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Sonntag, 6. Juli 1930

r SelchsprWenk empfängt den Kanzler

a

en

im Großen Saale der

von

tun

sich einzelne Parteigenossen,

sinister aussteUt.

Deutscher Reichstag.

, ,5. Juli. (Eig. Meld.) Reichspräsi-

' Hindenburg empfing heute den Reiche x zum Vortrag über die politische

DerVölkische Beobachter" veröffentlicht den Brief Adolf Hitlers an den Berliner Gauleiter der NSDAP, in der Angelegenheit der Absplitterunqs- bestrebungen innerhalb des Gaues Berlin. Der Brief hat folgenden Wortlaut:

Herrn Dr. Joseph Goebbels, Gauleiter Berlin,

' Berlin.

gister abgeschlossen hat, mit Dtozarts-Festmessen in D-dur für Soli, Chor und Orchester von der ihm so liebgewordenen deutschen Kirche, der er in zweijährigem Wirken so manche köstliche Feier« stunde bereitet hat. Viele gute Wünsche begleite­ten ihn in sein« Kärtner Heimat. Zweimal hat­ten die Deutschen Roms noch die Freude, sich an der Kunst Egon Bertls zu erbauen. Am 18. Juni

uldaerZertung

Anzeiger für die Stadt Iulda und denLandkreis Iulda. Amtliches kreisblatk.

bett wieder in preußischen bezw. baye­rischen Besitz zurückkehren müßten. Da es sich bei den Saärverhandlungen um eine rein deutsch-französische Angelegenheit handelt, braucht die Vollversammlung des Völkerbundes im Falle einer Unterbrechung nicht befaßt zu werden.

In den französischen Blättern ist verschiedentlich eine Vorlegung der Abstimmung vorgeschlagen worden. Der Ausgangspunkt der Saarverhand­lungen war wohl die Abstimmungsnoteübergabe: aber wenn von der Gegenseite die Volksabstim­mung verlangt werden sollte, dann würden wir uns dagegen nicht wehren, zumal wir darauf ver­trauen können, daß die Abstimmung durchaus zu unesren Gunsten ausfiele.

wtb- Varis, 4. Juli. (Gig. Meld. Der S e- natsausschuß für auswärtige Ange­legenheiten beschäftigte sich heute mit dem Saarproblem. Heber die Sitzung berichtet die Agentur Havas: Die Senatoren Maurice Ordi- naire und Eccard erstatteten Bericht über die das Saargebiet betreffenden Fragen, Der Ausschuß wird am kommenden Mittwoch Ministerpräsident Tardieu, Außenminister Briand und den Minister für öffentliche Arbeiten Pernot in dieser Frage hören. Senator Ordinaire äußerte sich dahin, daß in dieser sehr schwierigen Angelegenheit, in der d:e deutsch-französischen Beziehungen sehr viele Ge­fahren hätten laufen können und noch laufen könnten, die Rolle des Völkerbundes in Zukunft aufrecht erhalten werden könne. Senator Ecard bemühte sich, an Hand von Ziffern nachzuweisen, daß Frankreich und die Saarländer an der Bei­behaltung des status qu o interessiert feien. Die Saarländer, so erklärte er, brauchten dringend französische Erze und aus Frankreich eingeführte Lebensmittel und andere Erzeugnisse, namentlich solche aus Elsaß und Lothringen. Frankreich ex­portiere nach dem Saargebiet für mehr als zwei Milliarden Waren und führe aus dem Saargebiet für VA Milliarden ein. Jede Aenderunq würde veicheerend wirken, sowohl auf die Saar-Industrie als auf die französische Handelsbilanz. Rur die Beibehaltung des gegenwärtigen Regimes unter der Aegide des Völkerbundes, das nötigenfalls noch verstärkt werden müßte, würden dem Saargebiet und Frankreich die Garantien geben, die beide zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Interessen und zur Wiederherstellung einer fruchtbringenden Zusam­menarbeit zwischen Frankreich und Deutschland brauchten.

Der Ausschuß beschloß, der Regierung einen eingehenden Fragebogen über di« Saar-Probleme vorzulegen.

Die Nazis untereinander.

Die Gruppe sozialrevolutionärer Nationalsozialisten, die sich jetzt offen von den Nationalsozialisten abgespalten hat, hat in einer Geheimkonferenz ihr Programm beschlossen. Die neuen Thesen sind besonders intereffant, weil sie klar die revolutionär-staatsfeindlichen Tenden­zen beweisen. Es heißt dort:

1. Wir erkennen die Notwendigkeit der d e u t f ch e n R e v o l u t i o n. Sie ist die geistige Umgestaltung, die wirtschaftlich, politisch und kul­turell das Gesicht unserer Zeit bestimmt.

2. Wir bekennen uns zur Nation. Sie ist uns letzter politischer Wert, als schicksalsmäßiger Aus­druck volkhafter Gemeinschaft.

3. Wir bekennen uns zum Volk, als der art- mäßigen Kulturgemeinschaft im Ge­gensatz zur volkzersetzenden, westlerischen Zivili­sation.

4. Wir bekennen uns zum Sozia­lismus, der nach Brechung der bestehenden, ka­pitalistischen Wirtschaftsordnung Volk und Nation in organischer Wirtschastgliederung bindet.

5. Die Verwirklichung unesrer Ziele ist der großdeutsche V o l k s r ä t e st a a t, als Ausdruck der Selbstverwaltung des schaffenden Volkes.

6. Die W i r t s ch a f t s m itt e l werden in den Gemeinbesitz der Nation überführt und grundsätzlich das Eigentum der Natron auf Grund und Boden erklärt. Daraus folgt: Nationalisie­rung aller Groß- und Mittelbetriebe, sofortige großzügige Besiedlung des Ostens, Vergebung von Kleinbauernstellen als Reichserblehen, Ersatz des römischen Privatrechts durch deutsches Gemein- recht.

7. Der heutige Zustand fordert rücksichtslofen Kampf gegen alle außenpolitischen Bersklavungs- verträge von Versailles bis Poung, Kampf gegen das die äußere Unfreiheit sanktionierende System von Weimar. Bündnispolitik mit der Sowjet­union, Unterstützung aller revolutionären Bewe­gungen zur Schaffung der Einheitsfront der un­terdrückten Klassen und Nationen.

8. Der heutige Zustand erfordert die fchärffte Durchführung des Klassenkampfes der Unterdrück­ten gegen alle, die das Dogma von der privaika- pitaliftifdjen Heiligkeit des Eigentums vertreten.

9. Zur Sicherung der Revolution gegen den Zugriff des Internationalen Kapitals und gegen konterrevolutionöe Bestrebungen int Innern tritt an tSelle des Söldnerheeres das revolutio­näre Dolksheer.

Der Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei, ' m Berlin tagte, hat mehrere Entschließungen aßt, von denen einige mehr Werbeaufrufe dar- len als politische Richtlinien. Ater er hat auch [ut'cn mit großer Mehrheit gutgeheißen, «r Reichstagsfraktion die Freiheit Entscheidung überläßt, und mit einer 'nen Borsicht einen Bruch zu vermeiden strebt. Wer Entschließung heißt es:

Antralausschuß fordertmit der Reichs» fftaktion" wirtschaftliche Belebung durch Sen- 1 ®er rPoduktionskosten, damit Preissen« 8 der Produktionskosten, damit P reissen- >uen Etats von Reich, Ländern und Gemeinden, "ruen Finanzvorlagen der Reichsregierung las- wohl Ansätze zur Umkehr erkennen, aber zu | Weichen Gesundung bedarf es langer Ar- Aentralvorstand fordert die Reichstags- be* der Beratung der Vorlage mit auf eine Umgestaltung hinzuwir- L" aufgestellten Zielen Rechnung trägt.

Seit Monaten oerfplge ich als verantwortlicher Lei­ter der NSDAP. Versuche, in die Reihen der Bewegung Uneinigkeit, Verwirrung und Disziplinlosigkeit bineinzu- tragen. Die Unmöglichket, de nationalsozialistische Be­wegung von außen ~:-x u--t-

geben, und ebenso o1 bin des heutigen

An die Arbeit!

«sozialpolitischen Ausschuß des Reichstags gab M Freitag eine große Ueberrafchung. Das Entn beantragte nämlich, die Abstimmungen !-ie Reformanträge zur Arbeitslofenoersiche- . un{) Krankenkassenversicherung auf Samstag lertaqen. Was sollte das bedeuten? In >o- «mokratischen Kreisen konnte, man hören, daß Zentrum keine Lust verspürt, für all die Ver- tierungen des sozialen Versicherungswesens «in die Verantwortung zu tragen und den u>en Bolksparteilern und Deutschnationalen vergnügen zu überlassen, fröhliche Oppositions- ik zu treiben. Das Zentrum selbst macht er- licherweise aus seinen Absichten keinerlei Ge- Otig Es will wissen, welche Parteien it sind, für die dringend notwendige Reform Sozialversicherung auch die parlamentartsche rantwortung mit zu übernehmen. Die üdebergeret, roie fie jetzt im Ausschuß üb« jgurbe, mußte abgestoppt werden.

itr das Zentrum ist es eine ausgemachte Sache Sie Reformgesetze der Arbeitslosenversicherung Krankenversicherung in einem engen und inni- Zusammenhang mit den neuen Steuer« agen stehen. Der gleichen Auffassung ist der hsarbeitsminister Dr. Stegerwald. Damit ist : das I u n c t i m gegeben, gegen das sich die tschnationalen mit Händen und Füßen wehren. Die Zeit drängt. Die Reichsregierung ließ jetzt r durchblicken, daß fx am 18. Juli den gesam- Michshaushalt einschließlich aller Deckungsoor- m parlamentarisch verabschiedet wissen möchte, der Sitzung des interfraktionellen Ausschusses greitag abend ließ Reichskanzler Dr. Brüning feinen Zweifel darüber mehr bestehen, daß die lierung Eile hat und von den Parteien eine Y und klare Antwort haben will, ob sie bereit ), ben Staatsnotwendigkeiten zu genügen oder ME? ist der ernste Wille des Kanzlers und «rfinanMinisters, daß die Lösung der vor- tzluhen sinanzpolitischen Aufgaben nicht wieder ch parteipolitische Klüngeleien auf die lange Ban! hsbtn wird. Eile tut not.

nZ'J^trumsfraftion des Reichstags war j/L \^.en der Beschluß einmütig gefaßt nrh zu ersuchen, daß auch die

Kneten zu einem Notvpfer beitragen einUfatt der Reichstag einen Unteraus» ritzen, bestehend aus je einem Vertreter bder Vorschläge für die Einbezie- -rinr -Ojaten der Reichstagsabgeordneten

'gemeine Notopfer machen soll. *

r cf ,^"tter ging eine Meldung, daß an \ f.r v «?ie Einsetzung eines Reichskom- , kuL öle Reichsreform beabsichtigt sei. Nach U,;!°rmationen entspricht diese Meldung in ®e'fe den Tatsachen.

»en^'c, ""interessant, festzustellen, daß durch »k n ^euervorschläge des Kabinetts der Mr er f^lbst dreifach besteuert feinem Dienstgehalt sowohl F-mge der Personen des öffentlichen Disn- den Zuschlag zur Einkommensteuer KnfaSr " Uber 8000 Mark und dazu noch des Kanzlers und der zustän- t E5*ntfl*r mit den Parteiführern "L ^eitag von 6 bis 8.30 Uhr durchirr erfahren, ist man sämtliche Dor- Jt9efcfl+9a^9en' ^e Partefführer haben da» Rn e.m tvelchen Fragen sie mit den iffa»., "19. gehen und in welchen sie ande-- t b°- 9 sind. Man kann wohl annehmen, i am sm^[ten Besprechung, die voraus- We D^ffontag »bet Dienstag stattfinden aussortiert werden, in kann Nieten bestehen, so daß man ber­itt fise®c N einer Annäherung und Eini­ge 2n parlamentarischen Kreisen toto Ä110" durchaus günstig für die ,«urteilt, obgleich der Zentralvorstand

Der Reichstag beschäftigte sich in der Freitags- sitzung mit einer Fülle kleinerer Vorlagen und Anträge. Ohne Aussprache wurden zunächst ver­schiedene internationale Abkommen den Ausschüs­sen übermiefen, darunter auch das deutsch-ägyp­tische vorläufige Handelsabkommen.

Gegen den Protest der Kommunisten genehmigte dann die Mehrheit die Strafverfolgung verschiedener kommuniftifcher und nationalsoziali» scher Abgeordneten.

Das Gesetz über die Pauschalierung der Der- waltungskostenzuschüsse wurde unverändert ange­nommen, das Gesetz über die Vorführung von Auslandsfilmen mit der Aenderung des Bil- dungsausschusies des Reichstages.

Der Reichstag stimmte dann einer vom Der- kehrsausschuß vorgelegten Entschließung zu, die sich gegen d i e übermäßige Belastung der Straßen durch schwere Kraftwa­gen wendet und die Regelung der Ersatzpflicht für Straßenschäden in diesem Zusammenhang for­dert. Weiter wurden Anträge des Verkehrsaus- schiisies angenommen, die eine Beschleunigung der im Bau befindlichen Wasserstraßenbauten verlan­gen.

Bei der bann folgenden zweiten Beratung des Gesetzes über den endgültigen Reichswirtschafts- rat tarn es zu einer grundsätzlichen Auseinander­setzung zwischen dem deutschnationalen und dem sozialdemokrtaischen Redner über die Frage, wsi die Wirtschaftsvertretung zu gestalten fei. Während der sozialdemokratische Redner sich grundsätzlich zu dem System des bisherigen Reichswirtschaftsrates bekannte, wurde von deutschnationaler Seite eine berufsständische Vertretung als erstrebenswertes Ziel aufgestellt. Die Redner der übrigen Parteien hatten meist Spezialwünsche hinsichtlich der Zu­sammensetzung des endgültigen Reichswirtschafts­rates. Die Vorlage wurde in der Ausschußfassung in zweiter Beratung angenommen. Die dritte Be­ratung soll später folgen.

Arn Samstag beginnt die Sitzung um 12 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen das Brotgesetz und der Haushalt des Reichstages.

Die Saar-Verhandlungen.

In der letzten Zeit sind verschiedene Meldun­gen, die hauptsächlich aus französischer Quelle stammten, durch die Blätter gegangen, doß die Saarverhandlungen vor dem Abbruch stän­den. Die Meldungen treffen, wie wir von unter­richteter Seite hören, nicht ganz das Rich­tige. Einen Hauptbestandteil der Verhandlungen haben die Kohlenverhandlungen eingenommen und innerhalb dieser die Verhandlungen über die Rückgabe her Gruben. Diese Verhandlungen sind gegenwärtig in einem kritischen Stadium, und man muß damit rechnen, daß sie eine Unterbre­chung erfahren. Von einem Abbruch kann aber nicht gesprochen werden, denn die Unterkommis­sionen tagen gegenwärtig noch. Die deuffchen Unterhändler werden von dem von Anfang an ge­äußerten Standpunkt nicht abgehen, daß die Gru-

Jmmer mehr werden Angriffe aus sozia- listischen Kreisen gegen die Parteileitung wie gegen die Reichstagsfraktion der Sozialdemo­kratie wegen ihrer Haltung bei dem Sturz des Kabinett Müller und jetzt in der Opposition be­kannt. Man sieht ein, daß zwischen Versprechungen und Taten bet den Sozialdemokraten ein sehr großer Unterschied ist.

Wenn auch in der letzten Zeit die sozialistische Presse wieder etwas sachlicher geworden ist und mit ihrer Demagogie aufhört, so ist doch das Verhalten der sozialdemokratischen Partei keines­wegs so, daß alles widerspmchslvs entgegengenom­men werden könnte. Man versteht es, daß sich die Sozialdemokratie bemüht, die Arbeiterschaft über die falsche Taktik hinwrgzutäuschen.

Aber Glauben findet sie nicht viel, noch viel weniger Vertrauen. Das beweist am deutlichsten eine Abhandlung in demGrundstein", dem Organ des sozialistischen freigewerkschaftlichen Dau- arbeiterverbandes. In Nr. 20 fordert dieses sozia­listische Gewerkschaftsblatt die Wiedereinführung der im Jahre 1929 vom si^ialistischen Reichs- arbeitsminister Wissel! aufgehobenen Krisen­unterstützung für ^Bauarbeiter von der neuen Re­gierung, besonders vom Reichsarbeitsminister Ste­gerwald. Diese Forderung, die gerade die christ­lichen Gewerkschaften immer vertreten haben, ist nicht unberechtigt. DerGrundstein" schreibt unter anderem:

Wir fordern nichts Unmögliches. Damit kann dieser Reichsarbeitsminister aus christlichen Gewerk­schaftskreisen beweisen, daß er nicht so schlapp ist wie sein Vorgänger. Und schließlich darf man wohl mit gutem Recht annehmen, daß die christ­lichen Gewerkschaften in dieser Regierung mehr Einfluß besitzet ,als bk freien Gewerkschaften in der voraufgeadngenen." .

Das ist doch ein eigenartiges Zeugnis, das eist sozialistisches' Blatt einem sozialistischen Reichs-

Folgende Notiz aus dem ^Berliner Straf« ser-BIatt, demNationalen Sozialisten", tooßi len wir unseren Lesern nicht vorenthalten:

Knüppelt sie nieder! Mit diesen Worten hat der Berliner Gauführer Dr. Göbbels mangels geistiger Waffen den Kampf gegen die revolutio­nären Nationalsozialisten eingeleitet. In Befolgung dieser Mordparvle hat eine Gewalthetze gegen unsere Zeitungshändler und gegen unsere als revolutionäre Nationalsozialisten bekannten Freunde eingesetzt. Wir machen Herrn Dr. Göbbels mensch­lich und juristisch für jede einzelne derartige Sv- walttat persönlich verantwortlich."

Unterzeichnet ist diese Erklärung von Ott» Straffer und dem früheren Major Buchrucker, den beiden Führern derrevolutionären" Nationav- sozialisten. Die Sache kann interessant Werdern, Wahrscheinlich werden die Strasser-Leute alsbald die ihnen verhaßte preußische Polizei zu Hilfe rufen, um sich gegen den Terror der Eöbble'schen Sturmabteilungen zu schützen. Man kann eben nicht den politischen Terror immerfort predigen und sich nachher darüber wundem, wenn er gegen einen selbst angewendet wird. Im übrigen aber sollte man sich davor hüten, die nationalsozialistische Sezession übermäßig ernst zu nehmen. Denn es ist wahrscheinlich, daß der Göbbels'sche Terrorismus mit der Strasser-Oppo- sition sehr bald fertig werden wird. Die national­sozialistische Gefahr wird durch diese Vorgänge nicht vermindert.

der D. D. P. das Notopfer und einen Einkommen­steuerzuschlag in der jetzigen Form abgelchnt hat. Es wird darauf hingewiesen, daß der Zentral- Vorstand der Fraktton im eiiuelnen aber freie Hand läßt, so daß dadurch die Möglichkeiten einer Verständigung gegeben sind. Auch der Ver­lauf der Parteiführerbefprechung wird in unter­richteten Kreisen durchaus opsimistisch bewertet. Da die Einzelfragen zum Teil sehr kompliziert ind, ist es aber nötig, daß noch eingehende Be- prechungen stattsinden, die zum mindesten noch >ie ganze nächste Woche gusfüllen dürsten.

stichlet, de nationalsozialistische Be- j gab es em Festkonzert im Großen Saat

, 5? brechen, ""d h«u^Anima, das mit derschönen blauen Donau .... heS0innere Hs&. 3cch Strauß für Solo, Chor und Orchester wir- g zum Zusammenbruch^z'/bringen. Leider haben kungsvoll schloß, und das ihm mancherlei Ehrungen einzelne Parteigenossen, ob bewußt oder unbewußt eintrug. Und am Sonntag darauf war er unter

ist gleich, in den Dienst dieser Absichten gestellt. Unter der Jugend des Gesellenvereinshauses. Ein ge-

ber Maske, für den Sozialismus kämpfen zu wollen, wird eine Politik zu vertreten versucht, die voll­kommen der Politik unserer jüdisch-liberal-marxistischen Gegner entspricht. Was von diesen Kreisen gefordert wird, ist der Wunsch unserer Feinde, angefangen von der Roten Fahne" bis zurFrankfurter Börsenzeitung". Ich halte es nunmehr für notwendig, diese destruktiven Elemente rücksichtslos und ausnahmslos aus der Partei hinauszuwerfen.

Den Wesensinhalt unserer Bewegung haben wir geformt und bestimmt, die wir diese Bewegung gründe­ten. und die wir für sie kämpfien, für sie in den Gefäng­nissen litten, und die wir sie aus dem Zusammenbruch auch wieder zur heutigen Höhe emvorgeführt haben.

Wem dieser von uns, in erster Linie von mir, der Be­wegung zugrundegelegte Wesensinhalt ni ch t paßt, soll in die Bewegung nicht kommen oder hat sie wieder zu verlassen Die Nationalsozialistische Partei wird, so lange ich sie führe, kein Debattierklub wurzel­loser Literaten oder chaotischer Salon- Bolschewisten werden, sondern sie wird bleiben, was sie heute ist, eine Organisation der Disziplin, die nicht für doktrinäre Narrereien politischer Wander­vögel geschaffen wurde, sondern zum Kampf für eine Zukunft Deutschlands, in der die Klassen begriffe zerbrochen fein werden und ein neues deutsches Volk sich selbst fein Schicksal bestimmt!

Ich habe Sie, lieber fierr Doktor Goebbels, vor Jah­ren auf den schwersten Platz des Reiches gestellt in der Hoffnung, daß es Ihrer Energie und Tatkraft gelingen wird, aus dem Durcheinander nationalsozialistischer Be­strebungen in Berlin eine einheitliche, straffe Organisa­tion zu bilden. Sie haben diese Aufgabe in einer Weise gelöst, daß Ihnen der Dank der Bewegung und vor allem meine eigene höchste Anerkennung sicher 'st. Ich muß Sie nun heute bitten, in Verfolgung dieser einst gestellten Aufgabe, die rücksichtslose Säuberung der Partei von allen jenen Elementen in Berlin durchzu­führen. deren Auffassungen im wesentlichen den Ansich­ten unserer Gegner entsvrechen und die nun versuchen wollen, diesen ihren Ansichten unter Bruch der Partei- Disziplin Gehör zu verschaffen. Ich habe den Reichs- Untersuchungs-Ausschuß angewiesen. Sie in dieser Auf­gabe mit allen Mitteln zu unterstützen. Greifen Sie rücksichtslos und fcharf zu. Ich spreche Ihnen schon im vomehinein meinen Dank und meine Aner­kennung für die Durchführung dieser Arbeit aus. Sie haben hinter sich die gesamte Organisation der Bewe­gung. den gesamten Führerstab, die gesamte S. A. und S. S., alle Vertreter der Partei in den öffentlichen Kor­porationen, und gegen sich ein halbes Dutzend berufs­mäßiger Querulanten und Literaten!

Also handeln Sie! Die Reichsvarteileitung rorb ihrerseits alles tun, was nötig erscheint, um Ihren Willen durch,usetzen und Ihren Anordnungen Befol­gung zu verschaffen

Mst deutschem Gruß'

gez. Adolf Hitler, 1. Parteivorsitzender.

. , (Stempel.)

Römischer Brief.

Von unserem besonderen römischen Mitarbeiter.

Die Sommerpause ist da, die für ein Viertel­jahr wenn auch keineswegs völlig das deutsche Leben in der Ewigen Stadt ruhen läßt. Der Leseverein ist geschlossen. Doch treffen sich die Unentwegten auch weiterhin in einer kühlen römischen Trattoria, die Hochämter der Anima fal­len aus, und mit dem Beginn der großen Ferien (von drei Monaten) sind bereits viele Eltern mit ihren Kindern entweder ins Gebirge oder zu meist in die deutsche Heimat gereist. Vatikanische Ereig­nisse halten noch manchen auf wenige Tage fest, dann wird es still imdeutschen Rom".

Es war ein selten harmonischer Abschluß, den diesmal die Saison fand. Ueber der Firmung am Pfingstsonntag, die Bischof Smit in der Anima hielt, wobei der Chor unter seinem Dirigenten Bert! prächtige Choriätze vortrug, lag schon so et­was wie Abschiedsstimmung. Am Sonntag darauf verabschiedete sich der H. H. Chormeister Dertl, der seine römischen Akademie-Studien nun mit dcmMa-

mdere Entschließung ist den Bemühun- jeParlamentarische Arbeitsgemeinschaft gewidmet, die nicht fallengelassen wer- eine weitere der R e i ch s r e f o r m, die ir Beschleunigung betrieben werden, soll.

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