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im Sinne ostelbischer Eroßgrundbesitzerpolitik ein­gestellt sind, geht es begreiflicherweise langsamer.

Neben diesen Bestrebungen, die auseinander- gssprengten Gruppen von rechts wieder auf eine Linie zu bringen, gehen die Bemühungen des Reichslandbundes einher, die am Wahltage den Ton auf die Interessenten des Landvolks legen und darum eine Landvolkpartel gründen möchten. Man kann, wenn es eine Wirtschaftspartet gibt, wenn die Sozialdemokraten erklären, sie wollen den Wahl­kampf mit roten Fahnen und ausschließlich für die Arbeiterschaft führen, wenn wir sogar eine Partei haben, die in ihrem Namen ausdrückt, daß sie die Interessen eines bestimmten Landes vertritt, es den Bauern nicht allzu schwer verdenken, wenn sie ebenfalls sich zu einer Partei zusammenschließen wollen, deren Aufgabe es ist, agrarische Interessen zu verfechten. Nur wird man sich darüber klar sein, daß eine solche Haltung hier wie drüben mit wirklicher Politik und echter Staatsgesinnung nur wenig zutun hat. Wenn das die Signatur unserer Zeit ist, daß jeder Stand sich seine eigene Partei gründet, dann haben wir den Beweis dafür er­bracht, daß wir nicht, wie Dietrich am 18. Juli wohl noch hoffe, ein Staatsvolk sind, sondern, wie er befürchtete, ein Haufen von Interessenten.

Selbstverständlich kann in diesem Augenblick über die neuen politischen Gebilde auf der Rechten kein Endurteil gefällt werden. Es wird ja bereits an­gedeutet, daß die Sammlung zunächst der Agrarier nur eine Anfangsetappe bedeute, man wolle na­türlich alle konservativ Denkenden in Stadt und Land sammeln. Es wäre schön, wenn aus den Volkskonservativen — ein Begriff» unter dem man sich unbefangen nicht« Rechtes denken kann — die konservative Volkspartei würde, eine Partei also, die auf der Rechten und mit stärkster Unterstützung aus dem evangelischen Lager heraus eine Art Pa­rallelpartei neben dem Zentrum wäre, vorausge­setzt natürlich, daß sie sich ehrlich und mit beiden Füßen auf den Boden der Republik stellte.

Die Sammelrufe, die von dem volkspartetlich^n Führer Dr. Scholz Herkommen und alles von den Demokraten bis zu Westarp einschließlich zusam­menfassen wollten, verkennen wohl die Grundsätz­lichkeit der Situation. Es ist berechtigt, wie man es bei den Demokraten sofort getan hat, zu fragen, ob Man s'ch Erich Koch-Weser und den Grafen Westarp in derselben Fraktion denken könne. Nein, das ist nicht möglich. Liberalismus und Konser­vatismus sind weltanschauliche Gegensätze, die sich nicht vereinigen lassen. Man müßte dann schon den Konservatismus derart verwässern, daß aus ihm ein ganz dünner liberaler Aufguß würde. Diese Gefahr besteht nicht, und insofern dürfte das Bemühen des Herrn Dk. Scholz wieder so ergeb­nislos bleiben, wie vor etwa einem halben Jahr.. Es ist aber auch falsch, wenn man Scholz vorwirft, er hätte, wenn er wirklich die staatsbejahenden Kräfte sammeln wollte, seine Einladung auch an das Zentrum und an die Sozialdemokraten schicken müssen. Das Zentrum bedarf keines Z u- s a m m e n s ch lu s f e s und auch keiner Anlehnung nach rechts oder links, esbesitztdieGeschlof- senheit, die die anderen für ihre Gruppen so gerne herbeiführen möchten. Dasselbe gilt im gro­ßen und ganzen für die Sozialdemokratie. Cs wäre geradezu lächerlich, wenn man versuchen wollte, sie mit anderen irgendwie zusammenzukop­peln. So schnell läßt sich ein Zwei- ober Drei­parteiensystem denn dock nicht schaffen. Cs scheint uns aber in dem Bemühen von Dr. Scholz doch ein gesunder Kern zu stecken. Warum sollten wir nicht angesichts der geradezu für die Mtttelparteien, wie Sachsen bewiesen hat, so schweren Zeit sich die Deutsche Dolkspartei, die Demokraten und die Wirtschaftspartet soweit zusammenfinden, daß sie­den Wahlkampf wenigstens nicht als Gegner be­streiten und nachher im Reichstag zu einer Arbeit« g-'meinschaft kommen, die durch ihre Ziffer dem Scholz'schen Wunschbild nahekommt? Auch die Gruppe Arthur Mahrauns müßte irgendwie An­schluß zu finden suchen. Denn ihr sächsisches Ex­periment muß ihr doch wohl die Geringfügigkeit ihrer Aues-chten bewiesen haben. Wahrscheinlich würde eine Aussprache unter den Liberalen ein­schließlich der Wirtschaftspartet auf der einen und unter den Konservativen von Treviranus bis Westarp auf der anderen Seite soviel Gemeinsames ergeben, daß eine Sammlung oder noch besser ein Neubau möglich wäre. Aus diesen Besprechungen müßte nur jeder parlamentarische Dünkel und jeher parteiliche Eigenutz ferngehalten werden.

Kriegsbeschädigter und Großpensionär.

Line Demagogie der S.P.D.

Die Sozialdemokratie hat den Wählkampf auf der ganzen Linie eröffnet. In Wort und Schrift. Kundgebungen und Umzüge werden folgen. Auch das Bild muß herhalten, die Karikatur. Das Bild wirkt auf den Menschen von heute mehr, als das Wort, mehr als der Leitartikel. Das witzige Bild lassen wir uns gefallen, nicht aber das spöttisch, und gehässige Bild. Die Wahrheit kommt jeden­falls meistens habet zu kurz.

Die „Rheinische Zeitung" vom 21. Juli bringt nun ein Bild, auf dem Reichskanzler Dr. Brüning den Rentenanspruch eines Kriegsbeschädig­ten zurückweist, sich aber andererseits schützen« vor die hohe Pension eine« Gene­rals stellt, „der in der Etappe gesund geblieben' war.

Das Bild ist unwahr, falsch und demogogisch. Es ist von oben bis unten eine Lüge, die den Zweck hat, den Reichskanzler Brüning zu verdächtigen. Das Bild verfehlt aber seinen Eindruck auf den Zeitungsleser nicht. Und darauf kommt es der So­zialdemokratie ja an.

Folgendes ist zu dem Bilde zu sagen:

1. Di« Kriegsbeschädigten und Kriegerhinter­bliebenen, die Krtegerwitwen, Waisen und Krieger- eitern sind durch die beiden Gesetzentwürfe, die in dieser Frage dem Reichstag Vorlagen, in keiner Weise in ihrer Rentenversorgung beeinträchtigt worden. E« ist lediglich eine Ausschlußsrist für Neuanmeldungen vorgesehen, die infolge der Auf­lösung des Reichstages aber nicht Gesetz geworden ist.

2. Die beiden Gesetzentwürfe, Über die die SPD. jetzt so schimpft, stammen nicht vom Kabinett Brü­ning und dem Arbeitsminister Stegerwald, sondern — man höre und staune — vom Herrn Reichs­arbeitsminister — Wissel. Und der ist doch e i n Sozialdemokrat. Stegerwald hat diese Ge­setzentwürfe lediglich Übernommen und dem Reichs­tag norgelegt. Als die Sozialdemokraten noch 'n der Regierung saßen, waren die beiden Gesetzent­würfe gut, no.wendig und brauchbar: heute wo sie in der Opposition stehen, wo Stegerwald Arbeits­minister ist, kann man wieder die alte sozialreaktio­näre Leier anstimmen. Ganz wie der Wind weht.

3. Die Herren Sozialdemokraten schimpfen über die Groß-Pensionen. Wenn wir nicht irren, dann

gab es vor dem Kabinett Brüning ein Kabi­nett H e r m a n n M ü l l e r, das fast zwei Jahre regierte. Schweigen, tiefes Schweigen in diesem Punkte. Jetzt wagen die Herren Sozialdemokra­ten sich wieder vor. Ihr Antrag fand aber im Ausschuß ein frühzeitiges Grab, weil H u g e n = berg und die Sozialdemokraten Arm in Arm die Regierung stürzen wollten, diese sich aber nicht stürzen ließ, sondern den Reichstag auflöste. Die Regierung Brüning hat zum Herbst das Werk der großen Finanzreform angekündigt. Dabei hät­ten auch diese Fragen eine Rolle gespielt. Und wer ist nun der Regierung Brüning in den Rücken gefallen? Die SPD. und der große Marxisten­fresser Hugenberg, beide brüderlich vereint. Wir sprechen der Sozialdemokratie jegliches Recht ab, den Entrüsteten zu spielen.

Noch ein Schlußwort zu dem gehässigen Bild. Die „Rheinische Zeitung" steht dem sozialdemokra­tischen Abgeordneten Sollmann sehr nahe. Sollmann ist ein Sozialdemokrat besonderer Art Von ihm heißt es, daß er Wert auf eine gei­stige Auseinandersetzung in der Politik lege. Seine besondere Vorliebe gilt der Gesinnung ka­tholischer Arbeiter und katholischer Jugend. Unter Sollmanns geistiger Patenschaft erwuchs das „Rote Blatt" von Heinrich Mertens. Längst vergangene Zeiten, da man hier und dort davon sprach.

Wir sehen, Herr Sollmann kämpft mich mit den Waffen des U n geiftes. Wir wiederholen es noch einmal: Das Bild ist eine Lüge, eine schamlose Verdächtigung des Reichskanzlers Brüning. Wer Brüning angreift, greift das ganze Zentrumsvolk an, Alt und Jung, die Arbeiter des Kopfes und der Hand. Die „Rheinische Zeitung" des Herrn Sollmann hat ihr wahres Gesicht gezeigt. Es kommt ihr auf Stimmenfang an, nicht auf eine geistige Auseinandersetzung. Wer das bisher noch nicht wußte, der weiß es jetzt.

Wirtschaft und Wahlen.

Die innerpolitischen Verhältnisse üben bereits einen mehr als hemmenden Einfluß auf die Börse aus. Nicht nur in der heimischen Wirtschaft, auch im Auslande hegt man ein gewis­ses Mißtrauen angesichts der letzten innerpo­litischen Vorgänge und der kommenden Wahlen der künftigen Entwicklung Deutschlands gegenüber. Man kann nicht sagen, daß die Börse sogenannte „schwarze Tage" erlebt. Aber die Beunruhigung und bas Mißtrauen haben doch schon zu schweren Kursverlusten auf der ganzen Linie geführt. Die Wirtschaft, die gerade setzt jede Unterstützung not­wendig hat, zur Aufwärtsentwicklung, wird erneut schwer erschüttert. Immerhin gilt es, Ruhe und Uebcrlegung zu bewahren. Man darf sich nicht von Zufallseinflüssen leiten lassen, sondern die Wirt­schaft muß aus sich selbst heraus die Kraft aufbrin­gen, vorwärts zu drängen und die Schwierigkeiten, die in der allgemeinen Weltwirtschaftskrise zu vor- derst begründet liegen, zu überwinden. Man darf nicht allein auf die erhofften Regierungsmaß­nahmen warten, sondern muh selbst Unterneh­mungslust an den Tag legen, zumal in diesen welt­wirtschaftlichen Krisenzuständen. Wenn auch die innerpolitische Situation noch nicht genügend ge­klärt ist, um der Börse einen Halt geben zu können, fo sind wir doch davon überzeugt, daß es durch die Wahlen und durch die Reformarbeiten der Regie­rung für den Herbst auf sinanz- und wirtschaftspo- litifgjem Gebiet einen Aufschwung geben muh, wenn auch die Wirtschaft mithilft und jede Baisse- ftimmung von sich aus unterdrückt.

* Der Oldenburg'sche Landtag ist zum 5. Aug. zu einer außerordentlichen Tagung einbetufen wor­den, um die Wahl des neuen Ministerpräsidenten vorzunehmen. Die Sozialdemokraten, die über dir stärkste Fraktion im Landtage verfügen, haben die Wahl eines politischen Ministeriums beantragt.

• Woldemaras aus Korona ausgewiesen. Wie die litauische Telegraphenagentur mitteilt, ist der ehemalige Ministerpräsident Wolde- mara» auf Anordnung des Distriktkommandanten wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung aus Kowno auSgewiesen worden. — So schwill- bet der Ruhm der West!

Der Sejm-Äonflitt betgelegt.

wtb. Kattorvitz, 25. Juli. (Eig. Meld.) Der heutigen polnischen Morgenpresse zufolge ist der Konflikt zwischen dem schlesischen Sejm und dem Wojwoden beigelegt. Der Vertreter des Woj- woden erklärte gestern in einer Besprechung mit dem Vizemarschall des schlesischen Sejm, daß die Regierung mit den Vorschlägen der Oppositions­parteien, die die Möglichkeit einer Behebung des Konfliktes vorsehen, einverstanden sei. Die Einberufung der Session des schlesischen Sejm ist In der 2. Halste des August zu erwarten.

Kairo mit Truppen gefüllt.

wtb. London, 25. Juli. (Eig. Meld.) Daily Expreß meldet aus Alexandrien, die Wafd-Partei habe In einer Geheimsitzung beschlossen, morgen in Kairo außerhalb des Parla­mentsgebäudes eine Parlamentssitzung ab- zuhalten. Die Regierung werde alles unterneh­men, um diese Sifcung zu verhindern, und es be­stehe die ernste Gefahr eines Zusammenstoßes. Kairo sei mit Truppen gefüllt-

♦ Schwerer Autounfall des Präsidenten Dr. Heinecken. Auf der Lichtenrader Chausft, südlich von Berlin, stieß ein Personenkraftwagen, in dem sich 'bet Präsident des Norddeutschen Lloyd Dr. Heinecken befand, und ein Lastauto zusammen. Dr. Heinecken ist mit dem Kopf durch die Schutzscheibe geschleudert worden und hat schwere Kopfverletzungen erlitten. Der, Mitfahrer und der Chauffeur, deren Namen festgestellt sind, sind mit leichteren Kontusionen davongekommen. Die drei Verunglückten befinden sich zur Zeit im St. Josephs-Krankenhaus in Tempelhof. Dr. Helnecke befand sich auf der Reiss von Dresden nach Berkin. Wie wir aus dem St. Joseph-Kran­kenhaus erfahren, sind die Verletzungen, die der Präsident des Norddeutschen Lloyd Dr. Heinecken bei.seinem Autvunfall davongerragen hat, mit- telschwer. Er hat sich eine Brustquetschung und eine Verletzung der Kopfhaut zugezogen. Eine akute Lebensgefahr besteht nicht. Im St. JosephS- Krankenbaus wurde er sofort operiert. Sein Be­finden ist den Umständen entsprechend gut. Wi« wir noch erfahren, befand sich außer dem Präsi­denten Dr. Heinecken noch dar 62 jährige Reise­direktor des Norddeutschen Lloyd Gustav Kof- s o d a , der in Berlin-Schöneberg ansässig ist, in dem Wagen, der von dem 22 jährigen Chauffeur Harald Deckert gesteuert wurde. Direktor Kos­soda trug einen Nasenbeinbruch davon, während der Chauffeur leichtere Verletzungen erlitt.

Die Naturkatastrophe in Italien.

wtb. Rom, 25. Juli. (Eig. Meld.) Die Berichte der Morgenblätter aus dem Erdbebengebiet geben ein anschauliches Bild von der Hilfsaktion, für die die einzelnen HeereSverbönde mit allen zur Verfügung stehenden Misteln und Men- schenkrästen herangezogen worden sind. Nickt we­niger als 6 000 0 Ueb er leb ende müssen Im Hauptbebengeb'et unter ft ü|jt, verbunden, verpflegt und mit Nahrungsmitteln oer orgt werden. Militärambulanzen und Hilfsspitäler wurden eingerichtet, Medikamente al­ler Art in großen Mengen herbeigeschafft. Den traurigsten Anblick bietet M e l f i, bas ganz w i e eine völlig zerschossene Stabt hin­ter einer Kampffront aussieht. Bis jetzt sinb 150 Leichen im Dom von Meist eingefegnet imb zur Bestattung freigegeben worben. Da der Friedhof von Melsi die Toten nicht fassen kann, muhte ein Zug mit ber traurigen Last von 200 Toten nach Potenza geleitet werben. Man fürch­tet, baß aus ben Trümmern, besonbers in ben bis jetzt nur schwer zugänglichen Dörfern, noch eine erheblich« Anzahl von weiteren Opfern geborgen werben müssen Aus allen Gemeinben wirb gs- mefbet, baß die Häuser, soweit sie bem Erdbeben nicht sofort zum Opfer gefallen sinb, vielfach von Einsturzgefahr bedroht und damit un­bewohnbar sind. Viele Kirchen mußten wegen Ein­sturzgefahr geschlossen werben. In Neapel hat ge­stern unter lebhafter unb zahlreicher Beteiligung ber Bevölkerung und ber Behörden die Beerdigung der vier Erdbebenopfer Neapels stastgefunben.

wtb. Rom, 27- Juli. (Eig. Melb.) Nach ber neuesten amtlichen Mitteilung hat sich die Zahl ber Toten bei der Erdbebenkatastrophe aus 1883 erhöht. Die Zahl ber Verletzten steht noch nicht endgüll'g fest.

Feggti

Potenza

Golf

Jsemie uassino

Can,-» ßenevenfo, , •Castrta

. , Cermgno/J

tomeca.vo

Karte des Unglücksgebleks.

Erdstöße in Mexiko.

wtb. Mexiko. 25. Juli. (Eig. Melb.) In Pino- tefa im Staate Oaraca wurden gestern abenb meh­rer« Erdstöße, denen ein unterirdisches Grollen und wolkenbruchartiger Regen vorausging, verspürt. Die Bewohner stürzten, von einer Panik erfaßt, auf die Straße. Todesopfer werden nicht gemeldet.

* Zwei Arbeiter in die Tiefe aeffürjf. Auf dem Neubau des Zementwerks der Wickingschen Port­land-Zement- und Wasserkalkwerke in Reuwied ereignete sich ein schwerer Unfall. Zwei aus Köln stammende Arbeiter waren , damit beschäftigt, eine Leiter zu befestigen, die au einem Kamm führen follte. Durch Lösen der Rolle eines Faschenzugss stürzte die bereits aufmontieyte Leiter..aus.beträcht­licher Hohe ab und riß die Arbeiter mit in die Tiefe. Einer von ihnen erlitt einen schweren Sckä- betbrurf) unb war auf ber Stelle toi, während ber andere mit schweren Rippen- unb Beinbrüchen ins Krankenhaus gebracht würbe.

* Statt Hochzeitstag Begtäbnisfaq. In Rhau­nen (Hunsrück) erlitt brei Tage vor seiner Hochzeit ein junger Mann einen löblichen Unglücksfall. Der Mann hatte ble Absicht, im Walde Tannen« grün zur Ausschmückung der Hoch­zeitstafel zu holen. Dabei fiel er infolge ei­nes Fehltritts von einem Baume unb blieb mit gebrochenem Genick liegen. Sein Hochzeitstag murjse zum Begräbnistag.

* Tragöble infolge de« Wirkschafksnledergang«. In (falbe a. b. Saale wurde die Familie des Gast­wirtes Sturtz tot in der Wohnung auf­gefunden. Türen unb Fenster waren abgebich- tet unb bie Gashähne geöffnet. Es han- belt sich um den Pächter des Gasthofes vom „Gol­denen Stern", feine Ehefrau, feine . 54jährige Schwester unb zwei noch nicht erwachsene Kinder.

Zur Brücken-Eiusturzk

Das 37. Opfer des Briickeneinsturzes wurde Donnerstag nachmittag geborgen. Es ist die zehn­jährige Maria Ackermann aus Güls bei Koblenz.

Wie verlautet, ist man bei sämtlichen in Be­tracht kommenden Stellen der Auffassung, daß mit dem 37. Opfer bet Koblenzer Brückeneinsturzkata­strophe sämtliche Opfer gefunben sind Bei ben anfänglich noch vermißten 15 Personen soll es sich nach neueren Angaben um Leute han­deln, die kaum mit bemUnglück inVer- binbung stehen bürsten. Die Zahl der noch in Krankenhäusern befinblichen Verletzten beträgt 14. Sie befinden sich sämtlich auf dem Wege der Besse­rung.

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Hebungsversuche der Schwimmer

Der unsinnige Entschluß ist auf wirtsch Schwierigkeiten zurückzuführen.

* Glücksspiel-Razzia in Warnemünde. % Weisung der Staatsanwaltschaft in Rostock I Mecklenburgische Landeskriminalpolizel burd reiche Kriminalbeamte das Glücksspiel im Sa Kurhauses Warnemünde unterbrechen Die Kurgäste wurden, wie bie „B. Z. am ® melbet, aus bem Spielraum verwiesen, biet gesperrt, die Spielgeräte beschlagt Die Gelder ber Spielkasse, bie wegen bes q schen Weiters stark gefüllt war, wurde at Polizei sicheegestellt und bie Namen ber Ki­llte an bem Glücksspiel teilgenommen batte tiert.

Der Europa-Rundflun.

Zwei Drittel der G-sanststugstrecke beendet. — y?t rung des Endtermins. — Die ersten flieget in M

Der Europarundflug brachte ani Donnersta Spitze der Teilnehmer, bestehend aus dem Sfll Morzlk und Paß und den Engländern Br Butler und Thorn, bereits nach Lausanne, > sie mit über 5000 Klm.zwei Drittel der Gesamtflug zurückgelegt haben. Wegen schlechter Wetterlage in P a u noch 39 Maschinen, ble noch bie Pyr'enij überfliegen haben. —- Ausgeschieben ist ber D« Stutz.

Die Sportleitung des Internationalen Europa fluger gibt bekannt, bah für ble burd) bas zwei Startverbot in Pau liegen gebliebene Flugzeit« Enbtermln für bas Eintreffen in Berlin über d« Juli hinaus verlängert worben ist. Die Flugzeug bereits seit dem 23. Juli in Pau festliegen, kann« zum 2. August, 16 Uhr, in Berlin eintreffen. Die zeuge, die erst Donnerstag vom Startverbot bet wurden, müssen bis zum 1. August, 16 Uhr, bas 5 Berlin erreicht haben.

wtb. München, 25. Juli. (Eig. Meld.) Die Flieger bes Europarundfluges trafen heute von auf dem Münchener Flugplatz Dberroiefenfelb ein. erster kam ber Engländer 18 r o a b um 9,54 Uhr an. 8 Minuten folgte ber Englänber Butler. Sie J ten über ben Verlauf, baß ble Konkurrenz tnfolg schlechten Witterung unerhört hart sei. Bon den schen M o r tz l g und P o ß, sowie von dem K- Carberry, ble auch zur Spitzengruppe gehör, zu erwarten, bah sie ebenfalls noch heute Münch, reichen.

Nachdem sich bas Wetter erheblich gebessert wurde heute früh das Startverbot für die in Pa genben Teilnehmer aufgehoben, so datz gegen 7.3( kurz nach Veurkunbungseroffnung 35 Flugzeug, Pau aus ziemlich geschlossen ben Weiterflug üb, Pyrenäen antreten konnten.

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wtb. Wien, 25. Jutt. (Eig. Meld.) Auf bem platz Aspern sinb heute um 12,20 Uhr als erst! Englänber Broab, um 12.30 Uhr, als zweiter bä länoer Butler angelangt.

Iä ■ A

Der englische Metzer S. A. Butter der beim Curoparundsiug 1980 mit die erst wartschaft auf den Endsieg hat.

Väder und Kurorte»

-- »Reue Musik" in Bab Pyrmont. Am 18. ur Juli hielt die Deutsche Sektion ber „JnternatlonaNl sellschaft für Neue Musik" in Bab Pyrmont eine Tr ab, ber brei Konzerte, eines für Kammermusik, eine Vokalmusik unb kleines Orchester, bas brüte für - Orchester, angegllebert waren. Die Konzerte wi ausgeführt von Der „Dresbner Philharmonie" (Kur ster Bad Pyrmont) unter ßeltung von Walter ® dem Chor ber Berliner gunkftunbe unter Leitum Maximilian Albrecht unb mehreren Solisten. « derer Aufsehen erregten neue Kompositionen von Schubert, Max Trapp, Joseph Scheib, Matyas S Wladimir Vogel, Herbert Trantow, Frank Martin, I. Heinz, Alexander Tansman. Der Kurs ber |i Komponisten zielt unverkennbar zu strengerer Fora innerer Konzentration. Sämtliche Veranstaltungen den in dem großen Saal des neuen Konzerthauses

ikastrophe in Koblenz.

Der ehemalige Delegierte der Rheinland Mission T i r a r b Hai an den Reichskommisiai die besetzten Gebiete Freiherrn Langwerth Simmern und an den Oberbürgermeister Koblenz Russell ein Beikeidstelegrä anläßlich der Drückenkatastcophe gesandt.

Wie der Amtk. Preuß. Pressedienst mittelst namens der preußischen Staatsregierung der f ßische Finanzminister der Stadtverwaltung Koblenz einen Betrag von 20000 » zur Milderung der Not der von dem Bru Unglück Betroffenen bezw. deren Hinterblm durch den Regierungspräsidenten in Koblenz r weisen lassen.

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und Trümmer der Unglücksbrücke.