vorhandenen 5 Diasporaabteilungen Niederhessens. Da- wit ist dieser Bezirk, obwohl ein weitläufiges Gebilde, auch lebensfähig. Eine starke Führerhand meistert dort die schwierigen Verhältnisse und wird die innere Gestaltung noch bessern.
Das zahlenmäßige Bild ist auch recht erfreulich. Die 595 Aktiven andern sich In:
88 Schüler
242 Jugendliche
265 Nettere.
Nach der Sportbetätigung verteilen diese sich in: 45 Turner
105 Leichtathleten
51 Schwimmer
324 Wanderer.
Dazu kommen noch 30 Fußballmannschaften. Die Angaben in Turnen und Leichtathletik sind nicht vollständig, da sie aus Oberhessen fehlten, wo recht gute Abteilungen bestehen. Die nächste Iahresstatistik' wird dort noch ein besseres Bild erstehen lassen.
Wir freuen uns, daß dort die DIK. allenthalben weiter voranschreitet, daß überall begeisterte Führer aus ihr herauswachsen. Ist .unsere Diasporajugend auch einmal für die katholischen Sportideale begeistert, dann wird unsere Zukunft auch in der Diaspora gesichert sein, trotz der harten Nöten.
Zum Schluß an Euch alle, Ihr Iugendkraftler, die Mahnung zu ernster, treuer Mitarbeit irt der großen katholischen Jugendsache. Ihr seid aus den verschiedenen Stammverbänden. Ihr seid Jungmänner, Gesellen, Kaufleute, Arbeiter, Studenten und auch Männer. Die Jugendkraft ist das einigende Band für die gesamte katholische Jugend, sie ist wohl nur ein Glied in all den Verbänden, ober doch eines der wichtigsten. Darum muß ihr in allen Verbänden auch der Platz gegeben werden, der Ihr gebührt. Der äußere Bau steht. Die innere Gestaltung, die Festigkeit und Stetigkeit muß unser aller Ziel sein. Wir stehen im Zeichen der Zehnjahrfeier. Schauen wir nach vorne. Laßt uns nicht rasten und rosten. Klar den Zielpunkt ins Auge gefaßt. Wir erreichens, wenn wir wollen. Der Innere Geist ist gut. Eiserne Disziplin muß in allem unser eigen werden. Man muß sagen können: „Das sind Ju- gendkraftler, das sind echte Menschen, nicht solche, die der Sport beherrscht, sondern solche, die über den falschen Sportgeist herrschen. Macht es wahr! Zeigt, daß Ihr cs könnt"!
Mr schreiten voran!
Unfern Führern zum Dank — den Jugendkrafllern zur Aneiferung.
Wenn man einen gewissen Abschnitt des Lebens gu- rückgelegt hat, so verweilt man gerne einen Augenblick, hält einen Rückblick und zieht die Bilanz des Schaffens und des Erreichten. So hat nun der junge Reichsver» band der deutschen Jugendkraft den ersten Zehnjahresabschnitt seines Daseins erreicht. Im Grunde sind 10 Jähre Existenz ein Nichts — sie berechtigen uns aber doch, einen Augenblick im Voranschreiten der Zeit stillzustehen zur Orientierung und Besinnung. Wir fragen uns, wie so oft, wenn man gewissenhaft seine Pflicht erfüllen will: Sind wir auf der rechten Bahn? Stellen wir uns allen diese Fragen zum Zehnjahrgedenkenl Ich glaube, sagen zu dürfen, das Echo, die Antwort auf diese Frage aus allen deutschen Gauen wird einstimmig schallen: Ja, wir sind auf dem richtigen Weg zum. Ziel, das uns unser toter Führer gegeben hat! Die Jugendkraft ist auf dem rechten Weg — das sagen unsere Oberhirten, unsere deutschen Bischöfe. Alle haben der Jugendkraft ein ernstes Wort, ein Wort des Dankes und der Aneiferung ins Gedenkbuch geschrieben. Alle erkennen sie an, alle fördern sie und betrachten sie als ihr Pflegekind. — Und auch unser heiliger Pater, Papst Pius XL, ist überzeugt von dem guten Streben und dem hohen Ziel unserer katholischen Jugendkrast.
Vor allem muh hervorgehoben werden, daß der frühere päpstliche Nuntius von Deutschland, der jetzige Kardinalstaatssekretär Pacelli, auf dem Katholikentag 1929 in Freiburg die mutige und unermüdliche Arbeit, die von den deutschen Katholiken in unserer katholischen Weltanschauung geleistet wird, besonders lobend gedacht hat. Er führte aus: „Wenn ich nur an Ihre Iugendbünde, wenn ich nur an die deutsche I u g e n d k r a f t d e n k e: Wir wissen alle, wie weit die Wirklichkeit noch vom Ideal entfernt ist, wie viel noch zu tun ist, wie viele zurückzugcwinnen sind. Aber Sie dürfen auf Ihre Arbeit an der Jugend doch stolz sein,
Ihre Iugendbünde sind das Beste in Ihrer Art. Sie sind ein Segen für Ihr Vaterland."
Eines dürfen wir nicht vergeßen, das uns vor allen Dingen auf dem Weg unseres Weiterschreitens zum Ziel selbstbewußt macht: Das ist die offene und auch stille Anerkennung anderer Verbände und auch die Ablehnung im feindlichen Lager. —
Ja, du deutsche Jugendkrast, schreite voran, Schreite weiter zum Ziel auf deiner Bahn!
Wer vor zehn Jahren an der Wiege der D. I. K. stand und seitdem mitgeholfen hat, die Wege zum Aufstieg zu ebnen und die Schwierigkeiten zu überwinden, der freut sich heute von Herzen über das Gelingen des Werkes. In Deutschlands höchster Sturmzeit geboren, hat die D. I. K. die ersten harten und sturmbewegten Jahre überstanden. Da denken wir an.unsere Führer und sagen ihnen unfern schlichten Dank. Dank vor allem ihm, dem Gründer und Zielgeber, dem ersten Generalpräses Karl M o st e r t s. Er ist tot. In tiefer Trauer stehen wir heute an seinem Grab. Ein still Gebet — ein Dankgebet — ein Aufblick zu ihm, der groß war im Leben, der groß sein wird in der Ewigkeit. Er hat den letzten Kampf gekämpft, er hat den letzten Sieg erftritten. Sein Geist, feine Seele umgibt uns alle, sein Werk lebt, sein Wollen ist unser Wollen, fein Ziel ist unser Ziel. Dank dir ,toter Führer! Wir streben weiter, deinem Ziele zu. Einfach und schlicht wollen wir weiter unsere Pflicht erfüllen. Das sei unser Versprechen dir, du hoher Geist im deutschen Iugendwald.
Wir sprechen Worte des Dankes allen anderen Führern, die mitgeholfen haben am Aufbau und Ausbau des toten Führers Werk. Ihnen vertrauen wir, ihrer ziel- bewußten, klaren Führung, die aus innerster Ueberzeu- gung, aus tiefster Seele heraus geschieht, geben wir uns freudig hin. Wir wissen alle, daß sie unser Bestes wollen, daß echte christkatholische Jugendführer sind, die selbstlos ohne Vorbehalt im Dienste der Jugend und des Volkes Ihre schwere Arbeit vollbringen. Sie fühlen sich verantwortungsvoll vor ihrem Herrgott, der sie segnen möge für ihr Schaffen an unserer aller Wohl.
An Euch, ihr Iugendkraftler, ein Wort noch. Zuerst an Euch, die zehn Jahre Treue gehalten. Ihr seid die Stützen, die Grundpfeiler. Auf Euer Aushalten, Eure Treue schauen die Iungmannen, die nach Euch kommen. Seid weiter tapfer und treu, schaut auf zum toten Führer und gelobet ihm, Treue bis zum Tod. Er war Euch treu. Wer wird da anders sein?
Euch ollen, Hundorttausende im Deutschen Iugend- kraftverband, die Ihr in allen deutschen Gauen Euch rüstet zum Gedenken, Euer harren große Aufgaben. Tief gedemütigt ist unser deutsches Vaterland. Jetzt erst ziehen Deutschlands einstige Feinde von unserem Rheinstrom ab hinter ihre Grenzen-und schauen lüstern zurück auf das, was sie gern besitzen möchten. -- Das soll nie fein! — Wir sind Deutschlands Jugend — Deutschlands Zukunft. Unser Vaterland ist, das aufstrebt zum Lichte, das sich arbeitend emporringen muß. Deutschlands Name muß wieder gelten in der Welt. Helft mit, alle, Frieden schaffen, helft mit kämpfen und ringen und arbeiten. Helft mit die Klassengegensätze überbrücken. Ihr seid alle Söhne des Deutschen Vaterlandes, ob arm, ob reich, ob hoch ober niedrig — eines ist unser aller Hort, das deutsche Vaterland. Und Du Iugendkraftler, trägst stolz den Namen, Deutsche Jugendkrast. Vollbringe die Tat, Deutscher zu sein, ju tg zu sein und voll Kraft zu schaffen für Deutschlands Wiedererstehen. Dann wird Dir gern und freudig der Ruf entgegenhallen: „Heil, Deutsche Jugendkrast!"
Zum zweiten sollst Du ein treuer Sohn Deiner Kirche fein. Dir, Deiner Seele gilt ihr ganzes Wirken. Sei überzeugt, daß in der Kirche die starken unerschütterlichen Wurzeln Deiner Kraft sind. Darum wirke und lebe in ihrem Geiste. Tue nichts, was Deiner reltgöfen Ueberzeugung gegenüberftefjt was nicht mit Deinem Gewissen im Einklang Ist. Mit Gott fürs Vaterland, mit Gott für unsere heilige Kirche, mit Gott für uns, wollen wir schaffen und streben zum hohen Ziele der Deutschen Jugendkraft. Tapfer und treu wollen wir fein und in uns selbst besiegen, das was uns fernhält, das Ziel zu erreichen.
Sich selbst bekämpfen ist der allerschwerste Krieg; sich selbst besiegen ist der allerschönste Sieg. Frisch auf, Ihr Iugendkraftler, frisch auf zum Sieg über uns selbst, zum Steg für den echten Sportgeist, den Geist der Kameradschaft und Liebe, zum Sieg im Jubeljahr. Zehn Jahre, Deutsche Jugendkrast, wir schreiten weiter voran durch Sturm und Not zum Steg!
Stimmet, Gauleiter.
Wettapostel und Weltmeister.
Eine Vaulus-Predigt über den Sport.
Die Welt ist sportbegeistert. Sie Ist's schon in vorchristlichen Zeiten gewesen. Als Paulus seine Missionsreisen machte, waren die nationalen Wettkämpfe in den Ländern des Mittelmeeres in höchster Form. In feinen Predigten griff er zurück auf die Kämpfe in den damaligen Großftadtstadien, die die Gedanken derer beherrschen, zu denen er mit seiner Predigt von Christus kommen will. Da horchen sie auf. Jetzt ist er in Ihren Jnteressenkreis eingetreten. Höret auch Ihr feine Predigt, so wie sie im ersten Ko r t n th er b r i ef, 9. Kapitel, 24. — 27. Vers steht. „Wisset ihr nicht, daß zwar alle laufen, die auf die Rennbahn gehen, aber nur einer den Siegespreis erhält? Laufet so, daß ihr ihn erlangt. Jeder aber, der sich auf den Wettkampf rüstet, enthält sich von allem, und zwar um eine vergängliche Krone zu gewinnen. Wir indessen erwerben eine unvergängliche Krone. Darum laufe ich nicht wie ins Ungewisse und ich kämpfe nicht, als ob ich Luftstreiche machte, sondern ich züchtige meinen Leib und ich bringe ihn in die Dienstbarkeit des Geistes, damit ich nicht etwa selbst verworfen werde, nachdem ich anderen gepredigt habe." Das heißt das Evangelium vom Kreuze, das ich predige, das will nicht weichliche, schwächliche Anhänger, sondern starkes sieghaftes Gefolge, das der eigenen menschlichen Schwachheit nicht erliegt, sondern mit Einsatz aller Kraft den Sieg der Tugend erringt. Das ist der Wettkampf des Christenmenschen. Schwerer ist er als alle Kämpfe in den Stadien. Größer aber auch ist der Lohn des Siegers, nicht ein verwelkender Siegerkranz, sondern eine unverwelkliche Krone.
Eine ernste Mahnung an uns, liebe Sportler! Wir wissen, was es kostet, eine Meisterschaft zu erringen auf dem grünen Rasen. Wir wissen auch, daß es sich da Tausende leicht machen und als Zuschauer an einer Sensation sich erfreuen, während einer feine letzte Kraft daran setzt in der Arena. Im religiösen Lebenskampf müssen wir alle einstehen mit der letzten Kraft, und hie Jugend hat dabei einen besonders harten Stand, weil sie noch nicht erfahren und erprobt ist.
Heiligem Kampf sind wir geweiht; am Sonntag, am Gausporttag auf dem Sportplatz in der Johannisau, heute und alle Tage aber in dem Wettkampf des christlichen Ledens, lieber diesen wollen wir uns ein paar Minuten unsere Gedanken machen.
1. Sag, weißt du, was bei dem religiösen Wettkamps alles verlangt wird?
2. Bist du bereit, deine Kräfte dafür zu üben?
Wenn ja, dann wirst du bestimmt als Sieger ins Ziel laufen und noch mehr als Gaumeister werden. Was bei dem Wettkampf alles verlangt wird, das steht in dem Ausschreiben. Zwölfkampf, Zehnkampf, Fünfkampf, Dreikampf, Einzelkämpfe und wie die Dinge alle heißen. Verschieden für jede Altersklasse und Leistungshöhe und Leistungsumfang. Wenn aber die Meldungen einlaufen, dann findet man keinen Bogen, auf dem alle Kämpfe belegt sind. Manche melden sich nicht einmal für den kleinsten Mehrkampf, sondern nur für einen oder zwei Sonderkämpfe. Die Sportkanonen haben es lo leicht; auf ihrem Spezialgebiet mit einer großen Leistung zu glänzen. Das Ist dann natürlich kein sinnvoller Sport mehr. Da kann -r nicht mehr zur leiblichen und geistigen Ertüchtigung beitragen. Da wird er Gelegenheit zur Faulheit und Unehrenhaftigkeit. Bei der DIK. soll es anders fein. Sportfaulheit, die sich aus Furcht vor Mühe und Anstrengung nicht beteiligt, sowie Unehrenhaftigkeit der Kanonen,' die sich nur an einem Sonder
kampf zum Wegschnappen der ersten Preise beteiligen, müssen radikal ausgerottet werden.
Aehnlich wie bei den Wettkämpfen in den Stadien gibt es auch Kampfausschreibung für den Wettkampf des religiösen Lebens. Das find die Gebote Gottes und der Kirche, die Standespslich» ten und andere besondere Pflichten. Die zehn Gebote Gottes, das ist ein Zehnkampf, der lOmal die ernste Pflicht einschärft, „Du sollst". Die fünf Gebote der Kirche erweitern die Pflichten eines Kämpfers noch um den Fünfkampf und am Schluß kommt noch ein Dreikampf in dem dreifachen Kampf gegen die böse Begierlichkeit: Augenlust, Fleischeslust und Hoffahrt des Lebens. Die Sportfaulen werden von der Perbandsleitung oft zur Beteiligung gezwungen, Indem es heißt: Jeder Verein hat wenigstens 4 ober 5 Mann unter dieser ober jener Strafe zu melden. Hier wird keiner entschuldigt. Bei jedem Punkt der religiösen Mehrkampf-Ausschreibung heißt es: Du sollst, du mußt, sonst gehst du verloren.
Dann kommen die Sonderkämpfe. In den Ausschreibungen zu Sportveranstaltungen sind es: Streckenlauf, Meistersprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen, zuweilen auch Ringkampf und anderes. Im religiösen Geben gibt es auch Sonderkämpfe. Einen Streckenlauf, viel langer und viel schwieriger als in der Arena. Nicht 200, 500, 1000 Meter in 24, 60 Sekunden, 2,5 Minuten, nicht auf feiner Aschenbahn mit überhöhten Kurven, sondern da heißt es im angestrengtesten Tempo aushalten. Stunden, Tage, Monate, Jahre, über kein Hindernis zu Fall zu kommen, niemals aufgeben, beharrlich im Guten bis ans Ende. Nur, wer ausharrt bis ans Ende, der wird selig werden.
Ringkampf ist schon etwas seltenes bei sportlichen Wettkämpfen. Im Wettkampf des religiösen Lebens Ker auch nicht. Es ist der Kampf mit deinen Charak» hlern. Den mußt du unerbittlich niederringen. Ein Nachlassen auf deiner Seite läßt ihn umso leichter die Ueberhand gewinnen. Ist er aber einmal niedergerungen, bann kann er dir als besiegter Sklave treue Dienste leisten, wie einst ein fränkischer Herzog in den Kreuz- fügen zwei Türken, die Ihn überfielen, nieberrang unb ie bann als wehrlose Sklaven zwang, ihn in bet Sänfte ns Hl. Land zu tragen.
Auch bei den Sonderkärnvfen im religiösen Leben bist du zur Beteiligung an allem verpflichtet. Nur eine gibt es da, wo du nach freier Wahl wählen kannst, das sind deine Stanbespflidjten. Andere Pflicht der Vater, andere Pflicht die Mutter, andere das Kind, andere der Lehrling, andere der Geselle, andere der Meister, andere der Knecht, andere der Arbeiter, andere der Beamte. Aber eine davon gilt auch für dich, mit der Betonung: Du sollst, sonst wirkt du verdammt werden.
Das sind ernste Gedanken, wie sie Paulus in seinen Predigten oft barlegte, wenn er auf seinen Missions- teifen in die damaligen Weltstädte mit ihren heidnischen Stadien tarn. Ob er viel Sportler für Christus unb Sein Evangelium ber Setbftbefiegung gewonnen hat? Im vergänglicher Menschenehre unb Menschenruhmes willen nahmen die Sportler ein hartes Training auf sich, übten in Enthaltsamkeit von Alkohol unb Nikotin, befleißigten sich strengster Gebensorbnung mit einfacher natürlicher Nahrung ohne Fleisch und Gewürz, lassen sich durch nichts zum Abweichen vom rechten Maß oder gar zu Ausschreitungen und Ausschweifungen hinreißen. Und jeden Tag wird geübt. Zuerst wird eine kleine Kraft- leiftung dem Körper ab gerungen, bann wird sie jeden Tag gesteigert, bis bas Ziel höchster menschlicher Kraft-
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Sport und Pädagogik
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leiftung erreicht ist. Und bann wird nicht nachgelassen, bis eine feste sichere Gewohnheit unb bas Bewußtsein, du wirst siegen, erlangt ist.
So müssen wir auch vorgehen in unserer Vorbereitung auf den religiösen Lebenskampf. Auch hier wird keiner Meister ohne ernstliches, frühzeitiges Training. Frühzeitig anfangen, von Kindesbeinen an, denn das Kind muß schon Kämpfer sein. Enthalten nicht in erster Linie von Nikotin und Alkohol. Auch bas ist eine gute Schule, die Geistes- und Willenskraft verleiht, und auch der christlichen Jugend von der Kirche empfohlen wird. Enthalten von Genußsucht und Vergnügungssucht. Des Menschen Ziel auf Erden ist nicht genießen. Vergnügungsrausch und Genußsucht führen zu irdischer Not und seelischem Verderben. Sogar in erlaubten Dingen ßch >m Versagen üben, das ist die Vorbereitung auf christlichen Lebenskampf.
Unb die rechten Mittel stets gebrauchen. Einfachste Kost, genaue Zeit ber Arbeit und ber Ruhe ist auch gut. Wichtiger aber find die übernatürlichen Mittel. Gewis- fenhaste (Erfüllung deiner religiösen Pflichten von Jugend auf. Keinen Tag ohne Gebet, keinen Sonntag ohne hl- Messe, kein Monat ohne Peicht und Kommunion, und, sage ich, kein Jahr ohne Standesexerzitien. — Anschluß an deine katholische Stanbesorgantfation — Jungmännerverein, Gesellenverein, — treue Freundschatt gegen deine Kameraden, treue Achtung gegen deine Eltern und treue Erfüllung deiner Berufspflichten. Das sind Mittel, die dich unfehlbar stark machen für den
Unsere Jugend soll stark, deutsch, kalhol"^ werdenk So unser Streben.
Mithilfe zum glücklichen Vollbringen ist Pflicht! Earl Bauer, kreisleiter.
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religiösen Lebenskampf. Und beharrlich ousfanJ diesem Training. Nicht auf bas Locken unb ber leichten Welt um dich herum, nicht auf bäumen deiner eigenen Pegierlichkeit hören, jü bloß lachen und genießen und dich vielleicht verk^ ob deines Ernstes, sie werden bald schrecklich erI^ es selber gewahr werben daß sie zum Kampf für' uj nicht tauglich finb unb sie werden einmal mit Erben oder mit Verlust ber Seligkeit büßen, wa« 3 Erben genossen haben. Deiner Begierlichkeit ab» kein Gehör mit all ihren Ausflüchten; es könr« schaden, es fei Vergewaltigung ber Natur; du wirft selber sehen, daß du umso freier und stärker to;L mehr du dich von deinem eigenen Ich losgerunaenl Unb damit wird cs dir bann auch leicht werden mi halten im Training bis zum Ende deines 'rS Welches aber wird dein Siegerpreis fein? Du mi« fund unb kraftvoll dem Lewe nach, klar und tief Geiste nach, stark unb fest dem Willen nach wM Sparsam unb genügsam wirst du vorwärts kommen glücklich und zufrieden werden. Und wenn einft Lauf vollendet und das Ziel erreicht ist, an der § der Ewigkeit, dann wirst du einen ewigen, unj weltlichen Siegeskranz bekommen, der zu vergleichen ist mit allen Opfern, die du auf tr dafür gebracht hast.
Drum, meine lieben Jugendkrast laufet alle so, daß ihr diesen erlangt
Fröhlich, Bezirkspräse,
traftproben unb bie Willenskraftsteigerung verftzM machen, so daß die Erkenntnis wächst: Seel ■ ist mehr als Körperkraft. Von da w Gnadenkraft unb ihre Steigerung durch bas relSJ sittliche Leben und Streben, ein Spiel, bei dem W Schiedsrichter ist unb nach dem Siegerlohn und terftrafe für eine Ewigkeit folgt. Hat nicht Paulus mj diesen psychologischen Weg gewählt, um den KorintZ von der Rennbahn her das Reich Gottes oerftänbii*3 machen?
Sieger!) offen und Sieger stolz ist anderes Merkmal der jungen Fußballmannschaft. ■ kennt nicht die Wogen der auf- unb niedergehend Spannung von seinen Jungens? Siegen heißt Leistung vollbringen. Vor Geiftungen hat Respekt. Sicherlich ganz großen vor den Geiftungen m Sportplatz! Siegerhoffen und Slegerstolz, wertvolle h satzpunkte, um die Ehrfurcht vor der körperlichen ju stung auf bas Gebiet der Siegerhoffnung und SkZ freube im sittlichen Kampfe zu übertragen, auf ßeifh» gen, bie größer finb. Da aus Jugendbeispielen Charaktergröße junger Menschen in ber Rennbahn b« Gebens- aufleuchten lassen, daß ber Iui»ge merkt: 3 stehen die Größeren.
Die Gesetze des Fußballspiels mit Ihrer festen M nung für Spieler Und Schiedsrichter nimmt ber IM als selbstverständlich hin. Unser Spiel ist ein Ab bi» des Menschenlebens, in dem dieselben« setze gelten:
Das Gesetz des frohen Mittuens. läßt sich da fein hinüberleiten in den Beruf — du S ter, auch im Beruf froh dabei fein! Jeder hat fei Platz beim Spiel: Ist es im Beruf nicht ebenso? muß feinen Posten ausfüllen. Das ® des Mitei na ndergehens. Man muß Rü nehmen auf die Mitspieler. Mit- unb ineinanberfp — so im Beruf, so auch im Reich Gottes. Der @i ber Gemeinschaft ber Heiligen kann leicht ba auf
Das Gesetz bet Schranken. Einer kann alles. Grenze des menschlichen und sittlichen Kö — und Notwendigkeit ber Gnade als göttliche Hilfe, kann nicht über den Raum hinausspielen. Sonst gebliche Mühe unb verlorenes Spiel.
Der Spielplatz hat seine Grenzen! Ließeti hier nicht Wege bauen zum Verständnis der lebens wendigen Grenzen. Lasten sich nicht von hier auch Grenzen verständlich machen, die Gott für das Spiel des Lebens im Sittengefetz aufgefü hat. Die Gebote Gottes als segensvolle Hinordn unseres Strebens auf Gott unb auf einen guten unseres Gebens! Dieser Gedanke kann sehr f. bar fein, unb bedarf ernsten Durchdenkens. Und sich nicht vom Schiedsrichter her die Notwendigkeit nach Recht und Gerechtigkeit handelnden Autorität Familie, Volk und Kirche aufbringen? So können fache Dinge des Fußballebens uns Ausgangs- unb satzpunkt fein, um vom Fußballer anerkannte Wi auch in anderen Gebensgebieten (im wirtschaftlichen, ruflichen wie im religiös-sittlichen) als Wertgeda aufzubauen. Rechte Motivbildung pflegen, objektive Weltordnung subjektiv erleben und sich e selbstverständlich einbauen lassen, dürfte das ziel fein ber Fußball» ädagogik. man nicht so wichtige Arbeit leisten zur Persb.. teils« unb Gemeinschaftserziehung W Das sind einige wenige Gedanken. Versuche man W von 6er beherrschten Körperkraft den Sinn delkM herrschten Triebkraft zu wecken. Das ist VW volle Sexualpädagogik, die vom Spott ausgeht usw.
So wollen wir versuchen, die DIK vom Geists her aufzubauen. Es ist ein dornenvoller Weg. NM ohne Enttäuschungen. Wenn diese Enttäuschungen iM dienen, uns selbstloser und demütiger zu machen, Mj| sie eine große Aufgabe im Reiche Gottes, unb wir M len auch dafür dankbar fein.
Wichtig für eine rechte Sportpädagogik ist auch W Kenntnis der Gefahren ,bie von den Jungen und »V außen die DIK bedrohen. Noch einmal fei hingewiM auf die „Kanonen", die furchtbar eingebildet auf W Können „alle Ehre" fordern, im Bewußtsein kW Macht den großen Trumpf ausspielen und immer ber Diktatur drohen: wenn Ich gehe, seid ihr nichts IWM Noch schlimmer sind bezahlte Kräfte. Das Geld W manchmal mehr Macht als alle DJK-Jdee. Drüben «W ten herrliche Gelder, bezahlte Fahrten unb ein „mwen gänglirfjer Ruhm". Geh nur, mein lieber Freund! SoH ruinierst du mit deinem Getue den Geist bfs GanMl In allen Verbänden müßte man dem Unfug bezahW Kräfte gründlich steuern. Er ruiniert den Volksfpon Wer bezahlt fein will, soll Berufssportler werden. kW anderen sollen spielen um des Spielens wiUtW und in echter Kameradschaft.
2luA die Spielleitung hat einen großen Einfluß W bie Pädagogik. Sobald sie aber den Eindruck der »J feittgfeit oder ber Ungerechtigkeit bei einer MannschW entstehen unb sich festsetzen läßt, ist es um bie D I K t«W ihre Ibee geschehen. Das ist ein Hinweis auf bie Bef antwortttchkett ber Spitze.
Die Schiedsrichter haben es auch in ber Hand, hS DIK-Mannschaft aufwärts ober abwärts zu führen. DW fer Satz läßt sich aus bem Geben beweisen. Will Es )ie Weiter- unb Höherführung ber DIK., dann fr rauff man technisch gut ausgebildete S 41e 13 ritfjter, die aber auch vom Geiste der durchdrungen fein sollen.
Und all bie Einflüsse gegen eine DJK-Mannschast^W außen her — wer wollte sie überfeben. Spott und BW achtung, wett es eine katholische Sache ist, VerächÜW machung ber Führer, einzelner Mitglieder, Aufhetzen « gen die Sportleiter usw. alles Dinge des Gebens, g unsere Pädagogik sehen muß, die sie unwirkKW machen muß, will sie ber Jugend und bem Lebe« i dienen.
Ist damit das Thema: Sport» unb Erziehung W Enbe? Es ttt ein kleiner Versuch, anzufangen um schlichte Äebanken zu sagen. Es soll aber les Thema gerade bei bem jetzigen Stand unserer Sache von allen Lebensgebieten her besprochen unb arbeitet werden, so daß wir zur Tiefe kommen, daß die Jugend führen zu Gesundheit und KraftM Körper- und Geisteskraft und zu dem wußtsein ber Größe der Kindschaft tes.
Kpl. Grösch, Hünfeld' W
Jugendführer, bie Sportler um sich sehen, sie führen und fördern wollen, suchen unb ringen um die Sportpädagogik. Sie suchen Nach der Sportauffassung, die vom Geist getragen, von Zucht beherrscht, vom Gedanken ber geschwächten Men» schennatur begrenzt wird. Nach einer Sportauffassung, die bie Seele als Höch- ft es anerkennt, auf den inneren Menschen zielt und ihn bewußt mitgestalten hilft. Man wird als Antwort sagen: Das ist ja gegeben im Programm ber DIK.
Im Kernpunkt des DIK-Programms steht ber katholische Mensch, ir: Bewußtsein feiner Gotteskindschast, mit bem Willen ber christlichen Pruderliebe, ber Mensch ber Hamonie zwischen Körper unb Geist, zwischen Natur und llebernatur. Es ist das große Verdienst des verstorbenen Jugendführers Karl Mosterts, dessen Ge» dächtnis auch der DJK-Gautag dient, den Gedanken des beseelten unb durchgeistigten Sportes in das deutsche Sportroefen hineingeworfen zu haben mit seinem Werk, ber Deutschen Jugendkrast.
Da ist die Frage Sport unb Pädagogik nach ber Ideengrundlage gelöst. Das danken wir Karl Mosterts. Um bem DIK-Gedanken als pädagogische Aufgabe auch eine zu ihm passende Organisation zu geben, hat man bie DIK-Sportjugend in bie Führung des DIK-Lelters und des Präses gegeben, unb um eine innige Verbindung des Sportlers mit bem pädagogischen System ber tatb. großen Organisationen zu finden, die DIK als Abteilung in einem Stammverein einge» gliedert. Wieder ein sehr wichtiger Schritt zur Pädagogik hin.
Wer aber praktisch unter jungen Sportlern steht, weiß sehr genau, wieviel Schwierigkeiten dem geistbetonten Sport bet ber Jugend entgegenstehen. Mancher Führer möchte fast den Mut verlieren bei ber praktischen dornenvollen Kleinarbeit. Allen Sportjugendsührern, bie im Geiste der DIK und nach ihrem System arbeiten, möchte ich einen Gedanken sagen, der sicher wieder Mut und Kraft gibt: In unseren Schwierigkeiten wollen mir von der Kirche lernen. Sie weiß, daß man nicht auf einmal alle Gebensgebiete mit bem christlichen Geiste beseelt. Unb doch arbeitet sie zielsicher, mit Ausdauer, ohne müde zu werden unb ohne bie Hoffnung auf Erfolg aufzugeben. Sie, bie streitende Kirche sagt uns, baß wir im ganzen Geben kämpfen müssen, um unser ganzes Geben christlich zu machen und christlich zu erhalten. Wenn nun unser DIK-Programm wirklich christlich ist, bann muß es teilhaben an den Kämpfen der streitenden Kirche; und die Verwirklichung dieses Programms wird Gnade, Wille, Demut und Beharrlichkeit verlangen wie die Christianisierung der Welt. Der Kampf im Stadion ist nicht nur ein Kampf ber Kräfte ber Natur, auch nicht bloß Symbol bes Gebens- und Christenkampfes, sondern in Wirklichkeit ein Kampf ber Seele um ben Siegespreis christt. Seelen« abels. Die Führer der deutschen Jugendkrast in Stadt unb Land mögen die Ausdauer haben, „in Tränen zu säen", um dann auch „in Freuden zu ernten”.
Pädagogische Aufgabe ber DIK ist es nun, den Sportler mit der Jugendkraftidee zu erfüllen. Dafür haben wir ja schon sehr schöne und sehr gute Hilfsmittel. Erwähnt seien hier das Handbuch ber beut» chen Jugendkraft, die DIK-Zeitschrist, die Flugschriftenreihe ber deutschen Jugendkraft. Auch bie Leitartikel ber DIK-Sportecke lassen sich gut in den Dienst der Hinftih- rung zu dem rechten DJK-Gelst stellen. Hingewiesen sei auch auf die Art, wie man mit Jugendkrafilern solche Dinge bespricht. In Gruppen in ber pädagogischen Form bes Heimabends, mit Rundgespräch z. B. über ein Fußballspiel. Da kommt man von selbst auf Geist und Ge- etz der DIK. und bann, wenn bie Köpfe und Herzen )eiß geworden, bann In bie Glut kurz und eindrucksvoll die Saat des Geistes! DJK-Gruppen, die mit dieser Art noch nicht begonnen und solche, bie tiefer eingeführt werden wollen, mögen im Werkblatt der Iungführer nachlesen: Heft 2 und Heft 4 Jahrgang 1929, zu beziehen durch bas Jugendhaus Düsseldorf, Postschließfach 10118.
Man macht die Beobachtung, daß Jungen, die noch keinen Sport getrieben haben, manchmal sehr abfällig über den Sport reden. Wenn sie aber auf einmal selbst in den Strom der Sportbewegung mit hineingezogen werden, dann sind sie geistig wie ganz verändert. Innerlich nicht wiederzuerkennen. Sie sehen nur noch Sport, und alle Gedanken der Erzieher über andere Sebensge« biete lassen sie ganz falt, verfehlen ihre Wirkung. Vor kurzem erzählte mir ein Geistlicher, der in seiner Jugend steht unb eifrig sich müht, die DIK macht mir meinen Gesellenverein kaput. Dieses Wort war aus Not unb Sorge heraus geboren, und manch anderen habe ich schon so reden hören.
Von den pädagogischen Schwierigkeiten einer von der großen Sportwelle erreichten Dorf-Fußballmannschaft kann man sich aus der großen Nähe unb aus innerer Verbundenheil mit einer solchen Mannschaft ein rechtes Bild machen unb auch erst dann bas rechte V ertön d n i s finden. Da wir bei dem jetzigen Stand um erer DIK»Sache manche solcher Gruppen haben, und )a pädagogisches Arbeiten doch vom Gegebenen aus« sehen muh, sollen nur einige Gedanken zu dieser Frage otgen. Wer die Gedanken durchdenkt, wird sagen: Die inb so einfach, daß sie selbstverständlich finb. Das mag aber gerade ihre Richtigkeit bestätigen.
Gehen wir aus von der Psychologie einer rechten, neugeborenen Fußballmannschaft Ich" meine nicht von ber Psychologie der „Sportkanonen", obwohl jeder Erzieher sie sehr gut kennen soll. Solche Kanonen können eine DIK kaput machen und jede Gemeinschaft einer Mannschaft zerstören. Die allgemeine Anföngerpsycho- logie hat wohl folgende hervortretende Kennzeichen: Ein sehr starkes Interesse für Sport. Sport als Kraftprobe unb Kraftfteigerung ist ben Jungens ein Wert. Wenn nun alle Ideen eines Stammvereins versagen, gerade deshalb, weil sie nicht die Psychologie des Sportlers einfangen, so kann doch der Wertgedanke ber Kraftprobe und Kraftfteigerung solchen Jungen in seiner Bedeutung auch über den Sport hinaus erschlossen werden. Pater Gindworski S. I. hat ein Buch geschrieben: Die Willensschule. Darin spricht er gerade von ber Wertpädagogik. Hier finden sich sehr wertvolle psychologische Erkenntnisse, die wir nur auf diese Sport» jugenb anzuwenden brauchen, um blitzschnell zu erkennen: Von bem, was ber Sportler als Wert für sich anerkennt, lassen sich Wege unb Brücken bauen in das Geben hinein, wo oft viel höhere Güter als Werte dastehen, die wir dem Sportler gar nicht anders als von feiner Wett aus erschließen können. Z. B. von ber Körper» traftprobe unb Körperkraftsteigerung die Willens
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