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Siimlimminer 10 Big, (mit Jflnftr. Beilage 15 Big)

Anzeiger für die Stadt Fulda und denLandkreis Fulda. Amtliches Kreisblatk

Freitag, 4. Juli 1930

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zur Bewachung der Ordnung den Völkerbund vorschlagen.

Deutsche Antwort an vriand.

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Hbtlg. DUHr

Genfer Korrespondent der Corning Pest ans ner, wie er unterstreicht le'"- znnerl^ssig"n nrinaten Quere erfahren staken bo6 mehrend des Aukentbaltes des Pr'n^en in (enf Besprechungen 'wischen ibm und seiner Mutter, der früheren Kaiserin Zi11a ein"rs-i^<z und me^rer-n ein« flußreichen ungarischen Dsnlewgten und Dffh;eren andererseits stgito-'f--nden d"tten. di- der Frage der Gins"t--,ng des Pr-n-en ar« König von Un­garn gegolten hatten, ^um gleichen Th»m-i be» rirf'tef noch der G-nf^r ^g'-rss'-ondent des ^ailn Telearanh. daß an d-r Kans'renz auch ein hn^er geistlicher Würdenträger aus Rom teilgenommen h^tte.

titiaemi ied)6nial rood.entlid). AwchendeilagenDie rUcl> >m Bild' undBuchenblätter" Rotationsdruck und Verlas ?er stuldaer Äctiendruckerei in lltulda. Fernruse Cchrist- leitune 1152 > nldner ?eiient> rudere 1150 imh 1151 ::

gewirkt haben. So bezog es im ersten Vierteljahr 1929 aus den Staaten noch Waren im Werte von rund 250 Millionen Mark. Im gleichen Zeitraum des laufenden Jahres waren es nur noch für etwas über 150 Millionen, also um 38 Prozent weniger. 1928 kaufte Argentinien rund 80000 amerikanische Personen- und Lastkraftwagen, 1929 sogar noch um 17 Prozent mehr. Wie man jetzt aus Buenos Aires erfährt, gehören zu den Zollpositionen, für die in erster Linie eine wesentliche Erhöhung in Aussicht genommen ist, ausgerechnet Kraftwagen, die bisher zu 96 Prozent aus den Vereinigten Staaten kamen, sodaß diese sich nach einem anderen Absatzgebiet werden umsehen müssen. Auch land­wirtschaftliche Erzeugnisse, die im Laufe des letzten Jahrzehnts in immer steigendem Matze von Nord­amerika nach Argentinien verkauft wurden, werden in Zukunft eine nicht unbedeutende Zollmauer zu überwinden haben, ihre Einfuhr wird entsprechend zurückgehen. Ganz zutreffend schildert die angei- f ebene ZeitungLa Prensa" die Lage wie folgt: Man kommt immer zum gleichen Ergebnis. Kauf ist die Grundlage zum Verkauf, und die Länder mit Hochschutzzolltarifen sehen unweigerlich ihre Aus­fuhr sinken im gleichen Verhältnis zu der Erhöhung ihrer Zölle auf ausländische Waren."

Die Pankees machen übrigens zwischen dem eigentlichen Auslande und bett Ländern, die mittel­bar oder unmittelbar von ihnen abhängig sind, keinerlei Unterschied. Cuba z. B. befindet sich in­folge der Zollpolitik Washingtons in einer Lage, wie sie schlimmer nur Zeit der spanischen Herrschaft auch nicht war. DiesePerle der Antillen" kennt nur ein Produkt, es lebt und stirbt mit der Mög- l'chkeit. Zucker zu verkaufen, und zwar nach den Vereinigten Staaten. Der Absatz dorthin war schon durch die bisherigen Tariie erschwert, nach der letzten Zollerhöhung sieht sich die Insel aber von einer Wirtschaftskrise bedroht, wie sie eine solche kaum jemals kennen gelernt hat. Die Bevölkerung verdient kaum das Existenzminimum. und die Fol­gen sind die üblichen: bie Einsicht! aus den VereS- niaten Staaten, dem wichtigsten Lieferanten der Insel, ist von fast 150 Millionen im ersten V'-"tev- sabr 1929 auf etwas über 115 Millionen Mark, also um rund 25 Prozent, gesunken.

Und wie in der Neuen Welt so ist es in der ?llten. Ueberall macht sich eine Bewegung für bie Eroreifung von Abwehr- unb Verg"ltun->smatz- nabmen gegenüber den herausfordernden Zöllen- döhunaen Amerikas fühlbar, in der Schwei' und iovar in Frankreich ist man bereits zum offenen Bonkott amer'kanischer Waren über-'eo-'n-'-n. Viel­leicht gibt d--s den auf ihre wirtschaftliche Kraft vochenden Machthabern in Washington doch zu d-nken. unb man kehrt wieder zu einer vernünssigen W'rtschaftsvositik Zurück, wie sie im wohlverstan­denen Interesse aller liegt.

wtb. Da'hina'on. 8. Just. (Eig. Meld.) Mit der französischen Regierung soll nach einer Agenturmeldung bie Regelung über bie Anwen­dung des neuen Zolltarifs getroffen worden fein.

Sie Wirsichaftskrise, unter der die Vereinigten gleich den meisten übrigen Ländern leiden, man in Washington auf zwei verschiedenen zu bekämpfen. Einmal durch eine gewa'-

Ans Berlin wird gemeldet: Der Stadfkämmerer Dr Lange ist durch Beschsi'ß des Magistrats pen- kwni"rt worden. Der Beschluß lautet:Weaen Dfenstunfähigkeit unter Gew^hrutw ihm gesehstch 'uffeberhen Ruhegebast«" Der Mogistra' wird h*r !^tc,btverordne^enver^ammlung den Beschluß '"r K-p-tpiz mitteilen und um Neubesetzung der Stelle bitten.

einer deutschen Antwort auf Briandschen Poktvorschlaa vor offizielle Antwort soll bis Mitte Juli in übergeben werden.

deuftche Volk einig in feinen Stämmen uneinig in feinen Parteien.

Dir letzten Stadtverordnetenwahlen in Preußen bewirkten, daß eine Reche von Großstädten keine arbeitsfähigen Stadtverordneten-K^.llgien mehr be­sitzen. Zu ihnen gehört, was nicht zu verwundern ist, auch die deutsche Reichshauptstadt Berlin. Hier ist wohl eine sozialistische Mehrheit vorhanden, falls man die Kommunisten zu den Softalisten zu zählen geneigt ist, aber die Kommunisten denken nicht daran, mit den Sozialisten zusammen zu ar­beiten. Sie sind überhaupt die verantwortungs-- scheuesten unter allen Parteien, die es in deutschen Landen gibt. Die deutschnationale RechtSopposition auf dem Berliner Rathaus, die Nationalsozialisten und Deutschnationalen denken aber nicht daran, politische Verantwortung zu übernehmen und der Reichshauptstadt aus der Verlegenheit herauszu­helfen.

War somit der städtische Kaushalt schon seit Wochen bedroht, so ist jetzt doch das kaum wahr­scheinliche eingetreten, der Haushalt Berlins wurde von allen Parteien abgelehnt. Die Berliner Stadt­verordnetenversammlung zählt insgesamt 225 Stadt­verordnete. Von ihnen waren bei der entscheiden­den Abstimmung 201 anwesend. Alle st'minten mit Nein" gegen den Haushalt. Die Zahl verdient festgehalten zu werden. Die Folge dieser Abstim­mung ist bie Zwangsetatisierung bei Reichshaupt- stabt durch die Aufsichtsbehörde, den Oberpräsiden­ten von Brandenburg-Berlin.

Es erübrigt sich, bei der Rechts- unb Links- opposition nach näheren Motiven zu suchen bie sie zur Ablehnung des .Daushalts bestimmten. Anders liegen die Verhältnisse bei den übrigen bürgerlichen Parteien unb der Sozialdemokratie. Diese wur­den durch einen Vorstoß dos Magistrats übev- rumpelt, der verlauste,' daß die Grundvermögens­teuer von 209 auf 240 v. H, die Gewerbesteuer I von 425 auf 535 v. H. unb die Lohnlummensteuer von 1000 auf 1225 v. H. erhöht werden. Der Stadtsyndikus. der dem Stadtvervrdnetenkoll"aium dieses Steuerbukett überreichte, bemerkte, daß bie Lvbnsummensteuer nicht mit rückwirkender Kraft erhöht werben könnte, weshalb im ersten Vierteb-

Anschauungen bet Rechtsopposition für unvereinbar mit ber Zugehörigkeit zur kom- munistischen Partei. Der Parteitag beauftragt das Zentralkomitee, die Erfüllung des Fünf-Jahr- Planes in vier Jahren zu. erzielen und unentwegt die Beseitigung des Kulakentums als Klasse auf der Grundlage einer geschlossenen Kollektivisierung in der ganzen Sowjet-Union durchzuführen.

Berlin ohne Haushalt.

Ein Beitrag zu dem Kapitel:

Lnterventüms-Dersuche des Wcltimprrialismus zurückgeschlagen werden. Der Parteitag hebt mit Befriedigung hervor, daß

die Rote Armee

wieder ihre Stärke und Kampffähigkeit bewiesen hat unb weist mit größter Entschiedenheit auf bie Notwenbigkeit hin, bie Aufmerksamkeit ber Partei noch mehr auf bie Festigung ber Wehrhaftigkeit der Sowjet-Union, auf die Macht unb Kampf­fähigkeit ber Roten Armee, der See- und Luft­flotte zu konzentrieren.

In bet Entschließung wird ferner erklärt: Die Politik des Zentralkomitees hat eine machtvolle Ausdehnung der sozialistischen Industrie sicherge­stellt und einen ungeheuren Aufschwung des Prv- duktionsenthusiasmus der Arbeitermassen hervor- gerufen. Die von der Partei erreichten sozialistischen Autbau-Tempis bieten ber Sowjet-Union bie Mög­lichkeit, in kürzester geschichtlicher Frist

vorgeschrittene kapitalistische Länder in t chnischer und wirtschaftlicher Beziehung cinzuholen

unb zu Überholen unb bie getreideei zeug enden Staatsgüter werden bereits in diesem Jahre über 17 Millionen unb bie Kollektivwirtschaften über 83 Millionen Zentner Getreide für ben Markt liefern.

Der Parteitag beauftragt bas Zentralkomitee fernerhin, bie Schwerinbustrie allseitig zu ent­wickeln unb in kürzester Frist eine neue machtvolle Kohlen- unb metallurgische Basis in Gestalt des Ural- und Kusnetzbecken-Kombinats zu schaffen, die Entwicklung der Leichtindustrie unb ber Roh­stoffbasis zu verstärken, den Wiederaufbau des Transportwesens durchzuführen, bie Entwicklung ber Viehzucht zu beschleunigen, bie Lebensmittel­industrie zu entwickeln und bie landwirtschaftlichen Betriebe allseitig mit Maschinen und Traktoren zu versehen. Der Parteitag erklärt weiterhin die

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CNB formen. 3 I,n. (Ein. M ld.) Z» Genfer Meldungen Wer einen ^nfentbolt Prinzen Otto von Habsbur" in G"nf will

DerKönig von Ungarn.

Prinz Otto von Habsburg in Genf.

CNB. Genf, 3. Juli (Ei ff Mlld) Aus gut unterrichteten Kre'fen verlautet, daß der un«ar ^e Kron-"'nwärter, Prinz Otto von der

Sohn des lebten Kaisers von fMterrei* sich' aw Sonntag und Montag in Genf apis-ho'ten hot. Er war in einem kleinen Hotel a5gestieo«n' wo er sich in das Fremd-nhuch als Dttn von Bwirl-on eintrug In seiner Dichtung befand sich ein Prinz von Pn'-rbon Prinz Otto ist g"st'rn vor­mittag nach Gann^s weiter gere'N tu? r'Mife. daß er gel?g°nll'ch seines Genfer Auf-nihaltes mit maßget'pnden Bölkerhundsver-

~n Moskau haben bie russischen Bolschewisten großen Kongreß abgehalten. Dieser nahm «stimmig eine Entschließung an, in ber bie politi- ßinie und bie Arbeit des Zenttalkomitees der

I gebilligt wirb. In ber Entschließung es u. a.: Die

Seftigung ber internationalen Machtstellung der Sowjet-Union

bas Ergebnis einer vom Zentralkomitee der richtig durchgeführten Außenpolitik. Nur b^nk dieser Politik gelang der Sowjet-Regierung die Aufrechterhaltung des Friedens, dieser wichtig- «flt Voraussetzung eines siegreichen sozialistischen Aufbaues. Die entschiedene Politik der Sowjet- llnwn führte zur Wiederaufnahme der diplomati- schm Beziehungen mit England und zur Besel- tigurg des Ost-China-Bahnkonfliktes Der Parteitag beauftragt das Zentralkomitee, auch fernerhin eine entschiedene Friedenspolitik zu füh- reu und das brüderliche Band und die Solidarität zwischen der Arbeiterschaft und ben werktätigen Massen der Sowjet-Union und ber Arbeiterschaft und werktätigen Massen ber übrigen Völker zu festigen. Der Parteitag hält zur Beschleunigung der

Industrialisierung der Sowjet-Union

weitere Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen wischen der Sowjet-Union und der kapitalistischen Welt, bie unerschütterliche

Aufrechterhaltung des Außenhandelsmonopols und weitgehendste Ausnützung der Technik fort­geschrittener kapitalistischer Länder für notwendig. Der Parteitag betont die große Bedeutung eines raschen Tempos ber sozialistischen Industrialisierung des Landes, damit die wirtschaftliche Unabhängig­keit der Lowjet-Union gesichert, ihre Wehrhaftig­keit gefestigt und alle

OKe Kamellen.

Aus *er Zentrumsfraktion des Reichstags wird uns aeschrieben:

Vor einigen Tagen wärmte der tozialdemokra» tsiche R"'chs^apsphgeordnete Keil in ber Stuft« ga-terSchwäbischen Tagwacht" noch einmal die Mär vom Stun des Kabinetts Müller durch den Zenfumsd^er Dr. Brüning auf und me'rte, daß jetzt der Zeitpunkt gekommen fei, diese Feststellun­gen noch einmalauf Grund genauester Einblicke und Jn'ormat'onen" zu machen. Demgegenüber 'teilen wir fest, daß die Behauptung des Herrn Keil,Herr Brüning habe das Kabinett Müller zi-lbewußt zum Scheitern gebracht". abfn(ut fal'ch ist. Alles, was er zum Beweise anEinblicken" und Wandelhal'en-Jniormat'onen juifammenträgt, tehi mit ben Tatsachen.in Widerspruch. Das gilt namentlich für die angeblichen Meinungsverschie­denheiten Zwischen Dr. Brüning und feinem Freunde Ester. Letzterer hat am 2 Avril im Ple­num des Reichstags als er im AnMuß an die Erklärung ber Zentrurnsfraksion sprach, bezüglich des angeblich strittigen Kompromißvorschlages Brü« ning nach dem stenographischen Berichte folgendes iestgestellt:

Wenn wir tmferen Kompromißvorfchlag gemacht haben fo geben wir zu. daß er keine Jdeallöfunq bedeu­tete. Aber warum ist er gemacht worden? Nachdem alle Versuche, die b-iden Flügelpatteien zu einer Ver­ständigung in der Arbeitslosenversicherung zu bringen, vergeblich waren und weil das Schicksal des Kabinetts Müller damals an einem Faden hing! (Abg. Aulhäuler: Und weil die Volksvartei den Abbau erzwingen wollte!) Herr Kollege Aufhäufer. ich bleibe dabei, daß wir diesen Kamvramihyorschlag aus dem Bestreben heraus gemacht haben, die letzte Regierung und die letzte Re- aierungsloalition zu erhalten. (Sehr richtig! im Zentr.) Wir sind dabei Wege gegangen, die wir eigentlich sach­lich nicht mehr voll und ganz verantworten konnten,

jahre diese Steuer in der bisherigen Höhe von 1000 v. H. eingezogen würde, wofür dann im zweiten Vierteljahr zum Ausgleich 1300 v. H. in Rechnung gestellt werden müßten. Den Krach der Stadtver« ordnetenversammlung bei diesen Beschlüssen des Magistrats kann man sich unschwer vorftellen, auch wenn man nicht an die gwtze Anzahl von Kommu­nisten denkt, die sich in diesem parlamentarischen Kollegium befinden.

Der Berliner Haushaltsplan 1930-31 ist geschei­tert. D.e Fo.ge davon ist, daß eine Zwangsetatisis- rung notwendig geworven ist. Das Oberpräsidium hat a.s Aujjich.s^chl.rde das Recht und die Pflicht, uen Haue ,all der Reich.houptstadl in Ordnung zu bringen. Zu dem Zwecke wird der Ooerpräsident zunächst e.nmal die einzelnen Kapitel des Haus­halts ,nachprü,en und feststellen, welche Ausgaben der Stadt notwendig sind. Sodann wird er sich mit der Einnahmeseite des Haushalts beschäftigen und die neuen Steuern festsetzen, die unerläßlich sind, wenn der Haushalt ins Gleichgewicht gebracht wer­den soll. Es wiro befurchtet, daß der Oberpräsident well höhere Steuersätze diktiert, als der Magistrat vorgesehen hatte. Wenn er über die Vorschläge des Magistrats nicht hinausgehen sollte, so ist es den­noch kein Ruhmesblatt für die Berliner Stadtväter, daß sie ihren Haushalt nicht in Ordnung zu bringen vermochten.

Während bet Haushallsdebatten fiel auf dem Berliner Rathaus das Wort, daß ein Stadt­parlament nicht zu bestehen verdient, das keinen Haushalt zustande bringt. Man wird dieser Fest­stellung nicht gut widersprechen können. Das vor- nehmste Recht jedes Parlamentes ist das Budget- recht. Ein Parlament, das mit diesem Recht nichts anzufangen weiß und die Pflichten nicht zu erfüllen vermag, das dieses Recht in sich schließt, hat seinen Zweck verfehlt. Ein Stadtverordnetenkollegium, das sich selbst entmündigt, ist reis, daß es vom Schaiu- platz verschwindet. Dies gilt ganz allgemein, ob es sich nun um das Stadtparlament der Reichshauvt!- stadt oder irgendeiner anderen Stadt innerhalb ober außerhalb des Hoheitsgebiets bes Deutschen Reiches handelt.

Schon wird auch bie Auflösung der Berliner Stadtverordnetenversammlung erwogen. Der Ober« Präsident Mayer könnte nach Ueberprüfung der Sachlage dem Staatsministerium den Vorschlag machen, die Stadtverordnetenversammlung neu wählen zu lassen. Es ist kaum wahrscheinlich, daß diese Initiative ergeht, da sich die Aufsichtsbehörde von Neuwahlen in Groß-Berlin bei der gegen­wärtigen Arbeitslosigkeit unb dem zunehmenden Radikalismus links unb rechts kaum viel vev» svrechen f e Vorerst st der Ob'kllä'ident Mayer der tatsächliche Diktator der Reichshauptstadt. Er dürste auch dafür sorgen, daß die Stadt Berlin ihre Gläubiger zufriedenstellt.

Die unhaltbaren Zustände in bet Berliner Stadtverordnetenversammlung bür'ten ber prew- ß'Ven Stra^re-ie-ung nadelegen, ben vorliegenden Gesetzentwurf über bie Verwaltung der Stadt Ber­lin mit De^chleuni-'ung vom Landtag verabschieden ?u lasten. Gesch'eht dies, dann kann auf Grund des neuen Rechts zu Beginn des Winters das Stadtverordnetenkollea'um neu gewählt werden. Dann wirdSeiner Majestät", dem Wähler, Ee- lesenheit geboten, mit dem bisherigen Stadtverord­neten im einzelnen und den Varteien im allo eines- nett darüber abzurechnen daß sie jetzt aus Furcht vor den Wählern ihre Budaetvilichten vernachlässig­ten und sich selbst entm'"'ndinten. Volitische Un- münder zu wählen, kann keinem reifen und seiner Beantwortung bewußten Staatsbürger zugemutet werden.

Reichskabinett trug lautVoss. Zta." Rrichsaußenminister Dr. Curtius den Entwurf

Die Abrüstvns.

wth. Conlon 3 Juli. (Ein. Meld.) Rach »iner Melduna desDailn T-legrn'-h" wird ber Vor­sitzende der porberertenben Ahriistunaskon- ferenz London trotz heg frrrnsftfrf'-:t<t(ienifrhen Streites in der Fraas- t>sr Ses-AhErma eine Sitzung ber Konferenz im November ein- berufen.

wth. Baris. 3 Jusi. lGig. Meld.) Da-, F"as- tionskornllee für den Völkerbund host aeftern eine große Kundgehuna für Abrüstung unb Frieden oeronftaffef Senator b e Hou« venel verkannte in feiner R'de daß die Rea'e- rungen ber Mitaliedftaaten des Völlerh''nd?g he sofortige Einstellung be« Rüstungswett'auf« b:e Rrüfung von ©arantrehfonimen. die eine starke RisttunasHera'setzung gestalten würde, und die Schaffung einer internationalen Streit­

Moskau verlatzk seine Lahnen nicht

Schließung des kommunistischen Parteitages in Moskau, rteilung der kommunistischen Rechtsopposition. Stalin bestimmt die russische Innen- und Autzenpotitik.

Monatlich l,b0 einschlietzl. Postgevüyr <48 Pfg.i ohne 3uitellg. Änzeigen-Preise: Klein eile ICol.i lokal 0,15 JUC, auswärts 0,20 UM. Re amezeile: lokal 0,60 ,-RM, auswärts 0,80 JLM Bei Wiederholungen Rabatt Pastsch-cki. sra ikf. a öl. 4051.

nf orto ss ensiv e", bie Hoover vor ei* Rat'1 nn9etünbigt hat, unb dann durch eine ff ^"llmauer, durch bie man fremde "'Busse fast völlig vom amerikanischen Markt , -.chließen und diesen somit der heimischen In- myrne allein vorzubehalten denkt.

R>!^ki°"tsich erstaunlich, daß die sonst so Hu» .,r"rJ(Pflftsfübrer der Union sich über die Un- Jr e-*L^er gleichzeitigen Anwendung beider klar sind. Ein alter volkswirtschast- Grundsatz lautet, daß, wer verkaufen will, raufen muß. Wenn sich die Vereinigten Staa- _?"öur(f) ständige Zollerhöhungen die jetzt

. tende bildet ja nur das letzte Glied et« n Kette ausländischen Waren oerschlie- rswen fi? nicht darauf rechnen können, ihre ^Erzeugnisse im Auslande abzusetzen. Die ung die der amerikanische Außenhandel in 3eit genommen hat, liefert dafür einen agenden Beweis. Nur einige Beispiel e!

i ^er Nordamerikaner war bisher

L^Me Dominium Kanada. Allein im

nl ^'efes ^"hres hat die amerikanische » n» ^uuada nun um rund eine halbe J,lart oder um 25 Prozent gegenüber m« 9?fnaLa^9enommett- Das ist aber erst ein f» auf die Zollerhöhungen des

?.?siurs im Süden hat das Dominium ^miche Revision seiner eigenen Tarifsäne ha!11'«, e,.^n'nnÜ ^uni in Kraft getreten

Ansicht sachverständiger Kreise die Abfuhr nach Kanada um dreiviertel 8 .^,^'lliarde belasten wirb. Schon mo- Anzeichen dafür bemerkbar, daß ,!en felbft und die übrigen Teile des ho, kanadischen Handel wieder an die r Union treten werden.

wichtigsi°n^/."" 'st es nicht anders. Einer äte» e Faktoren im Außenhandel der Vcr- e n H °. en mit Latein-Amerika war bisher

*n'cn- ungeachtet der Tatsache, daß sich erfreut«00^üerctbe keiner besonderen Beliebt* itnniu,.11'«.00 die ständigen, die große lüd-

Republik besonders in Mitleiden- iPr ren.3°Uerböbungen Washingtons die ift in verstimmt hatten. Seit m.hr als ton unhÄ?,C argentinische Botschaft zu , k16 es heißt, weil sich, am

j ? findet, der diesen doch fo wich- ren bereit n? W eingeschätzten Posten zu >fe bur/o^-1' 5 ^ooner seine bekannte

' ^ein-Arnerika machte, wurde er in ie en^?rnl!t vollendeter Höflichkeit, aber vvderswo gezeigten Herz- in ^n. Nachdem Argentinien schon Nische bst gegen die norb=

M Protestierenden gestanden

H Erfolglosigkeit feiner Gin»

bie ?n- dstoßnabmen übetaeaangen,

Janiees nicht gerade etfteulich aus-

Amerika hak den Sogen übeffMnl Sinkender Außenhandel als Folge des Hochfchutzzolls.

Don H. L a s k e - London.