FuldaerZertung
Anzeiger für die Stadt Julda und den Landkreis Aulda. Amtliches Kreisblatt.
Ilr. 96
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild' und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernrufe: Schrift. :: leitung 1152, Fuldaer Actiendruckerei 1150 und 1151. ::
Samstag, 2S. April 1930.
Monatlich 1,80 einschliehl. Postgebühr (48 Pf.) ohne Zustellg. Ameigen-Preise: Kleinzeile (Col.) lokal 0,15 JUl, auswärts 0,20 Reklamezeile: lokal 0,60 O, auswärts 0,80 TUt. Bei Wiederholungen Rabatt. Postschecks Tranks, a. M. 4051
57. Zahl«.
Gefühl statt Politik.
Jedes Mal, wenn die Zentrumspartei sich anschickt, einer wirklichen Volksnot durch politische Aktivität zu begegnen, die von anderen nicht aufgebracht wird, erscheint in der Arena des Reichsta- Mges, einer Versammlung oder der Presse Martin M Spahn, selbst früher Reichstagsabgeordneter des k. Zentrums und Träger eines in der Parteigeschichte unvergänglichen Namens, um zu behaupten, das M Zentrum sei, wieder einmal, auf einem Irrwege. Was Spahn eigentlich will, ist wohl niemand klar, sicherlich auch ihm selbst nicht. Er hat sich vom - Zentrum losgesagt, angeblich, weil es ihm nicht konservativ genug war, doch haben wohl auch persönliche Gründe mitgespielt. Dabei ist das, was er vorzubringen pflegt, im Grundsätzlicken garnicht so falsch, schief wird es erst dadurch, daß gerade er es sagt und dadurch, daß hinter allen seine Behauptungen die Schlußfolgerungen des Verärgerten stehen, der seine Position nur dadurch zu behaupten weiß, daß er seinen früheren Freunden schlechte Motive unterstellt. So wurde es mög- i sich, daß er, der so sichtbar für katholische Jnler- , essen kämpfen will, sich in einer Fraktion ansässig machte, für die in ihrer Mehrheit das Katholische, nur das Ultramontane in einem hetzerischen Nebensinne bedeutet, daß er unter allem, was irgendwie mit dem Zentrum zu tun hat, wie unter einem Komplex leidet, daß er auch jetzt, da eine gewisse Scheidung innerhalb der Deutschnationalen sich vollzieht, nicht etwa zu den Westarp und Wallraf steht, sondern klar und eindeutig zu Hngen- berg, der doch w-chrbaftia nicht von dem Konservatismus erfüllt ist, den Spahn für das Zentrum fordert, der doch vielmehr in die Reihen eines kämpferischen und reaktionären Kapitalismus ein- zi ordnen ist, mit dem Svahn doch seiner ganzen Weltanschauung nach nichts gemein haben kann. Aber? reilich: wo will Spahn wieder, wenn es zu $ Neuwahlen kommt, ein Di-andat finden, wenn nicht auf der Reichsliste des Herrn Hugenberg!
In Nr. 89 des „Tag" versucht Professor Spahn Utas Reichskabinett, das den Namen Brüning führt, M«s unmöglich darzutun im Hinblick auf seine kul- WMpolitischen Pläne. Nun ist es klar und sollte be- WMders einem Historiker sichtbar sein, daß diese WOdruna nur mit einem ganz scharf umrissenen UHstn zpolitischen Programm auftretcn konnte und iÜwHi weiter gesteckten Ziele bewußt hintanstellen WKlßte. Spahn weiß das airchchdenn er sagt selbst, WeMegierung Brüning „stellte sich im Reichstage ■Sw als Regierung nut der Zielsetzung des win- schaftlichen Äufbaus, fiedlunas- und agrarpolitifchcr M Entwürfe und der Rückgliederung des Saarge- ? biet? vor". Das ist gewiß, nachdem das vorige «Mbinett mit den finanziellen Dingen nicht fertig werden konnte, ein Programm. Aber Spahn will w.edcr einmal feine besondere Sorge um Religion und Kirche ins Licht stellen und wirft darum Brüning vor, sie habe hierfür „in ihrer Erklärung vor bem Reichstag nicht ein einziges Wort gefunden '. Sic hätie aber, so behauptet Spahn, auch hierüber sprechen müssen, weil das Innenministerium, das m Auswirkung der Weimarer Verfassung ein Kul- rusminifterium sei — eine Behauptung, die in dieser Verallgemeinerung nicht halbar sein dürfte durch Dr. Wirth verwaltet werde. Hätte Spahn U'cht s. 3t. es vorgezogen, dem Zentrum und seinen persönlichen politischen Traditionen den Rük- rrn zu kehren, um vom gegnerischen Lager her die - migestammte Partei in all ihren Handlungen und ^ertretern zu beargwöhnen, so hätte er am 6. April k ®s. Is. in der Sitzung des Reichsparteiausschus'es 6 Zentrums Gelegenheit gehabt, den Minister n- Wirth sich unter dem stürmischen Beifall der ersammlung über die Gründe aussprechen zu hö- in, die gerade ihn, den man s. Zt. den Tromm- r der Republik nannte, veranlaßten, in einem abmett Brüning, in dem auch konservative Elc- ente vertreten sind, das Innenministerium zu ■ Jy^men. Er hätte dann gespürt, daß dieser 1 mulrec9?e Republikaner, der auch in der Sozialdemokratie viele Verehrer hat, sich über einen wahren ■ cf1’ Konservatismus und eine christliche tiefdurchdachte Gedanken macht, um K* Martin Spahn ihn vielleicht beneiden könnte. |k ^nzt aber, wenn auch wir ein bekanntes Bismarck, das Spahn in seinem Artikel sehr geistreich gegen den Abgeordneten Joos Btirfffe»b-et' Kurieren dürfen, an die Gabe, die Auf- ■ Wen r-i* an der Heuchelei vorbei zu reden, Ktor in der gegenwärtigen politischen Si- eüUDprt1’5 dem Minister Wirth als kulturelle Un- ■Uiif • ’i^eit auslcgen will, wenn er nicht sofort ew.em Reichsschulgesetz vor einen Reichstag ■L diese eminent wichtige und nicht nur dem ■g” tttttnnfel des Berliner Lokalanzeigers zu er« | ^ende Materie bestimmt nicht im Sinne des W»kn und, so dürfen wir doch wohl cmneh- EL',r~5 katholischen Abgeordneten Dr. Spahn | affätfben würde.
■LJK der gleichen Höhe politischen Schulbuben- ^u6’:fn5 stehen die Anwürfe Spahns gegen das sn e Zentrum. Ein Mann, der innerhalb art®1 arbeitet, die einen katholischen Abge- imi .diuauswirft, weil er für das Konkordat hat wahrhaftig keine Veranlassung, dem tau1 Vorwürfe zu machen, wenn es inZtaats- ®’n96n mit der stärksten Partei zufam- T?t- Nicht bei uns ist die „geistige Dishar- 5U finden, von der Spahn spricht, sondern MM, der in der Gefolgschaft des Verlegers der Ausgabe glaubt, die Interessen katholischen urns wahrnehmen zu können. Links und unh rr* bpafm als die zwei Fronten Volksri« Christentum einerseits, Kapitalismus und ^"dererseits. Diese Scheidung ist so , aber auf welcher Seite steht denn eigen!« Jufienberg, Spahns Wegbereiter? Professor ” h^te nur nicht seiner Neigung, alles bosser
wissen zu wollen, sich allein für ehrlich und andere für hinterhältig und falsch zu halten, erliegen sollen, so wäre ihm die Politik des Zentrums, die auf dem Wege von Volkstum und Christentum liegt, klar geworden, und er hätte sich nicht in eine Gesellschaft zu begeben brauchen, die ihm innerlich niemals entsprechen kann, mag in ihr sein Komplex auch eine noch so pflegliche Behandlung finden. Spahn hat politisch nur einen einzigen Gedanken, der aber keiner ist, alles nämlich, was die Zentrumspartei tue, fei verkehrt, und durch alles, was sie unterlasse, auch wenn sie es angesichts der politischen Situation unterlassen muh, begehe sie Verrat am Volkstum, wie Spahn es auffaßt. Ganz so einfach macht sich Politik aber nicht. Es gehört dazu gelegentlich gewiß auch Gefühl, zunächst aber Verstand und Wille, auch der Wille, Andersdenkende zu verstehen.
Preußischer Zenkrumsparteikag.
Der vierte Parteitag der Preußischen Zentrumspartei findet Sonntag, 11. Mai, im Plenarsttzungs- saal des ehemaligen Herrenhauses zu Berlin statt. Das Hauptreferat über „Die politische Lage unter besonderer Berücksichtigung Preußens" wird der Vorsitzende der Zentrumsfraktion im Landtag Dr. Heß erstatten.
Das Ringen der Geister.
Sur Tagung des deutschnationalen Parteivorstandes.
Mit größter Spannung sieht man der Tagung des dkeutschnationalen Parteivorstandes am 25. April in Berlin entgegen. Die Sitzung ist von Hugenberg einberufen. Große Auseinandersetzungen in den deutschnationalen Reihen sind voraus- gegangen. Aber man muß doch in der Urteilsfassung vorsichtig sein, denn wir glauben nicht, daß es zu weiteren Austritten, aber auch nicht zu Ausschlüssen kommen wird. Dafür werden die geistigen Gegensätze um so schärfer in die Erscheinung treten. Der bekannte altkonservative Kämpfer von Ol- denburg-Januschau hat sich in der „Kreuzzeitung" vor kurzem ebenfalls gegen den Hugen- berg'schen Kurs gewandt und erklärt, daß es jetzt gelte, jede neue Zersplitterung zu vermeiden und dafür den Weg freizumachen für die große Rechte. Außerdem hat die Mehrheit der deutschnationalen Fraktion bekanntlich in einem Schreiben an Hugenberg gegen die falsche Berichterstattung in der Parteipresse und in parieioffiziösen Mitteilungen protestiert.
Damit ist nach außen das Kampffeld gekennzeichnet. Hugenberg sieht sich einer starken Oppv- fitionsmehrheit gegenübergestellt, welche Mitarbeit int Staate und für den Staat fordert. So erkennen wir zwei Richtungen in der Deutschnationalen Partei, die um die Entscheidung ringen, die die deutschnationale Parteizukunftsfrage zu lösen haben. In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" (Nr. 188) schreibt über diese beiden Richtungen eine „ange- fehene, rechtsstehende Persönlichkeit" unter anderem, daß bei den Deutschnationalen eine Richtung den unabwendbaren Zusammenbruch sieht und aus ihm eine Führerstellung erhofft für die nationale Opposition. Die andere Richtung kämpfe gegen diese Politik an, wolle das Chaos verhindern, weil sie der Ueberzeugung sei, daß ein hungerndes Volk an anderes denke als an Freiheitskämpfe. Die erste Gruppe werde von Hugenberg und seinem Anhang geführt, die zweite von Schiele, Graf Westarp und anderen. Bundes- geiwffen Hugenbergs feien nur die Nationalsozialisten. Die zweite Richtung werde dagegen von den Mittelparteien unterstützt.
Nun handele es sich darum, ob der Gemeinbesitz an Anschauungen in der Deutschnationalen Partei noch genüge, beide Richtungen in einer Partei zusammenzuhalten. Die zweite positive Rich
tung sei die stärkere, für sie gebe es kein Zurück mehr. Wer einen Zwang auf sie ausüben wolle, müsse weitere Sezessionen befürchten, was nur den Verfall der Partei beschleunige. Aber auch die andere Gruppe unter Schiele und Westarp dränge gar nicht auf Auflösung, weil die Klärung noch nicht weit genug vorgeschritten sei, daß man durch eine Reichstagswahl schon eine Entscheidung der gesamten Wählerschaft erwarten könnte. Zwar vollziehen sich im Lande gewaltige Verschiebungen, aber die letzte Klärung sei noch nicht da. Zum Schluß warnt der Artikelschreiber vor Zwang und Gewalt, plaidiert für eine Verständigung, bis in den kommenden Monaten die Entwicklung der Geister sich von selbst vollzogen habe.
Nun darf man wirklich gespannt sein auf den Ausgang der Tagung des deutschnationalen Par- teivotstandes, zumal auch nach dem offenen Brief Hugenbergs „an die Parteifreunde im Lande", in dem er nur starke Worte gebraucht, in der Hauptsache aber um das ihm entschwundene Vertrauen bettelt.
DMakurgervatt für Hugenberg?
Der erweiterte Vorstand des Landesverbandes der Deutschnationalen Volkspartei Potsdam H hat, laut „Lokalanzeiger", mit 94 gegen 9 Stimmen beschlossen, den Parteivorstand um folgenden Beschluß zu ersuchen:
Im Falle notwendig werdender weltanschaulicher oder hochpolitischer Stellungnahmen der deutschnationalen Fraktionen im Reichstag oder im Preußischen Landtag durch Abstimmungen usw. gibt die Stimme des Parteiführers, falls Meinungsverschiedenheiten in der betreffenden Fraktion vorhanden sind, die endgültige Entscheidung auch gegen eine etwa festgestellte Mehrheit von Stimmen in der Fraktion. An dem Recht des einzelnen Fraktionsmitgliedss, int Falle anders gearteter Ansicht, bei der Abstimmung dann zu fehlen, wird durch diesen Beschluß der obersten Parteiinstanz nicht gerüttelt.
Der Beschluß wird begründet mit der tiefen Mißstimmung über die Abstimmung der Mehrheit der Fraktion zugunsten einer „Mittelbewilligung für das heutige System" und mit der Sorge um die Erhaltung der Partei, die durch derartige Abstimmungen aufs schwerste gefährdet fei.
BDZ. Berlin, 25. April. (Eig. Meldg.). Der Parteivorstand der Deutschnationälen Volkspartei trat am Dienstag um 11 Uhr int Reichstag zu em°r stark besuchten Tagung zusammen, nachdem schon von morgens 9 Uhr ab verschiedene Gruppensitzungen stattgefunden hatten. Nach Begrüßung durch den Parteivorfitzenden hielt Dr. H u g e n b e r g ein eingehendes Referat über die Vorgänge feit der letzten Parteivorstandssitzung.
PaceMs Nachfolger.
Der neue päpstliche Nuntius in Berlin eingelrosfen.
wtb. Berlin, 25. April. (Eig. Meldg.). Der neue päpstliche Nuntius für Berlin Cesare Orse- n i g o traf heute vormittag 8.50 Uhr von Rom auf dem Potsdamer Bahnhof ein. Zu seiner Begrüßung hatten sich im Auftrage der Reichsregie- rung der Chef des Protokolls, Graf Satten« bach und der Vatikanreferent Legationsrat Dr. Klee eingefunden, weiter der Berliner Bischof Dr. Schreiber, der Geschäftsträger des Hl. Stuhls, Monsignore C e n t o z, Nuntiaturrat Dr. Bann sch: für die katholische Aktion war der Vorsitzende Ministerialdirektor Dr. K l a u s e n e r. Stadtbaurat Dr. Adler, und eine Anzahl weiterer Vorstandsmitglieder und Vertreter des Berliner Klerus erschienen. Der Nuntius erwiderte auf die Begrüßungsansprachen von Graf Talten- bach in geläufigem Deutsch.
Die Ostreparattonen.
Eine Einigung zwischen den beteiligten Mächten
Die für Donnerstag vormittag anberaumte Sitzung des in Paris tagenden Ausschusses zur Regelung der Ostreparationen hat zu einer E in g u n g über eine Anzahl von Punkten geführt. Der Ausschuß setzte seine Beratungen am Nachmittag fort.
Zu der Nachmittagssitzung berichtet Havas, daß die Arbeiten beträchtliche Fortschritte gemacht hätten und daß die Unterzeichnung der vier Abkommen nahe bevor st ehe. Es stehs noch die ungarische Zustimmung zu dem allgemeinen Abkommen zwischen Ungarn und den Gläubigermächten und zu dem Abkommen über einen Agrarfonds von 240 Millionen Goldfranken aus« Um diese Zustimmung einzuholen, habe sich der ungarische Außenminister Walko nach Budapest begeben. Man hofft, daß der Ausschuß am Samstag im Besitze der Antwort der ungarischen Regierung sein werde und daß, falls — wie man hoffe — sie günstig ausfalle, ein allgemeines Abkommen in naher Zukunft abgeschlossen werden könne.
Nach dem „Temps" steht als Abschluß der Arbeiten des Ausschusses die Unterzeichnung folgender Dokumente bevor: 1. ein Abkommen über die ungarischen Vertragsverpflichtungen, ebenso über die ungarischen Reparationen, 2. ein allgemeines Abkommen zwischen den Gläubigermächten und Ungarn, 3. ein Abkommen zur Regelung des Agrarfonds in Höhe von 240 Millionen Goldkronen und 4. ein Abkommen zwischen Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien, der Tschechoslowakei und Südslawien zur Schaffung eines Sonderfonds B in Höhe von 100 Millionen Goldkronen, aus dem die von dem gemischten Schiedsgericht gegen die rumänische, die tschechoslowakische und die südslawische Regierung etwa zu erlassende Urteile zu Entschädigungszahlungen an Ungarn bestritten werden sollen.
Vrlands Europa-Traum.
Eine Jöberafion der europäischen Staaten.
Der Pariser „Excelsior" erklärt, daß am Quai d'Orsay gegenwärtig letzte Hand an den F rage« bogen gelegt werde, den Briand den europäischen Regierungen wegen einer Föderation der europäischen Staaten vorlegen will. Es handele sich keineswegs, so schreibt das Blatt, um eine neue internationale Organisation, die an die Stelle des Völkerbundes treten solle, auch fei keine Rede davon, den Weg für die Vereinigten Staaten von Europa oorzubereiten, die in Gegensatz zu den Vereinigten Staaten von Amerika treten könnten. Die europäische Föderation, so wie Briand sie sich vorstelle, habe weniger ehrgeizige und viel real'sti- schere Ziele. Erstes Ziel sei, die W i r t s ch a s t s - intereffen der Mächte miteinander in Einklang zu bringen, um etappenweise zur Beseitigung der Zoll schr a n-' ken zu gelangen, die noch den Wirtschaftsverkehr behindern. Aus einer besseren Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet werde notwendigerweise sich eine größere Prosperität ergeben, die es sämtlichen Ländern Europas gestatten werde, schneller auf dem Wege ihrer sozialen Reformen voranzuschreiten.
* Der Danziger Senatspräsident in Wien. Senatspräsident der Freien Stadt Danzig, Dr. Sahrn, traf Donnerstag mittag zu einem mehrtägigen privaten Besuch in Wien ein. Er wohnte mit dem Senator Kurowski ans Danzig am Freitagvormittag der Eröffnung der in W i e n vom Deutschen Auslandsinstitut veranstalteten Danzig- Ausstellung bei.
Die erste Sitzung der Internationalen Reparationsbank.
16 Internationale Bank Führer an einem Verhandlungstisch.
Von links (über den Tisch gebeugt), Kommerzienrat Dr. Rensch-Deutsch- land, anschließend nach links: Reichsbankpräsident Dr. Luther, und Dr. Carl Melchior (Vizepräsident), beide Deutschland, Leon Fraser (Vizepräsident) und Mac Garrah (1. Präsident), beide Amerika, Minister Franqui und Finanzminister Frank, Belgien, C. Addis und Gouverneur Montagu Norman, England, Le Bosquet, (Dolmetscher), Tesusabuzo Tanako und Nohara, beide Japan, Azzolini und Pros. Beneduce, Italien, Marquis de Vogue, Bankpräsident Moreau, Baron Brincard, sämtlich Frankreich.
<
f-v
X
MM