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Mehrfach betont der Bericht, wie sehr auch im täglichen Kampfe der sozialen Interessen die Mit- Wirkung der kirchlichen Gemeinschaften notwendig sei. Das sind Worte, die man im vorwiegend sozialistischen Milieu des Internationalen Arbeitsamtes vor einigen Jahren noch nicht hören konnte.
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Neue telegraphische Nachrichten aus Schanghai besagen, daß wieder 3 amerikanische und 7 belgische Missionare in der Provinz Hupeh vor den Kommunisten fliehen mußten. Nach unbestätigten Nachrichten mußten die Patres der amerikanischen Missionsgesellschaft von Marykmoll in Kiangsi nach Stoatoto fliehen. Das Dikariat
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Lied singen. Es soll der Ton sein, der jetzt in der Freude der Befreiung des Rheins in unferm Innern schwingt. Er bedarf nicht der rauschenden Feste, er ist mehr eine Sache des Herzens. Bei aller Not sehen wir doch, daß wir weiter gekommen sind. Wir sind wieder frei. Wir können unser Schicksal in unsere eigene Hand nehmen. Nicht der Nachgiebigkeit des früheren Feindes verdanken wir das, sondern unferm Fleiß und unserer Führung. Gehen wir nun an die Arbeit im Innern. Es sind ja ungeheure Aufgaben. Kein Mensch weiß, wie man mit dem Weltarbeitslosenproblem fertig wird. Nicht einmal die Männer der Kraftkonferenz in Berlin haben darüber etwas verlauten lassen. Eines ist sicher, es werden viele Menschen schwere Opfer bringen müssen und das noch Jahre hindurch. Nur die Kraft der Seele kann uns retten, wo wir wirtschaftlich in die äußerste Bedrängnis geraten sind. Sei in diesen Zeiten doch sehr vorsichtig allen Radauhelden gegenüber. Mögen sie reden, was sie wollen, sie können damit die Probleme nicht lösen und machen die Unzufriedenheit nur noch größer. Hilf in der Stille, wo du kannst. Verbreite Sonne und Freude des Herzens. Dann tust du dein Teil. Die Welt aber überlasse denen, die berufen sind, sie zu führen. Vielleicht, daß nun die Sünden des „Kapitalismus" über uns alle kommen. Ich weiß es nicht. Das freilich wünschte ich, daß jetzt, wenn die Parteien wieder in ihre engstirnige Parteipolitik verfallen, sich die Besten aus allen Parteien zusammenschließen möchten, um das Notwendige zu tun. Es ist das einzige Mittel, um an einer Revolution, dir alles zerschlägt und uns alle arm macht, vorbeizukommen.
Etwas gewundert habe ich mich, daß die ausgesprochen christlichen Kreise sich an dem dritten deutschen Tänzerkongreß, der jüngst in München tagt, nicht beteiligt haben. Auch auf dem Theaterkongreß von Hamburg waren ihrer nur wenige. Das ist zu bedauern. Ich bin gewiß nicht begeistert für die vielen Tagungen, aber einige sind doch darunter, die außergewöhnlich wichtig sind. Was den Tanz angeht, so dercken viele immer noch an Pläsier, an Ballett oder an Jazz. Sie ahnen gar nicht, daß da schon seit Jahren etwas ganz Neues im Gange ist. Auch Pädagogen ahnen das nicht, und das ist schlimm. Man kann eine Sache nicht beurteilen, die man nicht kennt. Der neue Laientanz, der gewiß noch ganz in der Entwicklung steckt, ist ein Gegenschlag gegen die Ueberorganisa- tion in einem rationalisierten Zeitalter. Vom Sport aus gesehen ist er eine Vertiefung ins Künst- lerische. Aus der neuen europäischen Art scheinen sich auch neue europäische Formen der Bewegung bilden zu wollen. Man will das sogar bei Kindern bemerkt haben. Im übrigen ist das Volk der
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Kennst du das Neckartal? Kennst du auch die Stiftsmühle bei Heidelberg? Zu Füßen des Benediktinerklosters Neuburg, wo die helle Stimme des jungen Abtes das Gloria singt? Ich darf ja nichts verraten, aber etwas muß ich von dieser Stiftsmühle erzählen. Ganz in der Stille waren nämlich dort einige katholische Schriftsteller und Prestz- menschen beilammen, die sich ernstlich über unsere geistige Lage ausgesprochen haben. Die alte Generation und di« junge hatte ein und das gleiche Ideal vereint, und man fühlte, wie auch der Unterschied der Generationen sich der gemeinsamen Aufgabe gegenüber nicht als Hemmung, sondern als große Mirderung erweist. Wenn ich verrate, daß Dr. Hoeber den Vorsitz geführt hat, so weiß jeder, daß es um bedeutende Dinge ging, und wenn ich weiter sage, daß Männer wie Dr. Keckeis und Dr. Siebertz zu uns gesprochen haben, so weiß wieder jeder, daß da Ideale und Erfahrung getreulich Hand in Hand gingen. Gab es Gegensätze? Natürlich Aber die prachtvolle Leitung unseres Vor- sitzenden wußte sie immer zum Positiveu zu wenden. Ja, aber was war denn da eigentlich los? Das darf ich eben nicht verraten, drängt es mich auch, wenigstens soviel zu sagen, daß alle jene, die eingeladen waren und nicht gekommen sind, etwas Köstliches versäumt haben. Wir haben gesprochen über die literarische Kritik in unserer Presse. Ue- ber das katholische Buch. Heber die Kulturarbeit aus katholischem Geiste heraus. Alle waren sich mit Dr. Keckeis, der es am bewußtesten aussprach, darüber klar, daß es heute ganz außerordentlicher Anstrengungen bedürfe, eines besonderen Schwunges der Seele, wie es Dr. Froberger nannte. Mit der bravbürgerlichen Haltung kommen wir nicht mehr durch. Es wird eine ungeheure Geistesschlacht geschlagen, und da braucht es nicht den gemütlichen, sondern den heroischen Katholizismus. Wir dürfen es nicht dulden, daß eine Presse, die nicht unseres Geistes ist, in unsere Häuser kommt. Wir müssen dem katholischen Buche helfen und unser Verlagswesen und unfern Buchhandel stärken. Wir müssen mehr tun für unsere großen Lexika des Herderschen Verlags und überhaupt für alles, was die geistige Position des Katholizismus und des Christentums stärkt. Horch, wie di« Neckarwelle aufrauscht! Ob der alte Görres sein Haupt aus den Wassern hebt? Ob die Geister der Romantik lebendig werden? Die Klosterglocke läutet über das Tal hin, und man sammelt sich in der Frühe zur hl. Messe» und es erscheinen junge katholische Schriftsteller am Altäre des Herrn. Sag nichts. Sag nur, daß in allen Herzen etwas blühte, so schön, wie das Nek- karröslein, das da aus allen Hecken schaut.
Könnte ich doch plaudern, wie dieses stille Tal, in dem die Wasser wunderbar rauschen und wo die Sträucher und Bäume und Blumen ein heimlich
fer der zu rückgegebenen schri. beiten für die Abschlußprüfung an die Kani Don 31 Kandidaten, die ihre Arbeiten eingereicht
Tänzer ein Völklein für sich, reizend r-~1 schon weil das schön- - Geschlecht bei »i«9t We ».nto n |i„b L, Sie haben nicht all» die christlichen Tran J N Sie fagen dir mit der liebenswürdigsten m£,h6i*<i Welt, daß sie Heiden sind. Aber man lange unter manchen Christen suchen, bis Echtheit, diese Hingabe an ein Ideal bu*^3 Menschlichkeit findet und vor allem diesen $Ljl ernst. Einfach sind sie und anspruchslos rühmtheiten wie Mary Wigmann sind ihren«! lerinnen gegenüber von einer bestrickenden Sind! heit. Natürlich gefällt einem nicht alles, ab^S kann man von den Christen wohl auch fa'qen es jedenfalls bei den richtigen Tänzern nicht J das ist die Pharisäerei. Die Tanzbeweguna 23 tet sich ans, und ich meine, man soll diesen V- tanz nicht den Sozialisten überlassen. Nachdem^ uns vorn Christentum aus um die Sportbrwem gekümmert haben, sollen wir auch ihrer «gujT entwicklulng in der Tanzbewegung Interesse 2$ gegenbringen. Körper und Geist müssen im recht Verhältnis zu einander stehen, dann gibt es«! wundervolle Harmonie, die geradezu tanzen ms% vor innerer Freude.
Einen Gruß noch an alte die Stiftungsfeste ler unserer Korporationen, die in diesen Tagens Wochen gefeiert werden. Aus vielen Programm« habe ich ersehen, daß man ernste Aussprache M diesen Festen verbindet. Und so muß es auch faZ Ein« alte bierselige Zeit ist endgültig Darüber. $5 Formen der Feste sind anders geworden. jS und Freude des ganzen Volkes sollen mitschwing« wenn unsere Studierenden beisammen sind, unbk alten Herren sollen wieder leuchtende Beispiele s Besten fein, was wir von unfern Vätern ererbt b» ben. Darauf einen feurigen Salamander ... T
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Aufwerkungsfragen.
— IV« bi, 8 Prozent der neue Zinsfuß ffc | Auswertungshypotheken. Im Rechtsausschuh j Reichstags, der dem Gesetzentwurf über die « Verzinsung der Aufwertungshyvotheken zur Zeit bei kündigte am Donnerstag ein Vertreter des Reichst»! nette an, daß der künftige Prozentsatz zwischen? und 8 Prozent liegen werde.
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---- Statistisch« von der Frankfurter Oper. In btt I abgelausenen Spielzeit (1. September 1929 bi» 3. 5Mi 1930) wurden im Frankfurter Opernhaus 310 Dorftck lungen gegeben, und zwar 284 Abendvorstellungen, K Opernhauskonzerte, 17 Nachmittags-Vorstellungen, ,E öffentliche Generalproben und eine Nachtvorstellung! Außerdem veranstaltete das Ensemble der Frankfurt« Oper/5 auswärtige Gastspiele (2 in Darmstadt, 2 M Bad Homburg und 1 in Bad Nauheim). Die höchst«! Aufführungsziffern erreichten: „Orpheus und Eurydike' 19, „Fra Dioalo" und „Schwanda, der Subeifa* Pfeifer" 17, „Die Afrikanerin" 14, „Der getreue ME- meister" 11, „Belsazar" 10, „Madame Butterfly 1<h „Die Fledermaus", „Indigo" und „Maschinist Hopkins' 9, „Aida" und „Rosenkaoalier" 8, „Land des Lächelns' 7 ufw.
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Jtschan dessen Bischof jüngst, ermordet wurde, ist jetzt zu zwei Dritteln in Händen der Kommunisten. Don 5 jüngst in andern Gebieten gefaw- genen Missionaren (2 Iren, 2 Spanier, 1 Amerikaner) hat man keine weitere Nachricht. Im Gebiete der italienischen Franziskaner von Schensi wurden in 7 Monaten 13 Missionare beraubt und mißhandelt, 20 Missionsstationen in Asche gelegt. Die meisten der Beraubten (9) waren chinesische Priester des Vikariats! Aus Kantschou mußten 5 Priester nach Hongkong fliehen. Di« anderen Missionare sind in ber Stadt Kantschou konsigniert. Sie können ihr Ziel nicht erreichen.
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daß et aufrichtig am „Wunsche vom Zusammenwirken aller jener, die an den Schutz der Menscheni- toürbe glauben" festhält.
Dabei erkennt der Bericht des Arbeitsamtes an, daß eS vor allen Dingen <n Jahre 1929 d i e Katholiken waren, die den sozialen Gei st, der sie belebt, bekundeten und die großen Leitsätze der Enzyklika „rerum novanun" bekräftigten. Die geltende Doktrin der großen Enzyö- lika, so stellt der Bericht fest, bildet in ’ sozialpolitischen Dingen eine gemeinsame Grundlage für alle politischen Parteien, die zwar nicht an Bekenntnisse gebunden sind, aber doch mit dem Katholizismus in enger Fühlung stehen. Sie ist ein Zeichen der Sammlung und dient als Mittel der Annäherung.
Thomas zählt dann drei für den Kacholizismus im Jahre 1929 wichtige Anlässe auf, bei denen kirchliche Stellen oder hervorragende Katholikenorganisationen dem katholischen Gedanken in bestimmter, au die Sozialpolitik bezogener Form Ausdruck gäbet. Einmal ist das der Brief des Kardinals Sbaretti an den Bischof Lienart von Lille, in dem die Doktrin der Enzyklika auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerver- bände angewandt und festgestellt wird: „Man kann den christlichen Arbeitern nicht däS Recht der Bildung von Gewerkschaften versagen, die unabhängig von jenen der Arbeitgeber sind und in denen sie ihre rechtmäßigen wirtschafttichen und weltlichen Belange vertreten können". Die schwere Anklage, die man gegen die christlichen Gewerb- schaften erhoben habe, daß sie marxistischen und stark sozialistischen Geist pflegten, weist der gleiche Brief als durchaus ungerecht und unbegründet zurück. Dieser wichtige Brief, der sowohl in Frankreich und Deutschland wie auch in Amerika sehr beachtet wurde, erschien int amtlichen Organ des Heiligen Stuhles, Acta apostolica Sedis.
Weiter spricht der Bericht des Arbeitsamtes von den Kundgebungen der Katholiken in den Vereinigten Staaten. Er erzählt, tote bald nach dem Kriege vier amerikanische Bischöfe ein Programm des sozialen Wiederaufbaus entwarfen, in dem sie besonders die Fehler in der Verteilung des Produktionsertrages, das ungenügende Einkommen der großen Masse der Lohnarbeiter und die unberechtigt großen Gewinne einer kleinen Minderheit privilegierter Kapitalisten geißelten. Sie forderten u. a. die Einschränkung der Fabrikarbeit der Frauen auf ein Mindestmaß, die Abschaffung der Arbeit der Personen unter 16 Jahren, gesetzlichen Mindestlohn und eine Herabsetzung der Lebenshaltungskosten durch genossenschaftliche Einrichtungen. Im letzten Jahr fanden nun in Nordamerika sechs Kongresse in verschiedenen Landesteilen statt, auf denen die verschiedenen Probleme des gewerblichen und landwirtschaftlichen Lebens in sozialem, ka- tzvlischem Geist besprochen wurden. Die erwähnte Kundgebung der vier Bischöfe und die darin niedevgelegten Gedanken bildeten die Grundlage der Kongreh-Diskussionen.
Als drittes, gleich wichtiges Ereignis, daS die Wege des katholischen Denkens im Jochre 1929 anzeigt, weist der Bericht des Arbeitsamtes auf die soziale Aussprache-Woche in Wien vom Juni 1929 hin, deren Mitglieder einstimmig gemäß den gemeinsamen Hirtenbriefen der österreichischen Bischöfe (1925) verkündet hatten, daß kaihslischrs Handeln ohne soziales Handeln
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