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wenden Winter entgegen.
Tart Walter.
Fünf Munken Denksport
Krerrzwork-Rälsel.
Tia
an
Aermel,
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regier Schrei, ein Brausen, ein Toben, ein Heulen. Es war die ungeheuere Erregung, die sich Lust machte, und gleichzeitig der Lärm der Zehntausende von Füßen, die sich mit einem Schlage in Bewegung setzten. Wie eine Fiebervision erlebte man für einige Sekunden das Vorbrechen der Massen, die mit unwiderstehlicher Gewalt losstürmten. Dahinter hoben sich haus- und baumhohe Fontänen von Staub, in dem alles verschwand.
Ich hatte mir rechtzeitig ein Auto gesichert, um dem Rennen folgen zu können. Doch wir kamen nicht weit; ein Polizist stoppte uns bald. Natürlich versuchten wir wieder vorzukommen, sobald er sich abwandte, und wir sahen, wie allerorts rechts und links von uns der Kampf
flüsterte i Kondi- und sich
Aus den Silben: a, am, an, bäum, 6er, 6er, bürg, chat, der, don, e, e, eh, ein, en, feld, flie, gau, ge, gels, go, ha, han, Haus, i, ir, if, ke, le, lie, mann, mer, min,
Die Wörter bedeuten von links nach rechts: 1. Landwirtschaftliche Besitzung, 3 (Engi. Anrede, 4 Bildungsanstalt, 7 Naturerscheinung, 9 Span. Fluß, 10 Stadt in Preußen.
Von oben nach untenf 1 Gericht aus geschrotetem Getreide, 2 Getränk, 3 Gegensatz von leicht, 4 Gewässer,
Wagen durch die wartende Menge hindurch bis einige hundert Meter vor den Start, wo an langem Maste eine gewaltige britische Flagge wehte. Auf seinem Wagen stehend, verlas er die Proklamation, die Clandsputte als öffentliches Diggingsfeld proklamierte.
Niemand verstand ihn, und niemand hörte auf ihn. Was er da sagte, war ja auch nur eine leere Formalität. Aller Augen aber hingen gebannt an der Flagge, deren Sinken das Zeichen zum Start gab.
Da faltete der Mineninspektor das Schriftstück zusammen und hob die Hand. Im gleichen Augenblick sank die Flagge, im gleichen Augenblick ertönte ein er-
Hose und einem Rocke bekleidet hatte. Sie wurde zuerst gedroschen und das aus ihr gewonnene Mehl zu Brot verbacken, das als heilbringend gerne genossen wurde.
Bis in unsere Tage hat sich der Erntekranz erhalten, mit dem das letzte Fuder Korn geschmückt wird. Und zum Danke für den reichen Segen Gottes begeht noch heute die Landbevölkerung das Erntedank- f e st, wenn die Felder ab geräumt und die Bäume ihrer köstlichen Früchte beraubt sind. Froh und der schweren Feldarbeit ledig schaut dann der Dauer dem kom-
eher Ruhe und Rast, bis der letzte Schwaden zu Boden gesunken ist. Das ist dann ein großes Sterben von sommerfrohem Leben auf dem weiten Feld. Dann fallen die vielen bunten Blumen im Dicklicht der Aehrenwäl- ber, die so manches schönheitstrunkene Kinderauge in Helles Entzücken geraten ließen. Unermüdlich schwingt der sehnige Arm des Schnitters das todbringende Messer, bis ihm der letzte Halm zum Opfer gefallen ist.
Erntezeit ist hohe Zeit, und bei unseren Vorfahren, war sie eine heilige Zeit, weil es damals noch tief im Bewußtsein verankert war, daß der Bauer wohl düngen, pflügen und fäen kann, aber umsonst arbeitet, wenn der Herr dazu nicht sein „Werde!" spricht. Mit einem kirchlichen Feiertage begann und schloß die Erntezeit, während der keine Hochzeiten und keine Gerichtssitzungen stattfinden durften. In vielen Gegenden wurden besondere Gottesdienste abgehalten, in denen der Segen Gottes erfleht wurde. Und wenn auf dem Cichsfelde noch heute der an einer Kirche vorübergehende Mäher eine Weile zu stiller Andacht stehen bleibt, so ist das noch ein Ueberbleibsel aus der schönen, alten Zeit. In unferm Thüringer Heimatlands wurde stets der erste Schnitt mit dem Wunsche: „Wolfs Gott!" getan.
genjero, 11 Dementi, 12 Ironie, 13 Raimund, 14 Wim 15 Expander, 16 Harmonium, 17 Gloga«, 18 Estenhi 19 Talmi, 20 Abfindung, 21 Nehemia, 22 Steari»
Der Spruch lautet: Hat die Welt dir weh getaft.
greif sie wieder mutig an. 3 Je
Lösung der Verwandlungs-Anfgabs» '^1
---- Tauberk, Stuber, Tauber, taub. !£j|
papa mit feiner Enkelin über das Feld. Dar er stark lahmte, nützte alles Antreiben zur Eile nichts. Der nächste Polizist konnte die beiden gerade noch hinter einer leeren Kaffernhütte in Sicherheit bringen, sonst wären sie von der anftürmenben Masse überrannt und totgetrampelt worben.
Ich war sehr früh am Start. Er bot ein Bild wie das eines Volksfestes. Eine Reihe von Flaggenstangen steckte die Linie ab, aus der die Läufer starten sollten. In fieberhafter Spannung ober scheinbarer Gleichmut, je nach Temperament und Charakter, lagerten die Läufer auf dem Boden, in doppelter, dreifacher, ja in sechs- und siebenfacher Reihe: junge Burschen im sportgerechten Läufertrikot mit den Abzeichen ihrer Vereine und alte Digger mit wallenden Vollbärten, die in ihrer gewohnten Kleidung, mit schweren Stiefeln ins Rennen gingen. Aber die alten Buren sahen keineswegs entmutigt drein. Hatten ihre Konkurrenten Jugend und Training vor il)nen voraus, so hatten sie die größere Erfahrung und Ausdauer auf ihrer Seite. Schließlich ging es mich nicht über die kurze Strecke, welche die Sportsleute gewohnt waren, sondern einen langen, langen Weg.
Alle Teilnehmer am Rennen aber, so verschiedenartig fie im übrigen auch sein wollten, hatten als gemeinsame Abzeichen die „Pegs" mit, Blechtäfelchen auf starken Drahtstützen mit dem Namen des Lizenzinhabers, die zum Abstecken der Claims dienen.
Hinter den Läufern stand die Reihe der Autos und Wagen, nicht weniger endlos als die der Startenden. Ich stieg aufs Trittbrett eines Autos, um ein Ende abzu- fefjen. Ich kletterte auf einen hohen, schwerfälligen Ochsenwagen, der neben einer eleganten Limusine stand, aber selbst von diesem erhöhten Standpunkt aus konnte ich nicht entdecken, wo die lange Linie endete.
So wanderte ich aufs Geratewohl die Startlinie entlang; denn ich gedachte an einem Ende das Rennen in ber Flanke zu begleiten. Allein ich kam nicht fo weit. Auch ohne Uhr hatte ich gemerkt, daß es jeden Augenblick losgehen mußte. Die Läufer lagen nicht mehr, sondern standen. Sie standen wie eine Phalanx in Erwartung des Sturmsignals, vor Erregung zitternd. Sie standen wie Rennpferde, die nicht mehr zu halten sind.
Mehr als einmal entstand blinder Alarm, und do und dort wollten die Linien vorzeitig losbrechen. Nicht weniger erregt waren die Zuschauer. Sie standen auf den Trittbrettern, auf den Kühlern und Spitzen ihrer Autos und Fahrzeuge. Ein einziges, undefinierbares Summen war in der Luft. Aber mit einem Make wurde es beängstigend still. Der Mineninspektor trieb seinen
5 Richtblei, 6 Papstname, 7 Portugiesische Besitzung der vorderindischen Küste, 8 Hirsch.
Ȋffet
Mit mir verriet schon mancher allerhand.
Ein „r" hinein — ich wachs' auf weitem Land.
SitoentätfeL
Der große Mensch und das kleine Tier.
Heitere Skizze von Käthe Donny.
„Dies ist das Paradies", dachte die Wespe und ließ sich auf einem Apfeltörtchen nieder, das im Schaufenster der Konditorei stand. Es war ein delikates Apseltörtchen, Mürbeteig (mit sehr viel Butter), geschlagene Apfelcreme und obenauf eine köstliche Glasur, ganz leicht mit Rosenwasser angesetzt.
„Die Menschen sind Künstler", dachte die Wespe, „besonders die Konditoren .Ich liebe die Menschen." Und sie versenkte ihren Rüssel in den köstlichen Zuckerguß.
„Dies ist eine Wespe", dachte der Kondiwr, der hinter dem Ladentisch saß. „Wespen sind die Feinde der Menschen, besonders der Konditoren. Sie Derber« bm uns die Ware und das Geschäft. Wer setzt sich wohl in eine Konditorei, in der es von Wespen wimmelt? Ich hasse diese Tiere." Und er erhob sich, das Insekt zu töten.
„Köstlich", dachte die Wespe und fühlte den Zuckersaft wohlig durch ihre nadelfeine Taille rinnen, „den Schöpfer dieses Kunstwerks muß ich ehren." Sie erhob sich und flog dem Konditor auf den Schädel, wie sie auf eine Blüte zu fliegen pflegte, deren Süßigkeit sie genossen hatte. Dieser Schädel war kahl und blank. „Beinahe wie seine Glasur", dachte die Wespe anerkennend und tastete die glänzende Haut mit ihrem Rüssel ab.
Der Konditor hob wütend die Hand.
„Richtig", fiel der Wespe ein, „daß ich das vergessen konnte! Die Menschen begrüßen sich ja durch Händedruck. Was für ein höflicher Mann." Sie hüpfte graziös auf den dicken rechten Zeigefinger, genauer gesagt: auf den Nagel des Zeigefingers. Aber sie glitt auf der blanken Politur aus und gelangte unfreiwillig in das AermeUoch feiner weißen Jacke.
„Verzeihung", flüsterte sie, ein wenig gestört durch das haarige Gewirr, das sich auf dem Arm des Konditors befand und so gar nicht den duftenden Härchen der Blumen glich. „Verzeihung, ich habe den Weg verloren. Trotzdem — ich bewundere Sie, mein Herr. Sie sind nicht nur em Konditor, Sie sind ein Künstler."
„Wenn kkh mich verheirakö, Mukki, vrkbnms dann genau so einen Mann wie den Papa?*
„Ja, mein Kind."
„Und wenn ich nicht heirate, werd» ich M OS eine alte Jungfer, wie Tante Anna?*
„Ja, mein Kind."
„Ach, Mutti", klagte da die Kleine, „wir
doch zu bedauernd ‘
Es rauschen und klingen die Sensen...
Wenn erste fommermübe Blätter von den luftigen Zweigen der Bäume zu Boden fallen, und die sengenden Strahlen der heißen Augustsonne sich brütend über die weiten gelben Wogen der reisenden Getreidefelder legen, hebt die langersehnte Erntezeit an, die dem hoffenden und nimmermüden Landmann den köstlichen Preis seines redlichen Schaffens beschert.
Vom frühen Morgen, wenn die ersten den Herbst ankündigenden Nebel noch auf den Fluren liegen, bis in den späten Abend hinein fingen und rauschen die Sensen durch die dichten Halmreihen und haben nicht
zu liefern. Wir bauen zwar auch Waben — entzückende Formen sogar, wie ich versichern tarnt, wir haben Architekten von ganz bedeutender Phantasie unter uns, aber nur, wie gesagt, zu unserem Vergnügen, beileibe nicht, um uns den Menschen dienstbar zu machen. Wir sind vollkommen frei, verehrter Herr, und darum üben wir auch mit Recht die große Geste ber guten Manieren aus. Mein Kompliment, Herr Kondiwr, Sie sind ein Künstler."
„Au!" schrie der Kondiwr. „Zu Hilfe — Laura! — Ach, immer sind die Frauen da, wenn man sie nicht haben will, aber wenn man sie braucht... Au! Laura!"
„Die Menschen sind Künstler ,sehr wohl", dachte die Wespe und witterte etwas unruhig stt ber warmen Achselhöhle umher, „aber wenn sie aufgeregt sind, verlieren sie die Haltung. Eine Wespe, wenn sie aufgeregt ist, sticht fie einfach. Sie schweigt — und sticht. Aber die Menschen fuchteln mit den Armen und schreien Laura."
„Laura — Lau — ra!" Der Konditor Begann einen mehr leidenschaftlichen als schönen Tanz um den Ladentisch.
„Dieser Mann ist ohne jegliche Erziehung", sichelte die Wespe, „ich muß ihm eine kleine Lehre geben, Beinahe will es mir scheinen, als ob meine unverschuldete Anwesenheit in seinem Aermel die Ursache feiner Unzurechnungsfähigkeit ist. Nun, wenn Sie nicht begreifen wollen, werter Herr Künstler, daß mein Besuch bei Ihnen nur eine Anerkennung Ihrer Schöpfungen bedeutet, bann — pieks — werden Sie ihn vielleicht jetzt begreifen."
„Laura!" brüllte ber Kondiwr, riß sich die Jacke vom Körper und schleuderte sie wild in den Laden hinein. Die Schale mit den Apseltörtchen krachte dabei auf den Fußboden.
Die Wespe, die gewandt aus dem Slermel schlüpfte, warf einen bedauernden Blick auf die delikaten Kuchen, die als gelblicher Brei zwischen den Glasscherben lagen. „Schade", dachte sie, während sie in den warmen Sonnenschein hinausflog, „sehr schade. — Und bas alles nur, weil der große Mensch das kleine Tier nicht begreifen will."
Lösung de» Silbenrätsels.
1 Horaklo, 2 Augsburg, 3 Trottoir, 4 Dolde, B l (Eislauf, 7 Wendekreis, 8 Eboli, 9 Legende, 10
Der Konditor schüttelte aufgeregt den „Heraus, elendige Kreatur, heraus mit dir!"
„Sie sind etwas aufgeregt, werter Herr", die Wespe, durch die heftigen Bewegungen des wrs vollkommen um die Wegrichtung gebracht
„Das konnte ich eben nicht, Bäte» Ich mutig | doch bis Ziege halten.* *
Auflösungen aus der letzten Sonnkagsm
Htflösung des fireujroorf-Silbenrätfelft.
Dimke Zeitung.
— Gibt es leuchtende Menschen? In der fr« Akademie der Wissenschaften ist mehrmals di frage erörtert worden, ob es „leuchtende Mens» d- h. Menschen, die Strahlen aussenden, well nicht für bas menschliche Auge sichtbar sind, ~e wie manche unsichtbare Strahlen, Spuren' na graphischen Platten hinterlassen. F. C. Holde" seinem Buche „Swing Lights" (Lebende Lichters Fälle van leuchtenden Menschen an, und vor kui ging in Frankreich eine merkwürdige Nachrie die Presse, nach der in der photographische» Lumiere Fälle von Strahlen aussendenden Men obachtet fein sollten. Die Platten, die durch di? von einigen Arbeitern und Arbeiterinnen r- waren, sollten nämlich einen typischen Schied weisen. Dieser Behauptung tritt de Fontenay je drücklich entgegen. Er hat in einer anderen' photographischen Fabrik in Lyon die sorgfälttqsi terfudjungen hierüber angestellt, deren Ergebnis daß die „typische Verschleierung" die auf Menschen" unter den Arbeitern zurückgeführt * sollte, in allen Fällen durch irgendwelche Fehler Herstellung der Platten erklärt werden konm Fingerabdrücke, Lichtstrahlen von ber Laterne od« chemisch durch Schweiß oder Ausdünstungen be beiter. Von irgendwelchen Erscheinungen, die » Radioaktivität ober ähnlichen Phänomen auf eine gestellt werden können, war jedoch nie die Rede, s die Berichte von leuchtenden Menschen ins 9^ Fabel verwiesen werden müssen.
klopfenden Herzen, schritten fie mit ihrer letzten Kraft I Der Volksglaube belebte die Getreidefelder mit Der- ihren so hart erkämpften Claim ab und rammten ihre I schiedenen, geheimnisvollen Geistern die Gutes oder Pegs im Viereck in den Boden. Viele waren gar nicht Böses im Schilde führten. Die ,',Sichelfrau" wachte bis auf das eigentliche Feld gelangt. Sie waren vor I ängstlich darüber, daß zur Mittagsstunde jegliche Arbeit Erschöpfung unterwegs zusammengebrochen und hatten j draußen ruhte. Die „Körnfrau" stellte den Kindern ihre Pegs eingerammt, wo sie liegengeblieben waren. I nach, die bunte Blumen auf dem Aehrenfelde suchten.
9m übrigen war es ber erstaunlichste „Rush", den I Das „Dengelmännche", ein großer, hagerer Mann, der Südafrika bisher mitgemacht hate. Denn es waren nicht, I leise einherschritt und beide Hände in den Hosentaschen wie sonst üblich, einige schwache Läufer überrannt und I vergrub, richtete zuweilen bedenklichen Schaden an.
totgetreten worden, und auch beim Aussuchen der Claims Gegen ihn suchte man sich zu schützen, indem man ge-
hatte es keinen einzigen Toten, sondern nur wenige I weihte Palmzweige an den vier Ecken des Feldes in den
Verwundete aus den unvermeidlichen Boden steckte. Als böser Unhold galt auch der „Alte",
Schlägereien gegeben. I der mit der letzten Garbe gefangen und feierlich einge-
I bracht wurde, nachdem man diese mit einem Hute, einer
muS, nanz, nel, nus, a, 0, obst, ot, reif, teil, tfe, Wt J sei, ta, tags, tau, tel, ter, toch, walt, war, wort, sind qD Wörter zu bilden, deren eiste und dritte Buchstabe I beide von oben nach unten gelesen, den Anfang eine« Sommerliedes ergeben.
Die Wörter bedeutens I Baum, 2 Verwandte, 1 | Halbedelstein, 3 Selbstliebe, 5 Bekannter Maler, fett, T Landstrecke zur Aufnahme der Kanalwässer, 8 ! Europ. Hauptstadt, 9 Bauwerk in Rom, 10 Anstalt für Geisteskranke, 11 Disch. Gebirge, 12 Zierstrauch, 13Sx«tW gerät, 14 Berühmtes oberbayer. Dorf, 15 Versprechen, UW Inselgruppe im Stillen Ozean, 17 Durchsichtiges Gewebe, 18 Blume, 19 Milisi Befehlsüberbringer.
Kinder.
heileres von Io Hanns Rösler
Kleinchen hat feine Puppe beim Puppet Schon feit drei Tagen. Endlich darf es sie wich, len. — „Meine Puppe möchte ich haben", tritt 1 chen in den Laden.
„Deine Puppe? Auf welchen Namen?"
Meint Kleinchen« „Mäuseschwänzchen hsW H e
Petkens haben sie die Ziege geschoren. Mkli^ dem Kopf. Und auch sonst. —• „Diese Laufes«» schimpft Petke zu seiner Frau, „Sein Junge was habet."
Weint ber Kleine: „Ich habe ffe nicht geftfjaes „Aber dabei warst Du", schimpfte der Vater, j test Du nicht die anderen Jungens daran hinderns
... . , Bei der großen Bedeutung, die die Ernte für das
zwischen Autolenkern und Polizisten entbrannte. Wie I gesamte Volksleben hatte, nimmt es nicht weiter Wun- toll jagten die Polizisten hin und her über das Feld. I der, daß sich ein bunter Kranz von sinnvollen Gebräu- und es gelang ihren fieberhaften Anstrengungen auch, I chen diese Arbeit umrankten. Vielerorts war das fo» den Strom der nachdrängenden Fahrzeuge fo weit zu I genannte Anbinden des Arbeitsherrn üblich, dämmen, daß die Läufer nicht behindert wurden, und I Wenn er auf dem Felde am ersten Arbeitstage erschien, daß vor allem keine Wageninsassen obspringen und sich I mußte er es sich gefallen lassen, mit einem, von bunten mit frischen Kräften unter die Wettläufer mischen I Bändern durchslochtenen Aehrenkranze am Arme gekonnten. I schmückt zu werden, wofür er Erfrischungen und Geld-
Immerhin kam ich noch so rechtzeitig auf dem Dia- I geschenke geben mußte. Auch dem, Fremden, ber nichts mantfeld an, um zu sehen, wie die Läufer ihre Claims I ahnend am frohen Schnitteroolkchen vorüberkam, wurde absteckten. Keuchend, mit jagenden Pulsen und rasend I ein „Lösegeld" ab gerungen.
langsam in die Achselhöhle zurückziehend, „dennoch kann ich Ihnen mein Kompliment nicht versagen. Wir Wespen halten nämlich auf gute Monieren. Wir hoben keine bürgerlichen Pflichten wie zum Beispiel die Bienen. Wir brauchen den Menschen weder Honig noch Wachs •
als sich hinter ihm die kleine breite Gestalt Sergej Koo
eine
vor
von
.Urgejowitsch
der Mann bebte förmlich, „sind
(Fortsetzung folgt.)
und Sie,
aus und
und wie
des die her. Ein
Weiberlarve macht den vernünftigen Mann zum Waschlappen. Aber," seine Stimme schwoll drohend an, „Sie entwischen uns nicht und schütteln uns nicht ab wie der Hund den Regen, Sie Unschuldslamm — Iwan, habe ein achtsames Auge auf den unsicheren Mann, daß er uns keine Dummheiten macht. Und Sie, Väterchen Dimitri, begraben sie Tscherskasina-Wahnsinn, in ihrem
batschews hereinschob. Das eckige Tartarengesicht Kleinen umspielte ein spitzbübisches Grinsen und schmalen, dunklen Augen zuckten unruhig hin und
„Väterchen, Sie sind uns doch allen über.
Entsetzt wich Korbatschew zurück, alle Farbe war seinem Gesicht gewichen, aber er faßte sich schnell zwang sich zu einem heiseren, höhnischen Auflachen.
„Haha — Prophet — ich bin keines der Weiber
Alter macht man keine Kinderdummheiten mehr, halten Sie zu unserer Sache oder wir zwingen und wenn uns alle der Teufel holt . . ."
Mit einem Satz stand Dimitri steil aufgereckt
Korbatschew markierte eine Unschuldsmiene stemmte die Fäuste in seine Hüften, er stand da ein keifendes Marktweib.
„Väterchen, der böse Geist ist in Sie gefahren,
dem vor Erregung zitternden Mann, furchtbar war fein Blick und dumpf grollte seine Stimme. .
„Sergej Korbatschew, er holt dich, der Teufel, — von diesen Planken bringt dich nicht der eigene Wille — das Land wirst du nie mehr betreten!"
Der große Kerl an der Thür, der bis jetzt nur überrascht von einem zum anderen gesehen hatte, machte eine stumme Verbeugung und verschwand wieder. Korbatschew stand wie eine Bildsäule im Zimmer und schwieg, er fühlte sich hülslos. Iwan hatte nicht feine Partei ergriffen.
Dimitri rauchte genießerisch ein paar Züge, bann drehte er sich langsam um.
„Sie sind noch hier? Ich sagte Ihnen doch vor einer ganzen Weile, daß Sie überflüssig sind. Also bitte —" und er deutete nicht mißzuverstehend nach der Tür.
Jetzt fand Korbatschew die Sprache wieder.
> „Urgejowitsch, das haben Sie mir nicht umsonst angetan."
„Lassen Sie alles, wie es ist. Sie werden nicht viel Unheil anrichten an Bord . .."
„Wollen Sie zum Verräter werden, Urgejowitsch?" zischte der Kleine wie eine Schlange.
„Nein, Korbatschew, das wäre eine Handlung, zu der ich mich nicht aufraffen könnte. Aber ich warne Sie noch einmal, jedes Menschen Schicksal findet eines Tages feine Erfüllung und Ihr Tag ist nahe herangekommen, Korbatschew."
„Reden Sie nicht solch ungereimtes Zeug Urgejowitsch, mir ist nicht nach Flausen zumute. Sagen Sie mir jetzt klipp und klar, ob Sie sich mir fügen wollen oder nicht?"
„Nein!"
Massachusetts, die du mit deinem überirdischen Gauklertrick verrückt gemacht hast, bei mir versagen solche Mätzchen nicht. Jetzt werde ich einmal prophezeien. Wenn du unsere Abmachungen nicht innehältst, dann — höre Urgejowitsch, was ich dir verspreche — dann werden Iwan und ich dafür sorgen, daß du nicht mehr den englischen Boden betrittst!"
Aber Dimitri Urgejowitsch hörte sich den Wutausbruch des anderen nicht mit an, er hatte sich umgewandt und eine Zigarette angezündet, er machte eine Handbewegung zu dem Diener.
„Iwan, du kannst gehen, wenn ich dich benötige, werde ich dich rufen."
wir darum in der ersten Kajüte, um unser sauer verdientes Geld zu verpulvern? Dann konnten wir auch in der dritten Kajüte fahren, das wäre billiger gewesen."
„Narr, als ob Sie hier oben nicht sicherer wären, als im Zwischendeck. Sie haben wohl vergessen, daß man Ihnen bereits auf den Fersen war? Ein Funkspruch und das Zwischendeck wird sorgfältig geprüft und dann? Hier oben bin ich der in ber Welt umherreisende Privat- gelehrte, ich becke Sie als meinen Sekretär und niemand wird Sie verdächtigen."
„Sie sind ängstlich geworden und wollen mich bloß mit Ihrer Furcht anstecken."
Propheten Elias, den der treue Rabe vor dem Verhungern bewahrte . . ."
„Bester, ich wäre damals verhungert, als Ihnen in die Hände gefallen, Korbatschew."
Meisterstück, sich an die Lordschaften heranzuschlängeln. Sie werden doch jetzt sicher täglicher Tischgast ber hochedlen Sippe sein . . ."
„Korbatschew, Sie mißdeuten meine Anwesenheit auf dem Superator."
„Richt doch, Väterchen, Dimitri Urgejowitsch. Sie reifen als russischer Gelehrter, ich bin Ihr Sekretär und Iwan — Iwan —" wiederholte er laut rufend —
„Was soll das heißen?"
Die Tür zum Nebenraum öffnete sich, ein großer, hagerer Mann in Dienerlivree erschien.
Korbatschew grinste höhnisch.
„Iwan, Euer Gnaden Kammerdiener, nicht wahr, Väterchen Dimitri, so war es abgemacht?"
Urgejowitsch war kreideweiß geworden.
„Lasten Sie.Ihre tierischen Instinkte während dieser Reise einmal ruhen, Korbatschew. In London, Paris, an der Riviera können Sie sich austoben.
„Urgejowitsch, Sie werden anmaßend, Sie haben wohl etwas Höhenluft geschnuppert, he? Da steht Iwan ber Schreckliche, ich meine, wir verstehen uns, ein paar Worte von mir genügen.
Urgejowitsch setzte sich schwer auf einen Stuhl unb blickte mit eherner Ruhe bem andern in das erregt zuckende Gesicht. 1
„Bitte, reden Sie weiter, Sergej Korbatschew, aus Ihrem Gestammel werde ich nicht klug."
Den Kleinen erstickte fast die Wut.
„Urgejowitsch, reizen Sie mich nicht zum Aeußersten, Sie wissen ganz gut, was ich meine.
„Ich weiß nur eins, Sergej Korbatschew, daß Sie im Augenblick hier im Zimmer sehr überflüssig sind."
»Ha — überflüssig? Jetzt mit einem Male? Es gab eine Zeit, da war ich sehr willkommen, Väterchen? Ich meine nämlich, damals, als Sie mit ihrer Malerei und allen Ihren sonstigen Künsten nicht das Salz zum Brot verdienten. Da ging es dem hohen Herrn wie dem
„Denken Sie darüber, wie Sie wollen, nung habe ich Ihnen gesagt. Auf Wiedersehen, KokbW schew."
Wie ein grelles Schlaglicht hatte ber Konflikt DKW Urgejowitsch erneut über die Gefährlichkeit seines ners aufgeklärt, verärgert wanderte ber Mann in fei®fl Sabine auf und ab, ihn reute die Reife, die jeden Auge» blick die Katastrophe bringen mußte. Gewiß, er sich in Massachussets von diesen beiden Menschen überre< den lassen, sich ihnen anzuschließen. Ihr dunkles werbe war ihm erst offenbar geworden, als es sch°" zu spät war und als er sich schon restlos in ihren (<$<*• kischen Händen befand. Aber er würde sich aus kiest» Fessel zu befreien wissen! — Der Aerger, die UnriflF liehen ihm den Raum zu eng, zu erdrückend erscheinet Er mutzte hinauf auf das Deck ober in bas RauchMM^ unter Menschen, Ablenkung brauchte er. Hastig tauschte er den Smoking mit einem PromenadenanM und verließ seine Kabine, Iwan die Aufräumearbeu» überlassend. Unweit des Speisesaales war in einer irische ein nett und sauber eingerichteter Rauchzcuglao^ Dimitri versah sich mit frischen Zigaretten unb sich dann zum Rauchsalon. Die Amerikaner batten W dort niedergelassen und debattierten lebhaft. Der RUW mochte die Gesellschaft nicht aus begreiflicher Ülbneigu*» gegen Harrison, er schaute nur flüchtig hinein, sich wieder und begab sich nach dem Lesezimmer, er am Morgen eine schöne, reichhaltige Bibliothek beme hatte.
Zu feinem größten Vergnügen fand er dort den englischen Professor und Husterkamp, den deuticy^ Astronomen, die beide vor der großen, einen Teil der 6 täfelten Wand bedckenden Weltkarte standen und 1 eifrig zu studieren schienen. Husterkamp wandte sich W und winkte Dimitri lebhaft zu:
„Famos, Dr. Urgejowitsch, daß Sie kommen, fessor Gibbons zeigt mir soeben die Route seiner tion. Sie haben sich ja auch da drüben uml)ergetri*WT es wird Sie interessieren."
„Very well, Sie zeigen uns auch einmal ihren Rem weg", pflichtete Gibbon bei, „er wird sicher sehr kurz IP wesen [ein."
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