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Mittwoch, 23. Iuli 1930
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Schwere Anruhen in Aegypten.
König Fuad soll wegen seiner England-Freundschaft zur Ab dankung veranlaßt werden. — Angriff aus den Suez-Kanal.
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Reichskanzler a. D. Hermann Müller hat an hessischen Staatspräsident Dr. Adelung ein liches Schreiben gerichtet, in dem er sein leiben bei der Feier in Mainz, an der er so m teilqenommen hätte, mit dem Wiederauftreten alten Leidens entschuldigt. Der hessische at-präsident hat schriftlich seinem großen Beern über das Nichterscheinen Hermann Müllers sdruck Gegeben. Seine Anwesenheit in Mainz M der Feier eine besondere Note gebracht. Er (C in erster Linie an den weiten und erfolgrei- cken Weg der deutschen Außenpolitik vom 23er« Kg vonBersailles bis zum Young- Jlan, der sich an feinen Endpunkten an den Namen Hermann Müller knüpfe. Das besetzte Gebiet ,'z-ulde Hermann Müller vielen Dank und hätte das sicherlich bei seiner Anwesenheit besonders sinn- Wig zum Ausdruck gebracht. Darum bedauere er das Fernbleiben besonders. Der Staatspräsident sandte herzliche Wünsche für baldige Besserung. *
In dem Städtchen Eltville am Rhein hat der Reichspräsident auf seiner Rheinlandfahrt eine Kchepause nach den bisherigen mühevollen Be- ftchen gemacht. Er verbrachte den Sonntagabend im Hause des Reichskommissars für die besetzten Miete Langwerth von Simmern. Montag vormittag fuhr er in Begleitung des Reichs-
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenbiälter". Rotationsdruck und Verlag Ver Fuldaer Slctiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- .. ixilung 1152, Fuldaer Slctiendruckerei 1150 und 1151. ::
Am Nil scheinen sich die Unruhen zu steigern. Es ist zwischen Polizei und ägyptischen Nationalisten in Kairo und an anderen Plätzen zu Zusammenstößen gekommen. Dabei gab es Tote und Verwundete. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Allein in Kairo wurden 323 Personen verhaftet. Die Abgeordneten haben an den König die Bitte gerichtet, eine außerordentliche Parlamentssitzung für den 26. dieses Monats einzuberusen. Der König möchte aber ohne Parlament regieren.
bände etwas völlig Gleichwertiges an seine Stelle werde treten können. Der Minister gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch die Saarländer bald sich der Rückkehr in ihr Vaterland erfreuen möchten.
Reichsverkehrsminister v. G u e r a r d, der den Dank, die Grüße und Wünsche der deutschen Reichs- regierung überbrachte, betonte, daß mit der Räumung des Rheinlandes ein neuer Abschnitt deutschen außenpolitischen Wirkens beginne.
Reichspräsident von Hindenburg erinnerte in seiner Ansprache, daß er als ehemaliger Koblenzer Bürger — Hindenburg wohnte als Generalstabschef des 8. Armeekorps vor dem Kriege in Koblenz — mit besonders teilnehmendem Herzen das schwere Schicksal empfunden habe, das die Nachkriegszeit über diese schöne Stadt am Rhein gebracht habe. Er gedachte der vielen Opfer der langen Leidenszeit. Unvergessen würden jene Wochen und Monate sein, da verräterische Elemente versuchten, rheinisches Gebiet vom Vaterland loszulösen und sich in einmütigem freien Zusammenschluß alle Schichten der Bevölkerung zusammenfanden, um diesen verbrecherischen Anschlag auf deutsches Land abzuwehren und die Einheit des Reiches zu retten. Der Rhein sei jetzt noch mehr als je zum Wahrzeichen der deutschen staatlichen Einheit und unseres Willens zur Selbstbehauptung.
Nachdem der Reichspräsident geendet hatte, sang
Chinesisches piratenkum.
Ein Dampfer überfallen und ausgeplündert.
wtb. Hongkong, 22. Juli. (Eig. Meld.) Der von hier nach Saigon unterwegs befindliche chinesische Dampfer Helikon wurde von Seeräubern überfallen, die ihn nach ihrem Schlupfwinkel in der Bias-Bucht brachten, ausplünderten und sodann wieder freigaben. Personen sind nicht zu Schaden gekommen.
Heftige Kämpfe mit einer Räuberbande.
Zwischen Truppen der chinesischen Nationalregierung und einer großen Bande gut bewaffneter Räuber ist es zu ziemlich heftigen Kämpfen gekommen. Die Räuber hatten sich etwa 40 Meilen südlich von Kanton gut verschanzt, so daß sich' die Truppen genötigt sahen, mit Artillerie gegen sie vorzugehen. Nach einer heißen Schlacht, die den ganzen Tag andauerte, wurden die Räuber in die Flucht geschlagen. Sie hatten eine Anzahl Gefangene gemacht, die ihnen aber wieder abgejagt und befreit wurden. Mehr als 10 0 Räuber wurden getötet oder verwundet.
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die Versammlung stehend das Deutschlandlied. Die Feier fand ihren Abschluß mit einem Chor „Halleluja" aus Messias von Händel.
kommifsars nach Bad Kreuznach. Der Reichspräsident fuhr von Geisenheim aus über die Brücke, die seinen Namen trägt. Besonders herzlich war der Empfang in Bingen. In Kreuznach war jedes Haus geflaggt. Im Kurgarten fand der Empfang statt. Als der Reichspräsident dem Auto entstiegen war, stand er einige Augenblicke sinnend vor dem Kurhause, von dem aus er in schwerer Zeit — 1917/18 lag hier das GroßeHauptquar- t i e r — die Front gelenkt hatte. Dann begrüßte er die Veteranen von 1864, 1866 und 1870 und die Invaliden des Weltkriegs. Er unterhielt sich mit den meisten von ihnen. Im Kurgarten staute sich die Menge, die immer wieder in Hochrufe aus- brach und das Deutschlandlied anstimmte. Beim Betreten des Kurhauses überreichte ihm die Gattin des Landrats Müser einen Blumenstrauß. Dann griff der Reichspräsident zu dem riesigen Wein- humpen, der aus dem Besitz des Weingutsherrn Stoeck stammt und historische Bedeutung hat. Aus ihm haben 1871 Kaiser Wilhelm I. und Fürst Bismarck bei der Rückkehr aus Frankreich getrunken. Nach einem Frühstück in engem Kreise besuchte der Reichspräsident das Haus, in dem er 1917/18 gewohnt hat. Am frühen Nachmittag kehrte er unter dem Geläute der Glocken nach Eltville zurück, dessen Einwohner und Vereine ihm abends eine Huldigung darbrachten.
wtb. London, 22. Juli. (Eig. Meld.) Nach Meldungen aus Kairo soll sich der Seehafen des Suez-Kanals in den Händen vonAuf- r ü h r e r n befinden.
Revolution in Aegypten?
Von Dr. M arguard-Hamburg.
Die Spannung in Aegypten scheint dicht vor dem gewaltsamen Ausbruch zu stehen. Die Wafd- partei auf der einen, die Regierung Sidky Pascha und das Königshaus auf der anderen Seite sind die sichtbaren Parteien. Der wahre Urheber steht im Hintergrund: er heißt England. Nicht daß England planmäßig auf eine ägyptische Revolution hinarbeitete. Das ägyptische politische Leben kennt Blitze aus dem blauesten Himmel, und schon geringere Ursachen, als diesmal vorliegen, können das Land in Aufregung stürzen. Die acht Jahre angeblicher Souveränität, deren sich Aegypten erfreut, haben mehr abnorme als normale Regierungsverhältnisse gesehen. Diesmal scheint es sich aber doch um mehr als den Streit um Ministerien zu handeln: es geht um die Monarchie und Dynastie König Fuads.
Auch hier muß man Anlaß und Ursache unterscheiden. Der Anlaß liegt knapp einen Monat zurück. Das Wafdkabinett Nahas Pascha, das im Parlament über eine fast hundertprozentige Mehrheit gebot, hatte ein Gesetz zum Schutz der Verfassung eingebracht, das jeden Minister mit schwersten Strafen bedrohte, der dis Verfassung in irgend einer Weise vor allem aber dadurch verletzte, daß er das rechtmäßig gewählte Parlament ausschaltete Als das Gesetz König Fuad zur Unterzeichnung zugeleitet wurde, sandte dieser es nach zwei Tagen ohne die königliche Unterschrift zurück. Darauf reichte Nahas Pascha den Rücktritt des Kabinetts ein. Sidky Pascha brachte aus Parteilosen und Liberalen, die für solche Fälle immer in genügender Zahl zur Verfügung stehen ,eine neue Regierung zustande, verzichtete aber auf das Erscheinen int Parlament, das eine königliche Ordre bis auf weiteres schloß. Mit Gewalt sprengten Die Wasd- abgeordneten den Polizeikordon, der das Parlament abriegelte, und versammelten sich zur letzten Sitzung, die indessen schon illegal war. In dieser Sitzung fiel zum erstenmal die Drohung, daß man auch über den König hinwegschreiten werde, um die Verfassung zu schützen. Inzwischen entfachte die Wafd eine wilde Volksbewegung im ganzen Niltal, bei der es zu Blutvergießen kam. und außerdem soll es bereits gelungen fein, i m Offizierskorps des Heeres Anhänger zu werben. Die Polizei scheint auch nicht mehr ganz zuverlässig zu sein. Damit aber wäre die Grundlage, auf der sich bisher jedes antiparlamentarische Kabinett behaupten konnte, unterspült. Es bleibt als ausschlaggebender Schutz die britische Besat- zungsarmee? Aber dieses Schwert ist zweischneidig, daß Fuad und seine Regierung schon verzweifelt fein müßten, wollten sie sich seinem Schutze anvertrauen.
Hier ist der Uebergang vom Anlaß zur Ursache. Jenes Gesetz zum Schutz der Verfassung war die Reaktion darauf, daß sich der König immer bann auf das absolute und diktatorische Sy-
wtb. London,. 22. Juli. (Eig. Meld.) „Daily Herald" meldet im Zusammenhang mit den Vorgängen in Aegypten, daß in Kairo mit der Abdankung desKönigFuad gerechnet werde.
spräfibent von Hindenburg hat Dienstag 9 8.15 Uhr mit feiner Begleitung Eltville iw? Dampfer „M ainz " verlassen. Um ühr kam die „Mainz" am Deutschen Eck bei an. Eine unübersehbare Menge begrüßte Äsendem Jubel den Reichspräsidenten von lr9, der von den Spitzen der Behörden » wt ?urde. Eine Tochter des Oberbürger' „»."uyell überreichte dem Reichspräsidenten ^lumenstrauß. Der Oberbürgermeister hielt ^rurze Begrüßungsansprache. Ungezählte Don Kindern entboten Hindenburg einen en Willkommensgruß. Nachdem ein v e'n Lied vorgetragen hatte, schritt H' if.“ ÖIe Front der Kinder entlang auf den Di- »raA 5 Schülerchors zu, dem er seinen Dank -"ch- Jungen und Mädchen drängten sich zu et sich kaum einen Weg durch die Kin- n konnte. Dann bestieg der Reichspräsi- d-, Blumen geschmückte Auto, das ihn c/„^nbt brachte, wo um 12.30 Uhr der offi- Jjejtaft im Stadthaus stattfand.
fiobknj, 22. Juli. (Eig. Meld.) Beim m der Sradthalle hielt der Oberpräsident Provinz Dr. Fuchs eine Rede, in der er Iduoerer Druck fei von der Rheinprovinz ;. ■ftoi und Sorgen des Augenblicks hät- fck für die heroischen Leistungen unseres den letzten Jahren begreiflicherweise ge- v’eri erft einmal die schlimmsten Bestim- Jnx Versailler Diktats behoben, bann werde “ö auch das zur Geltung kommen, was ^uuge Bevölkerung an Rhein und Ruhr Besatzung gelitten, was sie mit einem geeinten Wille für das Vaterland er» 0 erstickten habe. Der Oberpräsident
Ser Jubel des befreiten Rheinlands.
schöner Erfolg der deutschen Befreiungspolitik, die nach dem itärischen Zusammenbruch Deutschlands von Erzberger, Rathenau, h, Marx und Stresemann unter heftigsten Angriffen der national- schen Rechten geführt worden ist. Reichspräsident von Hindenburg setzt unter einzigartiger Begeisterung der Bevölkerung seine Rheinland-Reise fort.
Ie ochrt durch das fefllich geschmückte Mainz. Hinter dem Wall bet jubelnden Menge Schmuck dec wogenden Fahnen grüßt der altehrwürdige Dom.
stern zurückzog, wenn die Verhandlungen mit England über die Zukunft Aegyptens an dem Nationalismus der Wafd gescheitert waren. Schon das erste ägyptische Parlament 1924 wurde nach kurzer Zeck aufgelöst und durch die Diktatur Ziwar Paschas ersetzt, der bis 1926 ohne Parlament regierte. Als im Februar 1928 die Wafdpartei den durch Sarwat Pascha mit Chamberlain abgeschlossenen Vertrag ablehnle, wurde aufs neue eine diktatorische Regierung unter Mahmud Pascha errichtet, und immer waren die Engländer, besonders der Oberkommissar Lord Lloyd, die Taufpaten. Erst das Erscheinen der ßabourregierung in London verhalf dem ägyptischen Parlament wieder zum Leben. Es wurde nach Neuwahlen zusammenberufen, um den neuen Vertragsentwurf, diesmal zwischen Mahmud und Henderson abgeschlossen, zu bestätigen. Aber die neue Wafdregierung unter Nahas Pascha versagte ihre Zustimmung und versuchte in langen Unterhandlungen einen besseren Vertrag nach Hause zu bringen. Am Sudan I scheiterte schließlich dieser vierte Versuch, Aegypten und Englands Interessen in Einklang zu bringen.
Vom ägyptischen Standpunkt aus begreiflich, denn 1 der Sudan ist die einzige Zukunftsmöglichkeit, der sich ein wachsendes, ägyptisches Volk zuwenden könnte. Außerdem hängen die Aegypter aus Pre- ( stigegründen am Sudan. Nun hatte Nahas zweifellos den Mund etwas zu voll genommen, als er nach London fuhr, und deshalb hieß es nun nach । der Heimkehr, dem Land neue Ziele zu zeigen. Die Agitation gegen England trat einen Augenblick zurück, die Verfassung in den Vordergrund. 1 Man wollte ein für allemal die Diktatur in Aegypten unmöglich machen und brachte daher jenes Schutzgesetz ein. Hier öaber mußten parlamentarische und dynastische Interessen aufeinanderplatzen. Denn die ägyptische Dynastie ist von Englands । Gnaden. Fuads Familie ist daher England ver- । pflichtet und fühlt offenbar ihre Zukunft mit der j der englischen Herrschaft verbunden. Diese Herkunft wurde natürlich in demselben Maße zu einer Belastung, in dem sich der ägyptische Nationalismus erhitzte. Es mußte der Augenblick kommen, wo Fuad zwischen England und Aegypten zu wählen hatte. Man kann ihm nicht verdenken, daß ihm die Wahl schwer wird. Der Rachen des englisch Löwen ist ebenso gefährlich wie der des ägyp- ti'chen Parlamentarismus. Denn die ägyptische Demokratie ist noch außerordentlich jung und neigt zu unberechenbaren Sprüngen. Es gehen hier wie bei allen jungen Demokratien des Ostens nationalistische und soziale, ja sozialistische Strömungen durcheinander. Die Dynastie sah voraus, daß der ägyptische Nationalismus eines Tages mit den Engländern so Zusammenstößen würde, daß die ägyptische Selbständigkeit gefährdet wäre. Daher versuchte sie durch Einschaltung der antiparlamentarischen Regierungen in Krisenzeiten den Prozeß zu verlangsamen, um Zeit zu gewinnen. Sie fühlt sich offenbar heute noch stark genug, um mit Polizei und Kabinettsordres zu regieren. Sie kann sich auch diesmal vielleicht noch halten, aber sie wird sich sicher täuschen, wenn sie glaubte, daß diese Mittel sie auf die Dauer vor der endgültigen Entscheidung zwischen England und dem ägyptischen Nationalismus bewahren könnten. Dieser Nationalismus hat das türkische Vorbild zu nahe vor Augen und kann darauf Hinweisen, daß Eng- land seine Könige ir dem Augenblick fallen läßt, wo es zu kostspielig ist, sie zu hacken. König Ali aus dem Hedschas hat es am eigenen Leib erfahren. In dieser Lage ist nidjt einmal Raum für eine neutrale Haltung. Wenn es der Wafd gelingt, das ägyptische Königtum als Verbündeten der verhaßten Engländer hinzustellen, dann sind die Tage des jungen Königtums gezählt, und Aegypten geht aufs neue schwere Zeiten entgegen.
Jeder Tag kann die erste Probe bringen. Die englische Arbeiterregierung käme dann in die Lage, sich mit der Diktatur gegen die parlamentarische Demokratie zu verbünden. Darüber hinaus aber wären die Rückwirkungen nicht nur in Indien, sondern auch im Irak zu spüren, dessen König sich gerade auf dem Weg nach London befindet, um
-uldaerZeitung
Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches kreisblatk.
dankte der preußischen Regierung und der Reichsregierung für die Hilfe, die sie während der Besatzungszeit der Westmark zukommen ließen und entbot dem Reichspräsidenten die ehrerbietigsten Grüße der Provinz.
Im Anschluß an Oberpräsident Fuchs sprach Oberbürgermeister Dr. Russell, der den Reichspräsidenten als Ehrenbürger der Stadt unter Ue- berreichung des Ehrenschildes der Stadt begrüßte und den zur Feier erschienenen österreichischen Gästen herzlichen Willkommengruß aussprach. Dr. Russell dankte der preußischen Staatsregierung, namentlich dem erschienenen Ministerpräsidenten Braun für die Hilfe, die die preußische Regierung in schwerster Zeck der Stadt Koblenz habe zuteil werden Igffen. Zur Erinnerung an den Tag der Befreiung habe die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, eine Straße nach dem Reichspräsidenten von Hindenburg und eine andere nach dem verstorbenen Außenminister Dr. Stresemann zu benennen.
Nach Dr. Russell gab der preußische Mini- fterpräfibent Dr. Braun feinet Freude darüber Ausdruck, daß Reichspräsident von Hindenburg die Mühe dieser Reise auf sich genommen habe. Durch feine Teilnahme an der heutigen Kundgebung werde die geschichtliche B edeutung der deutschen Westmark vor der ganzen Welt kundgetan. Für die Abwehr aller Anschläge aus die Verbundenheit des Rheinlandes mit dem deutschen Reich sei die Existenz des preußischen Staatsverbandes von entscheidender Bedeutung gewesen. Für die Zukunft ergebe sich die Lehre, daß der preußische Staatsverband nicht eher gelockert werden dürfe, bis in einem einheitlichen Reichsver
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