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FuldaerZertung

| Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Jtt. 121

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild' undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift- :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::

Sonntag, 25. Mai 1930.

Monatlich 1,80 einschließl. Postgebühr (48 Pf.) ohne Zustella. Anzeigen-Preise: Kleinzeile (Col.) lokal 0,15 JUt, auswärts 0,20Ä Reklamezeile: lokal0,60 L6, auswärts0,80 /JUL. Bei Wiederholungen Rabatt. Postscheckk. Franks, a. M. 4051.

57.3a6tg.

Reich und Thüringen im Streik

zur

des Staates umbringen können. Nun kann man

Sie internationale Bant beginnt ihre Arbeit

ann nie und nimmer

Entlastung des deutschen Kapitalmarktes gefördert und zugleich eine Entspannung der Finanzliage der beiden größten deutschen Verkehrsunternehmungen ongebahnt.

* Ausreise des Kreuzers Karlsruhe. (Eigens Meld.) Der am 21. Mai von Kiel in Wilhelms­haven eingetroffene, unter dem Kommando des Kapitäns zur See Lindau stehende Kreuzer Karlsruhe ist nach Uebernahme der Kadetten des Kreuzers Emden Samstag vormittag 10 Uhr zu seiner Auslandsfahrt ausgelaufen. Die sieben Mo­nate dauernde Schulungsfahrt des Kreuzers führt um Afrika und dann nach Südamerika.

ihre Vertrauensmänner verlangt, damit sie den Republikanischen Schutzbund mit den Machtmitteln

erhob sich non seinem Platz, um ausdrücklich gen den Antrag zu stimmen.

Am Samstag 10 Uhr soll der Postetat zweiten Beratung kommen.

digung unsere Unterstützung gewähren. Aber das Briand'sche Pan-Europa kc..... _..L ..l........

ISicherheit" garantieren zu lassen, obwohl es zu | Lande, zu Wasser und in der Luft gerüstet da­steht, wie kein anderes Land.

Aus Einzelheiten der Briand'fchen Denkschrift geht außerdem hervor, daß er auch jetzt wieder in seiner Denkschrift nur an die Festigung der fran­zösischen Außenpolitik denkt. Darum seine klare Forderung nach Aufrechterhaltung des territorialen status quo, deshalb auch die besondere Betonung der Sicherheitsfrage und nicht zuletzt die strikte Zurückstellung des Wirtschaftsproblems hinter das politische Problem.

Gerade in diesen Punkten kann Deutschland dem Gedanken Briands in keiner Weise zustimmen. Wir erstreben die wirtschaftliche und politische Zu­sammenarbeit der Völker. Wir wollen deshalb auch diesen Ideen einer praktischen Völkerverstän-

Prokest in Polen.

wtb. Warschau, 24. Mai. (Eig. Meld.) Di« oppositionellen Parteien des Zentrums und der Linken haben eine gemeinsame Entschließung ge» faßt, in der sie feststellen, daß die vom Staats, Präsidenten verfügte Vertagung des Par« larnents die im Lande herrschenden Zustände verschärfe, indem dem Staate die Möglich­keit genommen werde, einen Auslandskredit zu erhalten. Die Vertreter der Parteien des Zen­trums und der Linken erheben Protest gegen diese Vertagung und erklären, daß sie den Kampf um die Beseitigung der Diktatur und um die Wiederherstellung der Gültigkeit der Verfassung und des Rechts bis zum Siege der organisierten Demokratie weiterführen werde.

«US den Parlamenten.

Aus öem Reichstag.

Reichstag wurde am Freitag die zweite Be- >ith« stshalts der Reichswehr und rMarine beendet. Reichswehrminister

QhM zum Marineetat das Wort, um eme Broschüre des im Unterfuchungs- . ornommenen Sachverständigen Alboldt n,r unö um im Einverständnis mit dem ,nr erklären, daß die Regierung in "3 nut bem Etat für 1931 ein Erjatzbau- L. lUr $ie Marine vorlegen werde, in Bj f n auch für 1931 die erste Baurate. yerS umstrittenen Panzerkreuzer B äuge- tüen soll.

für$xatio£aIe ArUrag, wonach die erste 8 ÖQ5 Panzerschiff B schon in den

Strich durch die Rechnung. Sie beteiligte sichj nicht an den Schlußabstimmungen, und da die R e- gierungsparteien ihrs Leute nicht voll« zählich zurStelle hatten, wurde das Haus beschlußunfähig und konnte die beiden wichti­gen Vorlagen nicht endgültig verabschieden. Die Oppositionsparteien feierten ihren Sieg durch lebhaftes Händeklatschen und Bravo­rufen. Praktisch handelt es sch jedoch nur um eine Verschiebung der Entscheidung. Denn die Grundsteuererhöhung wird nun durch Notver­ordnung der Regierung mit Hilfe des Ständigen Ausschusses des Landtages durchgeführt und der Etat wird nach Pfingsten, wenn dis Regierungsparteien neu gestärkt und vollzählig wieder erschienen sind, mit einiger Verspätung ver» abschiedet werden. Bei der ersten Abstimmung, bei der Entscheidung über die Grundsteuer, gaben auch die Christlich-Nationalen. Bauern mit den Regierungsparteien, allerdings gegen die Vorlage, ihre Stimmkarten ab und bei beiden Abstimmun­gen tanzten einige Mitglieder der Splitterparteien aus der Reihe. Die Schlußabstimmung soll am 16. Juni nachgeholt werden.

unser Ziel sein. Gerade die Betonung der Siche­rung des territorialen Besitzstandes ' muß uns stutzig machen. Es ist doch nichts anderes, als die Folge der barbarischen Zwangsdiktate, welche un­bedingt revidiert werden müssen, wenn überhaupt eine europäische Plattform geschaffen werden kann für die freie Entfaltung der wirtschaftlichen Kräfte in Europa. Bevor wir uns näher mit dem Briand- schen Plan beschäftigen können, muß Frankreich erst einmal zeigen, daß es ihm ernst ist mit einer wirklichen deutsch-französischen Verständigung. Da sind noch so viele Fragen offen, die einer baldigen Lösung bedürfen, wie die der Abrüstung, der Rück­gliederung des Saargebietes unter anderem, daß wir nur wünschen können, daß das Reichskabinett

wtb. Worms, 24. Mai. (Eig. Meld.) Heute früh kam hier ein Zug aus Rheinhessen durch, der Besatzungstruppen nach Frankreich zurückbe­förderte. Weitere Züge mit abrückcnden Besatzungs­truppen unb Heeresgerät sind bereits angekündigt worben.

fen zur ...........

scheint daraus hervorzugehen, daß im Reichsinnen- ministerium izoch keine volle Klarheit über die

{timmung dahingehend erzielt, daß von einer Zu- rüchiehung der Schulgebetverordnung durch das Dolksbildungsministerium keine Rede sein kann. Man überläßt es also dem Reichsinnenministerium, in dieser Angelegenheit die Entscheidung des Staatsgerichtshofes anzurufeu. In der gleichen Sitzung wurde eine Einladung der Länder- Minister nach Berlin bekannt gegeben, wo auf Ver­anlassung des Reichsinnenministers Verhandlungen jepf logen werden sollen über eine Aenderung der Srundsätze für die Gewährung von Reichszuschüs­sen zur Polizei der Länder. Wie hier bekannt wird,

Berechtigung zur Sperrung der Polizeizuschüsse für das Land Thüringen vorliege. Man werde andererseits erwarten können, daß Thüringen einer Lenderung dieser Grundsätze seine Zustimmung versagen wird.

Länderkonseceuz über Thüringen.

- «B. Berlin, 24. Mai. (Eig. Meld.) Reichs- lnnenminister Wirth hat der B. Z. zufolge an die Innenminister aller deutschen Länder eine Ein­ladung zu einer Länderkonferenz ergehen lassen. Die Konferenz ist bereits auf Montag einbe- mfen worden. Die offizielle Tagesordnung lautet: Thüringen, Einstellung von Nationalsozialisten als Polizeibeamte. Zu dieser Konferenz ist auch Dr. Frick in seiner Eigenschaft als thüringischer Innen­minister geladen.

Mdersmn der Weh^erbünde.

Wer noch daran zweifelt, daß die Frage, ob eine pflicht- unb machtbewußte Regierung die heu­tigen Wehrverbände überhaupt bulben könne, allmählich spruchreif wirb, ber wird durch die neuesten Meldungen aus Oesterreich doch vielleicht zum Nachdenken angeregt werden. Dort haben die Heimwehren dem Bundeskanzler ge­radezu ein Ultimatum gestellt und die Besetzung der Stellen des Wiener Polizeipräsidenten durch

Teilweise Ämung Zweibrückens.

wtb. Zweibrücken, 24. Mai. (Eig. Meld.) Dis Hälfte der hiesigen 1100 Mann starken französi­schen Besatzung ist gestern nach Frankreich ab­transportiert worden. Der Rest fährt am nächsten Dienstag in die Heimat zurück.

ErschwernNg der Schwemeeikstihrscheine.

vdz. Berlin, 24. Mai. (Eig. Meld.) Im Reichs­tag haben die Ikegierungsparteien ein Znitiativ- gesetz Beantragt, das die Regierung ermächtigen soll, die Erteilung von Einfuhrscheinen für die Ausfuhr von Schweinen und Schweinefleisch an Bedingungen zu knüpfen.

Der Poungplan ist in Kraft gesetzt. Die In- krfiationale Bank in Basel mit ihrer genauen Bezeichnung: die Bank für internationalen Zah­lungsausgleich hat damit ihre Arbeiten aufge­nommen. Eine ber ersten großen Aufgaben, bie >r gestellt ist. wird die Auflegung einer 5%pro= ü^itgenMobilifierungsanleihe" auf ben Kapital­märkten ber Welt fein. Es handelt sich um einen -"tag von 300 Millionen Dollar, bas find runb toötarben Reichsmark. Für Deutschland! wirb Mt dieser Anleihe eine Aktion von weitesttragen- oer Bedeutung vorbereitet.

Sie stellt reparationspolitisch gesehen, ben er- 1 Schritt zur Mobilisierung eines Teils ber deut- n Reparationszahlungen bar. Sie dient der Wandlung eines bestimmten Betrages ber deut- n Reparationsschuld in Schuldtitel, bie an pri- Gläubiger veräußert werben können. An bie lE.be r fremben Regierungen treten damit als ätger eines bestimmten Teilbetrages der deut- Reparationsschuld zahlreiche Einzelpersonen len Teilen ber Welt. Aus ber Sphäre ber wirb ein Teil ber Reparationen in bie privatrechtlicher Schulbverhältnisse überführt.

®'ner loschen Mobilisierung kann jedoch nur der ,ere Teil der Reparationsschuld unterworfen , Rur der Teil, der von Deutschland jcihr- unbebingt zu überweisen ist, und für den die

Sugunften Deutschlands vorgesehenen Auf- woglichkeiten nicht gelten, eignet sich zur Mo- ;5n9- Er beläuft sich auf durchschnittlich 612 «»en Mark jährlich. Der Mobilisierung der rat tonen ift also in jedem Falle eine Grenze er jährliche Zinsendienst für die auszu- "en Schuldverschreibungen i>arf 612 Millio-

r.f. »rcht übersteigen.

en n «r allerdings nicht der ganze Betrag der ek mobilisierte Reparationsschuld.

Millionen Mark sollen vielmehr als der Reichsbahn und der Reichs- ol-s kommen. Insoweit ist Deutschland also in h r« ne^mer an der bevorstehenden Aus- ^vleihe interessiert. Jnnerwirtschast- c durch diesen neuen Auslandskredit die

wtb. Weimar, 24. Mai. (Eig. Meld.) Die heute morgen stattgefundene Kabinettssitzung der thüringischen Regierung führte zu einer Klä­rung der Haltung der Regierung in der Frage der Schulgebete. Wie verlautet, wurde lieberem-

Was die Woche brachte.

Pan-Europa in verschiedenen Fronten.Aetherische Regionen". Ablehnung und kühle Ausnahme. Deutschland und der Pan-Luropa-Kongreß. Die Krise in England. Die Arbeitslosigkeit als Weltproblem.

BDZ. Berlin, 24. Mai. (Eig. Meldg.). Auf begreifen, daß DtdeSeute an dem Republikani- I der Tagesordnung der Samstag-Sitzung schien Schutzbund keine Freude erleben. Er ist eine I l*.ef)t bte zweite Beratung des Haushalts des rein sozialistisch aufgezogene Truppe, und wer I Reichspostministeriums. Reichspostminister Dr.

weiß, daß die österreichische Sozialdemokratie dem bezeichnet das verflossene Geschäftsjahr der

Kommunismus näher steht als etwa ihren deut- I xf1ein t) f der Konsolidierung, schen Namensgenoffen, der wird sich ausmalen I Reformen in Verwaltung und Betrieb sollen können, was ein solcher Schutzbund an Unheil über I roe*^r tzkführt und zu einem Abschluß gebracht ein friedlich gesonnenes Land bringen kann. Aber I ,rcr, der Verwaltung erstreben wir wei-

dernentsprechend sind auch die Heimwehren, die in I testgehende Zentralisierung des Geschäftsverkehrs, dem anderen Lager stehen, in ihren Forderungen I ®tr 9e*)en über zur Zusammenfassung des äuße- und in ihrem ganzen militärischen Gehaben über- I Dienstes mit dem Ziele, möglichst ein zentrales spitzt. Der beutfebe SMHlheln ist neben ihnen ein I m 1, em größeren Ort zu schaffen, bem bie friedlicher Kriegerverein, wenn auch nicht nur | Zweigstellen angegliedert sind. Die

Krieger zu ihm gehören. Run aber hat sich die I des Betriebes ist gesteigert, die

Gegensätzlichkeit zwischen diesen österreichischen | ^hl der Maschinen wesentlich vermehrt worden. Bünden so überhitzt, daß die Heimwehren geradezu I D mieden pflegen wir die Normung und Verein- nach ber Macht greifen wollen. Der Bundeskanzler I lochiing. Wir find auf dem Wege, in ber Tete-

Scho der, ben sie früher mit auf ben Schilb erhoben I grapste einen Einheitsapparat einzuführen. Bei

hoben, ist aber ein verfassungstreuer und kluger I der Vergebung von Aufträgen berücksichtigen wir Staatsmann unb denkt nicht daran, den Heim- I mich der Möglichkeit auch das Handwerk. Die wehren ihren Willen zu tun. Wie dieser Konflikt I ist eng verflochten mit der deutschen

bereinigt werden solle, weiß im Augenblick nie- I Wirtschaft, sie halt enge Fühlung mit ihren Vertre-

mand. Sicher ist aber, daß er aufs schlagendste I tun gen. Der Brief verkehr zeigt einen leich- beweist, daß Wehrverbände in einem geordneten I e n Ru ck gang, dagegen haben der Postsche ck- Lande, das über ein Heer und über Polizei ver- «verkehr und namentlich der Funktele- fügt, ein Unsinn sind, der vielleicht in Mexiko am l grammverkehr stark zugenommen. Im all- Platze wäre, nicht aber im Herzen Mitteleuropas. I Ofmemcn bleibt die Steigerung des Gastoerkehrs Man wird daher auch dem deutschen Reichsinnen- | k1'rt<*crt Rechnungsjahres 1928 zurück. 3m Minister zustimmen, wenn er dieser Tage erklärt I J?'^en^4n9 fjat öie Srage der staatlichen Duldung von Wehr- erhebliche BesMeunigung erreicht'^"^r° ZustA- verbanden ,eder Art müsse neu überprüft werden, hmgsbienft auf dem platten Lande ist uerbe fert Diese Prüfung erfordert emen sehr starken Mann, worden. Für die Bahnpost führen wir immer zumal sogar bei einigen Mitgliedern des Reichs- I mehr Stahlwagen ein, die sich bei Eisenbahn­kabinetts Syrnpathieen für Wehrverbände, und I Unfällen gut bewährt haben. Für den Transport zwar auch für nichtrepublikanische, vorhanden fein I leichtverderblicher Lebensrnittel haben wir Kühl­sollen. Trotzdem werden wir um ein Zugreifen in I "ragen eingeführt. Das Kraftpoftnetz ist weiter dieser Angelegenheit nicht herumkommen. Wir I ausgebaut worden. Mit der Reichsbahn hat müssen, nachdem wir außenpolitisch freier qewor- I ''7. eme gute Zuiammenarbeit herausgebildet. Als den sind und auch in den Reparationsfragen wis- I ms ^aat m Europa haben wir L u f t p 0 st - auch daran "enken"^? wir"uns^i n"n Dften bis Konstantinopel gehen. Im^Telegrarnrw

auch daran denken, daß wir uns innen polt« I verkehr konnten wesentliche Verbesserungen durch- tisch nicht dauernd vor der ganzen W 'sicher- geführt werden. Die Deutsch» Reichspost ist auf lich machen dürfen. | vielen internationalen Kongressen vertreten gewe­

sen und hat dabei vielfach eine führende Stellung gehabt. Wir bemühen uns, die angesehene Stel­lung wieder zu erringen, die die Deutsche Reichs­post früher unter den Postoerwaltungen der Welt eingenommen bat.. Der Rundsunkhat auch im Jahre 1929 feinen Aufstieg fortgesetzt. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer ist auf 3,2 Millionen ge­wachsen gegen 2,8 Mill, im Vorjahre. Die Be­mühungen auf dem Gebiete, des Fernsehens t-.irFior s.- I I p r e cy w e s e n l|t DieZl U t 0 m Q 111 t C r U tt Ü

oudr^en ^röSten^m^^ ePo^ I Verhandlungen eine bedeutsame Vermehrung und

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von Landern aufgelegt, sie ist IN diesem Sinne I dienites ^ruelen der Typ einer internationalen Anleihe. Frankreich I 5

wird einen wesentlichen Betrag, wahrscheinlich I Preußischer Landtag.

rund 320 Millionen Mark, im eigenen Lande aus- I Der Preußische Landtag sollte am Freitag nocki legen. Einen ebenso großen Betrag werden vor- | den .Haushaltsplan für 1930 unb die zu feiner ausfichtlich bie Vereinigten Staaten übernehmen. I Deckung erforderliche Erhöhung der Grundsteuer Der Rest wird sich auf die Finanzmächte in Europa, I unter Dach und Fach bringen, ehe er feine Pfingft- namentlich England, bie Nieberlanbe, Schweben I ferien antrat. Die Opposition machte jedoch einen unb die Schweiz, aufteilen. Auch Deutfchlaind wirb 1 an ber Auflegung beteiligt, unb zwar mit etwa 42 Millionen Mark.

Die Unterbringung der vorgesehenen Anleihe­abschnitte auf den Kapitalmärkten der beteiligten Länder wird, soweit sich das heute beurteilen läßt, voraussichtlich feine wesentlichen Schwierigkeiten verursachen. Eine andere Frage aber erhebt sich: wird später, nach der Zeichnung dieser ersten gro- , ßen Mobilisierungsanleihe, die Aufnahmefähigkeit I Don unserem parlamentarischen Mitarbeiter.

^.Internationalen Kapitalmärkte nicht stark einge- Der französische Außenminister Briand ist schrankt oder gar auf absehbare Zeit erschöpft fein? I ein schlauer Politiker und gerissener Taktiker. Das Diese Frage ist für Deutschland von größter Be- I mußten wir schon oft erfahren. So hat er auch deutung. Denn unsere Volkswirtschaft bleibt, so I jetzt wieder d-n günstigsten Zeitpunkt für die Ver- wie die Dinge nun einmal liegen, infolge der in- I öffentlichung seines Memorandums über die Schw- landischen Kapitalknapphett vorerst noch auf den I fung eines Pan-Europa ausgewählt. Die Wirt- Zustrom von Auslandskrediten angewiesen. Glück- schaftskrise hat ja beinahe alle Länder erfaßt. Die

llcherweise sind jedoch worauf Beobachtungen des Arbeitslosigkeit steigert sich ebenfalls von Woche

Instituts für Konjunkturforjchung hlndeuten, be- I gu Woche.

gründete Aussichten vorhanden, daß die Hauptquel- I 1,. m , .. _. .

len der Auslandskredite für Deutschland durch diese I uu, en S11*

Mobilisierungsanleihe nicht zum Versiegen gebracht I mroiIt^alt ldlen

roerben I lammenschlusfes zur Milberung bes Konkurrenz-

I kampfes unb zur zweckmäßigen Verteilung bes | Absatzes aufgreifen werden, ,0 wie er ihn in feiner diesjährig en Etat eingestellt werden soll, I Denkschrift ausgeführt hat. Darum auch die Eile wurde in namentlicher Abstimmung mit I Briands. Denn er bittet bie 27 europäischen Län- 270 gegen 129 Stimmen bei einer Stimmenthal- I der, denen die Denkschrift mit dem angehängten hing abgelehnt. Für den Antrag hatten die I Fragebogen zugeschickt worden ist, um ihre Ant- Deutschnationalen, die Nationalsozialisten, Christi. I wort bis zum 15. Juli. Wir dürfen uns keiner Nationalen, die Deutsch Volkspartei und die W i r t- I Täuschung darüber hingeden, daß, so verlockend febaftspartei gestimmt. I auch die wirtschaftlichen Verheißungen der Denk-

Eine namentliche Abstimmung gab es auch bei I nn in '^J2en "der doch viele Ge­

ber Bewiligung der zweiten Baurate von 9,7 Mil- I ia^renmomente liegen. Bei unserer Beurteilung lionen für das Panzerschiff A. Diese Rate wurde kommt es darauf an, bie fronte Außenpoli- bei 7 Enthaltungen mit 207 gegen 184 Stimmen I rfKUn,fPVp^^ ber Sozialdemokraten und Kommunisten bewilligt. I Lu

a I Qnoeres, als rote Die ot-tyerung der sranZostfchen Der von den Kommunisten gestellte Mißtrauens- I Vormachtstellung in Europa, weshalb auch Briand antrag gegen den Reichswehrminister wurde ge- I eine ganze Reihe von militärischen Bündnissen ab- gen die Stimmen der Kommunisten unb National- I geschlossen hat, welche keineswegs immer mit bem fczialisten abgelehnt. Die Sozialbemokraten I Geiste bes Völkerbunds in Einklang zu bringen übten Stimmenthaltung mit einer bemerkenswer- I find. Darüber hinaus ist Frankreich stets be­ten Ausnahme. Der frühere Minister Severina 1 sorgt darum, sich auf allen Konferenzen seine