Fuldaer Zeitung
Rund um die Woche
Dürers „Macienleben" für 130000 Mark nach London «erkauft.
Denn er
zur linde.
Br. 103.
Sonntag, den 4 Mai 1930.
* Dr. Maurenbrecher gestorben. An den Folgen einer Blinddarmoperation ist am 30. April der frühere Hauptschriftleiter der „Deutschen Zeitung" Berlin Dr. phil. Max Heinrich M a u r e n b r e - ch e r im Alter von 65 Jahren in Arnstadt in Thüringen gestorben. Dr. Maurenbrecher, der Theologie studierte, lebte nach seinem Ausscheiden aus der „Deutschen Zeitung" als Pfarrer in Mengersgereuth, Kreis Sonneberg, und ist schriftstellerisch durch die Herausgabe einer Anzahl von Monographien bekannt geworden.
! Und gerade die harte Schule, die der Amerikaner durchmachen muß, scheint mir ein weiteres wichtiges Erziehungsmittel zu sein, das für das öffentliche Leben so gute Früchte trägt. Wenn einer weiß, daß er sich nur durch eigene Tüchtigkeit, durch Fleiß und gutes Benehmen eine Stellung im Leben erringen kann, dann bemüht er sich ganz von selbst, sich die nötigen Umgangsformen zuzulegen..
Dabei hat aber das, was ich hier gute Ismgangs- formen nenne, durchaus nichts Kriecherisches an sich. Ganz im Gegenteil. Alle treten einander offen und frei mit- einem gewissen fröhlichen Selbstbewußtsein entgegen. Das merkt man ja schon denen an, die gelegentlich einmal zu uns kommen; man merkt chnen den „Amerikaner" an. — Was sie sind und haben, das haben sie sich durch ihrer Hände Arbeit verdient. Und alle diese Millionen Arbeitsmenschen blicken durchaus nicht mit Neid, eher mit einem gewissen Mitleid auf den Studierten. Während sie arbeiteten und zum Wohlstand der Familie beitrugen, lief der Student zur Schule und zehrte durch Jahre an diesem Wohlstand. Sie schätzen deshalb auch die Studierenden nicht höher ein, als sich selbst. Und wenn sie auch z. B. die Kenntnisse eines Ingenieurs anerkennen und achten, so bleibt er in ihren Augen doch nur der Arbeitskamerad.
Diese demokratischen Derhällnifle bringen es mit sich, daß sich der Mann, der lange Jahre in Amerika gelebt hat, nicht mehr recht in deutsche Verhältnisse schicken kann. Jeder alte Deutschamerikaner schimpft bei jeder passenden Gelegenheit gewaltig auf den deutschen „Kastengeist", auf die Titelwirtschaft, auf die „heilige Ehrfurcht" vor seiner Beamtenuniform, auf Dinge, an die wir uns hier gewöhnt haben wie ans tägliche Brot. Und von der amerikanischen Seite aus betrachtet, hat er recht, zehnmal, hundertmal hat er recht. Sind wir denn nicht alle „Arbeiter", jeder in seinem Stande und an seinem Platz? Warum dieser nervöse Kriegszustand der einzelnen Stände untereinander? Warum der beständige Kampf von Partei gegen Partei? — Beständen in Amerika ähnliche Zustände wie bei uns, dann wäre Amerika eine traurige Wüste; denn dieses große Land ist doch bevölkert von einem Gemisch aus ollen Nationen, und alle sind stolz auf ihr großes, herrliches Amerika, i Und bei uns? I
Großer Heide- und Moorbrand.
Hohen Moor am Dahlemer See (Provinz Hannover) entstand Mittwochnachmittag durch die Unvorsichtigkeit zweier Arbeiter, die in der Heide Zigaretten geraucht hatten, ein Feuer, das sich in- folge des starken Ostwindes rasch ausbreitete und in kurzer Zeit 1000 M o r g en H e i d e und M o o i vernichtete. Zum Glück lief das Feuer zwischen zwei Forsten hindurch, so daß kein Waldbrand entstand. Viel Wild und viele Vogelnester wurden, vernichtet. Die beiden Arbeiter wurden in Haft genommen.
verkauft wurde. Die Blätter tragen Nummerierungen, die angeblich von Dürers Hand stammen sollen.
„Die Nucht «ach Aegypten".
Ein Blatt aus dem berühch ten Holzschnitt-Zyklus Dürers „Marienleben", von dem ein be-
Und noch eine andere Frage: Warum die beständige Wühlarbeit der Religionslosen gegen di«, die nach ihren Anschauungen leben wollen? Für solche Wühlarbeit hat der Amerikaner keine Zeit, und sie ist ihm auch zu gemein. Und warum schätzt bei uns ein Mensch den andern nicht als gleichwertiges Glied eines großen Volkes? Warum mißgönnt der eine dem andern fein Brot? Jede Arbeit ist heilig und gleich hoch zu achten; sie dient ja dem gemeinsamen Wo',l. Nur der große und kleine Dieb kann auf seine Arbeit nicht stolz sein. — Wahrlich, unser beständiger Zank und Häher hat uns vor dem Ausland lächerlich gemacht. Und lächerlich gemacht hat uns auch der eigene Stolz. Seinetwegen hatten wir im Krieg so viele Feinde. Und verhaßt gemacht hat uns der „stramme und schneidige Ton" so mancher unserer Beamten. Das ist eine allgemeine Klage im Ausland, daß seither der Fremde „nne ein Rekrut" behandelt wurde. Wie das Ausland in diesem Punkt über uns denkt, sei in einigen kurzen Auszügen aus einem Reisebuch wiedergcgeben, das ein guter Deutscher geschrieben hat, der vot drei Jghren seine Heimat besuchte.
Er schreibt von der Landung des Dampfers „Eokum- bus" in Bremerhaven: „Hier sahen wir wieder nach vielen Jahren die ersten Pickelhauben. Weshalb die Beamten, die doch eine ganz friedliche Tätigkeit ausüben und es mit ganz friedlichen Leuten zu tun haben, mit dem Säbel daherkommen, war und ist mir unerfindlich, es fei denn, ich erkläre es mir aus der alten Methode die Autorität mit Dreinschlagen zu begründen. Jedenfalls sollte man denken, in einer Republik, in der der Militarismus abgeschafft sei, hätten Säbel bei stiedlichen Beamten keinen Platz mehr. In Amerika denkt doch auch kein Paß- oder Zollbeamter, dem lieben Nächsten mit dem Säbel „zu winken".
Mit dem Kommen der Beamten begann dann eine Kette von bürokratischen Plackereien oller Art, die einem ©ebulb unb Gelbbeutel erschöpfen und das Reisen ost genug verleiden. Weshalb man al» Erdenbürger, btr doch ein gleiches Anrecht auf das Betreten der ganzen Erde hat wie alle andern, noch alle Augenblick» 10 Dollar zahlen und doppelt und b.eifach abgestenipelt werden muß, sobald man an ein unsichtbares Etwas kommt, das sie Grenze nennen, ist mir eigentlich ein Rätlel. •
Selbsthilfe einer Nation bergen. Es find Opfer, die in die Erde müssen, aus der ein neuer Frühling wachsen soll. Gewiß bedeuten sie einen künstlichen Eingriff, aber ohne solchen geht es nicht m einer Kultur, die eben nicht mehr reine Natur ist, sondern allzu sehr das Produkt künstlicher Eingriffe seit Jahrzehnten. Die Tendenz dieser Vorschläge geht aber deutlich darauf aus, den künstlichen Eingriff so zu machen, daß dadurch der Na- turvrozeß der Wirtschaft wieder in Gang komme. Das ist die absolut antisozialisttsche Tendenz dieses Gutachtens. Denen, die hier Opfer bringen sollen, mag dieses ein Trost und eine Kraft sein. Ob da? Welt-Arbeitslosenproblem auf diesem Wege gelöst werden kann, stehe dahin. Uns ist gegeben dieser Tag und seine Möglichkeit. Man schlage richt mit dem billigen Pessimismus einer fernen dunklen Zukunft den frohen Aktwismus tot, der uns veranlaßt, das Steuer der Dinge fest in die Hand zu nehmen und das Schiftlein aus dem Reich der Utopien und Ideologien wieder in das der weise kontrollierenden nattirlichen Entwicklung hinüber zu leiten. Wir müssen die Stempelstellen abschaffen, denn der Mann hat Recht, der mir vor kurzem schrieb: „Die Stempelstellen sind die Brutstätten der kommenden Revolution."
Der Mann im Monde.
Die fetten Würmer. — Am die Erwerbslosen. — Aokopfer. — Die verheirakete Frau im Erwerbsleben. — Die 60jährigen.
2. Sian.
Druck der Fuldaer Acttendruckerei. -Hulda
einfache Mann bemüht sich unwillkürlich, sich den Anschauungen des Gebildeten anzupassen. Die häßliche Art, sich mit einer gewissen Wollust als „Proletarier" zu bekennen unb sich babei recht roh zu benehmen, wie man bies oft bei uns betrachten kann, wäre in Amerika ganz unmöglich. Sie alle betrachten sich ja als Arbeiter und sind es auch. Denn ber Bankier von der Wallstreet, bie Verkäuferin vom Warenhaus Gimbel, der Fensterputzer eines Wolkenkratzers und ber Führer eines Straßenbahnwagens schätzen ihre und bes Nebön- menschen Arbeit gleich hoch ein. Alle Arbeit, bie bezahlt wirb, ist ehrenwert; alles anbere ist Spiel. Wenn der Ehef eines Geschäftes vom Broadway nach Geschäfts- schluß in ber Untergrund- oder Hochbahn sitzt, und eine seiner Verkäuferinnen steigt ein und findet keinen Sitz, so wird er ihr feinen Platz anbieten, unb sie nimmt ihn ohne Ziererei an. Sie sind ja Arbeitskameraden. Sie stehen ja gleich hoch, sie achten einander. Die Arbeit ist für beide das Mittel, ihr Leben zu erhalten und zu gestalten. Die Verkäuferin (wie jede andere) kann zu jeder Stunde ihre Arbeit niederlegen, ebenso kann sie der Ehef jederzeit entlassen. Das erscheint uns als ein peinlicher Zustand, hat aber doch manchen Vorteil. Jeder Arbeitswillige wird sich bemühen, seinen Brotherren zufrieden zu stellen, und jeder Brotherr wird sich bemühen, einen guten, fleißigen Arbeiter festzuhalten. Also der Tüchtige kann sich emporarbeiten, der Faule kommt nicht voran. Für kommunistische Ideen ist der amerikanische Boden wenig geeignet. Alle sind ja Arbeiter. Der eine war eher da, war fleißiger, geschickter, hatte mehr Glück, oder er war skrupelloser, unb ist darum jetzt wohlhabend; ich will es noch werden. Warum also den andern beneiden? Der Arbeiter betrachtet ganz nüchtern die Taftache, vor die ihn das Leben stellt: Denn ich nicht arbeite, habe ich nichts zu effen. Also muß mir jede Arbeit recht fein, wenn sie nur bezahlt wird. Daher macht der Amerikaner — ich meine hier besonders den Eingewanderten — die merkwürdigsten Verwandlungen durch. Er beginnt vielleicht als Fensterputzer oder Geschirrspüler, ist nach Jahren Besitzer einer kleinen Restauration, dann wieder Besitzer von mehreren Mietshäusern und schließlich Farmbesitzer im Westen. Vielleicht verliert er auch sein erspartes Geld und muß wieder von vorne anfangen.
Bon Fulda nach Chicago
Reife-Erim»erungeu
oon Fr. Donatus Pfannmüller, Fulda.
Ußer dem Schaffner ist noch ein Neger da, der für ln9 fmd Reinlichkeit im Wagen sorgt. Er entfernt <8elaffene Zeitungen, wischt den Staub, hebt das °er Reisenden auf die Netze und betrachtet sich Mpt als Diener der Reisenden. Das Bahnpersonal kraus höflich und zuvorkommend, und der ganze . bewegt sich hier in einer sehr vornehmen • Dax muß jedem auffallen, der ein offenes Auge e Umgebung fjat. Das ist eigentlich merkwürdig, ,e .Eisenbahn ist doch hier nicht nur für die Ge- ' modern für alle. In diesem Wagen fährt dach L“ hoch oder niedrig. Woran mag es nur liegen, ?'n so „guter Ton" herrscht? Ein Grund für scheint mir in dem demokratischen Leben ^^'kanischen Volkes zu liegen. Es gibt keine Jloif Amerika unb darum auch nicht das, was j^r>hoß nennen. Betrachten wir z. B. die amen« jftn ,riehrsmittel, fei es Eisenbahn, Straßenbahn, pn, Untergrund oder Hudsonschiffe. Auf den ^Polstern unseres Wagens sitzt der Millionär
Arbeiter. Und da ber Arbeiter sich bestrebt, IWrh ®efIeibet fein — benn ohne saubere Klei- 'hn niemanb beschäftigen — unb sich ebenso öen^ o sanieren 3U Zeigen, so wirb man ihre gOe Lebensstellung kaum unterscheiben. Dazu । f* &ie Eisenden kaum mit einander reden.
olle fremd und bleiben es auch. Der neben r sr fonn ein Deutscher, Russe, Grieche, Italie-
-llole sein, er kann aus meinem Nachbardorf aber ich werde das auf einer vielstündigen en Gisenbahnfahrt nicht erfahren. Denn er 0enb seine Zeitung ober ein Buch. Dagegen in,'r gern gefällig unb behilflich fein, wenn ich ^angenehme Lage komme.
,tr „3mei sich frembe Reisende doch miieinon- jhn lammen, dann.werden sie sich von beite zeigen. Sie werden ihre verschieden- , । ensstellungen kaum einander verraten. Der j
Wenn sich frühmorgens die 25 Enten hier in Jen Parkteich stürzen, dann meint man, sie wollten ,t:nt wenigsten eine neue Epoche der Weltgeschichte einleiten oder schnatternd und klatschend ein Parlament eröffnen. Aber siehe da, schon nach wenigen Augenblicken ist alles wieder still, und alle 25 En- fcn suchen jede nach den fettesten Würmern. Sie stecken dabei die breiten Schnabel tief in da? Wasser bis auf den schlammigen Grund und zeigen oben der Sonne und der Welt der Ideale eben das, was der Müller in der Mühle läßt, wenn er den Kopf zmn Fenster hinaussteckt . . . Weiter spazierend, bemerke ich, wie alles Gevögel ebenfalls nach Würmern sucht und all seinen Frohsinn auf glückliche Freude aufbaut. Ei, liebes Vögelchen, vertrittst doch nicht auch die marxistische Weltanschauung?
Nun ist der Frühling also da. Auf den Baumen gibt es weiße und rote Bluten, auf der Wiese frisches Gras, draußen die ewig grünen Matten unb in den Mistbeeten Kohlraben, Salat, Tomaten- pflänzchen und allerlei Suppentraut, das offenbar fröhlich darauf hofft, einmal mit Appetit von den Menschen verzehrt zu werden. In diesen Traum hinein rieseln dann die Bächlein, pfeifen die Spatzen und schluchzen die Nachtigallen. Ja, ja, aH-> Vöglein sind schon da . . . Das ist also der Frühling, in den übrigens die alten Steuern, das schlechte Deichäst, die Not des Landwirts und das Heer der Arbeitslosen mit hineinziehen, so als wären sie selbst ein Stück davon. An diese Menschen muß ich denken, an diese Millionen, die frühmorgens die Argen öffnen, ohne daß ein Teich auf sie wartet, wo es fette Würmer gibt oder Mistbeete, die wenigstens Salat anbieten.
Gibt es denn wirklich kein Mittel, um der Arbeitslosigkeit zu steuern? Es kann nicht allein in ber Neubelebnng der Karitas gesucht werden, denn *. noch so große Nächstenliebe kommt nicht an gegen Schäden, die im wirtschaftlichen System selber liefen. Aber vielleicht kann die Karitas ein Notopfer bringen, das sich planmäßig im Sinne wirtschaftlicher Gesundung auswirkt. Nur die Prosperitä: der Wirtschaft bürgt ja auf die Dauer für das Wohl der arbeitenden Klassen. Hier möchte ich auf einige Vorschläge eingehen, die aus einem Kreis von Wirtschaftlern, Politikern und Geistlichen stammen, die lange und eingehend darüber nachgedacht und konferiert haben, und an deren Beratungen ich manchmal teilnehmen durste. Sie schlagen ein Notapfer vor, das natürlich nicht die Angelegenheit I mir eines Standes fein darf, sondern an dem sich alle, die etwa 1 500 RM. Einkommen und darüber haben, beteiligen müssen. Bis 8 000 RM. bezahlt fein 1 Prozent, bis 16 000 RM. IS Prozent, brs 20000 RM. 2 Prozent, und so geht es weiter. Einc^Milliarde muß babei herauskommen, die nicht als Steuerertrag gilt unb in dem allgemeinen tackel verschwindet, sondern eben als Notopfer, Mistet zu einem besonderen Zweck. Man sammelt sie am besten nach dem Markensystem, braucht Acht einen einzigen neuen Beamten für die Selbst- Verwaltung dieses Fonds und hütet sich, auch nur Wen Pfennig davon an Reich, Länder und Kom- wunen abzuführen.
Was machen mir nun mit der Milliarde ? Zwei ?Elel fall die Wirtschaft und das Gewerbe haben
zu den niedrigen Zinssätzen zwischen 4 und 6 Prozent, billiger jedenfalls als sich die übrigen Sätze für langfristige Kredite stellen, wobei die allmäh- liche Amortisation sich leicht regeln laßt. Der Einbruch einer solchen Summe in den Kapitalmarkt würde die geldgebenden Kreise zwingen, mit ihren Zinssätzen herunterzugehen. Aus der Geschichte der Verteilung der Ruhrmillionen wird man Mißbräuche zu vermeiden lernen. Man wird nur Firmen unterstützen, die volkswirtschaftlich wertvolle Güter produzieren und es vor allem ablehnen, die Krankenkasse schon verlorener Industrien zu werden. Alles dieses aber mit dem ausgesprochenen Ziel, möglichst viele Betriebe in den Stand zu setzen, mehr Arbeiter einzustellen. Das gilt auch für die Gelder, die der Landwirtschaft zugeführt werden sollen, damit sie ihre teuren Hypotheken ab» lösen kann.
Das alles genügt aber noch nicht. So ergänzen denn die Herren jenes Kreises ihren Haupwor- fchlag durch weitere Anregungen. Die wichtigsten sind kurz folgende;
Einmal sollen jene verheirateten Frauen aus dem Erwerbsleben ausscheiden, deren Gatte verdient. Das würde Platz schaffen für männliche Kräfte, die heute arbeitslos find. Damit ist nicht geleugnet, daß die Betätigung der Frau im wirtschaftlichen Leben heute eine Notwendigkeit ist. Aber es hat gerade diese Anregung eine über das Wirtschaftliche hinausreichende Bedeutung. Cs wird damit ein großer Teil verheirateter Frauen wieder der Familie und ihren Mutterpft chten zugeführt. Noch mehr: Es weist dieser Gedanke in eine Richtung, bie bewußt gegen das Fmtschrerten einer Vermännlichung der Frau angeht. Don dev andern Seite aus gesehen, erscheint diese Vermännlichung der Frau als ein äußerst gefährlicher Fe> minismus des Zeitalters. Wer sich hier über unsere Lage orientieren will, der lese einmal, was gerade in dem eben erschienen Werk „Eeschlechts- djaraffer unb Volkskrast" (Ernst Hofmann u. Co., Darmstadt und Leipzig) kluge und tapfere Frauen über dieser. Feminismus sagen. Den „Frauen von Korinth" wäre bieie Lektüre befonbers heilsam.
Weiterhin tritt bas Gutachten für bie Herausnahme der 60jährigen aus dem Arbeitsprozeß ein. Dadurch würde Platz geschaffen für die jüngere Generation, was an sich schon aus Gründen der drohenden Ueberalterung unserer Arbeitskräfte sehr zu begrüßen wäre. Diese 60jährigen müssen natürlich versorgt werden. Dafür ist bie Alters- unb Invalibenversicherung bzw. Angestelltenversicherung ba, wozu ein Zuschlag in Höhe der Altersrente käme. Um das zu ermöglichen, sollen einfach die. welche über bas 65. Lebensjahr hinaus im Erwerbsleben bleiben, das Recht auf den Bezug der Zusatz-Altersrente verlieren. Die betreffenden Versicherungsanstalten ließen sich dadurch kräftigen, daß man ihnen bie Zinsen bes Notopfers zuführte. Dazu gebe man ihnen noch alle Betrags der Ruheoehaltseinkommen, bie 12000 RM. für das Jahr übersteigen.
Das alles ist nun freilich kein weiches Frühlingslieb. Opfergeist geht eben nicht auf solch sanfte Melodien. Opfer schmerzen ihrer Natur gemäß. Aber es sind Opfer, die in sich das hohe Ideal ber
1dl IWM
Autosport ist ein billiges Vergnügen, wenn man nicht unnötige Ausgaben für Motorschaden hat. I 11. W U
75% aller Motorstorungen sind auf schlechte Schmierung ■■ D
zuruckzuführen.Vermeiden Sie diese und benutzen Sie nur noch: V Mol’O bb
Das moderne, hitzebestandiae Motorenoel IUIUI u* rerL
mit der berühmten Schutzschicht! .Graf Zeppelin* benutzt nur dieses Od!
4-4 AMI IG, !4amburg-Amerikonische Mineraloel-G.mb.H., Hamburg 11
[
0>