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57. Mrs

Freitag, 25.3uli 1930

wohnbar ist, gibt es keine einzige Familie,

. Äus Capri und

Erzbik-'-ofs A-cn .

Die Koblenzer Katastrophe

In der TokenhaKe

Am

WM

schaden vor. Im ©■einet von Neapel zeigt Reihe von Kirchen, darunter die Kathedrale Neapel, Risse in den Mauern. Biele Paläste apels, so auch der Privatbesitz des Kardinals

Davon verletzt.

* Die Bergungsarbeiten in Neurode. Nach neue­ren Meldungen aus dem Kurtschacht bei Neu­ro d e konnte ein weiteres Opfer der Grubenkata- strovhe geborgen werden. Die Zahl der noch e:n« geschlossenen Bergleute beträgt jetzt noch zwölf.

eine von Ne- und

be- die

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Wett im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag ver Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift» .. leitunq 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

Es steht jetzt fest, daß von den Angehörigen des Pensionats, die sich int Augenblick des Einsturzes auf der Brücke befanden, sechs junge Mädchen umgetommen sind. Di« Schwester, die die jungen Mädchen führte, konnte aus dem Was­ser gezogen werden. Bei den ertrunkenen Mäd­chen handelt es sich um Angehörige eines Pensio­nats in Rheinwaldheim bei Groth. Bei den Rettungsarbeiten haben sich zwei Leute ganz besonders ausgezeichnet, nämlich der Schupowacht­meister Klein aus Metternich, der in voller Uni­form ins Wasser sprang und zehn Personen rettete, und der Oberpostschaffner Kirch, der ebenfalls fein Leben immer wieder aufs Spiel setzte. Als

den dem Golf von Neapel vorgelagerten Inseln wird kein Schaden gemeldet. 'Die Bevölkerung Neapels, die auch in der vergangenen Nacht z. T. im Freien blieb, begab sich gestern den ganzen Tag hindurch in dichten Scharen in die Kathedrale, um den Neapeler Stadtheiligen Gennaro zu ver­ehren.

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* Aufklärung der Buxtchuder Bergiftungseld- scheinungen. Die dieser Tage gemeldeten schwo­ren Krankheitserscheinungen nach einem Hoch­zeitsmahl in Buxtehude haben nun ihre Auf­klärung gefunden. Auf Grund der bakteriologischen Untersuchung ist der Erreger der Cholera nostras festgestellt worden, die eine Abart der echten Cholera ist. Wie die Erreger dieser Krankheit in den Kreis der Hochzeitsgesell- schäft gekommen sind, steht noch nicht einwandfrei fest- Wan nimmt aber an, daß einer der Hoch­zeitsgäste der Keimträger der Bazillen war und die übrige Gesellschaft angesteckt hat. Diese Der- mutung wird durch den Umstand bestärkt, daß nur dre Gäste eines bestimmten Tisches erkrankten, wahrend die Personen, die an dem zweiten Tische Platz genommen hatten, ausnahmslos gesund blie­ben. Die Behörden haben strenge Maßnahmen getroffen, um ein Uebergreisen der Krankheit auf weitere Personen $u verhindern. Die Erkrankten befinden sich durchweg auf dem Wege der Besse­rung, so daß mit ihrer Genesung zu rechnen ist.

Befreiung von Missionaren.

rotb. Fulschau, 24. Juli. (Eig. Meld.) 22 eng­lische und 21 amerikanische Missionare, die in dem von aufständischen Chinesen besetzten Gebiet abge­schnitten waren, sind gestern abend unversehrt wie­der nach Futschau gelangt. Sie verdanken ihre Ret­tung einer von den amerikanischen und dem bri­tischen Konsul unternommenen Expedition, die di­rekt durch die Kampflinie führte. Zwei Frauen von englischen Missionaren, die von Räubern ge­fangen genommen worden sind, befinden sich noch in Gefangenschaft. Der Führer der aufständischen Truppen hat versichert, daß er sich um ihre Frei­lassung bemühen werde.

Eine Spende der Reichsrsgirrung.

wtb. Berlin, 24. Juli. (Eig. Meld.) Die Reichs­regierung hat auf Antrag des Reichsverkehrs­minister dem Oberbürgermeister von Koblenz 20 000 RM als Beihilfe für die durch das Brückenunglück betroffenen zur Verfügung gestellt.

Autobus auf dem Bürgersteig.

wtb. Stade, 24. Juli. (Eig. Meld.) Ein Kraft- omnibus, der während des Schützenfestes in Otters­berg den Verkehr zwischen dem Ort und dem Schützenplatz vermittelte, geriet nachts plötzlich auf den Fußsteig und überfuhr 4 Personen. Eine Frau wurde getötet, ihre Tochter erlitt einen s ch w elen Schädelbruch, während der Sohn und der Schwiegersohn der Getöteten leicht ver­letzt wurden. Der Führer des Gefährts ist ge- flüchtet.

Motorrad gegen Telegraphellslange. — 2 Tote.

rotb. Nürnberg, 24. Juli. (Eig. Meldg.). Ein 41jähriger Berufsfeuerwehrmann fuhr gestern mit feinem Motorrad, als er ein Pferdefuhrwerk über­holen wollte, gegen eine Telegraphenstange. Er und fein auf dem Soziussitz mitfahrender Beglei­ter erlitten schwere Schädelbrüche. Der Feuer­wehrmann war sofort t o t, fein Begleiter erlag der Verletzung im Krankenhaus.

Karte der Anglücksstelle (Pfeil)

an der di« Pontonbrücke über den Floh-Sicher heitshafen einstürzte.

Amerika und der Alotten-Pakt.

Aus Washington wird gemeldet:

Der lange und erbitterte Kampf um die Rati­fizierung des Londoner Flottenabkommens im amerikanischen Senat hat nunmehr fein Ende er­reicht. Mit der überwältigenden Mehrheit von 58 gegen neun Stimmen ist der Londoner Vertrag mit nur einem Vorbehalt vom Senat rati­fiziert worden. - Bei dem Vorbehalt handelt es sich um einen Antrag des Senators Norris, in dem erklärt wird, daß die Ratifizierung des Abkommens keineswegs für irgendein gehei­mes Abkommen oder eine geheime Verständigung Geltung besitzt. Die Schlußabstimmung erfolgte, nachdem vorher etwa zwölf Anträge auf Einfü­gung von Vorbehalten in die Ratifikationsurkunde mit großer Mehrheit abgelehnt worden waren.

nicht mit mindestens eines ihrer Mitglieder unter den Toten zu beklagen hat.

Das Beileid des Reichspräsidenten zur Erdbeben­katastrophe.

rotb. Berlin, 24. Juli. (Eig. Meld.) Reichs­präsident von Hindenburg hat dem König von Italien telegraphisch seine und des deutschen Vol­kes herzliche Anteilnahme anläßlich der Erdbeben­katastrophe zum Ausdruck gebracht.

Unter den bisher geborgenen Todesopfern be­finden sich 13 Männer, 19 Frauen und Mädchen und vier Kinder. Die bisher geborgenen Personen stammen fast ausschließlich aus dem Stadt- und Landkreis Koblenz. Unerkannt sind noch zwei Männer und sechs Frauen und Mädchen.

Wie wir weiter erfahren, befindet sich unter den toten Kindern ein sechsjähriger Deutschamerikaner Raimond P a w l e r, der bei seinem Großvater in Koblenz-Lützel zu Besuch war. Beide waren unter der Menschenmenge auf der Unglücksbrücke und ka­men auf diese tragische Weise zusammen ums Le­ben. Die Eltern des verunglückten Knaben woh­nen in Akron (Ohio).

Ein Taucherschachl an der llnsallslelle.

Die Rheinstrom-Bauverwaltung in Koblenz hat am Mittwochnachmittag einen Taucherschacht an die Unfallstelle beordert, um nach weiteren Vermißten suchen zu lassen. Wie wir erfahren, ist die Brücke nicht durchgebrochen, sondern seitlich abgerutscht und liegt etwa 6 Meter unter Wasser.

Die Auswirkungen des Erdbebens in Süd- Italien sind noch weit verheerender gewesen als die ersten Meldungen vermuten ließen. Nach amt­lichen Mitteilungen beträgt die Gesamtzahl der Toten im süditalienischen Erdbebengebiet 17 7 8, die der Verwundeten 4264. Vollkommen «ingestürzt sind 318 8 Häuser, 2757 Häuser wurden beschädigt.

Zmmer schlimmere Hiobspost aus Men.

Fast 2000Todesopferdes Erdbebens.—Aeber3000HSuserzerstört Beileid des Reichspräsidenten von Hindenburg.

Die Zahl der Toten allein von Melfi, das unmittelbar im Epizentrum des Erdbebens liegt, wird mit 200 angegeben, 400 Personen sol­len verletzt fein. Auch in dem zum Hauptbebenge­biet gehörenden Lacedonia sollen mehrere 100 Menschen umgekommen sein. Eine An­zahl kleiner Dörfer sind ebenso wie Melfi fast völ­lig zerstört. Die Hilfsaktion aus der Hauptstadt, aus Neapel, Potenza, Foggia, Avellino ist in vol­lem Gange. Lebensmittel, Kleider, Wasser, Medi­kamente und Instrumente aller Art, Aerzte und Sanitätspersonal sind mit Bahn und Auto in die am meisten heim gesuchten Gemeinden entsandt worden. In Melfi war di« Wucht des Bebens von Anfang an so stark, daß in unzähligen Fällen eins Flucht und ein Entkommen der schlaftrunkenen Bewohner auch aus kleinen Häusern gar nicht mög­lich war. Im Verlauf des gestrigen Tages haben sich an verschiedenen Stellen noch örtliche Nachbe­ben ereignet. Sie haben jedoch keine neue Schäden angerichtet und Sachkundige schließen daraus, daß das Naturereignis feinen normalen Gang nimmt und ohne weitere Gefahren mit sich bringend, fei­nem Ende zugeht.

*

rotb. Neapel, 24. Juli. (Eig. Meld.) Gemessen an den großen Verlusten an Menschenleben und an der verheerenden Wirkung des Erdbebens in dem Hauptgebiet (Umgebung von Melfi) ist der Schaden und die Zahl der Todesopfer in den ent­fernten Provinzstädten Süd-Italiens verhältnis­mäßig gering zu nennen. Immerhin liegen auch hier Meldungen über ganz beträchtliche Gebäude-

— Roch 16 Vermißte.

Spend« für die Opfer ist beim Oberbürgermeister der Betrag von RM 10 000 von dem Industriellen Peter Klöckner eingegangen, der geborener Kob­lenzer ist. Wie der Oberbürgermeister in der

standhielten, bedenkliche Mauer risse zei­gen. In einzelnen Gemeinden, wie A g u i l o n i a und V i l l a n o v a, in denen kein Haus mehr '

* Der Herr Reichspräsident empfing am Don­nerstag den Besuch des in Berlin eingetroffenen Prinzen Sammrung von Si am und feiner Toch­ter, der Prinzessinnen Poon und Pilani.

* Der sächsische Landtag hat sich, ohne daß eine Regierung zustande gekommen ist, auf den 30. Sep­tember vertagt. Die letzte Landtagssitzung war von kommunistischen Lärmszenen a u s g e f ü I lt.

* Das amerikanische Flottenprogramm. Aus Washington wird gemeldet: Die zuständigen Ab­teilungen im Marinedepartement haben sofort nach der Unterzeichnung des Flottenpaktes mit der Prüfung eines ausführlichen, über sechs Jahre sich erstreckenden Flottenprogramms begonnen, dessen Durchführung nahezu eine Milliarde Dollars ko­sten würde. Die Flottenvorlage hat für den Fall daß die noch anzustellenden Versuche zufriedenstel­lend ausfallen, den Bau eines neuen Schiffstvps empfohlen, und zwar eines mit 6-zölligen Ge­schützen bestückten Kreuzers, der 75 Flugzeuge an Bord führen könnte.

Ministerpräsident Mussolini hat sofort nach der Meldung über die Erdbebenkatastrophe persön­lich die erforderlichen Anweisungen für die von dem Erdbeben betroffenen Gebiete gegeben. Noch im Laufe der Nacht sind von Foggia Hilfszüg« nach den Katastrophengebieten abgegangen, um für die Unterbringung der Verletzten in die Krankenhäuser von Potenzia zu sorgen. Der Präsident des ita­lienischen Roten Kreuzes, Senator Cremonesi und der Unterstaatssekretär im Ministerium für öffent­liche Arbeiten find ins Katastrophengebiet abge­reist.

Ser Eindruck des Erdbebengebieks.

rotb. Rom, 24. Juli. (Gig. Meld.) Von den ^Bergungsarbeiten im Erdbebengebiet werden tra­gische Szenen berichtet. Ganze Familien sind ums Leben gekommen. Eine Frau war mühsam lebend aus den Trümmermassen befreit worden. Bevor sie roeggetragen werden konnte, trat plötzlich ein Nachbeben ein, ein Quaderblock kam ins Rollen und zerschlug der Frau den Schädel. Auch unter dem Rettungspersonal, das unter Einset­zung des eigenen Lebens sich um die Verunglückten bemüht, sind bereits Opfer zu verzeichnen. Die im Hauptbebengebiet fast völlig zer­störten Gemeinde buten einen trostlosen, erschütternden Anblick. Abgesehen von den sehr wenigen erdbebensicher gebauten Häuftrn sind eine ganze Zahl von Gebäuden nurtnebr Stein- und Schutthaufen, aus denen gespensterhcift die dicken, hohen Mauern sahrhunderte Jahre aller Paläste herausragten. Auch der Schaden an den Kirchen ist sehr groß. Eine beträchtliche Anzahl von Kirchen ist in sich zusammengebrochen und in Stein- und Schutthaufen verwandelt. In dem Dorfe San Vartelornea, in dem fast kein Stern auf dem anderen geblieben ist, wurde seltsamer­weise ein mittelalterliches Schloß von dem Erdbe­ben verschont. Die Wirkung des Erdbebens in dem Hauptgebiet war überall so stark, daß fast alle Häuser, selbst, wenn sie den heftigen Stößen

Trauerkundgebung ergänzend mitteilte, sind außer den 36 Personen, die den Tod gefunden haben, unter den Opfern noch eine Anzahl Verletzte, sind 23 leicht und einige wenige schwer

Mittwochnachmittag pilgerten viele Kob­lenzer über die alte Moselbrücke hinüber zum Vorort Lützel, um zu der Unglücksstelle am Sicherheitshafen zu kommen. In der Turnhalle der Telegraphenkaserne liegen die Opfer alle in langer Reihe, Männer, Frauen, Mädchen, Mütter und in der Mitte sechs Kinder. Ein gwßer kräfti­ger Mann liegt in der Reihe. Er hat sich noch selbst am Rettungswerk beteiligt. Eine junge Diakonissin liegt neben einer ihrer Schülerinnen und weiter unten in der Reihe eine barmherzige Schwester. Nacheinander kommen die Angehörigen und Verwandten der Koblenzer Toten in die Halle, um ihre Lieben zum letzten Male zu sehen.

Di« offene Wunde.

Dienstag in der Koblenzer Stadthalle rä ident der Rheinprovinz den Reichs- en b-grühte und auf das schwere Schicksal das dieses Land zwölf Jahre lang in all "Gliedern getragen hat erwähnte er auch lariuft der rheinischen Kreise Eupen und ffThy Man hat im Jahre 1920, als die inte Volksbefragung in diesen Kreisen vor ‘ wom achselzuckend von einem Sturm im "Nasser gesprochen. Was roar schon das urn zwei kleine ländliche Kreise mit insge- 60 000 Einwohnern, wenn man es art dem maß den Deutschland um feine Gesamt- .u führen hatte und in dem neben allem pief größere Gebietsverluste zu beklagen Trotzdem ist die Abtrennung dieses Land- aus dem Regierungsbezirk Aachen «ine ,e die das Volk an der westlichen Grenze ^ni'lkt verschmerzt hat, und an die man sich “Z in den anderen deutschen Gauen wenigstens « Seit zu Zeit als ein bitteres Unrecht und brutale Vergewaltigung erinnern sollte. Das fert des rheinischen Oberpräsidenten beweist, daß am Rhein selbst die abgetrennten Brüder

M nicht vergessen hat.

Sie Versailler Abmachungen hinsichtlich der >Fe Eupen und Malmedy, die überhaupt nur zMhm konnten unter dem erbarmungslosen Dik- tt töllaewordener Sieger, bestimmten, daß die Dwohnerschaft darüber befragt werden sollte, ob i Seim Deutschen Reiche verbleiben oder zu Bel­ten übergehen wollte. Hätte man diese Abma- bgg ehrlich ausgelegt und durchgeführt, so gäbe zdiese ganze bittere Frage nicht, denn das Volk De sich hundertprozentig zu Deutschland bekannt. |m zunächst Eupen angeht, so kann auch nicht der Me Hauch einer Berechtigung zu einem Zweifel n (einem Deutschtum gefunden werden. Eupen x so deutsch wie seine Provinzialhauptstadt Aachen, bet es vorgelagert ist, selbst. In Malmedy dage- zen und in einigen Dörfern feiner Umgebung wird Wch ein wallonischer Dialekt gesprochen und das tar ier Anlaß, weshalb die Belgier glaubten, die- («kmck Land für sich beanspruchen zu sollen. Aber W sogenannten Wallonen haben mit Belgien D das geringste gemein. Das liegt schon in dec Mhungsgeschichte des belgischen Königsreiches NMet. das seinerzeit vor rund hundert Jahren vsErund von Aufräumungsarbeiten des Wiener Mßresfes gebildet und durch willkürliche Grenz- M«gen einigermaßen abgerundet wurde. Mal- «lidy blieb beim Deutschen Reich, zu dem es gc»

Sie sogenannte Volksbefragung im Jahre 1920 Me von dem belgischen Militär, das die beiden heile besetzt hielt, in der Weise durchgeführt, daß gjiejenigen, die bei Deutschland zu bleiben Mfchten, offene Listen ausgelegt wurden. Zeich- Hefid) nun einer ein, so setzten ihm am nächsten “8* die Belgier die Möbel auf die Straße und Wgnabmten seine Wohnung. Unter diesen Wänden blieb die Bevölkerung selbstverständlich P? den Einzeichnungsstellen fort. Nach einiget

wurden die Listen geschlossen, die Volksbefra-

36 Leichen geborgen.

Die Zahl der bei der Brückenkatastrophe in Koblenz ums Leben Gekommenen hat sich Don­nerstagfrüh durch Auffinden einer weiblichen Leiche auf 36 erhöht. Nach einem bei der Leiche gefundenen Monogramm E. ©- scheint es sich um die 17jährige Elfriede G ö r r e s aus dem Mäd- chenpenfionat in Rheinwaldsheim bei Rheinbrohl zu handeln. Vermißt werden jetzt noch 16 Perso­nen.

Am Samstagvormittag um 9 Uhr wird B i - fchof Dr. Bornewasser von Trier in Kob­lenz ein Pontifikalrequiem halten. Nachmittags um 4 Uhr werden 15 Leichen aus Koblenz auf einem Ehrenplatz des Friedhofs bei­ge f e tz t. Die übrigen Leichen werden in ihre Heimat gebracht. Die Bergungs- und Taucharbei­ten werden ununterbrochen fortgesetzt.

y war zu Ende, und die Belgier berichteten, nur ein ganz verschwindender Prozentsatz der *M-Malmedy-Einwohnerfchaft sich für Deutsch- Wkttlärt habe. Ein Hohn auf die Wahrheit, ein As °uf das von den Siegerstaaten so emphatisch Mundete Selbstbestimmungsrecht. Aber Neu- W?N' wie der Rheinländer es nennt, roar ge« der Mann, der die angebliche Abstimmung hatte, wurde vom belgisch«» König in den Wittnb erhoben, deutsches Land wurde der mmdherrschaft ausgeliefert.

Wesez Volk kämpft nun feit zehn Jahren einen P® Befreiungskampf, und es tut es mit einem Sr- der Bewunderung abnötigt. Die christliche eine ausschließlich deutsche Partei, ^vMgerin des Zentrums in den beiden Kreisen, E” 5afjre 1929 bei Kommunalwahlen in den tgF1 ^leisen 85 Prozent aller Stimmen aufge» £?• Da? ist ein Volksentscheid, wie er über« UAENder nicht gedacht werden kann. Bor eini- fahren hieß es, die beiden Kreise, deren Fort- 2* die Stadt Aachen an ihrer Lebensader ge- Sr" W, kämen an Deutschland zurück, das Reich K F* Belgien abkaufen. Die Angelegenheit weit gediehen, Belgien roar einverstan- Ek* denn was soll es mit einem Stück Deutfch-

Auch die anderen Mächte hatten nichts ein- g&”wwen. Aber da erhob Poincare, der alte ^^Deutschlands Einspruch. Die Sache zerrann ch, ^rdffsen gebt der Kampf des Ländchens um U^ttitschtum. Die Führung liegt bei der ver-

Wlmatpreffe, also bei den deutschen Zei- "s ist bewundernswert, mit welcher Zä- mit welchem Mut diese kleinen Blät- Fiw öte Deutfckheit ihres Gebiets sich einfetzen. K A,c,n fortdauerndes Wagnis, dessen Größe £*(6 vielleicht nur diejenigen ganz ermessen E2t,öle am eigenen Leib erfahren Haden, was K"»- unter der Zensur fremder Militärs zu diesen Tagen ist die Heimatpresse er» Eüg i. *rnem Aufruf hervorgetreten, und zwar einen naheliegenden Anlaß und die Sei» fctoio'f’.^s hundertjährige Bestehen ihrer Un- M^Oselt: „2ßir hoffen und vertrauen, daß die |EL rinnerung an die Geburt der eigenen Fr«' |p ^lgischen Volke Verständnis wecken w'-r ^■LJniinpf unseres kleinen Volkes um Re " Mit diesen Worten schlie WU r ^er Presse an die Belgier. Er erklär WWPen-Malmedyer und ihr Land „unk von Recht und Vertrag und Volkswi! Me sfc J geworden sind". Und weiter heißt weiß, und auch objektiv denkende Bei 3U, daß die Volksbefragung von 192' und daher als Voraussetzung für EL«* .nnun9 vom Reich unbrauchbar roar." Wunde. Zur Freiheit des Rheins die Rückkehr von Eupen und Malmedy.

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1^'.Anzeiger für die Stadl Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches kreisbtatk.

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