Das G'schmackerl.
Humoreske von E. Trost.
Dem Sonnenleitner-Peter von Eschenlohe war seine Bäuerin, mit der er fast zwanzig Jahr« lang in leidlich friedlicher Ehe zusammengehaust hatte, gestorben — und weil er seinen Hof auf die Dauer unmöglich ohne. Frau bewirtschaften konnte, wandelte er trotz seines vorgerückten Alters nochmals auf Freiersfühen. Er tat dies in altbewährter Weife, indem er kurzerhand zu dem Schäfer-Lenz im Nachbardorf ging. Der Schäfer-Lenz, der neben den Aemtern eines Vieh- und Beinbruchdot- tors, eines Schastcherers, Grundstückmaklers, Hochzeitsladers auch die Tätigkeit eines Heiratsvermittlers kunstgerecht auszuüben verstand, hörte die Aufzählung der Wünsche, welche der Sonnleitner bezüglich seiner künftigen besseren Hälfte hegte, geduldig an und meinte endlich: „Guat t5! I werd a bisserl nachstudier'n und a bisserl umschau' — und dann werd' ma di« Sach bald hab'n!"
„Aba gut kochen muaß sie können! Ja guat kochen! Woaßt, da bin i von meiner Seligen her a bisserl verwöhnt! Recht guat kochen!" schärfte ihm der Sonnleitner noch unter der Türe immer wieder ein.
Und der Schäfer-Lenz hatte schon nach ganz kurzer Zeit in der gewichtigen Person der ehrsamen Jungfer Katharina Samerweber eine Ehekandidatin gefunden, w.lche etliche Tausendmark in sicheren Pfandbriefen besaß und auch nach Akter und sonstigen Eigenschaften durchaus zum Sonnleitner-Bauern paßte. Er vermittelte eine Zusammenkunft des Paares, man begutachtete und beäugte sich gegenseitig aufs gründlichste, hatte nichts aneinander auszusetzen, und da dem Sonnleitner das Hausen mit den Wirtschafterinnen allmählich immer unerträglicher wurde, fand auch sehr bald die Hochzeit statt.
Einige Wochen nach der Eheschließung traf der Schäfer-Lenz den Sonnleitner einmal zufällig auf dem Felde und erkundigte sich voller Teilnahme, wie sich denn der neue Ehestand anlasse?
„Guat, guat!" erwiderte der. Sonnleitner zufrieden, „Die Kathl is wirkli a riegelsam's Weibcrleut und d' Arbeit geht ihra guat von der Hand! Auch im Stall versteht's ihr Sach! Nur halt 's Kochen — mit 'n Kochen da hat's was!"
„Was 'ft net sagst!" verwunderte sich der Schäfer, „dös kann i ja frei net glaub'n! Die Töchter vom Samerweber war'n doch immer scho weit bekannt dafür, daß s' guat z' kochen oersteh'n!"
„Ich will ja auch gar net sag'n, daß die Kathl schlecht kochen tat!" meinte der Sonnleitner, „nur so wie mei Selige versteht sie 's halt no lang net! Dös was die Kathl kocht, schmeckt ja ganz guat — aba woaßt, mei Selige hat in allem, was auf 'n Tisch kemma is, a ganz a eigen's, guat's G'schmackerl drin g'habt — a ganz a b'sonders G'schmackerl — und bös bringt mei neue Alte halt durchaus net z'samm!"
„Ja was war denn dös nacha für a G'schmackerl?" „I woaß aa net recht — wo anders hat's a solches G'schmackerl nie net geb'n — in kein Wirtshaus und nirgends! Vielleicht hat's a Gewürz an 's Essen geb'n oder sonst was — jedenfalls, die Kathl verficht 's halt net!"
„No — sie werd 's mit der Zeit schon no lernen, die Kathel!" tröstete der Schäfer.
„Ja hoffentlich lernt sie 's noch!" brummte der Sonnleitner. „Wann ma seit beinah z'wanzig Jahr an so a G'schmackerl g'wöhnt is, nacha geht 's van gar arg ab, dös kannst mir scho glaub'n! Die Selig« is halt a Koch-Künstlerin g'wesen!"
Inzwischen duftete es in der Küche d«s Sonnleitner- Hofes nach allen Gewürzen des Orients und Okzidents, und die Bäuerin stand händeringend vor chren brodelnden Pfannen und Töpfen und seufzte:
„O mei, o mei — is dös a Kreuz, wann ma an Mann 's Essen nit recht machen kann! Was i, mi plag — was i mir scho Müh' geb'n Hab — und allweil wieder schiabt er all's weg und brummt und raunzt und sagt, es schmeckt eahm net! Und dabei hab i doch da- hoam so viel Jahr lang 'kocht und alle war'n z'fried'n! Wann i nur wüßt, was die alt« Bäuerin für Zutat'n g'habt hat! Kannst du ’s net sag'n, Annamirl?"
„Noa, ich woaß' aa net!" entgegnete die Magd. „Wia di« alte Sonnleitnerin da g'schasst hat, war i no net auf'm Hof!"
„Ob i eppa no a bisserl an Zimt an die Grießnockerln hintu?" überlegte die Bäuerin. „Vielleicht es dann recht! & werd schnell zum Kramer 'nüberlaufen — und du, Annamirl, paß mir fei ja aus, daß d' Boh- nensupp'n und d' Nockerln, net anbrennen!"
Wie sie ging und stand, lief die Bäuerin die Dorf- straße hinab zum Krämer, um dort etliche Päcklein Zimt zu erstehen. Doch als sie wieder zurückkehrte, stieg ihr schon im Hausgang ein bedenklich brenzlicher Geruch in die Nase. Schreckensbleich stürzte sie in die Küche — richtig — die Bohnensuppe wallte und sprudelte über den Topsrand — und die appetiüichen Grießnocken schwammen anstatt in weißer, schäumender Milch in einer bräunlichen Brühe! Entsetzt riß die Bäuerin die Töpfe vom Herd — und gleichzeitig stürmte die Magd laut jammernd zur Tür herein:
„I kan nix dafür, Bäuerin, i kann nix dafür!! D' Hennen sind in G'müsgarten einikemma und hab'n den junga Salat außikratzt — i bin grab an Augenblick weg g'wes'n---"
„Was tu i grob — was tu i grab —" stöhnte die Bäuerin, „i kann ja nix anders mchr kochen! Es ist ja glei Mittag und der Baua muß jeb’n Augenblick komma — no der wird heut anders schimpfen!!"
Sie öffnete alle Fenster, groß vorsichtig die Suppe ab und schüttete frische Milch an die Nocken — und als gleich darauf der Bauer eintrat, stellte sie die angc- brannten Speisen mit Zittern und Zogen auf den Tisch. Jedoch der Sonnleitner verzehrte seine Suppe ohne ein Wort zu äußern — bann nahm er die Grießnocken in Angriff, roch daran — kostete — kostete nochmals — und plötzlich verklärten sich seine Züge — er klopfte der starr vor Staunen aus ihrem Platze sitzenden Bäuerin freundlich auf die Schulter und rief mit strahlendem Gesicht:
„Jetzt Hamm mir 's! Heut hast dös G'lchmackerl, was i bei meiner Seligen so viel Jahr lang g'wöhnt g'wes'n bin, endlich ’rausg’funäen! Naa. wie mi dös freut! Siehst, Kachl, jetzt bist halt du do auch no a Kochkünstlerin 'worden---"
Wieviel schiefe Türme gibt es?
Lin Dutzend bringt man schnell zusammen. — Aber es gibt sicher noch viel mehr.
Von dem schiefen Turm von Pisa weiß man allerlei, auch wenn man nicht weiß, daß Pisa eine der ältesten rnd schönsten italienischen Städte ist und am Arno west- !ich von Florenz dicht am Meere liegt. Man erinnert sich, gehört zu haben, daß der schiefe Turm der Glocken- :urm des Doms in Pisa ist, daß er ganz aus Marmor gebaut wurde und 54 Meter hoch ist, mit acht Stock- verken, deren obere aus der Nordseite verstärkt sind, da )er Turm sich bereits während der Bauzeit (1174 bis 1350) nach Süden zu neigen begann. Die Neigung beträgt heute 4,3 Meter, das heißt, wenn man von der obersten Galerie ein Lot herunterläßt und den Abstand dieses Lotes bis zum Turm mißt, so beträgt diese strecke aus der Erde 4,3 Meter. Das haben wir so in der Schule gelernt, und es wirb auch wohl so fein. Wenn heute jemand fragt: „Haben Sie schon einmal den schiefen Turm gesehen?", so wird der andere sofort miffen, daß nur der schiefe Turm von Pisa gemeint fein kann.
Warum? Vielleicht, weil er der schönste aller Türme ift, die auf schwankem Grunde errichtet wurden und sich daher traurig zur Seite neigten. Er ist aber bei weitem nicht der einzige schiefe Turm auf der Welt, den man nicht abgebrochen, sondern stehengelassen hat. Es würde zu weit führen, alle fchiefen Türme aufzuzählen, außerdem wird es kaum gelingen ,sie alle zu „erfafsen", »eil man nicht weiß, wo sich diese Türme überall um- )er treiben. Bologna zum Beispiel ist gar nicht so weit
Und dann sauste ihnen der Schneesturm um die Ohren, dessen Kommen schon den ganzen Tag in der Lust gelegen hatte.
„Das hat keinen Sinn mehr", meinte Peter. „Arn besten, wir kehren um. Die Vögel werden so schon ganz iah werden."
So ginge nun zurück gegen Schnee und Sturm, bis iie endlich wieder, atemlos und mit schmerzenden Gesichtern, in der Halle standen.
Auf dem Tisch lag der orangenfarbene Umschlag ei- ees Telegramms.
2. Kapitel.
Wenn jemand sich gedrungen fühlt, über einen seiner Mitmenschen etwas auszusagen, das er selbst nicht für richtig hält, unterläßt er es selten, die Klausel beizu- fügen: „So sagt man." Noch niemals ist es gelungen, herauszubringen, wer dieser „man" eigentlich ist. Zwei- reltos ein höchst unerfreulicher Geselle, klaffchsüchtig und rür eine Menge toller Gerüchte verantwortlich.
Als Peter Martin Eva Denvers heiratete, schüttelten viele Leute mit den Köpfen, wie sie es bei jeder be» vorstehenden Hochzeit zu tun belieben. Und der Weizen für „man" blühte. „Die passen aber schon gar nicht zusammen", sagte „man". „Er solch ein gescheiter Mensch und in verantwortlicher Stellung noch dazu, und sie für nichts Sinn als tanzen . . ." Wenigstens sagt „man" so.
In diesem aber, wie so oft in ähnlichen Fällen, hatte ,,man" Unrecht. Mochte die „Gesellschaft" auch noch so oiele Gründe anführen, warum Peter und Eva nicht zusammenpassen sollten — zu leugnen war doch nicht, daß sie äußerst glücklich miteinander waren. Mit den .Gegensätzen, die sich anzichen" war das auch nicht restlos zu erklären. Wenn zwei Leute gut miteinander aus« kommen, muß wohl irgend etwas Gemeinsames vorhanden sein.
Peter ein glänzender, vielbeschäftigter Beamter im Ministerium des Innern, von dem noch große Dinge erwartet wurden — seine Frau, ein richtiger Schmetterling, der Tanz, Geselligkeit und jede Art von Vergnügen siebte, aber doch nicht darin aufging. Während andere ihrer Art bald genug ihren Farbenschimmer verloren oder genötigt waren, ihn durch allerlei künstliche Mittel aufzufrischen. blieb der ihre unversehrt. Und das war
von Pisa entfernt und besitzt gleich zwei schiefe Türme, die sich — wie selten — einander zuneigen, was einen merkwürdigen Anblick bietet. In jedem Reisehandbuch kann man lesen: „Die schönste Aussicht über die Stadt hat man von dem schiefen Turm Asinelli, der 1109 begonnen wurde und viereckig und in gefälliger Form sich bei einer Abweichung von 1,25 Metern zu einer Hohe von 98 Metern erhebt und 447 Stufen aufweist."
Demnach ist der Asinelli der höchste aller schiefen Türme der Welt. Der andere schiefe Turm in Bologna ist ein ganz merkwürdiges Bauwerk. Es ist der Gari« fenbe, der nach Osten einen halben Meter und nach Süden 2,14 Meter übertjängt und, wie der Asinelli, nach feinem Erbauer, dem Baumeister Garisenda, der um 1110 lebte, benannt wurde. Er ist 49,6 Meter hoch. Nicht ganz so hoch ift der Tarlaner Schiefturm in Tar- lan, das in Südtirol liegt und wo der bekannte Tarlaner wächst, den manche so gern trinken. Er gehört (der Turm, nicht der Wein) zu einer im Jcchre 1570 erbauten kleinen Kirche und steht ziemlich geneigt, doch besteht keine Befürchtung, daß er einmal umkippen könnte. Das ist ja überhaupt das bemerkenswerte an den schiefen Türmen, daß sie, wenn sie sich einmal schief gerannt haben, fester stehen als manche, die das Gleichgewicht noch zu wahren wissen.
In Deuffchland ist der Turm der katholffchen Stiftskirche in Frankenstein (Schlesien) bekanntgeworden, als ein Erdbeben die Gegend erschütterte. In Soest (Westfalen) dagegen steht nur der Helm der dortigen Kirche schief, während der Turm gerade steht. Das gleiche ist von der Kirche in Groß-Löbnitz (Thüringen) zu sagen: aber in Kamen (Westfalen) steht ein Turm vollkommen schief, und zwar seit vielen, vielen Jahren. Er ist auch
vielleicht ihr größter Reiz: für die anderen war Tanz und Geselligkeit ein Lebensbedürfnis, für sie niemals mehr als Nebensache.
Mit ihr zusammen zu fein hatte dieselbe Wirkung, als wenn die frische Luft durch ein plötzlich geöffnetes Fenster strömt. Ihr Wesen glich weniger dem süßen Dust eines Blumengartens als dem kühlen Hauch des Windes, der über die Heide streicht. Mit ihrer schmächtigen, knabenhaften Gestalt, ihrem kurzen, honigsarbe- nen Haar, bas sich wie bei einem kleinen Jungen um ihren schöngesormten Kopf lockte, schien sie den Inbegriff alles dessen darzustellen, was den Reiz der heutigen Jugend ausmacht.
Eine leicht« Ueberarbeitung Peters und «in Anflug der Grippe hatten sie auf chr Gut im Norden Schottlands geführt, um dort ein paar Wochen in veränderten Verhältnissen und völliger Ruhe zu verleben. Vielleicht wäre zur Erholung von einer Krankheit ein anderer Platz vorzuziehen gewesen als dieses winterliche Hochland, aber gerade die Abgelegenheit des Ortes und das dadurch bedingte Herausgeriffenwerden aus allen Gewohnheiten des täglichen Lebens hatte sie zu ihrer Wahl bestimmt.
Hier gab es keinerlei gesellige Verpflichtungen. Freunde sahen sie überhaupt nicht bei sich; höchstens, daß von Zeit zu Zeit eine kleine Jagbpartte zusammengetrommelt mürbe. Die Jagd war gut, jedoch ein wenig mühselig in einem Gelände, wo an Stelle der ab geholzten Wälder sich bald genug Sümpfe bildeten.
Peter riß den Umschlag auf und las das Telegramm.
„Hols der Teufel!" rief er. „Eva, ich muß mit dem Nachtzug fort. Ob ich noch zurechtkommen kann?" Er warf einen Blick auf die Uhr. „Halb drei Uhr. Wenn ich um vier Uhr von hier fortkomme, kanns noch gehen."
Aus Evas Stimme klang Ueberraschung und Ent« täufchung.
„Heute noch willst du fort?" fragte sie.
„Muß wohl. Jameson hat telegraphiert. Da, lies. „Sofortige Rückkehr. Wichtig."
„Zu ärgerlich! Und er weiß doch, wie nötig du Ruhe brauchst."
„Gerade daraus feh« ich, daß di« Sache wirklich wichtig ist." ' "
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Fünf Minuten Denksport
Kreuzworträtsel mit magischen Diamant-Rätsel
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bereits zu Asche geworden sind. Es von Rechts gewählt, meinst du nicht?"
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Silbenrätsel.
Silben: da, den, biffch, bo, bü, bar, de, ein, es, feu, freg, gang, ger, hi, in, la,
Di« Wörter bedeuten: 1 Offizier, 2 Verdienst, 3 Disch. Reichskanzler, 4 Kleiner Ausflug, 5 Suppenschüssel, 6 Bedeut, süddeutscher Genremaler, 7 Weg der Planeten um die Sonne, 8 Kamel, 9 Schlingpflanze, 10 Auffrischung des Trttpp ett-Pierdebestandes, 11 Berühmter Filmregisseur, 12 Abstand zwischen zwei Tönen, 13 Gestalt aus Schillers „Don Carlos", 14 Betriebsstoff für Kraftfahrzeuge, 15 Speisewürze, 16 Wurstart, 17 chirurg. Eingriff, 18 Oestl. Nachbarland, 19 Sonntag, 20 Kaufhaus.
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,___ ... Deutschland zeigt jedoch der bekannte Metzger-
tum iniuim, der dort bald so berühmt ist wie das große
Dom Kuckucksruf.
Der Kuckuck ruft in A-Dur!
Der Ruf des Kuckucks, dem manche so gern lauschen, um zu-zählen, wie viele Jahre ihnen noch beschieden seien, hat gegenüber den anderen Vogelrufen manche Besonderheit. Er ist her einzige Vogelruf, der sich in Noten wiedergeben läßt. Alle übrigen Vogelrufe sind unbestimmt, halten keine genauen Tonhöhen inne und losten sich daher in Noten schwer wiedergeben. Die Komponisten hären sie daher auch sehr verschieden. Wieviele musikalische Interpretationen hat nicht zum Beispiel der Gesang der Nachtigall gefunden! Beim Rus des Kuckucks aber gibt es keinen Zweifel: er fängt mit der Quint an und läßt darauf in stets gleichbleibender Werse die Terz folgen; meist die große Terz — er singt also in Dur. Cs soll freilich auch Gegenden geben, wo er in Moll singt, also die kleine Terz folgen läßt. Mit der großen Terz erscheint der Kuckucksruf auch in den Kompositionen, so in Beethovens Pastoral- symphonie, in Humperdincks „Hänsel und Gretel" und in Mozarts „Figaros Hochzeit". Es wird übrigens behauptet, daß in manchen Gegenden statt der Terz die Quart vorkomme. Aber eine andere, fast noch merkwürdigere Eigenheit hat das Kuckuslied. Alle Kuckucke,
Sie wandte sich um und sah, daß Peter das in die Vertäflung eingelassene Safe geöffnet hatte und eifrig mit Papieren manipulierte.
„Mir scheint, ich habe in die Luft gesprochen", sagte sie. „Du hast natürlich kein Wort von dein gehört, was ich eben sagte."
„Liebes Kind, ich habe jetzt wirklich anderes zu tun. Hast du nicht von Wahllisten gesprochen, die sie uns nochmals zugeschickt haben?"
„Wie schade, Peter, daß ich dir nicht helfen darf. Don Natur aus bin ich viel ordentlicher als du und könnte dir die halb« Arbeit ersparen. Dann wüßtest du wenigstens sicher, daß du alle Papiere hast, die du brauchst."
„Davon wollen wir jetzt nicht wieder anfangen, Eva. Ich habe gerade noch Zeit, meine Sachen zusammenzusuchen."
„Schon gut, alter Peter, Ich will ja auch gar nicht wieder davon anfangen. Es ist nur so herzzerreißend,
1 Orgel, 2 Wade, 3 China, 4 Taft, 5 Sieb, < Meißen, 8 Gruß, 9 Heimchen, 10 Neid, 11
Der Eintritt des Dieners, der auf einer Platte einen Haufen von Briefen und Zeitungen brachte, unterbrach das Gespräch.
„Hören Sie, Nobson, ich muß mit dem Nachtexpreß abreifen. Wollen Sie so gut sein, meinen Koffer zu packen und King zu sagen, daß er Punkt vier Uhr mit dem Auto an der Tür fein soll."
Nobson nickte gleichmütig.
„Jawohl, gnädiger Herr", sagte er.
Noch niemals war es jemand gelungen, aus ihm rin Zeichen der Ueberraschung hervorzulocken. Oder vielleicht war fein Leben so voll von Ueberraschungen gewesen, daß sie nun keinen Eindruck mehr auf ihn machten.
„Legen Sie die Post nur auf den Schreibtisch", fuhr Peter fort. „Ich werde sie später durchschauen."
„Jawohl, gnädiger Herr."
„Sehr aufregend scheint die Post nicht zu sein", bemerkte Eva, die an den Schreibtisch getreten war und sich an die Durchsicht der Briefe gemacht hatte. „Weiß Gott, da haben sie uns nochmals Stimmzettel und Wahl-
10 Beleuchtungskörper, 12 Bettwäsche, 15 Stadt i. d. Schweiz, 16 Wüste auf dem innerasiatischen Hochland, 17 Junges Schaf, 18 Präposition, 20 Gefrorenes, 21 Monat.
Von links nach rechts: 3 Kopfbedeckung aus Stoff, 6 Heilige, 8 Laubbaum, 9 Verwandte, 11 Hafenanlage, 13 Berichmtes dtfch. Bad, 14 Körperzeichen, 15 Türk. Titel. 17 Raubtier, 19 Zier- und Nutzpflanze, 21 Zeitgen. Dichter, 22 Pelztier, 23 Zucker, 24 Bienenzüchter.
Das magische Diamanträffel: Zuspeise, Leuchtstoff, Schwein.
Auflösungen uns der letzten Sonnt
Auslösung des SUbenrätfels.
1 Diplom, 2 Akademie, 3 Silber, 4 S Jnri, 6 Nymphe, 7 Danebrog, 8 Donau, 9 10 Emilia, 11 Brunnen, 12 Engerling, 13 14 Turgenjew, 15 Erika, 15 Nikotin, 17 Rotwild, Ebert, 19 Jrifh-stew, 20 Cicerone, 21 Hirschfängers Tankred, 23 Urne, 24 Ehrenlegion.
Der Spruch lautet: Das sind die besten Rei die gut angewandt werden.
Auflösung des Srruzworträtfels.
E3E3C3t5i
HWKK
MünstK. Er soll 2,09 Meter Überhängen. Sicher ist, daß eS noch weit mehr schiefe Türme gibt als diese zwölf. Wo mögen sie alle stehen? U. E.
E^jZ\E
listen geschickt. Als ob sie gewußt hätten, daß die ersten wird ja doch der
eimnWin einem Lied besungen und dem schiefen Turm von Pffa an die Seite gestellt worden. In Nordhausen gibt cp zwei Kirchen, die dicht nebeneinander liegen. Der Turm der Sankt-Blasien-Kirche neigt sich so weit zur SMe, daß man glaubt, er würde bald auf die andere Wrche fallen; aber diese Angst haben nur die FremiW. Die Einheimischen wissen, daß schiese^Türme ihre
Der Spruch lautet: Es ist dafür gesorgt, daß Bäume nicht in den Himmel wachsen.
Auflösung des Silbenräffets aus Jtr. 109.
1 Dolde, 2 Andersen, 3 Schanghai, 4 Salut, 6 Tankred, 7 Delta, 8 Ikarus, 9 Etzel, 10 11 Amati, 12 Hasard, 13 Rheinbund, 14 Espe, 16^ 16 Intervall, 17 Efendi, 18 Börse, 19 Erwerb, derlande, 21 Isaak, 22 Chemie, 23 Taifun, 24 tion, 25 Interdikt.
Der Spruch laute: Das ist die wahre Liebe । die nicht das Leid der Liebe kennt.
für mich, zuzusehen, wie du dich mit dem bringen abrackerst. Wie froh wäre ich, wenn lch^ bei irgend etwas helfen könnte. So will ich die Zeitungen ordnen, und du kannst mir Ban welche du mitnehmen willst.'"
Sie stand an Peters Schreibtisch und riß Me 8 bänder auf.
„Times?" sagte sie vor sich hin, legte die, auf den Tisch und strich sie glatt, „i°. 6,e sicher. „Mail"? Kann auch nichts W*'" oder „Sketch"? Nun, das ist schon eher denfalls will ich sie hier lassen." S:e Blätter obenauf.
In diesem Augenblick wurde sie in ihrer gung durch Peter unterbrochen. , „Hör mal, Eva, jetzt kannst du mir doch schnell hinauf in mein Ankleidezlnnn , mir die verschlossene Aktenmappe, will!
„Großartig!" rief sie und. lachte. »Nun ernst mit der Kameradschaft."
Als sie zurückkam, war er mit feinem
dro, e, e, e, ......
land, lauf, leut, li, lio, low, lu, me, me, mi, mi, mon, nah, nant, ne, o, on, pe, ra, re, ri, fa, far, fig, fpa, sto, te, ter, ter, ti, um, voll, zier, zin, sind 20 Wörter zu bilden, deren Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, einen Spruch ergeben.
Heileres
Untrügliches Zeichen. „Einen guten Rat Ihnen, lieber Freund, wenn Ihr Junge pflichtig ist, geben Sie ihn ja nicht gleich die Sie einst besucht haben! Ich ijab’s r jetzt ist der letzte Funke von Respekt bei mei weg. — „Wieso denn das?" — „Kommt er Hause und triumphiert: „Na, Vater, mir nicht mehr erzählen, daß du nie Letzter Dein Name steht ja noch groß und breit Platz eingekratzt!"
Ein probates Mittel. Ich verstehe nicht schen über Zwist in ihrer Ehe klagen tön' meine Frau und ich, haben eine immerwäh« einbarung. Wenn wir gleicher Ansicht sind Ansicht. Wenn wir verschiedener Meinung ihre Meinung. So kommen wir feit Jahren miteinander aus.
Skatspieler. Beim Ohrenarzt. Der Pr sternd: „Sieben!" — Der Patient, unwillkür flüsternd: „Sieben." — Der Professor: „Elf. Patient: „Els." — Der Professor: „Achtzehn!" Patient, ganz laut: „Halt' ich!"
3n der Schule. Der Kuckuck kommt erst i Kinder. — Nee, Fräulein, bei uns klebt er dem 1. April am Klavier.
Zweideutig. Ein Metzgerlehrling berichtet Eltern voll Freude: „Morgen wird mich mein schlachten lassen!"
im Safe drin.
„Hier haft du die Mappe", sagte n« " neben ihn auf den Boden. „Und me gen magst, welche Zeitungen^du mitney ich die anderen aufräumen."
Sein Kops erschien für «ine Sekunde.
„Times" und „Mail", sagt« er und
der. „
„Schon, dann lege ich „Mirror , - unzerstörbaren Wahlisten auf die du wohl nicht?"
„Würden mir gerade noch seh e während er ein Bündel ipaptere stopfte.
„Heb si« auf, bis ich zurückkomme, immer Zeit, sich über die angep Kandidaten klar zu werden.
Fortsetzung folgt-
wo immer sie auch leben und rufen moa-> Ostsee oder im Böhmerwold, ob im Harz, gebrauchen stets genau den zwar E. Der Kuckuck fragt also in äl-lSn einzelt, und zwar in Süddeuffchland f0[r” um einen halben Ton tiefere Es verkomm die As-Dur-Tonart bedeuten würde Mtt Stimmgabel kann jeder Naturfreund h», t iereffiert, dies feftftellen.
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Sie Wörter bedeuten von oben nach unten: 1 (Bar« tenhäuschen, 2 Wasserstandsmesser, 4 Männl. Sing«