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Reisezeit.

Die Kunst des Kofferpackens.

Don Visa Lene.

Kofferpacken und zwar erfolgreiches Kofferpacken

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Täler.

Don Hans' G ä f g e n»Wiesbaden.

Täler sind dem stillen Träumer Inseln in dem Meer der Tage. Und auf ihnen klingen Lieder Wie. uralte, traute Sage.

Tief im Tale meiner Heimat Ist ein dunkles Amselsingen, Blaue Schwalben ihre krausen, Wunderfamen Kreise schwingen.

Goldne Blumen und die blauen Blühen an dem Wiesenhange. Ach, wie weit bin ich gewandert Fern dem Tale, lange, lange . . , ,

Wohl, ich weiß, daß draußen harren Wunderbare Zauberdinge, Doch ist keines, das vom Glücke Mir solch holde Weise singe.

Wie das Tal, das mich umhegte, Da ich träumend lag und sinnend. Meine junge Erdenreise Fern der Hast der Welt beginnend.

unbedingt eine Begabung. Gewiß man kann es erler­nen, aber wie sagt Goethe auch für diesen Fall so treffend „Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdets nie er­jagen!" Genau so ist es mit dieser Kunst. Man muß ein Fingerspitzengefühl dafür haben, wie man einen Koffer packt. Es gibt Männer, die packen mit eis» gekühlter Ruhe und noch nicht ein Anzugsärmel wird verdrückt. Andere wieder haben schon beim 3. Hemd den Koffer voll und stehen hilflos zwischen dem schon ge­füllten Koffer und noch vollem Kleiderschrank. Bei der Frau ist es genau so. Manche entleert ihren Klei­derschrank mit zielbewuhten Griffen eins, zwei, drei in den Koster und siehe, alles geht hinein, nichts wird gedrückt und zufammengepreßt und der Deckel schließt. Andere wieder, o weh, Tragödien spielen sich da ab, di» so ein Koster endlich an der Gepäckstelle landet. Ent­weder Wäsche und Kleider rutschen darin umher, wie eine Perle in einer Zigarettendose, oder der Koffer wird gestopft wie eine Mastgans, am Schluß streikt das Schloß und ein wildes Kleiderchaos entquillt dem Kof- serinnern.

Beim richtigen Packen sind drei Dinge von Nöten. Nummero 1: Sachlichkeit, Nummero 2: Zielbewußtheit und Nummero 3: Uebersicht. Wer diese drei Eigenschaf­ten besitzt, der wird tadellos packen und an Ort und Stelle nichts aufzubügeln haben. Außerdem läßt sich psychologisch darauf schließen, daß die Nerven noch in verhältnismäßig gutem Zustand sind.

Was muß der gut gepackte Koffer alles enthalten? Dorausgesetzt, daß es ein großer Koffer ist, nehmen wir an ein Rohrplattenkoffer oder ein Schrankkoffer, so muß er vor allen Dingen Wäsche und Kleider, bezw. Anzüge, in sich aufnehmen, aber auch die Schuhe, de­ren man auf der Ferienreise immer mehrere Paare braucht, müssen darin Platz finden, ebenso Bücher, die

stände neben weichen. Wie richtet man es nun ein, daß nicht voller erbarmungsloser Brutalität sich die Stiefel und Bücher auf die weichen, empfindlichen Sei­denkleider stürzen, daß nicht bereits bei der ersten Kurve Mord und Tostchlag im Koffer herrscht!

Sehr einfach, alle schweren Gegenstände und Kasten zu unterst legen, sie mit Strümpfen, eventl. mitgenom­menen Kissen und geballtem Papier ausgleichen, sodaß sie festgebannt an ihre Lage nicht verrutschen noch stür­zen können, bann Wollsachen und Mäntel, immer nach dem Prinzip das Schwerste zu unterst, darüber, und so weiter in auffteigender Linie, daß die leichten und emp­findlichen Kleider ganz oben zu liegen kommen und die oberen Einsätze wiederum so gepackt sind, daß sich nichts verschieben kann. Selbstverständlich kann man den bestgepackten Koffer mit nachträglichen hineinge- ftopften oder aus der Tiefe wieder emporgezogenen Dingen verderben. Deshalb vorherige Klarheit über alles, was mit soll! Das ist die Grundbedingung ei­ner jeden güt gepackten Koffers.

Unter gut gepacktem Koffer versteht man natürlich auch denjenigen Koffer, der alles enthält, was man äur Reise benötigt. Da darf nichts vergessen sein, we- der der Schlips zur Hemdbluse noch der leichte, farbige Seidenschal. Es gibt hunderterlei Dinge, die eine Friu beim Kofferpacken im Kopi haben muß, damit ste später nicht im Koffer fehlen. Es ist immer ärgerlich, wenn man an Ort und Stelle entdeckt, daß die Hälfte der

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hübschen Modedinge vergessen ist. Also die Ohren steif halten, .beim Kofferpacken, lieber den Notizblock zu Rate ziehenl

Fürsorge für welbllche Wanderer.

Von Hofrat Dr. Prettenhoser-Wien.

Wissenschaftliche Erforschung der Wanderbewegung und Wanderfürsorge fördern sich gegenseitig. Letztere beginnt schon mit der Vorbereitung des sonst plan­losen Wanderns der Landmädchen durch die in der Dorfkaritas tätigen Personen. Insbesondere der Mit­glieder der Kongregationen. Da gilt es, den Reiseweg zu sichern: die Bahnhofsmissionen werden verständigt. Cs gibt Seren in Deutschland 170 katholische mit rund 750 freiwilligen und 82 mehr oder minder beruflichen Helferinnen. In Karlsruhe hat jede Missionarin je eine Woche Tag- und eine Woche Nachtdienst (von 21 bis 6 Uhr), währenddessen hat sie je einen Tag bezw. eine Nacht frei, indessen wird ihr Dienst von einer ehrenamtlichen Helferin versehen. Es stehen am dor­tigen Bahnhofe zwei Zimmer zur Verfügung, von denen eines als Nachtraum mit vier Betten und einem Liege­stuhl eingerichtet ist.

Die Landmädchen streben meist Hausanstellungen an: 114 katholische Stellenvermittlungen nehmen sich ihrer an, von denen 60 der Mädchenschutzverband führt. Ergänzung und Rückhalt bieten die Heime. Leider wer­den jetzt erst 10—20 Prozent der ortsfremden weib­lichen Jugend von den katholischen Vereinen erfaßt. Die absoluten Zahlen der zuwandernden Mädchen sind nämlich sehr groß: im Jahre 1928 kamen nach Stutt­gart rund 6000, davon 4000 von den Dörfern, nach Bonn über 3000. In Berlin hat sich der Andrang von 1923 auf 1928-29 verdreifacht (weibliche und männ­liche Wanderer zusammengenommen). Im Herbst ist das Angebot weiblicher Arbeitskräfte am größten. Die Zuzügler vom Lande drücken die Löhne in Unkenntnis der großstädtischen Lebenskosten. Sie leben als Fremde teuerer als die Einheimischen, kommen mit dem Lohn nicht aus, unterliegen in ihrer Weltfremdheit leicht der Versuchung. Sie sind für die Arbeit in der Großstadt oft ungenügend vorgebildet. Unter den 1400 Neumel­dungen bei dem katholischen Fürsorgeverein Berlin wa­ren 75 Prozent Fremde. Im Jahre 1926 haben sich der Berliner Polizei 729 ortsfremde Mädchen als hilfs­bedürftig gemeldet, fast ebenfoviele bei dem Pflegeamt der Stadt Berlin In den ersten 10 Monaten 1929, dem Bund für Frauen und Jugendschutz wurden 124 zur Be­treuung zugewiesen. Die Dertrauensstellen der katbo- lischen Verbände in den Diözesen suchen durch ausklä- renbe Vorträge bie Mädchen in der Heimat festzuhalten. Sie strömen aber aus der Enge ihrer Kleinstädte dem lockenden Leben der Großstadt mit ihren unbegrenzt scheinenden Möglichkeiten zu; auf der Suche nach dem, was ihnen Glück scheint. Bei der Eingliederung dieser Mädchen in das Sozialleben müssen die Mädchenschutz­verbände die etwa mangelnde Sorge der Eltern er­gänzen: die in der ländlichen Heimat trachten durch Briefe mit den Mädchen in Verbindung zu bleiben.

Der Schutz kann auch auf das Ausland erstreckt werden: Man kann sich der Vermittlung der Karitas Catolica bedienen, die in 22 Staaten rund 350 000 Or­densschwestern und 6650 000 ehrenamtlich arbeitende Kräfte umfaßt.

Krankenbesuch.

Es bietet sich in unserem Leben nur allzuoft Gele­genheit zur schönen sozialen Tat des Krankenbesuches. Allein manchen Menschen, zumal solchen, bie nie krank waren, fehlt bas Verständnis und bie Rücksichtnahme, die ein leidender Zustand erfordert.

Selbstverständlich fft aller Geräuschvolle und hastige Benehmen aus dem Krankenzimmer verbannt, wo wohltuende Ruhe und oft nur gedämpfte Laute walten dürfen. Auch die vorgefchriebene Zeit des Besuches mutz eingehalten werden. Man staunt darüber, mit welcher Leichtigkeit sich manche über diesen Punkt hinwegsehen. Sie dehnen nicht nur bie erlaubten fünf Minuten zu einer langen halben Stunbe aus, bas Verbot des Arz­tes, ben Kranken überhaupt zu besuchen, mihachten sie gänzlich. Mit ben bekannten Phrasen: „ich bin die beste Freundin, werbe bestimmt erwartet, ich habe noch nie jemand aufgeregt usw." bringen sie in bas Kranken­zimmer ein. Diese Menschen kennen kein Verantwor­tungsgefühl und ahnen nicht, bah gerade ihre erzwun­gene Handlungsweise erhöhte Temperatur, einen Schwächeanfall, mit einem Wo;t schlimme Folgen für den Kranken nach sich ziehen kann. Es geschieht nicht selten, baß dadurch bie kurz bemessene Besuchszeit den nächsten Angehörigeü des Kranken genommen wird, bie schließlich das erste Anrecht darauf hätten.

Als besonders rücksichtslos gelten auch jene Besucher, die sich mit starkem Schnupfen, Husten und dergleichen an bas Krankenbett wagen. Sie bebenten nicht, daß bie Ansteckung einer an sich harmlosen Erkältung bei

einzelnen Kranken z. B. nach Operationen unangenehme Auswirkungen, mitunter gefährliche Erscheinungen aus­löst.

Die Aufgabe eines Krankenbesuches besteht barm, Aufheiterung und Zerstreuung zu bereiten, selbst in hoff­nungslosen Fällen zu trösten unb aufzurichten. Im allgemeinen spricht jeder Kranke gern von seinem Lei­den. Ohne Schroffheit trachte man, der Unterhaltung eine andere Wendung zu geben. Aufreizende Gespräche Streit und erschreckende Nachrichten müssen vermieden werden. Jede Erregung, Angst oder Sorge schaden dem Kranken, indem sie die Genesung hemmen und unter Umständen sogar einen Rückfall herbeiführen.

Bei längeren Besuchen empfiehlt sich bas Vorlesen kleiner Erzählungen — lange Geschitchen wirken bald ermüdend — ober man kürzt bie Zeit mit leichtem Kar­ten» unb Würfelspiel. Gestattet unsere Lage, einen Blumenstrauß, eine bescheidene Gabe mitzubringen, er­höht man bie Freube bes Besuches, ba jeder Kranke für kleine Aufrnerffamkeiten, für Ablenkung in feinem trau­rigen Einerlei froh und dankbar ist.

Antonie von Tänzl.

Neues Tempo beim Einkochen.

Don Annie Juliane Richert-Berlin.

Früher glaubte bie Hausfrau ihre Tüchtigkeit! nur an den Tag legen zu können, wenn sie in der Ein­machzeit überhaupt nicht aus der Küche hervortauchke. Da lob ich mir bie Russin, bie Puschkin schildert, wie sie gleich unter ben Obstbäumen ihr Standquartier auf- schlägt unb die Birnen in ben Marmeladekessel pur­zeln läßt!

Neuzeitlicher Ehrgeiz sucht In der Kürze des Koch­verfahrens und des Küchenaufenthaltes feine Befriedi­gung. Man läßt auch bie arme Marmelade nicht stun­denlang solche Höllenqualen ausstehen, daß sie ihr Aroma verliert. Man kocht jetzt das zur Marmelade vorbereitete Obst nur eben so weich, daß es sich gut durchschlagen läßt. Wer Kerne und Sch»n nicht fürch­tet, braucht Beerenfrüchte nicht durchzufchlagen. Doch von Aprikosen, Reineclauden, Pfirsichen, Mirabellen, Quitten und Aepfeln will man nur das Fruchtmark verwenden, kocht sie jedoch mit Schale und Kernhaus. Steine bleiben draußen. Pfirsiche schält man, weil ihre Haut dem Fruchffleisch einen bitteren Geschmack verleiht.

Man wiegt das Dbftmart, um nicht durch Hinzu- nähme von zuviel Zucker den Vorwurf der Rückständig­keit auf sich zu ziehen. Für 1 Kilo Mark von Apri­kosen braucht man nur 500 Gramm Zucker, bei Aep­feln 250 bis 375 Gramm, Pfirsiche verlangen 750 Gramm, Quitten gar 1000 Gramm, Reineclauden, so sonderbar es klingt, well sie roh so süß schmecken brau­chen etwa 600 Gramm Zucker, während die blaue Herbstflaume sich mit 300 Gramm zufrieden erklärt.

Das Obstmark ist durchgerührt. Cs muß heiß ge­stellt werden, denn es wird heiß zu dem leicht gelblich gekochten Zucker gerührt. In einem Einmachtops spritzt man über je zwei Pfund Zucker einen Eßlöffel Was­ser und rührt auf dem Feuer die erst zähe, dann im­mer leichtere Masse, bis sie anfängt, einen gelblichen Anflug zu zeigen. Diesen Moment mutz unser Auge aufs schärfste erfassen. Nun heißt es blitzschnell das heiße Dbftmart hineinschütten und bis zum Aufkochen, nicht länger, rühren. Dann zieht man den Topf von der Brennstelle und läßt die Fruchtmasse sich verpusten. Nach einer Viertelstunde muß sie noch einmal auf« kochen und rastet wieder „nur ein Viertelstündchen". Nach der dritten heftigen Aufwallung wird ste alsbald heiß in bie trockenen, ebenfalls heißen Gläser gefüllt.

Nicht nur das Kochtempo hat sich verändert. Man ist auch davon abgekommen, jede Frucht für sich, in stolzer Einsamkeit angekocht schmackhafter zu finden, als eine kleine sorgfältig zusammengestellte Gesellschaft. Apfelmarmelade kocht man mit dem Saft von, schwar­zen Johannisbeeren. Pflaumen, Aepfel und Birnen frischt man durch Saft unb Schale von 3 Zitronen auf 3 Kilogramm Früchten auf. Brombeeren vertragen sich mit Aepfeln, und auch Hollunderbeeren toben ge­gen ihre Zeitgenossen nicht» eirtzuwenden. IN Allgau wird keine Pflaumenmarmelade ohne Holunderbeeren 3 übereilet.

Nur Hagebutten wähnen ihr Rosenaroma gefähr­det, wenn man ihren Früchten andere Art zusetzt. Da­gegen schlucken sie mit innigem Behagen den Landwein, mit dem man bie geputzten und gewaschenen Früchte während ihres lOtägigen Aufenthaltes an schattigem, kühlen Ort überspritzt. Sie sind bann so weich, daß man bie Früchte roh durch ein Sieb streichen kann. Das Mus wird gewogen, und je 500 Gramm brauchen 250 Gramm Zucker. Wird bas Mus ungesüßt sterilisiert, so braucht es im Kessel nur 20 Minuten bei 80 Grad aus­zuhalten, um später al» köstliche Grundlage für wohl- abgetönte Soßen zu Wildfleisch dem Glase zu ent­steigen.

Die Frau in der Politik.

— Frau Maria Heßberger 60 Jahre, Am 10 Juki 1870 wurde Frau Heßberger in Fulda geboren. Sie hat in regster Anteilnahme das Auswachsen katholstchcr Frauenbewegung erlebt; als stellvertretende Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes steht sie zur Zeit noch in der le, bendigen Entwicklung der Bewegung. Besondere Ver, dienste hat Frau Heßberger sich unstreitig durch ihre Arbeiten zu Ehe-, Familien- unb Sittlichkeitsfragen er­worben, die zum Teil in der Mitarbeit an Zeitschritten unb in der Presse sich ausgewirkt hat, zum Teil aber auch in der mühevolleren Arbeit von Kommissionslei­tungen besteht. Die katholischen Hausfrauen danken ihr die Anfänge ihrer Berufsorganisation, weil sie als erste schon im Jahre 1913 aus dem Gedanken des Haus- frauenberufes ben Grund zur besonderen Schulung und Berufsvertrelung der Hausfrauen im katholischen Frauenbund legte. Aus einer großen ßebensaufgefrfilof- fenheit findet die Frau auch leicht ben Weg zur politi- scheu Arbeit für bas ganze Volk; seit 1918 ist Frau Maria Heßberger Mitglieb des Preußischen Landtages. Einem großen Werk hat Frau Maria Heßberger mit seltener Treue und Unermüdlichkeit ge­dient: der Frauen-Friedenskirche. Die Kirche vollendet zu sehen unb zu wissen, daß ihr Gedanke im­mer weiteren Kreisen katholischer Frauen aufleuchtet, wird Frau Heßberger für ihr weiteres Schaffen die Freude geben, die ihre Freunde ihr zu ihrem 60. Ge­burtstage wünschen. J!

Die Frau in der Wissenschaft.

Helene Weber zum Ehrendoktor ernannt. Für weiteste Kreise der katholischen Frauenwelt ist es eine große Freude, daß die staatswissenschastliche Faku'tät der Universität Münster Frau Ministerialrat We­der, „der erfolgreichen Vorkämpferin auf den Gebieten der Frauenbewegung und der sozialen Arbeit, der uner­müdlichen Förderin sozialwissenschaftlicher Forschung und Schulung, der verdienstvollen Referentin für so­ziale Bildungsfragen und für Jugendpflege im Preußi­schen Ministerium für Volkswohlfahrt, ehrenhalber Titel, Rechte und Würden eines Doktors der wirtschaft« lichen Staatswifsenichaften" verlieh. Die sehr seltene, aber wohlverdiente Ehrung ist ein erfreulicher Beweis dafür, daß bie Universitäten geistige, im Bereich des Lebens geleistete Arbeit in Ihrer Bedeutung für die Wis­senschaft zu würdigen wissen.

Die Frau als Hausarzt.

f. Die Behandlung von Brandwunden mit Hefe hat sich, wie durch genaue ärztlicherseits ausgeführte Ver­suche sestg-stellt worden ist, gut bewährt. Es entsteht nie Eiterung, übler Geruch ober schlechte Narbenbildung. Gazebinden werden mit getrockneter oder frischer, mit, lauwarmem Wasser zu einem Brei verarbeiteter Hefe bestrichen und auf das verletzte Glied gebracht. Schon nach wenigen Minuten soll fast jeder Schmerz aushören. ‘

f. fialte FntzfohlenbSder haben sich gegen Zahn­schmerzen selbst in Fällen als wirksam erwiesen, in denen bie gebräuchlichen Heilmittel versagen. Zu ben Bädern wird nur wenig aber recht kaltes Wasser be«, nutzt. Die Fußsohlen sind tüchtig auseinander zu reiben. 41

Die Frau in der Küche.

Bohnen mit Schweinefleisch. (Für 4 Personen.) Zu- i taten: 1 Liter kochendes Wasser, 1 Eßlöffel Salz, 1 Zwiebel, 2 Pfund Bohnen, 1 Stengel Bohnenkraut, 1 Pfund Schweinefleisch, 2 Eßlöffel Mehl, 10 Tropfen Maggis Würze, 1 Eßlöffel feingehackte Petersilie. Zu­bereitung: Die von den Fäden befreiten, gut gewaschenen Bohnen werden mit dem Bohnenkraut und der feinge« schnittenen Zwiebel in das kochende Wasser gegeben. Das gewaschene, geklopfte Schweinefleisch gibt man dazu, salzt und läßt alles auf kleinem Feuer gar kochen. Kurz vox dem Anrichten rührt man da in etwas kaltem Wasser glattgequirlte Mehl daran, läßt gut durchkochen, schmeckt mit Maggis Würze ab und streut bie gehackte Petersilie über bas fertige Gericht. O. W. 1

Praktische Winke.

f. Holzwürmer. In die Nähe von Möbelstücken, dis von Holzwürmern befallen sind, lege man Eicheln. Sehr bald werden die Würmer auf diese übergehen, da sie den Geruch der Eicheln sehr lieben. Man verbrennt bie Eicheln, sobald sie von Würmern' befallen sind, unb ersetzt sie durch neue.

f. Slaubslecken in Tuchkleidern welchen einer Einrei­bung von Eigelb unb Branntwein, die man zu einer Salbe vennitscht. Nachträglich wäscht man die eingerte«. bene Stelle mit lauem Wasser nach.

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für Haus- und Küchengerät

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