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Josef 2fcftäfec, Julda
Jtotdumdlxinq. and Baustoffe
JÖOM,
(Spezial-Plattenleger)
Dachs und Spalieclatten • Stollen Qecäst-ßaMen
Sonntag Quasi modo
(Eingangslieb: 1. Petri 2, 2.
Quasi modo geniti infantes, allein)a . . .
Die Reformation zerschlug die religiöse Gebundenheit der christlichen Welt. Die Uebernahme des religiösen Lebensgutes von feiten der nachfolgen, den Generation mar nicht mehr selbstverständlich. Jede Konfession mußte zur Vermehrung und Wahrung ihres Besitzstandes Einfluß auf den Nachwuchs zu gewinnen suchen. Die Kinder und Jugendlichen mußten in besondere Behandlung genommen und der religiöse Kinderunterricht aus bei- deren Seiten eine offizielle kirchliche Angelegenheit werden. Insbesondere die Reformalionskirchen konnten sich nicht mehr aus die Familie verlassen, in welcher die Tradition zerstört rrvr; der Ausbau des kirchlichen Religionsunterrichts war für sie eine Lebensfrage. Auch in der katholischen Kirche mußte man dem drohenden Individualismus gegenüber das bisherige System ändern; der religiöse Kinderunterricht, bisher die primäre Angelegenheit der Eltern, wurde nun eine der wichtigsten Berufsaufgaben der Seelsorger. Die allgemeine Losung zum katechetischen Unterricht wurde ausgegeben auf dem Konzil von Trient. Wir sehen im nächsten Jahrhundert die kirchlichen Stellen und leeleneifrigen Priester unermüdlich tätig, diesen Beschluß zur Durchführung zu bringen.
Mit der religiösen Ausbildung der Kinder überhaupt ging aber auch einer ihrer wichtigsten Teile, die Vorbereitung aus den erstmaligen Empfang der heiligen Sakramente, gänzlich in die Hände der Seelsorger über. Gleichzeitig mit der Entstehung und Entwicklung der Katechese wurde auch der Erstbeicht- und Erstkommunionunterricht zu einem besonders gepflegten Zweig derselben, der immer mehr ausgebaut wurde. Ein besonderes Verdienst um die Ausbildung der Erstkommunikant^noorbe-
- alleluja, allel^ja, alleluja. (Vf. 80, 2.)
Singet Freudenlieder Gott, unsrem Helfer, Jubellieder dem Gotte Jakobs.
Evangelium: Joh. 20, 19—31.
In jener Zeit, am Abend jenes ersten Wochentages, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen versammelt roam, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: .Friede sei mit euch!" Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Aber- mals sprach er zu ihnen: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." Nach diesen Worten hauchte er sie an und sprach zu ihnen: „Empfanget den Heiligen Geist. Denen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen; denen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten." Einer von den Zwölfen, Thomas, der den Namen „Zwilling" hat, war nicht dabei, als Jeius kam. Die anderen Jünger erzählten ihm nun: „Wir haben den Herrn gesehen." Er aber erwiderte ihnen: „Wenn ich an seinen Händen nicht das Mal der Nägel und meine Hand nicht in feine Seite legen kann, glaube ich nicht." Acht Tage darauf waren die Jünger wieder in dem House, und Thomas war bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sprach: „Friede sei mit euch!" Dann sprach er zu Thomas: „Lege deinen Finger hierher und sieh meine Hände; reiche deine Hand und leg fw in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!" Da rief Thomas aus: „Mein Herr und mein Gott!" Jesus erwiderte ihm: „Weil du mich stehst, Thomas, glaubst du; selig, die' nicht sehen und doch glauben!" Noch viele andere Wunder hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, dis nicht in diesem Buche aufgezeichnet sind. Diese aber sind ausgezeichnet, damit ihr glaubt, daß Jesus ist Christus, der Sohn Gottes, und damit ihr im Glauben das Leben habt in feinem Namen.
, dieses Gelübde auch von vielen Mitgliedern dieses Ordens beobachtet.
Europa war schwach und durch inneren Hader gebunden. Es sah zu, wie tausende von Christensklaoen zugrunde gingen. Als Portugal, Spanien und Frankreich in den Küstengegenden zeitweise ihren polüischen Einfluß ausdehnten, konnten Ordensleute (Kapuziner, Jesuiten, Franziskaner) den in den Bagnos (Sklaven- gefängniffen) schmachtenden Christen seelsorgliche Hilfe bringen. Der Sultan Muley Ismail von Marokko soll 36 000 Christensklaven haben umbringen lassen. Sie Begräbnisliste der Franziskaner zu Meknes zählle in den 40 Jahren feiner Regierung 109 Christen, denen der Sultan selbst den Tod gab bzw. geben ließ. In den Jahrhunderten seit Beginn der Neuzeit gab es allein in den Bagnos Algeriens gewöhnlich bis zu 30 000 Christensklaven. Wieviel Tränen müssen damals gemeint worden fein, wieviel Hände wohl streckten sich flehend nach der Heimat im Norden aus! Aber kein Echo antwortete, es fei denn das der katholischen Karüas, die in ihren Orden unermüdlich den Loskauf der Verlassenen betrieb. Sie Mercedarier sollen 61613 Gefangene erlöst haben, die Trinitarier dürften 90 000 Sklaven die Freiheit verschafft haben. Eine vielfache Zahl blieb unerlöst, dank des inneren Haders des christlichen Europa. Viele der Sklaven wurden unter Srohung schwach und nahmen den Islam an, selbst eine Anzahl gefangene Priester.
Opfervolle Lazaristen, deren Gründer Vinzenz von Paul selbst erlöster Gefangener der Korsaren war, suchten zu helfen, indem sie in dieser wahrhaftigen „Kirche in Ketten" die Seelsorge durch priesterliche Sklaven organisierten, ober durch die Kapläne der Konsulate und Kaufmannsniederlassungen (Fonduks), die vertragsmäßig unantastbar waren, heimlich an die Sklaven herantraten. Sen Sey von Tun: selbst erbaute es, . als er sah, wie ein Lazaristenpater Le Bacher christ
3to6e£die£eu, deutsche und schwedische
Schcemecfccettec in Fichte, Kiefer und Eiche etc.
Sas Christentum, das nunmehr in Nordafrika wie ein scheues Irrlicht aufleuchtete, hatte keinen Zusammenhang mehr mit der zu Tode getragenen Kirche Karthagos. Wie ein Abd-el-Krim vor einigen Jahren Christen in seinem Heere hatte, so gab es auch in den Armeen der mohammedanischen Herrscher christliche Söldner. Sazu nisteten sich in den Küstenorten europäische Kaufleute ein, denen die Fürsorge der herbeieilenden jungen Orden der Franziskaner und Sominikaner des Geschäfts wegen nicht angenehm war. Aus wirtschaftlichen Gründen schlossen die einzelnen Sultane Handelsverträge mit den europäischen Mächten, denen Klauseln über die religiöse Freiheit der Kaufleute und ihre Seelsorge beigefügt wurden. Oeffentliche Glaubensverkündigung war streng untersagt. Franziskaner und Sominikaner bezahlten solches Wagnis mit ihrem Blut. Ein Raymundus Lullus wurde vom Volke in Tunis gesteinigt. Einem hl. Raymundus Nonat wurde 1236 der Mund durch eine Galeerenkette geschlossen.weil er auf öffentlichem Markte gepredigt hatte. Viele andere Missionare wurden verbrannt, wenn sie öffentlich für das Christentum wqrben.
Schon feit 1230 wissen wir von vielen Christen- f f I a d e n, die von Piratenschifsen weggeschleppt worden waren. Um sie zu erlösen, entstanden die Orden der Trinitarier und Mercedarier. Meist freundlich von den Mohammedanern empfangen — brachten sie doch Gold — zahlten diese Patres bisweilen für Hunderte von Gefangenen das Lösegeld. Führte das Geldgeschäft aber zu Verwicklungen, so drohte diesen Ordensleuten ebenso der Tod, den die Laune der Sultane oft sogar willkürlich über sie verhängte. Was einzelne Männer dort an christlichem Heroismus leisteten, gehört zu dem schönsten Ruhm der Kirchengeschichte. Sie Mercedarier hatten das Gelübde abgelegt, gegebenenfalls als Geiseln für arme Gefangene sich in Ketten schmieden zu lassen. Sie Trinitarier verpflichteten ihre Mitglieder freiwillig nicht dazu. Praktisch aber wurde
lichen Heroismus unter den an die Eisenketten Geschmiedeten weckte. 40 Jahre war dieser Pater „der Engel der Bagnos", bis man ihn 1683 vor die Mündung einer Kanone stellte: „Willst du Türke werden?" — „Nein", und schon wurde die Zündschnur abgezogen...«
Sie französische Revolution, die die „Menschenrechte" auf ihr Banner schrieb, stoppte die Geldhilfen für die Christensklaven ab, nachdem bisher gerade das Frankreich eines Vinzenz von Paul so viele Mittel für die Gefangenen aufgebracht hatte. In Nordafrika selbst machten die neuen ftanzösischen Konsularbehörden dem Befreiungswerke der Kirche alle möglichen Schwierigkeiten. Es war die Vorftühlingsblüte jener ftanzösischen ,^Laienpolitik", die im Jahrhundert von 1830 bis 1930 den schmachvollen Lenz des Mohamme- danerklerikalismus (Aufnahme des Islam als koloniale Staatsreligion und Ausübung der Staatsmission zugunsten des Islam) zeitigte. Sie islamischen Raubnester sandten bis Anfang des 19. Jahrhunderts ihre Kaperschiffe bis in die Nordsee. Selbst als die europäischen Mächte schon weitgehend die Raubnester ausgeräuchert hatten, zahlten die hanseatischen Schiffe in der Nordsee ein Sechzehntel, die in der Ostsee ein Zweiunddreißigstel ihrer Lösung in eine Sklaven-Loskaufkasse zu Lübeck (bi» 1839 bezw. 1834).
Sie katholische Kirche hatte in Nordafrika vom 13. bis 19. Jahrhundert eine Art Vorpostenstellung, ein religiöses „Gallipoli", um einen Vergleich aus dem Weltkrieg zu gebrauchen. Sas politische „Gallipoli" hat Frankreich 1830 durch die Eroberung Algiers und die nachfolgende Besetzung Nordafrikas gesprengt. Sem religiösen „Gallipoli" hat es durch feine Islampolitik keine Erweiterung der Angriffsbasis geschaffen. Ser E u > charistische Kongreß von Karthago in diesem Jahre tagt also auf einem afrikanischen katholischen „Gallipoli", den Rücken dem Meere zugewandt.
Wie neugeborene Kinder, alleluja, doch voll Einsicht, verlanget ohne Falsch nach der Milch,
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Zur Geschichte der Erstkommunion der Kinder
Von Dr. Johann Baumgärtler.
len Kräften der Erde, damit sie der chnen anvertrauten Saat, ihrem Ein und Silles, Wachstum und Gedeihen schenkten. Wenn da die Fluren anfingen zu grünen, beschiworen sie die Schicksalsmächte in Luft und Wasser, daß Frost und Hagel die Erntehoffnung nicht zerstöre. Feierlich siegend, umzog man die Ackerflur, sie mit Blumen und dem Donar geweihten Birkenreisern bannend; Götterbilder sührtem an mit, um sich der durch sie oerfinnbilbeten Mächtee sicher zu missen.
Wie viele solcher Bräuche echter Naturfrvm- migkeit konnte die Kirche auch diese Bittgänge beibehalten. Mehr noch, mit ihrem Gebet im „Bittamt" sicherte sie bieg laubige Hoffnung: „Er erhöre von seinem heiligen Tempel aus meine Stimme. Alleluja! Und mein Flehen vor feinem Angesickste drang an seine Ohren. Alleluja! Ich liebe dich, Herr, meine Stärke: der Herr ist meine Feste, meine Burg, mein Erretter!" An diese Worte des Jittroitus der Bittmesse schließt die Epistel des hl. Jakobus die mahnende Gelschichte des Elias: „Mel vermag das beharrliche Debet des Gerechten. Elias mar ein Mensch, den Leiden un- termorfen wie mir, und betete eifrig, daß es nicht regnen mögee auf Erden; und es regnete nicht drei Jahre und sechs Monate; da betete er abermals, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor." Dieser Glaube ist führ uns Wirtschaftsmenschen im 20. Jahrhundert noch immer eine ebenso große Lebensmacht wie für jene
schicksalsverfolgte Zeit nach der Wikerwanderung, als Papst Eorg 590 diese uralte Prozessssion auf den 25. April feftlegte, und zwar nicht in irgend- eeiner Verbindung mit dem hl. Markus — dessen Fest wurde erst später im 8. Jahrhundert ein- geführt — sondern weit nach Ueberlieferung der h l. Petrus an diesem Tage zum ersten Mal nach Rom gekommen.
Diese Prozessionen nannte man in ältester Zeit £ i t a n i a e. Dieses griechische Wort bezeichn ci ursprünglich eigentlich jedes Bittgebet, dann das Wechselgebet, alsfo die fleihentlichm AnrufunA^n der göttlichen Barmherzigkeit und der Heiligen, wie sie besonders bei den religiösen Umzügen gebräuchlich waren. In Folge davon mürben bann diese Prozessionen selber LUaniae genannt. Die am 25. April hieß man zum Unterschied von denen der Bittage vor Himmelfahrt die „größeren" ober im Attbeutschen „Krutzegcmg ber mehreste", weil sie mtt besonderer Feierlichkeit abgehalten wurden. Wie eine Symphonie klang es, aus den Stimmen von alt und jung, Männern und Frauen flehend: Daß du die Früchte der Erde geben und erhalten wollest! Daß du Frieden und wahre Eintracht verleihen wollest! Wir bitten dich, erhöre uns! Vor Pest, Hunger und Krieg, vor den Nachstellungen des bösen Feindes, vor Zorn, Haß und allem bösen Willen, bewahre uns, o Herr! — Sin diese Gebete heute überflüssig.
P. I. von Lone.
gestalten, ihn mit größerer Feierlichkeit zu umgeben. So entstand die Erstkommunionfeier in ihren mannigfachsten Formen und Auswüchsen. Sie wurde geradezu zum Tummelplatz für die täte« chetisch-liturgischenVorschläge mancher Theologen der Aufklärungszeit. So sehen wir zuletzt die Erstkommunion im Dienste von Bestrebungen, die gänzlich außerhalb des Zweckes des Sakramentes lagen. Der Empfang der Erstkommunion mürbe an das Ende des gesamten religiösen Schulunterrichts verlegt, der Besuch des letzteren trur zugleich die Vorbereitung für den erstmaligen Sakramentenempfang. Der Mißbrauch der Erstkommunion als Mittel der da malig en Schulpädagogik zeigt sich in drastischer Weist ch der Erscheinung, daß der Zeitpunkt des erstmaligen Kommunionempfangs in Dielen Ländern durch staatliche Verordnungen geregelt wurde.
Damit war die hohe Idee, von ber einst bas Mittelalter bei der Behandlung der Erstkommunion sich hatte leiten lassen, in bas Gegenteil um* geschlagen. Das Mittelalter hatte ben Blick gerichtet einzig auf bie substanzielle Gegenwart bes Leibes Christi unb suchte von ba aus die richtigen Grundsätze über die Erstkommunion zu gewinnen. Nun aber war das Sakrament in seinem realen Gehalt und in seiner objekttven Wirkungsweise verkannt, das Interesse war einseitig in Anspruch genommen durch den erziehlich-unterrichtlichen Wert der Vorbereitung und der äußeren Veranstaltung. Das ganze 19. Jahrhundert hatte noch an diesem Erbstück der Aufklärungszeit zu leiden. Die allgemein übliche späte Ansetzung des Erstkommunionempfanges ist nur erklärbar aus der Scheu vor der physischen Wirksamkeit der Sakramente. Es wird Aufgabe der gegenwärtigen und zukünftigen Seelsorge sein, diese Scheu abzulegen und das opus operatum in feine unverkümmerten Rechte einzusetzen. Dabei ist in den gesunden Grundsätzen, die uns das Mittelalter hinterlassen hat, allem Mißbrauch des Sakramentes von selbst eine Grenze gezogen. So wie das Mittelalter die Ehrfurcht vor dem Sakra- ment um jeden Preis wahrte und darum die Kommunion der Unmündigen ängstlich abwehrte, so werden sich auch die Seelsorger unserer Tage nicht den Vorwurf zuziehen wollen, es an den Vorbe- retiungen des Herzens und des Verständnisses ber kleinen Erstkommunikanten irgendwie fehlen zu lassen. Der Erfolg ber Erstkommunikantenseelsorge aber liegt in bem Glauben: Die Gnade des Sakramentes ist nicht ein Produkt menschlicher Anstrengung und Erziehungsweisheit, sondern ist bas Wirken Gottees selbst in ben Kinderherzen?)
*) Aus: Dr. Johann Baumgärtler, Die Erstkommunion ber Kinder. Ein Ausschnitt aus der Geschichte der katholischen Kommunionpraxis von der urkirchlichen Zeit bis zum Ausgang des Mittelalters. 250 S.
Aus den Missionen.
(Eingeborene als Priester.
Unter ben 20 000 Katholiken bes Vikariats von Tsingfing, bas erst im verflossenen Jahre von bem eingeborenen Bischof, Dr. Chang, eingerichtet würbe, finb sehr viele zum Priesferstanb berufen. Das erst vor kurzem eröffnete Vorbereitungs- Seminar hat bereits 40 Stubenten unb in bem Provinzial-Seminar von Tatungfu stehen 12 Studenten vor der Priesterweihe.
Zum Markuskag
am 25. April.
■L Ueberall in katholischen Landen umziehen am Markustag die „Markusprozessionen" die Feldflur. In den Städten beschränkt sie sich auf den kleinen Gang um die Kirche, unb nach ber ; Zahl ber Mitfeiernden zu rechnen, wissen die wenigsten noch etwas Rechtes damit anzufangen. Im Gegensatz zu denen, für die Blitz und Donner, Wind unb Hagel, Regen unb Dürre noch eine Lebens- ja Schickfcllsbebeutung haben. Wenn wir ‘ anderen nun auch keinen Roggen mehr vom Hafer unterscheiben können, Brot muß auch auf unseren Tischen stehen. Ob aber bie Ernte gut ober i schlecht wird, das hängt nicht ab von uns. „Die ' Menschen machen den Kalender, Gott aber bas ‘ Wetter"; „Der Bauer pflügt umsonst bie Erde, spricht ber Herr nicht: Werde!".
■ Deshalb, wenn ber Frühling kam, flehten unsere germanischen Vorfahren zu den geheimnisvol
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reitung hat sich der große Reformkardinal, ber heilige Karl Borromäus, erworben. Damit beginnt in ber Geschichte der Erstkommunion eine neue Aera. Das Moment des kirchlichen Erstkommunionunterrichtes bekommt in derselben die Führung. Die Geschichte der Erstkommunion wird jetzt in erster Linie eine Geschichte ber Erstkommunikantenseelsorge.
Naturgemäß nahm bie Erstkommunionvorbe- reitung auch in allen Fortschritten der allgemeinen Volks- und Kinderkatschese teil. Päpstliche und bischöfliche Erlasse beschäftigten sich ebenso oft unb eingehenb mit bem allgemeinen Religionsunterricht wie mit der speziellen Vorbereitung auf den ersten Sakramentsempfang. Dieises katechetisch in- tereffierte Zeitalter hatte daher sicherlich keine Neigung, das Alter der Er st kommun i- kanten zu beschleunigen. Sah man doch einen Vorteil darin, wenn man Zett gewinnen konnte für eine möglichst gute Vorbereitung. Diese Tendenzen mußten nur noch verstärkt werden durch die engherzigen Ideen und rigorosen Anforderungen des Jansenismus, die gerade fromm gesinnte Geister damals in ihren Bann schlugen. Darnach war die Würdigkeit zum Sakramenten- empfang und die Sorgfalt der Vorbereitung nicht genug zu betonen, während man die Bedürftigkeit außer acht ließ. Neue Nahrung bekam die Pflege der Ersttommunionvorberettung durch die pädagogisch-methodischen Interessen, die zu Beginn ber Aufklärungszeit burch bie katechetische Reformbewegung allenthalben erweckt würben. Dem stets wachsenben Umfang ber Verbreitung entsprach es, ben Akt ber Erstkommunion selbst aus pädagogischen Absichten möglichst eindrucksvoll zu
Hotbaftifas Kirche in SNiwenketten.
I ' Da in diesem Jahre der E u ch a r i st i s ch e Kongreß in Karthago stattfindet, stößt nachfolgender Aufsatz über den Untergang der g • einstmal blühenden Kirche in Nordafrika sicher auf r erhöhtes Interesse.
■, Die alte Kirche von Karthago ging unter W j>b -r des Islam, die sich von Ost nach West । r die nordafrikanische Kirche ergoß. Es war ein har- JQn9fames Sterben, namentlich in den zerklüfteten 1 »Erberbergen, wohin sich die Christen vor den fünfen ■ ®“ctf(baren der Araber zurückzogen. Unbeachtet voll- »§9 sich das größte Drama der alten Kirchengeschichte: k ? Zuständige Untergang der blühenden Kirchen Nord- - stüas, während im Abendland das Christentum wie W»? Dleteor glanzvoll aufleuchtete. Nach 717, wo die K driften Nordafrikas vor die Wahl zwischen Islam und W ^u=toanberung gestellt wurden, hatte die Kirche kein ^Wcht der Existenz mehr. Dennoch gab es um 963 noch I i» lnete Gotteshäuser, noch existierten 40 Bischofssitze, re 1053 nur mehr 2, darunter der Primatialsitz
■übr' ®°' 2ahre 1192 war dieser Bischofssitz allein Dann begann der Todeskampf der Kirche. Keine Mhj. n?ei>r kündete christliches Leben, kein Kreuz mehr
Erlösung. Mit Bauernzähigkeit wehrten sich die Kn °er in Hren Bergen gegen den Islam. Vierzehnmal sie nach den Angaben eines arabischen Schriftstel- ■j?’ "er vielleicht mit den Zahlen etwas homerisch um» Zwangsweise islamisiert worden fein. Immer wieder ■tbf* -^e Zurück zum Christentum, um schließlich an der Kto^n“run® Dom Lebensbaum der Kirche zu sterben. Jr- r ®ann und irgendwo im 13. Jahrhundert, als in ein Franz von Asssi die innere Schönheit der Wben Religion wundersam kindlich aufzeigte, hat M>4ek.erberbergen der letzte getaufte Christ das Wort im Todeskampf gesprochen. Dann ward das M^entuch über die alte Kirche Nordafrikas ausgebrettet.