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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: ..Die Welt tim itnh
111 'im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag xux der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift-
57. Zahrg
Samstag, X. Juni 1930
:: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151.
Der chinesische Bürgerkrieg
e r s n o t über 200 000 Kinder seit Januar dieses
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wtb. Peking, 6. Juni. (Eig. Meld.). Tsinanfu, die Hauptstadt der Provinz Schantung, wird von den Truppen der Nankinger Regierung gegen die Heere der nördlichen Verbündeten gehalten. Die auswärtigen Gesandten "in P tz king haben von beiden Parteien Schuh für ihre Landsleute in Tsmanfu gefordert. — In den chinesischen Nordprovinzen seien infolge H u n -
Schwere Prügeleien.
Nationalsozialisten und Kommunisten im Hand-
Dakein-Amerika.
mtb. pernombuco, 6. Juni. (Eig. Meld.) Bei Agu Barnco im Staate Parahnba kam es zu einem Gefecht zwischen Gendarmerie und Aufständischen, die den Bezirk seit einem Monat unsicher machen. 25 Polizeibeamte wurden bei dem Kampf getötet und es gelang den Rebellen, sich großer Dorräte an Waffen und Munition zu bemächtigen.
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Die Bemühungen um ein Wirtschaftsabkommen zwischen den großen Unternehmerverbänden mit den Gewerkschaf- ten scheinen nunmehr einem positiven E r g e b nis zuzueilen. Die von den Dorständen des Reichsverbandes der deutschen Industrie und der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände eingesetzte Unterkommission hat ihre Arbeiten abgeschlossen. Wie man hört, ist es gelungen, die Hindernisse zu überwinden, die noch von einigen Seiten aufgerichtet worden waren, so daß die Kommission über alle wesentlichen Punkte zu einmütigen Dor- schlägen kam. Man darf annehmen, daß beide Teile, Unternehmer und Gewerkschaftsvertreter am Freitag wieder zu gemeinsamen Bssprechun- gen zusammentreten werden. Die Vorschläge, die in den gemeinsamen Besprechungen formuliert waren, und die sich auf ein kombimertes System »tfn preis- und lohnpolitischen Maßnahmen zur Ueberwindung der Wirtschaftskrise beziehen (unter gleichzeitiger Sicherung der bestehenden Sozialversicherung und des Reallohnes), werden dann, wahrscheinlich erst nach Pfingsten, in einer Besprechung beim Reichspräsidenten ihre Sanktion erhalten.
Skegerwald erklärt.
Dehmlnisterium und Sozialdemokratie.
heder Beratung Les Wehretats war es in ei- Lp ?e£ ätzten Reichstagssitzungen zu einem Zwi- k."'® gekommen, weil der sozialdemokratische »en ordnete Künstler den Reichswehrminister we- oie » - L ler Munitionsaffäre angriff und über sch. ^K'ehungen der Reichswehr zur sowjetrussi- mee sprach- Diese Angelegenheit hat jetzt flefühn A^nen Streit mit den Sozialdemokraten den, $os Reichswehrministerium hat nämlich bjn ^jWortmeten Künstler folgendes Schrei-
Dnlisg^h mirb Ihnen ein Schreiben zurückgesandt L- ®ie gelegentlich der Reichstagsverhandlungen ch/nerolmaior v. Schleicher zur Nachprüfung ein- sj hatten. An? Anordnung des Herrn Reichswehr- tlick ™l^> ^>uen auf irgendwelche mündlichen oder Ffnorf?- ^ufragen keine " Antwort erteilt werden, der »r"^ich roir^ trotzdem die fachliche Bearbei- )„ Angelegenheit sofort in Angriff genommen, nen^orwärts, das sozialdemokratische Organ, e<? r ! ^eses Schreiben in scharfer Form, in« inhr;29 v $.?rr Gröner könne sich wohl keinen er nv» Zweifel befunden haben,
r ^" seiner Anordnung gegen den Abgeord- old-^.er zugleich auch die Beziehungen zur inn somatischen Partei und der Reichstaqs- «-t. ° p^brochen habe. Die sozialdemokratische tismph • ■ n merde es nicht zulassen, daß das r lwu.^^'sierium darüber entscheide, welchem n nwr 65 auf ihre Anfragen Antwort er- eordr, . un? melchen nicht. Die Einteilung der ere x7en in solche, denen man antworte? und
- oenen man nicht antworte, sei «ine lieber»
Das Reichskabinett trat unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Brüning am Donnerstag zu seiner letzten Sitzung vor Pfingsten zusammen. Die mehrwöchigen Beratungen der Reichsregierung über die Arbeitslosenversicherung und die übrigen mit der schwierigen Wirtschafts- und finanzpolitischen Lage zusammenhängenden Fragen wurden in der Kabinettssitzung zu Ende geführt.
Das Reichskabinett beschloß die Reform der Arbeitslosenversicherung in weitgehender Anlehnung an die Beschlüsse des Vorstandes der R e i ch s a n st a l t für Arbeitslosenversicherung, jedoch mit der Maßgabe, daß der Beitrag von 3,5 auf 4,5 Prozent erhöht wird. Die wesentlichen Aenderungen im Gesetz, darunter die Beitragsfestsetzung, sind bis 31. 9Rärg 1931 begrenzt. Eine Entlastung der Wirtschaft soll durch gleichzeitige Vorlage eines Gesetzes über die Reform der Krankenversicherung angestrebt werden.
Sodann verabschiedete das Kabinett die weiteren Gesetzentwürfe, die den Ausgleich der Ausgaben auf sozialem Gebiete und der Mindereinnahmen des Haushalts zu decken bestimmt sind, nämlich ein Gesetz über die vorübergehende Reichshilfe durch die Fe st besoldeten im öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft. Das Gesetz sieht auch einen Betrag aus den Tantiemen der Aufsichtsräte vor, ferner einen Sonderbeitrag in Höhe von 10 Prozent der Einkommensteuer der Ledigen. Dazu tritt ein durch Kürzung der Steuerfristen in der Zigarettenindustrie für das laufende Jahr zu beschaffender Betrag, der mit einer Ver- längerung der Kontingentierung für die Zeit bis zum 1. April 1932 verbunden ist. Hierdurch wird zusammen mit den durch nochmalige Durchprüfung des Haushaltes 1930 herbeizuführenden Ersp ar- Nissen ohne neue die Wirtschaft belastende Etc- -rn eine volle Deckung des Haushaltes ge- W*--n werden.
i Das Kabinett beschäftigte sich sehr eingehend ln.t dem Kernproblem der gegenwärtigen Wirt- schafts- und Finanzlage, dem nicht irr. ausreichenden Tempo stattfindenden Absinken der Arbeitslosigkeit. Es legt entscheidendes Gewicht auf die Wiedereinbeziehung von Arbeitslosen 'n den Wirtschaftsprozeß durch Einleitung größerer, den wirtschaftlichen atolroenbigteiten entsprechenden Arbeiten. Die Reichspöst wird in der nächsten Zeit eine umfangreiche Auftragserteilung "der das bisher vorgesehene Maß hinaus vonreh- mm. Mit der Reichsbahn werden morgen die eingeleiteten Verhandlugnen mit dem Ziele fortgesetzt, sie gleichfalls in die Lage zur Vergebung dringender Aufträge zu versetzen. Verschiedene Wege hierzu erscheinen gegeben. Der Klein- wohnungsbau an denjenigen Orten, an denen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein dringendes Bedürfnis bejaht werden kann und o» wnen gleichzeitig besonders große Arbeitslosigkeit vorliegt, wird durch Zurverfügungstellung zufätz- "cher Mttel gefördert werden. Es ist im lautenden Jahre der weitere Bau von 35 —40 000 Zahnungen vorgesehen, welcher bis 150 000 Bauarbeitern Arbeitsgelegenheit verschafft. Das Kabmett hat die Vorlegung eines Gesetzes befchlof- » \.as Reichsarbeitsminister zu allgemeinen 6- mnun®en ermächtigt, durch die die zweckmä- v'ge Derwendung der zur Verfügung gestellten öf- Wlrchen Mttel und tragbare Mieten für we minderbemittelte Bevölkerung sichergestellt w«rdm. Diese Grundsätze sollen bereits bei der Ergebung des zusätzlichen Bauprogramms An- S®nöu?S finden. Dabei wird der von dem Ka-
für die Wirtschaft und im ganzen als not« angesehene Gesichtspunkt einer Herabset-
Müssen wir zugrunde gehen? Hat der Krieg, Aufstand M JndwN.
den wir verloren, dessen Verluft aber mancher I ”
schon überwunden glaubte, uns doch ins Leben ge- I Der Marsch der Afridis auf Peschawar, troffen? Das ist eine Frage, di- man nur dann mtb. London, 6. Juni. (Eig. Meldg.). Times gerade zu Pfingsten stellen darr, wenn die Not aufs I veröffentlicht ausführliche Meldungen aus Pescha- hochste gestiegen ist. Dieser Zeitpunkt ist er- I tror über den Kampf des indischen Stammes der reicht. Wir wissen nicht, werden >o-r langsam Afridis, deren Zahl auf 7000—14 000 geschätzt
s11 un? formalen Lebensbedingungen zu- I rvird. Vorgestern spät abends bewarfen britische nurfinden oder wird em jäher Absturz, das ganze I Militärflieger ihre Lager mit Bomben, während Land verschütten. Wir haben uns verpflichtet, den I Kavallerie, Infanterie und Artillerie die Straße Bedmgungtti des Youngplanes entsprechend jähr- I nach Bara hielt. Eine Kavallerie-Brigade ist zur lich zwei Milliarden Mark aufzubringen und an I Verstärkung der Truppen aus Risolpur herange- unfere Srtegsgcgncr abzuliefern. Aber die parla- I zogen worden. Dem Korrespondenten der Times mentanschen Kampfe der letzten Monate zeigen I zufolge haben die britischen Truppen die Lago so bis in diese Stunde hmern, daß wir nicht einmal I weit wie irgend möglich gesichert. Es fei jedoch den regel rechten Hau sh a lt des Reiches in l nutzlos, die Tatsache zu verheimlichen, daß der Ordnung bringen und erledigen können. Man I Vormarsch auf Peschawar ein vollkommen neues öerJRegierung, die tn diesem Augenblick I Stadium darstelle, das voller Möglichkeiten sei. am Steuer sitzt wahrhaft nicht zu gratulieren. Wir I Eine spätere Meldung des Korrespondenten be- wünschen ihr, daß es chr gelingen möge, das Land I sagt, daß die Afridis überall zurückweichen, vor der Versumpfung ,n Wirlfchaftsnot und Par- 1
c»b. Berlin, 6. Juni. (Eig. Meld.) Reichs- I teienklüngel zu retten, aber mir sind nicht im ge- arbeitsminiffer Dr. Stegerwald verbreitete sich I ringsten stolz darauf, daß gerade Menschen unserer heute mittag vor der Presse des Näheren über die I Gesinnung in diesem Augenblick die Verantwor- gestrigen Beschlüsse des Reichskabinetts. Es ist I fung für Schritte und Folgen und vielleicht Kata- dies von besonderer Bedeutung, da das, was bis- I strophen übernehmen müssen, die in Verhältnilsen ber über die vorübergehende Reichshilfe der Fest- i wurzeln, die nicht wir zu meistern berufen waren, besoldeten und Ledigen bekannt gegeben worden I Die gegenwärtige Reichsregierug hat bei der A "chöutrIfft. Der Zuschlag für die I Amtsübernahme ausgesprochen, daß sie das Letzte Festbesoldeten wird nicht auf die Einkommensteuer, versuchen will, um in die wirtschaftlichen Ver- und hältnisse des Reiches Ordnung zu bringen. Das
üblaa wird non a kle n Neam^I “nfc aus aIten Kassen zum Himmel schreit wie heute, .nur von den Angestelkten der Privatwirtschcht, ^staVdnchen "mid^Äb?n Maßimbme^n Ä" deren steuerpflichtiges Einkommen die Grenze von I L' mir r ®^na^mcn- Die Zeit,
8000 RM. überschreitet, wobei es gegenüber den Ä j Formats vorneh-
Beamten notwendig sein wird, zu berücksichtigen, I -aÜFimH \hJr ^„°>.r9C„v,U!1kL'e ®ndentwicklung der daß der leitende Angestellte in erhöhtem Maße I Zerließen,
dem Abbau und der Derdienstlosigkeit im höheren I - J b dieses Pftngst.
Lebensalter ausgesetzt ist. Dazu kommt dann iwch ein | L erschütternderem Maße als
Zuschlag für bie Ledigen, sodaß der Ein- I 1muß, das ist der Gei st kommensteuersatz 15 Prozent beträgt. Die vorüber- I r W ahrhe, t, der sich m die Erkenntnis redes gehende Reichshilfe ist begrenzt vom l.Juli I -Oeutfchen emsenkt und ihm in die Seele brennt, bis zum 31. März 1931, also für die drei I es mit unserem Lande gekommen ist und noch ausstehenden Quartale des Etat- I ,n.ur Mittel, auch wenn sie scharf
j a h r e s. I und bitter sind, helfen können. Der Marsch dutch
I die Wüste, von dem vor 12 Jahren Hermann Mül- , , .... . ... . m „ I ler gesprochen hat, ist in den letzten Jahren wen:-
heblichkeit, die gegen den Geist der Verfassung ver- I ger vom Volk als von einigen Führern üurchge- ftofee unb gegen die sich zu wehren der Reichstag I führt worden. Für die Massen schien eine Rast- aHe Veranlassung habe. I pause eingetreten zu fein. Nun aber heißt es, wie.
* Rußland annektiert die Mongolei? In den im Jahr 1924 zwischen Rußland und China ab» geschlossenen Verträgen wurde u. a. die Bestimmung aufgenommm ,daß die russische Regierung die Lleußere Mongolei als einen integrierenden Bestandteil der Republik China anerkennt und die r Souveränität Chinas über dieses Gebiet achtet.
— | der aufbrechen und wenn die Hitze noch so' groß I 2Bie Dinge sich allmählich entwickelt haben, hat
* Reichspräsident von Hindenburg ist am Frei- I und der Durst noch so sengend wird. Der Krieg I Eindruck, daß die Aeußere Mongolei
tag mit dem fahrplanmäßigen Zuae in Freu- I Deutschland noch nicht zu Ende. Wir leben I ?urd> 'ehr SrelbMußtes Vorgehen russischer 2Igem n " vV znZZuZtT'l r* I in manchen Dingen in einer Art von Etappenstnn- | ten, sowohl politischer, wie wirtschaftlicher zu einem
„a 'Ostpreußen) emgetroffen und hat sich mit I mung, aber die Front, in der um das Leben ge- I integrierenden Bestandteil Sowjetrußlands gewor-
Kraftwagen nach fernem Gut Neudeck begeben, I rungen wird, schiebt sich immer näher, auch an je- I *3en „ist. Rußland unterhält in llrga eine eigene
wo er die Pfingstfeiertage verleben wird. I den Einzelnen heran. I Behörde, die zwar Gesandtschaft genannt wird,
■i in I Es ist nach unserem Empfinden eine Frivoli- I tatsächlich aber ein sowjetrussisches Propaganda-
re,- I tat, wenn ein Berliner Straßenblatt höhnisch die I Zentrum ist, während Rußland in China selbst nicht
9W» »lOCy (FgtCtl|Cl)UQ- I Bemühungen der Regierung um Ordnung der Fi- I vertreten ist. Wirtschaftlich diktiert Rußland in
Gefängnisstrafen für einen nationalsozialistischen ^"zen Schrei nach dem Pfingstwun- I d-r Mongolei ungehindert, schreibt sogar Chinesen nohnffonr« Iber bezeichnet. Es tft Nicht zu erwarten, daß ein I E, was sie aus der Mongolei ausführen oder
R da feurs wegen Verleumdung hirtsiefers. I W^der geschieht, um Deutschland zu retten. Aber I öcrt einführen dürfen. Sogar gegen fremde Kauf-
Bor dem Erweiterten Schöffengericht Köln fand I jeder einzelne von uns muß sich den Wunderglau- I ^ute treten die russischen Agenten ähnlich auf und die Hauptverhandlung gegen den verantwortlichen I ben bewahren, wenn er nicht verzweifeln will. Denn I h"ben so Zustände herbeigesührt, die die chinesische Redakteur des nationalsozialistischen Blattes „Der I es stehen der deutschen Organisationskunst Riesen- I Kaufmannschaft in Saigon veranlaßt haben, sich in Westdeutsche Beobachter" Hubert L o n g e r i ch I aufgaben bevor. Und es muß sich erweisen, ob I Einer Eingabe über die in der Aeußeren Mongolei wegen Verleumdung des preußischen Wohlfahrts- I von dem alten Spargeist, der unseren Vorfahren I herrschenden Zustände an die chinesische Zentralministers Dr. Hirtsiefer statt. Das Blatt hatte im I nachgerühmt wurde, noch ein Funklein in uns vor- I regierung zu wenden und um ihr Eingreifen zu er« Anschluß an ein von der Stadt Köln gegebenes I Händen ist. Der Ruf ergeht an Alle. Was die | suchen. Cs hat denn auch Ende Mai in Nanking Festesten einen Artikel veröffentlicht, in dem Mini- I Reichsregierung vorschlägt, um dem Chaos zu be« I eine Mongoleikonferenz stattgefunden, die mit elfter Dr. Hirtsiefer wahrheitswidrig beschuldigt I gegnen, mag gewiß scharf kritisiert werden I ncr Erklärung abschloß, der man wohl keinen son- wurde, völlig betrunken gewesen zu fein. Der Ar- I können. Die Frage' des Notopfers löst sich nicht I berlidjen praktischen Wert zuschreiben darf. Jrnrner- t'ckel hatte dann wahrheitswidrige Angaben über | durch geistreiche Kombinationen und Statistiken. I hin scheint Rußland hier hn Begriff zu sein, sich das Verhalten des Ministers in diesem Zustand I Schließlich ist ein Erfolg immer nur von einem über sehr wesentliche vertragliche Verpflichtungen
gemacht. Das Gericht betonte in der Begründung I Willensakt ausgegangen' Das gilt auch von an- I gegenüber China in bedenklicher Weise hinwegzu-
des Urteils, daß hinter dem Artikel eine ge- deren Aktionen. Mögen sie Preislenkung heißen I setzen.
meine Gesinnung stehe, und erkannte trotz I oder sich mit den Möglichkeiten engeren' Zusam- I m x .. ... T''., . .. .
ber btsberigen Unbescholtenheit des Angeklagten l menarbeitens zw.fchen Unternehmern und Arbei- elftes ^°e?d2?Üntall
auf sechs Monate Gefängnis. Hern befassen. Nur darf bei allem die-Liebe I f 6 fÜRf
ßcftblüffc des Kabinetts lieaen nar i *** ** »«**«. i m&s
*•*!!*' ***** Wenn das Pfingstfest die Verhandlungszimmer noch so tief sich in alle Schichten hineingesresstn
<1*1* hto honftoio tiW-W, wenn auch die Reichstagsabgeordneten und hat, so gibt es doch immer noch Gruppen, die ganz
Wie OIC oeutfkye Jltldtl) RCItGfttOpljC gcotltltlf tuctöctl fOlL ““ yic I die Minister sich der neu erblühten Natur erinnern I besonders mühselig und beladen smd, und vor
«rieft es hilf o hör »öif ft öf a Ih öf öm Sm t»*«**. r. I unö auf ein paar Tage die Stadt verlassen, in der denen andere als bessergestellt gelten müssen.
KCltySpilfC Okv jqWqOlvCiCn, OCt OCffCt UCJG^lfCtl I sie so heftig und so rmchhaltig um ihre Geltung I Der Geist der Wahrheit muß über uns kom-
»ftirtöifolfföti nnh hör Cöhinött s*«- A..t kämpfen müssen, so wird in dielem Jahre selbst men und uns zur Einsicht in die Verpflichtungen!
kr^ttAe|Tei»»ei» UllO OCt VCOigCtl- BCftlflUtlQ ÖCS Jlofopfcts Hilf I diese Pause nur scheinbar sein. Es 'egt sich unter I des Einzelnen gegenüber der Allgemeinheit not;«
Mp apif nnm 1 'XmIS Idin ft;«- 11 ms« 1A11 I der Oberfläche der Alltagspolitik. Wir haben 12 gen. Wir haben bislang ihm oft den Zutritt wer-
VIC vorn 1« Jllll lyou vrs ZUM 31« Matz 1931« Jahre auch politisch von der Handln den wehrt und die Ohren verschlossen, wenn er mahme.
in™ nnn Sn».« I Mund gelebt. Kein Vorwurf gegen irgendeine I Das wird nicht mehr helfen. Die StilNde ist ka
Regierung oder irgendeinen Kanzler! Sie mußten I in der jeder sich entscheiden muß.
ffin Äoine« «ffJS nIm’ mehr oder weniger von den Verhältnissen zie- '
^suna° d'er'Ättel inirtKa' I P°*itildw'<Slrubet gestmiden und die Ereignisse noch b^^"m?dan^in^eimr^Beratuna'Äer Me Möa- ^nem Willen gelenkt. Zwölf Jahre standen wir I gemenge.
lichkeit e?ner aÜaemeinen Senkuna berVro9« unter ± Rachwehen des verlorenen Krie- wtb. Wolfenbüttel, 6. Juni. (Eig. Meld.) I duktion^koften und Preiie^ein Diese I 9 et5, 5011 ^Qben Mühe und Not das Reich einer von der S. P. D. ein berufenen öffentliche. Beratunaen werden nach Dfinafter fortäefetzt I 3u^atPrtlen0e^nIteJ1 — etne geschichtliche Großtat — Versammlung kam es gestern abend zu schweren -. . e .. r9'1. ’ 9 ' 9 ‘ .. I wir haben uns durch die opätgeroitter der Revo- I Zusammenstößen zwischen Reichsbannermitglie-
Die Sitzung des Kabinetts schloß mit der Pru- I lution hindurch bei Kräften gehalten, wir haben die | dem, Nationalsozialisten und Kommunisten, wobei fung der vom Reichsfmanizminister vorgelegten I Inflation und den Ruhrkampf überstanden. Aber I mit Stühlen und Biergläsern auf einander einge« a us gab en f en tun g s- und Sparge setz e. I sind wir heute wirklich bei Kräften? Wer ober« | ichlagen wurde. Die Polizei mußte mit dem, Gum» Es erklärte sich mit ihren Grundzugen einverstan- I stächlich das Außenbild der Großstädte betrachtet, I niiknüppel vorgehen, um den Saal zu räumen.
®inc scheite Lesung und Beschlußfassung über I könnte es glauben, aber jeder Zeitungsleser weiß, I Vier Nationalsozialisten und ein Reichsbanner- dre Einzelheiten wird in einer Sitzung umnittel- I daß die lichtglänzenden Fassaden der Neklamestra- I mann mürben erheblich verletzt und mußten vom dar nach Pfingsten stattfinden. I ßen und namentlich der Veranügungslokale viel | Arzt verbunden werden. Ein älterer Arbeiter, Ba-
I Elend bergen und daß hinter manchem nächtli- I ter von 9 Kindern, erlitt vor Aufregung einen I chen Schanktisch ein sorgenzerfurchter Kopf rechnet I Herzschlag und starb alsbald. Etwa 25 Personen ' I und rechnet, wie lange er seinen Betrieb noch wird erlitten leichte Verletzungen. Im Saal wurden 6 I in der Hand behalten können. Das ist ein Hin- I Totschläger gefunden- Die E;nnchtung wurde zum I weis auf nur einen Zweig deutscher Arbeit und I großen Teil zertrümmert.
' I ihrer Nebenerscheinungen. Von hundert anderen Das halten die armen Geistesverwirrten für : I hören wir dasselbe klägliche Lied. Deutschland lei- vaterländische Arbeit!
I det in schimmernden Gewändern bittere Not. I ———— ---