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gung und deren tiefste Bl wo die Seele katholisch denkt ün fen auch in der Politik nicht n und Berechnens, sondern der wie sie aus innerstem Drange delt — solche Urkraft aber qibt sucht des Menschen: das ist das Bewußtsein. Wer jedoch die aufsuchen will, darf nicht an den, nicht bei dem Geistesgute beiden Konfessionen gemeinsam gehen, dorthin, wo Helles Licht" Wärme ist, zum katholischen Den den.

So wird von selbst die Frage ai findet sich eine Organis, die Wähler als Angehörige d _ die Grundlegung ihrer politischen schaffen? Die allgemeine Organ streitig der Volksverein für lische Deutschland. Letzterer Here Werbekrast infolge mancherlei gebüßt. Hoffentlich wird es rhm g< Here Bedeutung als staatspoli organisation der deutschen Katholi gewinnen. Doch das möge dah.._ Iedenfalls ist ein A r b e i t e r v e r e tel politischer Schulung es wegen der eigenartigen Lage des, insbesondere der christlichen der sozialistischen. Letztere hat als ihr ung die des Materialismus, des KI if e s usw., aber sie hat sie zugespitzt terpsyche. Dadurch bekommt sie au dere Kraft der Anziehung. Wenn daß gegenwärtig in Deutschland die Geschicke zu einem großen Teile r der Arbeiterschaft ruhen, so erhAt Bewegung, die zugleich Arbeiterbe durch noch höhere Bedeutung und Zurzeit tauchte in einzelnen Kreisen Arbeiter der Gedanke auf, ob man christliche Arbeiterpartei gründen naturgemäß den katholischen Arbei größte Einfluß zufiele. Die nüchte daß man es doch zu keiner achtens: bringe, daß man sich der Stütze ei tei durch die Neugründung ber Zentrumspartei, das Zentrum selber was eine Schwächung derSt deutschen Katholiken im öf Leben totsicher bedeute, solche hielten davon ab. Aber immerhin das erklärliche Verlangen vor, der sozialistischen Bewegung auch Arbeiterbewegung haben, die ist, wie das Zentrum, die aber die Sozialdemokratie eine Ar nicht behindert wird durch Rü Stände.

Wenn wir also neben dem Vo katholische Deutschland die katholi

spende, vor Gericht und das Martyrium. Wie sind in diesen Bildern der Köpfe der Männer und der Menschen gestaltet! Und wie die Perspektive der Architekturen mit ihren Säulen — nach Breite und Tiefe — durchgeführt worden ist, das wirkt wie ein Markstein der neuen Zeit. Als ein Bote Gottes, vom Himmel herabgesandt, nicht als Mensch wie die anderen, ist hier der Heilige ge­dacht und gestaltet. Die milde Schönheit seiner Erscheinung wird durch den herben Gegensatz zu den Bettlern und Schergen aufs wirksamste geho­ben. Diese Bilder erregen die Teilnahme des Be­schauers.

Die spätere Zeit stellt unseren Heiligen fast nur mit dem Rost dar, dem Zeichen seines Marty­riums. Schongauer zeigt auf seinem berühmten Kupferstich den jugendlichen zarten Diakon mit der Siegespalme und dem Rost. Besonderer Be­achtung wort ist auch der Laurentius im Städel- mufeum zu Frankfurt a. M. Er ist ein Werk des Matthias Grünewald. Im Jahre 1509 hat näm­lich Grünewald zwei Flügelbilder zu einem Altar für Frankfurt a. M. gemalt. Dieser Altar war von Jakob Heller gestiftet worden und trug als Mittelstück. Dürers Himmelfahrt Mariä. Die Außenseite des Flügel hat Grünewald in Stein­farbe — grau in grau — mit den Bildern des hl. Cyriakus und des hl. Laurentius geschmückt. So waren in diesem einen Werke die beiden Doppel- gipfel der deutschen Malerei vereint, deren Schöpfungen sonst die größten Gegensätze zeigen: „Dürer, der Meister der strengen Selbstzucht und

Grünewald, ein seinem Dämon hingegebener Nacht­wandler." (Dehio.) Der hl. Laurentius, der hier für uns in Betracht kommt, ist in dem pracht­vollen Schwung seines Gewandes, in der träume­rischen Haltung seines Hauptes wie überhaupt in der formalen Art der Malerei barock. Die äußere Gestalt des Heiligen entspricht der für die dama­lige Zeit charakteristischen gedrungenen Figur. In der einen Hand hält er den Rost. In der rech­ten Hand trägt er das aufgeschlagene Evange- lienbuch; dem Diakon kam es nämlich zu, auch zu predigen. Die Dalmatik des Gewandes des Dia­kons ist spielerisch reich bewegt. Grünewald ist ja nicht umsonst mit Dürer, dem Meister der Linie, in Berührung gekommen. In der reizvollen Ver­teilung von Licht und Schatten, in dem reichen Helldunkel, das die Gestalt umspielt, kommt Grüne­walds malerische Art zur Geltung.

Nunmehr bleibt der Rost in der bildlichen Dar­stellung des Heiligen sein Kennzeichen. Es spricht von seiner großen Gottesliebe, in der er die Qua­len des Martyriums ertrug. Aber das Feuer der Gottesliebe in seinem Herzen war stärker als das irdische Feuer, das an seinem Leibe zehrte. Dar­um hat auch die Kirche dieser Gottesliebe das un­vergänglichste Denkmal gesetzt. An seinem Feste und Tag für Tag in der Danksagung nach der hl. Messe läßt sie ihre Diener beten: Möge der bl. Laurentius uns die Gnade einer feurigen Gol- tesliebe erflehen, damit wir durch sie das Feuer der Leidenschaft besiegen und so vor dem ewigen Feuer

Vereinigungen Arbeiter setzen, der Nutzen ei der Arbeiter ei Dazu kommt

Zu dem kürzlich in Gelsenkirchen statt­gefundenen großen Verbandstag der katholischen Arbeitervereine schrieb der Verbandspräsident der Westdeutschen Arbeitervereine folgende zeitgemäße Bemerkungen:

Daß Politik mit Religion keine Beziehungen hätte, dieser Irrtum braucht hier nicht bekämpft zu werden. Religion darf nicht zum Deckman­tel politischer Bestrebungen verwandt werden — darüber sind wir uns alle einig — aber das ist auch so ziemlich alles, was als berechtigter Kern dem oft gebrauchten Einwand innewohnt. Wir deutsche Katholiken wissen aus Erfahrung langer Jahrzehnts, daß die Aerteidkgung reli­giöser Güter mit politischen Macht­mitteln unumgänglich ist; nicht bloß der Kulturkampf, sondern auch die späteren Jahre und sicherlich die traurige Gegenwart lehren es. Doch abgesehen davon: eine politische Parte? verdankt letzten Endes ihr Dasein der jeweiligen Anschauung einer bestimmten Volksgruppe darüber, nach wel­chen Grundsätzen die Staatsgeschicke zu leiten seien. Diese Grundsätze gehen aber auf die Weltan­schauungsfrage zurück. Politik stellt eben nicht nur die Frage nach dem zweckmäßigen Mit­tel, das Staatswohl zu erreichen, darum vielmehr aeht solchen Erwägungen die Auffassung von den Staatszielen voraus.

Es ist nicht überflüssig, gerade gegenwärtig scharf zu betonen, daß besonders in unserem Vaterlands die Verschieb enheit der Weltanschauun­gen den Grund zu den einzelnen Parteibildun­gen abgegeben hat und auch künftig abgeben wird. Das trifft nicht bloß für die Zentrumspartei zu, sondern auch für die bürgerlichen Parteien und für die sozialistische.

Nun aber machen sich neben diesen verschiede­nen Weltanschauungen entspringenden Cntstehungs- gründen für die jeweiligen Parteibildungen noch andere und zwar fast in gleicher Stärke geltend: sie smd mehr materieller Art. Wer die Schwie­rigkeiten des parteipolitischen Lebens durchkostet hat, wird versucht sein, zu sagen: der Kampf um die Standesinteressen droht die ideale Auffas­sung des Parteilebens zu verdrängen. Und es wird so sein, daß in Zeiten und in Volksgruppen, deren Gesinnungen nur materiell eingestellt sind, die Standesinteressen vor die idealen Beweggründe treten und den Ausschlag geben. Daher kommt es schließlich darauf an, inwieweit es jemals ge­lungen ist, den Sinn für Ideale im Volke zu er­halten. Auf jeden Fall müssen nritf festhalten, daß beiderlei Beweggründe sowohl die der Welt- ansckauung als auch die der Standesinteressen im politischen Leben zu beachten sind.

Weltanschauung und Standesinter­essen sind also die beiden am meisten hervortre­tenden Beweggründe für die Herausbildung von Parteien. Wir wollen von dieser Tatsache aus- gehen, um für die Prüfung der Frage, ob und

Indianer mit unüberlegten Repressalien bis zum Mord an Frauen und Kindern beantwortete, die in einigen Staaten 20 Dollar Kopfprämie auf einen Indianerskalp setzte, die 1840 Reservationen für die Verjagten in den Ebenen des Innern schuf und sie durch zum Teil zweifel­hafte Ehrenmänner verwalten ließ, von deren Miß­bräuchen der „Große Vater" in Washington nichts er­fuhr; die bei Gold- und Metallfunden in den Reservatio­nen schnell Mittel und Wege zum Bruch der Verträge fand; die 1890 beim Aufstand der gequälten Sioux durch Truppen alles massakriett«, was Menschenantlitz trug, danach die Offiziere absetzte, den Indianern aber keine eGnugtuung schenkte; die 1870 durch Gesetz die bevüchtigte Peace Policy inaugurierte, die den Missionaren die An­stellung der Staatsagenten in den Reservationen in der Weise überantwortete, daß sie den Katholiken statt 38 Reservationen nur 8 zur verantwortlichen Leitung über­ließ, obwohl der Anspruch der Katholiken als der größ­ten faktischen Missionsmacht unter den Indianern klar ersichtlich war; die so 80 000 katholische Indianer pro­testantischen Missionsagenten unterstellte und ihr Rufen nach dem Schwarzrock unerhört verhallen ließ, bis der Protest aller Bischöfe der Union nach 12 Jahren wieder allen christlichen Kirchen die Missionsfreiheit unter den Indianern wiederbrachte.

Amerika hat seine ersten kanonisierten Heiligen. Sie gehören der weißen Rasse an. Wird die weiße Rasse auch etwas tun für die Kanonffation von Indianern? Wäre das nicht ein Friedenswerk herrlichster Art, eine moralische Genugtuung für die anderthalb Millionen Rothäute, d>e noch in den Staaten leben? Haben nicht auch die Katholiken der Union lange Zeit etwas zu

wenig Interesse für das Jndianerapo Im Staate Newyork lebte im

Kateri Tekakwitha, „die L i hawks". Sie verzichtete — in ihrem, hörte Tat — aus Liebe zu Chrfftus hätte sie den Klosterberuf ergriffen, Frauenorden der Stadt Montreal scch> ner-Mädchen gab es damals noch lebte sie ein heiligmäßiges Leben in nach harten Bußen am 17. April 1 bis heute ein Wallfahrtsott. Mehr« pat der Union und Kanadas die fchen Prozesses in ihrem Fall erbeten.^ Albany und Montreal haben vor Informationsprozeß zu Ende geführt, es, wenn „die Lilie der Mohawks gelangte, vielleicht mit ihrer La Houin, „der Heiligen der P die von dem Apostel der Rothäute,

werden dadurch eine Art von gung: sie bilden keine Parteiorganiso oft ersetzen sie eine besondere organisation, wenn eine solche in vei len von Nutzen sein solüe. Neben Arbeiterbewegung haben wir christliche Arbeiterpartei, aber die eine solche vertreten kann, recht vorteilhaft sein. Es kann von tung werden, daß Arbeiterze solche ihre parteipolitische Memung ob sie diese oder jene Aktion des den Arbeiterinteressen für ver '

Die letztere Bemerkung führt uns oben erwähnten Gesichtspunkt n nämlich, daß auch die Standesinte politischen Leben sich durchzusetzen ist die große Gefahr für teien, daß die großen Stai nisationen die Partei"^ Dienst zwingen. Der G ner Standesorganisation ist oft als der Egoismus eines einzelnen '» glaubt im Interesse einer Organist triebensten Forderungen erheben

welche politischen Aufgaben den Arbeiterver­einen zufallen, den rechten Standpunkt zu gewin­nen.

Es folgt nämlich aus dem Gesagten zunächst, daß es für eine Pattei überaus wichtig ist, ihren Anhängern klare und bestimmte Weltanschauungen für die Beurteilung politischer Vorgänge zu über­mitteln. Eine Pattei, die ihre Mitglieder dauernd fesseln will, muß Grundsätze haben. Sie bars nicht ihre Surft darin suchen, möglichst viel bei dieser oder jener Staatsaktion für ihre Wähler herauszuschlagen, um durch den Hinweis darauf Anhänger zu gewinnen. „Unsere Pattei ist diese oder jene Aktion gelungen, sie hat bei dieser oder jener Koalition ferngestanden, ist für deren Han­deln also nicht verantwortlich" usw. Solche Agita­tionsphrasen smd unwürdige Politik, gewinnen Wähler höchstens für einen vorübergehende Zeit urteilsfähige Bürger stoßen sie ab. Eine Partei, die den Namen einer politischen Pattei verdienen will und nicht bloß eine hin- und herschwankende Gruppe von politischen Geschäftsmachern sein will, milß eine bestimmte Auffassung von Staatszielen haben und auf diese ihre Anhänger einschulen.

Wenn wir nun die Frage aufwerfen, wo diese Schulung der Wähler oder sagen wir in An­wendung auf den Gegenstand unserer Erörterung, wo die Schulung der Arbeiterzentrumswähler ge­funden werden muß, so ist ja sicherlich erstmals die Partei selber dafür da. Aber das ist nun einmal das Geschick der Partei, daß sie in der Regel nur zur Wahlzeit zu lebendigem Leben erwacht, in der übrigen Zeit still dahinschlummett, gleichsam sich ausruhend von den Strapazen der Wahl oder neue Kräfte sammelnd für die folgende. Auch legt der Charakter der Zentrumspattei als einer interkonfessionellen Pattei immerhin eine beson­dere Schwiettgkeit in den Weg. Wenn nämlich die echte Betrachtung staatsbürgerlicher Fragen ohne Verbindung mit der Weltan­schauung, d. t. mit der religiösen Ueberzeugung nicht geschehen kann, so wird auch die politische Schulung der katholischen Wähler ihre tiefste Quelle in der Summe von Anschauungen haben, die wir uns als Katholiken über das Staatswesen bilden. Damit ist nicht gesagt, daß die jeweilige Anschauung der Katholiken die allein möglichen Folgerungen aus der katholischen Glaubensüber­zeugung darstellen; man darf noch nicht entgegen« stehende Meinungen als unkatholisch verurteilen, sondern behaupten, daß sie subjektiv am meisten dem katholischen Glauben entsprechen. Durch diese subjektive Uebereinstellung erhält aber erft die po­litische Ueberzeugung ihre Wärme und Opferfähig­keit. Daß eine intettonfessionelle Pattei mancher­lei in der Ausprägung einer solchen Ueberzeugung tun kann, die zum Teil schon in jenen Wahrhei­ten begründet ist, die beiden Konfessionen gemein sind, soll nicht bestritten werden. Aber die rechte innerliche Verankerung der potitifcfyen Ueberzeu-

habt es zu einer Räuberhöhle gemacht." Und lehrt« täglich im Tempel.

Neunter Sonntag nach Pfingsten.

Eingangslied: Pf. 53, 6—7.

Seht, Gott Hilst mir, der Herr ist meiner Seele Hott. Wende das Unheil ab auf meine Feinde, in deiner Treue vertilge sie, mein Beschützer, o Herr. Ps. ebb. 3.) Gott, in deinem Namen rett- mich, in deiner Kraft befreie mich.

Evangelium: Lukas 19, 41—47.

In jener Zeit näherte sich Jesus Jerusalem. Als er die Stadt erblickte, weinte er über sie und sprach: „Wenn du es doch erkenntest, und zwar an diesem deinen Tage, was dir zum Frieden dient! Aber es ist vor deinen Augen verborgen. Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde dich mit einem Walle umgeben, dich ringsum ein­schließen und dich von allen Seiten bedrängen werden. Sie werden dich und deine Kinder die in dir sind, zu Boden schmettern und keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast." Dann gin ger in den Tempel und trieb die Käufer und Verkäufer hinaus. Er hielt ihnen entgegen: „Es steht ge­schrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber

Mischen Erziehung.

daß die Arbeiterzentrumswähler erhalten: „Wir können durch die Di Arbeitervereine besondere Wünsche

1842 getauft wurde. Sie war chrfftlicher Tugenden, ein ganzer -N Katholischen Aktion. P- de Swet s' eine der herrlichsten Typen chni gewesen, wie man sie selten aus Andenken ist bis heute in Ehren.^

„Der tote Indianer ist der amerikanisches Sprichwort, das Verdikt über die tatsächliche AGd gegenüber den Rothäuten barstem, ner ist der beste Indianer", W j Wird sie bald für diese Wah

Vom hl. Laurentius.

3u seinem Festtag am 10. August.

Ein besonderes Ruhmesblatt der Geschichte

als Einzelvertreter interessen nicht vermögen". Die

Sie ersten Heiligen Nordamerikas.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, der Re­korde und Superlative hat in den am Feste Peter Uiid Paul heiliggesprochenen 8 H.uronenmissionaren seine ersten kanonisierten H'lliqen erhalten. Alle ge­hörten der Gesellschaft Jesu an. Ihr Martyrium könnte schwache Nerven erschüttern. Aber es ist vielleicht doch angebracht, einige Einzelheiten darüber zu berichten. Zu­verlässige Nachrichten aus mehreren Quellen berichten über den Martertod der Patres Brebeuf und Lalemand. die von den Irokesen-Indianern im Jahre 1649 zu Tode gequält wurden. Man entkleidet sie, reißt ihnen die Fingernägel aus schlägt mit Stöcken ihren ganzen Leib zusammen. Von Christen umringt, spricht P. Brebeuf: „Meine Kinder, laßt uns im Uebermaß unserer Schrner- zen das Auge zum Himmel erheben und eingedenk sein, daß Gott der Zeuge unseres Leidens ist und bald unser übergroßer Lohn sein wird." Man schneidet einem der Gefangenen die Hände ab, dem anderen durchbohrt man > und Nägel. Man sengt die Opfer in

den Achselhöhlen und an den Lenden mit rotglühenden Beilen umgurtet sie mit einem brennenden Rindengür- “ r11"0 d Lalemand fleht int Ueber-

mafc der Qual zum Himmel, P. Brebeuf leidet wie ein gels klaglos Der Leck der Opfer wird dreimal mit betfem SBaffer „getauft". Am Marterpfahl reißt man den Patres die Augen aus und steckt glühende Kohlen in die Augenhöhlen. Fleischstücke reißt man aus ihrem Leibe und brät sie vor den Augen der Opfer. Glühende Beile werden in die mit dem Messer geschnittenen Kör­perspalten gesteckt. P. Brebeuf zieht man die Kopfhaut

richtet von der sprichwörtlichen Liebe der erften Christen. Vor allem waren es D i a k o n e, die als Träger eines Segensamtes, im Dienste der Liebe standen. Unter ihnen ist Laurentius eine Leuchte am Himmel der Kirche.

Laurentius war in Spanien geboren und ent­stammte einem edlen Geschlechte. Papst Sixtus H. nahm ihn zu sich nach Rom. Er weihte ihn zum Diakon. In dieser Stellung betraute ihn der Papst mit der Verwaltung des Kirchengutes. Im Jahre 258 wurde der greife Sixtus auf Befehl des grau­samen Kaisers Valettan in den Katakomben von St. Kalifto ergriffen, um gemartert zu werden. Da drängte sich Laurentius zum Papste und bat ihn, daß er mit ihm das Martyrium erleiden dürfe. „Vater, wohin willst du gehen ohne deinen Sohn? Wohin hl. Pttester, ohne deinen Diakon? Du hast doch sonst niemals ein Opfer dargebracht ohne deinen Diener!" Papst Sixtus aber sagte zu ihm: „Bald kommt auch dein« Stunde. Nach drei Tagen wirst du mir folgen. Jetzt gehe hin und verteile die Kostbatteiten und Schätze der Kirche." Da hörte der heidnische Stadtpräfekt, daß die Kirche reich an Schätzen sei. So gebot er dem Laurentius, die Schätze der Kirche herbeizu­bringen. Der Diakon erbat sich drei Tage Zeit, um dann dem Richter die Schätze der Kirche zu zeigen. Inzwischen verteilte Laurentius alles Kir­chengut unter die Armen. Am dritten Tage sam­melte der Diakon viel armes Volk, die Bettler von der Straße, die Krüppel und Krankhaften, die Lohmen und die Blinden. Er führte sie zum Pa­laste des Richters. Dieser Weg wurde zum Todes- gang für den Heiligen. Er zeigte bem Präfekten die Scharen der Armen: „Siehe, das sind unsere Schätze, die nimmer abnehmen! Nimm sie hin!" Da ergrimmte der Statthalter. Grausam ließ er Laurentius martern. Er ließ einen Rost herbei­schaffen und glühende Kohlen darunter legen. Dann ließ er den hl. Diakon braten. Da Laurentius eine Weile auf dem Rost gelegen hatte, rief er den Schergen zu: „Auf dieser Seite bin ich genug ge­braten, dreht mich um!" Und während er noch betete für feine Feinde, starb der hl- Märtyrer.

Solch ein Vorbild in Opfermut und Glaubens­treue wollte die Kirche gern ihren Kindern vor Augen stellen. So finden wir die älteste Darstel­lung des Heiligen zu Ravenna, in der Grabeskirche der Gallia Plaudia. Mit einem Stab kreuz über der Schulter und einem Buche in der Hand, eilt Laurentius freudig zum Rost, zum Martyttum. Ausführlich wurde das Leben des Heiligen bärge« stellt um bie Mitte bes 15. Jahrhunderts. Papst Nikolaus v. berief Fra Giovanni An ge- lico a Fiefola nach Rom. DieserMalermönch sollte einer anders gearteten Zeit den Liebesreich- tum der erften Christenheit vorführen. Dazu wählte Fra Angelico den hl. Laurentius. Als Krö­nung feines Lebenswerkes schuf er die 1477 begon­nenen und vielleicht erst in seinem Todesjahr - - un­ter Beteiligung des Meisters Goppoli — beendeten ßaurentiusfresfen in der Nikolauskapelle des Va­tikans. In fünf zum Teil sehr gut erhaltenen Bildern stellte er das Leben des Heiligen dar: Diakonsweihe, Uebergabe der Schätze, Almofen-

ab, verstümmelt seine Füße, zerschmettert mit einem Axt- I hieb seine Kiefer Den Sterbenden steckt man glühende s Rindenfackeln in den Mund.

| Amerika hat seine ersten kanonisierten Heiligen. Es ; sind Weiße, die der Grausamkeit von Angehörigen der roten Rasse zum Opfer fielen. Aber die rote Raste war zu diesen Schandtaten van den Weißen aufgestachclt worden. Die Engländer hatten die Irokesen gegen die Franzosen und damit auch gegen die französischen Mis­sionare aufgehetzt. Die Feuerwaffen zum Vernichtungs­krieg aber hatte der Handelsneid der Holländer geliefert, die in Neu-Amsterdam (heute Newyork) ihre damalige Kolonialhauptstadt hatten. Die weiße Rasse stellt die ersten kanonischen Heiligen der Neuen Welt, jene Rasse, aus deren Reihen so furchtbar an Amerikas roten Kin­dern gefehlt wurde; die als selbstverständlich betrachtete, daß die schwächere Rasse der stärkeren wich, ohne Rück­sicht auf Recht und Moral; die mit den Indianern Ver­träge schloß und auf Ehre sie zu bewahren erklärte, dann aber (wie bei den Cherokesen in Carolina) mit Waffen­gewalt die Indianer vertrieb; die den Indianerstamm der Creeks zwölfmal von einem Wohnsitz in den anderen verjagte und dann vernichtete; die den Indianer durch Gesetz rechtlos machte, ohne ihm jahrzehntelang ein Be­schwerderecht zu geben; die 1830 Indianer durch Gesetz vertrieb, Tausende bei der Flucht zugrunde gehen ließ und den Rest durch Miliz niederknallte; die 1854 mit den Indianern westlich des Missisippi einen Vertrag schloß, der zwei Drittel des Gebietes der Union, ein Drittel den Indianern ließ und kurz danach den Cm- marsch von 50 000 Weißen in die vergewaltigten neuen Konzessionen duldete; tiie furchtbare Notrevokten der

katholische Arbeitervereine und Politik

Von Msgr. Dr. O. Müller.