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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatk.

Ilr. 133

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

Mittwoch, 11. Ium 1930.

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57. Zahn.

Deutscher Gesandter erschossen.

Der deutsche Vertreter in Portugal Opfer des Revolver-Attentats eines Irrsinnigen.

Als der deutsche Gesandte in Lissabon, Dr. von . Daligand sich am Samstag an Bord des im Hafen von Lissabon vor Anker liegenden deutschen Kriegsschiffes „Königsberg" begeben wollte, wurde im Hafen - Gebiet von einem Danziger Seemann auf ihn geschossen. Die Kugeln trafen den Ge­sandten in den Kopf. Er erlag nach kurzer Zeit seinen schweren Verlegungen. Der Täter machte keinen Fluchtversuch und wurde verhaftet.

Der Täter heißt Franz Piechowski, ist 39 Jahre alt und aus Danzig gebürtig. In Lissabon hielt rr sich seit dem 29. April auf, wohin er von Madrid gekommen ist. Vorher war er in Amerika. Pie­chowski hat gleich bei dem ersten Verhör erklärt, daß er sich mit der Absicht getragen habe, irgend­eine Persönlichkeit von Rang umzubringen, gleich­gültig wer es sei. Er ist vor Jahren aus "einem deutschen Irrenhaus entflohen.

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Albert von Baligand, das Opfer der Tat, wurde am 23. Oktober 1881 in München geboren. Die Familie von Baligand stammt aus dem Henne­gau und kam über Lothringen und die Pfalz na* Bayern, wo ihre Mitglieder im Staats- und Hee­resdienst tätig waren. Auch Albert von Baligand war ursprünglich aktiver bayrischer Offizier, nahm aber nach wenigen Jahren seinen Abschied, stu­dierte in München und Würzburg Rechtswissen­schaften, Nationalökonomie und Philosophie und wurde 1913 in das auswärtige Amt berufen. Nach kurzer Beschäftigung im Haag und in Amsterdam fern er 1913 als Hilfsarbeiter für völkerrechtliche Fragen in das Auswärtige Amt, wurde, schwer verwundet aus dem Kriege zurückgekehrt, 1915 zum Lcgationsrat ernannt und von 1917 bis 1918 mit der Führung internationaler Verhandlungen, ins­besondere von Ostfragen, betraut. Er war ein Vertrauensmann Stre'emanns, der ihn vor zwei Jahren auf den Lissaboner Posten sckickte, wo er namentlich in handelspolitischer Beziehung Gute-- geleistet hat. Die Reichsleitung hat der Witwe des Ermordeten ihr Beileid ausgesprochen.

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Die Leiche des ermordeten Gesandten wird am 11. Ium durch den Kreuzer „Königsberg" noch - veutsttstand übergcführt werden, wo sie am 14 "uni Eintreffen wird.

- Die portugiesische Regierung hat den Toten In aller erdenklichen Weise geehrt. Es fand eine -.rauerparade statt, an der die deutschen und die vortiiglestschen Soldaten teilnahmen. Der portugie- 'sche Staatspräsident bat die Gemahlin des er-- ichossenen Gesandten besucht. Rach einem Trauer­gottesdienst in der Kirche der katholische!- deutschen Gemeinde in Lissabon wurde dcr Sarg mit der <etdic öes Ermordeten vorläufig zum Friedhof ""erfuhrt Der Sarg stand ai-s einer Geslbütz- -otette. Deutsche und portugiefische Matrusen -ru-

”en Karg zur Friedhofs-Kapelle. Die Mitglie- cer der Regierung und das diplomatische Korps bildeten Spalier beiderseits des Weges. Der Sarg wurde auf dem Katafalk gestellt und der Auditor

der apostolischen Nuntiatur, 21 rata, dem der Wau der deutschen Kolonie zur Seite stand, stg- ■ nete ihn ein.

Hindenburg an Präsident Carmona.

Berlin, 10. Juni. (Eig. Meld.) Rttchs- Hindenburg hat an den Präsidenten

-.5^publik Portugal auf dessen Beileibskund!- $obc des Gesandten von Balindang !>Ä ^E.ndes Telegramm gerichtet: Für die herz- Teilnahme, die Eure Exzellenz zugleich im des portugiesischen Volkes anläßlich des . "lebens des Gesandten von Balindang zum Aus- haben, spreche ich meinen innigst- gefuhlten Dank aus.

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Auch eine polnische Roke.

(t./®1?, nus Warschau verlautet, ist der polnische kxJl- c in Berlin beauftragt worden, im Aus- .Arnt eine Verbalnote zu überrei-

^7"' we im wesentlichen die Vorstellungen Polens decholm sott net Zwischenfall vom 26. Mai wie- ?„^/,^nntlich ist von Deutschland bereits am sJ„wstag eine Note in Warschau überreicht wor- re’ die den deutschen Standpunkt in Sache des drenzzwischenfatts vertritt.

^ammuuistjsche Ausschreitungen im Wiener :: fem r BZicn wird gemeldet: Bei einer Ver- 9117=51 Un-9 ÜDn etwa 300 Kommunisten in einem Ii*«lulS50It im Wiener Wald kam es zu erheb- Ausschreitungen. Der Vertreter der Dezirks- W^ptmannschqft wurde tätlich bedroht, die Gen- ftanh 116 wit Biergläsern und Einrichtungsgegen- beworfen. Da die Demonstranten sich ■EL« 5?^ der Einwaggonierung in einen nach bestimmten Zug widersetzten, mußte die uvarmerie mit gefälltem Bajonett vorgehen, mehrere Personen verletzt wurden.

Bist»», englischer Unteroffizier wegen fahrlässiger P.7^ ju 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Aus l chawar wird gemeldet: Der Unteroffizier >.7^, englischen Regiments, der, wie seinerzeit irren"'.am 31. Mai durch unvorsichtiges Hcm- h mit, Einern Gewehr den Tod zweier Kin- ounh=t’Ut'at^t batte, während deren Mutter ver- wurde, wurde zu 18 Monaten Gefängnis ninfn» x ~ Wie erinnerlich, war es #mt 31. Mai »mm! c Vorfalls in Peschawar zu Unruhen ge- d'.bei denen durch Schüsse der Polizei und toMulk , I§ sieben Personen getötet und neun mundet wurden.

Tirard über hie Besetzung des Rheinländer.

Der französische Oberkommissar im Rheinland Tirard gab in einem Interview mit dem Außen­politiker des „Journal "eine Art Rechenschasts- bericht über seine Tätigkeit Tirard wies in dieser Unterredung darauf hin, daß man verschie­dene Schwierigkeiten durchgemacht habe. Vor al­lem sei es die Ruhrkrise gewesen, aber man müsse auch an diejenigen Schwierigkeiten erinnern, die zur Besetzung Frankfurts und zur B e- schlag nähme von Düsseldorf, Ruhr­ort und Duisburg geführt hätten. Der Oberkommissar, der den ihm unterstellt gewesenen Behörden und Beamten seine besondere Anerken­nung aussprach, betonte, daß die Besetzung in wahrhaft europäischem Geiste durchgeführt worden fei. Sie habe nicht nur fein Hindernis für die Politik von Locarno gebildet, sondern sie habe so­gar eine Rolle bei der Annäherung gespielt. Diese geistige Einstellung habe sich gleich 'm der ersten Stunde gezeigt. Der Erlaß vom 10. Januar 1920, durch dessen Veröffentlichung die Interalliierte Rheinlandkommission ihre Arbeit aufnahm, habe bereits die Grundsätze einer Annäherungspolitik ausgestellt. In ihm sei der Wille betont worden, im Rahmen des Möglichen die Vesatzungslasten zu erleid’ifern. Es sei darin auch die Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit den deutschen Beamten und Richtern unb mit der Bevölkerung ausgespro­chen worben. Der Erlaß habe weiter bie Aus­übung ber Justiz, der öffentlichen unb der priva­ten Freiheit sowie die Förderung der berechtigten Bestrebllngen unb des Wohlstandes des besetzten Gebietes zugesichert. Für ihn, Tirard, fei es keine kleine Genugtuung, festzustellen, daß dieses Pro- aramm durchgeführt worben fei. Die Haltung ber Bevölkerung sei ber beste Prüfstein. Er könne er­klären, daß bie Bewohner des besetzten Gebietes mit ben Besatzungssolbaten nicht nur korrekte, son­dern ungezwungene Beziehungen unterhalten hät­ten.

Schließlich kam Tirard auf die Separati­sten zu sprechen. Er fragte: Müsse man nicht be­fürchten, baß gewisse Einwohner des besetzten Ge­bietes, die beschuldigt würden, den ehemaligen Feinden soweit entgegengekommen zu sein, m.ßhan- delt werden würden? Schon bei dem Londoner Abkommen von 1924 habe man Deutschland Amnestie und Schutzmaßnahmen zur Pflicht ge­macht. Die Verpflichtungen seien von den amtlichen Kreisen eingehalten worden, aber diese hätten in­direkte Handlungen nicht verhindern können. Daher habe man in ben Haager Abkommen noch be­stimmte Verpflichtungen verlangt. Ein in Koblenz abgeschlossener Vertrag fasse alle Vorsichtsmaßnah­men zusammen, bie man in Vertragstexte habe aufnehmen können. Er, Tirard, hoffe, daß bie Deutschen ihre Unterschrift achten würben. Er habe persönlich an ben Reichskommissar für bie be­setzten Gebiete einen sehr klar gehaltenen Brief gerichtet, in bem er erklärte, wenn bedauerliche Handlungen Vorkommen würden, würde sich bie französische Regierung die notwendigen Maßnah­men Vorbehalten. Er habe auch auf die sehr üblen Folgen Hinweisen zu müssen geglaubt, die jeder Zwischenfall, der ein Auflehnen ' der öffentlichen Meinung in Frankreich Hervorrufen könnte, auf die deutsch-französischen Beziehungen haben könnte.

Tettröumung in kehl.

totb. Kehl, 10. 6. (Eig. Meld.) Heute vormittag gegen 10.30 Uhr haben 10 Offiziere und 185 Unteroffiziere unb Mannschaften des französischen Infanterie-Regiments 170 im Sonberzuge Kehl verlassen, um sich nach dem früheren Standort Görabmer in den Vogesen zu begeben. Ein zahl­reiches Publikum, das sich jeder Kundgebung ent­hielt. wohnte dem Slbnrarsch bei. Die'Bahnsteige waren bis zur Abfahrt des Zuges von Doppel­posten abgesperrt.

Carol König von Rumänien.

Der jetzige neunjährige König wird wieder Kronprinz. —

Regierungswechsel in Bukarest

Am 8. Juni hat bie nach ber Rückkehr des Prin­zen Karol nach Bukarest sofort zusammen berufene Nationalversammlung mit großer Begeisterung ben Prinzen zum König Karol II. von Rumänien ans- gerufen. Sein Sohn, der neunjährige bisherige König Michael hatte nichts dagegen, baß er wieder zum Kronprinzen zurückbefördert wurde. Er nimmt als Kronprinz ben Titel eines Großwoi- woben ober Herzogsvon Alba Julia an.

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Der neue König, Karol n.

aus bem Hause Hohenzollern, hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Nachdem er nicht we­niger als viermal auf den Thron von Rumänien verzichtet hat, einmal sogar „unwiderruflich", nach­dem er drei Jahre lang als Verbannter im Aus­lande gelebt hat, ist Karol, nun doch König gewor­den. Es war jahrelang ein verwirrendes Hin und Her von Nachrichten und unerfreulichen Gerüchten über die Liebesneigungen und die mehr oder weni­ger legitimen unb illegitimen Beziehungen zu ver­schiedenen Damen. Es scheint, daß jetzt in sorgfäl­tiger Vorbereitung alle Hindernisse, die gerade von dieser Seite her ber Thronbesteigung Karols im Wege stanben, aus dem Wege geräumt worden inb. Die Verbindung mit Madame Lupescu ist gelöst unb die Versöhnung mit der früheren Gat­tin Helena, von der er rechtsgültig geschieden wor­ben ist, angebahnt. Ob auch bie Ehe schon aufs neue geschlossen worben ist, darüber verlautet bisher nichts, aber es ist zu erwarten, daß auch in dieser Beziehung, was an Formen noch notwendig ist, geliefert werden wird. Karol hatte, wie es scheint, nur die liberale Partei gegen sich, und diese ist offenbar schwach, jedenfalls'nicht stark genug, ihn aufzuhalten. Gegen eine Stimme — die Libera­len waren im Gefühl ihrer Ohnmacht nicht in die Sitzung gekommen — hat ihn die Nattonalver- ommlung zum König ausgerufen. Im ganzen ge­nommen fehlt der Wandlung im Südosten nicht eine leichte Note des Humors. Für die auswärtige Politik wird der Thronwechsel kaum etwas aus» machen. Es waren innere Gegensätze, die in Be­

tracht kamen, und auch in dieser Beziehung wird einstweilen keine wesentliche Aenderung eintreten.

Zur Rückkehr des Prinzen Carol hört mail in politischen Kreisen in Bukarest: Die Vorbereitung zur Rückkehr des Prinzen Carol nach Rumänien war von drei verschiedenen kleinen Gruppen seiner Anhänger unabhängig voneinander betrieben wor­den. Ein größeres Komplott oder eine militärische Verschwörung bestand nie unb wurde auch als überflüssig erachtet, da die Ueberzeugung bestand, daß bei bet Rückkehr des Prinzen sich alles von selbst ergeben werde. Eine der Gruppen mürbe von bem früheren Staatssekretär Mano- lescn geführt, der unter dem liberalen Regime wegen carlistischer Propaganda vor bem Kriegs­gericht stand. Der Gruppe gehörte vor allem Oberst Krecuk an, der seinerzeit Beisitzer im gleichen Kriegsgericht gewesen ist und früher österreichisch? ungarischer Offizier war, und weiter Major Nico- kra. Manolescn fuhr vor sechs Wochen nach Paris und wußte ben Prinzen zur unverzüglichen Heim­kehr zu bewegen. Manolescu kehrte bann wieder nach Rumänien zurück. Oberst Krecuk begab sich kurze Zeit danach nach Paris und gab von dort das vereinbarte Stichwort der Startbereitschaft des Prinzen: „Bin gesund." Inzwischen waren die Relais in Budapest, in Prag und München von Vertrauenspersonen bereit gestellt. In Prag war mit Mitteln des Prinzen ein Flugzeug ge­sichert worden und ein französischer Pilot. In Paris arbeitete auch der dortige Militärattaches Oberst Tatareanu eng mit dem Prinzen Carol zusammen. Der Kommandant der Klausenburger Militärflugstatton Oberst Dahinten hatte ben Prin­zen dort zu erwarten. Der Prinz startete von München wenige Stunden nach Oberst Krecuk, ber ihm vorausflog, um die letzten Vorbereitungen in Bukarest und Klausenburg zu treffen. Er hat bie Uniform eines Fliegergenerals für ben Prin­zen nach Klausenburg gebracht. Prinz Carol hatte die erste Panne auf offenem Felde bei Eroß-

Der bisherige König Michael mit seiner Mutter,, der Prinzessin Helena.

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wardein, wo ihn Offiziere des Klausenburger Flug- Hafens, die ihm in ihrer Beunruhigung entgegen­geflogen waren, erreichten unb mit Benzin ver­sorgten. Kurz vor Klausenburg hatte der Prinz eine weitere Motorpanne, wo er neuerdings von Fliegervffizieren eingeholt wurde.

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Das Kabinett Maniu ist int Zusammenhang mit der Rückkehr Carols zurückgetteten und ein neues Kabinett gebildet worden. Es steht unter der Leitung von Mironescu, der das Außen- Ministerium, das er bisher inne hatte, beibchcttt. Innenminister ist Mihai Popovich, Finanzminister Raducanu, Kriegsminister General Condeescu. Die übrigen wichtigeren Ministerien behalten die bis­herige Besetzung. Sämtliche Regierurigsmitglieder gehören der Nationalen Bauernpartei an.

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Das Kabinett Mironescu, das gebildet worden war, um die Führung bei ber Wiedereinsetzung des Prinzen Carol in seine Rechte zu übernehmen, ist nach Erledigung seiner Ausgabe zurückge­treten. Der König hat bereits Maniu und Sorga empfangen und mit ihnen über die Bildung der neuen Regierung beraten.

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Königin-Mutter Maria von Rumänien,

( die in ber neueren Geschichte Rumäniens eine sehr bemerkenswerte Rolle spielte, «zurzeit eine . Reise nach, Oberammergau machte, jetzt aber schnell nach Bukarest zurückfahren will.

* Das 36. Opfer der Lübecker Colmettc- Impfungen. Die Pfingsttage haben plötzlich im Be- finben der infolge ber Behandlung mit bem Tuber­kulosemittel erkrankten Lübecker Säuglinge, bei benen sich währenb ber letzten Tage verschiedentlich Besserungen zeigten, einen schweren Rückschlag ge­bracht. Die Zahl ber Todesfälle, bie seit bem letzten Mittwoch unoeränbert 28 betrug, erhöhte sich während der Feiertage um acht und beträgt somit jetzt 36.

Der Krieg in China.

■ totb. Peking, 10. Juni. (Eig. Meld.) Di: nordchinesischen Verbündeten haben die frühere Hauptstadt der Provinz Schantung, Tsinanfu, ohne Kampf besetzt.

Opfer des Pfingftverkehrs.

Auto gegen einen Baum gerannt. — Drei Todes­opfer.

Auf der Chaussee Stettin—Sroinemünbe Zwischen Münchsdorf und Hammer fuhr am Pfingstsonntag ein mit sieden Personen besetzter Kraftnkagen des Kaufmanns Liepert aus Stettin gegen einen Baum. Die Insassen wurden heraus- geschleudert, und der Kaufmann Liepert, sein Ehauffeur Brems, sein Schwiegervater Wagner aus Stolp und dessen Frau wurden schwer verletzt. Die Verletzten wurden nach dem Gollnower Kran­kenhaus übergeführt. Während der Chauffeur Brems sofort nach Einlieferung seinen schweren Verletzungen erlag, starben Wagner und seine Frau im Laufe des Montags.

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wtb. Hildesheim, 10. Juni. (Eig. Meld.) Ein von Hamburg kommender Lastkraftwagen, auf dem Ardeitersportler am ersten Feier­tag zum Reichstreffen nach Erfurt fahren wollten, stürzte um. Bie 40 Insassen gerieten zum Teil unter das Gefährt. Zwei Personen wurden schwer, eine Anzahl leichter verletzt.

Schiffs-Rataskrophe.

Dampferuntergang in der Mngkse-Mündung. Heber 100 Tote.

Nach einer Meldung der Associated Preß aus Schanghai ist der chinesische Dampfer „Litung" in der Mündung des Pangtse auf einen Felsen ge­floßen und untergegangen. Hundert Passagiere und die Mannschaft sind ertrunken.

Bei den Bauarbeiten für einen Wasserwerk- Tunnel unter dem Detroit-Fluß erfolgte eine Dynamit-Explosion. Nach Meldungen aus Detroit (U.S.A.) wurden sechs Arbeiter getötet unb etwa 20 von Sand- und Steinmassen verschüttet.