem Verdünnen und Verziehen der früher gemachten Aussaaten, mit dem Behacken und Gießen fortzu­fahren. Auf abgeräumten Beeten können nach guter Düngung bis Ende des Monats gesät werden: Spinat, Kopfsalat, Feldsalat, Kerbelrüben, Karot­ten, Teltower Rübchen (nur im 1. Drittel), Herbst­rüben, zu Setzlingen für das nächste Jahr früher Blumenkohl, früher und mittelgroßer Kopfkohl und Wirsing. Gepflanzt können noch werden: Steck­zwiebeln, Endivien, Salat, Grünkohl, Kohlrabi; dieser bildet schone, zarte Köpfe, weil er bei Spät­sommerwitterung schnell wächst und nicht holzig oder hart wird. Augustspinat wird ebenfalls sehr gut und schießt nicht. Die Heranwachsenden En­divien sind bei trockenem Wetter zum Bleichen zu­sammenzubinden und die Tomaten zu köpfen, da­mit sie nicht mehr treiben und blühen, sondern aus- reifen. Wer reichlich Frühkartoffeln hat, ernte die anderen nicht zu zeitig, sondern lasse sie möglichst lang in der Erde. Dann wird die Ernte nicht nur vergrößert, sondern es gibt auch haltbare Winter­kartoffeln und gutes Saatgut für das nächste Jahr.

Aus der Geschichte der Aster.

Von Mitte August bis Ende September ent­faltet in unseren Gärten die Herbstaster ihren Flor, um dann abgelöst zu werden von den Winterastern oder Chrysanthemen. Die Aster wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts von einem katholischen Mis­sionar aus China nach Frankreich eingeführt und wuchs zuerst im Pariser botanischen Gärten in be­scheidener Schönheit. Die aus gelben Röhrenblüten gebildete Scheide war von einer einzigen Reihe mehr oder weniger lebhaft lilafarbigen Zungen­blüten umgeben. Im Saufe der Jahrzehnte sind

zahlreiche Spielformen entstanden, nicht nur hin­sichtlich der Blütenfarben, sondern auch in der Bil­dung der Blüte selbst, in denen die Form und Füllung der Blumenblätter in verschiedener Weise auftritt.

Bodenart und Gartengewächse.

Der Ertrag im Garten läßt oft nur deshalb zu wünschen übrig, weil Pflanzen ausgesät und an- gepflanzt werden, die nicht aus dem zur Verfügung stehenden Boden wachsen. Das trifft sowohl auf Gemüse und Blumen wie auf Obstbäume und Beerensträucher zu. Die Süßkirsche z. 23. wird nie auf einem kalkarmen Boden gedeihen; anspruchs­loser ist dagegen die Sauerkirsche. Sie gedeiht auch noch auf Bodenarten, wo die Süßkirsche bald kränk­lich wird. Kirschbaumarten, deren Früchte spät reisen, brauchen einen schwereren Boden als solche, deren Früchte früher reifen. Frühkirschen müssen vor allem auf warmem, sonnigem Boden ange­pflanzt werden. Bei Birnbäumen kommt es viel aus 'den Untergrund an; ist dieser steinig oder kommt das Erundwasser sehr hoch, so kommen Birnbäume nie gut fort. Außerdem muß der Bo­den, auf dem Birnbäume gedeihen sollen, tief­gründig sein und er darf nicht zu rasch austrvcknen. Sehr tiefliegendes Grundwasser verlangt vor allem der Pfirsichbaum, weiter warme, sonnige Lage und fein durchgearbeitetes Erdreich. Bei den Pflaumen gibt es Arten, die nur auf schweren Böden gut gedeihen; andere Arten tragen auch noch auf leich­ten Böden in Massen. Der Stachelbeerstrauch ist am dankbarsten auf altem Tortenboden, der stets eine gewisse Feuchtigkeit hat. Anspruchsloser ist im allgemeinen der Johannisbeerstrauch; durchweg verlangt er weniger Feuchtigkeit als der Stachel­beetstrauch. Am bedürfnislosesten von den Jo­hannisbeerarten ist die weiße Art. Mehr Feuch­tigkeitsgehalt im Boden, aber keineswegs über­mäßige, verlangt die Himbeere. Einen sehr guten, humusreichen Boden und auch eine gewisse Feuch­tigkeit des Bodens nimmt die Erdbeere in An­spruch. Erdbeeren sollten außerdem nur an Stellen gepflanzt werden, die wenigstens einen gewissen Schutz vor kalten Winden und vor Frühjahrsfrösten geben; denn wenige Blüten sind gegen Frosteiir- wirkungen so empfindlich wie die Blüte der Erd­beere. Schon ein geringer Frost int Frühjahr kann

I die Ernteausfichten vernichten.

Der Spargel verlangt sandigen, durchlässigen Boden. Alle Versuche, auf anderen Böden Spargelbeete anzulegen, müssen sehlschöagen. Bo­den, auf dem Kohl gezogen werden soll, muß kräftig, humusreich, bindig und nicht zu trocken fein. Aehnlichen Boden verlangt der Sellerie. Zwiebeln wollen einen warmen Boden haben, der nicht ftisch gedüngt worden ist; auf frisch ge­düngtem Boden faulen Zwiebeln leicht, auch sam­meln sich auf solchem Boden viele Maden an den Zwiebeln und zerftessen sie. Die Tomate will gut durchgearbeiteten Boden in warmer Lage und verlangt viel Düngung und viel Wasser. Auf warmem Boden in warmer Lage gedeiht auch die Bohne am besten; ähnlich ist es mit der Erbse. Artischockenzucht kann nur auf gutem und locke­rem Boden mit Aussicht auf Erfolg betrieben wer­den. Einen Untergrund von Lehm, sonst aber guten Boden verlangt der Meerrettich.

Schädlingsbekämpfung und Düngung.

An den verschiedenen K o h l a r t e n tritt jetzt die zweite Generation der Kohlweißllngsraupen auf, die bei Unterlassung von Bekämpfungsmaß­nahmen oft Kahlfraß verursacht. Außer recht­zeitigem Zerdrücken der meist an der Unterseite der Blätter abgelegten Eier, Ablesen der Raupen und Vernichten der Puppen empfiehlt sich gegen die wenig widerstandsfähigen jungen Kohlraupen eins • Spritzung mit 1- bis 1,5prozentiger Venetan- I Losung, welche auch gleichzeitig die jetzt eben- I

falls stark auftretenden Blattlaus Wir müssen dabei darauf achten, daß dl Kokons der Schlupfwespen besetzten R» restlos vernichtet werden, da die Schlups türlich Feinde der Kohlweißllngsraupen uns deshalb Nutzen stiften.

Nach der Erdbeerernte sind die Ku fort gegen den Erdbeerstecher durch Beftä G r a I i t oder Bespritzen mit A r e s j n zen. Den Heuer sehr stark auftretenden St, rost könnte man versuchen nach der Ernt Spritzung mit Nosperit, einem Kupferpräva bekämpfen.

Gegen Erdflöhe an Wintergetnüs» dessen Beizung mit Ceresan oder 0 25™ ger U f p u l u n. Lösung vor der Aussaat e sei — hilft sicher eine Bestäubung mit ft dal, wodurch die Schädlinge abgetötet wer!

Eine sehr schlimme Plage bilden zun Fliegen. Wir bekämpfen sie durch feine« spritzen von Noral, wobei wir für i Raum 1 cem des Produktes rechnen. — m Stechmückenplage zu steuern, übe« wir Tümpel, Teiche, Altwässer usw., daneben auch Regenwassertonnen sowie alle Wasserst in Kleingärten mit Leron, einem Präpara die Wasseroberfläche mit einer gleiche Schicht überzieht und damit die Stechmücken! verhindert, zum Atmen an die Oberfläche tu langen. Für Wasserpflanzen und Fu ist Leron unschädlich.

kleine Winke.

Frühobst soll immer kurze Zeit vor der Reife gepflückt den und einige Tage vor dem Verkauf ode brauch an einem dunklen, kühlen Ort lagern, den rechten Geschmack zu erhalten, l-afli Frühäpfel zu lange am Baume hängen, ]o • sie trocken und mehlig, Frühbirnen aber teig«» geschmacklos.

Die Stiefmütterchen haben den Fehler, schnell zu verblühen, und bann auf den Beeten häßlich aus. Man ka », zu einer zweiten Blüte bringen, wenn man i • Sommer abschneidet und mit Erde behau, , ■ schlagen dann wieder aus, bilden bau) 9 Pflänzchen und bringen neuen Blütenschm ' allerdings den ersten nicht ganz an Große ■

Die künstlichen Düngemittel sollen nie tief untergebracht werden, besondersw die, die schnell zersetzt werden, wie z. B. oer salpeter. Es genügt, wenn man die lunj | Düngemittel auf die Beete streut und leilyk : hackt, Umgraben ist nicht nur überflüssig, 1 falsch.

Perlzwiebeln.

Die Perlzwiebeln werden geerntet, st. Kraut abgestorben ist, meist im Juli und » Bleiben sie zu lange in der Erde, !o tr Wurzeln und verlieren an ihrer Gute. -1'111 ।

zum Küchenverbrauch usw. die größeren o und behalte die kleineren zur Weiterzu j nächste Jahr. Es wird dies hervorgeho- - meistenteils die kleineren verbraucht uno zeren zur Weiterzucht verwendet werden.

DWt.

Pflanzenteile, die für das Leben fln., n nie ! lache bestimmt find, dürfen beim Umpfla ; in die Erde gebracht werden, d. h. Stengen i usw. dürfen nie zu tief gesetzt werden. nicht nur für Ostbäume, wo immer vor Zutief-Pflanzen gewarnt wird, fono6 für jede Pflanze, jeden Strauch, jedes GemuM»

Auf dem Kleintierhof.

Die Hühner lassen immer mehr mit Legen i dennoch sind die Äugusteier sehr gesucht, weil s besonders gutem Ruf von Geschmack und haß feit stehen. Dies mag früher Berechtigung ge haben, als sich die Hühner während der Ernte i lich mit Körnerfutter ernährten, sonst aber nur dem, was sie fanden, und mit Abfall dol. nehmen mußten. Dort, wo (z. B. in den hühne farmen) regelmäßig und zweckentsprechend gefütte wird, sind die Augusteier sicherlich nicht besser» haltbarer als die anderer Monate. Vielfach b, ginnt schon die Mauser, die an die Kräfte bt Tiere große Ansprüche stellt, weshalb sie kräftig zu füttern sind. Während des Federwechsels sind die Hühner natürlich auch gegen schlechte Witterung sehr empfindlich und müssen deshalb an falten und regnerischen Tagen im Stall ober Scharraum zu» rückgehallen werden. Bei den Frühbruten beginnt sich 'der Geschlechtstrieb zu regen, weshalb die ®e> schlechter getrennt zu halten sind. Bei freiem Aus­lauf ist der Tisch jetzt überall reichlich gedeckt, auch für die Gänse und Enten, nicht minder für die Tauben, wo sie felbern können. Die Ställe fhtb rein zu halten, es ist stets für frisches Wasser zu sorgen usw.; gutes Gedeihen hat stets gute Pflege zur Voraussetzung. Die Kaninchen läßt man int August bas letztemal belegen, ba aus späteren Wür­fen feiten etwas wirb. Ende des Monats tritt bei ihnen Haarwechsel ein, zu dessen gutem Verlauf entsprechende Fütterung gehört (Rüben, Grün» futter und gutes Heu). Gern genommen wird auch Fallobst, aus dem die Faulstellen entfernt sind; ebenso Baumzweige zum oergnüglidien und untr« haltenden Benagen. Die Ziegen fühlen sich jetzt am wohlsten auf der Heide.

SchweineschneNmasl.

Planmäßige Versuche in Göttingen haben ergeben, daß bei reicher Kartoffelfütterung die Schweine trotz der eiweißarmen Nahrung bis M 400 Gramm täglich zunehmen können, lud) Mischsutter aus Kartoffeln und Getreide gaben keine höhere Gewichtszunahmen. Erst als man Kartoffeln mit Getreideschrot und ElwechMer reichte, nahmen die Versuchstiere 700 bis 800 täglich zu. Am lehrreichsten ist folgender Versuch. Man hatte sich die Aufgabe gestellt, Schweine M Gewicht von je 20 Klgr. durch Schnellmast auf je 110 Klgr. zu bringen. Nach zwanzig Wochen Hajen sie dieses Gewicht erreicht und auf das Tier berern* tret 105,2 Klgr. Gerste, 14 Klgr. Fischmehl, «Z Klgr. Fleischmehl und 799,9 Klgr. Kartoffeln ge­fressen. Mit anderen Worten ausgeärudf ergaben 105 Klgr. Gerste, 14 Klgr. Fischmehl, 27 JHF- Fleischmehl und 800 Klgr. Kartoffeln ergaben w, Klgr. Lebendgewicht.

was folgt für die Praxis aus diesen mehrjährigen versuchen.

Will ein Landwirt ein 20 Klgr. Schwein durch Schnellmast auf 110 SIgr. 9 ' so gebe man vorn ersten Tage der Einstellung zum Schluß ein Beifutter in der Höhe von 1 bas aus 700 Gramm Getreideschrot, 100 Granv Fischmehl und 200 Gr. Fleischmehl besteht und W zu gedämpfte gequetschte Kartoffeln bis zur tigung.