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Üekache des Hong EhungLu

Von Ottwell Binns.

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M

-,5 fQb über dieses Erteilen von Befehlen nicht $ tout aus, aber feine Kusine nickte zustimmend, BP®,ngton wandte sich befriedigt zum Gehen. Als Ei?® -tür war, sah er sich noch einmal um und

ich nach meiner Rückkehr gleich hier heraufkom- ^it°erständlich."

ie und verließ das Zimmer. Diesmal benutzte t/en. Fahrstuhl, sondern ging die Treppe hinu t- i>ez c*ner Wendung derselben aus sah er auf die ^Hotels. Der magere Chinese saß wieder auf ; en Posten neben der Tür. Shervington lachte

^Me ich {)eute abend mit. Wenn Sie setzt anfangen

Zu packen — aber nur das Notwendigste bitte. _■ inzwischen fortgehen. In einer Stunde bin ich 1 Zurück."

Julda, den 24 I iü 11-30

lbz5l< Prüfung.

jur. Augustin Reinhardt aus rüder Sohn des Landwirts Josef Rein- M«i«iu s^^rer des hiesigen Gymnasiums, be- teibt un" Prüfungskommission beim Oberlan- M» in Kassel seine erste j u r i st i s ch e WWprüfung mit „voll befriedigend".

-da als Tagungsort.

«8 bis 31. Juli findet in Fulda eine Ta- e<T, Reichsverbandes katholischer ^»alten Deutschlands fürAbnorme »nü a> -r^gung, die im St. Antoniusheim ab- M-" ^d, steht unter Leitung des Dechanten ! teiL ,-b 11 e = 23 e 11 it m, des Direktors des

L Sales-Haufes in Essen.

-ks-aen auf Halbmast'

™gpi(, der Amtliche Preußische Pressedienst mtt- bat das preußische Staatsministerium auge- F“' 7 d^ die sämtlichen staatlichen und kommu- 'l-n Dienstnebäude, die Gebäude der Körper- KL, des öffentlichen Rechts, sowie die Gebäude ^ öffentlichen Schulen, die bereits am 23. Juli Fflbrlin Halbmast flaggten, am Tage der Life3ung der Opfer des Brücken - -nsturzes in Koblenz in ganz Preußen ' » den Bestimmungen der Verordnung vom 19. fcnt 1929 Halbmast zu beflaggen find.

stgmmunallandlag.

„Soochow"? Ja! Ja! Das würde sehr gut ***• Eine Kabine für eine Dame und eine für zwei g®- Namen? Ja, natürlich! Croydon und Sher» Um welche Zeit fährt er? Danke! Sie haben "chtig verstanden, alle drei Betten in den zwei Ka- n sind bestellt, aber bis Nanking wird die eine nur ""st werden. Gut! . . . Schön! ... Ich komme also * • • ■ Weiter nichts."

r dingte ein und wandte sich an die beiden Warten- , »Der „Soochow", ein Flußdampfer, fährt bis nach ^8ffu. Das wäre ein gutes Stück Weges nach H®?? Nber was meinten Sie damit, daß bis Nan- e*n besetzt sein wird?" fragte Craydon.

werde das Bett benutzen. Sie und Fräulein * D?n Werden mit der Eisenbahn nach Nanking fah- E*jne jegliches Gepäck als höchstens mit einem Ruck- K? es,niuß den Anschein haben, als wollten Sie einen jj ®. ’J* die Umgegend machen."

BR® das Gepäck?--" begann Fräulein Cray-

|m Hix Neuwahl des Kasseler Landeshauptmannes.

Aus Kassel hören wir: Die letzten politischen irngnisse im Reich, vor allem die Vorgänge in der itutscbnationalen Volkspartei dürften auch eine „mittelbare Rückwirkung auf t)U Neuwahl des Landeshauptmannes jr den Pezirksverband Kassel und die Provinz jßen-Nassau haben. Zunächst soll die Frage der ieuwahl, die eigentlich bei dem am 7. August er« Mnden Zusammentritt des L a n d e s a u s - chuffes eine Vorentscheidung erfahren sollte, äs nach den Reichstagswahlen ver- °<U werden. Die Vorgänge bei den Devtfch- intionalen haben bei den anderen Gruppen des lmmunallandtags, insbesondere den Sozial- limotraten, die Frage aufgeworfen, ob man mit der augenblicklich vorhandenen Vertretung der Mchrationalen als Partnerin für ein Abkom- m rechnen kann.

W bleibt die Dankespflicht der Linder?

--Das Wort sparen liegt heute in der Luft. Jeder »fet vom Sparen und denkt dabei weniger an sich W als an das Sparen in der öffentlichen Ver- Mung. Nichts liegt näher als daß auch der Reichs- rorfommiffar, der sogar seine Bezeichnung vom iparm herleitet, sich mit der Sparidee beschäftigt, surrst hat er sich die Fürsorgelasten vorgenom-

die gerade in letzter Zeit maßlos angewach- »sind. In vier Gutachten wendet er sich gegen ie Methodik der öffentlichen Fürsorge und kommt “ dem Ergebnis, daß eine Schematisierung der «rsorge durch mechanische Anwendung von Richt- hen und Vorschriften zu gewaltigen Verteuerun- ■n führen kann, während die individualisierende Mhobe mit ihren weitgesteckten, auf Vorbeugung

Heilung der Ursache gerichteten Endzwecken »die billigere zu bewerten ist. Er stellt mit Be- ®*ern fest, daß auf Seiten der Unterstützten der °Ee zur Selbsthilfe, der Familiensinn und das 'fühl der Selb st Verantwortlichkeit, “ früher von der Inanspruchnahme der Armen- W abgehalten haben, heute in steigendem Maße Mwunden ist. Die öffentliche Unterstützung wird "ifach als etwas Selbstverständliches betrachtet ? in Verhältnissen beansprucht, in denen man es Mr nicht gewagt hätte. Auch wir stellen mit Muern fest, daß bei der angestrengten Finanz-

Mz Kommnallandtagsabgeordneter zurückgetre- ist Landrat K a i f e r, der bekanntlich seinerzeit Jn Landes-Aus'chuß gewählt worden ist. An .» Stelle rückte Goldschmied Eduard Schreiber Sgy) Beide gehören der sozialdemokratischen Xi an. — Bei dieser Gelegenheit fragt man staunt, wie langsam eigentlich das Büro des unallandtags in Kassel arbeitet. Bekannt- .at auch das Mitglied des Landesausfchuf- « Oberbürgermeister Dr. Danzebrink sein Mandat den Kommunallandtag schon vor längerer eit niedergelegt. Zur Benennung eines Nachfol- «ist, soweit wir unterrichtet sind, bis heute der larteileitunq des Zentrums in Fulda n o ch k e i ne lelegenheit gegeben worden.

Fuldaer Heilung (Amtliches kreisblalk).

läge es vorkommt, daß Bezieher der Sozial- und Kleinrentnerfürsorge vielfach kinderreiche El­tern sind, deren Kinder über ein solches Einkom­men und Vermögen verfügen, daß sie ihre in Not geratenen Eltern bei gutem W il- len selbst unterhalten, zum mindesten aver unterstützen könnten. Leider ist die selbstver­ständliche Dankespflicht der Kinder immer mehr zu einer Seltenheit geworen. KPV.

Eine Neunzigjährige.

Morgen (Freitag, den 25. Juli) feiert die Ww. Elisabeth König, Lichtweg 8, ihren 90. Ge­burtstag. Die Jubilarin ist trotz ihres hohen Alters geistig und körperlich noch verhältnismäßig rüstig. Sie besucht täglich ihren Gottesdienst und verfolgt noch sehr eifrig die Ereignisse in ihrer Hei­matstadt. Als Mitglied des Bundes C h r i stl. Arbeitsinvaliden fehlt sie in keiner Ver­sammlung. Jahrzehnte ist Frau König auch eine eifrige Leserin der „Fuldaer Zeitung". — Aus An­laß des Freudentages findet am Montag, den 28. Juli norm. 7'4 Uhr im Dorn ein Dankgot­tesdienst statt. Die Mitglieder des Bundes Christi. Arbeitsinvaliden sowie alle Freunde und Bekannte sind zu dieser religiösen Feier herzlichst eingeladen.

Die Verpflichtungen bei Aufträgen aufgrund des Arbeiksbeschaffungsprogramms.

Das Reichskabinett hat beschlossen, den Firmen, bie durch das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung zusätzliche Aufträge erhalten, fol­gende Verpflichtungen aufzuerlegen. 1. Die Fir­men müssen sich verpflichten, die fraglichen Auf­träge ohne lieber stunden auszuführen. Es soll Sorge dafür getragen werden, daß ausrei­chende Lieferfristen gestellt werden. 2. Die Firmen müssen sich ferner verpflichten, sich die Arbeits­kräfte, die sie zur Erledigung der zusätzlichen Auf­träge einstellen, von den Arbeitsämtern nachweisen zu lassen. 3. Die Firmen müssen sich schließlich verpflichten, für die zusätzlichen Auf­träge nur inländisch es Material zu ver­wenden, falls der Verwendung nicht aus techni­schen Gründen oder aus Gründen der Preisgestal­tung unüberwindliche Hindernisse entgegenstehen. Reichsbahn und Reichspost haben sich be­reit erklärt, ihren ßieferHrmen die vorstehenden Verpflichtungen aufzuerlegen. Auch für das zu­sätzliche Wohnungsbauprogramm sind entsprechende Anordnungen an die Länderre- gierungen ergangen.

Mitten in der Ernte.

Die Kornernte ist in den paar regenfreien Ta­gen dieser Woche rasch vorangeschritten. Vom frühen Morgen bis spät in den Abend steht der Bauer auf dem Feld. Nach allen Richtungen deh­nen sich schon die Kornhaufen in langen, gut aus- gerichteten Reihen. Es sieht aus, als wenn ein ge­waltiges Heer auf den Feldern Aufstellung genom­men hätte. Auch Lücken bemerkt man schon in den Schlachtreihen. Einzelne Felder sind bereits ge­räumt; der Erntesegen ist in den Scheuern gebor­gen. Gebe Gott, daß wir noch einige Zeit war­mes, sonniges Wetter haben, damit die Getreide­ernte rasch beendet werden kann. — Mit dem Er­trag scheinen die Bauern nicht sehr zufrieden zu sein. Unter der ungünstigen Witterung der letzten Zeit hat der Ertrag ohne Zweifel gelitten. Die Körner sind klein; auch klagt man darüber, daß die Aehren nicht voll seien. Die Hoffnung auf eine sehr gute Getreideernte, bie man früher hatte, ist also nicht erfüllt worden. Das Bergen der Ernre erfordert auch einen höheren Aufwand an Zeit und Arbeit, da das Getreide sich sehr stark gelegt hat, sodaß die Felder vereinzelt wie gewalzt aussehen.

Die Haushaltsberatungen bet Städte

sind in diesem Jahre von ungewöhnlichen Zwischen­fällen begleitet So ist jetzt in Kassel wieder ein Zwischenfall eingetreten, der in Fulda glück­licherweise durch das langsame Fortschreiten der hiesigen Beratungen vermieden worden ist. Eine Genehmigung hat der Kasseler Etat noch nicht gefunden und wird sie erst finden, wenn eine Korrektur an ihm vorgenommen worden ist, da jetzt feststeht, daß bie burch bieAenbe - rung b e 5 Schullastenausgleichs ein­tretende „Entlastung" sich für Kassel auf rund 260000 Mark beläuft. Dafür sollen auf der an­deren Seite rund 80 000 Mark Steuern weniger überwiesen werden, so daß im Endeffekt eine Ent­lastung von 180 000 Mark verbleibt. Bekanntlich war in Fulda der hier in entsprechender Form auftretenbe Ausgleich vor Verabschiebung bes Etats vom Magistrat der Stabiverorbneten-Ver- sammlung noch mitgeteilt unb von der Gemeinbe- Vertretung berücksichtigt worden. InKas - fei wird von Seiten der Stadtverwaltung auch sehr beklagt, daß die E r h ö h u n g d e s Schul­geldes, die eine Entlastung der Stadtkasse bringt, leise vor sich hin, drehte sich um und ging einen Korridor entlang, von dem verschiedene andere abzweigten. Er bemerkte, wie am Ende eines derselben ein Mann sich mit einem Koffer zu schaffen machte. Der Gepäckaufzug! Den Ausgang würde er nehmen! Er ging dreist auf den Mann zu, erklärte ihm, daß er es sehr eilig habe und diesen Ausgang nehmen wolle.

„Es mir sehr leid tut, aber —" begann der Chinese, jedoch einer von Nicks Geldscheinen wirkte wie ein Zau­berstab, und drei Minuten später befand er sich auf der Straße, wo ein dichter Nebel, der von dem Hwang-pu aufstieg, ihm freundliche Deckung gewährte.

Einige Schritte weiter unten fand er einen Jinri- kisha*-Fahrer und ließ sich von diesem nach verschiedenen Plätzen fahren. Trotz der späten Stunde konnte er in einem nicht weit vom Kai gelegenen Laden, dessen Klien­ten fast ausschließlich Matrosen waren, einen Rucksack und einen Selbstlader mit Patronen kaufen, außerdem ein Ende Manilatau, das sich vielleicht nützlich erwei­sen würde. In anderen Läden, die anscheinend zu jeder Tages- und Nachtzeit geöffnet waren, besorgte er einige Kleinigkeiten für seinen persönlichen Gebrauch und be­gab sich alsdann zu Lo Ong.

Ein bekümmerter Ausdruck glitt Über das glatte Ge­sicht des Schneiders, als er feinen Besucher erkannte, und schweigend beobachtete er Shervington, während dieser seine Einkäufe in dem Rucksack verstaute. Als diese Ar­beit beendet war, fragte der Chinese:

„Gehen weg?"

„Bald! Nach Hongkong!" lachte Shervington.

„Ich sehr froh!" erwiderte der Schneider mit ernster Miene. Dann fügte er hinzu:

„Ich rate, aufpaffen! Hong Chu Lu sehr gefährlicher Mann!"

„Das weiß ich!"

„Als Sie neulich weggingen, er Ihnen nachgegangen.

Ich ihn gesehen."

„Ich auch, Lo Ong Ich ihn geschlagen, daß er in ein Schaufenster flog. Er sucht sich noch die Glasscher­ben heraus!"

* Jinrikisha — ein japanischer zweirädriger von Per­sonen gezogener Wagen.

noch nicht vorgenommen werden konnte, ba die Stadtverordneten-Versammlung gehört werben muß, die jetzt Sommerferien hat. In Fulda konnten auch in dieser Frage noch vor den Sommer­ferien Beschlüsse gefaßt werden, die den Mehrein­gang des Schulgeldes vom 1. Juli ab sichern und die Steuerzahler enfaften. Es ist allo nicht so, daß nur i n F u l d a die Kommunalpolitik viele Sorgen hat. Die deutschen Städte in ihrer Gesamt­heit kommen aus den Sorgen nicht heraus.

Die Steuerfreiheit für vcrfasiungsseiern.

Nach einer Verordnung vom 2. Juli 1929 sind Neranstal.ungsn, die am 11. August aus A n- laß und zu Ehren des Verfassungs­tages unternommen werden, von der Vergnü­gungssteuer be-reit. Die Befreiung hängt also da­von ab, daß es sich um eine Veranstaltung a m Verfassungstage fclbft handelt, daß sie durch ihn veranlaßt ist und ihm zu Ehren stattfindet. Nur wenn alle drei Voraussetzungen Zusammentreffen, besteht das Recht auf Steuerfrei­heit.

Mehr Vorsicht tm Straßenverkehr.

Unbeachtet aller Warnungen und Hinweise auf die Gefahren des Straßenverkehrs ist die Zahl der Verkehrsuniälle weiter im Steigen begriffen. Allein in Berlin wurden im Laufe b*r ersten drei Monate dieses Jahres insgesamt 5 300 Vcr- kehrsunfö.lle g»meldet gegenüber 4 900 in der glei­chen Zeit des Voriabres. Bei einem Ver-Lchch der Berliner Unfa’fwMen in den ersten drei Monaten des Jahres 1928 hält sich zwar die Steigerung der Zahl der Straßenverkehrsunfälle in engeren Gren­zen; dagegen stieg die Zahl der Todesopfer von 48 auf 111. Selbst unter Ber ücksichtigung des Um­standes, daß der Berliner Kraftfahrzeuavar'' im Laufe der lebten 2 Jahre um rund 32 000 Fahr­zeuge oder 48,3 Vrozent anoewachsen ist, kann die ZunaHm" der Zahl der tödlichen Oofer durch Stra­ßenverkehr um 63 oder 131.3 Proz. keineswegs mit der wachsenden Belastung der Straßen der Stadt begründet werden. Die Ursachen für das An­steigen der tödlichen Verkehrsunfälle find vielmehr auf eine Reihe anderer Gründe zurückzuführen, un­ter denen die monatlichen Meldungen der Berliner Polizei das zu schnelle und rücksichtslose Fahr­tempo auf Seiten der Fahrzeugführer sowie die Unachtsamkeit und Disziplinlosigkeit auf Seiten der Straßenpassanten an erster Stelle nennen. 111 Todesopfer des Verkehrs im ersten Vier- 'eljahr 1930, das sind genau so viel wie 1926 im Laufe eines ganzen Jahres! Diese Zahl möge allen Stra'-enbenutzern als ernst» Zahnung die­nen, im Verkehrsbetriebe der Stadt die äußerst Sorgfalt walten zu lassen.

Der Bundestag der Jungborner.

der abstinenten werktätigen katholischen Jugend, findet in dieser Woche in Fulda statt. Seit Tagen beleben sie mit ihren bunten Trachten das Stadt­bild. Nachdem seither die Jüngeren tagten, haben heute die Arbeitskreise der Aelteren begonnen. Die Beratungen finden in der Hauptsache in der alten Jesuitenkirche (Stadtschule) statt. Jeder Tag wird durch eine Äbendfeier beendet. Zu den Veranstal­tungen am Freitag abend 8 Uhr im Stadtsaal und am Sonntag nachmittag 2,30 Uhr im Irrgarten ist die Bürgerschaft herzlich eingeladen. Amerikamischer Besuch in Fulda.

Gestern mittag traf eine aus 35 katholischen Amerikanern bestehende Reisegesellschaft in Fulda ein, um die Sehenswürdigkeiten der Bonifattus- stadt zu besichtigen. Die Gesellschaft setzt sich zum großen Teil aus Deutsch-Amerikanern bezw. aus Amerikanern zusammen, deren Väter von Deutsch­land nach Amerika ausgewandert waren. Heute mittag reisen sie nach Würzburg weiter. Die Ee- seUschaft, die am 9. Juli in New Port den Dampfer „Deutschland" bestiegen hat, traf am 18. Juli in Hamburg ein. Außer den bemerkens­werten Städten Deutschlands wird auch die Schweiz und Italien besucht werden. Die Rundreise endet am 25. August wieder in Hamburg.

Sraftpost-Sonderfahrt Fulda-Maria Ehrenberg.

Anläßlich des Festgottesdienstes verkehrt am Samstag, den 26. d- M. (St. 21 n n a t a g) eine Kraftsonderpost von Fulda nach Maria Ehrenberg. Abfahrt ab Postamt: 5.30 Uhr, Rückfahrt ab Motten: 14.30 Uhr. Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt 2.80 Rm. Fahrkarten-Vorverkauf am Schalter 2 des Postamts sowie beim Kraftpost- Betriebswerk, Petersbergerstraße 76.

Verkehrsunfoll.

Heute vormittag gegen 9 Uhr stieß an der Straßenkreuzung Heinrichstraße — Nikolausstraße ein hiesiger Personenkraftwagen mit einem aus­wärtigen zusammen. Letzterer wurde stark beschä­digt. Doch kamen Personen nicht zu Schaden. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

Lo Ong sah äußerst bestürzt aus.

„Ach, bann mein Freund, Sie bald ein toter Mann!" „Jetzt jedenfalls noch nicht, Lo Ong!" lachte Sherving­ton. „Auf Wiedersehen, mein Lieber."

„Auf Wiedersehen!"

Nick schüttelte Lo Ong die Hand und trat auf die Straße, wo fein Jinrikishaführer auf ihn wartete. Eine Stunde darauf, nachdem er Craydon und feiner Kusine noch die letzten Instruktionen erteill hatte, verließ er das Hotel — wieder mittels des Gepäckaufzugs — und ging an Bord des „Soochow". Er hoffte, daß diejenigen, die er für feine Feinde hielt, nichts von feiner Abreise ahnten. Aber als der Flußdampfer, der fast nur aus Maschinen und Kesseln zu bestehen schien, langsam durch den sich schon lichtenden Nebel glitt und die Kailichter immer mehr entschwanden, fand er, daß seine Hoffnung trügerisch gewesen war. Er vernahm ein Schlürfen von nackten Füßen hinter sich und drehte sich rasch um. In demselben Augenblick sah er in dem Schein des Lichts vom Deckhaus einen „Fokie" mit erhobener Hand, in der ein Mester blitzte. Der Fokie machte einen Sprung, «hervington trat rasch beiseite, und als der Attentäter gegen die Reeling flog, packte ihn Nick an den Beinen und warf ihn über Bord. Der Kerl versank, ohne einen Saut von sich zu geben. Nur ein schwaches Plätschern war zu hören, und Nick sah undeutlich im Nebel, wie sich ein Kopf längsseits in dem trüben Master des Hwang-pu hob und senkte, und dann glitt der Dampfer weiter durch die Nacht und Überließ es dem Fluß, den gelben Mann zu verschlingen, wie er so viele feiner Sorte seit undenklichen Zeiten verschlungen hatte.

Fünftes Kapitel.

Lin mann — ein wort.

Ms der Dampfer den Fluß hinauffuhr, dachte Nick Shervington viel an den Mann, der versucht hatte, ihn umzubringen. Daß der „Fokie" ein Bote Doktor Star­gards war, bezweifelte er keinen Augenblick. Schon die Tatsache, daß ein Mordversuch gemacht worden war, be­wies, daß fein Tun und Treiben schärfer beobachtet : wurde, als er es für möglich gehalten hatte. Diese Fest- | fteöung beunruhigte ihn sehr. Bei seinem heimlichen Verlassen des Hotels hatte er gehofft, daß er Stargards 1

Frettag, den 25. 3uli 1930.

Die Belebung des Vaumarktes»

Im Rahmen der Maßnahmen der Reichsregie­rung zur Belebung der Wirtschaft und zur Be­kämpfung der Arbeitslosigkeit beansprucht wohl das zusätzliche Wohnungsbauprogramm für das Jahr 1930 einen hervorragenden Platz. Es verfolgt den Zweck, durch Förderung des Kleinwoh­nungsbaues der großen Arbeitslosigkeit bei den Bauarbeitern und in der Baustoffindustrie abzn- helfen, wie auch Wohnungen mit Mieten in Orten mit einem wirtschaftlich gerechtfertigten Woh­nungsbedarf herzustellen, welche auch von den minderbemittelten Schichten bezahlt werden kön­nen.

Das Wohnungsbauprogramm des Reiches ist ein zusätzliches. Ihm vorauszugehen hat das or­dentliche Bauprogramm der Länder oder Ge­meinden, welche keinerlei Einsparungen an dem ordentlichen Bauprogramm machen dürfen. Des­halb wird auch das Wohnungsbauprogramm nur in Zusammenarbeit mit den Ländern durchgeführt. Das Reich stellt dafür einen Bettag von hun­dert Millionen Reichsmark zur Verfügung, der auf 'die Länder nach Abzug eines Ausgleichs- ltocks von 15 Millionen RM nach Maßgabe des Wohnungsbedarfs und der Arbeitslosigkeit verteilt wird.

Diese Beträge werden als Reichsdarlehn ge­geben und sind zunächst mit 1 vom Hundert zu verzinsen und hypothekarisch zu sichern. Es kann ihnen eine erste Hypothek vorgehen, wegen deren Beschaffung noch Verhandlungen schweben, schließ­lich noch eine weitere Hypothek für Darlehn zu günstigen Bedingungen durch die Landesver­sicherungsanstalten. Die Gesamtzinsbelastungmutz so sein, daß angemessene, für die minderbemittel­ten Schichten tragbare Mieten gewährleistet sind. Gerade die Erzielung geringer Mieten ist ehre der Hauptvoraussetzungen für die Gewährung von Reichsdarlehen.

Die Verbilligung soll dadurch erreicht werden, daß einmal die Grundflächen der Woh­nungen auf das Mindestmaß be­schränkt werden unter voller Berücksichtigung der hygienischen Forderungen. Sodann sollen die Baustoffe und Bauteile durch Abschluß ge­eigneter Lieferungsverträge zu einem Preise bei­schafft werden, der eine wesentliche Herab­setzung der Baukosten garantiert.Schließ­lich soll auch eine Zusammenfassung der Bau­vorhaben eine Senkung der Gestehungskosten er­möglichen. Das einzelne Bauvorhaben soll min­destens 20 Wohnungen, in Städten mit über 100 000 Einwohnern mindestens 50 Wohnungen umfassen. Gelingt es nicht, die Baukosten der Wohnungen ganz erheblich unter die bisher übli­chen Sätze zu senken, so ist von der Ausführung der geplanten Bauvorhaben abzusehen. Wenn während der Bauausführung eine vermeidbare Verteuerung festgestellt wird, kann das Reichsi- darlehen ebensalls zurückgezogen werden. Für die Mieten gilt eine Festsetzung, die alle Lasten, Ver­zinsung, Tilgungs-, Derwaltungs- und Unterhal­tungskosten umfaßt.

Zulässig sind Wohnungen nur mit einer Wohn­fläche von 32 bis 45 Quadratmeter, für Familien mit mehreren Kindern Wohnflächen nicht über 60 Quadratmeter. Die Mieten für erstere dürfen 20 bis 40, die für letztere 40—50 Mark monatlich nicht übersteigen. Das Wohnungsbmlprogramm bezweckt eine erhebliche Entlastung des Arbeits­marktes unter besonderer Berücksichttgung der Bau­arbeiter, verpflichtet die Firmen, bei der Bauaus­führung die Arbeitsttäste von den Arbeitsämtern zu beziehen und keine Ueberstunden zu machen. Es wird erwartet, daß rund 30 000 Wohnungen so erstellt werden können. Anttäge sind an die bisher zuständigen Landesstellen zu richten.

— ftriegetoerein Fulda. Die am Mittwoch Abend im Vereinslokal unter Leitung des zweiten Vorsitzenden, Lehrer G u t b e r I e t, abgehaltene Mvnatsoersamrnlung war gut besucht. In seiner Ansprache gedachte der Vor- itzende der befreiten Rheinlande und mit tiefem Be­lauern des Unglücks in Koblenz. Im Verlaufe der Der- ammlung erfolgten 2 Neuaufnahmen. Es wurde be» chlosien, den ursprünglich für den 3. August vorgesehenen Ausflug nach der Tropfsteinhöhle bei Steinau-Schlüchtern vorläufig zu verschieben und dafür bei günstiger Wit­terung einen Ausflug von Oberbimbach durch das Lüder- tal nach dem Trätzwald zu unternehmen. Nach einer Durchbefprechung der neuen Satzungen erstattete der 1. Vorsitzende einen kurzen Bericht über den Verlauf des kürzlich in Harmerz stattgefundenen Kreiskriegeroerbands­festes. Schließlich wurde beschlossen, das diesjährige Stif»

qur natürlichen Bräunung »er Haut wm »or unb nach der Bejonnung die Haut, insbeiondere Deflcht und Hände mit Creme Leodor gründlich ein; "an «zielt dann ichmerzbÄte Rötung ein gesunde, fonnengebräuweSawfarbung. iSTSbor, Tube 60 Pf. und 1 Marl, Leodor-Edel-Seife 60 Pf. Sn allen Chwrvdont-Derlaussftellen ju haben.

Spione irregeführt hätte und er die Reife nach Che-to unbehelligt würde machen können, aber der Fokie, der den trüben Fluß hinuntertrieb, bewies, daß er sich ge­irrt hatte.

Seine einzige Hoffnung war, daß der Mann, den er über die Reeling geworfen hatte, allein gewesen war und den Tod in den Wellen gefunden. Es war kaum mög­lich, daß der Kerl die Gelegenheit gehabt haben sollte, sich vor der Abfahrt des Dampfers mit jemand in Ver­bindung zu fetzen. Wenn er nun auf eine Vermutung hin auf das Schiff geschickt worden war, bestand die Hoffnung, daß der Mann, der ihn gedungen hatte, doch jetzt ohne Nachricht über das Mißlingen feines Planes bleiben würde.

Als Nick feine Kabine auffudjte, beschloß er, jeder Gefahr vorzubeugen. Deshalb verbarrikadierte er feine Tür, ehe er zu Bett ging und legte die Pistole, die er sich gekauft hatte, neben sich. Die Nacht verlief jedoch ohne weitere Zwischenfälle, und als der „Soochow" in Nanking anlegte, war Nick wieder hoffnungsfroher ge­stimmt. Sollten die Craydons Nanking erreicht haben, ohne verfolgt zu werden, und hatten sie feine Instruktio­nen genau ausgeführt, waren die Aussichten für sie, un­behelligt nach Che-to zu kommen, ganz günstig.

Er verließ den Dampfer nicht. Während er die blau gekleideten Kulis beobachtete, wie sie eilig auf dem schma­len Schiffsdeck umherliefen, trug fein Gesicht einen ge­langweilten Ausdruck, hinter dem er ein lebhaftes In­teresse verbarg. Keiner beachtete ihn, und in dem siche­ren Gefühl, daß er hier von niemand etwas zu befürch­ten habe, wandte er jetzt feine Aufmerksamkeit anderen Dingen zu. Ein Dampfer, aus dessen kurzem, dicken Schornst"in eine schwarze N">nch-nc>lke stieg, und der in größter Geschwindigkeit den Fluß hinunterfuhr, fiel ihm zuerst auf, und dann eine alte Dschunke, die sich müh­sam den Fluß hinaufarbeitete. Dann bemerkte er einen »atnpan*, der den Strom hinuntertrieb und von einem ‘iuli gelenkt wurde, der ihn augenscheinlich a'ff b-- ,Soo- w" zusteuerte.

Fortsetzung folgt

* Ch' 'chter Kahn.