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lM ein. von die des des

Julda» den 4 August 1930

der Bischofskonferenz.

diesjährigen Fuldaer Bischofskon­morgen vormittag 8.30 Uhr mit einer Andacht in der Bpnifatiusgruft eröffnet en teil die Hochwürdigsten Herrn Kar- rftbtW’of Dr. Bertram von Breslau, ^erchiichof Dr. Schulte von Köln, Kar- Bischof Dr. Faulhaber von München, Dr Carl Fritz von Freiburg, Bi- Poggenburg von Münster. Bischof mein von Paderborn, Bischof Dr. Ber- nnn Osnabrück, Bischof Dr. Schreiber Meißen, Bischof Dr. Bornewasser von ,r Bischof Dr. Hugo von Mainz, Bi- D- Sproll von Rott en bürg, Bischof Bares von Hildesheim, Kapitular-Vikar «minnenkrebs von E r m l a n d, Titularbischof Erich, Coadjutor des Hochw. Herrn Bischofs L i m bürg, Prälat Kaller von Schneide- bl Generalvikar Dittert von Mittelwalde ; & Anteil der Erzdiözese Prag), Generalvikar »an von B r a n i tz (Preuß.Anteil der Erzdiözese nutz) Außer dem Herrn Kardinal von Bres- * der bereits am Sonntag abend angekommen ' Neffen die Hochwürdigsten Herren :~ . des Montag nachmittag hier

Ausnahme der Herren Bischöfe >rborn, Mainz und Hildesheim, Bischöfl. Palais abgestiegen sind, sowie n Bischofs von Rottenburg, der Gast n Domdechanten Dr. Leimbach ist, wohnen die vürdigsten Herrn im Priesterseminar, wo auch Zeratungen stattfinden.

ie Bischöflichen Messen sind jeweils 6 und 6.45 bzw. 6.30 Uhr in der Michaelskirche.

der Bezirks» erwaltung.

on unserem ^'Mitarbeiter wird uns geschrie- Die Wiederbesetzung derStellung Landesrates in der Hauptverwaltung Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Kas- die bislang von dem so unerwartet verstorbe- Landesrat Wilhelm Hebel ausgefüllt worden beschäftigte in der Zwischenzeit von der letzten ng des Landesausschusses bis zur nächsten ttg des Landesausschusses am 7. August die rdigen Stellen, die bei der Frage entscheidend Wie man zuverlässig hört, hat man sich dahin igt, dem Landesausschuß vorzuschlagen, die lung 6 der Hauptverwaltung des Bezirksver- !s des Regierungsbezirks Kassel wieder t einem Landesrat im Hauptamt zu m und hierfür einen Vollfuristen und laltungsbeamten mit den erforderlichen Er- ingen m Vorschlag zu bringen.

den heimatlichen Parteien.

Sie der Lpd. erfährt, wird der ehemalige Ab- mete und außenpolitische Sachverständige der ^nationalen, Prof. H o e tz sch, als Spi tz e n- didat der Konservativen Volks­ei in Hessen und Hessen-Nassau eichstagsliste führen. — In einer sehr stark ten Mitgliederversammlung hat der D e m v - ische Verein Frankfurt a. M. nach sender Aussprache mit allen gegen vier Stim- l dm Beitritt zur Deutschen Staats- rtei beschlossen.

fverzeichnis der Reichsbahn.

las Verzeichnis der Tarife, das in nächster Zeit herausgegeben wird, enthält alle Tarife (Jn- starife, direkte Tarife mit dem Ausland, Ta- vom Ausland zum Ausland im Durchgang ) Deutschland, die besonderen Durchfuhraus- aetarife). an denen die Deutsche Reichsbahn- llschaft beteiligt ist, und zwar: A) die Tarife den Güterverkehr, B) die besonderen Tarife für Kohlenoerkehr, C) die Tarife für den Tier­

Fuldaer Zeitung (Amtliches Kreisblatt)» Dienstag, den 5. August 1930»

verkehr, D) die Tarife für den Personen-, Gepäck- und Expreßgutverkehr. Aus dem Verzeichnis ist neben der Nummer des Tarifs ersichtlich: die Be­zeichnung und der Geltungsbereich, der Tag der Einführung oder Neuausgabe, die Anzahl der Nachträge, die gefchäfts- oder federführende Reichs­bahndirektion (Zentral-Tarifamt oder Zentral-Ver- kehrsamt München) und der Verkaufspreis. In einem Anhänge sind die Tarife der Privatbahnen aufgeführt. Das Tarifverzeichnis bildet somit ein willkommenes Hilfsmittel zur Unterrichtung über die bestehenden Tarife. Es wird durch Ausgabe von Nachträgen (etwa vierteljährlich) laufend er­gänzt und berichtigt und im allgemeinen alle zwei Jahre neu herausgegeben.

Wegen Zuwiderhandlung gegen eine Fuldaer Polizeiverordnung

vom 26. September 1929 war der Ingenieur ®. in Strafe genommen worden, weil er durch ver­schiedene Straßen von Fulda mit seinem Kraft­fahrzeug gefahren sei und dann auf der linken Seite angehalten habe; nach der betref­fenden Polizeiverordnung soll auf der rechten Straßenseite entsprechend der Fahrtrichtung ange­halten werden. Auf den Einspruch des Angeklagten sprach aber das Amtsgericht den angeklagten Inge­nieur frei und erklärte die in Rede stehende Bq- stimmuna für ungültig, weil die fragliche Vorschrift sich auf sämtliche Straßen der Stadt Fulda erstrecke und zu. allgemein gehalten sei. Diese Entscheidung focht die Staatsanwaltschaft durch Revision beim Kammergericht an und erklärte die fragliche Vorschrift für rechtsgültig, wie sich aus § 21 der Kraftfahrzeugverordnung vom 16. März 1928 er­gebe. Der III. Strafsenat des Kammergerichts hob auch die Vormtscheidung auf und wies die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Amtsgericht in Fulda zurück, indem u. a. ausgeführt wurde, die betreffende Polizeivorschrift sei als rechts­gültig anzusehen, wie sich aus § 21 der Kraft­fahrzeugverordnung vom 16. März 1928 ergebe; hiernach habe der Führer eines Kraftfahrzeuges, soweit nicht besondere Umstände entgegenstehen, die rechte Seite des Weges einzuhalten und die linke Seite nur beim Ueberhvlen oder beim An­halten an links liegenden Grundstücken, soweit dies örtlich nicht verboten sei, zu benutzen. Auf § 30 der Verordnung über den Kraftfahrzeug-, verkehr vom 16. März 1928 könne sich der Ange­klagte für seine Behauptung, daß die fragliche Vorschrift ungültig sei, nicht berufen, denn § 30 a. a. O. habe nur Anordnungen im Auge, welche einen Weg für jeden Verkehr oder für die Durch­fahrt in bestimmter Richtung sperren. (Aktenzei­chen: 3. S. 28. 3. 30.) — Durch die Entscheidung des Kammergerichts wird die wichtige Aufgabe der Polizei, die Sicherheit des Verkehrs zu ge­währleisten, unterstützt.

Schul-Sparpläne.

Preußens Finanzminister hat den zuständigen Ressorts ein Programm vorgelegt, das einen Ueber- blick über die vom Finanzministerium für notwen­dig gehaltenen Sparmaßnahmen auf dem Gebiete des Schulwesens enthält. Es han­delt sich um den Plan, im Laufe von drei Jahren durch Zusammenlegung von Schulen und Klassen ungefähr 10000 VolksschuIlehrerstellen einzusparen. Das Programm geht von der Tatsache aus, daß die Zahl der Schulkinder gegen­über 6,5 Millionen auf dem damaligen Gebiet in der Vorkriegszeit auf 4,3 Millionen zurück­gegangen ist. Dabei hat sich die Zahl der Leh­rer nur von 117000 auf 110 000 vermin­dert. Gegenwärtig warten etwa 10 000 Jung­lehrer auf Anstellung. Sie werden sie in den nächsten Jahren finden, während zugleich der Lehrernachwuchs gedrosselt werden wird. Man hofft, daß unter diesen Umständen die Durchsuh,- rnng der Sparpläne ohne allzu große Härten für die Lehrer möglich ist. Man wird erst abzuwarten haben, wie die preußischen Ressorts dem Finanz- tntnifter antworten. Man mutz allerdings schon heute darauf Hinweisen, datz diese Absichten nur

durch den äutzersten Zwang der Not erklärt und entsc^lldigt werden können. Die Tat­sache, daß die Klassenfrequenz seit der Vorkriegs­zeit von 63 auf 38,7 gesunken ist, kann kein Grund fein, sie durch Einsparen von Lehrern wieder zu erhöhen, denn auch rund 40 Kinder in einer Klasse sind noch viel zu viel für die Kräfte eines Lehrers und für die Möglichkeit nachhaltiger pädagogischer Beeinflussung. Zumal heute ganz andere Lei­stungen von der Schule erwartet werden, als in der Zeit, da die jetzt auf der Lebenshöhe stehende Generation in die Schule ging und damals in Städten wie Fulda 70 bis 80 Kinder in einer Klasse keine Seltenheit waren. Sicherlich haben damals die be f ä h i g t e n Kinder sich trotz der hohen Klassen - Frequenz durch- gesetzt. Wissenschaftliche und sonstige Leistun­gen mancher dieser einstigen Schüler, die heute vorliögen, werden von den Schülern von heute nicht unter allen Umstünden übertroffen werden. Aber jegt handelt es sich nicht mehr so sehr um die Lei­stung der befähigten Schüler, sondern um das Maß der Kenntnisse und Erziehung, das durch die Schule dem Durchschnitt der Klasse bei­gebracht werden kann. Da müssen die Klassen möglichst klein sein und die etwaige Vergröße­rung wäre em Uebel. Immerhin. Die Not der Zeit mag diese Ersparnis - Pläne und ihre evtl. Durchführung rechtfertigen. Es muß aber im Auge behalten werden, daß so bald wie irgend möglich diese illotmaßnahme durch entgegengesetzte An- sftengungen wieder kompensiert wird.

*

Zu den Vorschlägen des Finanz- Ministeri­ums gehört auch der Plan, die Klassen der hö­heren Schulen durch Zusammenlegung der beide nPri men auf acht herabzusetzen.

*

Mit allem Nachdruck ist zu unterstreichen, daß dieses Programm keinerlei Abbau in der 1924 gewühlten Form beabsichtigt und eine Wie­derholung der damals getroffenen Maßnahmen bleibt vollkommen außer Betracht. Kein Lehrer soll abgebaut werden. Die vorgeschlagene Maßnahme findet ihre Begrün­dung in folgenden Tatsachen: Es gibt in Preußen gegenwärtig rund 10 200 Junglehrer, und zwar rund 7100 katholische und rund 3100 evangelische. Der Bestand an evangelischen Junglehrern wird im Jahre 1931, der an katholischen Junglehrern int Jahre 1936 aufgebraucht sein. Wie in dem Er­laß ausgeführt ist, werden pädagogische Akademien in Zukunft in langsamerem Tempo ge­schaffen werden als bisher. Lehrernachwuchs wird deshalb in den nächsten Jahren in geringerem Um­fange zur Verfügung stehen.

All diese Umstände müssen zu dem Schluß füh­ren, daß eine allmähliche Einsparung von Lehrer­stellen ohne Anwendung irgendwelcher Härten durchaus möglich ist, um so mehr, als sich das Einsparungsprogramm auf einen Zeit­raum von drei Jahren erstrecken soll. Schließlich wird nochmals betont, daß der Erlaß zunächst nur Vorschläge enthält, zu denen die Ressorts Stellung zu nehmen haben, ohne daß damit bereits sine Entscheidung getroffen wäre.

*

Wie das 8 Uhr-Wendblatt meldet, ist im preußischen Kultusministerium der Ent­wurf einer neuen Schulordnung soweit fertigge­stellt, daß er nur noch der Gegenzeichnung des Ministers Grimme bedarf. Der Kernpunkt der neuen Ordnung liege darin, daß der Kreis der beiderseitigen Rechte und Pflichten der Schule und des Elternhauses scharf von einander geschieden werden dergestalt, daß die Schule von den Pflichten der Aussicht außerhalb des Un­terrichtes weitgehend entlastet wird. Aber auch die neue Schulordnung konnte nicht gänzlich davon absehen, den Schülern in privater Beziehung manche Schranke aufzuerlegen. So be­hält die Schule auch nach der neuen Ordnung das Recht, den Schülern den Besuch bestimmter Lo­kale zu verbieten. Das Gleiche gilt von der Zu­

gehörigkeit zu bestimmten Schülervereinen und -Organisationen.

vom Finanzamt

wird uns geschrieben: Gemäß § 19 des Umsatz­steuergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Mai 1926 haben Steuerpflichtige, die nach Steuerabschnitten veranlagt werden, binnen zehn Tagen nach Ablauf jedes Kalenderoierteljahres eine Voranmeldung abzugeben und gleich­zeitig eine den Entgelten des Vierteljahres ent­sprechende Vorauszahlung zu leisten. Es wird noch bemerkt, daß die Abgabe der Voranmeldung (April—Juni 1930) gemäß § 202 der Reichs» abgabeordnung durch Festsetzung von Geldstrafe» erzwungen werden kann.

Vom 24. Rhönturnfesi.

Bei dem am 17. August stattfindenden Rhönturnfest findet in diesem Jahre wieder so­wohl katholischer wie evangelischer Gottes» d i e n ft auf der Wasserkuppe statt. Der Ausschuß hat die in Frage kommenden Pfarrämter gebeten, das Erforderliche zu veranlassen. Der Beginn der Gottesdienste wird noch bekannt gegeben. Einbrechsr-Fahndungen durch den Rundfunk.

Seit langem ist in Amerika der Rundfunk ein unentbehrlicher Helfer der Polizei bei der Auf>- deckung von Verbrechen, insbesondere auch dadurch, daß nicht nur die Polizeiorgane sich des Rund­funks bedienen, sondern die Hörerschaft selbst Beob­achtungen, die sie im Verfolg krimineller Vorgehen macht, der Polizei sowohl wie dem Rundfunk mit« teilt, der durch Veröffentlichung dieser Nachrichten sehr oft dazu beigetragen hat, Verbrecher zu ent­decken und unschädlich zu machen. In Deutschlarü» ist leider in den seltensten Fällen bisher die unge­heure Publikationsmöglichkeit des Rundfunks bei der Aufdeckung von Verbrechen angewandt worden. Zwar verfügt die Polizei über Sende- und Emp­fangsstellen und bedient sich auch eifrig im inneren Fahndungsdienst dieser Einrichtung. Dagegen hat bisher das Publikum noch keineswegs sich darauf emzüstellen verstanden, den Rundfunk in solchen Fällen als Hilfsmittel zu benutzen. Die Süd- westdeutsche Rundfunk A. E. wird in der Zeit vom 16. bis 19. August im Einverneh­men mit der Kriminalpolizei ein Preisausschreiben veranstalten, das dazu beitragen soll, das Interesse des Breiten Publikums bei der Aufdeckung von Verbrechen zu heben. Sie hat dafür eine Belvhi- nung von insgesamt 1000 Reichsmark ausgesetzt. In den nächsten Tagen werden die Hörer im Rund­funk über alle Einzelheiten dieses Preisausschrei­bens unterrichtet werden.

Verdingungsergebnis.

Die zum Neubau des Verwaltungsgebäudes der Elektrizitäts-Gesellschaft A.-G. Fulda erforder­lichen Schreiner-Arbeiten warm durch den bauleitenden Architekten Hermann Mahr $ur öffentlichen Vergebung ausgeschrieben worden. Im Verdingungstermin lagen folgende Angebote vor: Schreiner-Innung Fulda -Land 45 537,33 Mark, Schreiner-Innung Fulda - S t a d t 45 871,40 Mark, Otto Schneemann-Fulda 46 257,38 Mark, Pauly- Schlüchtern 47 315,— Mark, Levsen, Haag und Hartmann, Herzig, Pritzer und Malkmus, Gebr. Richter, sämtlich Fulda, zusammen 48 486,38 Mark, Kehrel - Betzenrod (Kr. Hünfeld) 21 218,73 Mark (wahrscheinlich Teil - Angebot), Faust-Bad Salz- fchlirf 23 639 Mark (Angebot wurde zurückgezogen), Kohlmcmn und Genossen-Hünfeld (nur Los 1 und 5) 5130,70 Mark. Sämtliche Angebote werden zu­nächst rechnerisch nachgeprüst. Dann erfolgt der Zuschlag.

Aus dem Gerichtssaal.

Das Schöffengericht in Fulda hatte im Juni d. Js. den Schlosser Hans Müller aus Leipzig und den Elektromonteuer Richard Seidel aus Wal­sum, die in Fulda gewohnt und eine Frau Ettiw- ger in Fulda um 8000 Mk. betrogen hatten, zu je 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Müller hatte allein Berufung eingelegt, die sich gegen die Höhe des Strafmaßes richtete. Er hatte zu-

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e kachedes Hong Chung L«

Bon Ottwell Binns.

Zum Teufel mit dem besoffenen Starren!" rief ■Wtngton in einem Ton, der Nima aufhorchen ließ.

so?" bemerkte der Tibetaner. „Es handelt sich ■um etwas anderes als nur um einen Mann, der ,, 2ürak getrunken hat? Etwas, was man nicht ’ ®en Kris im Rücken vielleicht?"

> der ja! Setze dich, Nima, und ich werde dir sagen, “9 befürchte."

Achtes Kapitel.

Das Tor von übet

^tzte ßch auf einen der drei Hocker, die uhIm^ standen, zündete eine übelriechende Zigarette |k. '"h bann Shervington fragend an.

ganze Erzählung habe ich also doch noch nicht

Be?1, me’n Freund, aber jetzt sollst du alles er» x begann Nick von seiner Begegnung mit

bar 3U berichten und von den Ereignissen, u ~“J Maten. Er erzählte ausführlich von der kjJ'°t Croydons aus der zivilisierten Welt und bk ^ntereffe, das der mysteriöse Doktor Stargard bemkI,tlCns unb ihn an den Tag gelegt hatte. ( ln berichtete Nick von allem, was geschehen war, tJ* Schanghai verlassen hatte. Der Tibetaner

ei9eni) zu. Nur einmal verriet er, daß die

® chn bewegte, und zwar als Shervington den 5 3r JiQmcn Doktor Stargards erwähnte.

Urnen Bericht beendet hatte, blieb Nima *• SU'-j, Schweigen versunken und schien wie ab- E fahrend Shervington auf Nimas Aeußerung et, . ri stch der Betrunkene unruhig hin und her 77 »m Schlaf:

. sie will nicht . . . aber--"

t ~ ®orte sich auf Janet Craydon bezogen, be-

16 "icht, aber er hatte keine Ahnung, in

welchem Zusammenhang. Er schenkte ihnen jedoch we­nig Aufmerksamkeit, denn im Augenblick interessierte er sich mehr für Nima-Tashi, dessen Schweigen allmählich so lange dauerte, daß Nick sich veranlaßt fühlte, ihn zu fragen:

„Nun? Was halten Sie von alledem, Nima?"

„Ich finde, Sie haben Glück, daß Sie Tachienlu Überhaupt lebend erreicht haben, mein Freund," ant­wortete der Tibetaner ernst. „Hier sind wir weit ent­fernt von Schanghai, und auf dem Fluß gibt es so viele Möglichkeiten, einen Menschen beiseite zu schaf­fen, daß ich mich wundere, daß man-sie nicht ausgenutzt hat. Auch ist die Geschichte von dem Mann, der über das Meer und den großen Fluß hinauf floh, um sich in einer Lamaserie zu verbergen, sehr merkwürdig. Es steckt wohl noch etwas dahinter, was du noch nicht er- zähll haft. Warum floh er?"

„Ich erzählte dir, was mit feiner unglücklichen Frau geschah, und daß augenscheinlich eine Gefahr ihn selbst sowie sein kleines Mädchen bedrohte."

„Ja. Aber vor wem floh er?"

„Das weiß ich nicht, aber ich habe mir den Kopf über diesen Stargard zerbrochen--"

„Ich habe schon viel von ihm gehört," unterbrach ihn Nima-Tashi. „Ich habe ihn auch bereits gesehen. Er war vor zwei Jahren wegen irgendeines Unter­nehmens hier. Damals nannte er sich Hong Chung Lu. Dieser Name bedeutet eine geheime Macht, die von Tachienlu bis Schanghai reicht. Wenn er dein Feind ist, verstehe ich nicht, wie du ihm entkommen konntest."

„Du meinst, ich bin noch nicht vor ihm sicher?"

Der Tibetaner grunzte. „Die Fliege denkt vielleicht, daß sie sich aus dem Gewebe, das sie gefangenhält, be­freit und ahnt nicht, daß fortwährend neue Fäden um sie gesponnen werden. Hong Chung Lu ist sehr schlau. Vielleicht ist es fein Wille, daß die beiden Craydons und du nach Tachienlu kommen?"

„Aber er versuchte, mich zu bestechen, die Craydons zu verlassen--"

„3a, das mag sein. Es ist möglich, daß er damals noch nicht wußte, daß du hierher kommen wolltest.

Oder ist es ihm eingefallen, ihr drei könntet ihn auf die Fährte bringen, die er schon lange suchte."

„Aber was könnte das sein--?"

„Der Mann vielleicht, der über das Meer floh, um ein Lama in der Dzu-che-Lamaserie zu werden, oder das kleine Mädchen, um dessentwillen der Mann sich so ängstigte?"

„Diesen Gedanken hatte ich auch schon," sagte Nick mit bekümmerter Miene. „Auch habe ich gedacht, daß er vielleicht fein Auge auf das junge Mädchen geworfen hat, das jetzt in dem Hause deines Bruders ist." Nima- Tashi machte eine zustimmende Geste, dann als der Betrunkene sich wieder rührte und die Worte wieder­holte, die er vorhin im Schlaf gemurmelt hatte, sah ihn Nima-Tashi an und fragte kurz: „Was sagt das Schwein?"

Shervington übersetzte, und der andere saß einen Augenblick in Gedanken versunken, bann fragte er: „Sol­len diese beiden Craydons ein Paar werden?"

„Der Mann möchte es."

„Die Frau auch?"

„Ich glaube nicht."

„Diese Worte also--" Nima brach ab, sah den

Betrunkenen nachdenklich an, und dann bemerkte er: „Es ist sonderbar, daß er Arrak mit einer chinesischen Ratte, die an Türen lauscht, trinkt."

„Er ist ein Narr!" rief Shervington bitter.

„Jawohl, das ist er! Und Narren sind immer ge­fährlich. Wenn sie trinken, sind sie wie ein Sieb, aus bem bie Geheimnisse heraussickern."

„Du meinst also, baß ber Chinese wirklich versuchte, uns zu belauschen unb von Craybon etwas zu erfah­ren?"

„Ein Mann lauscht nicht umsonst wie eine Maus, auch läßt er seinen Arrak nicht stehen, wenn fein Ge­wissen rein ist."

„Aber bu vergißt, Nima, baß bu ihn erschreckt hat­test, unb bei beinern Anblick wirb er--"

„Das weiß ich ja alles," lachte ber Tibetaner. „Du magst auch recht haben. Er fürchtete vielleicht, daß ich ihm die Ohren langziehen würde, bis sie denen eines Esels gleichen. Aber warum gesellt er sich zu diesem Mann und jener zu ihm?"

„Was weiß ich?" rief Shervington etwas ungeduldig. „Vielleicht weil jener Narr drüben eben ein Narr ist!"

Nima-Tashi widersprach nicht. Er starrte nur einige Augenblicke in das schwelende Kaminfeuer, bann sagte er: „Es wäre gut, wenn ihr alle brei vor Tagesanbruch Tachienlu verlassen würbet."

„Aber wohin sollen wir gehen? Doch nicht jetzt schon nach Dze-chu?"

„Nein. Nach meinem Haus in Ehe-to. Es liegt an ber Karawanenstraße, unb ihr könntet gut verborgen bort warten, während ich die Vorräte für bie Reise be­sorge. Ich werbe euch morgen früh borthin führen. Du mußt mir nur einige Zeilen für bas junge Mäd­chen, das bei meinem Bruder ist, geben. Das Gepäck werde ich mit Paks heute nacht fortschicken, und bet Tagesanbruch könntet ihr das Wirtshaus durch einen geheimen Ausgang verlassen."

Shervington war überzeugt von der Notwendigkeit ber Vorsichtsmaßregeln, bie ber Tibetaner empfahl, beim Nima-Tashi war kein Hasenfuß wie bie meisten seiner Rasse. Es war Nick jetzt klar, baß sein Freunb Nima Doktor Stargarb in Verbacht hatte, in irgenbeiner Weise mit ber Tragöbie auf ber Rossalinsel unb bem Schicksal jenes Mannes in Zusammenhang zu stehen, jenes Mannes, ber hoch oben in ben kahlen Höhen ber Dzu-che-Berge feine Tage im Gebet verbrachte, viel­leicht von berfelben Angst gepeinigt wie bie, vor ber er geflohen war. Außerbern bürste man bie Möglichkeit nicht außer acht lassen — so unwahrscheinlich sie auch erschien —, baß ber chinesische Lauscher an ber Wanb, mit bem Husky getrunken hatte, in Stargards Diensten ftanb. Jeder Ort, ber sie vor spähenden Augen schützen könnte, würbe ein Segen fein, für ben man bantbar sein mußte. Darum erwiberte er sofort:

„Wir werben uns, sobalb bu willst, nach beinern Haus in Che-to begeben, Nima."

„Gut! Wo ist bas Gepäck? Zeige es mir. Ich bin Ijier bekannt, unb es wirb für mich ein leichtes fein, es heimlich fortfdjaffen zu lassen. "

Zwanzig Minuten später hatte ber Tibetaner mit bem Gepäck bas Wirtshaus verlassen. Shervington, ber jetzt allein mit bem betrunkenen Craybon im Zimmer mar, ging zu ihm hinüber unb starrte mit zornigen Augen auf ben Schnarchenden. (Forts, folgt.)