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an Arbeit reichlich bezahlt.

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Der Äleintterzüchker im Mai.

Jetzt werden die Arbeiten im Geflügelhof leichter und einfacher, da sich die Lebensbedingun­gen der Tiere mit der besseren Witterung immer günstiger gestalten. Bei den brütlustigen Huhner-

rassen läßt das Legen schon etwas nach, während die schlecht brütenden dem Höhepunkt der Lege­tätigkeit entgegengehen. Die Zucht von Legehen» nen, namentlich der großen und schweren Rassen, hat keinen rechten Zweck mehr, da es für Winter­leger zu spät ist. Dagegen kann die Zucht vo>. Schlachtkücken fortgesetzt werden. In den Ställen ist mehr denn sonst auf Sauberheit zu achten, denn mit der Wärme nimmt auch das Ungeziefer zu; man bestreue deshalb wenigstens die Brut­nester mit Insektenpulver, Kalkstaub, Schwefelblüte ttftp., damit die Brüterinnen nicht zu sehr geplagt werden. Bei freiem Auslauf brauchen die Kücken nur vor Nässe, zumal dem taunassen Gras ge­schützt zu werden, und die altern Hühner finden den größten Teil ihrer Nahrung auf den Wiesen und im Obstgarten. Die Gössel ernähren sich be­reits selbst und die Tauben füttern ihre Jungen oder brüten aufs neue. Die Brieftauben werden jetzt zum Wettfliegen trainiert, die Kropftauben für die Ausstellungen an ihre Steigen gewöhnt, und die Tümmler haben die beste Zeit zum Hochfliegen. Es ist auch Zeit, die Puten brüten zu lassen. K a - n i n ch e n und Ziegen können von jetzt ab gänzlich mit Grünfutter ernährt werden. In der ersten Zeit dürfte eine Gabe von Heu vor Verab­reichung des Grüns angebracht fein, damit sich die Tiere nicht überfressen; wenn sie erst an frisches Futter gewöhnt sind, hat es keine Gefahr mehr. Das Griinfutter verlangt eine entsprechende häu­figere und gründlichere Reinigung der Ställe, sonst gibt es wunde Füße, entzündete Augen oder leicht zu chronischen Erkrankungen ausartenden Schnupfen. Die Kaninchenzucht geht ohne Unter­brechung weiter, insofern es sich um Schlacht­kaninchen handelt, bei Sportkaninchen ist dagegen Einschränkung geboten. Die ersten Würfe der Ka­ninchen sind nach den Geschlechtern zu trennen und die Zicklein zu entwöhnen, die jetzt auf der Weide besser als im Stall aufgehoben sind; Weide und freier Auslauf sind ihnen wie allen Tieren am zusagendsten.

allgemein mit Uspuftm-Naß gebeizt, heute zieht man die bedeutend einsachere und ebenso sichere Trockenbeizung vor. Besondere Apparate sind hierzu nicht nötig. Es genügt eine gutschließende Büchse oder noch besser eine Flasche. In dieser wird das Saatgut zusammen mit wenig Trocken­beize Tillantin R einige Minuten geschüttelt, wo­bei sich alle Samenkörner mit dem feinen Beizstaub überziehen. Für kleinere Sämereien nimmt der Gartenfreund zweckmäßig die Sonderpackung Til­lantin R, die aus einer Säe- und Beizbüchse be­steht. Wer einmal den Unterschied im Aufgang zwischen gebeizten und ungebeizten älterem Samen beobachtet hat, wird nie wieder ungebeiztes Saat­gut verwenden. Lückenloser Aufgang, gesunde Pflanzen und reiche Ernte machen die kleine Aus­gabe für das Beizmittel und das geringe Mehr

Ansere Vorgärten.

Selbst in größeren Städten mit vorbildlichen Anlagen läßt die Ausgestaltung der Vorgärten als Augenweide für den Besitzer und Vorübergehenden oft sehr viel zu wünschen übrig. Es ist daher sehr erfreulich, daß die Verkehrsvereine, die jetzt fast in allen Städten mit regem Fremdenverkehr be­stehen, sich dieser Sache dadurch etwas annehmen, daß sie Preise für Blumenschmuck an Fenstern, Balkons und fchöngepflegte Vorgärten- aussetzen.

Der Raum zwischen Zaun und Hauswand ist allerdings häufig sehr knapp bemessen, so daß der Besitzer denkt, es lohnt doch nicht der Mühe, und diese Angelegäenheit wird einfach mit einer Hand­voll Grassamen erledigt. An Stelle dieses dürftigen und wilden Rasenschmuckes sollte aber z. T. eine Rabatte mit immer wiederkehrenden Blütenstau­den treten, die ja so anspruchslos sind und auch noch im Schatten gedeihen und blühen. Ist das Vorgärtchen nur einige Meter breit und hat min­destens während einiger Tagesstunden Sonne, so ist die niedrige Rose die gegebene Borgarten­pflanze, dankbar und schön zugleich. Ist etwas mehr Platz vorhanden oder ist der Raum so be- messtzn, daß man sogar von einem großen Vor­garten sprechen kann, so sind die Möglichkeiten, einen vielseitigen Pflanzenschmuck anzubringen, natürlich in gesteigertem Maße gegeben, und ein zeitgemäßer, stilvoller Vorgarten wird in diesem Falle am besten nach den Süwrdnungen eines tüch­tigen Gartenarchitekten angelegt werden. Bei der Bepflanzung mittelgroßer Vorgärten m^ eigener Regie wird natürlich der Kostenpunkt eine aus­schlaggebende Rolle spielen. Mr einige hochstäm­mige Rosen, in Verbindung mit niedrigen Rusen, einige seltenere und schöne Blütensträucher oder veredelte Blütenbäume sollte es aber in jedem Falle reichen. Auch verschiedene Koniferen oder immergrüne Blüher, wie Rhododendron usw., eig­nen sich für den Vorgarten. Hauswand, Balkon, Laube und Zaun werden mit Schlingrosen, Cle­matis oder irgendeinem anderen schönen Schling­gewächs bepflanzt. Eine hübsche Gartenbank kann ebenfalls im Vorgarten aufgestellt werden. Dem sonstigen Blumenschmuck durch Beetbepflanzungen, Sommerblumen und Stauden sind natürlich keine Grenzen gezogen. Geschmacklose Beeteinfassungen aus Bierflaschen, Konservenbüchsen und so weiter sind natürlich zu vermeiden, ebenso die Aufftellung von kitschigen Figuren und schlecht ausgeführten Grotten- oder Felsbauten. Auch die Wege sollten keinen allzu breiten Raum einnehmen, denn man betritt wohl hin und wieder den Vorgarten, aber zri Dauerspaziergängen wird er kaum benutzt. Häufig können die Wege ganz wegfallen, und es ist nicht schlimm, wenn man auch einmal auf den Rasen tritt.

Niedrige Hecken, namentlich am Zaun entlang gepflanzt, geben dem Gesamtbild des Vorgartens die notwendige ruhige und vornehme Linie.

Auf jeden Fall sollte aber jeder Vorgarten­besitzer dafür sorgen, daß sein Gärtchen, wenn es auch keine pflanzlickun Kostbarkeiten aufweist, je­derzeit und sauber ist, eine Zierde des Straßen­bildes zur eigenen Freude und zum Mitfreuen für den Vorbeigehenden. as.

Die Fütterung der Kücken. Den Kücken wir» als erstes Futter fast stets Hirse gegeben. Genau so gut ist anderes kleinkörniges Futter, z. B. Bruchreis, Hafergrütze, Buchweizengrütze usw. Das beste dürfte Jein, überhaupt nicht mit einzelnen Sorten zu füttern, sondern den Kücken ein Ge­menge all dieser kleinkörnigen Futterarten vor- zufetzen, damit sie sich das aussuchen können, was ihnen am besten schmeckt und bekommt.

Die Brutdauer weicht bei den verschiedenen Geflügelarten sehr voneinander ab. Tauben brau­chen 1719, Hühner 1921, Enten 2427, Puten 2628, Gänse 29 bis 31 Tage. Außerdem kommt es auch auf die Größe der Rasse an. Zwerghühner brauchen z. B. nur 1719 Tage. Nicht minder schwankt die Brutdauer infolge äußerer Umstände; so führen zu zeitiges Setzen, ältere Eier, kaltes Wetter zu einer Verlängerung.

- Die Fütterung der Enten kann auf die man­nigfachste Weise geschehen. Mit heißem Wasser angebrühte und etwas gesalzene Kleie, dazu Fleischfuttermehl, geschälte und ungeschälte Kartof­feln, Rüben, Malz, Maismehl, Futtermehl, Kno­chenmehl (nur wenig), Küchenabfälle, Grünes, Gerste, Mais, Weizen geben ein gutes und ab­wechslungsreiches, nahrhaftes Futter.

Gegen die Futterverschwendung der Ziegen, Die Ziegen sind bekannt dafür, daß sie viel Futter verstreuen und viel mehr Futter verderben, als sie fressen. Mit Leichtigkeit kann dieses Vergeuden durch eine einfache Vorrichtung int Stall verhindert werden, indem man unter der Raufe unmittelbar vor dem eigentlichen Ziegenstand einige Bretter schräg von unten nach oben anbringt, hinter die das meiste des spielerisch oder überflüssig aus der -Raufe gerupften Futters fällt und so der Nasch­begierde und dem Spieltrieb der Ziege entrüd* wird.

Praktische Winke.

Neupflanzungen sind noch bis ins Spätfrüh, jahr möglich, da alle Bäume, die zum Frühjahrs- versand bestimmt sind, von den Baumschulen im Einschlag gehalten werden und dadurch künstlich in der Vegetation zurückgehalten sind. Selbst Anfang Mai kann man noch mit gutem Erfolg Säume pflanzen, wenn man die notwendigen Pflanzregeln gut beachtet.

schuß den oben beschriebenen mit Hilfe des großen Ehenilleschützens eingsschlossenen Chenillestrang genau im Sinne des herzustellenden Musters ein, der dann durch die Bindekette festgehalten wird. Es kommt hier­bei sehr viel auf den Formen- und Farbensinn des einzelnen Webers an, das Stück so schön wie möglich zu setzen und vollendet herauszubringen.

Die aus dem Tsppichstuhl kommende Ware sicht noch rauh und unklar aus. Auf den Schermaschinen werden deshalb mit Hilfe gewundener Messerrvellen alle vorstehenden Haarspitzen oder Unebenheiten zu einer schönen Fläche abrasiert. Auf der Äppreturtrommel erhält bann der Teppich die Grundappretur und seine Farben werden durch heiße Dämpfe zur letzten vollen­deten Entwicklung gebracht.

Nach jedem einzelnen Fabrtkationsgang wird jeder Teppich von dem betreffenden Meister mit dem Weber geprüft und nach der Appretur nochmals einer genauen Durchsicht seitens der leitenden technischen Beamten und Warenschauer unterzogen. Dann nimmt der Tep­pich. seinen Weg durch Lager und Packerei zur Eisen­bahn und zum Ozeandampfer ins Reich oder in die weite Welt. ______________

Der Regenschirm als Fallschirm. Den Versuch, einen Regenschirm als Fallschirm zu benichen, mußte ein zehnjähriger Knabe in einem Ort bei Straß­burg mit dem Tode büßen; verführt durch die viel­fachen Fallschirmabsprünge von Piloten sprang er mit einem Regenschirm vom Dach seines elterlichen Hauses und blieb mit zerschmetterten Gliedern tot liegen.

Originelle Reklame. Ein Sellereiarb eiter aus (Tarifen an der Mosel will für den Moselwein da­durch Reklame machen, daß er ein Original Mosel- weinfuderfaß von Bernkastel nach Ber­lin rollt, und zwar über Koblenz, Köln. Düsseldorf,

Duisburg, Essen und Dortmund. Das Faß ist mit der Inschrift:Ich komme aus dem verarmten Moselland" verschen.

Zehntausend Menschen machen nur Zigaretten- schachteln. Die Papierzeitung veröffentlicht aus der Statistik eines Arbeitnehmerverbandes im Buchbinder­gewerbe Angaben über die Zahl der Kartonnagefabri- ken und ihrer Arbeiter, die nur für die Zigarettenin­dustrie tätig sind. Danach gibt es in Deutschland 12 Zigarettenkartonnagefabriken mit etwa 6 000 Arbei­tern, die unmittelbar an Zigarettenfabriken ober Tabak­konzerne angegliedert ober eng mit ihnen verbunden finb. Außerbem arbeiten etwa 3 000 Arbeiter in freien Kartonnagefabriken, die ebenfalls fast ausschließlich Zi­garettenschachteln Herstellen. Zu diesen 9 000 Arbeitern kommen rund weitere 1000 Buchbindereiarbeiter, die unter das am 1. Januar 1980 in Kraft getretene Gesetz zur Aenderung des Tabaksteuergesetzes vom 22. De­zember 1929 fallen.

IBte groß ist Deutschland. Deutschland, das vor dem Kriege 540 858 Quadratkilometer umfaßte, besitzt heute 472 082 Quadratkilometer. Davon entfallen auf Preußen 294 603 qkm mit 40 Millionen Einwohnern, auf Bayern 76 421 gkm mit 8 Millionen Einwohnern, auf Sachsen 24 993 qkm mit 5 Millionen Einwohnern, auf Württemberg 19 507 qkm mit 2.8 Millionen Ein­wohnern, auf Baden 15 070 qkm mit 2.4 Millioner Einwohnern, auf Hessen 13127 qkm mit 1.7 Millionen Einwohnern, auf Thüringen 11757 qkm mit 0.7 Mill. Einwohnern, auf Oldenburg 6 429 qkm mit 0.6 Mill auf Braunschweig 3 672 qkm mit 0.5 Millionen Ein­wohnern, auf Hamburg 414 qkm mit 1.2 Mill. Ein­wohnern, auf andere 8 394 qkm mit 1 Million Einwoh­ner.

!Der Garten im Mai.

n sich die Natur Ende April auch schon n mit etwas frischem Grün schmückte, so ist ge Entfaltung von Blatt und Blüte doch Mai sicher zu erwarten. Eine gute Gabe der April dem Kleingärtner, die aller- icht von jedermann in dieser reichlichen ;rn gesehen wurde, und dies war der so ige durchdringende Regen. Ohne die- denfeuchtigkeit gibt's kein Wachstum, zu- aber vermehrte Arbeit durch das Gießen, ; Wasser ist nun einmal das notwendigste e Element für alle Neupflanzungen, ganz b es sich um krautartige oder um Saum- - handelt. Die Gießkanne und die zur ftung angewendete kleine Handhacke sind n Mai die wichtigsten Gartenwerkzeuge, igen liegt aber Anfang Mai der fnschbe- arten in allen Teilen sauber vor uns, und ien uns nach der etwas groben Bestellungs- nehr den speziellen Bedürfnissen der ein- Zartengewächse zuwenden, um ihr Anwach­weiteres Gedeihen zu fördern. Im

Ziergarten

sich die Slütenpracht der Frühlingssträu- ederduft überall! Doch bald ist diese Herr- m Vergehen, und es ist nun Zeit an den Ser Frühjahrsbliiher zu denken, indem man chlühten Zweige kurz zurücknimmt. Hier- ldet sich der notwendige Holztrieb für die rigen Vlütenzweigen. Wo in verständiger lühende Zweige, außer solchen von Obst- , abgeschnitten werden, kann man also fei- i von Baumfrevel reden, denn ein Schnitt vieso erfolgen. Auch auf den Slumenbee- den die Frühjahrsblüher von Mitte Mai Vergehen fein, und wir können dann die ;ung mit Sommerblumen vornehmen. Ko- können mit bestem Erfolg im Mai ge- »erben. Fester Pflanzenballen, gute Durck- ig, evtl. Schutz durch Schattenleinen find bedingungen für ein sicheres Anwachsen, chgepflanzten Rosen, Ziersträucher und vor ach der neu angelegte Rasen fi-nd immer meber gründlich zu bewässern. Im

Gemüsegarten

gibt es schon einige kleinere Ernten von Spinat, Galat, Radieschen und so weiter, und die Sonne soll feinen Tag die abgeernteten Seete zwecklos be= Et Von Mitte Mai an sind Söhnen zu le- lurken zu pflanzen, auch Spargelbeete fön- >ch neu angelegt werden. Der Spargelstich den alten Seelen in vollem Gange. Die rbeete sind nochmals gründlich zu reinigen nchzuhacken, dann sind sie bis zur Ernte in ;u lassen. Sei stark verunfrauteten älteren reinigt man nur oberflächlich, denn allzu Gründlichfeit schadet hierbei den Pflanzen ils sie ihnen nützt. Länger wie drei Jahre nan feine Erdbeerpflanzung stehenlassen, nan feine Erdbeerpflanzung' stehenlassen. Im

Obstgarten

;t unsere ganze Aufmerfsamkeit dem Kampf die Schädlinge. Auch die Neupflanzungen mier wieder nachzusehen, auch hier ist. Schutz das Austrocknen der Wurzeln und Rmde die ste Maßnahme. Säume, welche nicht aus- wollen, werden nochmals herausgenom- Men Tag ins Wasser gestellt und noch fri- oeschneiden der Wurzeln nochmals gepflanzt. Mionvere Beachtung müssen auch die Propftöpfe Men und sind vor allem vor Schäden durch Vögel t bewahren. a5.

bürfen nicht zu groß aber auch ein. Die beste Größe ist etwa 22,5 ößere Steckzwiebeln schießen sehr oft mb fleinere, etwa erbsengroße, ent- ten zu guten Zwiebeln. Die Steck- für den Gebrauch früher fertig als ein unb besonbers für Stellen geeig- wiebeln wie z. S. auf sandigem unb en, nicht gut gebeihen. Man steckt Zentimeter Abstanb so tief, baß ber ait ber Erbe abschließt, Reihenab- Zentimtr. kos.

nmige Stachel- und Johannisbeeren ls auf Goldjohannisbeere (Ribes au-

^keresfanles von der Teppich­weberei.

«^^Efche Schäfer im nebligen Bergland wird thpntVr, 9 . 'feiner schwartzköpfigen Schutzbefohle- m Jas kein« rechte Vorstellung davon haben, zu ^prächtigen Luxusteppichen das dicke l r&Lte Wollkleid, das er jährlich zwei Mal den WM-, j^ert, Verwendung findet. Und doch ist ge- nghaarige Wolle des schottischen Schafes hart und widerstandsfähig, daß sie sich ^K>b Herstellung von Wollplüschteppichen eig- gelangt sie in die Spinnerei, wo sie gewa- und nach dem Kammzug zum verar- Ingen Kammgarn versponnen wird.

fem Zustand bezieht die Teppichfabrik ihr ^wgarn aus England. In der Färberei wird arolle wieder gewaschen und daraus in allen garten oder feurigen, dunklen oder Hellen gefärbt und gelangt'durch die Trockenmaschine Packen zur Spulerei, von wo sie der Weber hvor'mare (Chenille) in Gestalt von Spulen, n Kopsen, zum Verweben empfängt.

r Chenilleweber mit Weben überhaupt be- w. muß er eine Arbeitszeichnung haben. Die- ,m Zeichen-Atelier der Fabrik nach einer walenden Teppichentwurfsskizze angefertigt, verkleinerten Maßstab genau in Zeichnung »as Bild des anzufertigenden gewebten Tep- Mr jedes Muster und für jede Farben- Sielben muß vom kleinsten Vorleger bis zum lesenteppjch j« eine Arbeitszeichnung ange- ,en, in 6er natürlichen Größe des halben elteppichs.

Diese in Streifen zerschnittene Zeichnung und die dazu gehörige, alle darin vorkommenden Farben ent­haltende Farbenkarte braucht nun der Ehenilleweber. Er holl sich an Hand der Karte die darauf verzeichneten Farben als bunte Wollkopfe in der Spulen-(Kops-)Aus- gabe, legt diese Kopse in die Weberschiffchen (Schützen), spannt sich den ersten Streifen der Zeichnung in sei­nen Webstuhl unb webt nun, nach Maßgabe der langen ober kurzen Favben-Vierecke auf der Zeichnung länger ober kürzer, burch Herüber- unb Hinüberschießen des Schützens mit dem Kops, die verschiedenfarbige Wolle zwischen die im Stuhl befindlichen gruppenweise in be­stimmten Zwischenräumen eingezogenen Zwirn-Ketten- fäben zu einer quergestreiften langen glatten Stoff­bahn, der Vorware, zusammen.

Nachdem der Weber feinen Zeichnungsteil vollendet hat, wird er in die Chenille-Schneidemaschine gebracht und dort ber Länge nach durch eine rotierende, mit klei­nen halbrunden Messern besetzte Walze in 40, 60, 80 ober noch mehr gleichbreite Streifen zerschnitten, die durch die im Chenillewebstuhl eingeflochtenen Zwirn­ketten fest zusammenhalten. Durch gleichzeitiges Lau­sen über einen mit Rillen versehenen Heißdampfzylin­der werden die rechts unb links von ben Zwirnketten- bindungsfäben frei herausstehenden Wollenden ge­dämpft und in die Höhe gepreßt und der für die eigent­liche Teppichweberei gebrauchte Chenillestrang ist fer­tig-

Der Teppichweber hat in feinem starken mechani­schen Kraftstuhl zunächst einmal von den 3 großen schwe­ren Kettenbäumen, von welchen 2 für bas Grundgewebe und einer für die Bindung der Chenillestränge da sind, die Kettenfäden nach vorn durch die Schäfte und Hel­fen gezogen unb befestigt und läßt seinen Sttchl durch den kleineren der 2 zugehörigen Schützen mit den Jute- schußspulen in Verbindung mit den Kettenfäden den Teppichgrund weben. Er selbst kämmt nach je 4 Grund­

reum) veredelt, lassen sich aber auch gut wurzel­echt aus Stecklingen erziehen. Hierzu nimmt man Frühjahrs- oder Sommerstecklinge, denen man die Augen ausfchneidet .soweit sie in die Erde kom­men, wodurch die Entstehung von Wurzelausläu­fen verhindert wird. Die Behandlung ist die üb­liche. Meist wächst der Steckling im ersten Jahr an, zuweilen macht er auch schon einen kräftigen' Trieb, gewöhnlich erst im nächsten Jahre. Entste­hende Seitentriebe entfernt man. Hat der Leit­trieb die gewünschte Höhe erreicht, wird er an der Stelle glatt abgeschnitten, damit die oberen Augen Seitentriebe machen und sich eine Krone bilden kann. kos.

Der Aimmergarken im Mai.

Wenn jetzt auch eine ständig wärmere Witte­rung kommt, so stellen sich doch m der ersten Hälfte des Monats bisweilen schwächere Nachtfröste ein. weshalb anfangs nur die härteren und erst nach Mitte des Monats auch dis zarteren Zimmerpflan­zen ins Freie gebracht werden können. Feinere Palmen, zarte Farnkräuter und ebensolche Statt« pflanzen bleiben jedoch am besten den ganzen Sommer über im Zimmer, dessen Fenster stets ge­öffnet sein fallen und gegebenenfalls auch beschattet werden müssen. Wo ein Garten vorhanden ist, ist dieser der beste Ort zur Erholung der Pflan­zen. Die Kakteen usw. verlangen Wärme und Sonne, die Palmen Halbschatten, Farnkräuter vol­len Schatten; die Erfüllung dieser Wünsche ist für das Wohlergehen sehr wichtig. Die bekannten Al­lerweltspflanzen kommen dagegen überall fort, wenn sie nur vor Zug geschützt sind. Kranke Pflan­zen topft man am besten aus und pflanzt sie nach Entfernung der schlechten Wurzeln in gute Erde, die nicht frisch oder übermWg gedüngt sein darf. So werden sie bald von den Schäden des Winters gesunden und sich erholen. Vor Pfingsten muß auch die Ausstattung der Blumenbretter und die Bepflanzung der Balkenkästen vorgenommen werden; man vergesse aber nicht, Schutzvorrichtun­gen gegen die trocknende und versengende Mittags­sonne. Solide Blumenkästen helfen da vorzüglich. Sie werden etwa zu zwei Drittel mit Sägemehl oder Torfmull gefüllt und die Blumentöpfe darin versenkt, die dann kaum austrocknen können. Ein­zelne Töpfe finden in größeren Platz, die in glei­cher Weise zu füllen sind. Wo die Blumenkästen unmittelbar bepflanzt werden, ist folgendes zu be­achten: Frische nahrhafte Erde, guter Wasserabzug, nicht zu enger Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen. Die Blumentöpfe sind stets rein zu hal­ten, sich einstellendes Unkraut ist zu entfernen. Die beliebten Efeuwände verlangen jetzt besondere Pflege, der obere Teil der Erde in den Kästen ist zu entfernen und durch eine Mischung von Mist- und Komposterde zu ersetzen, eine Beigabe von Dünger (Hornspäne) ist besonders empfehlenswert; abgestorbene und vergilbte Blätter sind zu entfer­nen, Ranken anzubinden ufw. Blühende Topf­pflanzen werden aufgebunben, abgeblühte erforder­lichenfalls zurückgeschnitten und überall ist, da die Nährkraft der Erde in den Töpfen, Kästen ufw. nickt lange vorhält, von Zeit zu Zeit mit einer Auflösung von Blumendünger zu gießen.

Beim Treiben der Blumenzwiebeln dürfen die Töpfe ober Gläser nicht früher warm unb ans Licht gestellt werben, als bie Wurzeln bis auf ben Boden der Pflanzgefäße gelangt finb. Wer sie frü­her zum Treiben stellt, wirb niemals einen guten Erfolg haben; bie Blüten bleiben stecken, ohne sich zu entfalten. sjj

Zur Aussaal der Gemüsepflanzeu.

Sollwertiges Saatgut bietet bie beste Ge­währ für eine gute Ernte, ist aber auch entspre­chend teurer. Deshalb wird mancher Gartenfreund aus Sparsamkeitsgründen sein selbstgeerntetes Saatgut ober solches, welches von ber letzten Aus- fat zurückgeblieben ist, vielfach verwenben müssen. Durch eine Keimprobe kann man sich leicht über­zeugen, ob die Samen noch genügend keimfähig finb, boch wird diese Prüfung meistens unterlassen. Dagegen kann unb muß jeder eine anbere Maß­nahme, nämlich bie Beizung, durchführen. Diese fördert nicht nur allein Keim- und Triebkraft der oft durch unsachgemäße Lagerung geschwächten Sa­men, sondern tötet auch alle äußerlich am Korn haftenden Krankheitserreger ab. Früher wurde