Einzelbild herunterladen
 

Begebenheiten aus aller Welt

Handel und Wirtschaft

Ausländer kaum n-~"

friere weiter

Frankfurter Börse.

18

18 7 21. 7

144,

99,0

•98,0

101

158

110

94,0

101,0

94,0

101,0

101,25

10'1,75

97,5

101,75

101,5

21

160

60,10

8,1<

60,0

94,5

95,0

149, 26, 104, (I-

Die

7

139,25

198,5

131,0

108,5

131,0

131,0

100,0

154,0

149,0

261,o

92,0

88,5

60,625 8,5

60,0

97,0

98,5

100,5

1-0,5

97,5

102,0

101,5

137,0 195,5

108,5

129,0 100,0 154,0

149,0

259,0

92,0

Aus dem Dollarland.

Vereinigten Staaten wenden in einem Jahre Milliarden Goldmark für Straßenbau auf.

* Schießerei in einer Wirtschaft. Am Sonntag abend kam es in einer Gastwirtschaft im Esse­ner Stadtteil S e g e r o t h zu einer Auseinander­setzung zwischen dem Wirt und mehreren Gästen. Angeblich soll der Wirt von einem Gast mit einem

der Auffindung noch mit dem Schwimmgürtel ver­sehen. Ein Armband erleichterte die Feststellung der Persönlichkeit der Toten.

— Frankfurt a. 21t., 21. Juli. (Getreidebörse.) Es wurden bezahlt für je eine Tonne: Weizen, Hessen. Proo. Hessen-Nassau 305.— RM.: Roggen, Hessen, Hessen- Nassau und Unterfranken 185.— RM.: Sommergerste für Brauzwecke —, Hafer inländ. 180 RM.; ferner für je 100 Kgr.: Weizenmehl, süddeutsch. Spezial 0 43.75—44.50, desgleichen Niederrhein. Spezial 0 43.50—44.25, Roggen­mehl 27—28, Weizenkleie 850—875, Roggenkleie 8.75, Erbsen für Speisezwecke je nach Qualität 26—35, Linsen desgl. 38—80, Heu, südd., gut, gesund, trocken 5—5.50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 4.—, Treber ge­trocknet 10.75—11.50. Tendenz: fest. Amtliche Notie­rungen für Speisekartoffeln: Frühkartoffeln, gelbfleischig, je 50 Kgr. RM. 4.75. Tendenz: stetig.

Vorbericht des Berliner Schlachtviehmarkt

— Berlin, 22. Juli. (Gig. Meld.) Es murbi zahlt für je einen Zentner Lebendgewicht: Rinder Kälber 45—73, Schafe 38—67, Schweine: Fetts über 3 Zentner Lebendgewicht 69—71, vollst, von 240—300 Pfd. 70—72, vollst. Schweine von 240 Pfd. 70—72, vollst Schweine von 160—200 bis 71, vollst Schweine von 120—160 Pfd. 66 64. Aufgetrieben waren: Rinder 1392, Kälber Schafe 5960, Schweine 10 493. Marktoerlauf: dern ruhig, bei Kälbern und Schweinen glatt, bei 6 ziemlich glatt.

* Das Urteil im Tfcherwonzenfälfcher-Prozcß. In der Berufungsvsrhandlung im Tschcrwonzen- fälscherprozeß wurde von Landgenchtsdirektor Krü­ger das Urteil der Ersten Strafkammer des Land­gerichts I verkündet Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft und der Hauptangeklagten Ka- rumidse, Sadathieraschwili, Bell und Schmidt, wurde das Urteil der ersten Instanz, das auf Am­nestierung lautete, aufgehoben. Es wurden ver­urteilt Karumidfe wegen Münzverbrechens und Urkundenfälschung zu zwei Jahren zehn Monaten Gefängnis, Sadathieraschwili wegen Münzverbre­chens und Betruges zu zwei Jahren Gefängnis un­ter Anrechnung der Untersuchungshaft, Bell wegen Betruges zu 300 Mark Geldstrafe oder zwei Wo­chen Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten, und Schmidt wegen Betruges zu 1500 Mark Geldstrafe oder drei Wochen Ge­fängnis. ________

wtb. Vewyork, 21. Juli. (Eig. Meld.) Die Ber­einigten Staaten werden in diesem Jahre 1750 Mill. Dollar gleich 7 Milliarden Goldmark für den Bau von Straßen aufwenden. Die eingetragenen Automobile werden mit durchschnittlich etwa 8 0 Dollar zur Deckung der Kosten herangezo­gen. _____________

* Einsturzungliick bei einer Gewerkschafksfeier. Bei dem Gewerkschaftsfest, das der Ortsausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Belten in der Mark jährlich abhält, ereignete sich am Sonntagabend ein Unglück, bei dem eine Anzahl Personen teils leicht, teils schwer ver­letzt wurde. Der Ortsausschuß hatte auf dem Sel­tener Häfen, einem Stichkanal der Havel, ein Feuerwerk vorgesehen, zu dem sich eine große An­zahl von Zuschauern auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens eingefunden. Auf dem Boh­lenbelag eines Lastkahnes hatten sich etwa 100 Personen anaesammelt. Durch das Ue= bergewicht der Menschenmenge brach plötzlich das Verdeck, und ein großer Teil der Zuschauer stürzte in den Kahn. Zwölf Personen wurden verletzt, davon fünf schwer.

= Frankfurter Buttergroßhandelspreise. M ruhig. Preise leicht rückgängig. Es kostete das Auslandsbutter (holl, oder dän.) 1 Faß (50 K einhalb Faß 1.75, in Halbpfundstücken 1.78, ! Molkereibutter 1.64 Mark im Großhandelsoerk

Vorsichtig. „Gut, ich nehme das Zimmer, werden sehen, was Sie für einen Mieter an mir Noch jede Hausfrau hat geweint, wenn ich ausv „Das passiert Ihnen bei mir nicht; ich will die U voraus haben."

Beitreibung öffentlich-rechtlicher Geldforderungen.

Nach der vorgenommenen Neuordnung der Thüringer Landesverwaltungsordnung ist jetzt jede Behörde selbst zuständig, öffentlich-rechtliche Geld­forderungen zwangsweise beizutreiben. Behörden sind jetzt nicht mehr die staatlichen, sondern vor al­lem auch die Organe der Selbstverwaltungskörper Infolgedessen können nicht nur sämtliche Gemeinde- Vorstände, sondern auch die amtlichen Berufs­vertretungen, öffentlich-rechtliche Genossenschaften, wie Bodenverbesserungsverbände, Waldgenossen­schaften usw. die ihnen geschuldeten Leistungen selbst einziehen. Uebertragung der Zwangsvollstreckung auf die Gemeinden wird auf Antrag der Ge­meinden über die Kreisämter durch das Thürin­ger Finanzministerium vorgenommen, die Körper­schaften und Anstalten des öffentlichen Rechts stel­len die entsprechenden Anträge am besten durch ihre Aufsichtsbehörde.

Wirlschaftl. Kampfbewegung

— Streikbewegung in Frankreich. (Eig. Meld.) Protest gegen die Lohnabzüge, die auf Grund d zialversicherung vorgenommen wurden, in R o u e n 10 000 Arbeiter der Textil-, Metall- und mischen Industrie.

Eine Verzweiflungsfak.

Vierköpfige Familie durch Gas vergiftet

wtb. Boizenburg (Elbe), 22. Juli. (Eig. Meld.) Der Tischlermeister Lampert, seine Frau und seine beiden Kinder, ein lljähriger Knabe und ein 6- jähriges Mädchen wurden heute früh durch Gas vergiftet tot in ihrem Schlafzimmer aufgeiun- ben. Wie aus einem hinterlassenen Briefe her­vorgeht, liegt Selbstmord vor. Den Anlaß sollen geschäftliche Schwierigkeiten gegeben haben.

* Massenvergiflungen von Hochzeitsgästen. Bon 15 in B u x t e h u d e nach einem Hochzeitsessen an schweren Bergiftungserscheinungen erkrankten Personen ist ein 80jähriger Hamburger Teilnehmer gestorben. Bon den übrigen Erkrankten befinden sich sechs auf dem Wege^der Besserung. Neu er­krankt ist ein Kind, das ebenfalls von den Speisen genossen hat.

* Tödlicher Iagdimfall. Am Sonntag hat sich in der Nähe von Sabershausen im Huns­rück ein tödlicher Jagdunfall ereignet. Der Leiter der Kreuznacher Volksbank, Filiale Simmern, Albert ten Holthaus, war mit einem befreun­deten Förster auf der Jagd, ten Holthaus wollte von einem Hochsitz herabsteigen, rutschte aus und bei dem Sturz entlud sich das Jagdgewehr, das ihn tödlich in den Unterleib traf.

Messer bedroht worden sein, worauf dieser zum Revolver griff und drei Schüsse abfeuerte. Drei Personen wurden von den Kugeln getroffen und brachen zusammen. Eine Person erhielt einen Kopfschuß, eine andere einen Armschuß und die dritte einen Beinschuß. Die Verletzten wurden sofort dem Krankenhaus zugeführt und operiert. Der Mann, der den Kopfschuß erhielt, dürfte kaum mit dem Leben davonkommen. Die polizeilichen Ermittlungen wurden sofort ausgenommen.

* Bienenschwarm überfällt eine Gänseherde. Zwischen einer Gänseherde und einem Bienen­schwarm kam es in A l t e n b a n z auf einer Weide zu einem erbitterten Kampf. Der Bienenschwarm überfiel die Herde, und in wenigen Sekunden wa­ren alle Gänse mit Bienen buchstäblich übersät. Man kam wohl den Gänsen mit Wasserstrahlen aus Schläuchen zu Hilfe. Doch vergeblich. Der größte Teil der Herde ging nach kurzer Zeit ein.

unbeträchtlich geringer gewesen sein als tn h« sprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Der Vergleich der Schlachtungen während der terhalbjahre (Oktooer bis Mär/) 192g. 1928-29 läßt auch, namentlich bei i/n ^Schwein» ansteigende Abnahme der Schlachtung«, nen. Der Rückgang der Rindviehschlachtungen >!, 107 000 Stück ist nahezu ausschließlich auf S erwähnte Abnahme der Kälberschlachtungen führen. Der erhebliche Rückgang der Schweim hingen um rund 960 000 Stück ist wohl durch die schon bei der Dezemoerzahlung 1929 m3 Verminderung des Stapels an Schlachtschweinen

Auf jedem der vier wichtigsten Schlachtoü, (Berlin, Breslau uno Magdeburg, Kölnj wa, allgemeinen die Preisnotierungen höher als die entsprechenden des Vorjahres, a in Köln blieb der Preis für Schlachtkü^ im , 1930 um 0,5 RM. hinter dem vorjährigem ’ Ebenso zeigte sich in Breslau für Kälber im Mg, eine um 0.8 RM. niedrigere Preisnotieruna März 1929. Die Preise für Schlachtschweine wa März durchweg niedriger als im Vorjahre. Die 1 untereinander zeigen erhebliche Preisunterschiede

Schweres AutomobiSunglück.

wtb. Landau a. b. Isar, 22*Juli. (Eig. Meld ) Zwischen Landau und Pilsting ereignete sich in der vergangenen Nacht ein tödliches Autornobilungiück. Der Arzt Dr. Aicher aus Eichendorf fuhr' mit dem ältesten Sohn des Grafen Arco-Valley aus Adldorf nach Pilsting. Während der Fahrt überließ Aicher feinem Begleiter das Steuer. In einer Kurve, die der Führer zu stark nahm, schlug das Fahrzeug um. Graf Arco- Valley wurde getötet, Dr. Aicher schwer verletzt. _______

* Das Befinden Siegfried Wagners. (Eigene Meld.) Das Befinden Siegfried Wagners, des Dirigenten der Bayreuther Festspiele, der bekannt­lich während der Proben einen Schwächeanfall er­litt, hat sich seit Sonntag gebessert. Mit einer Teilnahme an den Festspielen ist jedoch vorläufig nicht zu rechnen. Der Patient muß sich nach wie vor vollkommene Schonung auflegen.

* Ein zweites Opfer der Flugzeugkatastrophe bei Bornholm geborgen. Der deutsche Dampfer „W. C. Frohne", der am Samstag in den Danziger Hafen einlief, hatte eine weibliche Leiche an Bord, die bei Rixhöft in der See gefunden worden war. Es handelt sich um das bei der Ka­tastrophe des Dornierwal-Flugbootes 846 in der Nähe von Bornholm mitverünglückten Fräulein N 0 r t r 0 p aus Philadelphia. Die Leiche war bei

Kleine Nachrichten.

Der Einbrecher, der, wie gestern mitgeteilt, in der Nacht zum 19. Juli in Kahla bei einem Einbrüche überrascht wurde und dabei einen Poli­zeibeamten angeschossen hat, wurde in der Nacht zum 20. Juli durch eine Polizeistreife auf dem Bahnhof in Zeutsch festgenommen. Ueberseine Persönlichkeit verweigerte er jede Angabe. Offen­bar handelt es sich um einen gesuchten Schwer­verbrecher.

Der Motorradfahrer Fink und sein Sozius Grimm streiften in Trügleben bei Gotha einen Radfahrer. Die Motorradfahrer stürzten. Fink blieb tot liegen, Grimm wurde mit schweren Ver­letzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Rad­fahrer kam unverletzt davon.

Auf dem Eisenbahnkörper bei Bad Lieben­stein hatten verantwortungslose Burschen eine schwere Eisenbahnschwelle quer über die Schienen gelegt, mit dem sichtbaren Zweck, den Personen- zug zum Entgleisen zu bringen. Glücklicherweise wurde das Hindernis rechtzeitig bemerkt, so daß ein Unglück verhütet wurde.

feinen Kollegen über die Bedingungen zu verstän­digen.

Zu dieser von einer Pressestelle verbreiteten Nachricht, wird von zuständiger Stelle mitgeteilt, daß von einem derartigen Anerbieten des Reiches nichts bekannt fei. Die Nachricht sei rein er­funden. __________

— Vacha. Um jeden Monat eine Schauspiel­aufführung im „Deutschen Haus" geben zu können, soll hier eine Theatergemeinde gegründet werden. Die Aufführungen sind der Mittel-Ost­deutschen Bühne Berlin übertragen worden, die ei­nen guten künstlerischen Ruf genießt. Dieser Plan ftmn natürlich nur durchgeführt werden, wenn eine starke Theatergemeinde entsteht.

— Eisenach. Die Eisenacher Polizei wird nicht verstaatlicht und zur Landespolizei um­gestaltet, sondern bleibt städtisch. Nach der finanziellen Seite hat die Stadt dadurch keinerlei Schaden, im Gegenteil, sie bleibt im Besitz der Po­lizeigebühren, die im letzten Jahr 40 000 Mark betrugen. Außerdem behält die Stadt ihr Ver­fügungsrecht über die Polizei.

— Eingang der ersten Rate der amerikanischen Frei­gabezahlung. (Eig. Meld.) Wie verlautet, hat der Norddeutsche Lloyd in Bremen am Montag aus New- york ein Kabeltelegramm erhalten, in dem ihm von Bankseite der Eingang der ersten Rate der amerikani­schen Freigabegelder in Höhe von etwas über 30 Mill. RM. mitgeteilt wurde. Dadurch sind die beteiligten Ge­sellschaften in die Lage gesetzt, noch im Laufe des Diens­tag über die Beträge zu verfügen.

— Verzögerung im Reichsbank-Bezugsrechlangebok. Nach der Auflösung des Reichstages sind u. a. das Gesetz über die Aenderung des Reichsbankgewinnschlüssels und das Goldbankdiskontgesetz unerledigt geblieben. Natur­gemäß verzögert sich damit das Bezugsrechtangebot auf die alten Reichsbankanteile um einige Monate, da die Regierung kaum diese beiden Gesetze auf Grund des § 48 in Kraft fetzen wird.

— Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 16. Juli berechnete Großhandelsindexzisfer des Stätisti- chen Reichsamtes hat sich mit 125.5 gegenüber der Vor­woche (124.8) um 0.6 0. H. erhöht. Diese Steigerung ist durch hauptsächlich saisonmäßige Preiserhöhungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse bedingt. Die Index­ziffer für Agrarstoffe hat auf 116.2 (113.1) oder um 2.7 v. H. angezogen. Die Indexziffer für industrielle Roh­stoffe und Halbwaren ist um 0.7 v. H. auf 119.1 (120.0) zurückgegangen. Die Indexziffer für industrielle Fer­tigwaren hat ' 150.7 (150.9) nachgegeben.

— Erhöhte Umsätze der Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumvereine. Der Gesamtumsatz der Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumvereine m. b. H. Hamburg, betrug im ersten Halbjahr 1930 rund 231,46 Mill. Rm. gegenüber 221.21 Mill. Rm. im ersten Halbjahr 1929. Es wurde also ein Mehrumsatz von 10.25 Mill. Rm. — 4.63 Proz. erzielt. An Erzeugnissen aus den eigenen Produktionsbetrieben wurden im ersten Halbjahr 1930: 62.92 Mill. Rm. gegen 54.60 Mill. Rm. i. V. umgesetzt, was eine Steigerung um 15.23 Proz. bedeutet Außerdem erzielten die Produktionsbetriebe im Verkehr mit den eigenen Abteilungen und Betrieben einen weiteren Umsatz von 3.29 Mill. Rm.

— Die Konzentrationsbewegung in der Fahrradin­dustrie. Zu dem gemeldeten Erwerb von 75 Proz. des A.-K. der Lippischen Fahrradindustrie A.-G. durch Siegen—Solingen verlautet jetzt wieder, daß die im vergangenen Jahre gescheiterten Bestrebungen auf Zu­sammenschluß zwischen Siegen—Solingen, Weyersberg, Kirschbaden u. Co., Görike, Bielefeld und Elite Diamant, wieder ausgenommen worden seien. Geplant sei eine rationelle Zusammenfassung der Betriebe dieser vier Unternehmungen. Vorbedingung für die Durchführung derartiger Pläne dürste aber die Klärung der Finanz­fragen sein.

nachgebend, Reichsschuldbuchforderungen nach dem gestrigen Rückgang und nach schwächerem Beginn gehalten, mittlere Fälligkeiten weiter schwächer. Devisen schwächer, Pfunde international fest, Paris und Spanier schwächer. Geld leicht. Tagesgeld 2%. bis 4)4, Monatsgeld 414 bis 5% Prozent, Wa­renwechsel 3 siebenach-tel Prozent.

Berliner Dienstags-Börse.

wtb. Berlin, 22. Juli. (Eig. Meld.) Der schwache Verlauf der gestrigen Newyörker Börse ließ schon vormittags bei der herrschenden Geschäftslosigkeit mit einer schwächeren Börseneröffnung rechnen, die dann auch tatsächlich erfolgte. Londoner Bör­sengerüchte, nach denen die Möglichkeit einer Dis­konterhöhung der Bank von England bestehen soll, wurden lebhaft erörtert, die Preisermäßigung bei Bemberg verstimmte, zumal erst vor ganz kurzer Zeit die französischen Kunstseidenpreise hatten heraufgesetzt werden können, und außerdem be­schäftigte man sich mit Dividendentaren für Mon­tanwerte, die nicht immer sehr günstig ausfielen. Der Monatsbericht der De-Di-Bank war ebenfalls nicht dazu angetan, der schwachen Grundstimmung entgegenzuwirken. Wieder kam zur Eröffnung auf fast allen Märkten Ware heraus, die nur zögernd Annahme fand. Die Kursverluste betrugen in der Regel bis zu 3 Prozent, darüber hinaus verlor Hotelbetrieb, Sevenska, Berger, Schubert und Salzer und Kunstseidenwerte bis zu 514 Proz. A.-G. für Verkehrswesen notierten ex­klusiv Dividende und waren selbst bei Berücksich­tigung des Abschlages um 114 Proz. gedrückt. Im Verlaufe trat eine Aenderung der Tendenz nicht ein. Die Kurse gaben weiter nach, gelegent­liche Ansätze einer Erholung gingen sofort wieder verloren. Es traten bei kleinen Ge­schäften Rückgänge um 2 Proz. bis 3 Proz., gegenüber dem Anfang ein, die bei den schweren Werten wie Reichsbank, Salzdetfurth allmählich bis zu 5 Prozent anwuchsen. Scheinbar gelangte auch etwas Auslandsware an den Markt, die felbst bei den Großbanken nur wenig Aufnahmeneigung vorfand. Anleihen im Verlaufe etwas nachgebend.

Mügang der Schlachtungen.

Der Rückgang der Schlachtungen hält an; nach den Erhebungen oes Statistischen Landesamtes wurden im ersten Vierteljahr 1930 in Preußen vorwie­gend für gewerbliche Zwecke geschlachtet rund 1 047 000 Rinder (111 000 Ochsen und Bullen, 264 000 Kühe, 116 000 Jungrinder und 556 000 Kälber), 31 000 Pferde, 202 000 Schafe, 38 000 Ziegen. Die nicht allein die gewerblichen, sondern auch den größten Teil der Haus- schlachtungen von Schweinen umfassende Zahl der Tri­chinenschau beträgt rund 3 692 000 Stück. Das in den genannten Schlachtungszahlen enthaltene, in den preu­ßischen Seegrenzschlachthöfen geschlachtete Auslandsvieh beziffert sich aus rund 14 000 Stück Rindvieh, 2855 Schweine und 2 Schafe. Gegenüber dem ersten Viertel­jahr 1929 zeigt sich diesmal fast durchweg eine Verminderung der Schlachtungen. An Rin­dern waren rund 102 000, darunter 89 000 Stück Käl­ber .weniger geschlachtet. Während in den Vorjahren bei rückläufigen Schweineschlachtungszifsern zeitweise eine Vermehrung der Rindviehschlachtungen beobachtet wurde, haben im ersten Vierteljahr d. I. sowohl die Rindvieh­ais vor allem auch hie Schweineschlachtunqen (letztere um 321 000 Stück) abgenommen. Im ersten Vierteljahr 1930 dürfte mithin die Fleischerzeugung in Preußen nicht

Alugzeugkatastrophe.

Englisches Verkehrsflugzeug abgestürzt. — Sechs Tote.

Bei M e 0 p h a m (Grafschaft Kent) ist ein Flug­zeug mit sechs Personen an Bord abgestürzt. Sämtliche Insassen, darunter zwei Frauen, war >n sofort tot. Das Flugzeug, das zwischen Croydon und Berck an der französischen Kanalküste verkehrt, wurde vom Piloten Colonel Henderson gesteuert.

Unter den Getöteten befinden sich außer dem Piloten Colonel Henderson noch Lord Duffe- rin, Biscountheß Ednam, Frau Löffler und Sir Edward Ward. Die Persönlichkeit des sechsten To­ten konnte noch nicht festgestellt werden.

Aus der Thüringischen Rhön Aus Geisa und Umgebung.

Ein frecher RaubüberfaN.

wtb. Hamburg, 22. Juli. (Eig. Meld.) Auf den 63jährigen Abteilungsleiter einer Hamburger Firma, der sich in Begleitung seiner Ehefrau auf einem Spaziergang in einem Gehölz bei Blanke­nese befand, wurde gestern nachmittag gegen 17 Uhr ein Raubüberfall verübt. Ein aus einem Ge­büsch herausspringender Bursche forderte unterVorhaltungeinesRe- volvers Geld. Der angegriffene Kaufmann wehrte sich mit seinem Schirm, worauf der Räuber mehrere Schüsse abgab. Der Kaufmann wurde getroffen und schwer verletzt. Die Ehefrau händigte in ihrer Angst dem Täter 10 Mark aus. Der etwa 23 bis 25 Jahre alte große kräftige Bursche ergriff dann die Fluch! und enttarn. Der schwerverletzte Kaufmann wurde in ein Kranken­haus gebracht. ______________

Industrie-Aktien

Adt Gebr. Allg. ulektr. Ges. Bad Salzschlirf Cem. Heidelberg Contin. Ges. Daimler 0. Erdöl Berl D. Scheideanstalt Dürkoppwcrke Eisenw Kaisers!. Elektr. Lief.

Elektr. Licht u. Kraft Farhenindustrie Filzfabrik Fulda Frankfurter Gas Frankfurter Hof .'okorny & Witt Goldschmidt Hammersen Holzmann Ph. Kammg. Kaisers!

Konsv. Braun Lahmeyer & Go Lingel. Schuh!- Mainkraftw Motoren Oberursel N.S U (Neckarfz. Schuhstoff Fulda Siem. & Halske Südd. Zucker A.-G V. Faßt Cassel Wayü & Freytag Zellst Aschaffenb Zellst. Waldhof

Bergwerks-Aktien

Buderus Eisenw Gelsenk. Bergw. Harpener Bergbau Ilse Bergbau Kali Aschersleben Mannesmann Riebeck

V Laurahütte

— Baumann und Lederer A.-G., Kassel. Die G -V genehmigte den Vertustoortrag für 1929 in Höhe von 138 367 Rm., bei einem A.-K. von 1,28 Mill. Rm. Die Fabrik in Wlldenfeld (Sachsen) wird aus Rationali- üerungsgründen stillgelegt. Bestimmte Voraussagen

Thüringen sucht einen Ausgleich?

Wie an zuständiger Stelle verlautet, schweben zwischen Thüringen und der Reichsregierung Ber- hondlungen, um in der Frage über dje Zuschüsse des Reiches für die thüringische Landespolizei bis zur endgültigen Erledigung des Streites durch den Staatsgerichtshof einen modus vivendi zu finden. Thüringen sieht sich nach der Ablehnung der von ihm beim Staatsgerichtshofe beantragten einstwei­ligen Verfügung vor die Notwendigkeit gestellt, für die fehlenden Zuschüsse aus eigenen Mitteln entsprechende Betrüge bereitzustellen, wenn nicht mit dem Reiche ein vorläufiger Ausgleich gefun­den wird. Die Aufbringung dieser Beträge würde aber die Schaffung neuer Einnahmen bedeuten. Man behauptet, die Reichsregierung habe sich be­reit erklärt, unter gewissen Bedingungen vorläu­fig die Zuschüsse für die Landespolizei in Thürin­gen weiterzuzahlen. Die Voraussetzung bafüi dürste in der Hauptsache sein, daß die vom Reichs­innenminister abgelehnten hohen Polizei- beamten national so ziali st ischer Ein­stellung vorläufig zurückgezogen werden. Als gleichbedeutend damit würde es er­achtet werden, wenn diese Beamten bis zur end­gültigen Entscheidung beurlaubt würden. Wie an zuständiger Stelle verlautet, erwägt Thüringen diesen vorläufigen Ausgleich, und Dr. Kästner ge-

Staatspapiere

6°'o Reicnsanleihe Anl. Abi. Schuld do. oh. Ausl.

*o/o Oestr. Goldr.

Ungarn Goldr

9old. Pfdbr. u. Anl.

8 Fr. Ldspfbr.R.XV 8 Pr. Ldspfbr. R. XV11 8Pr. Goldkom. RJCVI 8°'n Frkt. Hyp.-B.

Gold.-Pfdb R.X1U 8°'o h rkf. Pfdb.-B.

Gold.-Pfdb. E. XV 8°/oL.K.Kass.G.K.Obl 8O'o L. Kr. Kass.

Gold-Pfdb. 26 R i 8°/o L. Kr. Kass.

Gold-Pfdbr. 26 R. 7°'o L. Kr. Kass.

Gold-Pfdbr. 27 R 4 8°"» Mein. Hyp.-B. Gold-Pfdbr E.XVIH

Bankaktien

Commerzbank Danatbank Deutsche Bank D. Eff. u. W. Bk Diskonto-Ges. Dresdner Bank Frankfurter Bank Frankf. Hyp.-Bank Meininger Hyp.-Bk Reichsbank Westbank Fi

Aktien dtsch Transp.- Anstalten

Cass. Strassenbahn Hapag Norda. Lloyd

Julißr

— schade u. Füllgrabe A. ©., Frankfurt a. M Lebensmittelgroßhandlung erzielte in dem Zwj gefchäftsjahr Januar bis März 1929 einschl. % einen Re in gewinn von 86 000 RM. In den schäftsjahr April 1929 bis März 1930 wird nach y (98 000) RM. Abschreibungen ein Reingewinn 135 000 (127 000) RM. ausgewiesen, der sich . Vortrag auf 198 000 (180 000) RM. erhöht, roorati Prozent Dividende verteilt werden. Di« lanz zeigt bei 1 Mill. RM. A. K. und unverö 325 000 RM. Reserve Verbindlichkeiten 1.62 (1.44) RM., andererseits Debitoren und sonstige flüssige ’ 1.42 (11.05 Mill. RM. und Warenvorräte 1.33 Mill. RM.

— Uebertragung des Geschäftsbetriebs der; firma Ladenburg, Frankfurt, auf die Debi-Bani. Bankhaus E. Ladenburg teilt mit: „Im Zusammei mit der Verschmelzung der ehemaligen Stiddeu Disconto-Gesellschast A.-G mit der Deutschen und Disconto-Gesellschast wird das Bankhaus E. L bürg auf Grund bestehender Verträge sein lausende schäft auf die Deutsche Bank und Disconto-Gesell Filiale Frankfurt übertragen. Die Firma als solche weiter bestehen bleiben, in einiger Zeit ihre Täi in das Gebäude der Filiale der DD. Bank verlegei sich künftig in der Hauptsache mit der Fortsühnnn Entwicklung ihrer Konsortialbeziehungen befassen/

= Der erste Abschluß der Schauinstandbahn Freiburg. Nach einer Bauzeit von 1,2 Jahren tonn Gesellschaft, wie berichtet wurde, die mit einem ftenaufroanb von rund 2,5 Mill. RM. errichtete S inslandbahn eröffnen. Das erste Geschäftsjahr 19! als reines Baujahr zu betrachten. Der GV. am 24. liegt ein Abschluß vor, der Kreditoren von 747 000 andererseits Anlagen von 1,127 Mill. RM. aufweist, dem Kapital von 600 000 RM. sind 217 000 RM nicht einbezahlt.

— Fahrpreisermäßigung zum Besuch der 18. ! scheu Ostmesse. Auf den Dampfern des Seedi« Ostpreußen erhalten Besucher der 18. Deutschen messe bei Vorzeigung ihrer amtlichen Messeau Prozent Ermäßigung auf die normalen Fi Diese Ermächtigung "erstreckt sich nicht aus die ! preise.

33,5

Berliner Devisenkurse

18 Juli

21 Geld

Geld

Brief

Newyork

4,18

4,19

4,18

Brüssel

58,46

58,58

68,4»

Holland

168,37

168,71

168,36

London

20,35

20,39

20,35

Paris

16,46

16,50

16,4»

Schweiz

81,32

81,48

81,30

Spanien

48,65

48,75

48,15

Italien

21,91

21,95

21,91

Dänemark

112,07

112,31

112,08

Norwegen

112,07

112,29

112,05

Schweden

112,47

112,69

112,47

‘rag

12,4“

|O { >

12,40